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Das neue Krokodil: „Rechte Christen“

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KrokoUnter allen Groupies, die jemals daraus eine Karriere gemacht haben, die sogenannte „Neue Rechte“ zu stalken, ist die allseits beliebte Liane Bednarz bekanntlich eine ganz besonders leuchtende Leuchtrakete. Ihr jüngstes Meisterstück ist am Sonntag in der FAS erschienen, und ein exemplarisches Beispiel dafür, welche Kasperletheater inzwischen in Szene gesetzt werden müssen, um ein immer tiefer und immer offensichtlicher kompromittiertes Regime zu rechtfertigen.

La Bednarz erfüllt alle Voraussetzungen, die das Genre mit sich bringt: ein, sagen wir mal, ausgeprägtes Talent zum sinnentnehmenden Lesen (darauf werde ich, apropos den spaßigen Absatz, der in dem Meilenstein „Gefährliche Bürger“ meiner Wenigkeit gewidmet ist, noch zurückkommen), sowie die Überzeugung, daß man mit dem Raster der richtigen Gesinnung im Kopf niemals falsch liegen kann, sich vor allem jegliches weitere Nachdenken erspart.

Unerläßlich ist natürlich auch jene zur psychologischen Projektion neigende mentale Veranlagung, die Jim Goad griffig auf den Punkt gebracht hat:

If you disagree with someone who has a Dumb Belief System, they will automatically think you identify with a competing Dumb Belief System.

Dagegen ist kein Kraut gewachsen!

Bednarz geht also, wie so viele andere Dilettanten vor und neben ihr, die über „Rechte“ schreiben, mit der Produktion von wohlfeilen Feindbildern hausieren, und findet hie und da auch Abnehmer, die dieselben dringend nötig haben, um ihre „diffusen Ängste“ (harhar) zu füttern und wohl auch ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Obwohl sie dabei auf einem bißchen feineren Level mehr oder weniger das Geschäft der Antifa als auch des Establishments erledigt (erstere ist schließlich de facto nichts weiter als der Wachhund des letzteren), hat sie sich selbst schlauerweise die Rolle der „liberal-konservativen Christin“ zugedacht, was auch immer sie sich darunter vorstellen mag. Der Zweck ist natürlich, eine Front gegen echte Konservative und echte Christen aufzubauen, und diesen die Definitionshoheit über sich selbst aus der Hand zu nehmen, womit die Salami wieder ein Stück nach rechts beschnitten wäre.

Hier also das neueste Krokodil für die Show, die immer wieder neue Krokodile braucht: Vorhang auf für die neuesten Schurken, die „konservativen (sic) Katholiken und Evangelikalen“, die „Rechtschristlichen“, die nun, um ein paar rauschend-raunend-radikale Register aus dem Text zu zitieren, zu den „Rechtspopulisten“, „Rechtskatholiken“, „Rechtslibertären“, „Rechtsauslegern“, „Rechtsextremisten“, „Rechtsradikalen“ und was da sonst noch an Rechtsrückern herumläuft, aufschließen.

Mit dem Allround-Wörtchen „rechts“ wird bei Bednarz alles miteinander verlinkt, was sie unter „Radikalisierung im Bürgertum“ verbucht, wobei der Begriff des „Radikalen“ mit all seinen Ableitungen vor allem dazu dient, einen gewissen Frisson zu erzeugen und genau den Teufel an die Wand zu malen, den das Establishment nötig hat, um von seiner eigenen Korruption und Verantwortung für die Destabilisierung des Landes abzulenken.

Denn im Weltbild von Bednarz und ähnlichen Genossen hat diese „Radikalisierung“ ihre Ursache lediglich in irgendeiner unerklärlichen, viral übertragbaren Bosheit der Protagonisten, ansonsten aber so gut wie gar nichts mit dem Versagen und den Rechtsbrüchen der Regierung, mit der „Qualitätspresse“ (ein von Bednarz allen Ernstes völlig unironisch gebrauchter Begriff) und ihrem qualitativ hochwertigen Verhältnis zur Wahrheit, mit der Einwanderungspolitik und ihren Folgen, oder auch den Schiffbrüchen der linken Gesellschaftspolitik zu tun. Damit denkt sie strikt in den Bahnen eines, Zitat aus dem Text, „lange verinnerlichten Freund-Feind-Denkens“, freilich in dem Sinne, wie sich der kleine Maxi im Rahmen seines „Dumb Belief System“ vorstellt, daß der schlimme Carl aus Plettenberg es gemeint haben könnte.

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71 Kommentare zu „Das neue Krokodil: „Rechte Christen““

  1. Ist das ein Zufall, daß sich Herr Lichtmesz an Mariä Lichtmess im neuen Jahr zurückmeldet ?
    Ab jetzt viel Licht:
    http://www.domradio.de/themen/kirchenjahr/2016-02-02/die-bedeutung-von-mariae-lichtmess

    Ergänzend sei auf einen Beitrag über die Möchte-Gern-Journalistin hingewiesen:
    http://www.kath.net/news/53832

  2. Eckesachs

    Vernichtend!

    M.L.: Ach was, das ist wahrscheinlich ihr Highlight des Tages. Soviel Aufmerksamkeit! So gut bin ich zu meinen Gegnern…

    Sollte man meinen.

    Ist es für sie aber nicht. Für sie ist es eine kleine Störung beim Karrieremachen, vielleicht noch nicht einmal das, denn der Teufel hat sich empört, hat ihr geantwortet. Das kann sie ihrem zweifelnden Arbeitgeber vorzeigen.

    Also steht sie auf der richtigen Seite.

    Kuckuck Liane! Ich bins, der nette kleine Eckesachs! Ich weiß, daß Du hier liest. Ich habe nichts gegen Dich, denke nur daß Du ein bißchen indoktriniert bist, so wie viele Frauen. Wenn alles wieder in Ordnung ist, machst du bei uns mit, Du kannst einen kleinen Posten haben.
    Wenn Mechmet Dich belästigt, helfe ich Dir. Aber ernst nehmen kann ich Dich nicht.

  3. H. M. Richter

    Manchmal sagen Selbstaussagen mehr aus als Analysen.

    Beispielsweise diese von L. B.:

    https://www.youtube.com/watch?v=37FyJ2ywzII

    Das ist (der Untergang des) Sozialismus in den Farben (des Untergangs) der BRD.

    M.L.: Putzig!

  4. Locke

    Was auch immer diese Frau ritt dies zu schreiben, ich erkenne mich durchaus wieder. Ich selbst bin reaktionärer Christ. Ich ordne meine Leben nach 3 Maximen: Gott, Famile, Vaterland. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ich bin gegen Homoehen, gegen Gender bla bla, gegen Masseneinwanderung und vor allem gegen die Demokratie. In die Afd eintreten könnte ich aber nicht, da man sich zur „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ bekennen muss. Nun, dies kann ich nicht. Ich halte es da ganz mit Davila, der einst schrieb: „Wenn der Christ Demokrat sein könnte, hätten ihn alle Wurfspieße Nietzsches durchbohrt. Aber die Demokratie verkündet die Souveränität des Menschen, das Christentum die Gottes.“ Allen Gottes Segen

  5. Heinz Obst

    Roland Tichy schreibt dazu:

    „Ein Tiefpunkt der Zeitung ist ein Stück über angeblich rechte Radikale in den Kirchen. Vom Stil holprig und sprachlich infantil wirkt es wie ein Fremdkörper im Rahmen einer sonst sorgfältig gebauten Zeitung. Die Autorin wird als Juristin vorgestellt. Sie ist tatsächlich in einer Münchner Großkanzlei zu verorten, wo sie sich mit dem Fachgebiet der Unternehmenszusammenschlüsse beschäftigt. Das erklärt den Text: Anwälte kehren für ihre Schriftsätze die Werkstatt zusammen, um aus den Abfällen des Schreiners notdürftige Argumentationen zu zimmern und garnieren es mit dem Schwarzen unter dem Nagel. Das mag hinreichend sein für diesen Beruf in seiner einfacheren Form.

    Für den Beruf des Journalisten reicht das nicht. Nicht der Mandant und sein mehr oder weniger begründetes Interesse steht im Vordergrund, sondern der Leser. Der will keinen anklägerischen, einseitigen Schriftsatz im Auftrag formuliert und bezahlt, sondern eine abgewogene Erklärung.

    Und so werden Kollegen abgewertet, die Grenze zwischen konservativ und rechtspopulistisch beliebig verschoben, Argumente konstruiert und Zusammenhänge herbeifabuliert. Es geht ums Recht haben wollen, nicht um eine saubere, tragfähige Argumentation. Es geht um versuchte Verleumdung, nicht Wahrheitssuche. Es ist ein denunziatorischer Ton, der sich an einem Wort fest- und es zum Galgen machen will.
    Keiner der Betroffenen wurde gehört oder befragt. Dieses grundlegende journalistische Prinzip hat am Sonntag Urlaub. Dabei hätte es erstaunliches zu Tage gebracht.

    Wie langweilig muss es für eine im Grau einer Kanzlei Tätigen tagsüber sein, sehnt sie sich doch nach der spannenden Luft des Journalismus. Personen, die sie hier kritisiert, hat sie einst bejubelt, für sie Lesungen oder ähnliches organisiert, schwärmerische Mails über die Grenze jeder Peinlichkeit hinaus in die Welt geschickt, um Anerkennung bettelnd.

    So viel Nähe scheuen gute Autoren, die Abgrenzung ist Teil des Berufsethos. Die fehlende Abgrenzung aber führt zu Ich-Störung, zur Verletzung der Autorin, deren schwärmerische Bewunderung dann in Racheversuche enttäuschter Liebe umschlägt. Was für ein Drama! Was für ein Abgrund einer armen und gequälten Seele!“

    Dieser sachlichen, fundierten und vernichtenden Kritik über das Geschreibsel von Frau Bednarz ist nichts hinzuzufügen. Wer solche Texte abdruckt, schadet dem Ansehen seines Blattes, wer mit ihr zusammen als Autor auftritt schadet seinem eigenen Ruf.

    gefunden und hochgeladen vom Kommentator @Thomasunglaublich auf kath.net

  6. Coon

    Fräulein Bednarz scheint ja insgeheim von einer dunklen Faszination für die Richtigen erfasst zu sein. Vielleicht ist das alles ja nur ein stummer Schrei nach Liebe. Bitte regeln Sie das…

  7. Unke

    Jessas. Die ist ja nun wirklich nicht satisfaktionsfähig.
    Wie verzweifelt muss die FAZ sein…?
    Nur weiter so… wenn ich das richtig erinnere hat dieses Käsblatt seit geraumer Zeit einen Auflagenschwund von 10%… pro Jahr!. Da braucht es schon einiger großformatiger Anzeigen der bundesrepublikanischer Ministerien um das wieder auszugleichen.
    @Locke
    Ja, immer wieder zum Lachen, die FDGO. Ich frage dann immer „was nun: freiheitlich oder demokratisch“?

