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Ein Tag im 20. Jahrhundert: der 24. Juli 1914

Aus der Druckausgabe

stefan scheil mitten im frieden 720x600 123x200 Ein Tag im 20. Jahrhundert: der 24. Juli 1914Bis heute prägt die alliierte Mär der deutschen Alleinschuld in weiten Teilen der bundesdeutschen Öffentlichkeit die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Doch bereits in den zwanziger Jahren brachten internationale Stimmen die Verantwortung der Triple Entente ans Licht. Der promovierte Historiker Stefan Scheil, Stammautor dieser Zeitschrift wie auch des Verlags Antaios, publiziert nun die Studie »Mitten im Frieden überfällt uns der Feind«, die dem Leser quellenreich verdeutlicht, wie zielstrebig die späteren Siegermächte auf den Krieg zusteuerten. Das Buch umfaßt 240 Seiten, kostet 29,80 € und kann hier vorbestellt werden.

In der 61. Sezession analysierte Scheil bereits einen einzigen, bedeutenden Tag der finalen Vorkriegsphase; der folgende Beitrag gibt einen Vorgeschmack auf sein neues Werk.

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Götz Kubitschek

Matthias Steinbach (Hrsg.): Mobilmachung 1914. Ein literarisches Echolot – eine Rezension

von Götz Kubitschek

mobilmachung 1914 literarisches echolot 126x200 Matthias Steinbach (Hrsg.): Mobilmachung 1914. Ein literarisches Echolot – eine Rezension(Rezension aus Sezession 61 / August 2014)

Das Wort »Echolot« im Untertitel dieser Zusammenstellung ist in Anspielung auf das weltberühmte Echolot-Projekt Walter Kempowskis gewählt: Hier wie dort wird der Ablauf eines historischen Großereignisses anhand von Zitaten und längeren Textpassagen atmosphärisch nachgezeichnet: (weiter…)

Nils Wegner

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Die Fergusoniade, der Ernstfall und das »medial engineering«

von Nils Wegner

893867022 small Die Fergusoniade, der Ernstfall und das »medial engineering«Kannten Sie Ferguson vor dem aktuellen, latenten Bürgerkrieg dort? Ich bezweifle es doch sehr. Den Statistiken des allwissenden Internets zufolge hat Ferguson zehntausend Einwohner weniger als meine Heimatstadt, und die ist schon mehr als beschaulich. Kein menschenverschlingender Moloch also, der die Menschen vertiert und auf ihre niedersten Instinkte zurückwirft. (weiter…)

Erik Lehnert

Kulturkritik II: Bodenhaftung

von Erik Lehnert

Kulturkritik ist ein großes Wort, das jedoch nicht im luftleeren Raum steht, sondern seine Wurzeln im Alltag hat. Jeder kritisiert ständig irgendetwas, indem er etwas beurteilt, Dinge gegeneinander abwägt oder versucht, Ordnung in die Vielzahl von Alternativen zu bringen. Wir fühlen uns zu dieser alltäglichen Kritik befähigt, weil dem Bewertungsmaßstab unsere eigene Erfahrungen zu Grunde liegen und wir keine absoluten Kriterien benötigen.

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Martin Lichtmesz

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Die Dichter und das Augusterlebnis 1914

von Martin Lichtmesz

1914 105x130 Die Dichter und das Augusterlebnis 1914Schwerpunkt der aktuellen Druckausgabe der Sezession ist das „Augusterlebnis“ des Jahres 1914. Dessen verschiedene Facetten  – historische, philosophische, künstlerische  – beleuchten Martin Grundweg, Frank Lisson und Benjamin Jahn Zschocke. Am eindrücklichsten fand ich jedoch den Beitrag „Der Krieg und die Schriftsteller“ von Günter Scholdt.

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Wolf Schneider: Der Soldat – eine Rezension

Aus der Druckausgabe

wolfschneiderdersoldat 130x200 Wolf Schneider: Der Soldat – eine Rezension

von Martin Böcker

Wolf Schneider, der 89jährige Journalist und Sprachstillehrer, hat einen Nachruf auf den Soldaten geschrieben. Denn mit diesem gehe es zu Ende: Er werde ersetzt – und sei zum Teil schon ersetzt worden – durch Drohnen, Atombomben, Spezialeinheiten und den Programmierern eines cyberwar. Den Soldaten definiert er als jemanden, »der den regulären Streitkräften eines Staates angehört« – und schon hier beginnt die lautstarke These seines 544 Seiten starken Buches (Der Soldathier bestellen) zu bröckeln. (weiter…)

Ellen Kositza

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Das war’s. Diesmal mit Engländern, Türken, Müllmännern und Islamisten (mutmaßlichen)

von Ellen Kositza

1. 8. 2014

Ein viel zu kurzer Kent-Aufenthalt liegt hinter uns. Alle waren begeistert. Großartige Urlaubsstimmung, sogar beim weniger anglophilen (erwachsenen) Familienmitglied. Die Dreizehnjährige sucht skeptisch nach dem Grund für die Euphorie.

