EMMA, ich mag Dich!

von Wiggo Mann -- Ich mag Dich wirklich, und nun ist es raus.

Biß­chen pein­lich. Die femi­nis­ti­sche EMMA erschien erst­mals im Janu­ar 1977 und hat­te in bes­ten Zei­ten eine gedruck­te Auf­la­ge von 250.000, also unge­fähr so viel wie heu­te der Stern. (Ja, der deut­sche Zeit­schrif­ten­markt war nicht immer so lau.)

Über Jahr­zehn­te wur­de bei Print-Medi­en in Deutsch­land viel aus­pro­biert und Geld ver­dient. In den acht­zi­ger, neun­zi­ger und frü­hen Nuller-Jah­ren gab es ein ein­zig­ar­ti­ges kul­tu­rel­les Bio­top. Der alte deut­sche Zeit­schrif­ten­markt war mehr als ein Wirt­schafts­zweig. Er war Teil der kul­tu­rel­len Infra­struk­tur Deutsch­lands. Der Print-Betrieb war groß und stark genug, selbst unwahr­schein­li­che publi­zis­ti­sche Lebens­for­men für eine gewis­se Zeit zu ali­men­tie­ren. Erin­nert sich noch jemand an Die Woche, Max, Tan­go, Der Freund (von Chris­ti­an Kracht) oder Park Avenue?

Die Vor­aus­set­zung dafür war zunächst ganz ver­trieb­lich. Deutsch­land ver­füg­te über ein dich­tes Netz aus Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen mit lan­gen Öff­nungs­zei­ten und Kios­ke, in denen man Ziga­ret­ten hol­te und Zeit­schrif­ten kauf­te. Anzei­gen­wer­bung war dadurch reich­wei­ten­stark für die Unter­neh­men und hoch­pro­fi­ta­bel für die Ver­la­ge. Selbst klei­ne Ziel­grup­pen konn­ten effi­zi­ent bedient wer­den. Print hat­te Prestige.

Für den gesell­schaft­li­chen Dis­kurs war das för­der­lich. Die Sozi­al­mi­lieus waren seg­men­tiert, aber räum­lich durch Print gekop­pelt. Selbst wenn man über ein Blatt die Nase rümpf­te, muß­te man aner­ken­nen, daß es exis­tiert und nur Zen­ti­me­ter vom eige­nen Lieb­lings­pro­dukt ent­fernt lag – eine Art erzwun­ge­ne Nach­bar­schaft mit – halb­wegs – fried­li­cher Koexis­tenz bei durch­aus fun­da­men­ta­len Streitigkeiten.

Die Kon­flik­te waren manch­mal scharf, oft ideo­lo­gisch auf­ge­la­den. Aber es exis­tier­te noch die selbst­ver­ständ­li­che Annah­me, daß unter­schied­li­che „Lager“ jeweils Teil des­sel­ben kul­tu­rel­len Raums sein kön­nen. Man las gegen­ein­an­der, pole­mi­sier­te gegen­ein­an­der, ver­spot­te­te ein­an­der – aber man nahm ein­an­der wahr. Öffent­lich­keit bedeu­te­te nicht Kon­sens, son­dern gegen­sei­ti­ge Bezugnahme.

Die­se nach­bar­schaft­li­che Idee ent­sprach den Grund­sät­zen des neu­or­ga­ni­sier­ten deut­schen Pres­se­ver­triebs nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Wäh­rend das Bun­des­kar­tell­amt dar­auf ach­tet, Mono­po­le zu ver­hin­dern und Oli­go­po­le ein­zu­schrän­ken, läßt das Gesetz gegen Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen (GWB) im Bereich der Pres­se ganz bewußt kar­tell­recht­li­che Aus­nah­men zu, wenn der „flä­chen­de­cken­de und dis­kri­mi­nie­rungs­freie Ver­trieb“ jeg­li­cher Pro­duk­te gewähr­leis­tet ist.

Die gemein­sa­me Erklä­rung (GE) der Ver­le­ger­ver­bän­de und des Bun­des­ver­ban­des Pres­se-Grosso ver­pflich­te­te sich im Jahr 2004 bestä­ti­gend zu Neu­tra­li­tät, Nicht­dis­kri­mi­nie­rung und Voll­sor­ti­ment. Der Ver­band warn­te vor einem „Dis­kri­mi­nie­rungs­ri­si­ko für klei­ne Ver­la­ge“ und der Gefähr­dung des „dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Markt­zu­gangs“. In einem Posi­ti­ons­pa­pier von 2012 heißt es wörtlich:

Pres­se­groß­händ­ler haben allen Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten zu nicht dis­kri­mi­nie­ren­den Bedin­gun­gen und ohne unbil­li­ge Behin­de­run­gen Zugang zum Pres­se­ver­trieb (…) zu gewähren.

Die Wahr­heit sieht – wie so oft in unse­rer Demo­kra­tie­si­mu­la­ti­on – anders aus. Oder haben Sie nicht von gro­ßen Kund­ge­bun­gen gehört, wenn Händ­lern die Schei­ben ein­ge­wor­fen und die Tür­schlös­ser mit Super­kle­ber zer­stört wur­den, nur weil dort ein miß­li­e­bi­ges (selbst­ver­ständ­lich „rech­tes“) Print-Pro­dukt im Regal lag?

Wäh­rend man einen sol­chen Ver­si­che­rungs­scha­den noch als regio­na­le Peti­tes­se abtun kann, war völ­lig inak­zep­ta­bel, daß VALORA, einer der markt­füh­ren­den deut­schen Pres­se­ver­trie­be, Zeit­schrif­ten aus dem Ange­bot nahm, weil eine vom Staat bezu­schuß­te und als „e. V.“ steu­er­lich sub­ven­tio­nier­te Orga­ni­sa­ti­on wie CAMPACT über die Platt­form WeAct erfolg­reich dazu auf­for­der­te, den Pres­se­ver­triebs­ka­nal für soge­nann­te „rech­te Het­ze“ zu schlie­ßen. Der Staat dele­gi­ti­mier­te sich wie­der ein­mal selbst.

Heu­te steckt das Zeit­schrif­ten­seg­ment in einem dra­ma­ti­schen Struk­tur­wan­del. Sozia­le Infor­ma­ti­ons-Milieus exis­tie­ren wei­ter­hin. Aber die ver­blie­be­ne Band­brei­te der Maga­zi­ne ist oft nur noch Syn­di­zie­rung, also die Mehr­fach­ver­wen­dung von Con­tent und paßt zum Ver­such einer glo­ba­len Eli­te, gesell­schaft­li­che Bin­dun­gen in grö­ße­rem Maß­stab zu zer­stö­ren, indem man frak­ta­li­sier­te Iden­ti­täts­po­li­tik inklu­si­ve Opfer­hier­ar­chien betreibt. Ver­ei­nigt durch ein Pla­ce­bo namens Vielfalt.

Hin­zu kommt par­al­lel die unend­li­che Ska­lie­rung der digi­ta­len Ver­öf­fent­li­chun­gen. Kei­nes­wegs geht es hier um Alt­her­ren-Gemä­kel über den all­ge­mei­nen Kul­tur­ver­fall. Digi­ta­li­tät und KI bie­ten enor­me Chan­cen und ermög­li­chen von Musik bis Wis­sen­schaft fan­tas­ti­sche Ver­net­zung und Frei­heits­ge­winn. Aber Algo­rith­men wol­len uns nicht immer berei­chern. Sie ser­vie­ren sucht­för­dernd grund­sätz­lich zunächst „more of the same“.

Der Fuß­ball-Nerd und der Trans-Akti­vist, Fans von Wind­ener­gie und Hob­by Hor­sing, femi­nis­ti­sche Links­in­tel­lek­tu­el­le und kon­ser­va­ti­ve Lai­en-His­to­ri­ker: Man lebt recht bequem in her­me­ti­schen Infor­ma­ti­ons­bla­sen. Das ist nicht auf intel­lek­tu­el­len Man­gel zurück­zu­füh­ren. Hat man dem Geg­ner frü­her ein­fach häu­fi­ger zuge­hört? Heu­te schiebt man ihn oft weg, bevor er zu spre­chen beginnt. Der iri­sche Theo­lo­ge und Schrift­stel­ler John O’Donohue schrieb, in einem glo­bal-digi­ta­len Dorf gebe es kei­ne ech­ten nach­bar­schaft­li­chen Bezie­hun­gen mehr.

Tech­no­lo­gy pre­tends to unite us. But too often the glo­bal vil­la­ge is paved with pathways of fal­se satis­fac­tion. The­re are no neighbors.

EMMA ist pro­to­ty­pisch für den Wan­del des deut­schen Zeit­schrif­ten­mark­tes. Das Blatt hat gegen­über sei­ner Hoch­pha­se 90 % der gedruck­ten Auf­la­ge ver­lo­ren. Wer­bung im Blatt ist sehr spär­lich. Man hält sich tap­fer mit ein paar Kiosk-Ver­käu­fen und einem har­ten Kern der Abos. Geprüf­te aktu­el­le Zah­len lie­gen nicht vor. Auf Basis von 2022er Daten könn­te man unge­fähr 20.000 Abon­nen­ten anneh­men, die sich den Spaß 70 Euro pro Jahr kos­ten las­sen. Die Kiosk-Käu­fer zah­len rund 12 Euro für ein Heft. Das scheint in Sum­me vor­erst noch zu genügen.

Was man dafür bekommt, ist immer­hin respek­ta­bel. Ein Print-Lay­out, das so „old school“ daher­kommt, daß es schon wie­der Freu­de macht. Kein opti­scher Fir­le­fanz. Ordent­li­ches Papier. Kle­be­bin­dung für mehr Hoch­wer­tig­keit und Samm­ler­ef­fekt. Erfri­schen­der Bild­an­teil, auch groß­for­ma­tig. Größ­ten­teils zwei­spal­tig gesetzt, also kom­for­ta­bel les­bar. Typo­gra­fi­scher Stan­dard mit seri­fen­lo­sen Schlag­zei­len über Seri­fen-Text. Online leicht ange­paßt. Ein Auf­tritt, der visu­ell unemo­tio­nal sein möch­te, weil die The­men genug Spreng­stoff haben. Bravo.

Wer drin blät­tert, fin­det jedes Mal ärger­li­ches Zeug. Aber auch inter­es­san­te Inhal­te. Die Intro-Rubrik heißt „Men­schen“ und stellt haupt­säch­lich weib­lich gele­se­ne (heißt das so?) Per­so­nen vor, die man weder mögen noch ken­nen muß, aber deren Geschich­ten in eini­gen Fäl­len doch bereichern.

Titel­the­men wie der Kampf gegen Por­no­gra­fie und Pro­sti­tu­ti­on, oder die irre Trans-Gesetz­ge­bung am Bei­spiel Mar­la-Sven­ja Lie­bichs sind eini­ger­ma­ßen seri­ös als Schwer­punkt aufbereitet.

Ergänzt wird jedes Heft mit diver­sen Ein­zel­ge­schich­ten, die ein Bemü­hen um Sub­stanz eint, wie in der aktu­el­len Aus­ga­be eine Repor­ta­ge über Sabi­ne Maur. Die Diplom-Psy­cho­lo­gin und Vize­prä­si­den­tin der Bun­des­psy­cho­the­ra­peu­ten-Kam­mer ist nach einem ver­nich­ten­den Gerichts­be­schluß von ihren Ämtern zurück­ge­tre­ten. Frau Maur setz­te sich unter ande­rem dafür ein, daß jun­gen Mäd­chen schon ab einem Alter von 16 Jah­ren die Brüs­te ampu­tiert wer­den kön­nen. Damit die­se Ver­stüm­me­lung von der Kran­ken­kas­se rei­bungs­los bezahlt wird, riet die renom­mier­te Bun­des-Ideo­lo­gin bei einer „Online-Fort­bil­dung“ den Teil­neh­mern dazu, die Ein­rei­chungs­un­ter­la­gen für die Kas­sen zu mani­pu­lie­ren. Der Skan­dal wur­de neu­lich auch in ande­ren Medi­en kurz beschrie­ben, war aber nir­gends so fun­diert und kennt­nis­reich erklärt wie im femi­nis­ti­schen Magazin.

Auch EMMA unter­liegt aller­dings der herr­schen­den „Sui­ci­dal Empa­thy“ (Gad Saad). Zuge­kauf­te Arti­kel, bei­spiels­wei­se von Autorin­nen der Süd­deut­schen Zei­tung oder der taz, pran­gern erwar­tungs­ge­mäß „Haß­bot­schaf­ten“ von „rech­ten Spit­zen­frau­en“ in der Poli­tik an und schei­tern dann am Ver­such, ihre Wäh­le­rin­nen zu erklä­ren. In einem Bericht über die bun­des­wei­te Dun­kel­feld­stu­die zu Gewalt gegen Frau­en taucht das Wort „Migrant“ selbst­ver­ständ­lich nicht auf. Dafür ein hüb­sches Foto von Dobrindt.

Ich wage zu behaup­ten, daß die­se Tak­tik der eige­nen Grün­de­rin nicht gefällt. Ali­ce Schwar­zer ist offi­zi­ell Her­aus­ge­be­rin und pres­se­recht­lich immer noch ver­ant­wort­lich. Wie stark sich Frau Schwar­zer (83) tages­ak­tu­ell in die Redak­ti­ons­sit­zun­gen ein­mischt, ist schwer zu sagen. Klar ist aber, daß die deut­sche Vor­zei­ge-Femi­nis­tin abseits des Maga­zins nicht lei­se wird.

Ali­ce Schwar­zer hat ohne­hin nie ein The­ma anbren­nen las­sen. Manch­mal war sie fort­schritt­lich, manch­mal wirk­te sie nur bor­niert und ver­krampft. Über die vie­len Jahr­zehn­te ihrer Arbeit ver­trat sie gele­gent­lich sogar Stand­punk­te, die man als zivi­li­sa­ti­ons­feind­lich bezeich­nen könn­te. Die dar­aus ent­stan­de­nen Pro­ble­me für das weib­li­che Geschlecht hät­ten die Frau­en des­halb „red­lich ver­dient“, wie Mar­tin Licht­mesz an ent­spre­chen­der Stel­le zürnte.