  8. marodeur

    Eine sehr gute und lehrreiche Analyse, Herr Lichtmesz (mit einem dankbaren Untersuchungsobjekt)
    Besonders treffend beobachtet: Es ist wirklich bemerkenswert, wie heterogen das rechte Spektrum mittlerweile ist. Man hat den Eindruck, dass erst jetzt mit dem Erstarken der Rechten überhaupt ein offener demokratischer Wettstreit der Ideen entsteht. Die gesamte Linke stagniert völlig im alten starren Leitsystem der Klischees und Denkverbote. Meine Diskussionen mit linksorientierten Bekannten verlaufen fast immer gleich. Ich baue auf sachliche Argumente und echtes Umdenken (mittlerweile gewürzt mit reichlich bei Linken akzeptierten Quellenangaben). Meine Diskussionspartner wollen mein Schamgefühl und meine moralische Seite ansprechen. Es geht ihnen nicht um Überzeugung mit Argumenten sondern um das „Abschwören“ von der falschen Sache. Besonders empörend ist das niedrige Niveau der immer gleichen abgenutzten Rhetorik. Wie ein Baukasten werden die gleichen Phrasen neu kombiniert und das im fast gleichen Wortlaut, wie von Lichtmesz fein säuberlich dokumentiert. Es ist fast unmöglich, eine geistige Verbindung zu einem Linksroboter aufzubauen, der immer nur geistlose Hülsen reptiert.

  9. Schmidt

    Wenn „radikale“ Rechtschristen sich laut Bednarz dadurch entlarven, dass sie sich an Abtreibungen stören, dann erkennt man im Bednarz’schen Christentum den implizit guten und moderaten Linkschristen wohl vor allem an der positiveren Einstellung gegenüber Kindestötung. Warum sollen aber ausgerechnet diejenigen, die sich gegen die Tötung Unschuldiger wenden, die „gefährlichen Bürger“ sein?

    Dabei wäre die von Bednarz oder anderen Personen aus ihrem Lager offenbar vertretene säkularisierte Zivilreligion über den größten Teil der christlichen Geschichte von einigen äußerlichen Ähnlichkeiten einmal abgesehen kaum als Form des Christentums erkannt worden, so radikal ist hier der Bruch mit den Traditionsbeständen dieser Religion. Insofern ist es sehr gewagt, wenn Bednarz das Festhalten an Tradition und Lehre implizit als Rechtsabweichung darzustellen versucht und nicht im Verhalten der Progressiven den Bruch erkennt.

    Diese werfen einen Traditionsbestand nach dem anderen über Bord, biedern sich gerade in der Frage der illegalen Einwanderung einer absehbar scheiternden utopistischen Politik an und fügen der Glaubwürdigkeit des Christentums damit absehbar verheerenden Schaden zu, auch wenn die Willkommenseuphorie vorläufig noch nachhallt.

    Gerade in der katholischen Kirche dürfte sich manch regierungsnaher Bischof angesichts des Unheils, an dem er mitgewirkt hat, aber bald wünschen, er hätte das, was achthundert Jahre katholischer Moraltheologie seit Thomas von Aquin über die Verpflichtung der Politik auf das Gemeinwohl und Patriotismus als Untertugend der Gerechtigkeit sagten, nicht so leichtfertig ignoriert.

  10. Andreas Törner

    Fällt mir schwer, die „Haßliebe“ nachzuvollziehen, die einige Herren für „La Bednarz“ zu hegen scheinen. Bin selbst eher einfach gestrickt….

    Verstehe wirklich nicht, warum man ihr so viel Aufmerksamkeit schenkt. Einem Hund gewöhnt man das Jaulen und Betteln doch auch am besten durch konsequente Nichtbeachtung ab. Mitleid oder auch nur Nerven darf man da nicht zeigen!

    Lichtmeszmerisieren auf vier Sezessions-Seiten – damit provoziert man doch geradezu die nächsten Anheischigmachungen! Bestimmt erzählt sie stolz und voller Wonne tagelang ihren Twitter-Kameradinnen davon.

    M.L.: Ja, ja, geschenkt. Aber das mußte mal sein, und es geht ja nicht bloß um sie persönlich, sondern um den Typus, den sie verkörpert, und das „bigger picture“ der ganzen Geschichte.

    Der Übergang vom wohligen Grusel angesichts entlarvter „rechter Strippenzieher“ zur offen eingeräumten „Sünde der Masturbation“ ist dabei „in diesen Kreisen“ offenbar „fließend“. Verweise hierzu auf den entsprechenden Fall einer gewissen George-san-s im Kontext des hier besprochenen Bednarz-Artikelchens:

    https://twitter.com/DorianSalome/status/694261012057432064?replies_view=true&cursor=ABAWFOGNogk

    Da rappelt’s im Karton!

  11. Ich kenne Frau Bednarz ja nicht. Also will ich mal schön vorsichtig sein…
    Trotzdem: Fürs Poesiealbum:

    „Gedanken sind nicht nicht stets parat,
    man schreibt auch, wenn man keine hat.“
    (Wilhelm Busch)

    Zu dem oben genannten FAS – Artikel:
    Schon die ersten beiden Absätze ein schlampiges Ärgernis. Die beklatschende Zustimmung zu den Herren Bischöfen hier und da und dort und anderswo, die Dom und Kirche im Dunkeln lassen, zeitweise, als gehörten sie ihnen…

    Pustekuchen! Es sind mitnichten ihre…
    Hat Frau Bednarz nicht Jura studiert, ihr Brotberuf, vermute ich mal? Nun, da wäre doch zunächst einmal fein zu differenzieren zwischen „Eigentümer und Besitzer“.
    Eigentum und Besitz sind nicht dasselbe. Evangelische oder Katholische Kirche als „rechtliche Konstruktion“ mögen wohl Besitzer sein, gleichwohl auf keinen Fall Eigentümer…

    Und wer ist der Eigentümer?
    Na, das deutsche Volk in seinen verschiedenen Stämmen, durch die Generationen in Jahrhunderten, wer denn sonst? Sie haben, durch die Jahrhunderte, mit Steuern, Abgaben, allerlei Fronarbeiten, zusätzlichen Lasten: Arbeitskraft, Material, Erhaltung und Instandsetzung…dafür gesorgt, daß das entstehen konnte, was immer noch vom christlich – abendländischen Erbe Zeugnis ablegt…

    Und wenn man einwendet:
    Jaaaha, aaaber, viele sind doch überhaupt nicht mehr in einer Kirche. Und nun wollen die auch noch beleuchtete Dome sehen. Natürlich, rechtmäßig, denn durch ihre Vorfahren ist alles erst entstanden…

    Und im übrigen gibt es ja auch den Begriff des „anonymen Christen“ (Karl Rahner) katholischerseits. Und Dietrich Bonhoeffer, von unserer Seite her, hat scharfsichtig von „natürlicher Frömmigkeit“ und vom „unbewußten Christentum“ gesprochen.
    Ich will hier die Bürger in Ostdeutschland, also in Mitteldeutschland, nicht nachträglich vereinnahmen, aber:
    UNSER ist Dom und Kathedrale, Kirche, Ordenskloster und Kapelle…

    Soweit zu den von Frau Bednarz beklatschten verdunkelten Kirchen. Und drinnen lugt der Herr Bischof raus und denkt: Was bin ich für „ein toller Hecht“, aber beklommen ist ihm doch im Herzen. Gut so…

    Und so wünsche ich der Journaille ein erleuchtendes „Fiat Lux“!
    Den Herren Bischöfen, die sich im Weltlichen verlaufen haben, natürlich auch. Und für den Lebens–weg braucht man Licht, vor allem…
    : Grüße aus Thorn, Bromberg und Posen mit seinen deutschen Kirchen

  12. Erik Sieven

    ich zweifle immer wieder, ob nicht vielleicht die selbsternannten Guten irgendetwas sehen was ich nicht sehe, und im Abstrakten bin ich sogar überzeugt dass dem so ist.
    Nur wenn ich mich konkret mit ihren Argumenten auseinandersetze ist das meistens eine Enttäuschung, da steckt nichts hinter.
    Viel zu häufig scheitert es basalen kommunikativen Fähigkeiten wie etwa logischer Kohärenz oder insbesondere einem groben Verständnis von Zahlen, von Kohortengrößen, Geburtenraten, Zuwanderungszahlen.

    M.L.: Ja, geht mir manchmal auch so…

  13. Urwinkel

    Der gährende Kompost aus dem die Bedarzischen Ideen rausdampfen, muß umgeschichtet werden. Meine heutige Lokalpresse berichtet von Vandalismus an geparkten PKWs. In einer Straße, der bisher das Attribut „Frieden“ steht:

    http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Polizei-braucht-Zeugen-fuer-Vandalismus-Serie-in-der-Nordstrasse;art1049,5384566

    Ein befreundeter Veranstalter hat dort sein Domizil. Wir reden ab und zu miteinander. Der könnte auch einen Schnellimbis oder ein Edlelrestaurant daraus machen. Aber nein, er hat sich für das Nacht- und Clubleben entschieden. Eine ganz verrückte Domäne. Er ist stolz genug, nicht rumzuheulen, wenn mal wieder eine Klotür zu Bruch ging. Was ich damit sagen will: Die „Gefährlichen“ sind längst unter uns. Naivlinge wie besagter Kneipier rollen denen noch den flauschigen Teppich aus. Zecken sind wie Zecken sind: Sie nisten sich ein bei lascher Türpolitik. Alk vertragen sie auch nicht – Ihre 8 Cent Bierpfandflaschen muß man immer noch von der Straße räumen. Als ob uns die Raucherdestriktion nicht schon genug Ärger macht. Und dann kommt es zu solcher Zertörungswut. Kann man unter Komasaufen, A-politische Gewalt und Raudietum taggen. Was hat das jetzt mit der Bednarz zu tun? Es ist ihr Klientel, ihre Kompostkinder, die sie selbst nicht hat. Studierende sind eine beliebte Zielgruppe für Veranstalter. Just die BN hat diesem Phänomen einen Artikel gewidmet:

    http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/5510-die-radikalisierung-der-linken-mitte

  14. Gustav Grambauer

    Das System hat seine Gramscianische WENDE (d. h. weit über die Flüchtlingspolitik wie hier offen zugegeben

    http://www.handelsblatt.com/my/politik/deutschland/merkels-fluchtplan-wie-die-kanzlerin-ihre-macht-retten-will/12893998.html?ticket=ST-503898-EkJBZ94wh3UWuOTorjj1-ap2

    hinaus) in diesen Tagen vollzogen, es muß nur noch ein bißchen nach außen hin „sein Gesicht wahren“.

