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kositza Ellen Kositza


Schwarze Haare, dunkle Augen, breitbeiniger Gang, Bock auf Streß – Köln ist überall

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Ein Feuilleton schreiben sei wie auf einer Glatze Locken drehen – diese Definition aus Karl Krausens Feder trifft in besonderem Maße auf die Artikel von Antonia Baum zu. Ich persönlich mag Locken, und ich mag Glatzen (um hier Frl. Baums Duktus zu bemühen), deshalb les ich das fröhlich-assoziativ rausplätschernde Vorsichhingedenke der jungen FAS-Redakteurin ganz gern:

Gebt ihr das Stichwort „Fahrradhelm“, und sie palavert eine Seite über Fahrradhelme, gebt ihr die Stichworte „Gender“ oder „Junge Alternative“, und sie plauzt mit mädchenhaftem Charme (und in letzteren Fällen mit ordentlicher Mainstream-Wut) auch dazu eine Seite raus. Ihre Leidenschaft gilt Rap/Rappern: da hebt sie schier ab vor Freude! Diese coole Art Mackertum tut ihr lesbar gut.

Nun also „Stichwort Köln“. Frl. Baum gesteht (FAS vom 10. Januar), daß sie da so eine persönliche „Geschichte“ im Kopf habe, die vom arabischen Mann handelt, der „nicht mit westlichen Frauen klarkommt und sie erniedrigt.“ Allein: diese Locke will das Fräulein Autorin ganz dezidiert nicht drehen. Grad jetzt nicht! Weil

„sie all jenen, die vor der `Islamisierung des Abendlandes‘ warnen, so hervorragend in den saublöden Kram passt, wobei natürlich [!] niemand weiß, ob die Kölner Täter islamischen Glaubens waren oder nicht.“

Frl. Baum vermutet, daß nun, im Schatten von „Köln“ also, die männliche Öffentlichkeit beleidigt sei,

„weil die gefährlichen Araber etwas angefasst haben, das ihr gehört, und natürlich sind auch viele ein bisschen erleichtert, weil sich ihre diffuse Angst nun konkret manifestiert hat. Thank God, wir haben ein Problem!“

Das ist, mit dem Zynismus-Zähler gemessen, natürlich fast Jakob-Augstein-Niveau, allein: Antonia Baum – als Frau – spielt die klassische Double-Bind-Strategie voll durch. Nach vielen Zeilen Pseudolockendreherei kehrt sie

„zurück zu der Geschichte von den arabischen Männern und den westlichen Frauen, die ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht erzählen will, weil ich dadurch mit Sicherheit Applaus von Vollidioten bekomme.“

Frl. Baum at it‘s best! Logisch erzählt sie die Geschichte trotzdem, wenigstens in Andeutungen. Es geht um Typen, die ihr auf der Straße entgegenkommen und die sie „sofort reflexhaft als Araber, Kurden, Türken oder von mir aus als Nordafrikaner“ identifiziert, und die dann natürlich was mit „Arsch“ oder „Titten“ sagen und dir „im Vorbeigehen irgendwohin fassen“.

Hups, und dann ist die Redakteurin schon wieder verschwunden – weil sie eben nicht den rechten „Vollidioten“ das Wort reden will. Immerhin, ihrer „kleinen Schwester“ gibt sie den Rat,

„dass sie auf den Boden gucken und schnell weitergehen soll, wenn ihr eine Männergruppe entgegenkommt, auf die die eben genannten Kriterien (schwarze Haare, dunkle Augen, breitbeiniger Gang, Bock auf Stress) zutreffe. Ich sage ihr, dass es sie provoziert, wenn man ihnen ins Gesicht sieht.“

Baum nennt es eine

„pragmatische Überlegung zu einem alltäglichen Problem, auf das weder ich noch irgendein Politiker eine Antwort haben, weil es ein komplexes Problem [schöne Doppeldeutigkeit, E.K.] ist, für dessen Lösung man viel Zeit braucht. Und Geld, und gute Ideen und Willen.“

Gut, der Gorilla sitzt also abermals, und diesmal kolossaler als je zuvor, auf der Hollywoodschaukel, aber reden mag man drüber nicht. Was unternimmt Frl. Baum gegen die Anfechtungen dessen, das sie als Rassismus empfindet? Sie bringt ihren Klassismus in Stellung und denkt sich angesichts der ihr begegnenden Fremdprolls:

„Ihr sei viel dümmer als ich, und ich hoffe, dass Ihr, wenn ihr wüsstet, wieviel dümmer ihr seid, nicht mehr so ekelhaft mit mir umgehen würdet. […] Die Jungs, die mir häufiger auf der Straße entgegenkommen und mich beleidigen, sind im Regelfall weniger gebildet als ich, sie haben weniger Geld als ich, und sie haben im Laufe ihres Lebens schon häufiger zu spüren bekommen, dass sie in die Gesellschaft unten stehen.“

Mehr noch, Frl Baum vermutet,

„dass ich genauso gut sie sein könnte und mich dann wahrscheinlich genauso verhalten könnte.“

Ja! Das wär‘ s, und so könnt’s klappen: 1. Geschichten, die auf der Zunge liegen, werden verschwiegen. 2. Man schaut den Tatsachen und den beteiligten Subjekten strikt nicht ins Gesicht. 3. Man behauptet ebenso strikt und blind, daß es auf solche Probleme keine Antworten gibt. 4. Man macht Täter zu Opfern. So könnte es wirklich gehen! Im Grunde geht’s doch schon seit Jahren so, oder? Leiden, dulden, wegschauen, fortquatschen.

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60 Kommentare zu „Schwarze Haare, dunkle Augen, breitbeiniger Gang, Bock auf Streß – Köln ist überall“

  1. deutscheridentitärer

    Ihre Artikel sind sowieso die einzigen einer weiblichen Autorin, die ich gerne lese.

    Auch wenn ich leider sagen muss, dass sie, wie ich aus dem vorhergehenden Artikel erfahren habe, hier einem ganz üblen Klischee und Medienhype zum Opfer gefallen sind.

  2. Monika

    Die erste Seite: Ellen Kositza at her best!
    (der Rest ist einfach „ganz normal“)

  3. Anton Steiner

    @deutscheridentitärer Gestatten, Klischee ? Auf wessen „Pferd“ sind Sie aufgesessen ?

    Danke Frau K. Vergangenheit scheint uns heute einzuholen ohne zu Irren.
    Was geschildert entspricht weder Klischee`s noch sind Unwahrheiten hervorgehoben, im Gegenteil, man dürfte noch weiter ausholen, um Zustände am Pranger zu stellen, die allgegenwärtig sind !
    Ich warte gespannt auf die neuste Sezession, bestimmt werden diese Themen ein Dauerbrenner sein.

  4. Arkanthus

    Dieser „alltägliche Terror“ bewegt die Menschen weit mehr. Aber laßt uns doch die Verrenkungen bzw. den schleichenden Wahnsinn genießen, den unsere Meinungszombies seitdem zum Besten geben. Hier muß man gar nicht kommentieren, nur wiedergeben und festhalten für die Zukunft.

    Die linksliberale Staatsideologie implodiert vor unseren Augen, nur noch die nackte Zensur- und soziale Vernichtungsandrohung hat sie in den letzten Monaten noch am Leben gehalten, ihre Inhalte klingen heute so frisch wie der Marxismus-Leninismus Ender der Achtziger.

  5. Antonia Baum ist eine hübsche, sehr ambitionierte Autorin, die mir zuerst durch ihren Beitrag „Man muß wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen“
    auffiel:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/beruf-und-familie-man-muss-wahnsinnig-sein-heute-ein-kind-zu-kriegen-12737513.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Man beachte die Leserbriefe.
    Daß sie ihrer kleinen Schwester rät, auf den Boden zu gucken, statt einen Selbstverteidigungskurs zu machen, irritiert mich.
    Schwarze Haare, dunkle Augen, breitbeiniger Gang. Dies erinnert an eine Triggerbeschreibung. An eine Arachnophobie: Schwarze Haare, acht Beine Horror eine Spinne….
    Die Arabophobie ist zu behandeln wie die Arachnophobie:
    http://www.focus.de/gesundheit/experten/buergel/negative-gedanken-verbannen-so-schuetzen-sie-sich-vor-schlechten-nachrichten_id_5188675.html

    Also, das ist ein Problem für den Gesundheitsexperten.

    Liebe Frau Kositza, natürlich gibt es diese Übergriffe schon länger, trotzdem bin ich froh, dass es jetzt diesen Hype gibt. Es haben sich jetzt wohl über 600 „Betroffene „gemeldet.
    Die Übergriffe auf einheimische Männer gibt es auch schon lange. Hier warte ich , dass es endlich auch einen Hype gibt.

  6. Wieder der falsche Aspekt.

    Köln ist signifikant, weil derzeit mehrere Kräfte am „big push“ arbeiten und die nach Deutschland Strömenden ihre Erwartungen, also ihre Gedankenwelt offenbart haben.

    Vor der französischen Revolution war es ruhig in Frankreich. Vor dem Ersten Weltkrieg war es auch recht ruhig.

    Wenn die eigene Bevölkerung explodiert und das Geld ausgeht, welche Optionen gibt es dann?

    Deutschlands Weltsicht basiert auf der Annahme, daß man selbst, wenn nicht gleich bestimme, so doch zumindest wisse, in welcher Richtung die Zukunft liegt, sozusagen.

    Für Europa mag das auch halbwegs stimmen, darüberhinaus aber definitiv nicht.

