Startseite
kubitschek Götz Kubitschek


Widerstandsschritte (2): Massendemonstrationen

widerstandGestern Abend in Dresden: amtlich weit über 10 000, eher also knapp 20 000 Demonstranten kamen zum PEGIDA-Spaziergang, wir sind also quantitativ wieder dort, von wo aus es Mitte Dezember vergangenen Jahres in die Höhe schnellte. Es ist jetzt aber noch nicht einmal Oktober, und wir beobachten interessiert, daß der Deckel noch auf dem Topf ist:

Denn darauf hocken Merkel und Gauck, Künast und Lindner, Fahimi und Maas, etliche Bischöfe, Pfarrer und Zentralratsvorsitzende, und selbst das wundgewetzte Sitzfleisch von Kemper, Giesa und Bednarz hat sich ein Plätzchen auf dem Schoß der Meinungsmacher gesichert, die sich ganz schwer machen und sicher eines nicht haben: Zeit für kleine Fische. Im Topf nämlich brodelts gewaltig.

Denn schon morgen ist in Erfurt wieder Björn Höcke auf der Straße, am vergangenen Mittwoch versammelte er weit mehr als 5000 Bürger gegen den Asylwahnsinn in Deutschland, und man kann davon ausgehen, daß es morgen vor dem Landtag noch einmal ein paar Tausend mehr sein werden.

Die „Gegner“ haben ihr demokratisches Recht übrigens rasch und umfassend geltend gemacht und über die kommenden Wochen und Monate hin auf jedem freien Platz in Erfurt vorbeugend eine Kundgebung angemeldet. Aber das macht nichts, das hält denjenigen nicht auf, der ein Ziel hat. Das ist eben so, als wäre man auf einer Straße voller Pfützen unterwegs: Man radelt ein paar Bögen, man springt drüber, man platscht einfach durch.

Die Strategie Höckes ist ebenso naheliegend wie effektiv: Es ist ein Grundfehler, als Oppositionspartei ohne Medien- und Lobbyrückhalt die Energie in die Parlamentsarbeit zu stecken. Kein Antrag hat Aussicht auf Erfolg, kaum eine der kleinen und großen Anfragen erzeugt befriedigende Antworten. Es ist allenfalls für die Abgeordneten und Referenten selbst angenehm, sich hinter dem Bildschirm verkriechen und am Ende des Jahres eine Arbeitsbilanz vorlegen zu können, die in Umfang und Rhythmus die der anderen Parteien aussticht.

Aber das ist ein Erfolg, der vom Wahlvolk weder wahrgenommen, noch gewürdigt wird. Deshalb ist es richtig, den Plenarsaal zu verlassen und dorthin zu gehen, wo der Unmut über eine völlig verfehlte Politik groß ist und wo all die Fehlentscheidungen ausgebadet werden müssen: in die Bürgerversammlungen beispielsweise, auf denen ein Dorf oder ein Stadtteil über die Zuweisung von Asylanten informiert wird, ohne daß es noch etwas zu entscheiden, geschweige denn zu verhindern gäbe.

Und weil das so ist, weil die konstruktive Arbeit nur noch als Widerstandsarbeit sinnvoll ist, muß dieser Widerstand organisiert werden: Pegida in Dresden und die AfD in Erfurt sind gelungene Beispiele dafür, und ich gehe jede Wette ein, daß diese beiden Standorte bald ergänzt werden durch eine Stadt aus Sachsen-Anhalt, eine aus Brandenburg und – Ansätze gibts in Schwerin bereits – eine aus Mecklenburg-Vorpommern.

Wer immer sich die Zeit abzwicken kann, sollte in Erfurt (morgen!) oder Dresden dabeisein, Zigtausende sind eine Macht, das erlebten wir im Januar, und sie sind eine Macht, weil Berufspolitiker auf den Druck der Basis doch ziemlich zuverlässig reagieren. Nicht die von ganz weit oben natürlich, aber es gibt Stadtverordnete, Landräte, Leute an Infoständen und das ein oder andere Bundesland, das sich auf seinen Sonderstatus als Freistaat das ein oder andere einbildet.

Ich selbst werde am Montag in Dresden sein, und zwar – lange ists her – wieder als einer der Redner. Es wird kühler und dunkler – es wird ein heißer Herbst.

 

85 Kommentare zu „Widerstandsschritte (2): Massendemonstrationen“

  1. Volker Spielmann

    Gewinnen die Helden von PEGIDA wieder an Kraft?

    Es war ja in letzter Zeit leider etwas still geworden um die Helden von PEGIDA, wenn auch eine kleine tapfere Schar unermüdlich fortgefahren ist, gegen die Mohammedanisierung des deutschen Rumpfstaates zu protestieren. Nun sollen sich aber wieder 10,000 furchtlose Seelen zu Dresden eingefunden haben und dies verwundert durchaus nicht: Bislang behaupteten die Parteiengecken und die Lizenzpresse nämlich frech und dreist, daß die Mohammedanisierung des deutschen Rumpfstaates nur eine vermeintliche wäre. Diese Gaukelei findet nun ein Ende, denn tagtäglich kann das Volk in den Nachrichten sehen wie ganze mohammedanische Völkerscharen in den deutschen Rumpfstaat einfallen, wobei sich das Volk zunehmend auch an seinen Wohnorten mit den Asylzwingburgen der Parteiengecken konfrontiert sieht. Es ist daher durchaus möglich, daß nun PEGIDA nicht nur in Dresden wieder erstarkt, sondern doch noch in anderen Städten die Flamme des Widerstandes zu entzünden vermag, sehr zum Ärger der Antifanten.

  2. ulex

    Ein paar Anmerkungen:

    1) Nein, es ist natürlich nicht völlig vergebene Liebesmüh Anträge und Anfragen zu stellen – im Gegenteil wundere ich mich stets und weiterhin, weshalb dies nicht im ausreichenden Maße geschieht, weshalb die AfD offenkundig selbst in den Ost-Verbänden keinen zentralen „Muster-Anfragen & Muster-Antrags“-Pool hat. Heutzutage würde da ja selbst ne Dropbox genügen. Denn natürlich kann man den Druck auch erhöhen wenn man sachliche Anfragen stellt um den ganzen Irrsinn aufzudecken – und natürlich publik zu machen.

    2) Hinweisen würde ich dennoch gern auf die „Grenzbau“–menschliche-Menschenkette-Aktion am Sonntag 15:00 Uhr in Sebnitz

    3) Hinzuweisen ist natürlich auf die zahlreichen anderen lokalen Protestveranstaltungen grad in Sachsen – „mal eben“ völlig unabhängig von allen anderen Sonntags 2000 Leute auf nen Marktplatz in Plauen zu stellen ist denn auch mal ne Leistung: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/2000-Menschen-bei-Protest-Demo-in-Plauen-artikel9314059.php

  3. Kara Ben Nemsi

    „Ich selbst werde am Montag in Dresden sein, und zwar – lange ists her – wieder als einer der Redner. Es wird kühler und dunkler – es wird ein heißer Herbst.“

    Das ist doch mal eine Nachricht!
    Pegida siegt! Seit dabei!

  4. Albert

    Gute Idee, gute Arbeit, viel Glück!

    Ein Wermutstropfen: Dieser Politikansatz greift nur im Osten. Es ist verdammt schwer, Widerstand im überfremdeten Westen zu organisieren, weil dort die Asylflut auf eine bereits zersetzte Gemeinschaft und eine verängstige, aber saturierte, restdeutsche Mittelschicht trifft. Im Westen – und der ist letztlich entscheidend wegen der Wählerstimmen – muss ein anderer Ansatz her. Wie könnte der aussehen?

  5. calculus

    > Dieser Politikansatz greift nur im Osten.
    >
    > Im Westen […] muss ein anderer Ansatz her. Wie könnte
    > der aussehen?

    Der Name des Blogs ist Programm.

  6. g. langsax

    War gestern in Dresden dabei und habe versucht die Teilnehmerzahl abzuschätzen. Nach meinen Schätzungen ca. 25.000. Man sollte die politisch-motivierten Lügen der Systemmedien immer sehr kritisch hinterfragen.
    Sehr negativ ist mir aufgefallen, dass fast niemand den Text von „Die Gedanken sind frei“ mitsingen konnte. … Waren wirklich keine Burschenschafter unter den Demonstranten? Wo seid ihr, wenn das Vaterland in Gefahr ist? Angst, dass sich das später auf den job auswirken könnte?
    Zum „Zwischenfall“ mit der Journaille: Hatte mich schon gewundert, wie diese Kamera vor dem Landtag dastand. Da dachte ich mir: So wie die filmt, kann man die Bilder zur Personenerkennung nutzen (Gesichtserkennung). Die Betreiber dieser Kamera werden vom Verfassungsschutz sein. Wenn sie wirklich „eine auf die Mütze bekommen haben“, dann hat es die Richtigen getroffen.
    Man merkt, dass das Regime unruhiger wird. Sie provozieren, sie lügen maßlos…

  7. Eisenhans

    Bemerkenswert mal wieder die übliche Taktik der Systempresse, die
    Demonstrationen im Osten komplett zu beschweigen.
    Stattdessen wird die VW- Affäre als willkommenes Ablenkungs-
    manöver genutzt, um vom Asylantenchaos abzulenken.
    Der Deutschmichel soll offensichtlich mal wieder per Desinformation
    beruhigt und betrogen werden, die Leitartikel der hiesigen Provinz-
    presse sprechen mal wieder eine deutlich undeutliche Sprache.
    Allerdings rutscht auch mal was durch die Zensur: In Bielefeld z.b.
    müssen 350 sog. Mufls( Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge ) nun
    begleitet werden, bei Kosten von bis zu 60000 € pro Kopf, macht
    jährlich ca. 21 Mio. Da die meisten Kommentatoren per eMail zu
    erreichen sind, empfehle ich diese Gestalten mit Mails zu zusch……en,
    damit sie wenigstens ahnen, wie die Leserschaft über diese
    Hilfskomsomolzen denkt.

  8. calculus

    Albert:
    > Dieser Politikansatz greift nur im Osten.
    >
    > Im Westen […] muss ein anderer Ansatz her. Wie könnte
    > der aussehen?

    Soeben bestätigt das auch SpOn:

    > CDU und Flüchtlingskrise: „Menschen im Osten können mit
    > Political Correctness nichts anfangen“
    > http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-zustimmung-fuer-angela-merkel-sinkt-ost-cdu-besorgt-a-1055096.html
    >
    > Auf die Frage, welchem Politiker sie am meisten vertrauen,
    > sprachen sich nach einer Umfrage des Instituts Insa dort
    > nur 24 Prozent Befragten für Merkel aus – im August waren
    > es noch 32 Prozent. Im Westen hingegen stieg die Anerkennung
    > Merkels von 31 auf 33 Prozent. „Das Thema Flüchtlinge
    > verändert die politische Stimmung in Deutschland mit
    > signifikanten Unterschieden zwischen Ost und West“, sagt
    > Insa-Chef Hermann Binkert.

    Der Westen hat die Zeichen der Zeit offenbar nicht erkannt. Im Westen steigt die Zustimmung für Merkel??? So wird das nie was …

  9. Schildmaid

    @ g.langsax

    Wir liefen ganz vorn neben dem Demo-Zug und überholten ihn. Dann konnten wir richtig zählen. Meine Tochter und ich sind auf ca 15.000 gekommen, kämen noch die hinzu, die nicht mitgelaufen sind sondern gewartet oder abgekürzt haben. Aber 25.000 waren es (noch) nicht.

    Und: Warum kennen so viele den Unterschied zwischen seit und seid nicht ?

  10. Schlesische Fachkraft

    15.000 gestern bei PEGIDA in Dresden? Ich weiß, wir wollen ja nicht überheblich sein. Aber die Zahl der Teilnehmer schätze ich als „Pegidist der ersten Stunde“ auf mindestens 20.000… Mir sind ja gestern auch die in den letzten Monaten ziemlich rar gewordenen „Filmemacher an der Seitelinie“ aufgefallen, die schwer einzuordnen waren.Egal.PEGIDA ist wieder stark im Kommen und auch andere Protestformen nehmen langsam die Fahrt auf. Erste Zersetzungserscheinungen des politisch-medialen Lügenkartells sind bereits sichtbar. Das lässt hoffen. Jetzt bloß nicht nachgeben und sich auf keine „Brüderkämpfe“ einlassen!!!

  11. Philip Stein

    @ g.langsax

    Waren wirklich keine Burschenschafter unter den Demonstranten? Wo seid ihr, wenn das Vaterland in Gefahr ist? Angst, dass sich das später auf den job auswirken könnte?

    Immer dieses selbstgerechte Geschwätz. Große Töne, ein plötzlicher Anfall von Heldenmut vor dem heimischen Bildschirm, das Gefühl der großen Beteiligung am Aufstand durch das Mitlaufen bei PEGIDA. Die rund 100 Burschenschafter im vergangenen Winter haben Sie wohl nicht wahrgenommen? Jene, die von Linz, Wien, Bayreuth und München teilweise wöchentlich nach Dresden gefahren sind? Die großen roten Fahnen der Urburschenschaft, die Wenigen, welche das Lied der Deutschen angestimmt haben?

    Und jetzt wollen Sie, nachdem wohl zwischen 10.000 und 25.000 Leute mitgelaufen sind, erkannt haben, dass keine Burschenschafter dabei waren? Weil nur Wenige „Die Gedanken sind frei“ kannten? Nun ja…

    Jedenfalls: Die Zeiten der „fetten Jobs“ für Burschenschafter (der DB) sind vorbei. Seit Jahren, gar Jahrzehnten. Unsere Gesichter zieren Indymedia ebenso wie die Universitäten – durch Outing-Plakate. Aber solange Sie Ihre fixen Sprüche bringen können, dürfte die Welt in Ordnung sein.

  12. Kara Ben Nemsi

    definitiv 20.000 plus
    bin seit November durchgängig dabei, man lernt schätzen.
    Man vergleiche nur mal die Bilder vom Weihnachtssingen mit der gestrigen Veranstaltung. Damals hatte uns die Lügenpresse 17.500 zugestanden.