    Insofern weiß die Bednarz – deren Auftauchen ich insofern vor allem als ein Symptom sehe – noch gar nicht, daß sie ihrer ganzen bisher noch verstockten Journaille-Generation gerade die goldene Brücke in das künftige pseudo-konservative und nicht minder verheuchelte Gebastel namens BRD 3.0 hinein baut. Wer mal die Helikopter-Eltern am Prenzlauer Berg in der Heilig-Abend-Messe einen auf bürgerlich machend gesehen hat weiß wovon ich rede.

    Das Juste Milieu wird die Kurve kriegen. Der Sylter Pöbel wird ein paar von seinen 68er-Auswüchsen aus- und ein paar von seinen SPD-Marionetten abstoßen, ansonsten muß sich dort nicht viel ändern. Tichy

    http://www.rolandtichy.de/kolumnen/herles-faellt-auf/stichwort-biedermeier-zweites/

    irrt sehr: das Zweite Biedermeier steht uns erst noch bevor, mit einer dicken, dicken „C“DU in bester Jamaika-Laune. Schade daß Richard von Weizsäcker das nicht mehr erleben darf!!! Die Grünen werden schon sehr bald die größten Abtreibungsgegner sein. Und anders als uns Tichy glauben machen will werden sich künftige Generationen von Historikern wieder mal wundern wie gekonnt die Deutschen wieder mal haarscharf an der Wahrheit vorbei in die Lebenslüge hineingeschlittert sind.

    „Heut`, wo der kühne Sänger uns zurück
    gekehrt, den wir so ungern lang` vermißten“:

    Martin, schön daß Du wieder da bist, hab`mir schon fast Sorgen gemacht (abgesehen von den Entzugserscheinungen).

    - G. G.

    M.L.: Enchanté! ;-)

  15. Winston Smith 78699

    Nichts als Zustimmung im Kommentarbereich hier, und das wäre schon wieder eine Bestätigung der rigiden Einhelligkeit in Ihrem Lager, Herr Lichtmesz. Aber so leicht will ich, Zenbard Alien, es mir nicht machen lassen, sondern mich erklären und Ihren Angriff substanziell abwehren.

    Daher lasse ich auch Ihre Schilderung von irgendwelchen Begegnungen und die Suggestion von ad hominem Fehlurteilen mitsamt anderen Schreibtricks einfach beiseite. Da ich mich mit dem Opfer Ihrer Schmähschrift seelenverwandt fühle, will ich im Folgenden mal so tun, als sei ich selbst die Angesprochene.

    Der Kernvorwurf ist doch, dass ich, anstatt gegnerische Positionen zu diskutieren oder gar verstehen zu wollen, mit allen unfairen verbalen Mitteln jeden Widerspruch zur herrschenden Macht und Deutungshoheit kurzerhand vom Tisch wische und dass dabei sogar wertvollste Begriffe wie jener der Demokratie aus taktischen Gründen entleert werden.

    Ich nutze diese mir verliehene Macht ganz bewußt so gehässig – und zwar gegen das durch unsere Geschichte erwiesenermaßen schreiend höchste Böse, also umgekehrt bedingungslos für das Gute, trotz aller Unzulänglichkeiten, die dieses in der Praxis haben mag. Das verpflichtende Recht, alle verfügbaren Mittel in dauerhafter Notwehr gegen das Unermeßliche und gar nicht Nennbare zu nutzen, ist natürlich jedem verliehen, der sich der tatsächlichen, alle peinlichen Einwände von Sippenhaft oder Ahnenschuld hinwegfegenden Dimension der Verbrechen einmal wirklich gestellt hat.

    Sie pochen auf Fakten und Argumente. Was ist Wahrheit, Herr Lichtmesz? Die Welt als eine allein von Atomen zu erkennen, hat sich als erfolgreich herausgestellt, als die Weltsicht der Sieger. Nichts als vergängliches Menschenwerk und zugleich überkommene Instrumente von Herrschaft sind hingegen hehre Begriffe wie Demokratie, Gerechtigkeit und auch der gesunde Menschenverstand. Lesen Sie mal einen anderen gebürtigen Wiener: sogar die Zahlen und eben die Logik, auf die heutige Konservative solchen Wert legen, könnten ganz andere sein und können es tatsächlich werden. Wahrheiten und Bedeutungen von Wörtern dürfen eben so oder so gespielt werden, je nach Beteiligten und Umgebung, welche wiederum den Selektionsdruck und über Entwicklung oder Aussterben bestimmen. (Wenn Sie den Wiener nicht im Regal haben, tut’s wohl der Naumburger auch.)

    Was dann am Ende für oder gegen das Wohl der Menschen zählt – und was gleichwohl lediglich relativ „wahr“ sein kann, ist das jeweils Ausgehandelte oder einfach das, was im Kampf der Anschauungen übrig bleibt und schlichtweg gesagt wird und werden kann – egal, aus welchem Grund alles andere nicht (oder nicht mehr) gesagt wird. Ihre Werte und Ihre Vorstellungen von richtigen und falschen Argumenten sind Gespenster von der Art, an die sich Verlierer immer im Selbstbetrug der Rechtfertigung ihrer Niederlage klammern. Wetten, dass Ihnen auch „Anstand“ und „Ehre“ etwas bedeuten? Sie können ja auch gerne zu allerlei Mitteln greifen, aber am Drücker der Meinungsmache sitze zum Glück (für das Gute) gerade nunmal ich.

    Die Antwort auf die Pilatusfrage wäre also: „Wahrheit ist, was der Menschheit nützt ; Lüge ist, was ihr schadet.“ Ich, Herr Lichtmesz, arbeite lediglich demütig daran, dass genau dieses auf dem Tisch übrigbleibt und gespielt wird, und mache mich dabei gerne zum Sündenbock der unbeholfenen Zornzwerge und zur Zielscheibe Ihres für die Größe unseres Zieles unverständigen Eifers. In der Antwort ist übrigens von der Menschheit die Rede, nicht von irgendeinem Volk. (Bei Interesse schicke ich Ihnen das Zitat im Zusammenhang.)

    Ich hoffe, die große Liane Bednarz hiermit wenigstens so lange bescheiden zu vertreten, bis sie sich selbst meldet.

    Vielen Dank für die Kenntnisnahme,
    Ihr Zenbard Alien

    M.L.: Fast dünkt mich, ein Nachkomme des Großinquisitors habe gesprochen. Nun erst sehe ich, welche Opfer Sie bringen, während die Menge Ihrer Maske spottet – wie auch bis dato dieser nichtsahnende, diskursevolutionär antiquierte Erdwurm.

  16. Urwinkel

    Ein Selfie für Liane: Sie sind die Lara Croft der Schreiberzunft, bekannt aus dem gleichnamigen Computerspiel. Links und rechts eine Faustfeuerwaffe, Haare ordnen, aufhübschen, losballern. Das perfekte Rolemodel. Die hat sich an den Zeitgeist angepasst. Chapeau!

  17. Name 1

    Nur ergänzend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Frau Bednarz offenbar Anwältin in der Großkanzlei Noerr ist (Google) und als senior associate da sechsstellig verdienen dürfte. Nur zur Kenntnisnahme.

    M.L.: Das weiß ich nicht, wieviel sie verdient.

  18. firenzass

    Dass Sie sich an dieser Bednarz so reiben , also, so recht kann ich mir da auch keinen Reim drauf machen…..um mich mal ganz vorsichtig auszudruecken.
    Volker Zastrow beschreibt in FAZ „dem Kubitschek sein Milieu“, laesst dem Kubitschek „Gerechtigkeit widerfahren“, gefuehlte 24 Stden spaeter
    erweist der Goetz dem Volker seine Referenz und versendet von der anderen Seite des Schuetzengrabens mal eben so freundliche Gruesse.
    Frau Kositza macht was mit Kinderbuechern und zieht als Gewaehrsfrau ausgerechnet eine Susanne Gaschke heran, diese unappetitlichste Tusse weit und breit.
    Nee, sorry, weiss auch nicht, was ich davon jetzt halten soll?
    Was wollt Ihr denn jetzt diese Gaschkes, Bednarzes und Zastrows ueberhaupt verstehen lassen? Iss hier jetzt Schlagerstunde? Macht Ihr hier die Marianne Rosenberg, „iiiech bin so wie duuu…..!!!!“““
    Muessen wir uns jetzt Sorgen machen?

    M.L.: Nein, aber ein bißchen locker machen dürft „ihr“ euch gerne.

  19. Belsøe

    Ich halte es für eine Lebenslüge, zu denken daß das eigene Lager so viel hochwohlgeborener sei. Mieser Stil und dirty tricks sind schlichtweg Karriereeigenschaften in unter Druck geratenen Gesellschaften mit ideologischer Grundanforderung. Das wäre in einer rechts ausgerichteten Variante nicht anders. Höfliche Defensive mag diese erwähnten älteren Bürger auszeichnen, für die es bereits ein Angang ist, sich öffentlich wider den Strom zu zeigen. Sobald das aber kippt, sobald man sich im Aufwind sieht, kommt so allerhand Pöbel und undifferenziertes Kleinbürgertum dazugeschwirrt. War 68 so, würde nach Reconquista auch so sein.

    M.L.: Bestreite ich gar nicht. Kanaillen gibt es überall, und die „pessimistische Anthropologie“ ist ohnehin ein rechtes Feature par excellence. Bernanos hat diese bittere Erfahrung in Spanien gemacht. Es ist leicht, diesbezüglich an der Weltgeschichte zu verzweifeln.- Aber gerade die Milieus, die Bednarz da summarisch angreift, sind meiner Erfahrung nach im Großen und Ganzen weitaus weniger intolerant als die linken Gegenüber, die heute vor allem davon leben, ihnen nachzustellen.