  7. Kryptokonservativer

    Unschoen, das so deutlich sagen zu muessen: Aber das einzige, was eine Frau vor Uebergriffen einer Horde fremder Maenner zu schuetzen vermag, ist: entweder eine Horde eigener Maenner oder eben ein Leviathan, dem die Maenner im Land das Gewaltmonopol uebertragen haben.

    Da „unser“ Leviathan wohl nicht mehr als einen glubschaugigen, halbtoten Goldfisch darstellt, sollte klar sein, was zu tun ist…

  8. Andreas Törner

    Wieso sollte die Autorin einem „Hype“ zum Opfer gefallen sein? Sie schildert aus eigenem Erleben und nennt Köln „eine gelinde Zuspitzung dessen, was sich seit Jahrzehnten auf westdeutschen Straßen abspielt.“

    Eine Formulierung, die zudem mit einer klaren Abgrenzung vom „Hype“ um Köln einhergeht. Was nachdenklich stimmt, denn wir hörten doch von rund 200 teils schweren Fällen sexualisierter Gewalt bis hin zu ein bis zwei Vergewaltigungen (im juristischen Sinn) bzw. – in einem Video der IB – sogar von „Massenvergewaltigungen“…

    Von unerwünschten Berührungen, einer fremden Hand zwischen den Schenkeln und selbst Brustgrapschereien zu schwerer sexueller Massengewalt scheint mir die Zuspitzung doch etwas mehr als nur „gelinde“ – aber ich bin da wirklich kein Fachmann. Und ich werde mich hüten, hier darüber nachzudenken, ob mit dieser Formulierung nicht auch eine Relativierung einhergeht, die sich von den Oktoberfest-Verweisen rot-grüner Feministinnen nur im Blick auf die Tätergruppe deutlich unterscheidet…

  9. Filarete

    Danke, dass Sie diesen absurden Text thematisieren. Ich hatte bei der Lektüre des Baum-Artikels zunächst das Bedürfnis bekommen, irgendetwas kurz und klein zu schlagen – so viel Borniertheit, so viel arrogante Feindseligkeit anderen Frauen (und natürlich autochthonen Männern) gegenüber! Allerdings als absurdes Theater von hohem Unterhaltungswert. Die diskursiven Mechanismen sind zwar immer dieselben (öde), die Ressentiments, Insinuationen und (Pseudo-)Argumente immer identisch (öde), das intellektuelle Niveau immer gleich bescheiden (öde) – aber der Grad der Realitätsverweigerung, diese stupende, schon als artistisch zu bezeichnende Fähigkeit, Fakten zu leugnen und umzudeuten bleibt nichtsdestoweniger ein stetes Faszinosum. Der Artikel des schwergewichtigen Zeit-Ideologen („Fischer im Recht“) ist diesbezüglich auch ein Kabinettstück, an Unverschämtheit fast noch über Baum, da der Mann intelligent ist (gegenüber ihrer postmodern-dauergefühligen Bessermenschmasche repräsentiert er eher den linken Zyniker, der von der linksliberalen Diskurshoheit profitiert, um sich in Szene zu setzen). Beides gehört als Schulbeispiel an Verlogenheit und Sophismus für kommende Generationen konserviert. Der in Deutschland mittlerweile in dieser Disziplin erreichte Grad dürfte historisch eimalig sein.

  10. Heinz Obst

    @deutscheridentitärer Dienstag, 12. Januar 2016, 22:13

    Ihre Artikel sind sowieso die einzigen einer weiblichen Autorin, die ich gerne lese.

    ————————————-

    Was darf man sich unter einer weiblichen Autorin vorstellen?

  11. @Inselbauer

    Irgendwann muss man sich entscheiden: Deutschland oder PI News. Ich kann es gut verstehen, dass man da gewisse Skrupel hat, zumal es aus dieser Richtung scheinbare Unterstützung gibt. Inhaltliche Zugeständnisse im Sinne einer Neocon-Hetzerei sind aber sinnlos.

    Wann haben Sie die Seite zuletzt besucht, 2009? Der Neocon-Aspekt ist dort schon lange deutlich zugunsten einer deutschen Perspektive heruntergefahren. Ohne pi geht es heute nicht mehr.

    @ Heidelberger Akif

    Und ernsthafte Analyse des Islam ohne (mindestens!) perfekte Kenntnisse des arabischen ?? Na Ja…

    Kleine-Hartlages Buch wurde immerhin von Tilman Nagel gelobt und inhaltlich bestätigt, ein deutscher Orientalist, der das Arabische beherrscht und auch den Koran im Original lesen kann. Davon abgesehen, überlegen Sie einmal bitte, wie unsinnig und unerfüllbar eine solche Forderung ist: mindestens! perfekte! Kenntnisse des Arabische! Geht’s noch? Dann gibt es ja kaum jemanden mehr, der nicht das Maul halten müßte. Den Luxus können wir uns natürlich nicht leisten. Für unsere Zwecke reichen grundsätzliche Kenntnisse. Das Problem selbst stellt sich uns ja auch nicht auf hochphilologischer Ebene.

  12. Gert H. Köster

    Bitte hinfort immer weiter solche Erinnerungsstücke, mutig auch von anderen als nur der vorbildlichen Ellen Kositza!

    Auch meiner Frau wurde in den frühen Siebzigern d.v.Jh. auf der Straße von Kuturbereicherern an die Brust gegriffen – folgenlos, weil wir wohl (jung, fügsam, umerzogen) damals Kinder der Zeit waren.

    Die Erkenntnis ist von heute, Jahrzehnte später, daß man schon immer hätte aufschreien müssen. Aber: hätten wir’s getan, wo stünden wir dann heute; vielleicht seit Jahren in der Klapsmühle? Im „Joycamp“ (synonym evtl. für Lager) für „Bevölkerungsschädlinge“?

    Danke, Kositza!

    (@ deutscheridentitärer: „weibliche Autorin“: Wenn Merkel die erste weibliche Kanzlerin ist, war dann Schröder die letzte männliche Kanzlerin? Oder ist sie doch der erste weibliche Kanzler bzw. die erste Kanzlerin?)

  13. Kemal Cem Yilmaz

    Sehr geehrte Frau Kositza,

    danke auch Ihnen für diese wahrhaftigen und beklemmenden Schilderungen, die Sie trotz der unendlichen Verachtung und Brutalität, die Sie erfahren mussten, mit einer beeindruckenden Leichtigkeit und Witz zu Papier bringen.
    Ich schäme mich wirklich dafür und es macht mich traurig, daß Ihnen diese Dinge zum Teil auch von türkischen Mitbürgern angetan wurden! Wie schön und wichtig, daß Sie trotz all dieser Erfahrungen kein hassender und andere Menschen verachtender Mensch geworden sind; stattdessen dem erlebten Unheil zum trotz eine glückbringende und liebende Mutter…

    Nicht vegleichbar mit dem was Sie erleben mußten, aber gedemütigt worden zu sein durch eine europäische Frau, in dem ich ohne selbst Gewalt angewendet zu haben geschlagen oder auf übelste Weise verbal beleidigt und erniedrigt wurde, habe auch ich mehr als nur einmal in meinem Leben erfahren müssen. Und es ist LEIDER auch mal passiert, daß ich mich irgendwann zur Wehr gesetzt habe, was natürlich NIE mit der Gefährdung des physischen Wohlergehens der Angreiferin einherging, sondern lediglich als equivalente Antwort auf ihre Aggression geschah. Diese Tatsache mag vielleicht lustig oder lächerlich für manche klingen, aber es hat ähnliche Empfindugen in mir gegenüber europäischen Frauen ausgelöst, wie Ihre Erfahrungen Ihr Verhältnis zu muslimisch-südländischen Männern geprägt haben, wobei, nochmals, die Perversionen und öffentlichen Demütigungen, die Sie erfahren mußten natürlich eine ganz andere Qualität der Prägung in sich tragen.

    Hoffentlich nehmen viele gute und liebevolle junge deutsche Frauen Sie als Vorbild und gründen große, gesunde und intakte Familien mit reichlich glücklichen, lachenden, aufgeweckten und neugierigen Kindern! Dies scheint ja auch bezogen auf die Belästigungen positive Auswirkungen zu haben. Viel Beschäftigung mit den eigenen glücklichen Kindern im Freien als doppelter (demographischer und ruhebringender) Gewinn also:)….

    Im ernst: ich wünschte Herr Kubtischek wäre Bundespräsident und Sie die Präsidentengattin eines zukünftigen Deutschlands. Ein Paar, daß dieses Land wirklich mit all seinen Facetten und in all seinen Abgründen kennt und dennoch inständig liebt. Kann mir keine bessere Konstellation für das höchste Staatsamt vorstellen.

    Alles Gute

  14. donna_alta

    Was fangen wir nun mit all den Erkenntnissen, all der Gewissheit an, die uns alle hier mehr oder weniger vereint?
    Ich renne verzweifelt von Demo zu Demo, weiß kaum mehr wohin mit meiner Angst und, ja auch mit meiner Wut! Einer Wut, die ich mir nie für mich hätte vorstellen können!
    Heute 19 Uhr. Domplatz Erfurt.

  15. Der_Jürgen

    @Ellen Kositza

    Nach dem zwiespältigen Artikel von Lore Waldvogel nun wieder ein von einer Frau geschriebener, aber einer, den man mit ungeteilter Zustimmung liest. Auch mich nervt die Lüge, der Skandal von Köln sei ein „Einzelfall“ oder ein „Zivilisationsbruch“ (Heiko Maas) gewesen, furchtbar. Wenn sich die Antonia Baums nicht über die Zustände in Schweden oder England (Rotherham etc.) kundig gemacht und Bücher wie „Deutsche Opfer, fremde Täter“ von Kubitschek und Paulwitz oder „Vorsicht Bürgerkrieg“ von Udo Ulfkotte nicht gelesen haben, sollten sie den Mund halten. Das können sie aber nicht, denn sie werden ja fürs Schwadronieren bezahlt.

