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sellner Martin Sellner


Geistige Verschärfung gegen Defaitismus

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Daß die Lage grauenhaft ist, wissen wir alle. Martin Lichtmesz hat sie in seinem Artikel mit treffenden Worten geschildert und die Essenz herausgearbeitet: Es ist weniger die nackte Tatsache der fremden Vorstöße nach Europa. Es sind der moralinsaure Medienfeldzug, der wie eine Chemiebombe alle patriotischen Immunreaktionen abtöten soll, und die eilfertigen Reflexe der deutschen Gutmenschen. Es ist die „volksgemeinschaftliche Sinnstiftung“, mit der man den Großen Austausch nun verkaufen will. Das deutsche Volk bekommt erstmals wieder eine geschichtliche Aufgabe. Es ist die Selbst-Aufgabe.

Wie auf „Hilfe den Armen“ programmierte Roboter stürzen sich die Heerscharen auf ihre ankommenden fleischgewordenen Lebensaufgaben. Ein „Gemeinschaftsgefühl“ entsteht. Deutschland hat wieder eine „historische Mission“: die lustvolle Selbstzerstörung. „Besetze mich, durchdringe mich“, so flehte bereits vor Jahren der postmoderne Philosoph Levinas den „Anderen“ und Fremden an.

Ohne die Fragen nach der Aufnahmefähigkeit für diese Massen zu stellen und nach dem schier unerschöpflichen Reservoir, aus dem sie sich ergießen, arbeiten unzählige Biodeutsche ihre Schuldkomplexe an den „refugees“ ab. Gründlich, organisiert, fleißig – typisch deutsch eben. Jeder Zweifel wird in einer „Bob der Baumeister“-Logik erstickt: „Können wir das schaffen? – Ja, wir schaffen das!“

Aber was ist das zu „Schaffende“? Scheinbar die Selbstabschaffung. Wie bei der legendären WM oder der Flutkatastrophe erwächst dem geistlosen Biokollektiv in diesem planmäßigen Handeln auf einmal ein Erlebnis von Sinn und Gemeinschaft. Es ist kein Zufall, daß auf dem Spiegel-Cover, das Martin Lichtmesz beschreibt, eine „biodeutsche“ Gruppe für „Helldeutschland“ steht. Sie ist angesprochen, sie ist das „Wir“, das gemeint ist.

Es ist das deutsche Volk, es sind die Schuld- und Herkunftsdeutschen, die „Alteuropäer“, die in diesem „refugee-Sommermärchen“ eine Sinnstiftung erfahren. Sie sind „Helldeutschland“, das sich verklärt, das im Licht der eigenen Verblendung verblaßt und das Feld räumt. Die „trains of hope“ rollen ein…

Wie in Raspails Heerlager der Heiligen zeigen sich erste Anzeichen einer seltsamen „Heilserwartung“. Doch die Botschaft dieses „Dysangeliums“ lautet für uns nur: sterben.

Am Ende dieser historischen Mission zum Suizid, zu der bereits passende Testamentänderungen beworben werden, stünde folgerichtig das Verstreuen der eigenen biodeutschen Asche auf den kommenden Kornfeldern des neuen „Alemanias“.

Der Wahnsinn, der jetzt ungefiltert über uns hereinbricht, kann – ich beobachte das im Moment um mich herum – wirklich zur Verzweiflung und zur Resignation führen. Die Hilflosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht im Lager der nicht verblendeten „Dunkeldeutschen“ sind so stark wie nie. Die enttäuschte Erwartung, daß sich „die Leute wehren“, und die glänzenden Erfolge der medialen Staatspropaganda führen oft sogar zum Bruch mit dem eigenen Volk: „Sie haben es nicht anders verdient!“

Mit diesem Text wende ich mich zum zweiten Mal gegen diese Resignation und den Defaitismus. Die Enttäuschung stammt aus einer falschen Hoffnung: der politisch naiven Erwartung, daß „die Leute“ durch die materielle Verschärfung der Lage „aufwachen“ würden.

Uns muß klar sein. Die „geistige Überfremdung“ (Götz Kubitschek) machte erst die „materielle Überfremdung“ möglich. Wo kein Volksbewußtsein, da kein Lebenswille als Volk, da auch kein Verteidigungswille; kein Festungsgeist, wenn eine Bedrohung erscheint. Dem Konsumkollektiv der Biodeutschen erscheint der Große Austausch notwendigerweise nur als belangloser „Kollateralschaden“.