    Die Eliten Rechts wollen genau so wenig an ihren tatsächlich vorurteilenden, schwulenklatschenden und geifernden Anhang erinnert werden wie die Eliten Links an ihre gewaltpsychotischen autonomen Schlägertrupps. Da trifft man sich dann wieder: jeder hält sich für besonders aufgeklärt und konstruktiv und dem Wahren, Guten verpflichtet.

    Die Realität würde wohl auch in Rechts tatsächlich in irgendeinem Grad gewalttätig werden, denn es ist kein Staatsvolk a la 1963 mehr zu verwalten, sondern ein Hexenkessel in dem vermutlich die große Mehrheit nach reaktionärer Lesart irgendwelche schweren unbürgerlichen Mängel vorweist. Was man die Leute ja auch durchaus spüren läßt. An wenig binnenpluralistischen Bezeichnungen für alle möglichen mangelt es schon in den hiesigen Kommentaren nicht.

    Wollte man die Bednarz also vorführen, dann doch eher als etwas, das im eigenen zu vermeiden ist. Inhärent links oder mittig ist da nix.

  20. Töpfer

    Guter Beitrag, Herr Lichtmesz!

    Es ist wirklich so: bevor man sich in eine Diskussion mit Gutmenschen begibt, sollte man erst einmal eine Art Glaubensbekenntnis ablegen, um nicht verdächtig zu wirken. Andernfalls wird einem auf die Finger geschaut wie einem schlechten Schüler. Aber dieses lehrerhafte Gehabe ist nun mal genuin links. Wer nicht glücklich ist, kann nicht normal sein.

    Ich persönlich habe das mittlerweile satt. In gutmenschlicher Gesellschaft vermeide ich politische Themen weitestgehend, belasse es beim Smalltalk oder gebe nur nichtssagende Kommentare als „Ja, wird man sehen, wie sich das entwickelt…“ ab.

    Eigentlich ein Alarmsignal in dunkelrot (hoho), doch was will man machen?

    Manchmal geht es mir allerdings wie einem der Vorredner, dass ich tatsächlich glaube, all diese Gutmenschen, sehen tatsächlich was, was ich nicht sehe. Unangenehmes Gefühl; sollte nach Möglichkeit vermieden werden, sonst verstrickt man sich in lauter Schizo-Gedanken. Wenn das Orwell wüsste…
    Aber wenn ich ohne Scheuklappen auf die Dinge blicke, gelange ich meist zu meinem alten Standpunkt. Erleichterung!

  21. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein No-name, der nicht mal vom Fach ist, zu einem so wichtigen Thema in der FAZ schreiben darf.
    Andererseits:
    Auch die Herren vom Fach, insbesondere Daniel Deckers , haben keine weiterführenden Antworten auf die existenzentscheidende Frage gefunden, die da lautet:
    Wo finden rechte Christen ( d.h. Christgläubige) heute noch Heimat ?
    Dazu drei Gedanken:
    1. Nicht nur in Köln, auch in Nürnberg wurde eine Kirche von arabisch aussehenden Männern beschossen:
    http://www.kath.net/news/53606
    Es erfolgte kein Aufschrei von den Herren, die das Abendland verteidigen sollten. Glauben Bischöfe überhaupt an Gott ?
    Andererseits kritisiert Kardinal Woelki Pegida als die “ selbsternannten Retter des Abendlandes“ . Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Herr Woelki nur neidisch ist, dass ein Hallodri wie Lutz Bachmann einmal in der Woche mehr Menschen zu einem pseudoreligiösen Event zusammenbringt, als ein Kardinal in einer Silvesternacht.

    Pegida, der Montagsgottesdienst heimatloser und anonymer ( Karl Rahner) Christen. Wäre eine soziologische Studie wert !

    2. Die Kirchen sind leer. Die Volkskirche erodiert. Kleine Pfarreien werden zu großen Seelsorgeeinheiten zusammengelegt. Es gibt keine Priester, keine Seelsorger mehr. Jüngstes trauriges Beispiel, wie sich erzkatholische Regionen grundlegend verändern:
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/zaesur-fuer-katholiken-im-rheingau-neue-grosspfarrei-mit-zwoelf-filialen-13988224.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Ganz neue Aufgaben kommen auf die versprengten Herden zu:

    Die Herausforderung durch die Flüchtlingskrise wirke für Christen wie ein „Energydrink“, weil sie „helfe, das Beste aus uns herauszuholen“ ,
    sagt Pfarrer Robert Nandkisore, der sich allerdings erst mal eine Auszeit in Italien nimmt.

    Wo finden die Christen Heimat, die keine Energydrinks mögen ? Ihre Kraft eher woanders her beziehen ?

    3. auch die klassische Theologie erodiert.
    . Waren früher linke Theologien ( Befreiungstheologie, feministische Theolgie) eher Randthemen im klassischen Theologiestudium, ist das heutige Theologiestudium ein einziges Randthema.
    Ich verweise auf den vorerst letzten Niedergang theologischen Denkens:

    Die Schlusserklärung des internationalen Kongresses “ Das Konzil eröffnen“ vom Dezember 2015 an der katholischen Akademie Bayern.
    Dort soll es zu einer grundlegenden Neubestimmung von Dogmatik und Fundamentaltheologie kommen.Punkt 7

    Man muß sich diesen Text, für den auch ein Kardinal Lehmann verantwortlich zeichnet, mal in aller Ruhe zu Gemüte führen.
    Link folgt.

    Kommen wir zur Frage zurück:
    Wo findet ein rechter, ein konservativer Christ überhaupt noch Heimat ?
    Da bleibt doch nur noch ein Bund heimatloser Katholiken ( BHK)
    Pegida ist nur eine Vorstufe, Eure Eminenzen !

  22. Volker Spielmann

    Höchst sonderbar erscheint die Wandlung der christlich-abendländischen Geistlichkeit

    Als notorischen Anhänger des Heidentums war uns der neumodische Eingottglaube des Christentums und seine Priesterschaft zwar immer unverständlich, aber neuerdings scheint der christlich-abendländische Klerus mit seinem Herkommen gebrochen zu haben. Was auch immer man nämlich gegen den besagten Klerus vorbringen kann, so kann man ihm doch nicht nachsagen, daß er nicht eine der treibenden Kräfte bei der Verteidigung Europas gegen den Mohammedanismus gewesen ist. Man denke hier etwa an den Papst Urban II., den Urheber der Kreuzzüge, oder an Pius V., den Architekten der berühmten Seeschlacht von Lepanto. Irgendetwas muß man also dem Klerus in den Meßwein getan haben, daß dieser nunmehr die Verdrängung der europäischen Urbevölkerung durch eine arabisch-afrikanische Mischbevölkerung mohammedanischen Glaubens so emsig und inbrünstig unterstützt und zwar vom kleinen Gemeindepfarrer bis hin zum Papst. Doch womöglich wollen diese nur als Schafe unter Wölfen leben, wie es geschrieben steht.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    M.L.: Sie geben’s nicht auf, wie?

  23. Wir stehen dafür ein, einen unvoreingenommenen und diskursiven Umgang mit den anderen Religionen zu praktizieren und zu fördern. Auch wenn wir die Leistungen der Missionarinnen und Missionare in der Verkündigung sowie im Sozial- und Bildungswesen würdigen, müssen wir die Schuldgeschichte konsequent aufarbeiten, die durch Mission und Kolonialisierung in den vergangenen Jahrhunderten verursacht worden ist. Mission gehört zum Wesen der Kirche; sie ist wechselseitige Mitteilung des Evangeliums und äußert sich in Diakonie, Option für die Armen und Dialog mit Kulturen und Religionen.

    Aus dem in Abwesenheit des Heiligen Geistes erstellten Pamphlet der Theologinnen und Theologen:

    http://www.xn--das-konzil-erffnen-p3b.de/schlusserklaerung

  24. Unke

    @Name 1
    Nope. Nie und nimmer. Wirtschaftsanwälte haben idR viel zu tun. Falsch, sie haben SEHR VIEL zu tun und können sich nicht noch ein Hobby namens „Journalismus“ leisten.
    Was immer dieses Dame da macht, sie wird es auf Frauenart machen: mit halber Kraft. Zudem kommt bei ihr hinzu, dass es im Oberstübchen für anspruchsvollere Fälle nicht ausreicht.
    Und sechsstellig? Senior associate ist die zweitniedrigste Rangstufe.
    .
    Meine Prognose: wie so unzählige Frauen vor ihr wird sie diesen Job nicht lange ausüben und sich in Ehe/Mutterschaft und/oder ganz die Publizistik oder Politik flüchten (letzteres weniger, aus verschiedenen Gründen).

  25. Fredy

    Wenn man wie Bednarz rechts-konservativ ist, im BRD-Sinn, und beruflich im elitären kosmopolitischen Umfeld mitschwimmen muß, gerät man schnell und oft in Rechtfertigungsdruck. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir nicht dumm, sich derart politisch-publizistisch zu betätigen, wie Bednarz das tut. Auch sie ist nur hell, wenn sie auf Dunklere verweisen kann. Und die journalistische Qualität spielt bei dieser Motivation keine Rolle.