    @Martin Lichtmesz

    „Ohne PI geht es heute nicht mehr… Der Neocon-Aspekt ist dort schon lange deutlich zugunsten einer deutschen Perspektive heruntergefahren.“

    Hier haben Sie nur teilweise recht. Die Lobhudelei gegenüber den USA ist tatsächlich weitgehend verschwunden, und es gibt bei PI schon deutlich amerikakritische Artikel. Hingegen nimmt die unerträgliche Kriecherei gegenüber Israel ihren Fortgang. Gewalttaten muslimischer Migranten gegen Juden werden (woran nichts zu beanstanden ist!) gegeisselt, doch wird niemals auch nur ansatzweise über die Frage diskutiert, weshalb ALLE massgeblichen jüdischen Organisationen und die überwältigende Mehrheit der prominenten Juden die muslimische Einwanderung begrüssen. Ich erinnere hier nur an Josef Schuster und Stefan Kramer vom Zentralrat, Gregor Gysi, Annetta Kahane und Rabbiner David Toutou (wer will, findet alle Quellen leicht im Netz; der legendäre Ausspruch von Barbara Lerner-Spectre dürfte mittlerweile jedem Sezession-Leser bekannt sein).

    Ja, es gibt Juden, die sich in ureigenen Interesse ihres Volkes gegen die Flut wenden (Stephen Steinlight, Michael Savage und Pamela Geller in den USA sind drei Beispiele), aber diese Juden sind innerhalb ihrer Gemeinschaft Aussenseiter.

  16. Optimist

    ein bisschen off-topic…oder doch nicht?

    Ich habs nachgerechnet…Angela Merkel ist 33 Kamele wert…Deal?

    http://www.kamelrechner.de/de

  17. Schopi

    Eine Frau kritisiert die Denkblockaden und die bewußten oder unbewußten, teils abenteuerlichen Verdrehungen und Lügenmärchen einer anderen Frau.

    Nur, die andere Frau repräsentiert die Denkweise der Mehrheit der Frauen in diesem Lande. Was steckt da wirklich im Unterbewusstsein?

    Machen wir uns nichts vor, hinter all dem fühlt man auch eine heimliche „Bewunderung“ der Grapscher, irgendwie will man das auch, verachtet die deutschen Männer. Zugeben würde man das niemals.

    Das bezieht sich selbstverständlich nicht auf alle Frauen – sehr guter Beitrag Frau Kositza. Es war schon immer so, schon in den 70ern, nur war man damals noch jünger und hatte die (unbekümmerte) Sichtweise der Jugend.

  18. Judith

    dass sie auf den Boden gucken und schnell weitergehen soll…

    Passt in die Linie der Zypries, die für solche Situationen schon 2008 empfahl, doch besser das Abteil zu wechseln [Zypries, Hart aber Fair, 9. Januar 2008].

    Blick senken, Abteil wechseln – das sind Handlungsempfehlungen, die die Schwarzen in Südafrika und in den USA zur Zeit der Apartheid tief verinnerlicht hatten. Ich sehe schon, die Zypries‘ und Baums haben das Prinzip begriffen.

  19. Gregor

    Weil das Stichwort Schachtelwirt (McDonalds) gefallen ist, eine Geschichte aus Österreich.
    Ich war vor gut einem Monat wieder mal in Wien am Bahnhof Meidling und hatte vor der Abfahrt des Zuges noch ein wenig Zeit. Das passt, dachte ich und beschloss aus der Unterführung in die Straße hoch zu gehen, um noch schnell was zu essen. Dort gibt es einen McDo, den kenne ich von früher (hatte dort vor ca. 10 Jahren eine Schulung). Meidling war früher eigentlich immer ein sogenannter „Arbeiterbezirk“, aber was sich dort nach einer Dekade getan hat, ist unbeschreiblich. Wenn man die Gegend von früher her kennt, ist es wirklich so, als hätte man die Bevölkerung komplett ausgetauscht – Bazar in Istanbul, Schas dagegen! Leider bin ich dann trotz allem in den McDo reingegangen. Der Anblick der sich da drin geboten hat, hätte jedem Ethnologen das Herz aufgehen lassen – vom Balkan bis zu den Philippinen war da JEDE Braunschattierung dabei! Hab mich dann auch noch ein wenig umgeschaut in der Bude, als ich in der Schlange stand – es war sehr viel los, und ja es war wirklich so – ich war der einzige Bio-Österreicher in dem Laden. Das tut wirklich weh, wenn einem das so bewusst wird… Ganze Stadtteile verschwinden hier, so wie man sie früher gekannt hat. Und ja, es ist ein dumpfes Angstgefühl das ich empfinde, wenn ich daran denke, dafür schäme ich mich auch nicht. Man verliert etwas, das seinen eigenen Charme hatte, das einem lieb und teuer war. Früher wurde man noch von einheimischen Fachkräften mit einem „heast Oida!“ „bedient“. Heute muss man froh sein, wenns überhaupt Deutsch sprechen, so wie etwa „ischmaschdischmessa“, oder „ischmaschdischkickbox“. Nein, nein, da fehlt der wiener Flair.

  20. marodeur

    Danke Frau Kositza. Ich brauche ab und zu solche erfrischenden Einsichten von „Eingeborenen“. Als Ostdeutscher mit Wohnort im Kreis Offenbach komme ich mit der Verdrängungsstrategie der letzten Autochthonen hier garnicht zurecht. Ich hatte immer angenommen, die nehmen diesen Zustände garnicht war. Einige junge Leute scheinen den Sumpf aus Verwahrlosung und Verbrechen sogar ehrlich zu mögen. Ich lebe hier seit 10 Jahren und fühle mich konstant wie ein Fremdkörper. Das liegt aber nicht an mangelnden sozialen Kontakten oder an den Ausländern sondern allein an den Deutschen hier. Das sind so völlig falsche vereinzelte und gesinnungslose Amöben, zu denen man nie wirklich durchdringt. Wir befassen uns privat auch hier nur mit Ostdeutschen, weil man sich dann im Gespräch nicht immer zusammenreißen muss. Auch mit den maximal links orientierten Ossis kann ich offen und hitzig über alle Zustände hier diskutieren und sie rufen trotzdem später wieder an. Erst seit dem Eintritt in die örtliche AfD-Gruppe weiß ich, dass der Westdeutsche auch nur eine permanente Scharade aufführt und viele haben nur auf Köln gewartet, um ihre Wut mal zu zeigen. Ich empfehle Christa Wolf mit ihrem Psychogramm „Kassandra“. Der Westdeutsche muss seine Ängste erst befreien. Erst dann kann er einen Weg finden, die vielen unwichtigen Ängste zu ignorieren und sich der wichtigen großen Angst zu stellen.

  21. ratloser

    Liebe Frau Kositza, vielen Dank für den Text, der mal wieder durch Alltagsweisheit glänzt.

    Unterhalten Sie sich manchmal mit Frau Waldvogel?

    Kositza: Will ich nachholen; ihr Text gefiel mir aber. Wir würden uns schon verstehen.

  22. Konservativer

    Sehr geehrter Herr Lichtmesz

    Sie schrieben:

    Wann haben Sie die Seite zuletzt besucht, 2009? Der Neocon-Aspekt ist dort schon lange deutlich zugunsten einer deutschen Perspektive heruntergefahren. Ohne pi geht es heute nicht mehr.

    So ist es, davon kann sich jeder überzeugen.
    Ich lese auf PI seit über 10 Jahren mit, kann das also, denke ich, ebenfalls recht gut beurteilen.
    Über Manfred Kleine-Hartlage entdeckte ich erst später die Sezession, zunächst diese Seite, dann das Magazin (zunächst die .pdf Ausgaben, dann als Abonnenent) und den Verlag Antaios.
    Nicht nur Manfred Kleine-Hartlage wird zurecht auch auf PI geschätzt, sondern auch Sie, Martin Lichtmesz, ebenfalls Götz Kubitschek, insgesamt diese Seite (mit ihren Autoren) und der Verlag Antaios

    Es gibt auf PI deutlich feststellbare Entwicklungsprozesse hin zu einer metapolitischen Ebene (die u.a. die spezifisch deutsche Perspektive ausleuchtet), denn die klugen Köpfe dort fragten „wieso, warum, weshalb ist es so, wie es ist?“
    Einigen Kommentatoren dort mag diese Entwicklung nicht geheuer sein, da sie noch in dem Denktunnel „die Rechten sind die Bösen, sind der Feind“ stecken. Letztendlich wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

  23. Hansi Dampf

    Landausflug in Alanya/Türkei vor über 40 Jahren:
    Der jungen Ehefrau wurde ungeniert
    an die Schenkel und höher gefasst.

    Seitdem besitzen wir „Vorurteile“.