    (seid wäre richtig)

  13. Pommes

    Ein viel wichtigerer Widerstandsschritt als Pegia ist meiner Meinung nach die am 4. Oktober stattfindende Besetzung der Grenze in der Sächsischen Schweiz.

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/09/26/4-oktober-buerger-schuetzen-die-deutsche-grenze/

    Was die Tschechen geschafft haben schaffen wir schon lange. Ich bitte alle Deutschen die noch Saft in den Knochen haben daran teilzunehmen.

  14. Im Westen – und der ist letztlich entscheidend wegen der Wählerstimmen – muss ein anderer Ansatz her. Wie könnte der aussehen?

    Demonstrationen gelten erstens im Westen immer noch als links. Uns fehlt die historische Erfahrung von 1989. Und zweitens gelten sie als unwirksam. Auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung gegen den NATO-Doppelbeschluß waren im Jahre 1983 1,4 Millionen Menschen auf der Straße, überwiegend „Linke“. Die Mittelstreckenraketen kamen trotzdem, unter einer SPD-Regierung!

    Auch im Westen rumort es, aber anders. Ich kenne durch Verwandte und Bekannte , darunter auch höhere Chargen, das Innenleben der CSU etwas.

    Da rumpelt es gewaltig. Jeder CSU-ler wird ständig auf das „Flüchtlingsthema“ angesprochen. Seehofer ist nicht ohne Grund so aufgebracht, dem sitzen die Basis und Funktionsträger im Nacken.
    Ich wage mal die Prognose: Wenn bis Ende Jahr der Zustrom unvermindert anhält, muss Seehofer handeln, indem zum Beispiel die CSU die Koalition verlässt.
    Seehofer letzte Woche:

    Sollte es beim EU-Gipfel am Mittwoch und dem Treffen von Bund und Ländern am Donnerstag keine Entscheidungen geben, werde Bayern nicht das letzte Land sein, das sich noch an Regeln halte, warnte Seehofer nach Teilnehmerangaben in seiner Rede vor den CSU-Abgeordneten.

    Nun Entscheidungen gab es, aber wenn die nichts bringen, wird Seehofer etwas dagegen tun müssen, dass „Bayern das letzte Land ist, das sich noch an Regeln hält.“

    Sonst macht ihm die Basis die Hölle heiß.

  15. Meier Pirmin

    @Seid dabei, wäre, wie Sie sagen, wenn schon richtig. Ich nannte Pegida in einem Essay eine ostdeutsche Strassenbewegung.

    Objektiv war das von Papst Calixt III. am 29. August 1456 angeordnete Türkenläuten zur Unterstützung des Kampfes des Ungarn Johann Hunyadi vor Belgrad wichtiger. Der damalige Widerstand auf serbischem Boden hatte nicht nur symbolische und demonstrative Bedeutung, die jahrhundertelange Erinnerung daran schon. Die landesweite Erneuerung des Türkenläutens ergäbe aber keinen (unerwünschten) christlichen Dschihad, wohl aber kirchenintern eine ebenfalls unerwünschte Trennung von Schafen und Böcken. Letztere sind nämlich auch Kirchensteuerzahler. Schon allein eine erneute Debatte um dieses Läuten, welches heute bei der Führung keine Chance hätte, wäre als Provokation wirksamer als eine Pegida-Demonstration. Die ist nach zwei Tagen gegessen und vergessen. Hunyadi ist aber gewiss ein Hinweis auf das heutige Ungarn. Erasmus von Rotterdam kritisierte den Krieg unter den Christen, schloss diese Sorte Widerstand jedoch nicht aus. Man findet beim bekanntesten Friedensdenker der humanistischen Zeit auch wohlwollende Aussagen über Muslime, aber nicht über den Islam. @Pommes: „Alle Deutschen, die noch Saft in den Knochen haben.“ Die toben sich lieber im Sport aux, zumal im Fussball. Solche Aktionen klassieren die Beteiligten schnell im Bereich des Sektiererischen. Eramus zu lesen, die Querela pacis, wäre heute wohl hochaktuell.

  16. Buxe

    Natürlich waren in Dresden wieder Burschenschafter in Dresden dabei. Herr Stein hat ja schon auf den „Burschenschafter-Block“ in der vergangenen Demoperiode hingewiesen, ebenso darauf, dass wir schon lange keine tollen Jobs bekommen, weil wir Burschenschafter sind. Wer sich mit der Deutschen Burschenschaft (DB) und ihren Mitgliedsbünden beschäftigt, der wird sehen, welcher Gegenwind ihnen in vielen Unistädten entgegen schlägt. Sie waren und sind dort die Kristallisationspunkte für nonkonforme Studenten.
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell auch in rechten Kreisen die gängigen Klischees gegen Burschenschafter aktiviert werden.

  17. conservative

    Ach Herr Kubitschek,

    das klingt mir doch sehr nach Pfeifen im Walde. Zugegeben, auch ich hocke wie die meisten Anderen nur mit meinem Hintern vorm PC und werde von den täglich apokalyptischer werdenden Meldungen zunehmend depressiv. Aber sich von irgendwelchen Demonstrationen gleich welchen Namens zu versprechen, das Blatt noch mal wenden zu können, ist bestenfalls blauäugig. Selbst wenn da 100.000 oder 250.000 Menschen auftauchen, es wird doch gar nicht mehr berichtet und damit auch nicht zur Kenntnis genommen. Pegida existiert hier im Westen nur noch im Bewusstsein einer marginalisierten Minderheit. Es herrscht ein kollektives Bewußtsein, dem allein schon die Bewußtlosigkeit als bessere Alternative gegenübergestellt werden könnte. Und während dort irgendwo in Sachsen demonstriert wird, steht hier die Merkeljugend am Bahnhof und bejubelt die Ankunft der nächsten 1.000 Invasoren. Das Spiel ist aus und wir haben verloren. Nicht schön. Aber die Wahrheit. Und – ganz ehrlich (ich weiß ja, dass Sie das anders sehen) – ich bin inzwischen soweit, dass ich den Jublern gönne, was da auf sie zukommt. Wie auch sonst sollte ich mit der Situation umgehen, ohne völlig verrückt zu werden?

  18. Gustav Grambauer

    Eisenhans

    „Stattdessen wird die VW- Affäre als willkommenes Ablenkungs-
    manöver genutzt“

    Glauben Sie das bloß nicht. In keinem anderen Zusammenhang wurde von der Lügenpresse so viel Nebel verbreitet. Hier wird die Tektonik der Kräfte dahinter verständlich gemacht:

    http://globalfire.tv/nj/15de/globalismus/20nja_abgas_holocaust.htm

    War neulich schon kurz davor gewesen, zu Lichtmesz`Beitrag zur Volksgemeinschaft 2.0 süffisant anzumerken, daß KdF-Wagen und Bulli aus den Hermann-Göring-Werken DIE Symbole der Hippies waren, Kubitschek hat auch einmal den „Passat-Fahrer“ als Phänotyp des BRD-Spießers gesehen. Zum Stichwort „vw 666″ kommt bei google so einiges ans Licht, schon die Bildmarke drückt die 666 aus.

    Dennoch ist es zugleich für viele, die in die hegemoniale Position dieses Konzerns eingeweiht sind, seit jeher eine Demonstration des Patriotismus oder zumindest der Abgrenzung von der Heuschrecken-Ökonomie, einen VW oder Audi zu fahren.

    - G. G.

  19. Waldgänger aus Schwaben

    quod dixi:

    Es geht schon los in Bayern:

    Angesichts immer neuer Rekord-Flüchtlingszahlen hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) angekündigt, notfalls im Alleingang «Notmaßnahmen» zu ergreifen. Aus Kabinettskreisen hieß es am Dienstag in München, es könnten beispielsweise Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen werden, für die nach geltendem EU-Recht eigentlich ein anderes Mitgliedsland zuständig wäre. Zudem wird demnach in Erwägung gezogen, Flüchtlinge einfach in andere Bundesländer weiterzuschicken.

    Bayern erwägt Aufnahmestopp für Flüchtlinge – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine:

  20. Meier Pirmin

    @Eisenhans. Die Volkwagen-Affäre nicht unterschätzen. Die trägt zu einem zersetzenden Unbehagen nicht wenig bei. Es geht immerhin um das bedeutendste deutsche Qualitätssymbol. Für die Schweiz war die Pleite der Swissair 2001 das niederschmetterndste Ereignis für die Selbsteinschätzung als Weltplatz der Qualität. Die SWISS wurde dann der Lufhansa gleichsam verschenkt und hat sich seitdem wieder erholt. Die Lufthansa aber noch nicht ganz von ihrem Amokpiloten. Dieser ist seinerseits ein Symbol für das Jahr 2015. Glauben Sie mir, solche Tropfen höhlen den Stein stärker als Ihre Demonstrationen.

  21. Hansi Dampf

    das Motto sollte sein:
    überall ist Dresden.

    wer könnte das organisieren?

  22. Aristoteles

    @Eisenhans

    Stattdessen wird die VW- Affäre als willkommenes Ablenkungs-
    manöver genutzt, um vom Asylantenchaos abzulenken.

    Sehe ich anders. Hier im Osten zumindest ist die Flüchtlingsthematik omnipräsent.
    Sowohl die VW-Kampagne (im Stile der Rating-Agenturen)
    als auch der neue Kalte Krieg gegen Russland
    sowie die Flutung unseres Landes mit Fremden
    sind Bestandteile der US-amerikanischen und BRD-subalternen Kriegsführung gegen Deutschland und Europa:
    Es geht um die Durchsetzung der transatlantischen Handelszone,
    das Ausweichen aus einer horrenden Verschuldung
    (ca. 20.000.000.000.000 $)
    und die Etablierung der Neuen Weltordnung.

    @Waldgänger aus Schwaben

    Sonst macht ihm die Basis die Hölle heiß.

    Warum machtE sie der Führung der CSU noch nicht die Hölle heiß?
    Diese Partei ist nicht nur peinlich, sondern sogar gefährlicher als
    CDU, SPD, LINKE und GRÜNE zusammen, weil sie den treudoofen Konservativen immer noch vorgaukelt, sie würde sich um das Wohl des bayrischen oder deutschen Volkes kümmern.

    @calculus

    Im Westen hingegen stieg die Anerkennung Merkels von 31 auf 33 Prozent.

    Sie glauben der Statistik?
    In unserer Lokalpostille wird gelogen und verbogen, was das Zeug hält.

    Aber vielleicht stimmt die Statistik sogar: Die Hälfte der 33 Prozent besteht aus Ausländern.

    @Pommes

    die am 4. Oktober stattfindende Besetzung der Grenze

    Sehr gut. Bin dabei.

    Jeder, der das Entweder-Oder unserer krisenhaften und manipulierten Lage noch nicht erkannt hat, begeht einen verhängnisvollen Fehler und macht sich vielleicht sogar mitschuldig:
    Es geht um die Existenz des Deutschen Volkes.

    Ich hoffe auch, dass viele Tschechen uns dabei helfen, die Kette zu bilden.

  23. Arminius Arndt

    Bemerkenswert mal wieder die übliche Taktik der Systempresse, die Demonstrationen im Osten komplett zu beschweigen.

    Stimmt so – also das Wort „üblich“ – nicht ganz. Im letzten Jahr wurde recht früh über Pegida berichtet und es war eines der Medienereignisse im Dezember/Januar.

    In diesem Herbst wird das Wiederaufflammen dagegen derzeit tatsächlich noch konsequent totgeschwiegen, vermutlich auch, weil die Flut mittlerweile eingesetzt hat.

    Wie auch immer, im Westen wird es demnächst wieder, wenn auch sicher im deutlich kleineren Rahmen, los gehen mit Pegida. Da werde ich dann wieder hin gehen und den versammelten Gutbürgerlichkeiten und den linken Antifanten den Goldstein für ihre Portion an wöchentlichen Hass geben – ich bin Teil des Packs und das ist auch gut so :)

    Wäre schön, wenn die AfD auch im sog. Westen Flagge auf den Straßen zeigen würde.

  24. Reklof

    Warum nicht am 03.10.2015 nach Frankfurt am Main kommen. Dort findet die zentrale Heuchelveranstaltung zur Deutschen Einheit statt. Da sind Kameras genug. Gauck, Merkel, die ganzen Witzblattfiguren, die im Grunde mit der Einheit nichts am Hut hatten und haben. Das müßte jemand organisieren, Busse mieten und getarnt als Einheitstouristen dann Transparente entrollen, Presslufttrompeten auspacken und den betulichen Gästen die Tour vermasseln. Es findet ja auch wieder passend der Tag der offenen Moschee statt. Auch so ein verquerer Mist. Alles wird zur Unkenntlichkeit verdreht und sinnentleert.
    Es ist wahr, im Westen machen die meisten Leute die Faust in der Tasche. Es ist ja auch im Grunde kaum noch jemand da der sich mit Deutschland identifiziert. Stellen Sie sich doch mal in Hanau oder Offenbach in die Fußgängerzone und wettern Sie gegen Islam, Einwanderung oder schwenken ein Deutschlandfähnchen. Ich hoffe Sie haben dann einen Erste Hilfe – Kasten dabei. Bestimmte Orte kann man ganz einfach vergessen. Die sind verloren. Kämpfen wir um den bis jetzt noch intakten Teil und dann sieht man weiter. Im Moment wird das „Flache Land“ die Provinz mit der Asylgießkanne begossen. Hier muß Widerstand geleistet werden. Hier kennt man sich noch, hier kann man vielleicht noch auf Unterstützung hoffen, auch im Westen. Viele kleine Nadelstiche können auch was bewirken. Was nützen 30000 Demonstranten wenn gleichzeitig an einem Wochenende 55000 Orientalen per Bahn anreisen um zu Bleiben.
    Warum sabotiert hier niemand die Bahnstrecken,wie bei Castortransporten. Harmlose angekündigte Aktionen ohne Menschen zu gefährden. Aber sowas produziert Kosten und Stress für die Verantwortlichen, nur das Wirkt. Die Züge aufhalten, den Fahrplan durcheinanderbringen, was glauben Sie was dann los ist, Kosten über Kosten Stau Chaos. Ein Hoch auf die Pegida Leute, aber warum nicht alle Pegidas nach Berlin zu Frau Merkel fahren. Flashmob, keine Anmeldung. Als Touristen getarnt austeigen und zielgerichtet aufstellen. Wie sollte man die Leute aufhalten, wenn 40 oder 50000 Leute vor dem Reichstag stehen ? Wollen die dann schießen, die können ja nicht mal tausend Asylanten am übertreten der Grenze hindern ?