  26. Erhardt H.

    Es gibt Leute, die werfen ihrer Umwelt exakt dieselben Dinge vor, deren sie sich selbst schuldig machen. Man kann dieses Verhalten oft bei Borderlinern, Narzissten und anderen Menschen mit Persönlichkeitsstörungen beobachten, wobei die Grenzen zwischen wahnhafter Verblendung und gezielter Manipulation fließend sind

    War vor 2 Wochen in Lutherstadt Wittenberg im Rathaus zur Veranstaltung WB Weltoffen, schon vor dem Beginn (und ohne eines Beitrages der Denunzierten) wurde bestimmte Personen aufgefordert das Haus zu verlassen, da es sich um angeblich Stadt-bekannte Nazis handeln würde. Da die Betrofffenen sich zunächst weigerten der Aufforderung Folge zu leisten, wurden Polizeikräfte geholt um das Hausverbot durchzusetzen. Dadurch war die Stimmung im Saal emotional und aufgepeitscht. Das Publikum war teilweise geschockt. Der Veranstalter incl. Bürgermeister hielten ihre Vorträge als wärenichts vorgefallen, insbesondere der Redner der Anti-Deutschen Fraktion (Burghardt vom Projekt gegenpart.org) zeichnete sich durch eine Abgebrühtheit und Empathielosigkeit aus, die ich so nicht erwartet hatte. Dabei lieferte er fachlich den schwächsten Beitrag ab. Kein Oberschüler wäre mit diesem Vortrag im Sozialkundeunterricht durchgekommen. Der Absolute Höhepunkt der Verkommenheit war jedoch Prof. Holtmann vom ZSH (Zentrum für Sozialforschung Halle: wenn das Reemstma wüsste; Horkheimer würde erneut emigrieren). Er lieferte eine ganze Liste Bewertungsmaßstäbe für Populismus. Demnach ist jeder der leicht verständlich Kapitalismus und Reichtumsverteilung kritisiert und die Elitennetzwerke beim Namen nennt, Populist und Verschwörungstheoretiker. Ich sprach Holtmann in der Pause auf seine „Kollegen“ vom Informationsbrief für Weltwirtschaft und Entwicklung an, zeigte ihm die 2015 dort veröffentlichte oxfam-Studie über die Ursachen der Ungleichheit und der Verarmungsprozesse in Europa und er bezeichnete die von oxfam gemachte Begründung, dass „Eliten und reiche Einzelpersonen auf Politik Einfluss nehmen“, wörtlich eine VERSCHWÖRUNGSTHEORIE.

    Mit Sozialwissenschaft steht dieser Proffessor H. auf Kriegsfuß, er benutzt seine Stellung im akademischen Apparat zur Denunzation und Verleumdung der politischen Opposition. Wir sollten das offensiv angehen.

  27. Im übrigen bin ich der Meinung, dass der fahrende Spielmann, das Kasperle, mal vom Krododil gefressen werden soll !!!
    Und nie mehr ausgespuckt !

    M.L.: Sekundiert! Ich hatte einen weichen Moment… ab jetzt knallharte Intoleranz.

  28. Ein gebürtiger Hesse

    Eine hervorragende Analyse, erkennend und aufdeckend im besten Sinn. Merci! Bednarz, so sie denn mitliest, müßte sich eigentlich vorkommen wie bei einer gelungenen Psychoanalyse-Sitzung: die Mechanismen und Strukturen ihrer Denunzierungs-“Aktivitäten“ werden ja gerade auch ihr selbst vor Augen geführt. Nur selbstgewählte (und dann auch wirklich: selbstverschuldete) Blindheit kann hier noch zur Abschottung dienen. Nicht daß Bednarz diese Variante nicht vorziehen mag, doch hätte sie hier Gelegenheit, sich nicht weiter auf den Leim zu gehen.

  29. Klaus

    Johannes 15,18
    Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.

  30. Eisenhans

    § Volker Spielmann

    Voller Ehrfurcht erstarre ich jedesmal, wenn ich einen weiteren Beweis
    Ihrer allumfassenden Geschichtskenntnisse erfahren darf.
    Sie sind einer der wenigen Menschen, deren Wissen offenbar bis
    weit in altägyptische Zeiten zurückreicht. Auch die daraus resultierenden
    Zusammenhänge in Ihren Analysen dürften deutschlandweit einmalig
    sein und schreien geradezu nach einer weiteren Verbreitung solcher
    genialen Gedankengänge. Sie sind auf Ihrem Spezialgebiet ohne
    Zweifel eine Konifere und sollten uns schon deshalb, auch mit Hilfe
    aller möglichen Götter und Göttinnen, als der große Analysator und
    leuchtende Kerze im kalten All des dunklen Deutschlands erhalten
    bleiben. Möge der kalte Hauch der Unverständigen dieses schwache
    Licht nicht zum erlöschen bringen, die darauf folgende Finsternis
    könnte ein grelles Licht auf die Mächte des Dunklen werfen !

    M.L.: Amen und Insch‘Allah!

  31. Arminius Arndt

    … all dies vorgebracht im Modus der Petze:

    Der Petzen-Modus ist mittlerweile elementarer Wesenszug unserer Gesellschaft und Frau B. ist ganz Kind dieses seit einigen Jahrzehnten sich breit machenden Petzen-Unwesens.

    Es fängt schon in der Grundschule an. Welcher Typ wird von dem zu fast 100% aus Frauen bestehendem Personal gefördert? Die Petze, die die bösen Jungs verpetzt und damit sich bei der Frau Lehrerin beliebt macht. Aber auch die Frau Lehrerin ist ihrerseits das Idealbild einer Petze. Jeder, der Kinder in der Grundschule hat, wird es, vor allem wenn er Knaben als Kinder hat, wissen. Jeder Furz wird heutzutage notiert und muss von den Eltern abgezeichnet werden und so geht die Petzkultur weiter, jeder verpetzt den anderen, weil er damit voran kommt. Jeder Schwachfug muss umgehend bei Facebook, dem großen Petz-Medium, eingestellt werden, damit es geliked und geshared wird.

    Und jetzt ein kleiner Hauch Verständnis für Frau B.:

    Sie ist auch nur ein Opfer dieser Sozialisation zur Petze und jetzt hängt sie eben parasitär wie eine Zecke an einem vermeintlichen „Thema“ und einer „Szene“ und petzt, ob es jetzt etwas zu petzen gibt oder nicht, was das Zeug hält, um endlich wieder das seit Grundschultagen gewohnte Lob zu bekommen („Schön hast Du das gemacht, Liane“). Und wenn sie genug gepetzt hat, darf sie sich Expertin nennen.

    Aber jetzt zum Thema „Rechts und Christentum“:

    Wer einmal selber in gewisse evangelikale Kreise schnuppern durfte, der weiß, dass hier sehr viel vom Bible-Belt der USA zu uns herüber kommt (und zwar nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten), bzw. gerade in baptistisch-pfingstlerischen Kreisen fast alles aus den USA kommt.

    Da Ted Cruz jetzt die erste Vorwahl gewonnen hat und auch Donald Trump durchaus für diese evangelikalen Kreise wählbar ist, wird der Fokus jetzt eben auf vermeintliche deutsche Ableger gerückt, natürlich wieder pauschalierend, ohne deutsche Besonderheiten zu berücksichtigen etc. (wer hätte auch so etwas wie Differenzierung überhaupt ernsthaft erwartet?).

    Die deutschen Medien sind 100% pro Obama und Clinton und deren Lohnschreiberinnen wie Frau B. haben dies erkannt und nehmen daher nun Spur auf. Es war einfach zu klar, dass solche Trendfolger, wie Frau B., nach dem Wirbel, den Donald Trump in den USA ausgelöst hat, sich jetzt auch mal in Deutschland auf vermeintliche Spurensuche machen.

  32. Hartwig aus LG8

    Herr Lichtmesz, diese Bednarz ist kein Gegner für Sie.
    Hatte heute früh Gelegenheit, Werner Schulz (Die Grünen) im DLF zu hören.

    http://www.deutschlandfunk.de/afd-vorstoss-zur-grenzsicherung-mit-waffen-afd-ist.694.de.html?dram:article_id=344429

    Den könnte man auch trefflich auseinander nehmen. Ist ’ne Gewichtsklasse höher, – aber wohl nur eine.
    Man kann nur noch über einen wie Schulz, der die DDR erlebt und durchaus opferbereit bekämpft hat, staunen. Unvergessen auch sein Toben auf einem Grünen-Parteitag, als er sich mit J.Fischer bzgl. der Bundeswehreinsätze auf dem Balkan anlegte. Kein Stromlinien-Mensch.
    Und doch liefert er solche Nummern wie heute im DLF ab.
    Einem Werner Schulz empfehle ich einfach mal, sich über die Praxis des demokratischen Rechts auf Demonstration in Kenntnis zu setzen, indem er an einer ..GIDA-Demonstration außerhalb Dresdens teilnimmt. Er dürfte sich für die Inanspruchnahme seines Rechtes beschimpfen, verprügeln, bespucken lassen, als „Nazi im Nadelstreifen“ oder „Pack“ titulieren lassen, … wenn er den Versammlungsort überhaupt erreicht.
    Nun, vielleicht liesst der Herr hier mit …
    Ich habe im entfernten Bekanntenkreis ebenfalls einen DDR-Bürgerrechtler, nicht prominent, aber in der DDR einigermaßen geplagt. Der Anti-Sowjetismus ist bei denen so tief eingefressen, dass (M.L:) „die Wahrnehmungen derart heftig divergieren“. Diskussion sinnlos.
    Ausnahme scheint Vera Lengsfeld zu sein.

  33. Hermann Karst

    Nach etlichen Tage leicht depressiver Umwölkung habe ich mich riesig gefreut, als ich heute morgen SiN aufmachte. Wäre ich Liebhaber von Anglizismen, würde ich glatt sagen: „You made my day.“ Gott sei Dank haben Sie sich, verehrter satanischer Schreiber, im Forum des leibhaft Bösen vom Karpatenschloß Schnellroda endlich wieder zu Wort gemeldet. Mir ging’s fast so wie Grambauer: Zwar habe ich mir keine Sorgen gemacht, habe aber so etwas wie Entzugserscheinungen verspürt.

    Vieleicht lag’s daran (wer weiß), daß ich – kalendarisch just zu Mariae Lichtmeß – mit der dritten Lektüre jenes einen Buches mit der berühmten Heidegger-Sentenz im Titel begonnen habe. Da sich die Bednarz offenbar ein christliches Mäntelchen umhängen möchte, wäre ich fast geneigt, ihr das Buch zur Lektüre zu empfehlen. Ob sie das Buch verstünde? Vielleicht. Ob sie’s auch begriffe? Eher nicht. Insofern nehme ich Abstand davon, der Frau das Buch ernsthaft zu empfehlen. Da sie ja vermutlich hier mitliest, habe ich – eingedenk der berühmten sprichwörtlichen Perlen – vorsichtshalber Buchtitel und Autor verschwiegen.