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Horst Lange: Die Leuchtkugeln – eine Rezension

Aus der Druckausgabe

Horst Lange Leuchtkugeln 123x200 Horst Lange: Die Leuchtkugeln – eine Rezension

von Christian Marschall

Horst Lange wurde 1904 im niederschlesischen Liegnitz geboren, er starb 1971 in München. Er wird zu den Schriftstellern der Inneren Emigration gerechnet und gehört jener epischen Generation an, die sich von der experimentellen Avantgarde abwandte und zurückfand zu klassischen Formen: (weiter…)

Erik Lehnert

Kulturkritik I: Konsumismus und mögliche Fluchten

von Erik Lehnert

ifs logo blau 200x200 Kulturkritik I: Konsumismus und mögliche Fluchten

In einem seiner letzten Interviews hat Wilhelm Hennis auf die Frage, was denn von dem kulturkritischen Impuls geblieben sei, der das deutsche Denken so lange befeuert habe, geantwortet: „Wenn wir inhaltlich ein westliches Land nach Normalmaß geworden sein sollten, so ja deshalb, weil uns der kulturkritische Geist dieses Widerspruchs erfolgreich ausgetrieben worden ist. Der Impuls ist aufgesogen worden vom Konsumismus des Genußmenschen.“ (weiter…)

Götz Kubitschek

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Peter Sloterdijk: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit – eine Rezension

von Götz Kubitschek

petersloterdijk kinderderneuzeit 720x600 120x200 Peter Sloterdijk: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit – eine Rezension(Rezension aus Sezession 61 / August 2014)

Vorbemerkung: Ich las Sloterdijks Buch in Abschnitten unter dem Druck, ein ertragreiches Buch auf einer knappen Seite darzustellen. Nun lese ich noch einmal und in die Verästelungen hinein. Außerdem stelle ich allen Lesern folgende Aufgabe: Bis Ende August sind unter redaktion(at) sezession.de Rezensionen dieses Buchs einzureichen, die beiden besten werden hier veröffentlicht (wenn gewünscht auch unter Pseudonym) und honoriert, jede weitere gelungene wird mit einem der neuen Antaios-Notizbücher bedacht. Ich halte Sloterdijks Buch für sehr wichtig. Nun meine Rezension:

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Martin Lichtmesz

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Notizen zu einem Interview mit Armin Nassehi (Fundstücke 22)

von Martin Lichtmesz

Nassehi 120x130 Notizen zu einem Interview mit Armin Nassehi (Fundstücke 22)Heute bekam ich von einem Freund ein älteres Interview mit dem bekannten Soziologen Armin Nassehi zugeschickt, geführt im Jahre 2012 von Christ und Welt. Anlaß war das „Schreibverbot“, das der Bischof von Augsburg dem Pfarrer Georg Alois Oblinger erteilte, weil dieser regelmäßig in der Jungen Freiheit publiziert hatte.

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Nils Wegner

Annotationen zur Seuchenlage

von Nils Wegner

biogefaehrdung s Annotationen zur SeuchenlageDa unsere liebe Medienlandschaft dieser Tage mal wieder „Ein Kessel Buntes“ spielt und vor lauter Ukraine, Rußland und Israel gar nicht weiß, wo ihr der Kopf steht (und dann auch noch diese ganzen Gedenktage… da soll nochmal einer mitkommen!), lohnt es sich, einmal jenseits all der (Geo)Politik ein nur scheinbar fernes Problem zu fokussieren, nämlich den sich inzwischen zu einer stattlichen Pandemie auswachsenden Ebola-Ausbruch in Westafrika.

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Götz Kubitschek

Antaios-Kladden

von Götz Kubitschek

notiz 91x130 Antaios KladdenUnd wieder ist aus einer alten Idee endlich etwas geworden: Während draußen schon der leichteste Wind die wurmstichigen Äpfel vom Baum wirft (man sieht das lächelnd und schneidet hier und da noch ein gutes Stückchen heraus), liegen auf dem Schreibtisch die ersten Antaios-Kladden für Notate bereit – für Lesefrüchte, Eindrücke, Gedankenblitze. Wer soll derlei in Zukunft aufbewahren? Vier Gesichter samt Motto stehen zur Wahl:

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Felix Menzel

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Wer zersetzt hier die Demokratie?

von Felix Menzel

logo klein 230x57 Wer zersetzt hier die Demokratie?Manfred Neuenhaus (FDP) meint also, wer die Demokratie zersetze, brauche sich nicht auf sein Grundrecht auf Meinungsfreiheit berufen. Gesagt hat das der Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der FDP-Fraktion in Düsseldorf, nachdem Antifa und Westdeutsche Zeitung dafür gesorgt hatten, daß der zwischentag nicht im Meliá-Hotel am Hofgarten stattfinden kann. (weiter…)

Redaktion

100 Jahre Julikrise (28.–31.VII.)

Ein Beitrag der Redaktion

Vorbemerkung: In den ersten Tagen des nicht auf einen Schlag, sondern immer weiter eskalierend ausbrechenden Kriegs erreicht die diplomatische Korrespondenz verständlicherweise sehr große Ausmaße. Die Aktensammlung umfaßt allein für die letzten vier Julitage etwa 250 Stücke. Daher findet diese Reihe zur Julikrise in den nächsten Tagen ihren Abschluß durch die Veröffentlichung vergleichsweise sehr weniger Briefe und Nachrichten. Nur die allerwichtigsten oder besonders kennzeichnende Texte finden Berücksichtigung.

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