  24. Frau Kositza,
    hier die Geschichte vom Adler, der nicht fliegen wollte…

    Ich kenne sie seit langen Zeiten und habe sie in meiner beruflichen Tätigkeit häufig eingesetzt. Eigentlich immer mit Erfolg. Es ist eine Anstoß-Geschichte. Die eigentliche Arbeit muß dann noch geleistet werden; von dem verhinderten Adler natürlich…
    Sie ist banal. Aber wiederum auch nicht.
    Natürlich hat die Geschichte von James Aggrey (1875 – 1927) eine pädagogische Zielsetzung. Sie ist also konstruiert…
    Diese Art von Geschichten haben immer eine „Sachhälfte“ und eine leicht erkennbare „Bedeutungshälfte“, also „der Sitz im Leben“…

    https://seelenschwingung.wordpress.com/2013/08/11/%E2%99%A5-der-adler-der-nicht-fliegen-wollte-%E2%99%A5/

    Und so wären wir dann bei Ihrem Thema:
    Bei Hennen, Hähnen, Adlern, die sich ihrem Adlersein (zunächst/noch) verweigern. Aber woher sollte der arme Kerl denn auch wissen, daß seine Bestimmung eine andere sei…
    Vielleicht gibt diese Geschichte ja auch kleine Hinweise, worauf es bei uns in D. ankommt. Und wer ist eigentlich wer in D. …

    : Patriotische Grüße aus Bromberg an der Brahe und der unteren Weichsel
    (Auf keiner anderen Stadt im Staate Polen liegt so sehr der dunkle Schatten der Vergangenheit: Der Bromberger Blutsonntag und mehr. Alte Polen wollen das damalige Geschehen immer erklären. Ich höre es mir aufmerksam und höflich an und sage dann: Ich habe Ihnen zugehört.
    Darf ich Ihnen nun die deutsche Sicht erzählen…).

  25. Natürlich sind die Vorgänge in Köln eine Zuspitzung von Angriffen auf Frauen durch ausländische, vor allem muslimische Männer. Die es schon lange gibt. Trotzdem geht es hier mehr als um einen Hype.
    M. E. stellen die Vorgänge in Köln durchaus eine Zeitenwende dar, in ihrer Wirkungsgeschichte vergleichbar mit den Anschlägen 9/11 .
    Begründung:
    1. der Angriff in der Silvesternacht auf hunderte von Frauen in mehreren Städten Europas hat die psychologische Wirkung eines Terrorangriffes: Angst in öffentlichen Räumen zu schaffen.
    2. die ausländische Presse hat , ohne zu zögern, „einen Zusammenhang zwischen den Übergriffen und der Flüchtlingskrise“ hergestellt:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wie-auslaendische-medien-die-silvesternacht-in-koeln-sehen-14002442.html
    (In der New York Times wurde Merkel der Rücktritt nahegelegt )

    3. die inländische Presse verweigert zum Teil, diesen Zusammenhang herzustellen ( Stichwort Oktoberfest/ Verharmlosung, Relativierung)
    4. die grünen und linken Feministen weisen einen Zusammenhang ganz zurück und fliehen auf “ vertrautes Terrain“ ( Ursula Scheer in der Faz). Und verharren auf “ eingeschliffenen feministischen Narrativen ( Ursula Scheer ebd.) Aus der Aktion Aufschrei wird die unsäglich dumme Aktion „ausnahmslos“. Deren Narrative funktionieren seit 1/16 allerdings nicht mehr.

    5. der Ort „Kölner Domplatte“ hat ebenso eine Symbolfunktion, vergleichbar mit den twin towers. Ganz Deutschland wird zur Domplatte, heißt es in einem Faz Kommentar. Es war auch ein massiver Angriff auf ein bedeutendes Bauwerk des christlichen Abendlandes. Siehe Kritik etwa der ehemaligen Dombaumeisterin, Köln.
    Allerdings gingen die Lichter diesmal nicht aus.

    Die Kölner Domplatte ist das 9/ 11 Europas, vielleicht mehr als die Anschläge in Paris im Bataclan. Dort traff es die Spaßgesellschaft, hier die Fundamente unserer Geschichte und Kultur.
    6. selbst für Verschwörungstheorien und magische Erklärungen bleibt Raum und Phantasie :
    1/16 diese Stelle im Römerbrief war Martin Luthers „reformatorische Entdeckung“ und leitete eine religiöse Zeitenwende ein.
    Fast zeitgleich erfolgt ein Terroranschlag auf deutsche Touristen in Istanbul in der Nähe der Hagia Sophia ( Heilige Weisheit)
    Und nun darf phantasiert werden.

  26. Judith

    @ donna_alta

    Glauben Sie mir, ich kenne und verstehe Ihre Angst und Wut sehr gut. Aber: Niemand wird Ihnen [oder mir, oder anderen ] helfen. Niemand. Sie werden lernen müssen, das selbst zu tun und Ihre Wut wird Ihnen dabei helfen. Diese Fähigkeit zur Selbsthilfe ist befreiend – schon die Erkenntnis ist es – weil nichts lähmender und zermürbender ist, als das Warten auf Hilfe.

    Ich weiß, das liest sich jetzt wie Lottes Lebenshilfe-Laber-Rubrik, aber es ist die simple Wahrheit.

  27. Der_Jürgen

    @Monika

    Hoffen wir, dass Sie recht haben. Ich bin allerdings skeptisch. Es wird noch sehr viel mehr brauchen, bis der träge Michel endlich erwacht. Und dieses „sehr viel mehr“ wird so sicher kommen wie das berühmte Amen in der Kirche.

    In Russland berichten die Medien mit grosser Offenheit über die Migrantengewalt und lügen den offensichtlichen Zusammenhang zwischen Gewalt gegen Frauen und muslimischer Frauenverachtung auch nicht weg. Ueber Pegida und ADF wird mittlerweile meist positiv oder zumindest wohlwollend-neutral berichtet, über den FN in Frankreich und Marine Le Pen praktisch nur positiv.

    Meine Befüchtung ist, dass in der BRD bald unter falscher Flagge Verbrechen gegen Immigranten begangen werden, die dem System einen Vorwand zu hysterischen Entrüstungsritualen und verschärfter Repression verschaffen werden. Irgendwelche bescheuerten Glatzköpfe, die sich als Strohmänner vorschieben lassen, kann der „Verfassungsschutz“ (welch Orwellsche Bezeichnung!) ganz bestimmt rekrutieren.

  28. Arminius Arndt

    Sehr bewegender Artikel.

    Zu den ganzen Artikeln, die jetzt gerade von Frauen zu diesen Themenbereichen geschrieben werden:

    Ich finde die Unsolidarität unter Frauen ist stellenweise noch größer, als die unter Männern, wie sich an den entsprechenden Artikeln immer wieder zeigt. Besonders seltsam empfinde ich es, wenn Frauen andere Frauen zu „züchtigem Verhalten“ oder „angemessener Kleidung“ raten. Zum einen empfinde ich das als Mann als persönliche Beleidung. In Mitteleuropa gibt es bei Männern – pathologische Fälle ausgenommen – eigentlich keinen Grapschreflex auf leichtbekleidete oder gutaussehende Frauen.

    Zum anderen denke ich mir, es ist bei solchen Forderungen von Frauen an andere Frauen oftmals auch der Neid der Hässlicheren auf die Hübschere, der Versuch, eine Egalisierung über „züchtige Kleidung“ herzustellen, verborgene Triebfeder dieser Forderungen (anders sieht es aus, wenn Männer dies fordern). Damit will ich keiner hypersexualisierten Mode oder ähnlichem das Wort reden und über die Marktstrukturen des Sexus in der westlichen Welt hat bspw. Houllebecq bereits in „Ausweitung der Kampfzone“ erhellendes geschrieben.

    Fakt ist, dass wir ohne die zügellose Zuwanderung diese Probleme nicht hätten womit selbstredend nicht gesagt werden kann, dass es dann überhaupt keine Probleme mehr gäbe (so naiv ist wohl keiner).

  29. Nordlaender

    @ Kemal Cem Yilmaz

    „Nicht vegleichbar mit dem was Sie erleben mußten, aber gedemütigt worden zu sein durch eine europäische Frau, in dem ich ohne selbst Gewalt angewendet zu haben geschlagen oder auf übelste Weise verbal beleidigt und erniedrigt wurde, habe auch ich mehr als nur einmal in meinem Leben erfahren müssen. Und es ist LEIDER auch mal passiert, daß ich mich irgendwann zur Wehr gesetzt habe, was natürlich NIE mit der Gefährdung des physischen Wohlergehens der Angreiferin einherging, sondern lediglich als equivalente Antwort auf ihre Aggression geschah. Diese Tatsache mag vielleicht lustig oder lächerlich für manche klingen …“

    Nicht lustig. Letzteres.

    „Nordlaender, Sie sind mehr gestern als deutsch, und mit gestern meine ich nicht Hitler ;)“ (aus dem vorangegangenen Strang).

    Beides: sowohl gestern als auch deutsch. (Eine deutlichere Antwort darauf, daß Sie hier Deutschsein erklären, verbietet mir die gehobene Anforderung an den Benimm, die auf der sezession gestellt werden.)

  30. Carl Friedrich

    Ich bin männlich und mir blieb daher Vieles erspart, was Fr. Kositza berichtete. Aber dennoch: Als ich Anfang der 1990er Jahre in einer 6000-Einwohner-Gemeinde in Baden-Württemberg die Grundschule besuchte, hatten wir einen Ausländeranteil von ca. einem Drittel, davon etwas mehr als die Hälfte türkisch. Mit letzteren gab es ständig Ärger, mit den anderen Ausländern konnte man zwar auskommen, aber sie haben das Leistungsniveau herabgesetzt.

    Als ich dann auf das Gymnasium kam, gab es auf der ganzen Schule nur noch eine Handvoll Ausländer. Endlich hatte man Ruhe! Nur noch auf dem Bolzplatz gab es hin und wieder Zusammentreffen mit den Türken, aus dem Vereinsleben etc. hielten sie sich glücklicherweise heraus.