Aber einer Frau, der von Wiki­pe­dia-Akti­vis­ten das Adjek­tiv „umstrit­ten“ ange­klebt wird, soll­te man zuhö­ren. Ich sage aus­drück­lich zuhö­ren, nicht zustim­men, sei es bei ihrem Kampf gegen den § 218, für den sie zunächst auf dem Titel des STERN behaup­tet „Ich habe abge­trie­ben“, um hin­ter­her augen­zwin­kernd wis­sen zu las­sen, das sei kein Fakt, son­dern nur eine öffent­lich­keits­wirk­sa­me „Pro­vo­ka­ti­on“ gewe­sen, sei es bei ihren Kom­men­ta­ren zum Ver­ge­wal­ti­gungs­pro­zeß rund um Kachelm­ann, den Wet­ter­frosch mit Social-Media-Tour­et­te. Daß die Femi­nis­tin die­se Ver­hand­lung für die BILD-Zei­tung beglei­te­te, wäh­rend das Blatt wei­ter­hin „Sei­te-1-Mäd­chen“ prä­sen­tier­te, wur­de im femi­nis­ti­schen Umfeld erwar­tungs­ge­mäß schwer verübelt.

In den letz­ten Jah­ren rück­ten Schwar­zers Posi­tio­nen gegen den Ukrai­ne-Krieg und gegen die Gefah­ren des Isla­mis­mus („Die gro­ße Ver­schleie­rung“, 2010) in den Vor­der­grund. Hin­sicht­lich migran­ti­scher und isla­mis­ti­scher Gewalt gras­sie­re eine zu gro­ße Tole­ranz, erklär­te die Jour­na­lis­tin und befürch­tet sogar: „Unser Rechts­sys­tem wird von isla­mi­schen Kräf­ten unter­wan­dert“. Wer woll­te ihr wider­spre­chen? Nur noch das abster­ben­de Establishment.

Schwar­zers Plä­doy­er für die Beschnei­dung von Jungs sorg­te sei­ner­zeit eben­falls für Empö­rung. Unab­hän­gig von der per­sön­li­chen Per­spek­ti­ve über­rascht hier ihr Bemü­hen, Posi­tio­nen zumin­dest abzu­glei­chen. Als der ent­spre­chen­de Arti­kel mas­si­ven Gegen­wind bekommt, ergänzt sie ihren Essay wie folgt:

Lie­be Kri­ti­ke­rIn­nen: Vie­le eurer Argu­men­te leuch­ten mir ein. Doch die mei­nen schei­nen mir auch nicht ganz wider­legt. Wir machen dar­um ein Pro & Con­tra zur Beschnei­dung von Jun­gen in der nächs­ten EMMA.

Das ist nicht bies­tig. Das ist sou­ve­rän. Auch am 8. März bemüh­te sich Ali­ce Schwar­zer anläß­lich von gewalt­sa­men Unter­bre­chun­gen ihrer Buch­prä­sen­ta­ti­on im Deut­schen Schau­spiel­haus in Ham­burg um Aus­gleich. Demons­tran­ten stürm­ten die Büh­ne, weil die Autorin angeb­lich „trans­feind­lich“ und „rechts“ sei und weil sie in einem vor­an­ge­gan­ge­nen Inter­view eine Kanz­le­rin Wei­del für Frau­en als „ermu­ti­gend“ beschrieb.

Schwar­zer bat die Tran­sti­fa-Stö­rer um geord­ne­te Dis­kus­si­on, weil man doch auch mit­ein­an­der reden kön­ne, wenn man „über­haupt nicht einer Mei­nung“ sei. Die­se Dis­kurs-Ver­su­che sind, bei aller Berück­sich­ti­gung von Schwar­zers Sinn für Kam­pa­gnen, ein fei­ner Zug der EMMA-Che­fin (selbst wenn sie anschlie­ßend main­stream-kon­form nach­schob, die AfD sei eine „Kata­stro­phe“).

War­um emp­feh­le ich einen wohl­wol­len­den Blick selbst auf Blät­ter wie EMMA? War­um wer­be ich um dis­kur­si­ven Frei­raum selbst für Men­schen, die „umstrit­ten“ sein mögen, wie Ali­ce Schwar­zer? Weil die deut­sche Rech­te mitt­ler­wei­le die stärks­te Bewe­gung des Lan­des ist.

Wir haben den Auf­trag, Deutsch­land zu ret­ten. Für die­se Auf­ga­be soll­ten wir so vie­le Mit­bür­ger wie mög­lich begeis­tern und in den Dia­log ein­bin­den. Auch wenn es unend­lich viel Geduld kos­tet und in man­chen Fäl­len hoff­nungs­los wirkt. Unse­re Bewe­gung (inklu­si­ve der AfD als ope­ra­ti­vem Arm) ist mitt­ler­wei­le so etwas wie die vir­tu­el­le Grup­pen­ver­si­on eines Bun­des­prä­si­den­ten. Der soll­te laut Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung das bie­ten, was den Kar­tell­par­tei­en ver­lo­ren ging:

das Gemein­sa­me reprä­sen­tie­ren, Ver­trau­en schaf­fen, mora­li­sche Maß­stä­be set­zen, Rat­schlä­ge geben, in Kon­tro­ver­sen aus­glei­chend wir­ken und Wür­de ausstrahlen.

Die­se Auf­ga­be ist für uns alle im Tages­ge­schäft nicht immer ganz ein­fach. Manch­mal wer­den wir wütend über die unver­schäm­ten und zer­stö­re­ri­schen Angrif­fe der Geg­ner auf Deutsch­land, oder auf ein­zel­ne Mit­strei­ter. Weil wir fehl­ba­re Men­schen sind, wür­den wir die Angrei­fer in küh­nen Träu­men ger­ne so behan­deln, wie sie mit uns umge­hen. Oder schlimmer.

Aber die Auf­ga­be ist zu groß, als daß wir uns durch Hyper-Emo­tio­na­li­sie­rung vom Weg abbrin­gen las­sen wol­len. Statt­des­sen reden. Und machen: Remi­gra­ti­on, Finanz­po­li­tik, den tie­fen Staat tro­cken­le­gen. Krea­ti­ve Ermü­dung bei gleich­zei­tig ver­meint­li­cher „Unver­ein­bar­keit“ von Posi­tio­nen blo­ckiert uns. Die­se Kil­ler-Kom­bi ist im media­len Umfeld genau­so unklug, wie an der Spit­ze einer Volks­par­tei AfD. Wir brau­chen kei­ne voll­stän­di­ge Einig­keit. Wir brau­chen gute Nach­bar­schaft und kraft­vol­le Gespräche.

Stel­len Sie sich nur mal einen Dia­log vor zwi­schen der berüch­tig­ten Ellen Kositza und Ali­ce Schwar­zer, Gali­ons­fi­gur der deut­schen Frau­en­be­we­gung. So ein Gespräch wäre viel­leicht das Medi­en­er­eig­nis des Jah­res und wür­de sich womög­lich ganz anders ent­wi­ckeln, als man­che befürch­ten. Lie­be EMMAs, ich erin­ne­re an Euren Slo­gan: „Bleibt mutig“.

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Kommentare (90)

Old Linkerhand

22. Mai 2026 11:54

Der Freund von Christian Kracht ist einfach unvergesslich. Der schwule Fettsack mit seinem extrem behaarten Körper auf dem Cover von Nr. 1 PS Christian falls du das liest, bitte melde dich doch mal bei mir.

Ellen Kositza

22. Mai 2026 12:22

Mein erstes Kaplaken hatte ich der Schwarzer in die Hand gedrückt. Das zweite ihr zugesandt. Es kam keine Antwort. "Geschlecht & Politik" hatte ich noch 3 weiteren "Promi-Frauen" zugeschickt, die ich schätze. Alle haben ziemlich bis sehr freundlich geantwortet - eben bis auf Alice Schwarzer. Wird also schwierig mit dem Dialog.

Waldgaenger aus Schwaben

22. Mai 2026 14:18

Mit 83 wäre es schon längst an der Zeit gewesen, das Lebenswerk in die treuen Hände der Nachkommen zu legen. Ach so ...
Das Gespräch wird dann eher zwischen den Töchtern von Frau Kositza und Aishe zu führen sein.

Majestyk

22. Mai 2026 14:46

Alice Schwarzer wurde bereits vor 50 Jahren rein argumentativ von Esther Vilar vernichtend geschlagen. Hat nicht verhindert, daß Schwarzer ihre bösartige Ideologie dem Land aufdrücken konnte.
Kaum eine Einzelperson steht sinnbildlich mehr für den dekadenten Zeitgeist und den Niedergang Deutschlands, inklusive Abtreibungskultur, Geburtenrückgang, Fremdenimport. Schwarzer machte Merkel erst möglich. Und eines weiß ich haargenau, wer auch immer mit einer Person wie Alice Schwarzer eine "Querfront" eingeht ist mein politischer Feind. 
Alice Schwarzer hält die AfD nicht von ungefähr für eine Katastrophe. Eine Politik, die nicht darauf abzielt, alles rückabzuwickeln wofür Schwarzer steht ist komplett unbrauchbar. 

Majestyk

22. Mai 2026 15:16

"Kreative Ermüdung bei gleichzeitig vermeintlicher „Unvereinbarkeit“ von Positionen blockiert uns."
 
Jetzt habe ich den Artikel zum zweiten Mal gelesen. Beim ersten Mal war ich noch konsterniert, jetzt bin ich stinksauer. Natürlich gibt es eine Unvereinbarkeit von Positionen. Meine Postionen sind z.B. unvereinbar mit jeder Form von Marxismus oder Feminismus. Feminismus ist der Hauptgrund für den schleichenden Niedergang der westlichen Welt. Was kommt als Nächstes? Die Seligsprechung von Leuten wie Foucault, Butler oder Adorno? 
Wieso muß man sich Linksideologen andienen? Hat man selber nichts in petto, was man dem gegenüber stellen kann? 
 

Monika

22. Mai 2026 15:34

Ich mag die Emma auch und lese sie hin und wieder und einiges, was Alice Schwarzer sagt, nötigt mir Respekt ab. Kann sein, daß man ihr vorschnell zustimmt und ihr eine gewisse "Altersweisheit" zugesteht. Aber ....Es wird nie zu einem solchen Dialog, wie oben erträumt, kommen. Schwarzer ist eine Feministin durch und durch und da wird immer "dieser dunkle Kern des Geschlechterverhältnisses" ( Schwarzer) bleiben. So wie Schwarzer den Feminismus von der woken Ideologie bedroht sieht, so sieht sie ihn auch von einer rechten Position bedroht. Ob eine Frau aber zum biologischen Mann gemacht wird oder zum sozialen, wo ist da eigentlich der Unterschied aus feministischer Sicht ? Man lese genau das Interview in der NZZ https://www.nzz.ch/feuilleton/alice-schwarzers-warnung-woke-ideologien-bedrohen-feminismus-ld.10006987 Schwarzer ist ein sozialer Mann und ein Alphatier. Ihrer Solidarität mit Frauen , vor allem mit Müttern, fehlt etwas die Empathie  und Wärme. Denn Frauen, die sich " in ihrem Frausein" verschließen" u. gar romantische Liebe suchen, dürfen nicht vorkommen, schon gar nicht zu Wort.

Karl

22. Mai 2026 16:40

Der Artikel steht für einen Strategiewechsel in Teilen der Neuen Rechten: weg von reiner Gegenkultur und Konfrontation, hin zu metapolitischer „guter Nachbarschaft“ und diskursiver Hegemonie. Man sieht sich nicht mehr nur als Opposition, sondern als werdende Mehrheit, die Verantwortung übernehmen und Gesprächskanäle zu Gegnern öffnen will. Der Vorschlag eines Gesprächs zwischen Alice Schwarzer und Ellen Kositza ist dabei kein romantisches „Friedensangebot“, sondern ein kalkulierter Versuch, das linke Lager zu spalten und symbolisch zu zeigen: „Wir sind gesprächsfähig – ihr seid es nicht.“ Aber wird dadurch der Lauf der Geschichte auch nur minimal verändert?
Wohl kaum. Ein einzelnes Medienereignis, so spektakulär es auch inszeniert würde, ändert keine Politik, keine demografischen Realitäten, keine Justiz, keine Verwaltung und keine Wahlergebnisse. Wenn die Rechte tatsächlich „im Aufwind“ ist (wie Mann schreibt), dann wirkt dieser Flirt mit einer Ikone des 68er-Feminismus eher wie ein Luxusproblem. Es ist Symbolpolitik in der Gesellschaft des Spektakels (Guy Debord: „Das Spektakel raubt uns die echte historische Zeit. Statt selbst Geschichte zu machen, konsumieren wir „historische“ Ereignisse als Unterhaltung (Spektakelzeit).“): Politik wird zum Unterhaltungsgenre, in dem man sich gegenseitig bestaunt, statt Macht zu verschieben.

Karl

22. Mai 2026 16:42

Was spricht dafür? 
Pragmatismus: Es gibt echte Schnittmengen bei Islam, Gender-Ideologie und der Kritik an der „suizidalen Empathie“ gegenüber Massenmigration. Spaltung des Gegners: Schwarzer ist bei den eigenen Leuten längst verschrien. Ein Dialog könnte diese Gräben vertiefen. Souveränitätsgestus: Wer stark ist, kann es sich leisten, mit dem „Feind“ zu reden, ohne gleich umzufallen.
Was spricht dagegen – und wiegt schwerer
Prinzipientreue Anhänger abschrecken: Viele AfD-Wähler und Sezession-Leser sehen in Schwarzer nach wie vor eine der Hauptverantwortlichen für die kulturelle Linkswende. Wofür sie steht – Abtreibung als Freiheitsakt, Familienzerstörung als Fortschritt, jahrzehntelange Verachtung für „reaktionäre“ Strukturen – widerstrebt ihnen zutiefst. Der Text kann bei diesen Menschen als Verrat oder „Klickgeilheit“ ankommen. Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn, aber man muss es nicht gleich zum Hofhahn erklären.Schwarzer ist keine Gallionsfigur mehr: Ihre Auflage ist kollabiert, ihre Bewegung zerfressen von wokem Fanatismus. Sie ist eine Reliquie. Mit ihr zu reden ist ungefähr so, als würde man heute noch versuchen, mit einem gemäßigten Grünen von 1985 zu paktieren. Wo hört die Querfront eigentlich auf? Soll Kubitschek demnächst mit Joschka Fischer ein Bier trinken und diskutieren, wo es nichts zu sagen gibt? 