Die geistige Überfremdung ist auch ein Effekt der Idelogie der Moderne. Zwischen „Individuum und Menschheit“ fehlt jedes Vokabular, jede rechtliche Grundlage, das Verschwinden des Eigenen festzustellen, geschweige denn zu beklagen oder abwenden zu wollen. Überhaupt weist kein einziger westlicher Staat einen derartigen Schutz der ethnokulturellen Identität auf. Sie sind in ihrem Wesen, in ihrer Verfassung individualistisch und inklusiv, Blaupausen für den Weltstaat und gleichgültig gegenüber jeder organischen Gemeinschaft.

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143 Kommentare zu „Geistige Verschärfung gegen Defaitismus“

  1. Hugo Treffner

    1980 : Rettet den Baum.

    1990 : Rettet den Regenwald.

    2000 : Rettet den Eisbär.

    2010 : Rettet den Euro.

    2013 : Rettet Griechenland.

    2015 : Rettet die Flüchtlinge.

    2020 : Rette sich, wer kann.

  2. Hugo Treffner

    Meier Pirmin würde sagen, “ Politik ist, was geschieht, oder frei nach Hegel: „Et kütt wie et kütt!“

    Die think-tanks sitzen lediglich im Gebetskreis, versuchen demütig Gottes Plan für die Menschheit zu ergründen. Manchmal sollen sie sogar die Astrologie befragen, oder alte Schriften.

    Der Rest würfelt sich seinen Tagesplan in der Politik zusammen.

    Aber Pläne schmieden und umsetzen? Nö, sicher nicht.

    „Bestimme ich die Stärken des Feindes, während meine Gestalt nicht wahrnehmbar erscheint, so kann ich meine Stärke konzentrieren, während der Feind unvollständig ist. Der Höhepunkt militärischer Entfaltung findet sich im Formlosen: Weiset keine Form auf und sogar der sinnestiefste Spion suchet Euch vergebens und der Weise kann keine Pläne gegen Euch schmieden.“ Sun Tzu

  3. Arminius Arndt

    Es ist die „volksgemeinschaftliche Sinnstiftung“,mit der man den Großen Austausch nun verkaufen will. Das deutsche Volk bekommt erstmals wieder eine geschichtliche Aufgabe.

    Von wegen deutsche Aufgabe. So richtig interessant wird es doch erst, wenn die bereits seit längerem hier lebenden Ausländer und Migranten einmal schnallen, was diese ganze Flut auch für sie und ihre mühsam erworbenen Claims und Pfründe bedeutet. Wir sind ein Land der Ungleichheit, wie heute auch wieder im SPON festgestellt wird.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/soziale-gerechtigkeit-und-wachstum-deutschland-mittelmaessig-a-1051414.html

    5% haben mehr als 50% des Vermögens. Die ärmsten 50% dagegen nur 2,5%. Den Reichen 5% ist es ziemlich egal, die haben ihre Häuser schon längst Einbruchsicher gemacht und bauen um ihre Rotweinviertel im Ernstfall auch Zäune und engagieren Wachpersonal, um daraus gated communities zu machen oder sie wandern aus (Kapital ist mobiler, als viele meinen). Treffen wird es den Mittelschichtler, der nicht so flexibel und mobil ist – dazu zählen auch die Mittelschichtler der ehem. türkischen Migranten, der Russen, der Ex.- Yugos, Griechen, Italiener etc., etc., sprich alle, die auch erst vor 10 – 40 Jahren in dieses Land gekommen sind und sich mit Anfangs leeren Händen etwas aufgebaut haben. Das bereits unter dieser Mittelschicht längst vorhandene Einwandererproletariat wird sich auch bedanken, wenn da jetzt noch einmal Schwupps über Nacht noch mehr kommen, die ebenfalls an die Sozialtröge wollen.

    Zusammengefasst: Da kommt gehörig etwas auf uns zu und das betrifft nicht nur die Restdeutschen – es wird sozialer Sprengstoff eingeführt, der eine kurze Lunte hat bzw. die bereits vorhandene Masse wird zur kritischen ohne Not angereichert.

    Nicht umsonst sieht man eigentlich keine (mir sind zumindest keine in der Berichterstattung aufgefallen) Türken, Griechen, Italiener, Russen an den Bahnhöfen, um den Migranten zuzujubeln. Hier arbeiten nur Deutsche ihren Schuldkomplex ab.

  4. Herr Sellner,

    eine großartige und fulminante „Zornesrede“. Aber sie hilft nicht weiter…

    Am Schluß allerdings werden Sie praktisch:
    DAS ist das Gebot der Stunde !