  34. Nun ja, was immer Demokratie bedeutet, da gibt es natürlich Definitionsspielraum genug, letztlich werden die Herrschenden immer sagen, daß mit Demokratie ihre Herrschaft gemeint ist, egal ob sie Hitler, Honecker oder Hannelore Kraft heißen (des Stabreims wegen…)

    Zum Thema Freiheit stellte ich jüngst eine sehr, sehr elementare Betrachtung an:

    http://bereitschaftsfront.blogspot.com.ee/2016/02/das-merkmal-der-freien.html

  35. Heiko Sprang

    @ Hartwig aus LG8
    Richtig, diesen selbstgefälligen Herrn W. Schulz müßte man mal Gelegenheit haben ins Kreuzverhör zu nehmen, beginnend mit der Frage: Sie sind also der Meinung, daß Grenzen in Europa nur noch imaginäre Linien aus der Vergangenheit sind und heutzutage grundsätzlich nicht mehr geschützt gehören. Entweder er negiert dann die Staatlichkeit z.B. Deutschlands, oder er läßt sich drauf ein. Hernach kann man Schritt für Schritt die Schrauben anziehen hinsichtlich des Grenzschutzes.
    Es sind, leider, wirklich Parallelwelten, in denen teilweise die Leute leben, wo Kommunikation nicht mehr möglich ist. Daß es mal soweit kommt, hätte ich nie für möglich gehalten.

  36. Teresa de Ahumada

    Grüß Gott, Herr Lichtmesz,

    ich bin immer noch begeistert von Ihrer wunderbaren Übersetzung des „Heerlagers der Heiligen“.

    „Mattussek, Kissler, Ockenfels, die im Anschluß an die Stelle mit den „Kreisen“ genannt werden? Birgit Kelle, Klaus Kelle, Gabriele Kuby und Beatrix von Storch? kath.net und idea? „Demo für alle“, „Initiative Familienschutz“, „Christen in der AfD“, und „Christdemokraten für das Leben“? Junge Freiheit, Freie Welt und eigentümlich frei?“

    Sie haben bei ihrer Aufzählung leider die echten „Dunkelkatholiken“ ausgelassen: Die Priesterbruderschaft St. Pius X. und ihr Civitas-Institut. Die glauben doch tatsächlich, dass für Katholiken ein katholischer Staat, die einzig richtig Lösung ist. Vorausgesetzt man hätte genug katholischen Konsens in der Gesellschaft, um einen solchen verwirklichen zu können.

    Mit ihren ca. 10 000 zum größten Teil unpolitischen Anhängern, sind die als potentieller Buhmann auch nicht zu unterschätzen…

    ;-)

    M.L.: Auch davon hatten wir in Schnellroda einige zu Gast. Und in der nächsten Druckausgabe der Sezession findet sich ein langer Artikel über Marcel Lefebvre. :-)

  37. massel tov

    chapeu, herr lichtmesz.
    was für ein luzider, blendend geschriebener beitrag – und informativ dazu.
    a propos „retro“:
    der letzte, den ich kannte, zu dessen aktivem sprachschatz und -gebrauch das wort „schockschwerenot“ gehörte, war mein großvater (*1886, +1977). weitermachen !
    mit besten grüßen

  38. Der_Jürgen

    Wer däche bei der Lektüre der Weisheiten, die diese Liane Bednarz von sich gibt, nicht an den „Quacksprech“, den George Orwell in „1984″ wie folgt beschreibt:

    „Im Vergleich zu unserem eigenen war das Vokabular von Neusprech winzig klein, und es wurden ständig neue Mittel erfunden, um es zu reduzieren. Neusprech unterschied sich von allen anderen Sprachen dadurch, dass sein Wortschatz jedes Jahr geringer wurde. Jede Verringerung war ein Gewinn, denn je kleiner die Auswahl an Wörtern, desto geringer war auch die Versuchung zu denken. (…)

    Wenn „The Times“ einen Render der Partei als „doppelplusguten Quacksprecher“ bezeichnete, war dies ein warmes und aufrichtiges Kompliment.“

    Meine Gratulation, liebe Liane Bednarz, Sie sind eine doppelplusgute Quacksprecherin!

  39. Bethmann

    Die Bednarz wird, wenn sich der Wind gedreht hat, zu den ersten gehören, die sich wie das Fähnchen im Wind drehen und gegen die Überfremdung anschreiben. Solche Leute gibt’s. Gerade in Deutschland. Kann man nichts machen.

  40. Der_Jürgen

    Zum Elenden an der heutigen Situation gehört, dass es auf der Gegenseite keinen einzigen Menschen mehr gibt, den man respektieren kann. Da sehnt man sich fast schon ins Mittelalter, als die Ritter mit Lanzen und Schwertern gegeneinander fochten – Mann gegen Mann.

    In der Weimarer Republik tobten in Deutschland erbitterte Saal-und Strassenschlachten zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. Beide Seiten bestanden nicht aus Memmen; sie waren sich zwar radikal uneinig darüber, welche Ideologie und welcher Weg für Deutschland besser sei, aber darüber, dass Deutschland zu retten sei und dass es dazu der Zerstörung des bestehenden Systems bedürfe, gab es zwischen ihnen keine Meinungsunterschiede. Man konnte einander zumindest als Krieger achten. Doch wie, bitteschön, kann man auch nur einen Funken von Achtung vor Leuten empfinden, die wie der von

    @Hartwig aus LGB

    erwähnte Werner Schulz offenbar kein anderes Lebensziel haben als die Zerstörung ihres eigenen Landes?

    @Belsoe

    Ja, es gibt auch unter den „Rechten“ Primitivlinge, da haben Sie ganz recht, aber ein geistig einfach gestrickter Hool ist einer deutschen Frau, die von einem Kulturbereicherer überfallen wird, als Helfer vielleicht lieber als ein feiner Rechtsintellektueller, der Spengler und Jünger voll verinnerlicht hat, aber beim blossen Gedanken an eine Keilerei erschaudert. Auch in einem nationalen Deutschland wird nicht jeder Journalist auf dem Niveau eines Lichtmesz schreiben, aber er wird, mit den unvermeidlichen Vereinfachungen, die Wahrheit schreiben oder wenigstens versuchen, dieser so nahe zu kommen, wie es geht.

    Wenn ein einfacher Bürger in einem Internetkommentar pauschal auf „Musel-Pack“ oder „orientalisches Gesindel“ schimpft, stösst mich das auch ab, aber ich breche über diesen Menschen nicht den Stab. Ich kann seine Verzweiflung nämlich begreifen.

  41. Waldschrat

    Ich weiß nicht recht, ob man es bewundernswert oder eher schon bedenklich finden soll, mit welchem Durchhaltewillen Martin Lichtmesz fadenscheinige Elaborätchen wie das hier besprochene argumentativ neutralisiert.

    Das könnte ich nicht: mich immer wieder an diesem ewig gleichen „Journalisten“-Gefasel abarbeiten. Ich kann so einen Qualitätsmedienartikel ja nicht einmal komplett zuende lesen, da werde ich völlig verdrießlich, das hält doch kein Schwein aus.

    So gern ich Lichtmesz‘ spitze Feder lese, so sehr frage ich mich doch mittlerweile, ob man diesen freiheitlich-demokratischen Klonkriegern überhaupt noch Aufmerksamkeit widmen sollte. Es ist doch schade um die schöne kreative Energie, die dafür geopfert werden muß.

    Ohnehin beschleicht mich das Gefühl, daß es ratsam sein könnte, sich dieser Tage mehr denn je auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wer weiß, was morgen kommt. Jawohl, so einen Satz kann man heute ohne Weiteres schreiben, ohne Kassandra zu heißen. Wer hätte das gedacht.

  42. Michael

    Bednarzens Liste ist allerdings sehr unvollständig. Im katholischen Bereich sind zahlreiche Laiengemeinschaften nach ihrer Definition als „rechts“ im Sinne von treu zu Tradition und Lehre einzustufen. Die sind in der Tat zwar meist unpolitisch, pflegen aber ein intensives konservatives Leben. Das ist den Linken natürlich unheimlich, für die sich offenbar kein Bereich des Lebens von der totalen Politisierung entziehen darf.
    Der öffentlich-rechtliche Protestantismus ist zwar größtenteils verloren, aber in den Freikirchen gibt es auch hier noch einige intakte Substanz.

  43. Herr Lichtmesz,

    und hier ergänzend zu Ihrer so schön und trefflich beschriebenen journalistischen Wirklichkeit in unserem Land die andere Seite der Medaille.
    Vielleicht sind Frau Bednarz und Frau Kiyak vom gleichen Holze…?!

    Mir war die Dame bisher überhaupt nicht bekannt, aber ich lebe ja auch etwas seitab von den hausgemachten Problemen in D.
    Ich habe ihren Artikel gelesen, danach ihren Lebenslauf auf Wikipedia.
    Oh ha. Wenn man sich von frühester Kinderstube an in linken Ecken herumtreibt, kann einem eigentlich überhaupt nichts passieren. Die Dame hat auch irgendetwas studiert. Mit Abschluß? Man wird dann so herumgereicht und verdient „sein täglich Brot“ auskömmlich in seiner Nische und macht auf jeden Fall „irgendetwas mit Medien“…
    Und in dieser Nische kann man es sich dann gemütlich einrichten…

    Daß die Dame sich seinerzeit auch zu Herrn Sarrazin geäußert hat, und wie…, war mir auch unbekannt. Ich war der Meinung, es wäre dieser Herr mit der Sonnenbrille gewesen…

    Kiyaks Deutschstunde / AfD
    Das Dreamteam des Volksempfindens
    Eine Kolumne von Mely Kiyak
    http://www.zeit.de/kultur/2016-02/kiyak-afd-petry-grenze

    Zwei Sachen sind hängengeblieben:
    Durch einen Wortdreher in meinem Kopf las ich, daß das Liebespaar Pretzell – Petry auf (!) dem heimischen Küchentisch intensiv diskutiert.
    Ich dachte: Holla, was sind das denn für verlotterte Sitten…
    Nein, natürlich falsch, Pretzell – Petry diskutieren intensiv am (!) Küchentisch. Schade nur, daß Frau Kiyak nicht unter (!) dem Küchentisch hockte. Sie hätte uns dann sicherlich mehr berichten können…

    Richtig verärgert bin ich allerdings über ihre Bemerkung zum deutschen Kulturgut Bier. Faschisten früher hatten Tischmanieren und hätten nie
    „ein Bier aus der Flasche getrunken“…

    Hätten Sie es gewußt?
    Ist Ihnen die Dame mal begegnet? Und…?!
    Saßen Sie mit ihr gar mal am (!) Tisch?
    : Grüße von der Weichsel

  44. Maggie

    Danke für die kleine Analyse eines Artikels, der unerklärlich hohe Wellen schlägt.
    Ich habe selten einen Artikel gelesen, der dermaßen zusammenhanglos aus dem Kontext entrissene Zitate aneinanderreiht und daraus eine große radikale Allianz beschwört. Wobei bis zum Schluss nicht klar ist was genau Frau Bednarz mit radikal meint. Denn was genau an Lebensschutz radikal sein soll oder was das genaue Verbrechen der „Kirche in Not“ war, wird nicht erklärt. Stilistisch ist der Artikel ein Grauen und inhaltlich versucht die Autorin krampfhaft dem Titel gerecht zu werden.