Laurenz

22. Mai 2026 16:49

@WM ... kann Ihrem Appeasement-Artikel leider in keiner Weise zustimmen. Der Zeitpunkt für das Gespräch mit Andersdenkenden ist im Grunde schon seit meiner Jugend (*1965) im Gagern-Gymnasium zu Ffm & in den damaligen ASTAs deutschlandweit überschritten worden. Wenn damals im Gymnasium noch mehr politisch historische Debatten zustande kamen, waren die Verhältnisse 1 (Rechts) : 10 (Links). Der Rest hielt damals schon, wegen der Noten, das Maul. Der HR war damals schon Rotfunk. Den Unterschied, den Sie, WM, zu heute wahrnehmen, ist die Verschiebung des Framings. Kanalarbeiter, wie Sarrazin, oder Alt68er, wie Schwarzer, sind mit ihrer Haltung rechts aus dem erlaubten Gesprächs-Rahmen oder besser -Rinne, herausgefallen, ohne im Grunde eigene Positionen jemals verändert zu haben. Es ist schon schwer genug, als Volkspartei AfD ... Patrioten, Angeliberalte & Alt-Sozis in der AfD unter einen Hut zu kriegen. Im Exzeß des politischen Konflikts zwingt die Berliner Enteignungspolitik die Bürger zum persönlichen Paradigmenwechsel & auch die Schwarzers, sich zu entscheiden. Die frühe ideologische Installation Schwarzers war ein biliiger Trick ihrer Auftraggeber. Man erschuf & verband mit der Abschaffung orientalischer Paragraphen im BGB sinnvolle Souveränität der Frau mit ihrer gleichzeitigen Degradierung als Hilfsmann in der Arbeitswelt. Mit dem Paradigmenwechsel des Scheidungsrechts (70er) von Trennungsschuld zur Zerrütung des Verhältnisses, 

Majestyk

22. Mai 2026 17:25

"Ob eine Frau aber zum biologischen Mann gemacht wird oder zum sozialen, wo ist da eigentlich der Unterschied aus feministischer Sicht ?" schreibt Monika.
Man kann keine Frau zu einem biologischen Mann machen und umgekehrt. Ein kastrierter Stier ist ein Ochse. Eine Kuh ohne Gebärmutter und Euter immer noch kein Stier, sondern nur unfähig Kälber zu gebären und Milch zu geben, also für den Landwirt unrentabel. 
Den Raum, in dem Geschlecht sozial definiert wird, wurde doch von Schwarzer und Co. geschaffen. Nach jahrzehntelanger Realitätsverleugnung wird die feministisch modifizierte westliche Welt von den Konsequenzen jener Verleugnung eingeholt, auf allem Ebenen. Entweder Europa verabschiedet sich von diesem Irrweg oder wird von der Konkurrenz abgehängt bzw. vom Islam kulturell und von China ökonomisch übernommen. Im Maschinenraum und außerhalb der westlichen Welt liest niemand EMMA, man beschäftigt sich mit realen Problemen. EMMA und Alice Schwarzer sind ein NoGo für Leute mit rechtem Denken und Handeln. 

fw87

22. Mai 2026 17:30

@Majestyk: Was kommt als Nächstes? Die Seligsprechung von Leuten wie Foucault, Butler oder Adorno? Wieso muß man sich Linksideologen andienen?
Ich habe schon den Eindruck, dass es bei manchen Rechten (oder solchen, die sich so nennen) genau in die Richtung geht. Wenn manch einer hemmungslos und zynisch auf das eigene Lager eindrischt und parallel dazu linke Köpfe geradezu erfurchtsvoll bespricht, wie wenn es sich hier um Autoritäten handelt, kann irgendwas grundsätzlich nicht stimmen.
Bei den linken Philosophen gilt: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Wenn Leute ständig ellenlange Texte veröffentlichen ist es auch mathematisch sehr unwahrscheinlich, dass wirklich alles davon falsch ist. Man sollte nicht in Jubelstürme ausbrechen, wenn sich in den paranoiden Denksystem der linken Köpfe auch mal ein richtiger Gedanke findet.
Tatsächlich ist es ein Problem der westlichen Welt, dass der weibliche Körper vermarktet, zum Genussmittel degradiert wird. Es gibt auch nicht wenige Männer, die Frauen generell nicht respektieren, was nicht gut ist. All diese Probleme kann man aber thematisieren, ohne auf tatsächliche oder vermeintliche Schnittstellen mit traditionellen Feministinnen hinzuweisen. Denn es ist klar, dass der Feminismus selbst die maßgebliche Ursache für diese Missstände ist.

RMH

22. Mai 2026 18:13

@Das les ich erst gar nicht etc Debatte:
Man darf schon ein bisschen differenzieren. Rechte & Konservative canceln grundsätzlich nicht, wie es Linke tun, sie sind neugierig & beschnuppern in aller Regel zumindest das, was die Gegenseite so anbietet, oft bestätigt das ja dann die eigene Ablehnung. Auch studieren sie ihre Feinde gerne gründlich. & es ist so, dass manches von linken heutzutage sich konservativ bis fast schon rechts liest (@Laurenz beschreibt das ganz gut mit dem Bild vom "aus der Rinne" fallen). Gutes Beispiel dafür ist eine der "Bibeln" der 68er, nämlich Horkheimer/Adornos "Dialektik der Aufklärung". Nachdem ich das Buch vor vielen Jahren gelesen hatte, bin ich noch heute der Überzeugung, die meisten Linken lesen ihre "Hausheiligen" gar nicht.  Aber egal: Schwarzer spürt natürlich, dass der gesamte Feminismus davon lebt, dass es auch tatsächlich Frauen gibt, die man gegen Männer aufhetzen kann. Wenn auf einmal alles Vereinbarung oder "zu lesen" ist, dann wird ihr Geschäftsmodell obsolet. Kein Grund aber, in ihr eine Verbündete zu sehen. Wenn die EMMA vom Markt verschwinden würde, wäre das für mich eine Meldung vom Wert des bekannten Sack Reis, der irgendwo zwischen Mekong & Peking umfällt.

Laurenz

22. Mai 2026 18:19

WM (2) ... wurde es für Männer, die den ganzen Tag für die Familie malochen gehen, sinnlos zu heiraten. Der uralte Ehevertrag wurde einseitig aufgekündigt. Für die Trottel, die trotzdem heirateten, hatte eine Trennung volkswirtschaftliche Auswirkungen, bei denen selbst der Spiegel zugeben mußte, daß er in den 70ern mit der Unterstützung des neuen Scheidungsrechts falsch lag. Anfang der 2000er (Scheidungsrekord 2002) gab es mehrere große Spiegel-Artikel, welche vor allem den Verlust der Kaufkraft im Vergleich zu den luxuriösen 70ern Rechnung trugen. In 2008 wurde das Scheidungsrecht daraufhin angepaßt. ... Was Ihre Blasen angeht, so täuschen Sie Sich, WM. Der Algo auf YouTube bewertet weniger Likes & Dislikes, sondern vielmehr die Verweildauer. Bekomme mindestens zu 8% Muslimische-, andere religiöse & linke Kanäle vorgeschlagen. Die bekommen nicht nur von mir brachiales Gegenfeuer in Kommentaren & Dislikes. Warum sollte man mit linken Alt- & Neu-Ideologen noch debattieren? Ausgrenzung, Gegenfeuer zeigt mehr Wirkung als jedes Gespräch. Beliebigkeit, WM, beeindruckt niemanden & schenkt auch 0 Vertrauen. Wenn dem anders wäre, würde sich Merkel nicht für Zensur der Netz-Medien & der KI aussprechen.

nom de guerre

22. Mai 2026 18:23

@ fw87
Sie beschreiben die Vermarktung des weiblichen Körpers sowie den Umstand, dass es Männer gibt, die Frauen generell nicht respektieren, als Missstände, bezeichnen aber gleichzeitig den Feminismus als deren Ursache. Warum? Bei Prostitution handelt es sich eindeutig um eine Vermarktung des weiblichen Körpers, und die nennt man nicht umsonst das älteste Gewerbe der Welt. Auch die genannte Sorte Mann dürfte es schon immer gegeben haben, mal mehr und mal weniger gefördert durch den jeweiligen gesellschaftlichen Konsens zum Geschlechterverhältnis.
Unabhängig davon bin ich durchaus der Ansicht, dass der Feminismus nicht auf der Seite der Frauen steht, sondern sie in der Tat zu Hilfsmännern degradieren möchte.

Andreas J

22. Mai 2026 18:35

Amüsant, dass diese Dame, die sich so gut in der Rolle der linken Chefideologin gefiel, dann doch ganz bodenständig-konservativ ein Konto in der Schweiz hatte, was leider aufflog und zur rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerhinterziehung führte. 

Umlautkombinat

22. Mai 2026 19:03

Der Autor ist entweder zu jung oder nicht ausreichend mit den Fruechten von Schwarzers Ideologie in Beruehrung gekommen. In den Siebzigern war ich zu jung, in den Achtzigern durch eine Mauer "geschuetzt" - aber in den Neunzigern habe ich den vollen Kelch bekommen.
 
Mit Jugendaemtern, "Verfahrenshelfern", "Familien"-Gerichten. Mit Dingen wie dem "Parental Alienation Syndrome" in Reinkultur (bis heute nicht wissenschaftlich akzeptiert) bis in alle Glieder meiner Familie. Das alles hat in seiner deutschen Auspraegung klare Wurzeln in einem auch durch Ideologien wie der Schwarzers gepraegten Zeitgeist. Qualitativ hatte er schon alles an Schizophrenie wie derjenige von heute, nur auf einem engeren Gebiet. Wobei Familie nie eng sein kann. Die verweiblichten Dutttraeger ebenso wie die verzickten Powerfrauen bestimmter Generationen sind direkte Ableger der Konflikte von damals. Irgendwie erinnert auch vieles andere an Schwaeche des deutschen Lauchs an aehnliche Dinge.
 
Was die Kritik von Schwarzer an spezifisch migrantischem Verhalten betrifft, hebt mich das keinen Millimeter. Die Frau ist ein Ueberzeugungstaeter, Zeitgeist wirkt da wenig. Macht sie aber nicht besser.

Ordoliberal

22. Mai 2026 19:49

Das ist doch überhaupt das Problem bei den Sozialpatrioten. Dass man sich von ihnen als Konserverativer, der finanziell und geistig unabhängig sein will und den Staat weder als Versicherungsanstalt noch als Lehrmeister und Daseinszweck einer Nation sieht, als "angeliberalt" bezeichnen lassen muss. Wenn ich es autoritär haben will, wähle ich links. Da werde ich dann wenigstens vollversorgt für meine Unterwerfung und muss nicht auch noch zahlen, damit sich jemand aus seiner schäbigen Existenz in romantische Nationalträumereien flüchten kann.

Jan

22. Mai 2026 20:07

"Erinnert sich noch jemand an Die Woche, Max, Tango, Der Freund (von Christian Kracht), oder Park Avenue?"
 
Teilweise. Vor allem erinnere ich mich an Wiener und Tempo. Sogenannte Zeitgeistmagazine der späten 80er und frühen 90er für die urbane Schnösel-Elite vom Typus des jungen Ulf Poschardt. Habe damals mal ein paar Ausgaben gekauft, war wirklich nicht schlecht, bei weitem nicht so moralinsauer und verbohrt wie heute. Ich würde sogar sagen: das Feindbild war linksgrün. Was vor allem schlechtgekleidete und schlechtfrisierte Ökos mit ihren Verzichtsforderungen betraf. Es war halt snobistisch-konsumistisch und ästhetisch-elitär, aber man traute sich was. Tempo brachte sogar mal ein Interview mit dem damaligen Obernazi Michael Kühnen. Ohne erhobenen Zeigefinger oder dem Drang, "zu stellen und zu entlarven". Heute unvorstellbar. Ich erinnere mich auch noch an einen Artikel aus dem Sommer 1989 über vietnamesische Vertragsarbeiter in der DDR. Überschrift: "Honeckers Türken". Dazu ein Bild mit Vietnamesen im Blaumann in einer Fabrikhalle. Man provozierte gern und rüttelte an gewissen Tabus. An großartige Skandale oder Boykottforderungen kann ich mich nicht erinnern, zumindest zündeten sie nicht. Es war mehr möglich damals. Warum?

Majestyk

22. Mai 2026 20:08

@ fw87:
Mit dem Patriarchat bekämpfte man auch gleich die Abstammungsgemeinschaft. Feminismus und 68er-Marxismus marschierten Hand in Hand. Wenn ich mich so umschaue würde ich sagen, mission accomplished. Mit den Zerstörern unseres Lebensraums, Volkes und seiner Lebensgrundlagen wollen Appeaser nun reden? Worüber und wozu?
Nur komisch, Überlegungen wie man den Staat so gestalten kann, daß sich niemand daran bereichert und niemand den Staatsapparat zur Unterdrückung der Gegner nutzen kann, die sind im rechten Vorfeld nach wie vor verpönt, lieber schwärmt man von Gramsci.

Gracchus

22. Mai 2026 20:26

Erstaunlich, dass Wiggo Mann den Kelten-Katholiken John O'Donohue zitiert. Ich habe Emma noch nie gelesen. Ich muss immer dran denken, dass alle Möwen aussehen, als ob sie Emma hießen. Mich hat das Layout eher abgestoßen. Vielleicht gab es aber mal einen Relaunch. Die Rechte muss ja jetzt nicht alles zu bewahren suchen. Und wie soll man sich den Dialog vorstellen? Dass Schwarzer der berüchtigten Kositza am Ende über den Kopf streicht und ihr die Emma-Herausgeberschaft anträgt? Das wär natürlich was.