    Die Maximen seines Lebens sind für Gottfried Benn folgende:

    1. Erkenne die Lage
    2. Rechne mit deinen Defekten, gehe von deinen Beständen aus,
    nicht von deinen Parolen.
    3. Vollende nicht deine Persönlichkeit, sondern die einzelnen deiner Werke.
    (…)
    4. Nur bei Mittelmäßigkeiten greift das Schicksal ein, was darüber ist,
    führt seine Existenz alleine.
    5. Wenn dir jemand Ästhetizismus und Formalismus zuruft, betrachte ihn
    mit Interesse: er ist der Höhlenmensch, aus ihm spricht der
    Schönheitssinn seiner Keulen und Schurze.
    6. Nimm gelegentlich Brom, es dämpft den Hirnstamm und die
    Unregelmäßigkeit der Affekte.
    7. Nochmals: erkenne die Lage.
    (Gottfried Benn: Geist oder Leben)

    P.S. Statt Brom darf es auch ein gutes deutsches Bier sein. Gebraut nach alter Väter Sitte nach dem deutschen Reinheitsgebotes für das Herzogtum Bayern von 1516.
    Als ich vor vielen Jahren, inzwischen auch hier erhältlich, nach einem alkoholfreien Bier fragte, antwortete mir die Bedienung leicht verunsichert-lächelnd: Alkoholfreies Bier? Gibt es das? Für uns hier in Polen ist alkoholfreies Bier ein Widerspruch in sich…

    Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

  5. Treverer

    Von diesem Text kann man recht sicher annehmen, daß er dereinst von Freund und Feind als Schlüsseltext unseres historischen Augenblicks zitiert werden wird.

    Die Massivität, mit der die (selbst-)gleichgeschalteten Medien die „Hilfsbereitschaft“ (als Pseudonym für die Bereitschaft zur Selbstaufgabe) zelebrieren, legt allerdings eher den Schluß nahe, daß sie sich ihrer Meinungsführerschaft und kulturellen Hegemonie längst nicht so sicher sind, wie sie uns (und sich selbst?) glauben machen wollen. Zumindest rechnen sie mit einer relevanten Minderheit von Stören, der schönen, neuen, bunten Welt in Alamanistan.
    Das ist schon ein massives Aufputschmittel (nicht Opium!), das sie dem Volk verabreichen, kein gezielter Laserbomben-Angriff, sondern B-52 Flächenbombardement. Mein Gefühl sagt mir, daß dies kein Zeichen von Stärke ist, sondern eher die Angst vor dem Kontrollverlust, das Wissen darum, was hier auf die Menschen zukommt.

    Daß dieser Kontrollverlust derzeit nur punktuell sein kann, darüber kann sich niemand Illusionen hingeben, allerdings wurde Geschichte auch schon mit weniger als 10% der Bevölkerung geschrieben, genau betrachtet sogar fast immer.
    Wer immer auf die angeblich „schweigende Mehrheit“ schielt, wer ein Problem damit hat, in der Minderheit zu sein, ist schon zur Geisel der Massengesellschaft geworden. Oder, wie man zu anderen Zeiten in einem ganz anderen politischen Spektrum gesagt hätte: Kaderlinie vor Massenlinie.

  6. Gustav Grambauer

    Konsens und Dissens, Herr Sellner.

    „Es sind der moralinsaure Medienfeldzug, der wie eine Chemiebombe alle patriotischen Immunreaktionen abtöten soll …“

    … und damit auch den Widerstand gegen TTIP, CETA usw. durch Um-Kanalisierung paralysieren soll. Die meisten, auch hier, haben sich noch gar nicht klargemacht, was damit an Total-Versklavung auf Europa zurollt.

    M. L. hat gestern hat den Blomquist heftig dafür angegriffen

    http://www.sezession.de/51366/merkels-fatale-signale.html#comment-272130

    aber auch ich bleibe dabei: es hat keinen Sinn, hier noch ein Wort weiterzureden, wenn der Feind – vor allem hinter den Kulissen – nicht erkannt wird, wenn der Versuch zu dessen Identifizierung lächerlich gemacht wird – und nicht eingesehen wird, daß der Feind wie ein Schachspieler seine Züge vorausplant, während wir im Affekt-Zustand gehalten werden sollen und ein bißchen im Rahmen des KR-Kanons herumphilosophieren und herummobilisieren dürfen.

    (Fernsehbilder werden bspw. meist nicht so gedeutet wie ein Arzt in einem Röntgenbild Symptome liest sondern als Anlässe zur Erregung. Wie oft lese ich hier Anmahnungen auf der Basis des sog. „Grundgesetzes“. Manche entblöden sich nicht, mit der Kampfvokabel „Aluhut“, die in irgendwelchen Think-Tanks zur polemischen Absicherung der Machenschaften des Systems ausgeheckt wurde, hier um sich zu werfen. Usw. usf.)

    v. Waldstein hat in seinem Vortrag mehrmals die Nennung von „Roß und Reiter“ angemahnt. Er hat dies in einem völlig verengten Sinne in Bezug auf die Links-Rechts-Schablone und bestenfalls noch im Hinblick auf System-Politiker eo ipso gemeint. Daß immer noch so viele unter dieser Glocke hocken bleiben, tut mir fast noch mehr weh als die äußere Situation.