  31. Karin Pfeiffer

    Über religiöse Gesinnung und Sexualverhalten der Einwanderer zu diskutieren ist ein nachvollziehbares Anliegen. Dennoch beschleicht mich ein ungutes Gefühl dabei. Könnte es nicht sein, daß hier die Aufmerksamkeit auf einen Nebenschauplatz gelenkt und von den eigentlichen Problemen abgelenkt wird? Denn im Grunde geht es uns nichts an, wie es andere Volksgemeinschaften mit Religion und Sex halten. Jeder Mensch kann diesbezüglich tun, was er will, sofern er dies an einem anderen Ort als dem meinigen macht.
    Mit anderen Worten: Was Menschen in der Heimat der Einwanderer zu tun pflegen und mit welcher Gesinnung sie es tun, ist nicht unsere Angelegenheit, denn es betrifft uns nicht.

    Das zentrale Thema ist ein anderes: es ist die Einwanderung als solche. Die skandalösen Vorfälle in der Silvesternacht sind eine Frucht der Masseneinwanderung, und ohne eine solche nicht denkbar. Wer die Ursachen abstellen will, muß sich gegen die Masseneinwanderung und nicht gegen die Sitten der Eingewanderten empören.

    Der eigentliche Skandal ist kein Thema für die Frauenemanzipation, sondern eine viel umfassendere. Es ist die unfaßbare, uns politisch aufgezwungene Preisgabe der Heimat. Die Preisgabe von privatem und öffentlichem Eigentum, der schleichende Verlust unserer Selbstbestimmung und der Gewohnheiten. Es ist der Verlust an Raum und Bewegungsfreiheit, den wir jetzt allmählich zu spüren bekommen, teils weil gewisse Räume von den Fremden besetzt sind, teils weil die Bewegungsfreiheit in gewissen Bereichen (z.B. an den Grenzen) schmerzhaft beschränkt worden ist – paradoxerweise nicht für Einwanderer, sondern für die der Einheimischen.

    Und wie, wenn es gelänge, die Einwanderer „zu integrieren“ – was auch immer darunter verstanden werden mag? Oder anders: Wäre die Situation um so viel besser, wenn die hereinströmenden Menschen einen christlichen Hintergrund hätten – also unserer Kultur vertraut? Auch ein christlicher Körper benötigt Platz zum Leben, viele Körper brauchen viel Platz, und sehr viele Körper brauchen noch mehr Platz. Es gibt in Deutschland keine Gebiete, die nicht schon in Privatbesitz oder öffentlicher Hand wären. Während unsere Behörden den öffentlichen Raum bereitwillig an die Fremden vergeben, zögern sie einsteilen noch, auch den Privatbesitz zwangszuenteignen. Doch dies wird kommen, und es gelingt, weil in diesem durchorganisierten, anonymen Staatsapparat niemand die Verantwortung zu tragen scheint.

    Wenn ich aus meinem eigenen Haus gedrängt oder geworfen werde, ist es mir herzlich egal, ob der Eindringling Muslim oder Christ, schwarz oder weiß ist. Auch dessen Sexualverhalten wird mir gleichgültig sein. Was dann für mich zählt, ist die Verletzung meiner Rechte und die Gewalt, mit der ich vogelfrei gestellt werde. Die ausufernde Diskussion über Charakter, Religion und Verhalten der uns von der Politik aufgezwungenen Einwanderer erscheint vor den tatsächlichen Problemen als eigenartig und befremdlich. Sie erscheint mir wie ein Ersatz über die verbreitete Ratlosigkeit zu sein – ich selbst schließe mich hier nicht aus.

  32. kryptkon

    Hätte Frau Baum ihren Artikel statt „Wären sie nur nicht so dumm“ mit „Wäre ich nur nicht so dumm“ überschrieben, wäre ihre heute nun wirklich antiquierte „Höhere Töchter rappen“ Pose nicht weniger peinlich, aber wenigstens ein ehrlicher Ausdruck der Hilflosigkeit. Nun muss sie vor allem sich selbst beweisen, ob ihr der eigene Artikel nicht in naher Zukunft um die Ohren fliegt. Und was da am Kölner Dom „um die Ohren flog“ waren nicht nur Böller und sozialromantisch aufgefasstes Macho-Verhalten. Und niemand, dem das nicht auch wiederfahren ist, kann das Leid Missbrauchter Frauen beschreiben und ermessen – vor allem psychologische Laienspiele sind einfach menschenverachtend. Die Chance auf ein Mitmenschliches Verhalten zu Flüchtlingen ist einer großen und auch nachhaltigen Ernüchterung gewichen. Und auch der Kölner Dom, dieses jämmerliche Mahnmal vorgetäuschter Hoffnung auf einen Paradiesplatz, ist jetzt endgültig mit gewichen – mit samt seiner versagenden Domherrenschaft. Vielleicht wird aber doch Neues zu uns kommen, eine neue Hoffnung, eine neue Stärke, die uns zeigt, was passiert, wenn nicht nur ein Symbol eines lebendigen Glaubens besudelt und entehrt wird.
    Perspektivwechsel:
    Ich kenne keine Flüchtlinge, nur Geflüchtete, derer niemand habhaft werden will. Ich kenne keine Einwanderer, nur Auswanderer, die von enteignetem und freiem Land Besitz ergreifen. Andere Begriffe, wie Asylanten etc. lasse ich weg, da sie für die Anwendung eine freie Willensentscheidung meinerseits voraussetzen würden. Diese Entscheidungsfreiheit habe ich definitiv nicht.
    Damit befinde ich mich in einem Dilemma. Ich muss nun selbst in das heutige Deutschland einwandern, und das unmittelbar, sofort, jetzt, da ich ja nicht vorher auswandern will, also auf der Seite der Auswanderer stehen will. Und um meinen jetzigen Wohnplatz zu behalten. Und nicht zwischenzeitlich in eine Zeltstadt verbracht werden will. Ich nehme ab sofort alle Bedingungen, die sich an meinen Personenausweis knüpfen, ohne Widerspruch und Widerstand an. Auch wenn mich alle anderen Auswanderer dafür auslachen. Dafür haben sie nicht die Gnade der unmittelbaren und unverzüglichen Anerkennung eines Status als hiesiger Staatsbürger, mit allen Annehmlichkeiten die es dort gibt. Ist mir egal, wie der Staat jetzt grade heißt. Hauptsache, ich muss nicht aus meiner Wohnung raus. Und behalte meine Arbeit und Steuernummer. Ich bin jetzt ein neuer Staatsbürger, das schafft Solidarität mit denen, die das noch werden wollen. Und ich helfe gerne, ich kenne mich hier ja auch schon aus. Damit bin ich aber kein Gutmensch, diesem Unwort des Jahres, dessen Auswahl ich sehr begrüße. Schließlich muss der Gutmensch auch erst noch einwandern, was der hoffentlich vergisst. Ich war nie ein Freund der Gutmenschen, die so getan haben, als hätten sie die Privilegien der schon immer Dagewesenen. Jetzt wird alles gut, ich hatte vorher das unangenehme Gefühl der Heimatlosigkeit. Damit ist es jetzt vorbei, es ist nicht alles schön hier, aber das dauert eben. Mein Vater hat bei den Pionieren gedient, das habe ich damals als Kind nicht verstanden, aber jetzt bekomme ich eine Idee davon. Ein Pionier, genau das bin ich jetzt. Ich werde mich mit Hingabe der Vorbereitung einer endgültigen Besitzergreifung dieses Landes widmen.
    Perspektivwechsel:
    Bei Betrachtung meines inneren Selbst bin ich dann doch ziemlich angewidert von obiger Perspektive. Da gibt es einiges, das ich nicht selbst und ohne künstliche Hilfen und Drogen verschieben kann. Ich erinnere mich an die Worte Martin Luther Kings:
    „Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages diese Nation erheben wird und die wahre Bedeutung ihrer Überzeugung ausleben wird: Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: Alle Menschen sind gleich erschaffen.
    Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.
    Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird.
    Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt.
    Ich habe heute einen Traum!“
    Das ist auch mein Traum, wenn gleich aus anderer Perspektive. Eine Beurteilung nach dem Charakter, wie wunderbar, Mr. King.

  33. Wolfgang der Häßliche

    Wo waren eigentlich die Kirchenväter, als ihre Lämmlein just vor der größten Gotischen Kathedrale der Welt attackiert wurden?
    Hunderte Jahre haben sich Europäer wegen winzigkleinen Unterschieden in ihrem Glaubensgefüge gegenseitig niedergemetzelt, aber die Moslems läßt man gewähren?

  34. deutscheridentitärer

    @deutscheridentitärer Gestatten, Klischee ? Auf wessen „Pferd“ sind Sie aufgesessen ?

    Ich habe mich als Satiriker versucht. Wohl erfolglos.

    Zum Thema Belästigung kann ich aus eigener Perspektive nicht viel beitragen.

    Da jemand aus seinem Urlaub berichtet hat, möchte ich das an der Stelle auch kurz tun.

    Und zwar war ich vor einigen Sommern einige Wochen bei einer türkischen Familie in Kappadokien anlässlich der Hochzeit einer ihrer Söhne, zusammen mit meiner Freundin.

    Dort habe ich das türkische Volk auf eine positive, oft sehr positive, Art kennengelernt.

    Es war in vielerlei Hinsicht eine weitaus gesündere Gesellschaft als das, was sich hierzulande angesammelt hat.

    Das ganze Umfeld war außerdem von einer rührenden Germanophilie ergriffen, die sich auf ein Deutschland bezog, das längst nicht mehr existierte, was dort aber noch nicht angekommen zu sein schien.