Gracchus

22. Mai 2026 20:35

@Majestyk: Ohne Frauen geht es nunmal nicht. Schwarzer war letztlich einflussreicher als Pilar. Vielleicht ist es Ihnen einige Gedanken wert, warum sich der Gleichheits- und nicht der Differenzfeminismus durchgesetzt hat? @Laurenz gibt ja a. E. seines Kommentars hierzu Hinweise. 
P. S.: Die Neurechte ist m. E. u. a. dadurch gezeichnet, dass sie durch den linken Theoriekram hindurchgegangen ist. 

ofeliaa

22. Mai 2026 21:54

Ich habe nicht das Gefühl, der Geburtenrückgang läge am Feminismus. Meine Erfahrung als junge, nicht hässliche schlanke Frau, und die Erfahrung zahlreicher Freundinnen ist, dass deutsche Männer keine Bindung möchten. Man kommt mit nicht einmal an den Punkt, überhaupt zusammen zu wohnen, oder über gemeinsamen Nachwuchs nachzudenken. Jetzt werfe ich noch etwas in den Ring, obgleich ich nicht weiß, ob man mich hier jemals veröffentlicht, da ich ja generell eine total Fremde bin, die hier schreibt. Aber wisst ihr, wer freundlich zu uns Frauen ist -und nicht nur auf kurze Frist? Arabische Männer. Sie wollen auch Kinder. Mit diesen Männern gibt es auch die Diskussion nicht, ob ich mit ihnen für einen Halbmarathon MITtrainieren möchte. Ich wage zu behaupten, nach meinen bisherigen Erfahrungen, wäre ich in einer Beziehung mit einem arabischen Mann, wäre ich längst mehrfache Mutter und lebte in ordentlichem Verhältnissen. Schwere Pille, ich weiß. Mit deutschen Männern lassen sich auf Biegen und Brechen und mit jeder Taktik und jedem Sanftmut und aller Hingabe keine stabilen, ordentlichen Verhältnisse aufbauen. 

ofeliaa

22. Mai 2026 22:02

Eine meiner besten Freundinnen ist nun mit einem Türken verheiratet. Sie haben schon längst eine schöne Wohnung und einen kleinen Sohn. Geordnete Verhältnisse. Sie muss sich für nichts schämen. Deutsche Männer verheimlichen einen, denken nur an Sport und noch mehr Sport, Egozentrik in allen Lebenslagen, lassen die Frauen ihnen nachrennen statt umgekehrt und am Wochenende zählen nur die Kumpels. Diese Männer brauchen keine Frauen an ihrer Seite sondern einfach andere Männer, sie wären auch in einer Beziehung mit einem anderen Mannglücklicher. Arabische Männer rollen einer Frau den roten Teppich aus, kochen wunderbar, kaufen Schokolade!, Blumen, Gegenstände für den Haushalt obwohl man noch nicht einmal gemeinsam lebt. Es liegt nicht am Feminismus, sondern Feminismus ist ein Resultat des Verhaltens der Männer. Noch dazu muss man sagen, dass ich mich vor deutschen Männern immer dafür rechtfertigen muss, 3 Jobs zu haben, weil ich dann zu wenig Zeit für SIE habe. Aber sie greifen mir finanziell nie unter die Arme. Darüber könnte man, wie man sieht, Romane schreiben. Es liegt an den Männern, nicht an den Frauen. 

Rheinlaender

22. Mai 2026 22:15

Bei Schwarzer sind ggf. noch Reste von gesundem Menschenverstand vorhanden, den ihre Nachfolgerinnen noch vollständiger überwunden haben als sie, aber das macht sie doch noch nicht zu einer relevanten Denkerin. Da fielen mir andere Feministinnen ein, etwa Camille Paglia (hier scheint der Dialog trotz besserer Voraussetzungen als bei Schwarzer auch nicht funktioniert zu haben) oder Mary Harrington. Rückblickend habe ich aber den Eindruck, dass die Dialogversuche immer nur von einer Seite ausgehen, und einem die Würdigung der Gedanken von Personen aus anderen weltanschaulichen Lagern am Ende stets negativ als angeblicher Versuch der Vereinnahmung oder der Instrumentalisierung, als bösartiges selektives Zitieren (weil man ja nicht allen Gedanken zustimmt) oder als besonders hinterhältiger Angriff ausgelegt wird. Schon um von ihrem eigenen Lager nicht verstoßen zu werden, distanzieren sich die zustimmend Zitierten anschließend fast immer besonders vehement. In anderem Kontext wurde einmal vom "Kuß des Todes" gesprochen, den das zustimmende Zitieren durch die falsche Seite bedeuten würde. Der geistig integre Mensch muss alle Ideen auf ihren Wert prüfen und lernt von den Stärken seiner Gegner, aber Hoffnung auf Dialog habe ich nicht mehr. 

Blue Angel

22. Mai 2026 23:09

Frau Schwarzer war bei mir endgültig durch als sie die Zwangszirkumzision männlicher Minderjähriger propagierte. Falls es also jemals Gespräche mit Menschen wie ihr geben sollte, die, nicht nur im o. g. Fall, dieser Gesellschaft und unserem Land so schweren Schaden zugefügt haben, dann bitte erst nach deren öffentlichem Eingeständnis früherer Fehler. 
Einen schönen Text über Feminismus hat vor ein paar Tagen Herr Danisch inform eines französischen X-Beitrags gefunden und eingestellt:
https://www.danisch.de/blog/2026/05/19/frauen-unterdrueckt-vom-feminismus/
Daraus: "Die westlichen Frauen waren noch nie so unglücklich...Je mehr sie bekommen, was man ihnen gesagt hat zu wollen, desto weniger glücklich waren sie" - Frau Schwarzer trägt einen großen Teil Mitschuld an so vielen in´s Unglück getriebenen Biographien.

Marcus AC Severus

23. Mai 2026 01:05

Ein Gespräch zwischen Schwarzer und EK wäre echt spannend.
Abseits davon:  Wer würde seiner Tochter heute vom Studium (Lehre) abraten ? Vor einigen Jahrzehnten noch völlig normal. Wir sind heute deutlich progressiver.
Das Unvereinbare mit uns von früher, ist manchmal die Norm für uns von morgen. Muss man sich auch mal bewusst machen in unserem Lager.
 

Marcus AC Severus

23. Mai 2026 01:24

@Laurenz
Zu Ihrem letzten Abschnitt. Interessanterweise schaffte es der Sozialismus zeitweise, die Frau selbstverständlich in höhere Arbeit zu bringen und trotzdem eine recht hohe Geburtenrate zu ermöglichen.
Ob das dauerhaft tragfähig gewesen wäre, ist eine andere Frage.
 
 
 
 
 

Beta Jas

23. Mai 2026 02:45

@Majestyk Esther Vilar war damals nichts anderes als ein Boxsack zur Projektion und wird heute nur noch in Ausschnitten in TV-Beiträgen gelegentlich gezeigt, was sich beschränkt auf die Äußerung von Schwarzer das ihre Schrift "reif" für den Stürmer wäre, wenn man den Begriff Frau ersetzen würde, gegen "Juden" oder "Negger". Das sagte Schwarzer damals ausgerechnet einer deutsch-jüdischen Frau. Sie selbst erklärte aber später das sie grundsätzlich der Ideologie nicht abgeneigt gewesen ist, bloß das sie offensichtlich ein Stück intelligenter ist als Schwarzer insofern das man Männer nicht zu "Herrschern" einfach erklären kann, die den ganzen Tag am Fließband stehen.
"Was kommt als Nächstes? Die Seligsprechung von Leuten wie Foucault, Butler oder Adorno? Wieso muß man sich Linksideologen andienen? Hat man selber nichts in petto, was man dem gegenüber stellen kann?"
Ganz sicher nicht, denn wer so -  "Aber einer Frau, der von Wikipedia-Aktivisten das Adjektiv „umstritten“ angeklebt wird, sollte man zuhören. Ich sage ausdrücklich zuhören, nicht zustimmen, sei es bei ihrem Kampf gegen den § 218"  - schreibt, spielt mit Gedanken und lässt erinnern an einen Artikel der man in der Sezession vor langer Zeit las und feststellt, wie die Zeit vergeht und die Linksideologen bis heute weiter machen, erfolgreich sind und die Rechtsideologen ZuschauerInnen sind.

Beta Jas

23. Mai 2026 09:35

@fw87 Tatsächlich ist es ein Problem der westlichen Welt, dass der weibliche Körper vermarktet, zum Genussmittel degradiert wird. Es gibt auch nicht wenige Männer, die Frauen generell nicht respektieren, was nicht gut ist.
Warum sollte man auch Frauen respektieren? Damit meine ich die Frauen in diesem Teil der Welt, Europa, Nordamerika. Das Verhalten von europäischen Frauen ist seit den 60er Jahren destruktiv, indem mit Abtreibung oder Verhütung - was für kalte Begriffe - in die Sexualität eingegriffen wird und die Gesellschaften damit zerstört werden. Wer einen "Bevölkerungsaustausch" beklagt, Martin Sellner un Co, kann in Schwarzer eine Protagonistin finden die unbedingt das vermeintliche Recht auf Abtreibung propagierte oder die Antibabypille als Anmaßung gegenüber der Gesellschaft und eben Männern.
Ich respektiere Frauen, die aus Kulturkreisen kommen in denen diese Gifte nicht so stark eingedrungen sind, was auch daran liegen kann das es eben nicht die Stellen gab die eine Charakterwäsche durchführten.

dojon86

23. Mai 2026 10:53

@fw87 Ich bekenne mich als Exlinker. Und natürlich gefällt mir noch manches an meiner alten Gesinnungsgemeinschaft und mißfällt mir nicht alles an meiner neuen Gemeinschaft. Insgesamt fühle ich mich aber generell mit Leuten verbunden, die auch über den eigenen Tellerrand schauen. Ein Unterschied ist mir aufgefallen. Viele Rechte halten jegliches theoretische Nachdenken für Zeitverschwendung und irgendwie für Links. Das ist ein Fehler. Linke verstehen mehr von den Bedingungen der Machtakkumulation. Gramsci war nicht zufällig ein Linker. Sie verstehen, dass nicht nur Divisionen, Geld und technisches Know How zählen. Wenn sie das nicht verstanden hätten, dann hätten sie nicht die Konservativen seit den späten 60ger Jahren von den Schalthebeln verdrängen können. Zuletzt ein Beispiel für derlei Blindheit. Es gibt in Wien ein bekanntes Heeresgeschichtliches Museum. Dieses ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Vor einiger Zeit erwähnte ein höherer durchaus zu den Rechtskonservativen zählender höherer Beamter dieses Ministeriums im privaten Gespräch mir gegenüber, dass sie dieses Museum gern dem seit Ewigkeiten sozialdemokratisch geführtem Wissenschaftsministerium übergeben würden. Als ich das hörte, griff ich mir auf den Kopf und dachte mir im Stillen, wie kann man nur so dumm sein. 

Adler und Drache

23. Mai 2026 11:48

Stellen Sie sich nur mal einen Dialog vor zwischen der berüchtigten Ellen Kositza und Alice Schwarzer, Galionsfigur der deutschen Frauenbewegung.
 
Ich versuche es mir vorzustellen und muss leider zugeben, dass mich nichts daran lockt, reizt oder auch nur interessiert. Es ist doch alles bereits diskutiert und disputiert und debattiert worden, bis zur Erschöpfung. All dessen bin ich müde, ja überdrüssig geworden. Ich will, nein, ich kann gar nicht mehr zuhören. Was sollte es auch nützen? Nur noch mehr Wortgepäck fürs Hirn!
Die Probleme wurden mit deutscher Gründlichkeit gewälzt. In Grunde gibt es nur noch Wiederholungen. Noch ein paar mehr davon, und das Ganze erstarrt zum Ritual. 
Ich wünschte mir, es gäbe statt neu aufgegossener Debatte einen überraschenden, Kräfte freisetzenden Ausbruch künstlerischer Vitalität. Die Rechte hat jedoch ihren Kanon der Klassiker und blockiert sich dabei, wie mir scheint, selbst.   

Carsten Lucke

23. Mai 2026 12:44

@ Majestyk
Ihr kraftvolles Dagegenhalten - niemals unbegründet - imponiert mir immer wieder.
Hier - wie so oft - teile ich Ihre Meinung. Bitte so weitermachen !

Karl

23. Mai 2026 18:10

Ein einzelnes Medienereignis ändert keine demografischen Realitäten, keine Justiz, keine Verwaltung. Dieser Flirt mit einer Ikone des 68er-Feminismus ist Symbolpolitik in der „Gesellschaft des Spektakels“ (Guy Debord: „Das Spektakel raubt uns die echte historische Zeit. Statt selbst Geschichte zu machen, konsumieren wir „historische“ Ereignisse als Unterhaltung (Spektakelzeit).“): Politik wird zum Unterhaltungsgenre, statt Macht zu verschieben. Schwarzer steht für Abtreibung als Freiheitsakt und Familienzerstörung als Fortschritt. Ihre Auflage ist kollabiert, ihre Bewegung zerfressen. Sie ist eine Reliquie. Soll GK demnächst mit Joschka Fischer diskutieren? 
Vielleicht ist dieser Text auch kein Zeichen von Stärke. Wer auf dem Weg zur Macht ist, konzentriert sich nicht auf PR-Gespräche mit ausgedienten Ikonen, sondern auf die notwendige Kärrnerarbeit: Wahlrechtssicherheit, Verhinderung von Wahlfälschungen, Personal in Behörden, Finanzierungskanäle, Parallelstrukturen. Symbolische Dialoge sind leicht, institutionelle Machtübernahme ist schwer. Die Linke hat das in den 70ern und 80ern verstanden – sie hat nicht mit Konservativen „gesprochen“, sie hat die Institutionen besetzt. Am Ende bleibt ein schaler Nachgeschmack von Spektakel-Politik.

Jan

23. Mai 2026 18:18

@ ofeliaa
"Meine Erfahrung als junge, nicht hässliche schlanke Frau, und die Erfahrung zahlreicher Freundinnen ist, dass deutsche Männer keine Bindung möchten."
 
Unsinn. Mal etwas Grundsätzliches zur Mann/Frau-Dynamik: Die meisten Männer würden mit den meisten Frauen schlafen, aber die meisten Frauen würden nicht mit den meisten Männern schlafen. Auf Ihre Situation übertragen bedeutet das: Die wenigen deutschen Männer, die Sie attraktiv finden, wollen keine Beziehung zu Ihnen. Es gibt aber viele deutsche Männer, die mit Ihnen eine Beziehung eingehen würden, nur finden Sie diese nicht attraktiv. Die sind noch nicht mal häßlich oder arbeitslos, aber zu nett, zu weich, zu lasch. Also kommt der Araber/Türke ins Haus mit dem nötigen Schuss Machismo und Dominanz, was den meisten deutschen Männern längst ausgetrieben worden ist. 
Dass Araber, Türken und andere Moslems ihre eigenen Töchter bzw. Schwestern vom deutschen Paarungsmarkt rigoros abschirmen (nicht selten unter Androhung von Mord und Totschlag), während sie bei deutschen Frauen gerne selber zugreifen, ist ein weiterer Grund, diese Migration endgültig abzustellen und so viele wie möglich nach Hause zu schicken. 