    Ich geb`s zu bedenken.

    Meine Konsequenz:

    Ich habe noch das Ende des Sommer abgewartet, aber es kam nichts. Die „Intelligenzija“ schweigt. Walser, der bei Bubis noch mutig gewesen war, hat sich sogar für die „100″ der Bild-Zeitung hergegeben. Frau Petry spielt in „Talk-Shows“ mit den „Sach-Argumenten“ des Feindes Ping-Pong.

    Die Messen sind gesungen.

    D. h. m. E. für uns: Besinnung auf eine Geistgemeinschaft im Sinne des „Geheimen Deutschland“ (und ich sehe mittlerweile sogar über manches beim George-Kreis hinweg, über das ich früher niemals hinweggesehen hätte). Gegenseitige Hilfe beim Überleben gut und schön, aber das kann nicht die Aufgabe sein; wir sind kein texanischer Rifle-Club und vor allem keine Selbsthilfegruppe für Neurotiker.

    Und vor allem, Sie sagen z. B.: „Ich stelle mir hier ein Bild vor: Es ist die ‚geistige Waage‘, die alle Bundesbürger im Kopf haben .“

    Mich interessieren diese „Bundesbürger“ (als Masse) nicht mehr. Soll diese Masse unsere schönen Städte und Dörfer schänden, das tut sie sowieso schon lange und verhindern können wir es sowieso nicht (außer womöglich in einzelnen besonderen Situationen einmal.)

    „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh., 18, 36)

    Eine Aufgabe gegenüber der Masse bleibt allerdings, Sie sagen es auch sehr klar:

    „Sie müssen sich, in einer „Sezession“ vom Bewusstsein des biodeutschen Kollektivs lösen.“

    Dabei müssen wir ihnen helfen: wir müssen so viele Seelen wie möglich aus dieser Masse herausholen, aber nicht um der Masse wegen sondern um ihrert selbst wegen.

    – G. G.

  7. Tile Kolup

    Das Ziel einer heute diffus umrissenen Renaissance Deutschlands unter den ihre Identität friedlich bewahrenden Völkern Europas wird aber, solange die Lage sich weiter verschärft, weit mehr und andere Kräfte als geistige und seelische erfordern.
    Die historische Bewährung unserer Generation wird umso schwerere Mühen und schmerzlichere Nöte kosten als wir ebenjener fetten, siechen und falschen Ruhe der alten Bundesrepublik entstammen. Keine Generation vor uns wurde in eine derartige Krise geworfen ohne dass die Erinnerung an die Bewältigung ähnlicher Lagen Bestandteil ihrer Erziehung gewesen wäre. Schon unsere Väter waren der zähen und mutigen Selbstbehauptung entwöhnt. Unsere Generation jedoch kennt nur ein scheinbar unerschütterliches Lotophagendasein. Das Wecken wird mühsam sein, das Erwachen bitter, die ersten Handlungen der Erweckten unsicher und zaghhaft. Sie bedarf also der umsichtigen und weisen Führer und Lehrer, keiner impulsiven Feuerköpfe. Das Erbe unserer Kultur zu bewahren und von den Verzerrungen der letzten Jahrzehnte zu befreien, den wahren Kern, den geistigen Gehalt, die Idee zu befreien und zum schwingen, pulsieren, fortzeugen zu bringen bedeutet eine zweite Renaissance.
    Diese intellektuelle Aufgabe bedarf, meine ich, in gewissenem Maße einer globalen Perspektive. Die hiesigen Verhältnisse, in Deutschland und Europa, versprechen nur eine Genesung, die dauerhaft und belebend ist, wenn wir uns neue Verbündete suchen. Deutschland, das deutsche Volk, vermögen nicht alleine – ebensowenig wie die anderen europäischen Nationen – zu überleben; ein gesamteuropäischer Staatenbund wird hingegen Utopie bleiben, der Versuch einer Verwirklichung in Form der EU muss weitgehend als diskreditiert angesehen werden, und diese Union befindet sich bereits – nach der inneren Beziehung der Staaten zu dieser Idee – in Auflösung.
    Ohne Zusammenschlüsse der Nationen, wo die kulturelle Identität dies gestattet, und lockere Anlehnung an andere Garantiemächte wird die Zukunft indessen Verlust, Untergang und Bedeutunglosigkeit bringen, fürchte ich.

