Gastbeitrag
von Nils Wegner
Ja, das hatte Herr Plasberg sich zum krönenden Abschluß des gestrigen hart aber fair-Tribunals über Thilo Sarrazin schön zurechtgelegt. Sah man auch seinem Gesicht schon an. Da stiefelte man also samt Kamera in eine Goetheschule und fragte Oberstufenschüler sowie Lehrkräfte nach dem Wortlaut von Goethes „Wandrers Nachtlied“ – in Anlehnung an die in Sarrazins Buch gestellte rhetorische Frage: „Wer wird dann [in einem zuende umgevolkten Deutschland] noch ‚Wandrers Nachtlied‘ kennen..?“
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von Ellen Kositza
Wo spielt denn bloß dieses Szenario, das diese Woche von ungezählten Medien als „weiche“ Konkurrenz zu Sarrazin aufgegriffen wird? Die Rede geht von einer Rückkehr des Muttermythos, und zwar in bedrohlichem Ausmaß. Es gebe immer mehr Frauen, die sich von einem „naturalistischen Feminismus verführen“ lassen.
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von Götz Kubitschek
Allen, die wie wir hier im Verlag darauf warten, daß die 3., 4., 5. Auflage des derzeit meistgesuchten Buchs aus der Druckerei kommt, sei gesagt: Das Buch existiert, wir kennen Leute, die eines haben, und wir sind beileibe nicht der einzige Versand, der nicht liefern kann: Selbst die größten Anbieter vermerken auf ihren Internet-Seiten Lieferzeiten von „ein bis drei Wochen“.
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Gastbeitrag
von Andreas Vonderach
Mehr unterschwellig spielt in der Sarrazin-Debatte auch die Frage nach genetisch begründeten Unterschieden des Verhaltens und der Intelligenz zwischen den verschiedenen Völkern eine Rolle. Wie zu seiner ungenauen Aussage zum „jüdischen Gen“ sollte man auch hier das Angedeutete präzisieren:
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von Martin Lichtmesz
Nur mal ein stichprobenartiger Blick in die Runde. Als begeisterte Groupies der Groupies von Endstation Rechts warten wir natürlich alle schon seit Tagen sehnsüchtigst, daß der „Kämpfer mit erkenntnistheoretischen, anthropologischen Argumenten“ und seine buckligen Diener auch mal ein gehaltvolles Statement zu ihrem widerborstigen Parteigenossen bringen. (weiter…)
Zur Debatte gestellt
von Götz Kubitschek
… mit dem sie doch den dicksten möglichen Fisch für einen Lese- und Diskussionsabend an der Angel hatte. Anscheinend gingen Dutzende Kundenanrufe bei der Buchhandlung ein, des Inhalts, daß man zukünftig eine Buchhandlung meiden würde, die einem Mann wie Sarrazin eine Plattform böte.
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von Martin Lichtmesz
Als Ergänzung zu Karlheinz Weißmann und Andreas Vonderach noch drei kleine Zugaben zu der blödsinnigen, reflexartigen Aufregung um Sarrazins Erwähnung eines „jüdischen Gens“.
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Zur Debatte gestellt
von Götz Kubitschek
In der Süddeutschen Zeitung von heute findet sich ein kleiner, wenig schmeichelhafter Beitrag über unsere Studie Der Fall Sarrazin und über das Mitsegeln in Sarrazins Windschatten. Ich dachte eigentlich, daß der Redakteur nach unserem Telefonat verstanden hätte, worauf es mir/uns ankommt. Und „verwittert“ ist unser Rittergut schon gar nicht.
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Gastbeitrag
von Andreas Vonderach
Auf die Frage, ob es auch eine genetische Identität gibt, antwortete Thilo Sarrazin, indem er auf die Basken und die Juden verwies. Mit Recht, denn beides sind Völker mit einem sehr ausgeprägten eigenen anthropologisch-genetischen Profil.
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von Karlheinz Weißmann
Seit Sonnabend brachten es die Nachrichtenagenturen: Sarrazin behaupte, daß es ein „jüdisches Gen“ gebe. Zeitgleich setzte der Entrüstungssturm ein. Selbst die, die wie Roland Koch Sarrazin bisher verteidigt hätten (wann eigentlich?), gingen auf Distanz. Die Wortkombination „Jude“ und „Gene“ funktionierte mit der Sicherheit des Pawlowschen Reflexes.
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von Götz Kubitschek
Kurzer Hinweis: Heute um 10.10 Uhr läßt der Deutschlandfunk im Journal am Vormittag die Frage „Wird Deutschland dümmer und ärmer?“ diskutieren, Aufhänger sind natürlich die Thesen Thilo Sarrazins. Hörerbeiteiligung ist ausdrücklich erwünscht: 00800 44644464 (tel) und 00800 44644465 (fax) oder dlf.kontrovers@dradio.de.
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von Erik Lehnert
Eigentlich hätten wir bis heute warten müssen, um das Buch kaufen zu können. Der Erfolg der Vorabdrucke in Bild und Spiegel war aber offenbar so groß, daß sich der Verlag entschloß, das Buch schon Mitte letzter Woche auf den Markt zu bringen. Und auch die Sperrfrist für Besprechungen (mit 500.000 Euro abgesichert) war damit vom Tisch.
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Zur Debatte gestellt
von Ellen Kositza
Der WELT-Mann Alan Posener hat dieser Tage in der online-Ausgabe seines Blattes einen Artikel veröffentlicht, in dem er eine Renaissance der Ost-Pädagogik beklagt. Schon mache die Rede von einer „Ossifizierung“ der Schule die Runde. Posener hörts mit Grausen und sieht einen „Kulturkampf“ an Berliner Schulen aufziehen. (weiter…)
Zur Debatte gestellt
von Martin Lichtmesz
Lichtenberg sagte einmal, daß die Fliege, die nicht erschlagen werden will, am sichersten ist, wenn sie sich auf die Klappe setzt. Diese Strategie hat Thilo Sarrazin blendend umgesetzt, und auch die Bild-Zeitung mit ihrem Riecher für Massentrends dachte sich wohl, daß mehr Kohle mit ihm als gegen ihn einzufahren sein wird. Mit Gegenwehr war natürlich zu rechnen. Aus allen Rohren werde nun auf Sarrazin gefeuert, meinte gestern ein Bekannter zu mir. Ehrlich gesagt, dieser Meinung bin ich nicht. (weiter…)
von Götz Kubitschek
Mit den Vorabdrucken im Spiegel und in der Bild-Zeitung ist gestern die Kampagne für Thilo Sarrazins Buch Deutschland schafft sich ab ins Rollen gekommen. War der Titel – obwohl noch nicht erschienen – allein aufgrund der Vorbestellungen bei amazon.de schon auf einen mehr als interessanten Verkaufsrang geklettert (unter die Top-200), so steht er seit gestern auf Platz 1.
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