RMH

23. Mai 2026 18:41

@Ofeliaa, in der heutigen Zeit kann Mann/Frau ja alles mal ausprobieren, also testen Sie doch einmal die Beziehung zu einem Araber/Moslem/Türken. Wenn die Phase des Love-Bombings und der ersten Romantik vorbei ist, wird es interessant, dann zeigt es sich, was Sache ist. Übrigens auch bei deutschen Männern, die in der Tat auf dem Gebiet des Love-Bombings und sogar der Romantik etwas unterentwickelt bis stellenweise halb-autistisch sind, was evtl. auch damit zu tun hat, dass sie fast nur von Frauen erzogen werden (Mutter, KiGa, Schulen etc). Mit Feminismus oder Antifeminismus hat das aber alles auf den ersten Blick far nicht so viel zu tun.
Disclaimer: Achtung! Nach der Love-Bombing Phase, wenn alles etwas schnöder Alltag wird, kann es bei Nichtdeutschen schon mal etwas brenzlig für Frau werden, wenn sie "Schluss" machen will (die Zahlen der Kriminalstatistik sprechen für sich). Insofern: Jedes Experiment geschieht auf eigene Gefahr.

RMH

23. Mai 2026 19:18

Ich mag Frau Schwarzer übrigens vor allem deshalb nicht, weil sie eine der Protagonistinnen der Anti- § 218 StGB Bewegung war und ist.  Alle, die ein "liberaleres" Abtreibungsrecht als heute gülitg forden, sind übrigens lupenreine Verfassungsfeinde, da das heutige Abtreibungsrecht das Maximum dessen ist, was das Grundgesetz an Unschutz des ungeborenen Lebens hergibt (so kann man das BVerfG verstehen).  Und genau deshalb sind übrigens SPD/LINKE/GRÜNE lupenrein verfassungsfeindliche Parteien - und nicht die AfD!

Majestyk

23. Mai 2026 19:42

@ ofeliaa:
Mit Araber als Mann hätten Sie keine 20 Semester Studium auf dem Buckel und bräuchten schon von daher keine drei Jobs.Aus meiner Lebenserfahrung wird umgekehrt ein Schuh draus. Der deutsche Mann ist besser beraten sich eine Frau aus Osteuropa, Karibik, Lateinamerika, Afrika oder Asien zu nehmen. Die sind nicht so egoman, fleißiger, häuslicher, haben mehr Familiensinn und wissen noch, daß eine Frau ihren Mann zu respektieren und unterstützen hat, vom Wissen um eheliche Pflichten abgesehen. 
 
@ dojon86:
"Ich bekenne mich als Exlinker."
Wäre mir nie aufgefallen. :-)
Was soll an den Gramscis dieser Welt toll sein? Bei solchen Leuten geht es doch um Destruktivität von Bestehendem um selber in Machtpositionen zu kommen und von anderer Leute Broterwerb leben zu können. Hat das irgendeinen positiven Wert? Der Machtgewinn der Linken mag dieser Klientel ja genutzt haben, garantiert nicht dem behaupteten politischen Subjekt.
Seit wann ist Denken zwangsläufig politisch? Sollte Denken nicht produktiv sein und darauf ausgerichtet Probleme zu lösen, statt welche zu erfinden oder emotional zu empfinden? Haben Gutenberg und Newton nicht gedacht und waren die deshalb politisch links? Für mich ist die Besitzergreifung des Begriffs progressiv durch Linke nichts anderes als bloße Behauptung. 
 
@ Carsten Lucke:
Danke. Immer wieder gern.
 

Laurenz

23. Mai 2026 20:05

@Ofeliaa ... empfehle Ihnen das Buch (kann man sicher bei Antaios bestellen, wenn verfügar) oder den Film https://de.wikipedia.org/wiki/Nicht_ohne_meine_Tochter Dort geht es um die Ehe einer US Amerikanerin mit einem Persichen Mann in den USA. Schätzungsweise ist das/der Buch/Film älter als Sie. Solange Sie Sich hier im Kulturkreis aufhalten, gilt immer "mein Achmed ist anders" (, als das Klischee). Sobald Sie in das Herkunftsland, egal, ob Türkei, Persien, Arabien, Nordafrika, reisen, ist es aus. Selbst in Antalya, wo 30k Deutsche leben, bedecken alle Frauen abseits der Hotelanlagen ihr Haupt. Ich hatte mal eine Freundin in Offenbach. Der Vater war Bath-Partei-Syrer, also aus einer Familie, die westlich eingestellt war. Aber die Mutter meiner damaligen Freundin erzählte, immer wenn der Mann ein paar Wochen bei seinen Schwestern in der Syrischen Heimat weilte, & dann nach Deutschland zurück kam, brauche Sie ebenfalls 4 Wochen, um die Pascha-Allüren dem Mann wieder auszutreiben. Hier täuscht sich auch alles linke Weibsvolk. Wenn hier mehr als 25 Mio. Muslime leben, wird Ihre Freundin, werden alle Frauen zuhause an den Herd gekettet, aus die Maus. Solange nur ein Türke mit seiner Familie in der Straße wohnt, leben auch dessen Kinder, wie unsere. Sobald der 2te Türke in dieselbe Straße zieht, verschwinden die Mädchen von der Straße.

Laurenz

23. Mai 2026 20:20

@Ofeliaa (2) ... ansonsten hat der Teilnehmer @Jan exakt die zeitgeistige Pearl-Davis-Debatte zum Besten gegeben. https://sezession.de/68810/was-machen-wir-mit-der-influencerin-pearl-davis Davis teilt Männer & Frauen evolutionär in 1-10 ein. Ein Mann, Klasse 4, akzeptiert eine Frau, Klasse 4. Aber Frauen, egal welche Klasse, kopulieren bis 30 Jahre alle mit 9er oder 10er Männern. Aber die 9er oder 10er Männer heiraten nur 9er oder 10er Frauen. Wenn Sie eine 7 sind oder 8 & Ihre Freundinnen auch, was eher unwahrscheinlich ist, heiratet Sie kein 9er/10er Mann. Dafür sind Sie einfach nicht hübsch, nicht klug, nicht reich, nicht gebildet genug. Die Wahrheit wollen heutige Frauen, wie Sie nicht hören. Männer schätzen ihre persönliche Klasse realistisch ein, Frauen nicht. Wenn Sie dann 30+ sind, sind Sie auch für Männer der Klasse 6, 7 oder 8. verbrannt. Wer will schon die Ersatzlösung sein? Bei den Orientalen bekommen Sie einen 9er/10er Mann, weil eine Deutsche Frau sozialen, evolutionären Aufstieg bedeutet, alleine schon vom IQ her.

Majestyk

23. Mai 2026 20:50

Wenn ich von Vermarktung des weiblichen Körpers lese, als ob böse Männer Frauen immer unterwerfen würden, frage ich mich, hat noch keiner mitbekommen wie viel OnlyFans Models verdienen und wie solche Plattformen funktionieren?
Wer hat den Satz erfunden "I have the Pussy - I make the Rules" Wer belohnt oder bestraft in Beziehungen durch sexuelle Zuwendung bzw. deren Entzug. Wer hat in den meisten Beziehungen die Macht? Wer nutzt das eigene Geschlecht zur Vorteilsnahme oder Karrierechance? Ich muß mich sehr wundern, wie stark auch rechte oder konservative Männer von der Gehirnwäsche betroffen sind, das Weib sei das arme Opfer des bösen Mannes.
 

Volksdeutscher

23. Mai 2026 21:52

@ofeliaa - "Es liegt nicht am Feminismus, sondern Feminismus ist ein Resultat des Verhaltens der Männer."
Ja, das denken sie so in ihrem jugendlichen Leichtsinn... Kontinental gesehen kommt der Feminismus aus Amerika mit der sog. amerikanischen "Matriarchat" als Vorbedingung; gesellschaftlich gesehen von den Frauen aus der oberen weißen Mittelschicht, die nicht gezwungen waren zu heiraten, zu arbeiten, Kinder zu gebären und aufzuziehen und somit Zeit hatten, für Frauen, die sie nie um ihre Hilfe baten, Lebenstile zu ersinnen, die im Großen und Ganzen ihren eigenen entsprachen: Ein Leben ohne Ehe, ohne Mann, ohne Kind, aber in finanzieller Absicherung; ideologisch gesehen erfuhr der Feminismus durch den Marxismus eine rhetorische Verschärfung und somit eine auf gesellschaftliche Umsturzversuche zugespitzte Waffe zur Zerstörung des Verhältnisses der Geschlechter: Denn ist die Beziehung zwischen Mann und Frau einmal gestört, ist die Gesellschaft gleich zweigeteilt und in ihrem Lebensnerv getroffen: Das Mißtrauen hemmt das Zustandekommen des Aufeinanderzugehens und vereitelt so die notwendige Reproduktion der Nation. Sie können diese Vorgänge noch weiter vertiefen und spezifizieren, wenn Sie wollen.

Blue Angel

23. Mai 2026 22:09

@Jan: "...Die sind noch nicht mal häßlich oder..."  - Sehr gut erkannt und damit einen weiteren Mitschuldigen an so vielen unglücklich verlaufenden weiblichen Biographien in´s Spiel gebracht: Hollywood und das von dort über Generationen propagierte oberflächlich-materialistische "Traumprinz"-Ideal. 
 
@Olifeleliaa: Vielleicht sollten Sie den "Stillen", "Unauffälligen" mehr Aufmerksamkeit schenken. Viele jüngere Frauen richten zuviel davon auf die "schönen" Blender des von Ihnen geschilderten Typs, was i. d. R. nicht zu geglückten Partnerschaften führt. Das Wichtigste an einem potenziellen Partner sind nicht irgendwelche Körpermaße, "Prestige" oder andere Oberflächlichkeiten sondern Humor: Wer Humor hat ist auch intelligent, kein Narzißt sondern jemand, mit dem man glücklich werden kann. Augen können lügen, an den Mundwinkeln erkennt man ob jemand Humor hat oder eben nicht. - Ansonsten sollten Sie RMHs Warnung sehr ernst nehmen. Ich wünsche Ihnen viel Glück. 

Volksdeutscher

23. Mai 2026 22:33

@ofeliaa - RMH: "Nach der Love-Bombing Phase, wenn alles etwas schnöder Alltag wird, kann es bei Nichtdeutschen schon mal etwas brenzlig für Frau werden, wenn sie "Schluss" machen will (die Zahlen der Kriminalstatistik sprechen für sich)."
So ist das oder so ähnlich. Dazu fiel mir eine Geschichte von einer Frau ein, die es auf mich einst absah. Sie hatte durch ihren Vater eine strenge Erziehung, mußte immer früh zu Hause sein, er billigte auch ihre Beziehung mit dem türkischen Freund nicht. Das schien sie darin bestärkt zu haben, ihn erst recht zu heiraten. Sie lernte türkisch, war vor der Ehe auch bei seinen Eltern in der Türkei. Dort wurde sie Zeugin eines Gespräches zwischen Vater und Sohn, wo der Vater sagte, daß er der Mutter wieder eins "kleben" mußte. Sie dachte sich nichts dabei, später heiratete sie den jungen Türken und bekam von ihm ein Kind. In ihrer Ehe wurde sie von ihm mehrmals geohrfeigt, es dauerte aber eine lange Zeit, bis sie es über sich brachte, sich von ihm scheiden zu lassen, denn ihr böser Vater durfte unter keinen Umständen recht behalten. Sie bezeichnete ihn mir gegenüber als "Nazi"... Für solche Frauen spielt nur eines eine Rolle, nämlich, daß ihr Angebeteter aus dem Ausland kommt. Das stimuliert sie dermaßen, daß sie sogar bereit sind, ihre tiefsten Instinkte und praktischen Erfahrungen zu ignorieren, Hauptsache, sie können einem "Nazi" oder einem "grau-braunen Einheitsbrei" eins auswischen. 

Waldgaenger aus Schwaben

24. Mai 2026 07:15

@Ofeliaa In Ergänzung zu RMH rate ich Ihnen noch: Wenn die Sprache auf gemeinsame Kinder kommt und das sollte es bald tun, dann stellen Sie die Gretchenfrage: "Wie haltet Ihr es mit der Religion?" Der Religion der Kinder. Taufe oder doch Beschneidung, Kopftuch, Ramadan. Wenn Sie Christin sind, betonen Sie, wie wichtig Ihnen die Taufe wäre. Betonen Sie auch Ihre hoffentlich große Wertschätzung des Judentums. An den beiden Punkten scheiden sich bei Moslems/Türken/ Araber die Geister.
Die Frage nach dem Kinderwunsch habe ich in meiner Zeit der Partnerinnensuche auch sehr bald und deutlich angesprochen. Ja, und zwar viele! Entsprechend schwer tat ich mich. 

Diogenes

24. Mai 2026 07:29

@Wiggo Mann: "..Vereinigt durch ein Placebo namens Vielfalt." 
 
Ja, und "Unsere Demokratie" und soweiter und sofort... - Der Mäntelchen (Tarni-Politik - Vorwand um Agenden durchzudrücken.. Fein- u. Freundbilder (mit PR aufgeladene Konstrukte der Vorstellung - Massenpsychologie/Massenvorstellung)) gibt es viele, unter denen von Gekauften/Verrätern (Krämerseelen) Umvolkung/Überfremdung und dessen Zerstörungswerk betrieben wird. Die Zersetzung des Deutschen Volkes durch politsystematische  Massenansiedelung von Fremdvolk das nicht zu uns Deutschen und unserem Ursprung/Volkscharakter als "Kinder Germaniens" passt (geistige und abstammungsmäßige Bindung der Kommenden zu den vergangenen Volksgeschlechtern/Generationen im Gegenwärtigen, mit der Folge der Identitätsauslöschung des Heimatbegriffes in Geist und Körper.
 