  8. Meier Pirmin

    Der Ausdruck „geistige Überfremdung“ wurde meines Wissens in der Schweiz von den Gründern eines Jugendschriftenverlages gebraucht, womit man zwischen 1935 und 1945 den Einfluss deutscher Jugendschriften, etwa betr. 1. Weltkrieg, eindämmen wollte, später den amerikanischen Einfluss von Readers Digest bis Walt Disney. Auch die Neue Helvetische Gesellschaft, welche gegen die „Überfremdung“ (Begriff ab 1902) kämpfte, gebrauchte diesen Begriff, schon 1914, damals eher mit antifranzösischer als antideutscher Tendenz. James Schwarzenbach, der in der Schweiz 1970 eine Volksinitiative gegen die Überfremdung mit 46% Ja-Stimmen nur knapp verlor, benützte den Begriff „geistige Überfremdung“ ebenfalls.

    Noch interessant der Begriff „Volksvergessenheit“. Er stammt von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der schon mal auf „volksvergessene Ausländerei“ aufmerksam machte in seinem Buch „Deutsches Volkstum“. Der Begriff wurde auch vom Verfasser der 5 Bände der Deutschen Mystik, Josef Görres, gebraucht. Eher befremdet bin ich von der Zitatation von Emmanuel Lévinas, dem französischen Strukturalisten, Verfasser der berühmten „Eigennamen“ und noch in seinem letzten Lebensjahr Gastprofessor an der Universität Freiburg im Üechtland. Die Vorlesungen waren eine Reise wert. Der Balte Lévinas war bekanntlich wie Hannah Arendt Schüler von Husserl und Heidegger, deren Werke er teilweise in französischen Versionen herausgab. Dass er als Klassiker beansprucht wird, ist nun mal eine Art Schicksal.

    Der Begriff „Volksvergessenheit“ passt indes schon besser zu Jahn, ist meines Erachtens von Heidegger nie gebraucht worden. Es ist aber möglich, dass Heideggers vielleicht wichtigster Begriff überhaupt, die „Seinsvergessenheit“, auf den Jahnschen Begriff Volksvergessenheit zurück gehen könnte via Analogiebildung. Klar scheint mir, dass der Begriff zu Heidegger nicht passen würde, noch viel weniger zu Nietzsche. Bekanntlich hat Heidegger schon 1934, möglicherweise unter der Verlegenheit der Morde vom 30. Juni, eine schon geplante Vorlesung über den Staat abgesagt und dann über Logik gelesen.

    Die Begriffsnomenklatur bei Sellner scheint mir durchaus klar, aber noch nicht richtig ausgegoren. Der Turnvater Jahn steht mir derzeit nahe, weil ich mich mit der Einführung des Turn- und Schwimmunterrichts in Luzern befasse um 1820. Das deutschnationale Gedankengut um die körperliche Ertüchtigung errang Einfluss auf den Schweizer Liberalismus und war Ausfluss der deutschen Romantik. So viel zur Begriffsgeschichte von „Volksvergessenheit“.

  9. Konservativer

    Eine musikalische Reminiszenz meiner Jugend, von mir aktualisiert (siehe den Text in Klammern):

    https://www.youtube.com/watch?v=U5X_Dd_6Czk

    I‘m leaving to search for something new,
    Leaving everything I ever knew.
    A hundred years in the sunshine
    Hasn’t taught me all there is to know.

    In the valley, we will gather there,
    Helpless in our surrender.
    Tomorrow (today) the plow becomes the sword
    Make us stronger in our danger.

    Time will pass away,
    Time will guard our secret.
    I‘ll return again
    To fight another day (today).

    [Repeat x3]
    I‘d have to be a warrior
    A slave I couldn’t be
    A soldier and a conqueror,
    Fighting to be free

  10. Clairvoyance

    Ich neige dazu, fast jedem Satz dieses Essays »Geistige Verschärfung gegen Defaitismus« wohlbedacht zuzustimmen. Aber die Wahrheit ist noch weitaus schmerzhafter, als jene Ausführungen ahnen lassen. Was dort weitgehend fehlt, ist die Wahrnehmung, daß diese totalitäre Einebnung unserer gesamten Zivilisations- und Wirtschaftsordnung Resultat einer langfristigen NWO-Strategie von Hintergrundmächten ist, die (aus Eigeninteresse) die Globalismus-Ideologie per Medienmacht im millionen Köpfe gepflanzt haben.