    Da werden Personen und Organisationen in einen Topf geworfen, Verbindungen konstruiert und irrationale Schlüsse gezogen – falls überhaupt. Oft bleiben Zitate und angebliche Verbindungen wie Cliffhanger im Raum stehen. Eine verantwortungsvolle Journalistin hätte statt nur Clippings zu sammeln auch mal bei dem ein oder anderen den sie in ihrem Artikel so offen diffamiert, auch mal nachfragen können, was es denn mit dem Zitat oder Verbindung auf sich hat.

    Das Interview mit t-online welches dem Text folgte, zeigt wie diese Verschwörungstheorien gestützt werden und wie Frau Bednarz arbeitet. Frau Bednarz berichtet von einem Twitteraccount eines „ihrer“ Radikalen, diesen Account hat sie beobachtet und zieht daraus suggestiv Schlüsse. Miss Bednarz is watching you, ob sie da wohl Excel-Listen anlegt, wer wann wen geliked hat und wer wo kommentiert hat? Man merkt, dass Frau Bednarz Juristin ist. Alles was sie gegenüber Frau Bednarz sagen, kann gegen sie verwendet werden.

    Diese Analysemethode ist so unterhaltsam, dass ich mir mal ihr facebook-Profil angeschaut habe: Ich komme nach Auswertung Ihrer Postings – noch nie hat jemand auf Facebook seinen eigenen Artikel so oft geteilt wie Frau Bednarz – zu folgendem Schluss: Hier schreibt eine geltungssüchtige, eitle, enttäuschte und selbstgerechte Dame, die die Gelegenheit nutzt, Personen zu denen sie in der Vergangenheit groupiehafte Nähe gesucht hat, eins auszuwischen.
    Eins muss man ihr zugestehen: Auf der verzweifelten Suche nach gesellschaftlicher und politischer Relevanz hat Frau Bednarz nun ihre Nische gefunden.

  45. Andreas Walter

    „Rechts-“anwältin?

    Liane Bednarz, Bereich “Mergers & Acquisitions” (vom englischen Verb to merge (‚verschmelzen‘, ‚vereinigen‘, ‚zusammenführen‘) und dem Wort Akquisition, lat. acquirere ‚erwerben‘:

    http://starke-meinungen.de/blog/liane-bednarz/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mergers_%26_Acquisitions

    Welchem „Herrn“, welchen Herren (aber auch Damen) die in der City of London und NY dient ist klar, aber eben nicht nur da. Investmentbanker, Oligarchen, Monarchen, Monopolisten, Imperialisten, dass sind die Leute für die solche Anwälte in der Regel arbeiten. Das Grosskapital eben, denn Kapital ist ja nicht nur Geld, also heute lediglich all die ungedeckten und damit im Grunde genommen wertlosen Papierscheine und Plastikkarten, eben das Fiat money, sondern auch echtes materielles und geistiges Eigentum, die echten Werte eben und ihre Kontrolle, um die es diesen „1%“ Herrenmenschen tatsächlich geht.

    Jeder Separatismus, Nationalismus, Abgrenzung, Grenzen, Einschränkung ihres Wirkungskreises ist solchen Menschen ein Dorn im Auge, bedeutet eine Begrenzung ihre Macht- und Einfluss-, möglichen Kontrollsphäre über Kapital, Eigentum und eben Menschen, „ihren“ Arbeits-, Steuer- und Konsumsklaven. Diese Leute sind die Zeloten der modernen Leibeigenschaft.

    Ein Kampf so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst, in dem es noch nie tatsächlich um Rasse oder Geschlecht ging, um Geist oder Religion. Die Motivation dieses Kampfes ist lediglich vielen nur so animalisch und roh, so grausam und primitiv, beschämend und ungeheuer, dass ihn viele zwecks Rechtfertigung vor sich selbst und auch Anderen glauben transzendieren zu müssen, um ihrer zweiten aber eben auch wahren Natur als Mensch, dem Tier in mir und dir, nicht ins Gesicht blicken zu müssen.

    Im Jahr 2013 mit dem “Goldenen Maulwurf” ausgezeichnet. Nomen est omen.

  46. Marla T. Kampf

    Wer zudem, wie Frau Bednarz, unfaehig ist evangelikal von evangelisch zu trennen, wird wahrscheinlich bei jeder Art von Christentum nervoes. Schade, dass man den Artikel in der FAS nicht kommentieren durfte. Aber braucht halt jeder so seinen safe space, gell. Schoene Gruesse aus Oxford!

  47. Ich lach mich schlapp, ausgerechnet unsere feinsinnige Edelfeder Liane zeigt sich über „Stilfragen“ pikiert… na, wenn’s sonst nichts ist.

    Der Stil v. Kubitscheks „Sezession“ (@SiNetz), Lichtmesz nennt m. „Groupie“, wie primitiv f. „Rechtsintellektuelle“: https://t.co/0di6gz7Gq

  48. Trouver
    zu den „Rechtspopulisten“, „Rechtskatholiken“, „Rechtslibertären“, „Rechtsauslegern“, „Rechtsextremisten“, „Rechtsradikalen“ und was da sonst noch an Rechtsrückern herumläuft

    und haben Sie das schon genossen, lieber herr Lichtmesz?

    gemäßigtes rechtsextreme Lager

    Und andere Perlen hier.

  49. Frank

    Ach ja… von solchen amüsanten Artikelchen ist die Quantitätspresse voll. Immer wieder putzig zu lesen, wie sie sich abmühen, die Dinge, die für jeden offensichtlich sind, nicht zur Sprache zu bringen (der berühmte Gorilla in der Hollywoodschaukel) und sich zwanghaft an den bösen Rechten abarbeiten. Ich frage mich dann immer: ob die das wirklich selber glauben, was die da schreiben? Das sind doch eigentlich hochintelligente Menschen… aber Ihr letzter Absatz ist da sicherlich ein brauchbarer Erklärungsansatz.
    Nun ja: Laut ivw hat die FAS im 4. Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr satte 12 Prozent bei der verkauften Auflage eingebüßt (die FAZ sogar 13,5 Prozent). Entweder wird das Erscheinen dieses Blättchens irgendwann eingestellt, weil hoch defizitär, oder man unternimmt eine Vollbremsung und reißt das Steuer radikal rum. Sicherlich interessant zu beobachten, wie es weitergeht.

  50. OJ

    Als „Senior Associate“ (etwa ab dem dritten Jahr) bei Noerr wird Frau Bednarz in der Tat recht gut verdienen, so dass eine monetäre Motivation abwegig erscheint. Die Gehälter sind transparent: Senior Associates verdienen – im fünften Jahr etwa – 117.000 bis 127.000 € zzgl. Bonus iHv bis zu 26.000 €.

    (http://www.noerr.com/~/media/Noerr/Career/Awards_Logos/Noerr_azur100_2014.pdf).

    Umso (im Wortsinne) merkwürdiger ist ihr Interesse für die „Neue Rechte“.

  51. Winston Smith 78699

    @ Martin Lichtmesz

    Ich lach mich schlapp … „Stilfragen“

    Nur dass sie selbst die Fehde durch ihren Paintball ausgerechnet auf den „Groupie“ in eine gar nicht mehr so lustige, nämlich die höggschtgefährliche Richtung des Geschlechterkampfes zieht, die auch @Westpreusse andeutet:

    Vielleicht sind Frau Bednarz und Frau Kiyak vom gleichen Holze…?! … Wenn man sich von frühester Kinderstube an in linken Ecken herumtreibt, kann einem eigentlich überhaupt nichts passieren.

    Hat unter den Jungs hier schon mal jemand ’ne Band Combo Kleinkapelle (eine zum musikalischen Auftreten, nicht zum andachtsvollen Eintreten) aufgemacht und erlebt, was sich da im nu naturgesetzlich abspielt?

  52. marodeur

    Der Stil v. Kubitscheks „Sezession“ (@SiNetz), Lichtmesz nennt m. „Groupie“, wie primitiv f. „Rechtsintellektuelle“: https://t.co/0di6gz7Gq

    Wow, Frau Bednarz hat ihren Text gelesen, Herr Lichtmesz. Hätte ihr garkeinen Kanal zur Außenwelt zugetraut. Wobei man noch nicht weiß, ob sie nicht schon beim ersten Satz wutschnaubend ausgestiegen ist. Da waren Sie nämlich sehr böse! Groupie – tz, tz, tz – weiterlesen würde ja nur weitere Belege für ihre primitive verachtenswerte Gesinnung liefern.

    M.L.: Ich bin ein Höhlenmensch, ich führe halt nicht so ne feine Klinge wie sie.

    Trotzdem beachtlich: Sie stehen jetzt in einer Art Dialog. Das ist so ähnlich, als hätte Thilo Sarrazin einen Briefwechsel mit Paris Hilton. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

  53. donna_alta

    Ach Gott, ich kann mit diesem Frauchen wirklich nichts anfangen. Sie wirkt in jeder Hinsicht deplatziert. Es langweilt, ihren Artikel zu lesen. Man kann sich nicht mal aufregen über sie. Ich bleibe ratlos zurück.
    Herr Lichtmesz: Perlen vor die Sau geworfen!

    M.L.: Das Publikum sind doch Sie. Hat’s keinen Spaß gemacht? Mir schon!