  25. Jim Knox

    Jede Demo, jeder Infostand in Fußgängerzonen, jede AfD-Plakatwand
    ( https://plakatspende.alternativefuer.de ) gegen den illegalen, durchgeknallten Asylwahnsinn hilft deutlich mehr die Utopisten in Berlin und anderswo zum Wackeln zu bringen, als zehn VW – Abgas-Affären auf einmal.

  26. Ich meine, man müßte auch mal über die Grenzen hinaus schauen:
    Wie leben die anderen Völker in Europa ihre „Protestkultur“?
    Mir fallen da die Franzosen ein. Sie sind, meine ich, ziemlich renitent, wenn es um vermeintliches oder wirkliches (politisch-soziales) Unrecht geht…

    Und dazu ein Interview ausgerechnet in der taz vom 20.10. 2010:
    „Historikerin über französische Protestkultur

    ‚Der Staat ist autistisch‘
    —————————
    Die französische Historikerin Danielle Tartakowsky über die Wut der Franzosen, die Substanz ihrer Proteste und die Unterschiede zum sozialen Dialog in Deutschland“
    http://www.taz.de/!5133728/

    Natürlich ist die Thematik nicht die hier verhandelte.
    Trotzdem: Es werden 4, 5, 6 interessante Gedanken zur politischen Protestkultur genannt und beschrieben. Man muß von ALLEN lernen…
    Ich führe die Punkte, die mir auffielen, hier nicht auf. Man gibt dann zu sehr die mögliche Denkrichtung vor…

    Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

  27. Schildmaid

    Ob es nun 15.000, 20.000 oder 25.000 sind. Auffällig und wichtig ist mehr und mehr die „beobachtende“ Menge am Rande der Demonstrationen (und damit auch über den medialen Tellerrand Dresdens hinweg). So als ob man sich nicht traut, ins „kalte“ Wasser
    zu springen. Man hadert, so scheint es, mit der eigenen Courage. Aber anziehend scheint es doch zu sein, irgendwie und auch richtig.

    Es ist für viele ein Lichtschein, eine Hoffnung, viele gleichgesinnte Menschen versammelt zu sehen. Je größer und zahlreicher dieses Licht leuchtet desto besser, jetzt wenn der Herbst Einzug hält und die Abende und die Nachrichten düsterer werden.

    Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Kaum einer hört auf seinen eigenen Bauch und hat doch Bauchgrummeln, ein Ziehen hier und dort ob der Meldungen in Funk und Fernsehen, Zeitschrife. Oder auch im Angesicht des sich verändernden Straßenbildes obwohl es doch die natürlichere Art wär mit sich im Reinen zu sein, auf seinen Bauch zu hören !

    @conservative: Genau darum geht es doch ! Totschweigen im Westen, madig machen, verunsichern.
    Also Hintern hoch und weg vom PC. Als Wendekind hab ich erlebt, was alles möglich ist, wenn viele es möglich machen.

    Grüße aus Leipzig

  28. Im Westen rumort es gewaltig. Allerdings nicht in der Öffentlichkeit. In jedem Gespräch wird die Flüchtlingsfrage thematisiert und es herrscht sehr große Unzufriedenheit mit der Merkelschen Politik. Aber der Protest kommt nicht auf die Straße. Der Gegenwind im Westen ist allerdings auch deutlichst kräftiger als im Osten. Das „breite Bündnis der Gutmenschen“ plus Lügenpresse und gewalttätiger Antifa schafft ein Klima der Angst. Zusätzlich will sich der normale Bürger auch nicht von seltsamen NPD-Kadern vereinnahmen lassen, selbst wenn in der Sache mal Einigkeit herrscht. Das wird hier nichts. Selbst, wenn jeden Monat 500.000 Asylforderer nach NRW kommen und jedem 3. die Wohnung gekündigt wird (warum sollte ein Deutscher auf 75 m2 wohnen dürfen?), selbst dann passiert im Westen nichts. Die einzige Hoffnung ist der Osten! Im Westen ist der Schuld-Chip zu fest im Hirn verdrahtet. Jeglicher Selbsterhaltungstrieb ist erloschen. Leichtes Spiel für Invasoren und Volksabschaffer.

  29. Reklof

    Und was noch gesagt werden muß: Kann man denn nicht, wenn man schon singen will, den Leuten ein Textheft-blatt Kopie oder irgendwas an die Hand geben, damit die simpelsten Texte wenigstens sitzen ? Was soll denn das für eine Verteidigung des Abendlandes sein, wenn man nicht mal bei „Hänschen Klein“ textsicher ist, das ist ja peinlich ohne Ende. Kann man nicht gegen Bezahlung ein paar Musiker auf die Bühne bringen, von mir aus auch ein paar Hobby Blasmusikanten die den Ton angeben. Das mus doch in der Musenstadt Dresden möglich sein. Das ganze muß auch den Gegnern Respekt abnötigen und nicht zur Lachnummer werden. Bei 20000 Leuten muß das doch von den Wänden brachial widerhallen ! Man sollte die Wirkung nicht unterschätzen !

  30. HX

    Was tun im Westen?
    Demonstrationen! Aber nicht mit Pegida – die sind verbrannt. Schon die Stossrichtung – gegen „Islamisierung“ – taugt hier nicht als Mobilisierungsmittel. Eine bürgerliche Demonstration gegen die aktuelle gesetzeswidrige Masseneinwanderung, das würde viele, sehr viele Menschen auf die Straße bringen. Die AfD würde sich hier als Organisator anbieten.
    Was noch? Bombardiert die Politiker mit Vorwürfen und Widerspruch! Artikuliert Euren Widerspruch öffentlich – das schafft Vorbilder und neuen Freiraum.

  31. Lars Geier

    Bei aller Sympathie für die AfD, PEGIDA,IB usw.: Ich habe ernsthafte Zweifel, dass das System reformierbar ist. Zunehmend wird die Flüchtlingsthematik von den Blockparteienvertretern von CSU und CDU aufgegriffen, die ihre (ebenfalls) auf der Flucht vor ihnen befindlichen Wähler mit plötzlich salonfähig gewordenen Stammtischparolen wieder einfangen wollen. Für mich erstaunlich…das funktioniert! Vergessen sind die Hetzkampagnen der Politiker aller etablierten Parteien gegen kritische Bürger.Vergessen sind die Lügen der Staatsmedien. Es lebe die Meinungsfreiheit! Es lebe der besorgte Bürger! Gutgläubig wird der brave Mittelschichtler, der von Verteilungskämpfen weitgehend ungeschoren seine tägliche Wissensration aus Spiegel und Tagesschau schöpft, beruhigt vom „Umdenken“ der Politik sein Kreuzchen bei der nächsten Wahl wieder an gewohnter Stelle setzen. Die Chance auf einen Neuanfang ist wohl verraucht, bevor sie wirklich entstand.

  32. Albert

    Ohne den „Hebel“ im Westen wird das nix. Demos greifen hier nicht. Da muss was anderes her. Nur was?

  33. Waldgänger aus Schwaben

    @Aristoteles

    „Sonst macht ihm die Basis die Hölle heiß.“

    Warum machtE sie der Führung der CSU noch nicht die Hölle heiß?

    Was glauben Sie, was in der CSU gerade abgeht? Warum „erwägt“ Seehofer die bayerisch-österreichische Grenze für Flüchtlinge zu schliessen? Sicher nicht aus Überzeugung oder Einsicht.

    Die CSU ist eine einmalige Erscheinung in ganz Europa, seit 60 Jahren fast ununterbrochen absolute Mehrheit, zeitweise sogar mit Zweidrittelmehrheit.
    Sie verdankt dies zwei Umständen. Erstens hat sie ihr Ohr am Puls des Volkes und zweitens verzeiht sie ihrer Führung alles, außer Misserfolg.

    Seehofer kann jetzt nicht mehr zurück. Er muss bei anhaltendem Zustrom noch im Oktober die bayerisch-österreichische Grenze zu machen, oder die Partei sägt ihn ab und sein Nachfolger tut es.

    Auf dem Balkan sitzen 600 000 „Flüchtlinge“, die nach Deutschland wollen und Erdogan schickt weiteren Nachschub.

    Also wird er es tun und dann wird es lustig:

    Die bayerisch-österreichische Grenze ist die deutsch-österreichische Grenze. Aber es gibt einen Seeweg über den Bodensee von Österreich nach Baden-Württemberg. Schlauchboote mit Flüchtlingen auf dem Bodensee will keiner sehen.

    Seehofer könnte also dem grünen BW-Ministerpräsidenten Kretschmann einen Korridor von Hörbranz nach BW (einige Kilometer) anbieten oder Österreich eine Fährverbindung über den Bodensse einrichten. Der grüne Kretschmann wird nicht ablehnen können.

    Im März 2016 sind aber Wahlen in BW. Die BW-CDU wird das Thema, aufgreifen müssen, wenn plötzlich täglich zehntausende in’s Ländle kommen, wenn sie zweistellig sein will, – und fordern es den Bayern denn gleich zu tun.

    Es wird wirklich spannend wie Merkel aus der Nummer raus kommen will. Heute wurde von Seehofer das Ende der Regierung Merkel eingeleitet, vermute ich. 2016 wird es Neuwahlen geben.

  34. Eisenhans

    @Meier Pirmin@Gustav Grambauer

    Sie haben mit Ihren Hinweisen auf den VW- Komplex sicher Recht,
    allerdings trauen Sie den Hanseln der Lokalpresse wohl ein wenig
    zuviel Durchblick im “ Great Game“ zu. Die spüren nur instinktiv
    das die Pegidabewegung aktuell wieder an “ Gefahr „zunimmt. Im übrigen muss man eindeutig feststellen, das die geistig illiquiden, linken
    Hilfsschreiber der Lokalpresse als Ochsen vor dem grossen Karren
    der Desinformation durchaus eine wichtige Aufgabe erfüllen: Der größte
    Teil der Zeitungslesenden Deutschmichel informiert sich nicht etwa
    über FAZ, Süddeutsche, Spiegel etc., sondern über die Lokalpresse.
    Der Einfluss dieser vielfach an mangelnder Allgemeinbildung leidenden
    Drückerkolonnen sollte nicht unterschätzt werden. Als Ablenkung taugt
    die VW- Affäre allemal, da hier vor allem aufgrund der u.U.
    unverschämt hohen Abfindungen an die Führungsriege prima an die
    niederen Instinkte des Sozialneides appelliert werden kann. Somit tritt
    zunächst einmal die nationale Katastrophe der Orientaleninvasion in den
    Hintergrund, das ist im Augenblick ausdrücklich erwünscht. Zur Not
    würde es auch ein Ausbruch des Ejafallajökull auch tun, besser wäre
    allerdings ein Ausbruch des Vesuv. In diesem Falle könnte das
    Betroffenheits- und Helfersyndrom von neuem aktiviert werden.

  35. Sakksa

    Den Oktober schaffen sie vielleicht noch. Der Nobember ist dann möglicherweise wieder unser Schicksalsmonat, wie so oft.

  36. Karl Franken

    @conservative:

    „Selbst wenn da 100.000 oder 250.000 Menschen auftauchen, es wird doch gar nicht mehr berichtet und damit auch nicht zur Kenntnis genommen. Pegida existiert hier im Westen nur noch im Bewusstsein einer marginalisierten Minderheit. Es herrscht ein kollektives Bewußtsein, dem allein schon die Bewußtlosigkeit als bessere Alternative gegenübergestellt werden könnte. Und während dort irgendwo in Sachsen demonstriert wird, steht hier die Merkeljugend am Bahnhof und bejubelt die Ankunft der nächsten 1.000 Invasoren. Das Spiel ist aus und wir haben verloren.“

    Vermutlich haben wir deshalb verloren, da es zu viele Ihrer Sorte gibt…

    Ich kann mit Ihrer Geisteshaltung gar nichts anfangen, tut mir leid.
    Demonstrieren wirkt antidepressiv, glauben Sie mir.

    ‚Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!‘

    Daß war auch die Devise unserer Väter und Großväter, als im Oktober 1944 die Rote Armee in Ostpreußen einfiel und das große Morden begann. Und ich bin stolz auf diese Männer, auch, oder gerade weil ihr Kampf so aussichtslos gewesen ist.-

    Wenn die schönen Ferienwohnungen zwangsvermietet sind, die ersten Städte brennen und auf den Weihnachtsmärkten eine Bombenstimmung herrscht, dann wird auch das linksgrün-versiffte (Pirinci) Neubürgertum im Westen aufwachen und uns ganz schnell rechts überholen, da bin ich mir so was von sicher…

    Dieser ‚progressive‘ Wandel des ehemals konservativen Bürgertums im Westen seit (!) Anfang/Mitte der 80er Jahre hin zu einem schicken ökosozialen Bürgertum ist auch der Hauptgrund des geringen
    Mobilisierungsgrades hier. Aber dieses Wellnessbürgertum geht zu Ende, je schneller sich die alte Welt und die gewohnten Verhältnisse sich auflösen. Und wenn 100.000 + x auf die Straße gehen, dann gibt es auch in den Redaktionsstuben der MSM kein Halten mehr, da bin ich mir sicher.

    Und ja: Den Jublern und hurrablöden Willkommensdeppen gönne ich natürlich auch das Unvermeidliche, was da kommen wird. Die wird`s so richtig zerlegen moralisch. Wie schön, wenigstens diese Gewißheit zu besitzen!