    BRD-Schlafschafe sind wohlstandsdekadent, schuldkultneurotisiert, sozialstaatsverkrüppelt und egalisiert in krankhafter Weise. Aber auch hier muß der geistige Vorlauf verstanden werden: Das heute medial und politisch herrschende Gutmenschentum ist — seinem Wesen nach — weiterverdünnter Protestantismus; deshalb auch der religiöse Furor, der darin wütet.

    Es führt kein Weg an dem ehrlichen Eingeständnis vorbei: Prinzipieller Pazifismus ist neutestamentlich. »Selbstlosigkeit«, »Selbstverleugnung« und »Demut« sind neutestamentlich — und dergleichen entspricht auch präzise einer jahrhundertelang erprobten kirchlichen Herrschaftsform.

    Das EU-Regime plant unter dem Leitbegriff »Toleranz« ein totalitäres Gesinnungsgesetz für den gesamten EU-Raum, nebst Abschaffung der letzten Reste von Meinungsfreiheit. Dieser Gesetzesentwurf heißt:

    »A EUROPEAN FRAMEWORK NATIONAL STATUTE FOR THE PROMOTION OF TOLERANCE«

    Es handelt sich um das übliche »Toleranz-«, »Inklusions-« und »Umwelt«-Blabla, bei dem jeder normale Mensch weghört. Jenes Weghören aber ist der tödliche Fehler! Frau Dr. Merkel hat nämlich »Kompetenzen abgegeben«. Sie lobt sich ja selber bei jedem öffentlichen Auftritt dafür, dies unentwegt zu tun: »Kompetenzen abgeben«. Jetzt sehen wir das Resultat: Die bereits bestehende Fremdbestimmung wird noch drastisch ausgeweitet. Globaler Egalitarismus wird totalitär mit der Brechstange hergestellt. »Toleranz« wird der neue strafrechtliche Universalbegriff, mit Hilfe dessen jede, aber wirkliche jede unerwünschte Meinungsäußerung erstickt werden wird.

    Zusammen mit dem Papst wird die UNO anläßlich von dessen New-York-Besuch (ab dem 24. September 2015) eine sogenannte »Agenda 2030« verkünden und beschließen. Das bedeutet nichts geringeres, als daß eine totalitäre, globale, krisengestützte (tödliche Zwangsimpfungen durchsetzende) NWO ab dem September 2015 irreversibel auf diesem Planeten etabliert wird.

    Wir sind dann auf dem Papier alle Sklaven. Ausnahmslos alle unsere Gesetze werden dann UNO-Gesetze sein, sie werden ihr Fundament in UNO-»Richtlinien« haben. Die Bestrebungen zum Bargeldverbot werden den Pöbel dahin locken, wo die psychopathischen Akteure der totalen Überwachung und der totalen Bewußtseinskontrolle uns alle seit langem haben wollen. Der Pöbel geht voran, wer nicht mitwill, dessen Alltagsleben wird künstlich sehr, sehr teuer gemacht (oder er wird gleich liquidiert).

    Wir werden im kommenden Winter Notstandsgesetze und eine BRD-Staatskrise sehen — und das ist kein Grund zur Freude. Das BRD-Regime zerfleddert das Grundgesetz. Wenn illegale Zuwanderung legalisiert wird, und das ist ja jetzt schon der Fall, dann kann nur Bürgerkrieg daraus hervorgehen. Das geht sehr schnell. Wie macht man das, gewalttätige Zentralinstanzen daran zu hindern, daß sie einem das Eigentum kaputtschlagen und noch frech behaupten, daß sie bloß ihre »hoheitliche Pflicht« tun?

    Guten Mut, Gruß Clairvoyance!

  11. U. Fink

    Zuerst einmal vielen Dank für die guten, zum Nachdenken anregenden Beiträge in diesem Forum.
    Ich denke auch (wie offenbar der Autor des obigen Beitrags), dass man jetzt nicht in Resignation oder gar Depression verfallen sollte (damit schadet man sich selbst am meisten). Die hier geäußerten (klugen) Gedanken müssen in konkretes Handeln umgewandelt werden. Damit meine ich, dass überall dort, wo Missstände erkennbar sind, diese gegenüber den politisch Verantwortlichen deutlich benannt werden müssen, mit Telefonanrufen bei den Ämtern, mit Unterschriftenlisten, mit Pressearbeit in den (etablierten) Tageszeitungen, … Konkret benennbare und fotografisch dokumentierbare Missstände gibt es genug. Nur ein Beispiel aus meiner Umgebung: In und weiträumig um eine Asylantenunterkunft herum tritt eine völlige Vermüllung auf, der Müll liegt sogar auf dem Walmdach des großen Gebäudes, da sämtlicher Abfall aus den oberen Wohnungen durch die Fenster der Dachgauben hinausgeworfen wird und sich in den Gittern, die zum Aufhalten von Dachlawinen im Winter gedacht sind, verfängt. Das ist nun ein ganz profanes Thema, wirkt aber auch bei „grün“ orientierten Leuten (und das sind viele) so, dass diese sich zum Handeln genötigt sehen, andererseits aber erkennen müssen, dass es sich um nicht zu bewältigende Aufgaben für unsere „Gesellschaft“ handelt. Die daraus resultierende „Bankrotterklärung“ kann man dann wieder öffentlich machen usw.