  54. Canisius

    Der Text von Frau Bednarz fällt vor allem durch das vollständige Fehlen jeglicher Analyse oder Argumentation auf. Sie vertritt nicht einmal eine These, sondern zählt weitgehend unstrukturiert Namen und Organisationen auf und belegt sie mit Adjektiven.
    Selbst als bloße Auflistung ist ihre Arbeit aber inhaltlich mangelhaft, da gerade das Dresdener Pegida-Umfeld von der Teilnehmerschaft her kaum Überschneidungen zu irgendeiner Form von organisiertem Christentum aufweist. Das gilt größtenteils übrigens auch für die AfD, die christliche Themen wie Lebensschutz ebenso wie Pegida meines Wissens nach gar nicht erwähnt.
    Wenn man davon ausgeht, dass Frau Bednarz solche Mängel nicht aus bloßer Unkenntnis oder Unvermögen unterlaufen und auch Schlampigkeit als Ursache eher unwahrscheinlich ist, dann stellt sich die Frage, woran solches Versagen sonst liegen mag. Dass ihr Motiv Unredlichkeit bzw. der Versuch sein könnte, traditionelle Christen durch Konstruktion von für sie ungünstigen politischen Bezügen an den Pranger zu stellen, möchte ich ihr so nicht unterstellen.
    Dass die ansonsten journalistisch einigermaßen zurechnungsfähige FAZ sich für etwas hergibt, was ansonsten inhaltlich unter dem Niveau der meisten Schülerzeitungen liegt, erstaunt mich davon abgesehen doch sehr.

  55. Ostelbischer Junker

    Die gute Frau schreibt: ,,Nicht einmal das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ ist gegen diese Entwicklung immun. Auf dem letztjährigen „Internationalen Kongress“ der Organisation gab es ein Podium mit dem Titel „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness“

    Was kriminell daran ist: Sie hat nicht einmal den Mut, offen zuzugeben, dass sie selbst doch die Meinungsdiktatur will. Sie legt es konservativen in den Mund. Soll sie es doch bekennen, dass ihr die Meinungsfreiheit ein Dorn im Auge ist. Sie (die Fr. Bednarz ist ja tatsächlich nur ein Beispiel dieses intellektuellen Pöbels) sind falsch wie die Schalnge am Baum der Erkenntnis. Ein Dschihadist verdient mehr Respekt, versucht er doch zumindest nicht, uns intellektuell zu verarschen.

    ,,Der katholische Journalist und Blogger Peter Winnemöller behauptete im Mai 2015, die Ausübung des Widerstandsrechts nach Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes sei die „moralische Pflicht für alle, die den freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat nicht auf dem Altar einer Selbstanpassung und politischen Korrektheit geopfert sehen wollen“ – Ja WAS denn bitte sonst?

  56. Hermann Karst

    @ Lichtmesz, 16.35 Uhr

    Nu isses raus: Frau Bednarz liest hier doch tatsächlich mit!
    Wie schön!

    M.L.: Schockschwerenot!

  57. Alexius

    Die Erwähnung von G. Brassens brachte mich auf das Molière-Zitat :
    Nul n‘aura de l‘esprit, hors nous et nos amis!
    und von dort auf das hier angesichts der Einkommensverhältnisse der Verfasserin ebenfalls passende:
    Si l‘on peut pardonner l‘essor d‘un mauvais livre, // Ce n‘est qu‘aux malheureux qui composent pour vivre.

  58. Conny

    Dieser Artikel ist sehr lang, bietet dafür jedoch leider wenig Erkenntniswert. Er würde von einigen Ergänzungen profitieren, wobei die Tichy-Kritik als Ausgangspunkt dienen könnte.

    Bereits eine kurze Recherche hätte zutage gefördert, daß Frl. Bednarz 2013/14 noch emsig dabei war, Klonovsky- und Matussek-Lesungen zu organisieren usw. usf.; es kam dann zum radikalen Schwenk, der wohl einer tiefen (imaginierten) Kränkung entsprang. Es handelt sich um eine Person, die Facebook als Familienersatz benutzt und sich übrigens auch mit ihrem zeitweiligen Ko-Denunziator, Herrn Giesa, so gründlich verkracht haben soll, daß man mittlerweile per Anwalt kommuniziert.

    Interessant sind auch die Aufpasser, die sich um Frl. Bednarz versammelt haben und ihr beißwütig argumentative Schützenhilfe gewähren. Es ist ein interessantes Panoptikum, das sich im Umfeld dieser „liberal-konservativen Publizistin“ versammelt hat. Eine bunte, amüsante Geschichte aus dem Medienzirkus der BRD, wenn man in die Tiefe gehen möchte.

    Daß Frl. Bednarz sich auf Facebook über Ihren Beitrag ausgelassen freut, während sie den Artikel von Tichy als „gemein“ bezeichnet und rechtliche Schritte ankündigt, sollte Ihnen Ansporn sein, das Thema vielleicht noch einmal etwas gründlicher und präziser auszuleuchten. Der nächste Artikel sollte dann sitzen.

    M.L.: Danke, er sitzt auch so genug. Daß sich Liane über die Aufmerksamkeit einen Haxen ausfreut, überrascht mich jetzt nicht so doll, so sind sie eben, die Groupies…

  59. Urwinkel

    Auch bezeichnet für den schmierigen Bednarz-Stil ist ihre übertriebene Lobhudelei auf die aktuelle Neuauflage des Ulf Poschard-Sachbuches „DJ-Culture“. Mann, Bednarz: das Buch ist gut zwanzig Jahre alt; inhalthaltlich richtig, aber für Engeweihte nur abgehobener Feuillton-Mief. Ein weiteres Stück Trivialliteratur; genau wie ihre Fleißarbeit über die „Gefährlichen“. Wollen Sie sich wirklich mit diesem abgeranzten Dandy ins Bett legen? Das ist schon besorgnisvoll. Seien Sie froh und glücklich darüber, daß sich überhaupt jemand um Sie kümmert. Wenigstens in den Gedanken von Lichtmesz.

  60. Stanley Schmidt

    Man sollte den Sozialisationsfaktor nicht unterschätzen. Vater Bednarz war
    nach meiner Erinnerung einer jener drögen Fernsehsachwalter der
    Politischen Korrektheit, der mit sauertöpfischer Miene als Moderator des „kritschen“ Polit-Magazins Monitor offenbar einen Generalverdacht gegen jede Abweichung nach „rechts“ (was in Wirklichkeit die Mitte war)
    brandmarkte. Mit zunehmendem Alter werden oft Kinder ihren Eltern
    ähnlicher.

  61. Och, Herr Lichtmesz

    Jetzt gönnen Sie der netten Dame doch ihre 15 minutes of fame
    ( Warhol). Und widmen sich ernsthaften Themen.
    Es grüßt
    ein echtes Groupie

  62. Nemo Obligatur

    „Oh, schön“, dachte ich vorhin, „endlich mal wieder was von Lichtmesz.“ Bis ich mich in den Artikel einlas und dazu begleitend den FAS-Artikel und hier und da noch andere Gedankensplitter aufsammelnd, das Gelesene mühsam einordnend und bewertend. Am Ende blieben dann doch zwei Fragen unbeantwortet:

    1) Wer ist eigentlich Liane Bednarz?
    2) Verfügt Herr Lichtmesz über zu viel freie Zeit und Kraftreserven, dass er sich an so einem Blödsinn abarbeitet?

    Ganz nutzlos war meine Lektüre dann aber nicht. Vor kurzem hatte ich mal wieder mit dem Gedanken gespielt, nach Jahren der Abstinenz die FAZ zu abonnieren. Einige Artikel des politischen Teils gaben hierzu Anlass. Davon bin ich nunmehr abgekommen. Das gesparte Geld soll lieber der Szession, Antaios oder dem IfS zugute kommen.

  63. Vier Seiten Lichtmesz.

    Frau Bednarz hat beruflich eine Menge erreicht.

  64. Urwinkel

    An Stanley:

    Die Geschichte mit dem Übervater wird immer wieder kolportiert. Anehmbar ist, das sie mit der phonetischen Namensgleichheit kokettiert. Der Fernsehjournalist, auf den Sie verweisen hieß Bednardz. Davon ab, gehen mich Familieninterna nichts an. Aber in diesem Fall gilt es schon, mit Urbanen Legenden aufzuräumen. Erst Recht, wenn sich das Weib als Stalkerin entpuppt.

  65. Nemo Obligatur

    Ein später und letzter Zwischenruf:

    In der Zeit finden sich (soviel Kalauer muss sein) in letzter Zeit vermehrt interessante Analysen. Die wären einer Entgegnung viel würdiger.

    Z.B. hier:
    http://www.zeit.de/kultur/2016-02/neue-rechte-safranski-sloterdijk-jirgl

    oder (schon länger her, aber spätestes seit Köln wieder aktuell) hier:

    http://www.zeit.de/2014/46/beruf-soldat-bundeswehr

    Die Lektürehinweise sind eigentlich zum „Nachspülen“ gedacht, damit vom Text der Liane B. niemand Sodbrennen bekommt und selbiges Elaborat dem verdienten Vergessen anheimfällt.

  66. Neidhardt

    -
    Ach, werter Herr Lichtmesz, es ist mir schon klar, dass Sie sich im – nicht ganz unberechtigten – Hochgefühl Ihrer Fremdsprachenkompetenz kaum vorstellen können, dass ein in jeder Hinsicht sehr alter Leser von Ihnen sich schwer tut, einen englischen Satz wie „If you disagree with someone who has a Dumb Belief System, they will automatically think you identify with a competing Dumb Belief System“ zu verstehen und dass ihm selbst diverse Übersetzungsprogramme keinen leicht eingängigen Aufschluss liefern.
    -
    Wäre es Ihnen möglich, in solchen oder vom geringen Aufwand her für Sie vergleichbaren Fällen auch eine deutsche Version zu liefern? Das wäre schön!

    M.L.: „Wenn man dem Anhänger eines dummen Glaubenssystems widerspricht, dann denkt er automatisch, daß man Anhänger eines rivalisierenden dummen Glaubenssystems sei.“

  67. Conny

    @Stanley: Peinlicher Erguß. Liane Bednarz ist mitnichten die Tochter des „Monitor“-Hetzers.

  68. Conny

    @Stanley Schmidt: Herzliches Beileid übrigens zum Ableben Ihres Vaters – Helmut Schmidt.

  69. Groupie

    Wenn deprimierend dumme Menschen kluge und vor allem amüsante Repliken auslösen, steckt oft der Gevatter Lichtmesz dahinter, und zwar diesmal ausgerechnet an Mariä Lichtmess bzw. Purificatio; hier.
    KLonovsky, acta 2. Februar.

    So, Herr Lichtmesz, jetzt bekommen Sie Ihre 5 minutes of fame.

  70. Badeschluß, Karawane zieht weiter, Feierabend, Dank an alle Teilnehmer!

Diskussion geschlossen. :-)

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