Das fängt schon mit Blödheiten an, wie: Heimat ist da wo man sich wohlfühlt. -Hedonistisch-materialistische Oberflächlichkeiten der libertären Beliebigkeit werden unserer Berufung Schöpfertum kein Vorbild sein. Und das ist es: Den Artglauben, das Beste ins uns Deutschen zu wecken (Fordern und Fördern!), vor-leben! Abbild der heimat- und ortsgebundenen weltanschaulichen Idealvorstellung versuchen zu sein, der man sich von dieser oder jener Polit-Seite annähert, um der Massen Antrieb im Politkampf zu sein und vor allem im Streben nach Be-gründung von Größe und Form des eigenen, deutschen Wirkpotentials! 

Rheinlaender

24. Mai 2026 07:33

@ofeliaa
Dass sich mit orientalischen Partnern solche ungeahnten Optionen gerade für feministische europäische Frauen ergeben, ist doch einmal eine gute Nachricht, mit der ich aufgrund meiner Vorurteile nicht gerechnet hätte. Im Orient ist ja auch das Wetter meist besser als in Deutschland, und die Lebenshaltungskosten sind allgemein niedriger. 

Adler und Drache

24. Mai 2026 08:50

@ofeliaa
"Alles hängt von den Männern ab!" - Na, das ist ja mal eine kraftvolle und eindeutige Aussage. Da kann ich als Mann nur sagen: jupp, danke, Daumen hoch, so gehört sich das! 
Frage mich nur, warum der Rest der Männer sich hier derart biegt und krümmt ...

Monika

24. Mai 2026 09:01

@ Ofelia, Lustig, wie Ihre Fake-Identität ( " total Fremde") immer wieder den " alten weißen Mann" triggert. Da werden dann die tollen Ratschläge erteilt. Falls Sie allerdings echt sind und sich genug ausgetobt haben, schnappen Sie sich schnell noch einen deutschen Beamten. Die Jammertour hilft da allerdings nicht weiter. SIE sind die Tolle und haben was zu bieten ! Also : Beherzt zugreifen.  Sonst macht es eine andere. Eine gescheite Diskussion über die  "Frauenfrage" wird auf dieser Plattform eh nicht zustande kommen. 😂😂😂
 

dojon86

24. Mai 2026 09:07

@Majestyk Das Problem der Rechtskonservativen ist ihre Machtlosigkeit. Insofern ist Gramsci sehr wohl konstruktiv, denn er zeigt eine Methode, wie man trotzdem, und wie sich auf lange Sicht bei den Linken zeigte, durchaus erfolgreich, die Macht oder zumindest einen Teil davon erringen kann.  Und das ist konstruktiv.

RMH

24. Mai 2026 09:31

"Der deutsche Mann ist besser beraten sich eine Frau aus Osteuropa, Karibik, Lateinamerika, Afrika oder Asien zu nehmen. Die sind nicht so egoman, fleißiger, häuslicher, haben mehr Familiensinn und wissen noch, daß eine Frau ihren Mann zu respektieren und unterstützen hat, vom Wissen um eheliche Pflichten abgesehen." 
@Majestyk, sprechen Sie bitte einmal mit einem Scheidungsanwalt, dann überdenken Sie die pauschale Aussage, deren Spin ich durchaus verstehe. Berechnung ist das Wesen der Frau, könnte man fast sagen, für ihre "Dienste" erwarten die ausl. Frauen viel an Gegenleistung, es wird erwartet, dass restliche Mischpoke nachziehen darf & wenn frau via Ehe das dauerhafte Aufenthaltsrecht erlangt hat, kommt gerne mal der Scheidungsantrag, bei dem dann die um ihre ehelichen Pflichten Wissenden aber auch ganz genau wissen, was für die Zeit zu bezahlen ist.  Für den deutschen Mann gilt, "There´s no easy way out" (Robert Tepper). Megären gibt es überall & bevor "Mann" sich beim Weibsvolk zu sehr zum Narren machen lässt, ist eine kultiverte Form des Daseins als Hagestolz mit mehr Würde verbunden. & das hat man zuerst allen Männern wieder beizubringen: Behaltet Eure eigene Würde!

RMH

24. Mai 2026 09:44

"Eine gescheite Diskussion über die  "Frauenfrage" wird auf dieser Plattform eh nicht zustande kommen."
@Monika, was wollen Sie denn dazu gerne diskutieren? Es gibt doch gar keine "Frauenfrage" bzw, was soll diese gewesen sein? Das Recht, sich auch an einem Arbeitsplatz ausnutzen zu lassen, wurde ja schon vor über 100 Jahren "erkämpft" (= in Wahrheit: Zugelassen, da ökonomisch notwendig), das Recht, sich problemlos scheiden zu lassen, vor ca. 50 Jahren, das Recht, ein Kind "wegmachen" zu lassen & Hormone gegen Kinder einzuwerfen, auch. Das Frauen in der Politik genauso Versager wie Männer sind, tendenziell sogar kriegsgeiler (auch so eine Lüge des Feminismus: Wenn Frauen "an der Macht" wären, wäre alles pazifistischer. Realität: bullshit) ist auch durch die Praxis geklärt, die Liste lässt sich fortsetzen, also, wo sind denn noch die offenen Fragen? 

dojon86

24. Mai 2026 12:07

@Monika Na ja, wenn man dem widerwillig aber doch schon seit Jahrhunderten teilweise domestizierten westlichen Mann mitteilt, dass man einen Orientalen, also einen weniger domestizierten vorzieht, so ist das eine massive narzisstische Kränkung. Das triggert halt. Gilt natürlich umgekehrt für das weibliche Geschlecht genau so. Eine schöne Frau wird in einem weiblich dominierten Berufsumfeld oft gemobbt. Aus demselben Grund.

Laurenz

24. Mai 2026 13:39

@Monika @Ofeliaa ... Lustig, lustig, tralalalala ... Wieso sollte es keine Debatte in der "Frauenfrage" auf der SiN geben? Hatten Sie schon mehrmals eine begonnen, die redaktionell weggedrückt wurde? Wie der Teilnehmer @Volksdeutscher bemerkte ist der gesamte Westen, bis zu einem gewissen Grad auch Osteuropa von den staatspolitischen Auswirkungen des Feminismus betroffen. In den USA sitzt die die Problematik noch viel tiefer als bei uns, weil das Scheidungsrecht nicht, wie bei uns, angepaßt wurde, sondern nur vor Gericht auch mal nicht nur zu Lasten von Männern verhandelt werden kann, bekanntestes Beispiel Johnny Depp. Ihr Rat zu einem verbeamteten Mann, zeigt nur, daß Sie das fundamentale Problem nicht verstanden haben. Hätte der Vater Ihrer Kinder Ihren Kommentar vor 40 oder 50 Jahren gelesen, hätten Sie einen Mann gehabt. In unserer Jugend war der Rat zum Beamten gut, heute würde ich zu einem Handwerker als Mann raten. In kürzester Zeit (dieses Jahr) wurden eine halbe Mio. Jobs in der Industrie geschreddert. Da gibt es auch bald nichts mehr für Beamte zu verwalten, geschweige, daß die noch irgendwer bezahlen kann. Die Deutschen Kommunen stehen massenhaft vor einer Zwangsverwaltung, weil pleite. Ich kann mir daher eine Verweigerung der Redaktion zur Frauenfrage nicht vorstellen.

Majestyk

24. Mai 2026 15:26

@ dojon86:
Sie finden also die Zersetzung bestehender Strukturen bis hin in die Familie konstruktiv?
Inwiefern sind die Regierungen in Indien, Israel, Japan, Rußland, der Türkei oder derzeit in den USA schwach? 
Sie sind kein ehemaliger Linker, sondern argumentieren nach wie vor links.
So wie hier ja auch mein vorletzter Kommentar zurechtgestutzt wurde, nur weil jener Teil nicht in eine feministisch geprägte Weltsicht paßt. Links ist nämlich schon die Illusion, einem Menschen würde etwas zustehen ohne Leistung (gilt auch für politische Teilhabe). Gilt aber auch für die Beziehung zwischen Mann und Frau. Auch die Ehe ist ein Vertrag. Und wenn sich die Vertragsschließung für eine Seite nicht mehr lohnt und sich das herumspricht, kommen immer weniger Eheverträge zustande. 
Was tatsächlich Familienbildung sabotiert ist die staatliche Einflußnahme auf die Beziehung zwischen Mann und Frau, inklusive des Aufbaus von per Umverteilung geförderten Arbeitsplätzen in der Bürokratie und all den Nutzlohnsubventionen. All das verdankt man aber jenem linken Kulturputsch, der auch darauf abzielte die Familie durch den Staat zu ersetzen. Und jetzt lieber dojon86 erklären Sie mir bitte noch einmal, was an Gramsci konstruktiv sein soll.

Majestyk

24. Mai 2026 15:36

@ Monika:
"Eine gescheite Diskussion über die "Frauenfrage" wird auf dieser Plattform eh nicht zustande kommen. "
Sie brauchen ofeliaa gar nicht zurechtstutzen, Sie sind nicht besser. Es gibt nämlich gar keine Frauenfrage. Ansonsten müßte es nämlich auch eine Männerfrage geben. Hier liegt des Pudels Kern begraben. Frauen sind auch Menschen und nicht einmal eine Minderheit. Die müssen nicht separat gefördert oder als eigenständiges politisches Subjekt behandelt werden. Es braucht keine Frauenvertretungen. Das Einzige, was man theoretisch fördern könnte (nicht muß) sind Familien, dazu gehören aber auch Männer/ Väter. Frauen extra zu fördern, abseits eines Familiengedankens führt langfristig zu nationalem Suizid.
Was tatsächlich Familienbildung sabotiert ist die staatliche Einflußnahme auf die Beziehung zwischen Mann und Frau, inklusive des Aufbaus von per Umverteilung geförderten Arbeitsplätzen in der Bürokratie und all den Nutzlohnsubventionen. In Schweden oder Australien gibt es ziemlich viel Familienförderung, hapert trotzdem an deren Gründung. Familien scheitern selten am Geld (hatte in der Wohnblocksiedlung meiner Kindheit eh keiner, fanden sich trotzdem immer genug Spielkameraden für ganze Fußballmannschaften), Familien scheitern an fehlender Lust. Lust auf Kinder oder Lust zwischen Mann und Frau. Ursache hierfür vor allem die "Frauenfrage" mit der Frauen eingeredet wird, sie hätten andere Interessen als Männer und Männer wären ihre Gegner oder Konkurrenten.

Maiordomus

24. Mai 2026 21:23

@Majestix. Monika. Ja, es gibt keine "Frauenfrage", hingegen scheint mir im Bereich der Schule das Nichtabrufen der Fähigkeiten der Jungen eine in der Bildungsgeschichte noch nie eingetretene Katastrophe. Dabei wird behauptet, Frauen seien heute qualifizierter asgebildet als Männer, wobei es aber mit allen Berufen mit Frauenmehrheit ungeachtet guter Diplomnoten bergab. 
Überschätzt wird die Mehrheit der Frauen heute bei Hochschulen und beim Abitur. Hochschulen bleiben wichtig und vielfach hochqualifiziert, siehe USA. es bleibt aber dabei , dass es bei 90% der Absolventen, siehe Bundestagsabgeordnete nicht nur der Grünen, keineswegs um wissenschaftliche geht, sondern um sog. Chancen vor allem im öffentlichen Dienst. Bei denjenigen, welche heute die höheren Schulen machen, geht es, zuminderst beim Wissenschaftlichen Denken allenfalls um die besten 5 Prozent bei den sog. Geschwätzwissenschaften, bei den Naturwissenschaften vielleicht etwas über 10 Prozent bei immerhin noch prakt. Fähigkeiten.. In der Schweiz gibt es keinen "Klimawissenschaftler", der erkenntnistheoretisch Spitze wäre mit klarer Erörterung, unter welchen Bedingungen das. was er sagt, falsch ist. Allein dafür wären noch mehrere Jahre Spezialstudium erforderlich.    

Ein gebuertiger Hesse

24. Mai 2026 21:48

@Majestyk
Jetzt lassen Se doch mal die Mädels in Ruh und die ihren Dialog führen - Monika hat prächtig vorgelegt. Was sollen die denn von uns denken? 

Blue Angel

24. Mai 2026 21:50

@Majestyk: "...und Männer wären ihre Gegner oder Konkurrenten" - So ist es: "Teile und herrsche"...
 
@Ofeliaa: Erstmal bitte ich um Enschuldigung dafür Ihren Namen gestern unabsichtlich verhunzt zu haben. Nur noch ein Tip, sonst wurde ja schon alles gesagt, suchen Sie mal nach Amiga - "aber meiner ist ganz anders", interessante Seite, 

Majestyk

24. Mai 2026 22:02

@ RMH:
Stimmt. Gold Digger gibt es überall. Kann man jenen aus ärmeren Ländern im Prinzip nicht einmal übel nehmen. Kenne ich von Bekannten, man heiratet oftmals nicht bloß eine Frau, sondern einen halben Clan.
"Für den deutschen Mann gilt, "There´s no easy way out" "
Vielleicht doch, nicht heiraten. Die jungen Männer lernen ja anscheinend dazu.

Ordoliberal

24. Mai 2026 22:31

1/3
Durch @ofeliaas Beitrag ist die Debatte von der Frage "Warum interessieren sich rechte Theoretiker mehr für sozialistische Theorien als für libertäre?" zur Frage "Ist der Feminismus unser größter Feind?" mäandert. Ich stehe hier, wie so oft, mit der von @Majestyk und @RMH hauptvertretenen freiheitlichen Gruppe: Warum zum Teufel sollten uns linke Theoretiker interessieren? Marx, Gramsci, Adorno, Foucault, dieser ganze wirre Müll aus verbrecherischen Köpfen? Woher diese rechte Vorliebe für nach Weihrauch stinkendem Philosophennebel? (Aus Höflichkeit werde ich hier den Hausgott des Gastgebers nicht angreifen.) Warum dieser, man muss schon sagen: Hass auf freiheitlich-konservative Denker wie Goethe, Tocqueville, Scruton, Mises, Hayek, Eucken, Röpke? Es wird ja selbst Nietzsche hier nicht rezipiert. Ich vermute, weil er kein Nationalist, Sozialist und Rassist war.