  37. Nemo Obligatur

    Mit Zahlen ist das so eine Sache… Irgendwie stimmen die Proportionen im Lande nicht mehr. Gewiss sind 20 000 Demonstranten in Dresden eindrucksvoll, aber wenn die Nachrichten nicht trügen, kommen derzeit jeden Tag ebenso oder noch mehr „Neubürger“, „Fliehende“ und „Schutzsuchende“ im Wortsinne „unkontrolliert“ über das, was früher einmal unsere Grenzen waren. Der Damm ist gebrochen, das Spiel ist aus. Irgendwie verfestigt sich bei mir das Gefühl, dass es das war mit Deutschland. Hat der Staat noch Gegenmittel? Ist er auch bereit, sie einzusetzen? Es fällt mir schwer, hier noch an eine Wende zu glauben. Oder denkt irgendwer, dass die Invasoren sich von selbst wieder in ihre Heimat begeben werden, wenn man ihnen die Rationen kürzt? Dass aus ihnen ehrliche Steuerzahler, fleißige Handwerker, findige Unternehmer werden? In der Mehrheit sicher nicht und sie werden sich bald holen, wonach ihnen der Sinn steht. Die kritische Masse wird noch in diesem Winter überschritten. Es wird Lager mit 10 000 Aslyanten geben, davon die Mehrzahl junge kräftige und zu allem entschlossene Männer. Die werden sich von einem Dutzend Streifenwagenbesatzungen mit Pfefferspray nicht mehr aufhalten lassen. Erste Anzeichen dafür gibt es. In Halle haben Asylanten das Sozialamt geplündert. Die Vorgänge in Suhl, Kassel, Dresden und anderswo sind in frischer Erinnerung. Unsere Presse, offenbar zentralen Anweisungen folgend, führt das neuerdings auf eine Art Lagerkoller zurück. Natürlich, die schlechte Unterbringung ist Schuld! Man fragt sich nur, warum diese Menschen von den Fleischtöpfen des Libanons und der Türkei geflohen sind, wenn sie jetzt wegen einer Woche in der Turnhalle die Nerven verlieren…
    Österreich, heißt es, erwägt den Einsatz militärischer Mittel an seinen Grenzen.

    Regelmäßige Leser dieser Seite, vor allem Leser des „Heerlagers“ haben zumindest die Genugtuung, das Ende schon zu kennen.

    Ich biete eine kleine, private Wette an: Das System Merkel wird in sechs Monaten vorbei sein. Ich stelle mir das Ende a la Ceaucescu vor. Merkel und Gabriel auf dem Dach des Kanzleramts, unten die Masse der bestellten Jubler, überwiegend „delegiert“ aus den umliegenden Behörden, von denen es ja in Berlin so einige gibt. Vielleicht sind auch ein paar tausend Studenten dabei, die sich 10 Euro die Stunde dazuverdienen. Erprobte Einpeitscher dirigieren die Sprechchöre mit dem Megaphon – dann dreht die Stimmung! Viele der Jubeldeutschen mussten in den letzten Wochen in ihren Wohnungen vorgebliche Syrer unterbringen, einige haben gar keine Wohnungen mehr, andere sind Opfer von Straßenbanden geworden, teils mehrfach. – Pfiffe und Buhrufe aus der Menge, Merkel und Gabriel lächeln unsicher und winken zaghaft in die Menge. In der Ferne sieht man Hubschrauber der Flugbereitschaft allmählich heranschweben…

    So, das ist jetzt lang geraten und war etwas ausschweifend…aber es befreit auch :-)

  38. U. Fink

    @calculus. Vorsicht mit Statistik. Die Veränderung der Zustimmungsrate von 31 auf 33 % sagt nicht viel aus. Soviel ich weiß, werden bei diesen Erhebungen etwas mehr als 1000 Leute befragt (nicht sehr viel, gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten). Und auch wenn die Vorgaben so sind, dass bei der zweiten Umfrage dieselben Leute zu befragen sind wie bei der ersten, wird das nie wirklich gelingen: Da sind inzwischen Personen verstorben, verreist, verzogen oder wollen nicht mehr mitmachen. Nur ein Beispiel: 372 Pro-Stimmen von 1200 Befragten wären 31 %, 330 von 1000 (2. Umfrage) wären 33 %. Hat die Zustimmung zugenommen? Nicht wirklich.

  39. Aristoteles

    @Waldgänger aus Schwaben

    Wo war die CSU, als die Restdeutschen,
    die für ihr Volk und ihre Heimat auf die Straße gingen,
    von gezielt gelenken, gewalttätigen Gegendemonstranten,
    von den Schmierfinken der Systempresse
    und den Politlakaien der Blockparteien
    auf’s Übelste diffamiert und schikaniert wurden?

    Hat sie sich mit auf die Straße begeben?
    Hat sie sich in München schützend vor ihre Landsleute gestellt?
    Hat sie wenigstens ein stützendes Wort für sie eingelegt?

    Ich hege für all diese Buntbonzen kaum mehr als Verachtung
    und halte jeden, der diesen Winddrehern guten Willen unterstellt,
    für einen Einfaltspinsel.

  40. Hartwig

    Hätte mal nicht gedacht, das so zu schreiben, aber „Jeder jetzt einwandernde Ausländer ist ein guter Ausländer“.
    Aus meiner Sicht können es gar nicht genug werden. Die sich daraus entwickelnde Sprengkraft könnten „wir selbst“ nie iniziieren.
    Je länger die Politik wartet, den Hebel radikal umzulegen, desto besser. Sobald sie es tut, werden alle aufatmen; und die sogenannten Konservativen am lautesten.

  41. Der Ghibelline

    Götz Kubitscheks Aufruf, an den Demos in Dresden und Erfurt teilzunehmen, sollten vor allem die sich hier tummelnden Pessimisten und Defätisten beherzigen – eine bessere Motivationsspritze, als gemeinsam mit tausenden von Mutbürgern gegen den herrschenden politischen Wahnsinn auf der Straße zu sein, gibt es nicht!

    Wer sich nicht entscheiden kann, ob PEGIDA oder AfD/Höcke, macht es wie ich: ich fahre (aus Berlin!) auf beide Demos! Bevor der Einwand kommt: ich bin voll berufstätig und schaffe es zumindest nach Dresden/Leipzig trotzdem in grosso modo seit Dezember 2014…

    Eine ganz andere Frage beunruhigt mich momentan: PEGIDA hat angekündigt, eine Partei zu gründen. Gleichzeitig giftet Tatjana Festerling momentan extrem gegen die AfD (ausgenommen Björn Höcke). Welche Auswirkungen hat das auf die Schlagkraft des Widerstands? Hier interessiert mich die Meinung von Götz Kubitschek.

  42. Sakksa

    Wir haben eine derzeit zugegebene Invasion von 10.000 Invasoren pro Tag. Die zugegebenen Zahlen.

    Das kann das Sozialsystem definitiv nicht überleben. Wir werden tektonische Verschiebungen im Parteiensystem erleben. Es würde mich wundern, wenn dieses Spiel bis 2017 weitergeht. Sie haben überzogen.

    Bereits 2011 forderte die SPD die Zwangshypothek. Tragt das weiter, teilt es. Nichts ist besser als die Munition, die der Gegner selbst liefert. Siehe hier :

    https://www.youtube.com/watch?v=ICJTVQ9GHzE

  43. donna_alta

    Auf die Straße zu gehen ist absolut heilsam für die Seele, egal was man nun befürchtet, daß es eintreten könnte (oder nicht) oder ob man einen „Windmühlenkampf“ kämpft.

    Ich war vergange Woche in Erfurt. Und es war grandios, vor allem für mich selber. Beruflich kann ich mir das eigentlich nicht leisten, aber ich bin jetzt von einem Virus angesteckt worden und kann nicht mehr anders. Wenn es zu Konflikten in meinem Arbeitsumfeld kommen sollte, werde ich sie austragen und bin gespannt, welche Konsequenzen sie haben.
    Es braucht Mut. Aber dann ist es ganz einfach und geradzu folgerichtig. Mir hat es vor allem Kraft gespendet, mit so vielen gleichgesinnten, ganz normalen ;-) Leuten verbunden zu sein. Da kann man dann eine Woche durchhalten (und anderweitig aktiv bleiben). Aber diese Bewegung auf der Straße ist vor allem für uns selber sehr wichtig. Und die Vernetzung der Kräfte, nicht gegeneinander, sondern miteinander verbunden!
    Es ist grandios, daß Sie, Herr Kubitschek wieder in Dresden reden!
    Darf man hoffen, daß Sie auch mal nach Erfurt kommen?

  44. Falkenstein

    Ich war am Montag dieser Woche wieder mit in DD dabei.
    Ja, es waren sicher gute 20.000. Man kann das getrost unterschreiben.
    Aber- und jetzt ein Wort an so manchen Theoretiker, so manchen Verzagten und manchen Däfetisten; dieses Regime was täglich die Gesetze im eigenen Lande mit Füssen tritt, wird man nicht los durch kommentieren, lamentieren.
    Die Stufe 1, also 10/14 – 08/15 ist abgeschlossen.
    Wir tun gut daran, jetzt einen Gang hochzuschalten. Dies bedeutet – Erstens: den Hintern heben und sich aus allen deutschen Landen im Osten einzufinden. Montags in DD, andertags bei Höcke in Erfurt, sonstwo.
    Ihr braucht nicht in Duisburg, München und Kassel mit 200 Leuten Euch Steine an die Köpfe knallen lassen, die Schlachten werden im Osten geschlagen. Nur hier. Bis auf weiteres.
    Helft Dresden in den nächsten Wochen auf 40.000 zu heben und Erfurt auf 15.000. Helft in Sachsen Anhalt, MVP und Brandenburg – aber tut was.
    Nehmt an den Grenzschließungen (Sebnitz) teil, organisiert selbst welche.
    Die fortlaufende Invasion in Deutschland können nur wir Bürger selbst beenden, hofft nicht auf die, welche nach ihrem Vorteil schielen, seid laut, widerspenstig und notfalls krankgeschrieben ;-)
    Zweitens:
    Vernetzt Euch und scheut Euch nicht das Kind beim Namen zu nennen, füttert dieses System nicht länger. Bildet Gesprächs- und zivile Widerstandsgruppen, macht Plakataktionen vor Kaufhallen, vor Landratsämtern und Systemkirchen. Seid nett – aber klar in der Ansage.
    Ihr müsst nicht die Schläger des Systems (ANTIFA) überzeugen – sondern Hans Maulwurf und Annemarie Kaffeelieb in ihren Refugien.
    Diese beiden Herrschaften sind das Volk und die warten auf Vorbilder, auf Leuchttürme und kleine Funzellichter die irgendwie „was tun“.
    In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob das System in Teilen oder ganz einknickt – aber – und da bin ich bei Kubitschek: nur mit der Kraft der wütenden Masse.
    Also – seid wütend! Nicht grübelnd.

  45. Eckesachs

    Ab vom Thema, zur Beachtung.

    Ein Funktionär der Schwedendemokraten wird u.a. wegen Steuervergehen angeklagt.

    Man steht unter Beobachtung, wenn man das Falsche sagt.

    http://www.dn.se/nyheter/politik/sverigedemokraten-martin-kinnunen-atalad/

  46. Frenchman

    Egal wie die Lage und die Erfolgsaussichten sind: Widerstand leisten befreit und stärkt. Schon ein gut formulierter Leserbrief, Kommentar oder Abgeordnetenbrief wirken antidepressiv, weil man weiß, daß irgendjemand das lesen muß, entscheiden muß, was damit zu tun ist und ob es nach oben weiter geleitet werden sollte.

    Außerdem ist man da nicht alleine, weil es derzeit unzählige wütende Bürger tun. Man sieht überall da, wo es zugelassen ist, eine wahre Flut von Protesten.

    Von Gauck z.b. ist bekannt, daß er sich über jede noch so kleine Kritik maßlos ärgert. Diese eitlen Typen gieren nach Zustimmung. Zeigen wir Ihnen, daß wir sie verachten und sie ablösen wollen.

    Widerstand hat das Ziel, zu siegen. Wenn das nicht geht, hat man es wenigstens versucht und kann seinen Nachkommen immer noch in die Augen sehen.

  47. jacky

    Alain Escada, der davor warnt, Europa und seine griechisch-lateinische Zivilisation werden in den Migrationsfluten untergehen, sollten nicht bald energische Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

    https://www.youtube.com/watch?t=154&v=lWn-94DXjGY

  48. Kiepenkerl

    Ich weiß nicht, ob das schon praktiziert wird: Wie wäre es, auf den Demonstrationen vom Veranstalter herausgegebene Flugblätter an alle Teilnehmer zu verteilen, die diese Informationen weiterverteilen wollen?

    Ich selbst habe mir schon welche bestellt und kann mir aufgrund dieser Erfahrung vorstellen, dass andere Leute z.B. von den Kosten abgeschreckt werden, eine solche Bestellung aufzugeben. Wer bei der Demo mitgeht, zeigt doch, dass er zu der Sache steht und mit dem Material verantwortungsbewusst umgehen wird. Eine begrenzte Zahl von Flugblättern sollte man also jedem Demo-Teilnehmer bei Interesse kostenlos zur Verfügung stellen. Motto: Jeder bringt’s zehn (oder hundert) mit. Wer von weiter weg kommt, sollte dabei mehr erhalten als die Teilnehmer aus der Stadt, sonst werden die Briefkästen in Dresden oder Erfurt geflutet.

  49. Aristoteles

    Arminius Arndt und Der Ghibelline sind — MÄNNER.

    Von ihnen gibt es nicht mehr viele in Deutschland,
    aber donna_alta sieht es ganz richtig:
    Auch im „Windmühlenkampf“ sollte man in den Spiegel schauen
    und sagen können: ‚ICH HAB‘S GEWAGT.

    @donna_alta

    Wir Wenigen in Leipzig werden immer mehr zu einer guten Gemeinschaft, wir stehen und gehen nebeneinander, während der Wind und der Mob uns entgegenbläst. Wir halten unsere Plakate und Fahnen hoch wie die Letzten und Treusten vor dem Untergang. Rollstuhlfahrer lassen sich von ihren Lieben schieben, weil sie es liebten und nicht aufgeben wollen, ihr Vaterland. Eine Großmutter trifft sich Woche für Woche mit uns im Café, bevor wir durch die aufgereihten Polizisten und die aufgehetzte Meute Spießruten laufen. Ein siebenundsiebzig Jahre alter Herr kommt Woche für Woche mit dem Fahrrad und bringt eine Zuversicht mit, an der sich viele Jüngere ein Beispiel nehmen könnten. Während die grölenden Schüler- und Studentenbanden den ewigen Naaazi herbeihalluzinieren, halten bodenständige Menschen tapfere Reden von ehrlicher Arbeit, von Problemen in den Familien und nicht enden wollendem Stolz auf ihre geliebte, bedrohte Heimat.