    Was mir auffiel war, dass in den Städten ein deutlich höheres Niveau an Alltagsgewalt herrschte, z.B. gegenüber mutmaßlichen Dieben oder dass Streitigkeiten wegen einer Frau in kürzester Zeit eskalierten.

    @Kemal

    Danke für ihre sehr interessante und gelehrte Antwort in dem vorherigen Themenstrang.

    Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht auf gleichem Niveau begegnen, will aber dennoch einige Punkte loswerden.

    1. Schuldig in moralischem und juristischem Sinn ist an einem Verbrechen immer nur der Verbrecher.

    Das ist unbestritten.

    Weiterhin mag noch derjenige Schuld tragen, der Verantwortung im Sinne einer Ermöglichung trägt, also in unserem Fall der Ausländergewalt die Regierung und Konsorten, jedenfalls aber nicht der unbescholtene Ausländer.

    2. Den friedlich hier lebenden Ausländer, der ja von unserer Regierung eingeladen wurde, trifft in keiner Weise ein Vorwurf.

    3. Daraus folgt, dass ich Vergeltungsaktionen und Maßnahmen, die sich undifferenziert gegen Ausländer richten, ablehne.

    Der friedliche Ausländer ist nach meinem Verständnis in besonderem Maße durch das Gastrecht vor Gewalt zu schützen, auch und gerade vor „rechter“ Straßengewalt oder durch andere Ausländer.

    4. Mir geht es im Kern darum, die deutsche Gruppenidentität zu stärken, bzw. überhaupt erst herzustellen.

    Diesbezüglich ist es eine günstige Entwicklung, dass der Deutsche durch die Masseneinwanderung in seinem Biotop von der wirklichen Welt und anderen streitbaren Gruppenidentitäten heimgesucht wird.

    Schwäche provoziert Übergriffigkeit, das lernt man schon in der Grundschule.

    Mir geht es also nicht darum, auf Biegen und Brechen eine 100%ige Homogenität herzustellen.

    Im Gegenteil, eine starke Gruppenidentität hält eine Heterogenität aus und stärkt sich im Spannungsverhältnis.

    Eine schwache braucht erst Recht den Reiz von außen um zu sich zu finden.

    Gleichwohl muss eine Trendwende im Migrationsverhalten nach Deutschland erkämpft werden.

    Das durch die Masseneinwanderung Fakten geschaffen wurden und diese von rechter Seite aus eingebunden werden müssen, geschenkt.

    @Akif

    Auch von Ihnen ein wie immer lesenswerter Beitrag, dem ich allerdings in einigen Punkten widersprechen möchte:

    1. Wenn wir uns hier über den Islam unterhalten, dann ja nicht als theologisches, sondern als politisch wirksames Phänomen.

    Die Schwelle sich dahingehend einigermaßen zutreffend zu äußern liegt also deutlich niedriger.

    2. Identitäre (pars pro toto) sehen den Islam darin, wie er Gruppen einen kollektiven Zusammenhalt stiftet in der Tat als ein gewisses Vorbild, allerdings ist der damit einhergehende Preis, zu einer differenzierten Weltsicht nicht mehr fähig zu sein, unnötig hoch.

    3. Man muss zwischen einer persönlichen und politischen Ebene trennen.

    Ich kann eine differenzierte Weltsicht vertreten und es trotzdem für nötig halten, nach allgemeinen Gesichtspunkten zu handeln.

    Fakt ist, dass es in allen europäischen Ländern in denen eine Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern stattgefunden hat, zu einer strukturell antideutschen Verbrechenswelle gekommen ist, die kein gleichwertiges Pendant in rassistischem Verhalten Deutscher gegenüber Ausländern findet.

  35. deutscheridentitärer

    Machen wir uns nichts vor, hinter all dem fühlt man auch eine heimliche „Bewunderung“ der Grapscher, irgendwie will man das auch, verachtet die deutschen Männer. Zugeben würde man das niemals.

    Dieses Meme taucht ja immer öfter auf, aber ich kann Ihnen versichern, dass es, obwohl vermutlich aus an sich richtigen Prämissen heraus entstanden, völliger Unsinn ist.

  36. KW

    Ich würde einmal sagen, daß sich Wut schon seit 25 Jahren gestaut hat, wenn man durch deutsche Städte geht. 1989, als wir über Ungarn geflüchtet sind und vom ASB „betreut“ wurden, hörten wir in HH die Ratschläge, keine Wohnungen in Altona, Billstedt, Harburg oder Wilhelmsburg zu beziehen. Auf dem Gruppenbild der Klasse 4, die meine Tochter zwangsweise in Altona besuchen mußte, waren fast nur Araberkinder zu sehen, meine blonde Tochter war die Ausnahme, aber wir hatten andere Sorgen. Die Schocktherapie kam im darauffolgenden Jahr, als ich in HH Mitte das künftige Gymnasium zum Elternabend besuchte, ich saß umringt von Türken, die damals schon forderten, den Religionsunterricht auf den Islam auszurichten. Das war 1991. Dann haben wir uns ein Haus in Sasel gebaut, man war wieder unter sich.
    Mittlerweile ist meine ganze Familie aus HH rausgezogen, meine Tochter vor 5 Jahren. Von ihr hörte ich nach den Übergriffen, daß im Kiez keiner ihrer Freunde mehr lebt. Aber Leutz, wir können nicht schon wieder flüchten, kämpfen wir an Ort und Stelle für unser Land. Dieser Völkerbrei überall auf der Welt schafft nur Kriminalität, jeder Mensch und jedes Volk ist nun mal anders. Und am besten kommt man doch in seinem Land zurecht. Moslems brauchten keine Forderungen stellen, in ihren Ländern ist alles da, Sprache, Moscheen, Feiertage, Kleiderordnung und Sitten und Gebräuche.
    Ja, Frau Kositza, sicher gab es diese Vorfälle schon lange, Köln hat jedoch den Zenit der Duldsamkeit (Toleranz) überschritten.
    @ Westpreuße, eine schöne Geschichte. Eine Katze, in einem Rennstall geboren, wird kein Rennpferd.

  37. deutscheridentitärer

    @Kemal und Akif

    Schauen Sie sich bitte einmal dieses Video an:

    https://www.youtube.com/watch?v=-3MvinY66r0

    Das ist es, mit dem wir als Deutsche konfrontiert sind.

    Eine derartige Verachtung des Anderen, noch dazu anscheinend sozial akkzeptiert, da er es begeistert berichtet und erwartet Bestätigung zu erhalten, gibt es nur bei Verbrechen, die die Grenze der eigenen Gruppenidentität überschreiten.

    Dass die Deutschen kollektiv und deshalb auch individuell weitgehend wehrlos gegenüber dieser Aggresion sind, lässt die Einforderung von Differenzierung etc. zynisch wirken.

  38. Thug_Lives_Matter

    @ Fremder aus Elea

    Vor der französischen Revolution war es ruhig in Frankreich

    Nicht wirklich. Nichts für ungut, versteht sich.

  39. Seneca

    Schnelle, harte Umbrüche provozieren Reaktion und Widerstand. Man vergewissert sich unsicher des Eigenen. Schleichende Veränderung provoziert idR Anpassung. JF-Stein ist das beste Beispiel. Dumm nur, dass die Veränderungsschraube vom Mainstream immer schneller weiter gedreht wird und man mit dem Anpassen und Abgrenzen gegenüber den sich einfach Nicht-Anpassen-Wollenden gar nicht mehr nachkommt …siehe SWR/Pistorius-Jf-Werbeboykott….

  40. T_L_M,

    ich meinte nicht die Monate, sondern die Jahrzehnte vor der französischen Revolution, aber wirklich nichts für ungut.

  41. der Gehenkte

    Die letzten Tage auf SiN – das muß ich zugeben – haben ernüchternd auf mich gewirkt. Einige der ausschließlich männlichen Stimmen offenbarten plötzlich eine erschreckende Affinität zu Komplexitätsreduktionen – Autoren wie Foristen –, wie ich sie hier nicht erwartet hätte. Dabei waren die Themen per se weiblich – es gibt einfach Momente, wo wir Männer auch mal die Fresse halten müssen und … zuhören! Auch zwischen den Zeilen lesen, die Obertöne belauschen.

    Eine solch aufschlußreiche Wortmeldung war der Artikel von Antonia Baum, der auch bei uns zu Diskussionen führte. In ihm spricht sich doch das ganze Denk-Fühl-Drama aus: Wann liest man derart Widersprüchliches und Geschraubtes in den Medien? Eine vollkommen verunsicherte Frau kann persönliches Erleben und eigenes Denken und political correctness und eingetrichterte Ideologie und Gut-Sein-Wollen nicht in Übereinstimmung bringen. Daß Sie ausgerechnet diesen Artikel auseinandergenommen haben, beweist Ihre besondere Sensibilität – weibliche und intellektuelle –, Frau Kositza. Danke!

    Auch Lore Waldvogel verdient gehört und nicht gleich mit massivem Männlichkeitsgehabe niedergemacht zu werden.

    Sehr schlüssig auch der Gedanke, daß wir es mit Köln eben nicht nur mit einer Singularität zu tun haben – was es trotz allem bleibt –, sondern mit der Fortsetzung einer Geschichte, zumal wir Ostdeutschen diese Geschichte gar nicht kennen (oder bis vor kurzem kannten).