Ordoliberal

24. Mai 2026 22:34

2/3
Ich habe in einem anderen Thread leider zu vorlesungsartig ausgeholt und bin dafür zurecht gekürzt worden. Dabei ist allerdings mein wichtigster Punkt der Schere zum Opfer gefallen: Jede menschliche Interaktion ist ein Gütertausch. Beim freiwilligen Gütertausch tauschen beide Beteiligten so, dass sie sich danach besser fühlen als vorher. (Alles andere ist Straftat.) Mises selbst hat am Beispiel der Duellforderung eines Edelmanns gezeigt, dass selbst ein irrational wirkender Tausch - in diesem Fall Ehre gegen Leben - rational ist, weil dem Edelmann seine Ehre wichtiger ist als sein Leben. Das heißt: Rationales Handeln im Mises'schen Sinne heißt nicht vernünftiges Handeln. Vernünftiges Handeln wird an Moralvorstellungen festgemacht, die für verschiedene Menschen verschieden sind. Im Westen soll Moral ja seit der Stoa, Thomas und Kant "vernünftig" sein. D.h. was für den Christen moralisch ist, ist für den Muslim unmoralisch. Rationales Handeln kann sowohl altruistisch wie egoistisch sein, vernünftig wie unvernünftig, spontan wie geplant. Es steht orthogonal zu diesen Dimensionen des Handelns.

Ordoliberal

24. Mai 2026 22:35

3/3
Ich halte diese kleine Vorlesung über Mises' Handlungstheorie, weil mir auffällt, dass die Männer hier gegen @ofeliaa wie Mises argumentieren: Die Beziehung von Mann und Frau ist ein ideeller wie materieller Gütertausch. Sie ist rational. Was nach dem oben Gesagten nicht ausschließt, dass sie leidenschaftlich sein kann. Frauen wirken oft berechnender in der Liebesbeziehung, argumentieren die Männer hier. Sie sind nicht schwächer und waren es nie. Genauso würde Mises heute argumentieren, der explizit kein Freund der Frauenförderung durch den Staat war. Nach heutigen Maßstäben sind Hayek und Mises misogyn. Wie bezeichnend, dass die Rechten auf dem Feld des Geschlechterkampfes strikt libertär argumentieren!

Gracchus

24. Mai 2026 22:54

@ofeelia trollt; gehe nicht drauf ein.
@RMH: "Behaltet eure Würde" - die richtigste Devise.
@Majestyk: was die Familienbildung sabotiert - fallen Ihnen sonst keine Dinge ein? Ich sag nix mehr dazu. 

Laurenz

24. Mai 2026 22:56

@Ein gebürtiger Hesse @Majestyk ... Jetzt lassen Se doch mal die Mädels in Ruh ... Genau das haben wir uns jetzt 100 Jahre erzählt. Das ist doch die Frauenfrage. Nie war Frau unfähiger als heute. Ich falle vom Bürostuhl, wenn @Maiordomus schreibt, es gäbe keine Frauenfrage, sie dann doch auf dem akademischen Pflaster exakt benennt. Ich gebe Ihnen, Hessi James, einen fatalen Vergleich, der die weibliche Misere nur zu deutlich macht. Alice Weidel ist unter akademischen Gesichtspunkten, wie auch in Ihrer Fähigkeit mathematisch zu denken, eine absolute Ausnahme in der akademischen Frauenwelt, Angela Merkel & Co. nicht.

FraAimerich

24. Mai 2026 23:34

@Majestyk  -  Gramsci sprach gerade nicht der "frühbolschewistischen" Auflösung der Familie und Ehe das Wort. Er erkannte vielmehr deren gesellschaftliche Funktion und betonte den Wert monogamer, heteronormativer Partnerschaften. Keineswegs war er Vertreter des Libertinismus. Vielmehr warnte er vor in Sexualchaos mündender Zügellosigkeit, die in der heuchlerischen Gebrauchsmoral der Bourgeoisie und unter den "Erfordernissen des Marktes" - auch kulturell (Kino, Pornographie) - besondere Blüten treibe und in den Frauen die Mentalität zur Prostitution fördere.
Das stelle ich fest nicht als Alt- oder Neugramscianer, sondern um anzudeuten: Sie nutzen viel zu gern jede sich bietende Gelegenheit, um uns mal wieder aufs Brot zu schmieren, was Sie sich irgendwann mal aus dem bunten Kessel "Kulturmarxismus" ins weltanschauliche Fast-Food-Einmachglas geschöpft haben.

anatol broder

24. Mai 2026 23:46

wigo mann erinnerte mich als erzähler bereits bei seinen bisherigen artikeln an martin lichtmesz. nach diesem artikel erkenne ich nun deutlich die wesentlichen gemeinsamkeiten. deshalb wird wigo mann nicht bei «bisschen peinlich» bleiben, um «deutschland zu retten».

Majestyk

24. Mai 2026 23:50

@ Ein gebuertiger Hesse: 
"@MajestykJetzt lassen Se doch mal die Mädels in Ruh und die ihren Dialog führen - Monika hat prächtig vorgelegt. Was sollen die denn von uns denken?"
Von mir, daß ich ein Relikt der 80er bin und von Ihnen, daß Sie den weißen Ritter geben. :-)

Kurativ

24. Mai 2026 23:58

Sie tritt mäßigend auf. Sie kann es sich finanziell leisten. Und sie hat ihren Lebensweg abgeschlossen. Kein Risiko.
Sie soll in Homosexualität leben. Alfred Adler beschreibt HS als Ergebnis von erotischen Rückzug. In HS-Beziehungen spielt "Macht" über den anderen eine wichtige Rolle. So erklärt sich vielleicht ihr feministisches Engagement (Frauen vor den Männern retten und der eigenen Macht hinzuzuführen).
Türkische, Arabische oder Persische Partner aus dem islamischen Milleu? Aus meiner Erfahrung als Mann eine schwierige Liaison. Die kulturellen Vorgaben machen die Sache schwer. Freunde und Arbeit wirken negativ in die Beziehung hinein.

Volksdeutscher

25. Mai 2026 01:02

@Majestyk - "Auch die Ehe ist ein Vertrag." 
Ein Vertrag ist notwendig, damit ein Geschäft zwischen zwei Menschen zustandekommt. Er ist dazu da, das vorhandene Mißtrauen aufzuheben, um Interessen verwirklichen zu können, dem Vertragspartner die Erfüllung seiner darin niedergelegten Pflichten zuzusichern und seine Rechte dem anderen gegenüber gegebenenfalls einzufordern (schlimmstenfalls einzuklagen). Aber mit dem Vertrag ist es so, daß es ein sichtbares Zeichen des Mißtrauens ist und bleibt, solange er besteht. Wir lieben uns in dem Maße, wie wir uns vertrauen und wir vertrauen uns im gleichen Maße, wie wir uns lieben. Ein Ehevertrag ist wie das Feigenblatt, das etwas verdeckt und gleichzeitig auf das Verdeckte verweist. Wozu brauchen also Mann und Frau, die in Liebe verbunden sind, einen Ehevertrag? Um sichtbar zu machen, daß sie einander mißtrauen? Wie schlecht es um die Beziehung der Geschlechter seit langem bestellt ist, erkennt man nicht zuletzt am Wortgebrauch: Mann und Frau bezeichnen sich als Partner... ein Wort aus dem Geschäftsbereich. Was dort angebracht ist, hört sich in der Ehe jedoch mehr als merkwürdig an, denn der Partner ist immer einer, zu dem eine emotionale Distanz besteht, vergleicht man das Wort mit Freund und Geliebte.

dojon86

25. Mai 2026 08:11

@Majestyk. Gramscis Ziele lehne ich genauso ab wie sie. Aber seine Methoden sind gerade aus einer Position der Machtlosigkeit überlegenswert. Ihr Vergleich mit den Regierungen Israels, Chinas, Indiens, Israels und der USA zeigt die deutsche Staatsversessenheit. Ethnische Deutsche werden in unserem Staat unweigerlich ein Stamm unter vielen. Das weiß jeder, der Spielplätze aufsucht oder in einer Schule oder Geburtenklinik arbeitet. Deutsche Schüler in einer schlechteren Gegend unserer Großstädte bekommen das bereits handfest zu spüren. Unter diesen Bedingungen geht mir die Macht des Deutschen Staates am Arsch vorbei. Was Deutsche unter diesen Bedingungen benötigen würden, wäre Clangeist und eine starke tribale Identität. Tribale Identität heißt, Solidarität innerhalb des Stammes aber nicht Solidarität zum Staat. Was not tut, wäre gewissermaßen ein geistiger  Gegenputsch gegen die mit den Globalisten alliierte Linke. Und eben das könnte man von Gramsci, von dem sie fast mit Sicherheit nur den Namen kennen, lernen, nämlich wie man aus einer Position der völligen Machtlosigkeit trotzdem für seine Sache weitermacht. (der Mann starb 1937 als Mussolini fest im Sattel saß und schrieb sein Hauptwerk auch dort)

Monika

25. Mai 2026 08:16

Nochmal ganz langsam : Das Thema war, ob es einen Dialog mit Alice Schwarzer geben kann. Und da sage ich: Nein ! Auch wenn Schwarzer jetzt altersweise politisch unkorrekte Ansichten äußert, wird sie ihr Lebenswerk nicht grundsätzlich infrage stellen. Ihr Credo an die Frau: Mache Dich materiell und auch in Liebensdingen nie von einem Mann abhängig. Die romantische Liebe ist sowieso Quatsch. Verfolge Deine eigenen Interessen, schaue, was Du für Dich willst. Zwei Drittel der Männer sind dabei "unbrauchbar", was deren Unterstützung für die Frau betrifft. Auch das Drittel "brauchbarer" Männer sollte nicht zum Zentrum Deiner Existenz werden. Lebe dein Leben , der Mann ist maximal ein Mensch, der "dazukommt". Nun, diese Art Feminismus fördert bei beiden Geschlechtern ein egoistisches , konsumorientiertes Leben. Stichwort: Selbstverwirklichung. In einem solchen Lebensmodell haben Familie und Kinder eigentlich keinen Platz. Spätestens mit Kindern gerät die Frau in die emotionale Zwickmühle. Sie entdeckt den Wert, für andere leben zu dürfen. Abwertend genannt : Care-Arbeit. Die Fürsorge für die Familie ist ein hoher Wert, der unbedingt wieder Anerkennung braucht. 

RMH

25. Mai 2026 10:03

@Laurenz, "es gäbe keine Frauenfrage" - die gibt es auch nicht mehr, da die Damen alles mit ihrer Mittelmäßigkeit (Ausnahmen bestätigen die Regel!), mit ihrem "überagendem Durchschnitt" an Spitze & Exzellenz, die bei Mann möglich ist, eingeebnet haben. Das mag demokratisch und egalitär sein, aber wirft das, was Maiordumus mit seinem Satz "scheint mir im Bereich der Schule das Nichtabrufen der Fähigkeiten der Jungen eine in der Bildungsgeschichte noch nie eingetretene Katastrophe." beschreibt auf, was ich als "Männerfrage" bezeichnen würde. Darum dreht sich auch ein guter Teil der Debatte der neuen Rechten. Es geht auch gar nicht mehr darum, Frauen ihre Souveränität zu nehmen es geht daraum, Knaben, Jungen, Männern ihre Souveränität wieder zu geben. Bei den Suffragetten & Feministinnen gab es eine Art Sorel´schen Mythos vom Sex-Streik statt dem sorel´schen Generalstreik. In der neuen Männerbewegung wäre ein Schutz- und Wehrstreik und das Ende jeder "Ritterlichkeit" andenkbar.

Umlautkombinat

25. Mai 2026 10:32

@Volksdeutscher

@Majestyk - "Auch die Ehe ist ein Vertrag." 
Wozu brauchen also Mann und Frau, die in Liebe verbunden sind, einen Ehevertrag?

Ich denke, Sie werfen hier etwas durcheinander. Eine Ehe ist schon ein Vertrag, aber im Sinn ihres Vorredners kein juristischer Ehevertrag (auf den passt einiges aus Ihrer Interpretation).
 
Frauen- und Maennerspezifika existieren sicher, aber als Probleme aufgezogen sind sie in der Hauptsache Ausdruck von Teile und Herrsche als spezielle Spaltflaechen. Sie loesen sich, wenn das ueberwunden wird, aber nicht durch Betrachtung als Einzelerscheinung. @Majestyk ist hier auch mehr auf der Spur 

Besitzergreifung des Begriffs progressiv durch Linke nichts anderes als bloße Behauptung. 

Eben, und der ist nicht eine schwarzgemalte Abfolge von Schicksalsschlaegen, wie auch rechte doomsayer staendig wiederholen. Man kann aus allen Stroemungen lernen. Von Liberalen, wie man Leute machen laesst. Von Konservativen, wie man verwurzelt. Man braucht aber eben etwas zum Verwurzeln und das ist das heute und morgen und nicht das Gestern selbst (Wurzel einer Wurzel ist sinnlos). 
 
 

links ist wo der daumen rechts ist

25. Mai 2026 11:02

@RMH Sie haben vollkommen recht, wenn Sie sagen, linkerseits sollte man die eigenen Bibeln lesen. Habe vor kurzem in einer hitzigen Corona-Debatte gemeint: Lest ihr die "Dialektik der Aufklärung" nicht? Da steht doch drin, wie Wissenschaft wieder in Mythos umschlägt. Offene Mäuler.
@ Majestyk Manchmal wird ihre wütende Suche nach externen Verursachern der Misere zur Karikatur. Institutionen, Nationen, Kulturen verfaulen von innen heraus, Spengler nicht gelesen? Wie gingen denn West- und Ostrom zugrunde? Byzanz wurde von den Glaubensbrüdern aus dem Westen sturmreif geschossen, ehe es vom Islam überrannt wurde. Näherliegendes Beispiel: das Dorf in dem ich aufgewachsen bin - 100% Autochthone, katholische Erziehungstrias: erzwungener Kirchgang, Scheitelknien, Hausarrest - gleicht heute einem Zombie-Dorf. Hyperrenovierte Häuser, das Ortsbild zerstört, Infrastruktur kaputt (Läden, Gasthäuser), ab 19:00 niemand mehr auf der Straße, hinter den verschlossenen Jalousien digitale Selbstermächtigung, der Friedhof ist der belebteste Ort (kein Wunder bei der Sterberate).
Noch Fragen, Kienzle?