    Mir wurden vorgestern die Augen feucht, als ich ein altes Rentner-Ehepaar Hand in Hand vor mir hergehen sah, während die krakeelenden Kinder hinter der Absperrung mal wieder Plastikflaschen und Abfall auf uns warfen: Die beiden blieben NICHT zu Hause, machten es sich NICHT auf dem Sofa gemütlich, sie lasen NICHT in der Lügenzeitung und regten sich NICHT wie meine Arbeitskollegen darüber auf, dass sie wegen der Demonstrationen nicht in Ruhe shoppen gehen konnten.
    Diese beiden hochbetagten, herzenswarmen Menschen, gezeichnet und ergraut von ihren Lebenserfahrungen, gingen auf die Straße – für sich? Für ihre Kinder? Für ihre Enkelkinder?
    Ich wollte fragen, ließ es aber dann doch beim Erahnen dessen, was sie wohl schon alles erlebt hatten.
    Ich wünsche mir sehr, sie am kommenden Montag wiederzusehen.

  50. der Gehenkte

    Auf nach PLAUEN!

    Was viele nicht wissen: die Wende hat nicht in Leipzig, sondern in Plauen begonnen, schon immer erzkonservativ aber auch sehr proletarisch bis bürgerlich und vor allem: ehrlich. Von dort griff der Protest nach Leipzig über …

    https://www.youtube.com/watch?v=LVCOn2lx2UM

    Gerade formt sich eine Bewegung, die ganz bewußt auf jegliche Parteinähe verzichtet. Letzte Woche waren es 400 Menschen, diese Woche schon 2000 und ich habe ein sehr gutes Gefühl, daß es erneut Plauen sein könnte, von wo der entscheidende Impuls ausgehen wird. Bislang berichtet nur die Lokalpresse, aber ich bin mir sicher, daß kommenden Sonntag mindestens das MDR dabei sein wird, bei 4000 plus.

    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/2000-Menschen-bei-Protest-Demo-in-Plauen-artikel9314059.php

    Die Stimmung ist ganz konzentriert und ernst, keine Sprechchöre, keine Plakate, kaum Flaggen (alles außer SRG ist untersagt). Die Redebeiträge sind noch recht holprig und sehr auf mein-Geld-dein-Geld aus, aber die Argumentation wird sich weiten.

    https://www.youtube.com/watch?v=KZ2HabZ_yQ4

    Hier sammelt sich die breite Mitte, unverbraucht, ohne Parolen, ohne Parteiziele – das ist die Bewegung, die die Nomanklatura am meisten fürchtet, weil sie nicht zu verunglimpfen, nicht zu kategorisieren, nicht zu fassen ist … das ist wirklich das Volk, entschlossen und mit finsterem Blick.

    Deshalb: Kommt nach Plauen, da tut sich was, etwas ganz anderes.

    Sonntag 17 Uhr Rathausplatz

  51. Meier Pirmin

    @Franken. Eisenhans. Was ich bei Ihnen lese von 1944 und der Roten Armee macht mir Eindruck, weil es der Aspekt ist in der offiziösen Geschichtsdarstellung und Geschichtsschreibung, wo diese Opfer entweder nicht erwähnt werden oder nur als Opfer 2. Klasse.

    Ich möchte noch betonen, dass meine Warnungen vor allfälligen Blamagen bei direkten Aktionen, wo man kontraproduktive Leute nicht unter Kontrolle hat, nicht als Absage an das Prinzip des Kämpfens gemeint sind. Mir steht es nicht an, Ihnen den Spielverderber zu machen, warne nur vor weiteren Rückschlägen. Aber dass man erst in den Armen des Engels aufhören sollte zu kämpfen, das habe ich im letzten Kapitel meines bekanntesten Buches geschrieben, das ich nun aber nicht nenne, weil Eigenwerbung billig wäre und vor allem den Eisenhans nervt. Dieser hat aber richtig gesehen, dass man die materiellen Grundlagen der Politik nicht unterschätzen sollte und damit die VW-Affäre nicht kleinschreiben. Sie musste wohl kommen und musste sein. Möglicherweise hat Eisenhans in der ehemaligen DDR in der Schule noch was Brauchbares mitbekommen. Fassen Sie diese Bemerkung bitte nicht als überheblich, sondern als ernstgemeint auf.

    Natürlich kann man bei Marx zwischendurch was lernen. Wer nicht lernt, ist selber schuld, wenn er immer wieder die gleichen Fehler macht und aufs selbe reinfällt. Vor dem Willen zu kämpfen habe ich Respekt. Ernst Jünger formulierte mal, ich zitierte ihn in dieser Sache schon in den Siebziger Jahren: „Gewiss wird ein Kampf durch seine Sache geheiligt. Mehr noch wird eine Sache durch Kampf geheiligt.“ (Der Kampf als inneres Erlebnis.)

    In diesem Sinn konnte der Apostel Paulus oder ein anderer Bibelverfasser sagen: „Ich habe den guten Kampf gekämpft.“ Kommen Sie nun aber nicht mit dem Buchtitel, in dem das Wort Kampf zum Überdruss in der Mitte steht in Verbindung mit einem Possessivpronomen. Man sollte den Kampf für sich allein gelten lassen, so hat er mehr Würde.

  52. Dresden

    Bezüglich der angesprochenen Parteigründung von Pegida, hoffe ich dass Sie, Herr Kubitschek, Bachmann/Festerling davon abbringen und im Idealfall eine Aussprache bzw. Versöhnung mit der AFD in Gang setzen können. Herr Höcke ließ ja schon mitteilen, dass er für Gespräche offen ist.

    Ich glaube hier im Blog hat mal jemand spekuliert, die Ankündigung einer Pegida-Partei könnte nur Kalkül gewesen sein, um der AFD Dampf zu machen. Bei allem Respekt für das Geleistete schätze ich Bachmann und Festerling aber nicht ansatzweise so clever und abgezockt ein. Vielmehr werden wohl in der Tat die mangelnde Unterstützung durch Frau Petry letzten Winter und verletzte Eitelkeiten eine Rolle spielen. Für das erste habe ich Verständnis, für das zweite nicht. Wer in dieser dramatischen Lage noch persönliche Grabenkämpfe führen will und das patriotische Lager damit massiv schwächt und verunsichert, handelt meiner Meinung nach in höchstem Maße egoistisch und fahrlässig.

    Den Leuten auf der Straße ist ohnehin egal, wer den Protest organisiert. Sie sind froh, dass es jemand macht und dass sie endlich ein Ventil haben.

  53. Albrecht

    Ich bin vorgestern in Freilassing an der Grenze gewesen. Die Brücke aufgeteilt: am rechten Bürgersteig auf der Brücke die Familien mit Absperrbänder sortiert. Am linken Bürgersteig junge Männer. Die Anzahl zwischen diesen beiden Lagern hielt sich die Waage. Ich redete mit einem Bundespolizisten aus Norddeutschland und erfuhr, dass heute mehr Familien daseien als sonst. Familien würden auch bevorzugt. Über das Prozedere: Alle bekommen Armbänder mit Nummern. Die Nummern werden aufgerufen und sodann passieren die Einwanderer die Grenze und werden in ein Zelt am anderen Ufer gebracht. Dort werden Personalien aufgenommen und eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt. Sodann weitertransport in eine alte Möbelhalle am Rande von Freilassing. Der Polizist sagte auf Nachfrage, dass momentan wenig Syrer ankämen (er schätzte ca. 20%), stattdessen viele Afghanen und Pakistaner Da der Fußgängerweg gesperrt war ging ich über das Kraftwerk auf die andere Seite nach Österreich: Zelte, einige Helfer in gelben Westen; ständig neu ankommende junge Männer (vom Salzburger Bahnhof zu fuß); sprach mit einem pensionierten Polizisten, der sich Vorort selbst ein Bild machen wollte. Auffällig bei den Familien: oft unverhältnismäßig alte „Eltern“ (oder Großeltern) mit wenigen Kleinkindern. Ansonsten ein Gemisch aus den verschiedensten Völkern und Rassen Zentralasiens. Pakistaner, mongolisch aussehende Afghanen und einige Gesichter, eine Mischung aus slawischen und asiatischen Merkmalen – wenige Afrikaner. Die Helfer wollen ein größeres Zelt umstellen und wollen dass ich mithelfe. Ich packte mit der Bemerkung mit an, dass ja wohl genug junge, kräftige Männer herumliegen würden. Als noch eine Arbeitskraft fehlt, winkte ich kurzerhand einen jungen etwas hellhäutigeren heran. Nach anfänglichen Zögern kommt er und sein Freund hinzu. Ich bemerkte, dass sie Englisch sprechen und unterhalte mich mit Beiden. 17 und 20 Jahre alt; aus einem kleinen Ort zwischen Damaskus und Aleppo; Fluchtdauer: ca. 8 Tage; Kosten; 2300 Dollar. Warum er geflohen sei? Er war angeblich 15 Tage im Gefängnis weil er sich mit einem Soldaten anlegte, der ihm sein Motorrad wegnehmen wollte. Als er freigelassen wurde, entschloss er sich auszureisen. Er spricht schlechtes Englisch. Aber seine Aussprache ist gut. Auf dem Handy ist eine leicht bekleidete, hübsche Frau. Seine Freundin? Nein, Alanis Morissette. Sein Freund kann noch schlechter Englisch. Beide möchten in Deutschland studieren. Sie wirken städtisch und liberal sozialisiert. Ich sage ihnen, dass es hier zu viele Flüchtlinge gäbe und deshalb viele Einheimische unzufrieden seien. Deutsch sei auch eine schwere Sprache. Wenn sie hier eine Zukunft haben wollen, müssen sie sich anstrengen; dann wünsche ich ihnen Glück und verabschiede mich. Durch Zufall komme ich mit weiteren Syrern ins Gespräch (wieder herausstechend, da hellhäutiger als die meisten Anderen). Beide um die 30, sprechen gutes Englisch. Der eine ist Ernährungswissenschaftler, der andere hat im Tourismus gearbeitet. Verstehe mich auf Anhieb gut. Die Beiden sind modern, offen und ohne kulturelle Einschränkungen – sie werden sich in jeder größeren Stadt ohne Weiteres zurechtfinden. Noch einmal ein Blick zu den anderen in der Schlange. Die zwei sind nicht die Regel. Viele werden Probleme haben/machen und nicht wenige (z.B. die alten „Eltern“) werden wohl ein dauerhafter Fall für das Sozialsystem – ein Großvater sticht hervor: teure Brille, eleganter Mantel, kultivierte Gesichtszüge – bestimmt kein Analphabet. Ein junges deutsches Pärchen geht die Schlange entlang und verteilt Kekspackungen. Sie halten sie hier und dort hin. Die meisten Zuwanderer reagieren gar nicht. Wenn dann doch einmal ein Kind gleich mehrere Packungen greift, ohne irgend ein Wort oder Freude im Gesicht und ohne dass die Eltern die Geste überhaupt zur Kenntnis nehmen würden, dann freuen sich die beiden Helfer sehr – Abends bei ein paar Bier mit Freunden werden sie bestimmt nebenbei bemerken, dass sie heute schon auf der „Brücke“ waren um zu helfen. Ich frage eine Helferin, ob sie irgend etwas bräuchten. Sie meinte, Decken wären nicht schlecht. Ich erwidere, dass hier ja genügend Decken herumlägen. Das schon, aber nachdem sie einmal benutzt wurden, werden die Decken in den Müllcontainer geworfen. Ich äußere mich unverständig. Man tue das, weil man ja nicht wisse, was die Leute so haben. Ich gebe zu bedenken, dass ein Freund von mir über hundert € unter anderem für Decken gespendet habe. Sie beschwichtigt, dass man daran arbeitet, die Decken zukünftig zu waschen.
    Ich gehe über den Damm zurück und spreche eine Polizisten an. Wenn ich Flüchtling wäre, dann hätte ich hier ja ohne weitere passieren können, sage ich ihm. Schnell bin ich im Gespräch. Er gibt offen zu, dass sie momentan nur Sichtkontrolle machen und ja, hellhäutige Flüchtlinge, könnten unter Umständen passieren, ohne dass das bemerkt würde. Der Polizist kommt aus einer norddeutschen Großstadt. Freimütig ist er schnell beim Thema und wir sind uns einig: Echte Flüchtlinge ja, alle anderen erst gar nicht aufnehmen; insbesondere Gewalttäter sofort abschieben. In seiner Stadt gäbe es schon Gegenden, die rechtsfreie Räume seien usw… Er berichtet von Gerangel und Drängler auf der Brücke, die auch auf Frauen und Kinder eingeschlagen haben; verweist auf den Müllhaufen unter der Brücke und an der Böschung; als ich gerade hinsehe wirft jemand einen Plastikbecher hinunter. „Was die brauchen, sind ganz klare Regeln“ meint er. Fast habe ich den Eindruck, er ist richtig froh mit jemanden darüber zu reden. Ein Kamerateam von RTL, dass ich schon auf dem Damm traf, kommt auf uns zu. Ich weise ihn dezent drauf hin, er spricht nämlich mit lauter Stimme. Etwas leiser fügt er noch hinzu: er habe aber auch schon Flüchtlinge gesehen, die die Böschung runter sind und dort aufgeräumt haben. Ich schaue nachdenklich ein letztes mal auf die Brücke. Auf der Seite der jungen Männer kehrt ein älterer deutscher Mann (Helfer) den Bürgersteig. Die Zuwanderer sitzen und stehen um ihn herum…
    Mir wird klar: Diese sogenannten Flüchtlinge sind eine Projektionsfläche für alle. Jeder der will, wird Positivbeispiele für Migranten finden – umgekehrt genauso. Ich kann die meisten, der jungen Männer nicht einschätzen. Sie sind anders als Türken und Araber, mit denen ich mich in meiner Jugend (Hauptschule) herumschlagen musste. Kann keinen Stolz bzw. Narzissmus im Gebaren erkennen. Die Augen und Gesichtszüge sind schwer lesbar für mich – nicht unbedingt roh oder grob. Keine Ahnung inwieweit sie sich integrieren wollen bzw. können. Das größte Problem wird wohl der Umgang mit Frauen werden… Die Stimmung war zur der Zeit übrigens entspannt.
    Ich empfehle wirklich Jeden, der in der Nähe wohnt, sich das Ganze persönlich anzuschauen.