  42. Ein gebürtiger Hesse

    „Daß nun über 500 Anzeigen von Frauen vorliegen, die in der Silvesternacht in Köln belästigt wurden, darf man durchaus als eine Form von Massenhysterie bezeichnen. Nicht, weil sie etwas übersteigerten, sondern weil endlich mit Wucht eine Schweigespirale durchbrochen wurde, der zighundertausende Frauen bisher unterlagen.

    Sehr gut, daß das einmal herausgestellt wird. Wir können ja nur ahnen, was da an Angestautem (dessen, was erlitten, aber geduldet und verbrämt oder selbstzensiert wurde) in vielen deutschen Frauen verborgen liegt. Ich für meinen Teil sehe in den 500 Anzeigen vor allem ein gesundes Moment, ein „So, diesmal sag ich’s!“. Allemal diese Schleuse gehört geöffnet.

    Danke für den wertvollen Beitrag.

  43. eleonore

    Danke! Genauso kenne ich das auch. Ob des plötzlichen Hypes und der aufgesetzten Betroffenheit schwanke ich zwischen Wut und Erheiterung – immer noch. Langsam überwiegt die Erheiterung.

    Wieso sind eigentlich so wenige Frauen in der Lage, jemanden anzuschreien? – Eine Dame von damals ca. 60 Jahren erzählte mir vor einigen Jahren von irgendeinem Selbstbehauptungstraining für Frauen, an dem sie teilgenommen hatte. Laut ihrer Beschreibung mußte den meisten der Frauen erstmal beigebracht werden, jemanden laut anzuschreien, wenn sie bedrängt wurden. Die Damen brachten es kaum über sich. Ich frage mich, ob das bei den heute jungen Frauen auch noch so ist?

  44. Exmeyer

    „Meine Befüchtung ist, dass in der BRD bald unter falscher Flagge Verbrechen gegen Immigranten begangen werden, die dem System einen Vorwand zu hysterischen Entrüstungsritualen und verschärfter Repression verschaffen werden. Irgendwelche bescheuerten Glatzköpfe, die sich als Strohmänner vorschieben lassen, kann der „Verfassungsschutz“ (welch Orwellsche Bezeichnung!) ganz bestimmt rekrutieren.“

    Tja. Das kann bei deren Unfähigkeit schon sein. Uns sollte es recht sein. Denn: Die politische Gesamtentwicklung geht IMMER in die Richtung aus der der (vermeintliche) Terror erfolgt. Linker Terror – Linkswende, rechter Terror – Rechtswende.

    Immer.

    Aus dieser Sicht: Schade nur, daß niemand an den „NSU“-Unfug glaubt …
    Das hatte auch keinerlei politischen Hintergrund, sondern es handelt sich lediglich um die strafrechtliche Entsorgung von OK-Morden, in die ausländische staatliche Strukturen involviert waren.

  45. norbert vain

    Ich stimme Ihnen zu, Frau Kositza, die Aufladung des öffentlichen Raums mit abweichendem Verhalten – überwiegend – von kulturfremden – überwiegend – jungen Männern ist ein gewordenes Phänomen und insofern alt. Die Auflösung der öffentlichen Ordnung findet, hier bei uns, vorläufig seinen Höhepunkt in Übergriffigkeit gegenüber (jungen) Frauen.

    Ich greife den Aspekt auf, den Sie am Ende Ihres Beitrags anschneiden: die Anomie manifestiert sich nicht allein in sexuellen Übergriffen, richtet sich nicht ausschließlich gegen Frauen und wird i. d. R. – und: zu Recht – auch dann als unangenehm empfunden, wenn man persönlich (noch) nicht unmittelbar oder mittelbar betroffen ist. Ich denke, dass der zuletzt genannte Aspekt der Grund dafür ist, dass die Ungeheuerlichkeiten der Silvesternacht eine so breite öffentliche Resonanz finden.

    Ich habe, als Mann, zwei Dekaden in einer Metropole gelebt und bin nie sexuell oder körperlich belästigt worden (ästhetisch und verbal natürlich ständig). Zunächst bin ich innerhalb der Stadt umgezogen, in eine „bessere Wohngegend“, wie man sagt. Dann bin ich, als eigentlich überzeugter ÖPNV-Nutzer, auf den PKW umgestiegen, weil ich nicht nur die Atemluft in U-Bahnen, S-Bahnen und Bussen zunehmend als unzumutbar empfunden habe. Schließlich bin ich hinausgezogen ins Ländliche, wo die reine räumliche Weite die Situation ein wenig entspannt – vorerst.

    Das sind natürlich allesamt Rückzugsgefechte. Muss mir das von „männlichen Männern und Frauen“ (@deutscheridentitärer: that was a good one!) auch gelegentlich vorhalten lassen. Bin somit durchaus gefasst, wenn mir auch hier gelegentlicher „Heroismus“ entgegenschlägt.

    Noch einmal zurück zur sexuellen Übergriffigkeit gegen Frauen im öffentlichen Raum: „Freizügigkeit“ – westlicher Lebensstil einmal kursorisch so bezeichnet – will gelernt sein! Der kulturspezifische sichere Umgang hiermit im sozialen Verkehr (ohne systematische Fehlinterpretationen und -Reaktionen auf bestimmte Reize) setzt einen langjährigen und komplizierten und erfolgreichen Sozialisationsprozeß voraus. Geht dem Kulturfremden diese soziale Anschlussfähigkeit ab, ist Anomie die prognostizierbare Folge. Dieses gesicherte Wissen nicht zu berücksichtigen ist exakt und präzise die den politisch handelnden Akteuren nachweisbare Fahrlässigkeit.

    Ich habe mit Bestürzung dieses Video (https://youtu.be/mgw6y3cH7tA?t=24) angeschaut, in dem eine Frau in westlicher Kleidung durch Manhatten läuft und auf Schritt und Tritt blöd angequatscht wird. Dann läuft sie im Hidschab durch dieselbe Gegend und – hat Ruhe. Zu Ende gedacht bedeutet das natürlich, dass die übergriffigen (jungen) Männer sich durch eben ihre Übergriffe à la longue das soziale Umfeld schaffen, das sie sich von Hause aus ohnehin wünschen: das verhüllte Weib.

  46. philos

    Ich renne verzweifelt von Demo zu Demo, weiß kaum mehr wohin mit meiner Angst und, ja auch mit meiner Wut! Einer Wut, die ich mir nie für mich hätte vorstellen können!

    Diese Wut können Sie in Stärke verwandeln, sofern Sie sich entschließen, den dafür nötigen Weg zu gehen. Ich selbst bin im handfesten Bereich tätig und öfter, und das nicht erst nach Köln, überrascht, wie kompromisslos Gewalt anzuwenden Frauen bereit sind, wenn es darum geht, schwere Tätlichkeiten abwehren zu müssen. Sie sollten natürlich Abstand nehmen von sogenannten Frauenselbstverteidigungskursen, insbesondere wenn von Frauen geleitet! Da wird meiner Erfahrung nach nicht mehr gemacht als ein psychologischer Schild aufgebaut, der aber von vornherein brüchig ist. Die Abwehr inbsesondere mehrerer Angreifer lernt man nicht an einem oder zwei Tagen. Nur konsequentes Training hilft da. Nur konsequentes Training mit Männern. Männern, die (aufgrund des Trainings) schwitzen, deswegen stinken und 20-50kg schwerer sind. Verwandeln Sie die orientierungslos Wut in gerichteten Zorn, und bei Bedarf eben in Aggression. Etwas kann immer schief- und Sie können immer draufgehen. Das kann jedem passieren, egal was er wie lange macht. Aber wenigstens nicht ohne Gegenwehr.

  47. Stein

    @ deutscheridentitärer

    Wenn Sie solch eine Aussage bringen (bezieht sich auf den 13.01, 14:08 Uhr), erwarte ich von Ihnen eine gut durchdachte Argumentation und Beründung. Die reine Behauptung „Ich kann es Ihnen versichern“ ist nun, Verzeihung, überhaupt nichts wert.

  48. @ Kositza

    Ich verstehe nicht, wie Ihnen der Text von Frau Waldvogel gefallen konnte. Es sei denn…

    Kositza: Es sei denn..: Was? bei Andeutungen steh ich fast grundsätzlich auf dem Schlauch.

  49. Ergänzung zu meinem Punkt 5,
    Angriff auf den Dom als Symbol des christlichen Abendlandes. Das macht mich sehr traurig:
    http://www.faz.net/aktuell/im-gespraech-koelner-dombaumeisterin-14012317.html

  50. Karolus

    Hier meldet sich ein Englischlehrer a.D.: „Frl. Baum at it’s best“ schreiben Sie, geehrte (absolut ohne Ironie) Frau Kositza, tun dies aber in Unkenntnis zweier Faktoren der englischen Grammatik. Fragen Sie Ihre Töchter!

    ‚it’s‘ ist die Kurzform von ‚it is‘ = es ist. Sie meinen ‚its‘, welches der sogenannte ‚Possessivbegleiter‘ für die 3. Person Singular Neutrum ist: „This place has its advantages.“ = „Dieser Platz hat seine Vorteile.“ IN diesem Falle schreibt man ‚its‘, weil – im Gegensatz zum Deutschen – ‚the place‘ im Englischen neutral ist. Sie dachten, so vermute ich, an die lange Jahre auch in Deutschland vorkommende Reklame für den bekannten schottischen Whisky namens Johnnie Walker – ‚Whisky at its best‘ lautete einer der beiden Werbeslogans; der andere war ‚Still going strong‘. Das Wort ‚whisky‘ ist in der englischen Sprache neutral, im Gegensatz zur deutschen Sprache, wo es maskulin ist.