  12. Meier Pirmin

    @Treffner. Der Satz „Politik ist was geschieht“ ist sowohl bei Musil wie bei Thomas Hürlimann durchaus als Schilderung von Versagern mitgemeint, wiewohl klar ist, „dass Täter nie den Himmel stürmen“ (Reinhold Schneider). @Treverer: Glanzbeispiel einer satirischen Steigerung!

  13. ConservativeInTraining

    „Kaderlinie vor Massenlinie“

    Das war ja auch so unglaublich erfolgreich. Dto. der Bezug auf Gramsci: dessen Strategie war so „ertragreich“, daß sich die PCI am Ende zu Namens- und Programmaufgabe genötigt sah. Und immer wieder Promotion von Politikmodellen á la Provos oder K-Gruppen. Der einzige Rekurs auf das Arsenal historischer Irrtümer der Linken zuzurechnender Machteroberungsstrategien, der glücklicherweise ausbleibt, sind Variationen auf den „bewaffneten Kampf in den Metropolen“.
    Was dagegen funktioniert hat: der „Marsch durch die Institutionen“.

  14. Aristoteles

    „Zum Erfahren des Volk-Seins und zum Erleben des Schmerzes müssen wir eine neue Sprache finden.“

    „neue Sprache“ – sehr einverstanden.

    Aber warum nicht auch mal schauen, wie es die Alten gemacht haben:

    „Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben sich nicht abgesondert von den Völkern des Landes mit ihren Gräueln, nämlich von den Kanaanitern, Hetitern, Perisitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern; 2 denn sie haben deren Töchter genommen für sich und für ihre Söhne und das heilige Volk hat sich vermischt mit den Völkern des Landes. Und die Oberen und Ratsherren waren die Ersten bei diesem Treubruch.
    3 Als ich dies hörte, ZERRISS ICH MEIN KLEID UND MEINEN MANTEL UND RAUFTE MIR HAUPTHAAR UND BART UND setzte mich BESTÜRZT hin.“

    (Esra, 9, 1-3)

  15. Rainer

    Ein schöner Text, der mir etwas Mut gemacht. Leider sind die nächsten Wellen bereits auf dem Weg nach Deutschland und der gesamte Nahe Osten befindet sich in Aufbruchsstimmung. Durch die fatale Fehlentscheidung von Merkel, allen Syrern Aufnahme in Deutschland zu gewähren ist die Büchse der Pandora geöffnet worden. In wenigen Wochen werden alle Dämme brechen und was dann kommt, vermag ich mir nicht einmal in meinen düstersten Vorstellungen ausmalen.

  16. Andreas R.

    Vielen Dank für diesen Artikel, der mich wieder etwas ermutigt hat. Jedem der einen klaren Verstand hat, muss das blanke Entsetzen befallen, wenn er die täglichen Nachrichten hört. Manchmal frage ich mich ob es nicht doch besser wäre dumm zu sein und nichts zu verstehen was um einen herum vorgeht. Ist Unwissenheit manchmal ein Segen? Ich muss mich anstrengen solche defätistischen Gedanken nicht die Herrschaft über mein Denken gewinnen zu lassen.

    Die Masse ist nicht unbedingt dumm, aber sie hat einen erstaunlich geringen und engen Horizont. Das ist das eigentliche Problem. Sie erkennen Probleme erst, wenn sie für sie selbst erfühlbar sind. Alles andere ist für die Masse zu abstrakt und nur schwer bis gar nicht erfassbar. Das dämliche, oft gehörte Argument „Mir hat noch keiner was getan!“ ist ein Beleg dafür. Die Masse verhält sich wie der unbekannte Mann auf dem bekannten Video von der Tsunamiwelle in Thailand, der regungslos am Strand steht und auf die herannahende Welle starrt, bis er von ihr verschlungen wird.

    Ich fand es schon immer unheimlich schwierig, erkannte politische Zusammenhänge so weiter zu vermitteln, das sie von einem Durchschnittsgesprächspartner verstanden werden. Ich bin ein nüchtern und logisch denkender Mensch und dachte jahrelang das wäre eigentlich das normalste von der Welt. Mittlerweile weiss ich, das rationales Denken die Ausnahme ist. Die Masse lässt sich von Emotionen und Bildern und Gesten steuern, rationale Überlegungen spielen – wenn überhaupt – erst ganz am Rande eine untergeordnete Rolle.