  54. Der Gast

    Ein kurzer Einwurf eines Mitlesenden zu der immer wieder auftauchenden Frage, warum im Westen kein wirklicher Protest entstehe kann (starke Antifa, ausgeprägtes Duckmäusertum etc. wurden ja nun schon oft genug erwähnt):

    Eigentlich jeder mittleren und jüngeren Alters hat in seinem Bekanntenkreis oder auf der Arbeit Ausländer, mit denen er gut zurecht kommt. Nun ist der Deutsche oder besser gesagt die Gesellschaft so konditioniert, dass das Äußern von System-/Einwanderungskritik automatisch als das Eingeständnis von Hass auf alles Fremde ausgelegt wird und somit letzten Endes eben auch als Hass auf den Kollegen/ Bekannten. Dieser Aspekt wurde meines Wissens auf der sezession noch nicht besprochen und sollte bei weiteren Überlegungen unbedingt berücksichtigt werden.

    Gerade als junger Mensch gerät man schnell in extreme innerliche Konflikte, wenn man sich entscheiden will rechte Positionen zu vertreten. Für die Generation, die zu Schulzeiten noch Klassen mit weniger als 30% „Migranten“ vorfand vielleicht nicht ohne weiteres nachvollziehbar…

  55. Belsøe

    Es wäre wünschenswert, daß die Beamten und öffentlichen Angestellten sich nicht mehr verheizen, sondern in großer Zahl krank schreiben lassen. Die auf Posten befindlichen werden außerdem wissen, wie man dienstliche Abläufe schlecht nachweisbar verlangsamen kann. Für sinnvolle Maßnahmen steht man selbstverständlich wieder mit voller Kraft zur Verfügung. Wer hat die Kanäle, diesen Vorschlag zu verbreiten?

    So wie es jetzt ist, machen doch einfach viel zu viele als willfähriges Instrument mit. Warum können die immer noch auf ihr Volk zählen?

    Es wäre gar nicht unmöglich, mal 3-4 Tage lang alle Berliner Neuzugänge auf die Reichstagswiese umzuleiten. Amtstüren zu und Zettel dran.

    Und wieso denn kein Spaziergang im Regierungsviertel? Organisatoren stören da nur, denn wer anmeldet, darf natürlich nicht. Vorschläge teilen darf jeder.

  56. Stil-Blüte

    Syrer sind Kriegsflüchtlinge? Drei Seiten stehen im Krieg: Kurden, IS, Assad. Diese jungen Männer müssen ja auf einer Seite stehen. Sie sind Desserteure, die ihr Land und ihre Familien im Stich lassen. Das ist das eine.

    Das andere: Bereits in den 70er Jahren haben auch Linke (Enzensberger, Sloterdejk) auf die Gefahr hingewiesen, die mit dem Anwachsen arbeitsloser junger Männer im Mitteleren Osten auf Europa zukommt.

    Zahlen für Syrien:
    nach dem 1. Weltkrieg 1, 5 Mill. Einwohner
    1938 2,5
    1970 6,3
    2010 21
    2014 30

    Man möge mir das Abschweifen vom Praktischen zum Hintergrundwissen nachsehen.

  57. Direkte Aktion

    Volker Spielmann:
    „Es ist daher durchaus möglich, daß nun PEGIDA nicht nur in Dresden wieder erstarkt, sondern doch noch in anderen Städten die Flamme des Widerstandes zu entzünden vermag, sehr zum Ärger der Antifanten.“

    Das geschieht doch bereits in vielen Städten. Es wird nur weder von der Systempresse; noch von nonkonformen Medien (ausreichend) reflektiert.
    In München, Berlin, Duisburg, Düsseldorf, Chemnitz, Plauen, Demmin, Schwerin, Rosenheim, Stralsund, Wismar, Leipzig usw. finden und fanden Demonstrationen statt.
    Es ist aber fast schon ein Dolchstoß durch die eigenen Kräfte wenn darüber nicht berichtet wird.
    Ich denke den meisten ist gar nicht richtig bewusst, wie wichtig zeitnahe Demo-Berichte sind.
    Etwas über das nicht medial berichtet wird, findet in den Augen der Menschen nicht statt. Dies ist ja der Grund weshalb über die Anti-Asyl-Proteste in Bürgerversammlungen und auf der Straße nicht von den MSM berichtet wird. Es würde sonst ein evtl. Zündfunke entstehen.
    Das aber selbst die Konservativen dies scheinbar nicht erkennen, erstaunt. Es ist von eminenter Wichtigkeit Demonstrationsberichte im Netz zeitnah zu veröffentlichen und zu verlinken. So wird das Bewußtsein der Massen verändert und hoffentlich auch mobilisiert.
    Es empfiehlt sich hier mal die bekannten Bücher über die Psychologie der Massen zu lesen. Augenöffner gerade für verfemte Rechte!
    Aber ich glaube, die meisten wissen nicht mal ansatzweise was bundesweit alles geschieht. Es ist schon eine große Menge; nur man muss auch mal darüber schreiben; sonst – wie gesagt – existiert es für den Normalbürger nicht.

    Ein sehr trauriger Fall der letzen Pegida-Bielefeld-Demo:
    http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20582091_Unbekannte-locken-Biegida-Duo-in-Park-und-schlagen-zu.html
    http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/3128104

  58. donna_alta

    @Falkenstein
    Das ist der Weg! Jedes Wort möchte ich unterstreichen, vor allem: Patrioten aus den „Westbundesländern“, die ihr es unvergleichlich schwerer habt und Schlimmeres als Winmühlenkämpfe ausfechten müsst, kommt zu den Ostdemos und macht diese noch stärker. Hier entscheidet es sich, jetzt!

  59. Arminius Arndt

    Eigentlich jeder mittleren und jüngeren Alters hat in seinem Bekanntenkreis oder auf der Arbeit Ausländer, mit denen er gut zurecht kommt.

    @Der Gast
    Ja genau – und die sind vielfach noch viel mehr von dieser Flut, der hemmungslosen Grenzabschaffung betroffen, als man selber als Restdeutscher es im ersten Schritt ist (für uns Deutsche wird es erst mittelfristig so richtig unangenehm). Dies muss man diesen Leuten einmal klar und deutlich machen.

    Wo wird es denn zuerst eng? Auf dem Wohnungsmarkt, auf dem Arbeitsmarkt etc. und damit überall dort, wo die Einwanderer der letzten 30 -40 Jahre sich zum Teil mühsam ihr Plätzchen erarbeitet und erkämpft haben. Im Westen wird es dann spannend, wenn die dortigen Migrantenschichten, von Russen bis Ex-Yugos und Türken die Perspektive wechseln weg von einer falschen „Wir sind alle Ausländer“ -Solidarität hin zu einer „die wollen auch an unsere Pfründe und Biotope.“

    Auf einer solchen Basis war es mir bislang immer möglich, auch mit „Ausländern“ ein sehr kritisches Gespräch über die derzeitigen Vorgänge zu führen und man ist erstaunt, dass die oftmals rechter sind, als viele Deutsche. Wir müssen daher unbedingt auch diese Kreise gewinnen.

  60. ulex

    Naja,

    er bringt vermutlich wenig jemanden der noch nie auf einem Pegida-Spaziergang war das erhebende Gefühl der völligen Normalität einer solchen Veranstaltung näher bringen zu wollen.

    Und wenn es jemand in einem Dreivierteljahr es nicht geschafft oder für nötig befunden hat sich mal für 100 € in den Flieger, für 50 Euro in den Fernbus oder für ein paar Stunden ins Auto zu setzen oder ein verlängertes Wochenende in Dresden zu machen, werden da vermutlich auch keine ermunternden Worte hier helfen. Derjenige wird schon seine Gründe haben.

    (Erstaunlicherweise gab es zB auf dem staatspolitischen Kongreß des IfS etliche solcher „Kandidaten“, die sich zwar gern Vorträge über Metapolitik anhören und daheim „unsere Stunde die wird kommen“ duddeln lassen, für die es aber irgendwie völlig fern ist sich mal anzuschauen wie sowas in der Praxis dann ausschauen könnte – aber vielleicht hab ich mich auch nur mit den falschen Leuten unterhalten ;-) )

  61. ulex

    Und zum Potential im Westen:

    Wie bereits schon mehrfach geschrieben gibt es das Demopotential natürlich auch im Westen:

    5000 und 3000 Leute bei Hogesa in Köln und Hannover, jeweils 1000 Leute im Rheinland und München bei den ersten Pegida-Demos – das ist doch ein Wort. Dass dies dann schnell versandet ist bzw zerschlagen wurde hat multiple Ursachen, die nicht westspezifisch sind und die auch nicht nur an der Gegenwehr des Gegners liegen sondern oft auch hausgemacht sind – schlechte Redner, schlechte Orga, Abdriften in Parteinähe oder zu extremistischen Kreisen – im Zusammenspiel alles Faktoren. Magdeburg, Thüringen und McPomm sind ja auch versandet, wobei die Thüringer ja grad unabhängig von Höcke dabei waren / sind sich zu berappeln, wenn auch mit einem gewissen „Extremismustouch“

    Im Übrigen kann man am 18. Oktober in Stuttgart auch zur „Demo für Alle“ gehen, auch dies wäre vor ein paar Jahren ja noch undenkbar gewesen dass man dort ein paar tausend normale Leute die eine normale Bildungspolitik einfordern auf die Strasse bringt.

  62. ulex

    (Ups, kurzer Nachtrag – ich wollte nicht unerwähnt lassen, dass Leipzig hier ja auch eine ganze Zeit auf der Kippe zum Versanden bzw Abdriften ins totale Ghetto stand und wir hier natürlich mit Antifa & Zivilgesellschaft vermutlich mehr zu kämpfen haben als so mancher im Westen, insofern kenn ich die Probleme des „Weststädte“ sicherlich auch aus aktuellem Erleben.)

  63. ulex

    Args, Denk-Fehler.

    11.Oktober ist Demo für Alle in Stuttgart, nicht 18.

    https://demofueralle.wordpress.com/

  64. Waldgänger aus Schwaben

    Ich möchte allen Enthusiasten, die jetzt meinen. dass Massendemos (allein) eine Wende brächten, auffordern das hier zu lesen

    Friedensbewegung#Gegen_den_Nato-Doppelbeschluss

    Unser System ist viel robuster gegen den Druck der Straße als der real existiert habende Sozialismus es je war.
    Was eine Wende in der BRD-Politik brachte waren „erdrutschartige“ Wahlergebnisse:
    BW 1990 REP bei 12% -> Asylkompromiss
    BW 2012 Grüne stärkste Partei mit 24% -> Atomausstieg.

    Verachtet mir bitte nicht die Mühe der Parteiarbeit. Die Demos werden solange folgenlos bleiben, solange sie nicht Wahlergebnisse flankieren.
    Oberösterreichische Wahlergebnisse sind auch in der BRD möglich. Nur dass unsere „Volks“parteien dann zerbröseln werden.

  65. Der Gast

    @ Arminius Arndt

    Genau da sehe ich den Hebel, mit dem sich auch im Westen eine starke Bewegung schaffen lässt. Es muss ein Gefühl von „Wir“ geschaffen werden. Dieses „Wir“ muss auch alle wirklich angekommenen und integrierten Ausländer umfassen-es wurde ja schon öfters angesprochen, dass sich die Uhr nur bedingt zurückdrehen lässt. Das ist der einzige mogliche Weg, denn die gesellschaftlichen Strukturen sind hier im Westen nunmal doch anders. Und noch einmal, gerade junge Leute werden sich erst in nennenswerten Umfang engagieren, wenn dies nicht einem totalem Bruch mit dem Umfeld gleich kommt. Die vielbeschworene „Querfront“ sollte lieber hier aufgebaut werden. Wie dies geschehen kann sollte hier mehr diskutiert werden.

    Die Erfahrung mit den“rechten“ Ausländern durfte ich auch schon mehrfach machen- werden die Schimpftiraden gar noch in bestem Dialekt vorgetragen, muss man innerlich doch schmunzeln.

  66. Volker Spielmann

    @Direkte Aktion

    Fürwahr, doch sind diese Demonstrationen andernorts erst dann ein Erfolg wie in Dresden, wenn erstens eine beträchtliche Teilnehmerzahl von mindestens 5000 tapferen Seelen dabei zusammenkommt und zweites die Parteiengecken so wenig Nasen, Ausländer und Antifanten dagegen aufbieten können, daß die Nennung von deren Zahl für die Lizenzpresse eine Peinlichkeit wäre. Bis dies der Fall ist existieren diese Demonstration nur in der Wirklichkeit, nicht aber in der Scheinwelt der Lizenzpresse und diese hat leider noch immer großen Einfluß auf weite Teile des Volkes…

  67. Curt Sachs

    Es ist ein Grundfehler, als Oppositionspartei ohne Medien- und Lobbyrückhalt die Energie in die Parlamentsarbeit zu stecken. … Es ist allenfalls für die Abgeordneten und Referenten selbst angenehm

    Ja. Endlich hat’s mal einer begriffen!

  68. marodeur

    Der Gast:

    Eigentlich jeder mittleren und jüngeren Alters hat in seinem Bekanntenkreis oder auf der Arbeit Ausländer, mit denen er gut zurecht kommt.