  51. H. M. Richter

    ^ @ Monika

    Das macht mich sehr traurig:
    http://www.faz.net/aktuell/im-gespraech-koelner-dombaumeisterin-14012317.html

    Jetzt kommen wir der Sache langsam näher …

    Es war für mich in den letzten Tagen gänzlich unfaßbar, daß nicht gesehen wird (bzw. nicht gesehen werden will), worin die Hauptstoßrichtung des Angriffs in Köln bestand.

    Natürlich war es der Dom.
    Natürlich war es DIE Kirche.
    Und DIE Kirche Europas.

    Natürlich war es das Christentum …

    (Das Leid, das dabei Frauen und Mädchen erfahren mußten, war lediglich Begleiterscheinung dieses Angriffs.
    Ebenso die gestohlenen Geldbörsen und Handys.)

    Eine interessante Frage ist übrigens, ob die Katholische Kirche jegliches Gespür für einen solchen Vorgang verloren hat oder ob man diesen sehr genau verstanden hat.
    Und bisher nicht öffentlich darüber spricht.

  52. Olaf

    Das Marxsche Motto: „Das Sein bestimmt das Bewußtsein“, find ich gut und lebe danach. Wieso tun das Linke nicht? Die Antonia und ihre Schwester werden von Moslems ganz schlecht behandelt, aber das stört sie nicht weiter, die „kluge“ Linke. Aber Deutsche die ihr nichts getan haben, die hasst die Dame mit Inbrunst und Gnadenlosigkeit. Das ist verrückt, Linke sind verrückt, linke Frauen sind verrückt.

  53. Arminius Arndt

    Eine interessante Frage ist übrigens, ob die Katholische Kirche jegliches Gespür für einen solchen Vorgang verloren hat oder ob man diesen sehr genau verstanden hat.

    Die katholische Kirche tut alles, um die Apokalypse herbeizuführen bzw. den endzeitlichen Vorgang zu beschleunigen, damit Christus schneller wieder kommt. Anders ist deren Verhalten nicht zu erklären.

  54. Christin

    Liebe @Monika,
    diese Trauer empfinde ich auch.
    Die Außenmauern des Kölner Doms ein Pissoir – innen zertretene Reste ausgespuckter Kaugummis der Touristen auf dem Boden

    http://www.mopo.de/donnerstag-29-07-1999–10-38-koelner-dom-wird-von-kaugummiflecken-befreit-18686004

    Oriana Fallaci schrieb vor 10 Jahren in ihrem Buch „Die Kraft der Vernunft“:
    „Daß der Traum, den Kölner Dom zu zerstören, genauso eine Torheit ist, wie die Westminster Abtei oder den Eiffelturm zu zerstören, begann ich zu begreifen, als ich erfuhr, daß der wichtigste politische Flüchtling der Stadt Köln Rabah Kabir ist, ein früherer Turnlehrer, auf dem noch heute die Anklage lastet, 1992 das Blutbad am Flughafen von Algier angerichtet zu haben. Trotz der Auslieferungsanträge, die die algerische Regierung gestellt hat, ist ihm ohne Schwierigkeiten politisches Asyl gewährt worden, und seitdem lebt er in Köln. Er hat dort sogar einen Lehrstuhl für Theologie inne, ist sogar ein hoher Funktionär der Islamisch-Europäischen Union geworden …“

    Wenn nicht zerstört, so doch schwer mißhandelt und gedemütigt – besonders auch von den eigenen Leuten, den Gleichgültigen, den Mietlingen, den Lichtausknipsern.

  55. Wolfgang der Häßliche

    Sehe ich eher umgekehrt, den meisten ging’s wahrscheinlich tatsächlich um die Kuffar-Frauen und vielleicht auch ihre Besitztümer. Die Kirche war möglicherweise eine zusätzliche Anspornung, aber der unreine Ziegelhaufen der Ungläubigen wird sowieso gesprengt, sobald einmal Scharia eingeführt ist.
    Mitsamt den darin eingesperrten Padres.

    Hinsichtlich Gewalt gegen ‚Flüchtlinge‘, das ist natürlich nicht die Antwort, da stehst Du dann als der Bösewicht da, egal, was denn eigentlich geschehen ist oder wer was getan hat oder nicht.
    Gegen Angriffe dererseits verteidigen muß man sich natürlich schon können.

  56. Andreas Törner

    Die katholische Kirche tut alles, um die Apokalypse herbeizuführen bzw. den endzeitlichen Vorgang zu beschleunigen, damit Christus schneller wieder kommt. Anders ist deren Verhalten nicht zu erklären.

    Die Kirche glaubt nicht einmal mehr an Gott, geschweige denn an die Wiederkehr Christi. Und falls es anders wäre: Was aus denen wird, die die Ankunft des Messias „beschleunigen“ wollen, lese man in den Geschichtsbüchern und Enzyklopädien des Judentums nach.

  57. H. M. Richter

    ^ @ Wolfgang der Häßliche

    Sehe ich eher umgekehrt, den meisten ging’s wahrscheinlich tatsächlich um die Kuffar-Frauen und vielleicht auch ihre Besitztümer. Die Kirche war möglicherweise eine zusätzliche Anspornung[.]

    Auch den mittelalterlichen Landsknechten ging es vordergründig wohl mehr um Plünderung und Vergewaltigung als um die Interessen ihrer Feldherren …

    Das ändert aber nichts daran, daß die Feldherren darüber bestimm(t)en, welche Stadt z. Bsp. anzugreifen ist – und zu welchem Zweck und Ziel …

  58. Rheinländer

    Hallo Kemal Cem Yilmaz,

    puh, Dein Kommentar ist schwer verdaulich.

    Ich habe Dich als jemanden erlebt, der immer das Gemeinsame gesucht hat und der nun – im Zuge der Ereignisse der Masseneinwanderung – mit immer mehr Trennendem konfrontiert wird. Das ist schwer auszuhalten.

    So geht es aber nicht nur Migranten. Auch viele Deutsche sind innerlich zerrissen, gerade die, die in Bundesländern mit hohem Migrantenanteil aufgewachsen sind.

    Eine Lösung habe ich für diese Dilemma zurzeit auch nicht anzubieten.

    Nur soviel:

    Man muss es sich einfach klarmachen, dass Migration mit Entwurzelung und Verwerfungen einhergeht. Das Aus-/Einwanderung daher immer der Ausnahmefall bleiben sollte. Migration, insbesondere in hoher Zahl, ist eine Zumutung sowohl für den Einwandernden als auch für die aufnehmende Gesellschaft.

    Wir sollten Ideologien eine Absage erteilen, die alle überindividuelle Verbindungen des Menschen als „Konstrukt“ abtun und uns erst in die jetzige Situation in Deutschland und fast ganz Europa gebracht haben.

    Ansonsten versuche ich immer einen Ausgleich herzustellen zwischen Pauschalisierungen, um die man nie ganz herum kommt, und einer individuellen Betrachtung.

    Letztendlich muss es aber wohl auf folgendes hinauslaufen:

    Viele autochthone Deutsche müssen ihre duckmäuserische Haltung überwinden und wieder ihre Eigeninteressen glasklar formulieren. Nicht, um mit Mistgabel und Pechfackel auf Ausländer oder Migranten loszugehen, sondern um ein starkes Gegenüber zu sein vor Gruppen, die – angefeuert durch eine linksgrüne Agenda und eine schwache konservative Mittelschicht – eine gesellschaftliche Teilhabe FORDERN, anstatt einfach Teil dieser Gesellschaft zu SEIN.

    Das auch dies ein Prozess ist, bei dem man schnell über das Ziel hinausschießt, ist wohl leider unvermeidbar. Man schlingert zwischen dem Wunsch nach Harmonie/Spannungslosigkeit und einer klaren Abgrenzung/Ablehnung hin und her. Wann sich hier ein neuer Gleichgewichtszustand eingependelt haben wird, dass kann ich leider auch noch nicht absehen.

  59. Andreas Törner

    Werter Herr Richter,

    wenn „Merkels Schrättlingsheer“, wie der große Raskolnikow die Horden der Silversternacht im jüngst geschlossenen Nachbarstrang Lutz Meyers so tiefblickend genannt hat, gezielt den Dom angegriffen haben sollte – mit welchem Zweck und Ziel?

    Um herauszufinden, ob dieser Angriff überhaupt noch jemanden auffällt? Zur Demoralisierung eines entwurzelten Volkes, das kaum noch ansatzweise in der Lage ist, solche Angriffe überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn zu empfinden? Oder stehen wir etwa vor einem Beispiel „okkulter“, gleichsam „geomantischer“ Kriegsführung – gegen eine allerdings längst verlorene „innere Mitte“?

    Zu „entweihen“ im engeren Sinn scheint es dort ja leider nicht mehr viel zu geben, zumindest nichts, was der hiesigen „Bevölkerung“ etwas Wesentliches bedeuten würde. Selbst der Angriff auf die Frauen vor dem Dom wird ja vom durchschnittlichen Bundesdeutschen gerade noch als „Sexismus“ rezipiert…

    Und anders als viele heutige Ägypter, die sich mit ihren mythischen Vorvätern gern identifizieren, um sich für die Nachfahren der Erbauer der Pyramiden halten zu dürfen, will die hiesige „Bevölkerung“ offenbar mit ihren Ahnen und den historischen Dombauleuten, überhaupt dem so furchtbar finsteren Mittelalter eigentlich – nichts mehr zu tun haben.

    So zieh ich mich ruhigen Gewissens auch erst mal zu Schlehdorn und Rotwein zurück. Ein Prosit auf Herrn Meyer.

Diskussion geschlossen. :-)

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