Gracchus

25. Mai 2026 11:58

@Ordoliberal: Jetzt kommen Sie auch schon mit "Hass"? Wie die Linke! Goethe wird von mir überaus geschätzt - Faust II kann ich aber kaum anders denn als Kritik an dem lesen, was man heute Kapitalismus nennt. Goethe hat auch ein veloziferisches Zeitalter heraufkommen sehen. Man muss auch sehen: Er hat Kleist nicht verstanden, und auch Hölderlin nicht - das ist ihm nicht anzukreiden, zeigt aber seine Grenzen.
Scruton, de Toqueville - aller Ehren wert. Sehe aber nicht, dass diese Denker ein ungetrübtes Loblied auf den Kapitalismus singen und dem Mirakel der freien Hand des Marktes naiv vertrauten. 

Maiordomus

25. Mai 2026 14:21

@Majestix. "Freund" und *Geliebte" sollte man lieber nicht gegeneinander ausspielen, wenn man die abendländische und zumal griechisch-philosophische Auffassung von Freundschaft als "philia" ernst  nimmt. Für Platon und Aristoteles ist Freundschaft der höchste Wert im Umgang zwischen mündigen Menschen, wozu Frauen leider früher wenn überhaupt nur  bedingt gezählt wurden. Immerhin war die jungfräuliche Priesterin Diotima bei Platon eine solche Freundin.  In  der Mystik des Abendlande ist Gottesfreundschaft das Höchste überhaiupt, die Basis der mystischen Askese und Betrachtung bis hin zur Unio. Siehe Eckhart, Tauler, Seuse. Böhme.. Darum klappt es in der Regel nicht, wenn getrennte sog. Liebes- und Ehepartner am Ende sagen  "wir wollen Freunde bleiben", was ehrlich gesagt meist ein nur leider ein angestrengter Vorsatz ist. Die Freundschaft mit dem definitiven Gesichtspunkt "des Guten im anderen" ist idealtypisch wie die leider nur idealtypisch völlig gelungene Ehe unkündbar, setzt aber nicht vollständige Übereinstimmung in allem voraus. Es sei den die Gottesfreundschaft in ihrem gnadenhaften Endziel der Einung mit Gott, siehe Eckart, was nicht angestrebt werden kann, nur am Ende im Zustand der reinen Gelassenheit quasi ungewollt eintretend. Glückseligkeit ist am Ende Geschenk.    

Claus Wolfschlag

25. Mai 2026 14:57

@Ofeliaa. Sie sprechen einen spannenden Aspekt an, der mich einst auch beschäftigt hat. Letztlich also kann der Feminismus, hier in Form der Verpartnerung mit zugewanderten Südländern, zum Ausgangspunkt zurückführen. Über 100 Jahre Kampf gegen Patriarchat, Heteronormativität, Kinder, Küche, Kirche können dazu führen, dass Frauen sich vermehrt nach Kleinfamilie und Rollenverteilung sehnen. Sie nennen das "geordnete Verhältnisse". Bloß, dass die autochthonen Männer, die ja auch von der feministischen Gehirnwäsche beeinflusst wurden, dafür offenbar nicht mehr ideal geeignet erscheinen, somit eben die - in bestimmten Milieus romantisierten - Männer aus dem Süden herhalten. Es ist interessant, wie sich Kreise schließen... Martin Lichtmesz schrieb einstmals über die "Antifa", dass deren Protagonisten sich eigentlich unbewusst danach sehnen würden, endlich eine Ohrfeige zu bekommen. Doch niemand gibt sie ihnen. So sind sie gezwungen, wie antiautoritär erzogene Kinder, ständig neue Frechheiten zu erfinden, da ihnen keiner die ersehnte Grenze setzt. Mit vielen feministischen Frauen könnte das ähnlich sein. Ich bitte das nicht als Aufruf zu häuslicher Gewalt misszuverstehen, sondern nur im übertragenen Sinn. Viele Frauen sehnen sich offenbar unbewusst nach einem Mann, der liebevoll, freundlich und verständnisvoll ist, ihnen aber bei Bedarf auch klare Grenzen setzt, der ihnen Widerstand liefert. Ein Alpha-Mann mit einer gewissen natürlichen Autorität, zu der sie aufsehen können.

Majestyk

25. Mai 2026 15:17

@ Volksdeutscher:
Ist die gemeinsame Erziehung von Kindern nicht auch eine Art Partnerschaft? Vor allem, wenn man diese klassisch interpretiert, der Mann jagt das Mammut, die Frau hütet das Feuer, quasi Synergie unterschiedlicher Fähigkeiten?
Jetzt im Alter bin ich mir nicht mehr sicher, ob Gefühle wirklich die beste Basis für Beziehungen sind, Freundschaften oder Ehe. Vielleicht ist eine Entscheidung aus Rationalität tragfähiger. Auch wenn es anders klingen mag, ich war mein Leben lang viel zu gefühlvoll, viel zu gutmütig und vor allem in allen Beziehungen übertreu, sowohl gegenüber Frauen als auch Freunden und Familie. Soll keine Klage sein, ist mein Fehler. Aber Gefühle sind ein schlechter Ratgeber, wenn sie dazu führen Entscheidungen zu treffen, die für einen selber zum Nachteil sind. 
Kann man ja auch aufs Land übertragen. Deutsche Politik ist ja auch oft Gefühls-geleitet, statt knallhart eigene Interessen zu definieren. Selbst wenn man Leuten wie Schwarzer oder auch Merkel keine bösen Absichten unterstellen will, so basiert deren Wirken doch auf irrationale Beobachtungen, die an der Realität vorbeigehen.
Schon alleine daher glaube ich, daß beschworene Vaterlandsliebe nicht ausreichen wird, um positiv etwas zu verändern, sondern nur das Hinterfragen von Fehlprägungen und darauf basierenden Fehlentscheidungen. Eine Fehlprägung ist für mich der Feminismus. Eine andere Gehorsam gegenüber Führungspersonal, welches es nicht wert ist, daß man diesem folgt.

Majestyk

25. Mai 2026 15:58

@ Ordoliberal:
Die moderne staatliche Einflußnahme auf Beziehungen, in Kooperation mit Medienfuror (keine Woche auf arte ohne Femipropaganda) hat dazu geführt, daß ein fairer ideeller/ materieller Gütertausch kaum mehr möglich ist. Und dann gibt es ja noch den Effekt, daß ein Mann sich auch mit einer Frau verabreden würde, die bei McDonalds arbeitet, kaum eine Frau aber einen solchen Mann. Frauen binden sich aufwärts, Männer meist abwärts. Der moderne "Kontaktmarkt" ist für Frauen wie shoppen, für Männer eher ein Bewerbungsgespräch.

Rheinlaender

25. Mai 2026 16:38

@Ordoliberal
Die liberale Ehe mag ein rationaler Gütertausch sein, aber das liberale Verständnis ist insofern problematisch, als dass es regelmäßig in gescheiterten Familien endet, wenn einer der Partner der Ansicht ist, dass die Ehe für ihn nicht mehr von Vorteil ist. Es ist m.E. zentrale Schwäche des Liberalismus, dass dieser kaum dazu in der Lage scheint, in den sowohl für das Gelingen des Lebens des Individuums als auch für den langfristigen Bestand eines Gemeinwesens essentiellen Kategorien Dienst und Opfer zu denken. Eine Ehe im eigentlichen Sinne, die primär den Interessen der Nachkommen dienen soll und für die Ehepartner häufig eher mit Opfern als mit materiellen Vorteilen verbunden ist, kann eben kein oder zumindest nicht in erster Linie ein Vertragsverhältnis sein.

Rheinlaender

25. Mai 2026 17:03

P.S. Das Beispiel der Ehe unterstreicht auch das m.E. mangelhafte Rationalitätsverständnis des Liberalismus. Im genannnten Beispiel kann das, was liberale Theorie als rationales Verhalten betrachtet, ein langfristig betracht katastrophales Ergebnis nach sich ziehen. Dieses Rationalitätsdefizit sehe ich auch in der Wirtschaft, wo sich z.T. heute noch Liberale darüber freuen, dass China uns durch Exportsubventionen ja im Grunde ein Geschenk mache. Dass dies geschieht, um deutsche Konkurrenten aus dem Markt zu drängen und bestimmte Wertschöpfungsketten so zu kontrollieren, dass man sie später als Machtmittel einsetzen kann, haben viele Liberale lange nicht erkannt und tun es z.T. immer noch nicht, was für Deutschland gerade enormen Schaden nach sich zieht.

RWDS

25. Mai 2026 18:57

@ofeliaa
Ich glaube Sie sollten mal ne Runde im 1001Geschichte-Forum lesen. Dass man hier ernsthaft die Romantisierung der Orientalen lesen muss, macht mich ein bisschen fassungslos (der Höhepunkt das Outing mit Türken befreundet zu sein) und da kann ich nur aus meiner Warte sprechen, an uns deutschen Männern, liegt es bei Ihnen dann ganz sicher nicht.
Wir sind auch nicht vom Himmel gefallen, sondern von der EMMA-Generation großgezogen worden. Dahin sollten also auch die Grüße gehen. Eine DILARA gibt es nicht, weshalb es auch erklären dürfte, warum der gemeine Araber keinerlei Ambitionen zeigt, seinen Machismo abzulegen. Das kann durchaus seine Vorteile haben. Postings einer ofeliaa müssen die sich zum Beispiel nicht geben.

Gracchus

25. Mai 2026 21:46

@dojon86: Ich bin aus der Theorie raus. Ich habe mich an Theorie überfressen. Ihr Aufruf muss trotzdem nicht falsch sein. Vielleicht wäre daran zu erinnern, dass Theorie ursprünglich kontemplative (Wesens-)Schau meinte - denkbar weit entfernt von dem, was heute darunter läuft. Das Problrm: je allgemeiner, desto abstrakter. Eine konkret-allgemeine Sprache haben wir nicht mehr (allenfalls noch in christlicher Mystik). 

dojon86

26. Mai 2026 10:11

@Monika 25.05 08:16 Sie haben völlig recht. Vor allem mit ihrem letzten Satz.

Fordring

26. Mai 2026 10:31

Hm...Nee. Wie du mir, so ich dir, tit for tat. Sobald wir in der Lage dazu sind, sollten wir Cancel Culture von rechts betreiben. Und die Schwarzer ist ja einfach nur sauer, dass die Revolution nicht bei ihr halt gemacht hat, sonst hätte sie nie auch nur in Ansätzen vernünftige Positionen entwickelt.

Gracchus

26. Mai 2026 10:55

@Majestyk: Ich glaube Ihnen irgendwie aufs Wort, dass Sie gutmütig und treu sind und dass Sie insoweit ausgenutzt oder enttäuscht wurden. 
Eine Vernunftehe steht m. E. zu Unrecht in semantischem Verruf. Die romantische Idee, die Ehe auf "Liebe als Passion" (Luhmann) zu gründen, ist etwas paradox. Tatsächlich erfolgen Eheschließungen auch heute eher aus Vernunftgründen. 
Vernunft ist m. E. mehr als ratio, umfasst auch Gefühl. Warum sollten z. B. Interessen, sich nicht aus Gefühlen herleiten. Zum Handeln braucht man auch Gefühl. Man fühlt doch so oder so. Es ist ja eher die Frage, wie man damit umgeht.
Wie soll eine Ehe gedeihen, wenn jeder nur seinen knallharten Interessen folgt?

Gracchus

26. Mai 2026 11:00

Ist es rational oder irrational, rational zu handeln. Oder anders, kann es nicht auch rational sein, gelegentlich irrational zu sein. 
Ich halte Rationalität für ein hohes Gut, aber nicht für den "Herrn". Liberale wie @Ordoliberal und @Majestyk verstehen nicht, dass man Rationalität als Zwangsjacke oder Korsett auffassen kann, die wahre Freiheit verhindert. Deshalb kommen Liberale mit deutschen Denkern nicht klar. 

Gracchus

26. Mai 2026 11:06

Die misogynen Rationalisten sei auch an das Schicksal Orpheus' erinnert: Am Ende holen euch die Mänaden und zerreißen euch!

Umlautkombinat

26. Mai 2026 11:56

Verstehe das Liberalismusbashing wieder mal nicht. Vertraege sind doch kein spezifisch liberales Konzept. Wenn ich heirate, gehe ich generell Verpflichtungen ein, die die Charakteristik eines Vertrages zwischen zwei Leuten haben. Nach eigenen, auch moralischen, Kriterien. Bei Glaeubigen zusaetzlich nach Gottheit ihrer Wahl. 
 
Warum z.B. Ausrichtung auf das Wohl des eigenen Nachwuchses nun der politisch Liberale irgendwie prinzipiell nicht haben kann, erschliesst sich mir nicht. 

Pferdefuss

26. Mai 2026 12:07

Carl Djerassi, der 'die Pille' erfunden hat, hat sich selbst gerne als 'Mutter der Pille' bezeichnet. Bezeichnend! Auch die Erfinder des Kinderwagens waren Männer.  Und die Erleichterungen für die Küche: Männer.
Seit wann ist 'die Regel' zur Regel des weiblichen Körpers, der weiblichen Natur geworden? Wenn  Frauen die Pille nehmen, gaukelt der Körper ihnen vor, sie seien bereits schwanger. Ich frage mich, was macht das im Grunde mit dem weiblichen Wesen. Ganz abgesehen davon, dass daduch das Trinkwasser  mit Hormonen kontaminiert wird und alle, auch die Männer, betroffen sind. Auch frage ich mich, warum die Domänen der Frauen, Salonkultur, Hauserrin oder ihre Fingerfertigkeit, Gartenkultur, Kochkunst bis hin zur Modebranche kaum dazu geführt haben, dass Frauen diesbezüglich Unternehmen gründen. Offensichtlich finden emanzipierte Frauen nur das erstrebenswert, was Männer ihnen vormachen. Die Frauen aben sich den Männern viel mehr  angepasst als umgekehrt: Rauchen, Hose tragen, Fußball, Boxen, Marathon, überhaupt Sport mit 6-Pack, obwohl die weibliche Bauchmuskulatur dafür überhaupt nicht geschaffen ist. Für mich rätselhaft, warum Frauen sich gleichzeitig so über- und unterschätzen.

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