    Vorhin in der Mittagspause mit meinem marokanischen Arbeitskollegen Essen gewesen. O-TON des Kollegen: „Man sollte die (Illegalen) sofort rausschmeißen. Klingt seltsam wenn ich das sage. Eigentlich müßte das ja von euch (Deutschen) kommen.“
    Habe ihm dann gesagt, dass der Satz aus seinem Munde legitim und aus meinem Rassismus wäre.
    Nein nein, der ausländische Bekanntenkreis hat mit der westdeutschen Verblendung garnichts zu tun. Viele Alt-Bundesbürger haben irgend eine höhere Wahrheit entdeckt, bei der irdische Realitäten einfach keine Rolle mehr spielen. Die würden weiter ihre Willkommensfähnchen schwingen, selbst wenn die Invasoren ihnen ins Gesicht spucken. Da gibt es eine fundamentale Unfähigkeit, eine pauschale Antwort auf ein Massenphänomen zu finden. Jedes noch so schlüssige Handeln wird durch den einen isolierten Einzelfall wieder vollständig realtiviert. Typisches Beispiel letztens: Ich spreche mal wieder mit der kinderlosen Gutmenschenkollegin über die Beschleunigung der Asylverfahren, dann an dieser sinnlosen und unwichtigen Thematik reiben sich die verunsicherten Linken. Mein Einwand, dass andere Länder das Verfahren rechtskonform in 48 Stunden durchziehen, wurde mit der Aussage abgeschmettert „Da kann man ja nicht mehr von Einzelfallprüfung sprechen.“ Es ist zum Haare raufen. Politische Arbeit im Westen ist ein Knochenjob.

  69. U. Fink

    @Der Gast
    Ja, nicht nur ein „Wir-Gefühl“ ist zu vermitteln, sondern eine (positive) Vision (keine Horrorvision). Wofür streiten wir?
    Für die freie Meinungsäußerung,
    für die innere Sicherheit,
    für ein friedliches Miteinander usw.
    Hierzu passt ein Zitat von Saint-Exupery: „Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
    Ein paar Aspekte dieses weiten Meers sind oben genannt!

  70. Aristoteles

    @marodeur

    Es ist zum Haare raufen. Politische Arbeit im Westen ist ein Knochenjob.

    Machen Sie es sich nicht so schwer:
    Wir LIEBEN unser Deutsches Volk, wir wollen unser Volk erhalten und für es streiten. Liebe überwindet den TOD.
    Das ist eine ganz natürliche und rechtmäßige Haltung
    - weder rassistisch noch faschistisch -,
    eine letzte Form von Anstand in einer völlig durchgeknallten Genozidkultur.

    Entgegnet Ihnen jemand mit dem langweiligen und abgelutschten Menschismus-Argument (‚wir sind doch alle Menschen, jenseits von Grenzen und Nationen‘), dann verweisen Sie auf den Patriotismus der vielen Nicht-Deutschen, seien es Türken, Juden, Araber, Chinesen, Schwarze usw., und fügen Sie zum Erstaunen des BRD-Rassisten hinzu:
    Auch Deutsche sind — Menschen.

    Masseneinwanderung, Regenbogenrassismus und Familienfeindlichkeit bedeuten Völkermord.

  71. Meier Pirmin

    Das Zitat von Saint-Exupéry eröffnet die Perspektiven, auf die es ankäme. Trotzdem muss man auch kurzfristig das praktisch Richtige tun.

  72. NurAliQalandar

    Wie @Arminius Arndt und @Gast schon sagten : Hier im Westen sind wir der Einwanderer und ihrer Kinde(skinde)r schon viele , und fast jeder Deutsche kennt wen . Und : Viele von uns sind Muslime.
    Daher nochmals : Wenn klar würde, daß es von der Rechten aus nicht gegen den Islam als solches ginge , sondern FÜR die staatliche Integrität Deutschlands, den Schutz der Grenzen des Landes, dessen Teil man ist, und das man schätzt und im besten Falle liebt ( und nein, ich meine nicht die Bunzelrepublik , sondern Deutschland ) , dann wäre so manches denkbar.
    Was soll ich als Muslim von einer -GIDA – Veranstaltung halten ?
    Ach, die sind gar nicht gegen den Islam , nur gegen die Islamisierung ?
    Will meinen ? Ah, die mögen keine Kopftücher ? Und Muslims nur, wenn es eigentlich keine mehr sind ?
    Ja, nu, was soll ich mich mit Leuten solidarisieren, die zwar Forderungen haben, die ich entschieden teile , ansonsten aber wohl zu nicht unbeträchtlichen Teilen eine Situation herbeisehnen, in der sie endlich unter Volksjubel Moscheen abreißen und Muslime durch die Straßen prügeln können ? Oder , weniger reißerisch ausgedrückt, die alles dafür tun , die Trennung einer Wahrnehmung zwischen hier normal und anständig lebenden Muslimen und aggressiven Horden von Eindringlingen, die größtenteils zufällig auch islamischen Glaubens
    sind , zu verhindern ?
    Die absichtlich berechtigte Ängste vor Verlust des Eigenen und Forderungen nach absolut berechtigter und notwendiger Selbstbehauptung mit unqualifizierter Religionskritik vermischen , auf das alles ein unverdaulicher Brei werde ?
    Solange dieser sehr unappetitliche Islamhass nicht geklärt wird, kann ich als ein Muslim mit deutschem Bewußtsein nur halb-neutral danebenstehen. Am Arbeitsplatz und im Privatgespräch positioniere ich mich schon seit längerem als ziemlich rechts in der Immigrationsfrage , unter Muslimen habe ich schon länger in Einzelgesprächen darauf hingewiesen, daß uns die Rechten in vielerlei Hinsicht näher lägen, als das doofe Linksvolk . Aber an irgendeinem -GIDA teilnehmen ? Vergiß es , no never .
    Dasselbe mutatis mutandis für die Afd : Solange ich mit denen ein Programm wählen würde , in dem es in erster Linie um generell anti-islamische Innenpolitik geht , kann ich denen in anderen Fragen noch so nah sein, oder einzelne Protagonisten schätzen ( Gauland, Höcke z.b. ) , ich halte trotzdem Abstand.
    Das ganze wäre so einfach : Man gestehe dem Islam einfach das zu , was in abendländischer Rechtstradition durchaus möglich ist , mische sich weder in Bekleidungs – noch Beschneidungsfragen noch wer wem die Hand gibt etc. ein, fordere aber ANDERERSEITS ganz klare und verläßliche Standpunkte hinsichtlich Staatstreue etc.
    Dann könnte man , denke ich, doch einiges ändern an der Situation auch im Westen . Ich denke nämlich auch, daß viele Ausländer – Muslime und andere – ziemlich genau erkennen, daß an der ganzen
    “ Refugees welcome “ – Hysterie einiges ziemlich “ fishy “ stinkt.
    Viele sind naturgemäß eher rechts ( rechter als so mancher deutsche Rechte ) , das ist schon richtig. In Beurteilungen der Außenpolitik ist man oft gleich ganz auf selber Linie . Und daß die negativen Auswirkungen der derzeitigen Situation hier lebende Migranten früherer Zeiten oder anderer Art mit als erste erreichen werden, ist vielen auch leicht klar zu machen , nehme ich an.

    Es wäre also dringend angeraten, die Einwanderungs – von der Religionsfrage deutlich zu trennen – im Moment geschieht eher das Gegenteil – und glaubhaft klar zu machen, was für ein Land man eigentlich anstrebt . Dann könnte ich mich so Gott will auch mit an den Grenzen einreihen . Und es würden Diskussionen eröffnet zwischen Seiten, die sich jetzt oft unsinnigerweise in Lagern gegenüberstehen , die keiner Seite richtig gerecht werden ( Muslime / Einwanderer mit der Linksgrünhomogenderfront , SiN und Rechts- Nationalkonservative mit geistigem Unrat wie PI , blu-news und anderen Zionistengesindel . )

    NurAli

  73. philos

    @nurAli

    Sie haben da einen wesentlichen Punkt angesprochen. Waren Sie schon mal auf einer –GIDA-Demo und rühren daher Ihre Vorbehalte, oder ist’s eher ein dumpfes Unwohlsein, das Sie davon abhält, sich einzureihen? Sollte Letzteres der Fall kann, könnte ich das durchaus verstehen; es gibt immer Arschgeigen, die nur darauf warten, endlich einmal handfest werden zu dürfen und ohne Hemmungen dreinschlagen zu können. Insoweit ist Ihre Sorge vielleicht berechtigt. Indes sind das dann aber eher Charaktere, die einfach nur jemanden umboxen wollen, und das fühlt sich eben besser an, wenn man es mit der entsprechenden öffentlichen (Zu-)Stimmung tun kann – fragen Sie mal bei der Antifa.

    Was mich angeht: Mir werden die meisten islamischen Bräuche immer fremd bleiben, das Kopftuch mag ich auch nicht besonders. Gleichwohl kann ich, insbesondere als Konfessionsloser, jede Religion respektieren und tatsächlich! tolerieren. Weitaus größerer Ekel überkommt mich, wenn ich die Beschmutzung und Verächtlichmachung alles Heiligen, den Alltag Überragenden sehe, die sich Moderne nennt.

    Wenn es so ist, wie Sie sagen, und eine relevante Zahl von Muslimen der rechten Seite nahe steht, dann gehen Sie in Vorleistung: Machen Sie unmißverständlich klar, daß Sie nicht Muslime in Bunzelbuntland, sondern deutsche Muslime in Deutschland sein wollen und sind. Überzeugen Sie davon, mehr noch als die Rechten, den am großen Ganzen meistens nicht allzu sehr interessierten, schafsgeduldigen Durchschnittsdeutschen, dann sehe ich da kein Problem. Für nationalistischen Furor und Sektierertum bleibt keine Zeit mehr.

  74. NurAliQalandar

    @philos
    Nein, bei -Gidas gefaellt mir schlicht und einfach der Name nicht , besonders seine sehr unklare Stoßrichtung . Warum sollte ich als Muslim auf eine Veranstaltung gegen mich selber gehen ?
    Für Grenzsicherung ? Begrenzte Einwanderung ? Festung Europa ?Verabschiedungskultur vieler Neuankömmlinge ?Gerne . Aber gegen “ Islamisierung “ , worunter dann von bis jeder es versteht , wie es ihm gerade passt , das geht nicht.
    Mein Beitrag findet derzeit darin statt, daß ich eben als praktizierender Muslim kein Blatt vor den Mund nehme.
    Wie gesagt , privat , im Beruf, im Gespräch mit anderen
    Muslimen.
    Aber gegen “ Islamisierung “ bin ich nur insofern , als ich
    a) gegen jeden weiteren Salafisteneinfluß und Zuzug bin
    ( und das ist was ganz anderes als Islamisierung )
    b) auch sonst nicht einen anders gearteten
    “ Gottesstaat “ hier anstrebe –
    Sicht – und lebbare Religion in der Gesellschaft und damit auch im öffentlichen Raum aber sehr wohl.
    Was nun die Gewalt angeht :
    Es ist ja immer nur eine Minderheit .
    In der derzeitigen Situation bin ich aber halt in der Lage , daß ich , wenn in der S-Bahn mit hijabtragender Frau unterwegs, im einen Abteil die “ sportlichen Jungs “ vom Heimatschutz sitzen und im anderen die mir durchaus grundunsympathische Antifa , ich trotzdem bei letzteren sicherer bin.

    Was die Zahl der Muslime angeht , die ähnlich denken wie ich :
    Ich weiß es nicht. Meine Einschätzung basiert auf Einzelbeobachtungen und Gesprächen und auf ganz grundsätzlichen Erwägungen ( Schauen Sie all die Länder der islamischen Welt : da ist keines, welches eine derart suizidale Migrationspolitik wie Deutschland sie betreibt, auch nur ansatzweise in Erwägung zöge ). Da ich keine Gemeinde leite oder für eine spreche , quasi nur auf eigene Rechnung arbeite , ist mein Beitrag bzw. meine derzeitige Haltung wie oben dargelegt .

    Das weitere : Schon passiert :) Kommen hier gut mit den nicht – muslimischen Nachbarn klar , politisch hab ich als Halbdeutscher mit zwar weißem Gesicht , aber fremdländisch klingendem Namen eh größere Freiheiten als so mancher Reindeutsche,
    Auf der Ebene trifft man sich also ganz gut.
    Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten

  75. NurAliQalandar

    Noch ein paar grundsätzliche Worte zu -GIDA Veranstaltungen und dem Verhältnis Muslime/Islam – Rechte/Konservative/Querfrontler :

    Je nachdem , wo wir uns jeweils verorten , trennen uns in so manchen durchaus bedeutsamen Fragen natürlich Welten .
    Wenn man aber das Trennende als solches akzeptieren kann und
    feststellt : “ Hier kommen wir nicht zusammen “ , können uns aber gegenseitig aushalten – ertragen – tolerieren , können wir so Gott will das Verbindende sehen :
    Hier geht es ganz akut und für mich in erster Linie um die Wiederherstellung nationaler Souveränität , heißt konkret Aufrechterhaltung und Bewahrung der Grenzen .
    Ferner Deutschland als Land der Deutschen, in dem aber auch Ausländer frei und sicher leben können, ohne von Rassisten oder Anti-Rassisten für ihre jeweiligen Zwecke mißbraucht zu werden.
    Ferner Deutschland als ein Land mit freier Religionsausübung , ohne Akzeptanz für Haßpropaganda in und von allen Richtungen, und ohne unnötige Restriktionen .

    Was die spirituelle Rolle des Islam hier angeht , so ist es nicht nötig, meine Ansichten hier nochmals auszuführen .
    ( Unter dem Beitrag von Nils Wegner über das Compact-Spezial habe ich in einem kleinen Dialog , der freundlicherweise freigeschaltet
    wurde :) , einige Gedanken dazu geäußert . Sie entsprechen sicher nicht dem , was hier der
    common sense ist , deswegen ist es nicht nötig , darauf hier jetzt weiter einzugehen . )

    Gemeinsame Ziele , was den Erhalt Deutschlands angeht, sehe ich zu genüge , und darauf kommt es mir hier an.
    Vielen Dank
    NurAliQalandar

  76. Eisenhans

    @ NurAli

    Sie wundern sich über die Ablehnung in erheblichen Teilen der
    „eingeborenen“ Bevölkerung ? Bei dem Import von kulturfremden
    Menschen in größerem Umfang kann es Naturgemäß zu Abwehr-
    reaktionen kommen, besonders dann, wenn es sich nicht nur um
    Parallelgesellschaften, sondern wie im Fall von vielen Moslems, um
    Antigesellschaften handelt. Ein Vergleich mit den Chinatowns in
    Amsterdam, Marseille, oder San Franzisco kann da einiges erklären.
    Die Chinesen bilden in diesen Städten ausgesprochene Parallelgesell-
    schaften. Es gibt allerdings einige bemerkenswerte Unterschiede:
    Mir ist nicht bekannt, das die Chinesen die Gastfreundschaft der
    „Wirtsvölker“ mit Kopftreterei, anspucken, beleidigen, Bildungsunwillig-
    keit und religiösem Fanatismus danken. Es ist sicherlich eine Art
    geschlossene Gesellschaft, die Loyalität gegenüber dem Gastland ist
    jedoch in der Regel ausgeprägt. Weiterhin ist mir auch nicht bekannt,
    das Chinesen und andere asiatische Ethnien besonderer “ Fürsorge“
    hinsichtlich von Sozialleistungen und Strafvollzug bedürfen.
    Im übrigen kann man immer nur darauf hinweisen, dass das deutsche
    Volk nie danach gefragt wurde, ob es den Zuzug von Mio Moslems
    wünscht, oder für notwendig erachtet. Jeder Bürger kann an dem
    anscheinend gleichgültigen Verhalten der meisten Moslemgemeinden
    gegenüber religiösen Fanatikern ablesen, wie ernst es dieser Bevölker-
    ungsgruppe mit der Loyalität gegenüber diesem Staat ist. Das fatale
    an der Situation ist zusätzlich, dass “ moderne, säkulare Moslems“
    von ihrer eigenen Klientel massiv unter Druck gesetzt werden, egal
    ob in Marxloh, oder z.b. an der Uni Münster als Islamgelehrte.
    Ich bin jedenfalls froh darüber, dass ein erheblicher Teil der Deutschen
    sich ein natürliches Abwehrverhalten bewahrt hat und die Zahl der
    Refutschie- Schreihälse sich wohl doch in Grenzen hält. Trotzdem sehe
    ich für die Zukunft, bei weiterem Ansteigen von Kulturfremden, weder
    assimilations- noch anpassungsbereiten Menschengruppen düster in
    die Zukunft. Eine Lösung ist hier, schon aufgrund der katastrophalen
    Führungsunfähigkeit der gesellschaftlichen und politischen “ Eliten“,
    nicht mal ansatzweise in Sicht. Und genau das spürt auch der
    Durchschnittsmichel- irgenwie.

  77. Desprecio

    @ „NurAliQalandar“

    Zur Zeit ist es in diesem „unserem“ Lande wohl nicht opportun, Ihnen
    meine Gründe für meine Ablehnung Ihres „Angebotes an dieser Stelle
    näher zu erläutern.

    Wenn ich behaupten würde, Ihren Ausführungen und Offerten nur
    skeptisch gegenüberzustehen, würde ich um mein wahres Denken
    herumreden.

    Der Islam, gleichgültig welcher Ausprägung auch immer, paßt nicht
    zu Europa, einem Europa meiner Vorstellung. Noch viel weniger „ge-
    hört“ er zu Europa im Sinne von europäischem Denken. Europa hat
    in 1400 Jahren Islam keinerlei positive Erfahrungen mit dieser Reli-
    gion und deren Auswirkungen auf ein gedeihliches Miteinander ma-
    chen dürfen. Ein Zusammenleben war fast immer mit großen Vorbe-
    halten und in jeder Hinsicht schmerzlichen Erfahrungen verbunden.

    Im Sinne einer europäischen und zuerst natürlich eines deutschen
    Kulturverständnisses, auch wenn dies in weiten Teilen der seit Jahr-
    zehnten umerzogenen BRD-Bevölkerung (ich spreche hier bewußt
    von der Bevölkerung der „alten“ Bundeslander !) nur noch in Spuren-elementen vorhanden ist, richte ich einen leidenschaftlichen Appell
    an alle, die versucht sind, Ihrem Angebot in irgend einer Art und Wei-
    se für uns positive Aspekte zu entnehmen :

    „Wehret den Anfängen ! Bedenkt, was ihr tut !

  78. NurAliQalandar

    Eisenhans
    Donnerstag, 1. Oktober 2015, 12:54 (URL) | Kurz-URL

    @ NurAli

    Sie wundern sich über die Ablehnung in erheblichen Teilen der
    „eingeborenen“ Bevölkerung ?

    Nein. Ich wünschte nur eine Klärung auf Seiten der Rechten, welches Verhältnis zum Islam bzw. zu den hier lebenden Muslimen man eigentlich anstrebt. Das wäre wichtig für alle hier lebenden Muslime und Ausländer allgemein
    ( was übrigens – mein Reden – nicht deckungsgleich ist : Kenne genug urdeutsche Muslime und andere mit deutscher Staatsbürgerschaft ebenfalls ) in der Frage, wie man sich realistisch überhaupt positionieren kann in dieser Zeit.
    Daß ich eben kein Interesse daran habe , hier schon bestehende Problemghettos nun weiter aufzufüllen, ist ja mein Problem mit der derzeitigen Politik.

  79. marodeur

    @Eisenhans:

    Ein Vergleich mit den Chinatowns in
    Amsterdam, Marseille, oder San Franzisco kann da einiges erklären. Die Chinesen bilden in diesen Städten ausgesprochene Parallelgesellschaften.

    Der Chinatownvergleich hinkt grundsätzlich. Ich hatte das hier schon an anderer Stelle mal geschrieben. Die Chinesen sind in der Lage, eine echte Parallelgesellschaft aufzubauen, weil sie das kulturelle und zivilisatorische Rüstzeug mitbringen. Unsere muslimischen Migranten schaffen das in der Mehrzahl garnicht mangels Bildung und Kultur. Die Deutschen ziehen sich einfach aus den Bereichen zurück, wo sich kulturfremde Migranten gewöhnlich tummeln. Dadurch entsteht nur der Eindruck einer Parallelgesellschaft. Jeder gebildete integrierte Moslem flüchtet zu erst mal aus diesem Millieu. Das führt natürlich zu weiterer geistiger Ausdünnung mit den bekannten Folgen ala Gewalt, religiöser Radikalisierung und Entfremdung selbst in der 3. Generation („Kostümtürkentum“ nach Akif Pirincci).
    Insofern muss ich den Linken mal rechtgeben: Die Entstehung dieser (scheinbaren) Parallelgesellschaft verantworten zum Teil die Deutschen, aber auch die die assimilierten Migranten. Denn die haben alle aus naheliegenden Gründen keinerlei Ambitionen, ungebildete und kulturfremde Einwanderer wirklich in ihr Leben zu integrieren.

  80. Der Gast

    @ nurAli

    Sehen Sie, genau das war mein Punkt, auch wenn ich nicht auf die Religionsthematik alleine gezielt hatte. Es ist einfach unmöglich eine breite Bewegung zu schaffen solange es keine klar umrissene und kommunizierbare Vision einer Zukunft fur Deutschland gibt. Sicherlich, man sollte man sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Detailfragen verlieren.

    Ihre Skepsis gegenüber den -GIDAs ist als gläubiger Muslim nachvollziehbar, aber den Heimatschutz habe ich in drei Jahren täglichen Zugfahrens bisher noch nicht getroffen. :-)

  81. Rainer

    @NurAliQualandar

    auf ihre Frage zum Verhältnis der deutschen Rechten zum Islam möchte ich ihnen eine Antwort geben. Ich kann nur für mich sprechen, wie andere darüber denken, weiß ich nicht. Wenn ich politisch zu entscheiden hätte, würde ich wollen, dass

    - eine Obergrenze für den prozentualen Anteil der Muslime in einer europäischen Gastgesellschaft am besten bei 1-2 % bis maximal 5% festgelegt wird und dies verfassungsgemässig abgesichert wird.
    - die Religion strikt privat praktiziert wird, ohne Anspruch auf Großmoscheen und Minarette und ohne Anspruch auf institutionelle Verankerung im Staat, wie. z.B. Islamunterricht an öffentlichen Schulen.
    - geltende Gesetze eingehalten werden müssen und keine Rechtsspaltung und Sonderrechte wie z.b. Shariagerichte oder Ausnahmeregeln für Halal-Schlachtungen eingeführt wird.
    - Kopftuchverbot für Beschäftigte des öffentlichen Diebstes, Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit.
    - echte Distanzierung von gewalttätigen Inhalten des Koran, keine blossen Lippenbekenntnisse.
    - eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Islam, den Inhalten des Korans, mit dem islamischen Imperialismus und dem islamischen Sklavenhandel von der Antike bis in die Neuzeit durch die Muslime selbst.

    Das wären Minimalforderungen, die ich als Voraussetzung für ein dauerhaftes friedliches Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen ansehen würde, ganz unabhängig davon, ob diese politisch durchsetzbar wären oder nicht. Leider hat die Geschichte immer gezeigt, dass muslimische Gesellschaften nichtmuslimische Kulturen fast immer verdrängt haben und eine friedliche Koexistenz zwischen beiden nur phasenweise möglich war.

  82. Thomas Wawerka

    @NurAliQalandar: Ich finde es sehr gut, dass Sie sich in die Diskussion einklinken. Wenn’s um den Islam geht, redet meiner Wahrnehmung nach jeder mit anderen Begriffen über etwas anderes.
    Ich habe mir die Unterscheidung zwischen Islam als religiösem Glauben und Islamismus als religiös-politischem System angeeignet. Ersteres genießt aufgrund der Religionsfreiheit in Deutschland Toleranz und Schutz, Letzteres kann jedoch nicht toleriert werden, da die politisch-rechtlichen Konsequenzen unserer Rechtsvorstellung widersprechen.
    Was ich Sie nun frage: Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, den muslimischen Glauben von politisch-rechtlichen Konsequenzen zu trennen, also ihn auf die Sphäre des Spirituellen zu beschränken?
    Nach allem, was ich mir angelesen habe, scheint das nicht der Fall zu sein.

  83. Heinrich Brück

    Ein Islam ohne Dschihad ist persische Dichtung.
    Die Kopten waren die Herren Ägyptens, vor langer Zeit. Und was hat der Islam ihnen gebracht?
    Es wäre wichtig für die Ausländer zu wissen, auch für die Muslime, wer in Deutschland bleiben möchte, in beiden Fällen eine Minderheit bleiben würde. Eine gut behandelte Minderheit, damit NurAliQalandar sich anfreunden könnte? Wohl eher nicht.

  84. Thomas Wagner

    @Aristoteles

    „Ich hege fuer alle diese Buntbonzen kaum mehr als Verachtung und halte jeden, der diesen Winddrehern guten Willen unterstellt, fuer einen Einfaltspinsel“.

    Sehe ich genauso. Ich meine, dass so mancher, trotz heftiger Kritik, immer noch irgendwie an das Gute im herrschenden System glaubt. Ich moechte das als fehlendes Systembewusstsein bezeichnen, d.h. diesen Menschen ist nicht klar, dass dieses System in dem sie leben – also die komplexe Herrschaftsstruktur, welche aus einer schier unueberschaubaren Anzahl von miteinander in Wechselwirkung stehenden Teilkomponenten besteht – sich als Todfeind des Volkes positioniert hat. Dieses System hat dem deutschen Volk mittels Multikulti- u. Willkommensideologie schlicht und ergreifend den Krieg erklaert. Dieser Krieg ist in Hinsicht auf den Fortbestand Deutschlands als Land der Deutschen ein Vernichtungskrieg. Die Kreaturen, die diesen Vernichtungskrieg fuehren, sind zu allem entschlossen, um ihr Ziel zu erreichen. Diese Ungeheuerlichkeit muss man sich immer und immer wieder bewusst machen, damit man nicht auf die verlogenen Sirenenklaenge einzelner Vertreter des volksfeindlichen Systems hereinfaellt. Aus dem herrschenden volksfeindlichen System heraus wird dem deutschen Volk keine Rettung mehr erwachsen koennen. Es gibt dafuer keinerlei systemimmanente Voraussetzungen.

  85. Karin Pfeiffer

    @Arminius Arndt

    Wo wird es denn zuerst eng? Auf dem Wohnungsmarkt, auf dem Arbeitsmarkt etc. und damit überall dort, wo die Einwanderer der letzten 30 -40 Jahre sich zum Teil mühsam ihr Plätzchen erarbeitet und erkämpft haben. Im Westen wird es dann spannend, wenn die dortigen Migrantenschichten, von Russen bis Ex-Yugos und Türken die Perspektive wechseln weg von einer falschen „Wir sind alle Ausländer“ -Solidarität hin zu einer „die wollen auch an unsere Pfründe und Biotope.“
    Auf einer solchen Basis war es mir bislang immer möglich, auch mit „Ausländern“ ein sehr kritisches Gespräch über die derzeitigen Vorgänge zu führen und man ist erstaunt, dass die oftmals rechter sind, als viele Deutsche. Wir müssen daher unbedingt auch diese Kreise gewinnen.

    Man sollte sich immer wieder selbst in Erinnerung rufen, daß es nicht um die Konfrontation „Ausländer“ ./. „Deutscher“ geht, sondern um die illegale Einwanderung in Sozialsysteme. Diesbezüglich spielt es keine Rolle, welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts, welcher religiösen Überzeugung Einwanderer sind.
    Würden wesensverwandte Amerikaner in Millionenscharen Deutschland überrennen, um hier aus den Sozialtöpfen ihr gesamtes Dasein bezahlt zu bekommen, die Anfeindungen wären kaum geringer! Daß nun viele der Einwanderer aus vorindustriellen, vergleichsweise unkultivierten Ländern kommen, daß die meisten unsere Sprache weder sprechen noch verstehen, ist eine zusätzliche Belastung und Gefahr.

    Aber in erster Linie geht es um den Skandal, daß wir von Regierung und Verwaltung gezwungen werden, Erspartes und persönlichen Besitz sowie durch Arbeit erworbene Versorgungsansprüche an völlig Fremde abzugeben! DAS und nichts anderes ist ein unerhörter Vorgang, und mir ist in der ganzen Menschheitsgeschichte nichts Vergleichbares bekannt, jedenfalls nicht in dieser Größenordnung.

Diskussion geschlossen. :-)

banner banner sezheader ifs schlange