    Wir müssen dem Volk stärker „aufs Maul schauen“, wir müssen unsere Gedanken und Überlegungen in eine Fastfood-Form bringen, die von der Masse aufgenommen werden kann. Nur so haben wir noch eine Chance. Sowas wie der Kommentar Nr. 1 von Hugo Treffner ist z.b. ganz gut. Das kann auch der Mann von nebenan verstehen.

  17. Jan

    Im Moment der Landesflutung, der unweigerlich die behördlich-privatwirtschaftlich „gesamtgesellschaftlich“ organisierte Landnahme und die damit einhergehende Ghettoisierung der Metropolen, Mittel- und Kleinstädte wie Dörfer folgt, tritt der nackte Wahnsinn dieser Sektenangehörigen zutage.

  18. Th.R.

    Guter Beitrag, Herr Sellner. Etwas langatmig, aber hinsichtlich Aussagegehalt treffend.

    Folgerichtige und notwendige Maßnahme als Reaktion auf das im Beitrag geschilderten Problems (d.h. mangelnde Fähigkeiten und fehlendes Wissen über die Bewußstseinsbildung/- beeinflussung von Massen bzw. des Einzelnen, Problem der ideen-inhaltlichen bewußtseinsbildenden „Durchdringung“) sollte darum das Aneignen von psychologischem Wissen sein.

    Psychologische Kompetenz, also das Beherrschen psychologischer Techniken, als Schlüsselqualifikation, um im Kampf um das Volksbewußtsein erfolgreich zu sein.

    Dementsprechend müßte auch das Themenspektrum der hier diskutierten Themen erweitert werden und auch solche Frage- und Problemstellungen umfassender, wenn nicht gar gleichrangig, betrachtet werden.

  19. Richard Meißner

    „Die materielle Lage ist seit langem „verschärft“ genug, um die radikalsten Akte des zivilen Ungehorsams zu rechtfertigen, um jede Hoffnung auf ein bürgerliches Leben im Refugium zunichte zu machen.“

    Na, da überdrehen sie jetzt aber schon etwas, Herr Sellner. Eigentlich ist den Leuten materiell doch noch garnichts passiert. Die Fußgängerzonen sind weiterhin voll. Die Leute stürmen die Geschäfte und shoppen wie blöde. Kaufen ihren Kaffee bei Starbucks für 5 Euro und finden nix dabei. Die Hartzies kriegen immer noch ihre Leistung für Kippen und Bier. Die Studis kriegen immer noch ihr BaföG und feiern dreimal pro Woche. Die Kinder der Bürgerlichen machen weiter ihre Weltreisen zur Selbsterfahrung und probieren sich in Non-Jobs aus. Und am Wochenende sitzt Papa im T-Shirt vom HardRockCafe New York im Eigenheim um freut sich bei Toskana-Wein seiner Saturiertheit.

    Möglicherweise unterliegen Sie einer optischen Täuschung, wie sie viele Leute in radikalen politischen Zusammenhängen haben. Man rechnet mit dem Absturz, also meint man ihn bald überall schon zu sehen. Aber glauben Sie mir ruhig. Die Lebensrealitäten unserer Volksgenossen sind von unseren teilweise so unfassbar entfernt. Es gibt dort weder ein Gefühl für einen Abstieg, materiell wie ideell, noch Wissen um all die Symptome, die wir bemerken. Es ist für mich zum Beispiel überhaupt nicht außergewöhnlich, auf Deutsche zu treffen, denen es vollkommen unbekannt ist, dass es antideutsche Hasskriminalität gegen Deutsche gibt.

    Also haben Sie ruhig etwas Geduld mit der Lage.

  20. Roland

    Ja, des Defätismus ist es nun genug.
    Das Jammern als Ersatz für realen Einsatz ist DIE Garantie für einen Erfolg der Volkshasser.
    Darum, wenn du selbst Erfolg haben willst, befreie dich als erstes von der Opferrolle. Sei selbst Subjekt in deinem Leben, in deinem eigenen Land. Wäre ja noch schöner, oder?

    Nimm rhetorisch und medial eine Angriffshaltung ein, keine Verteidigungshaltung:
    Nicht wir sollen uns verteidigen, dass wir doch nicht so ganz böse seien, „Ich habe nichts gegen echte Flüchtlinge“ usw.
    Nein, die pseudo-gutmenschlichen nützlichen Idioten der Volksbekämpfer müssen in die Defensive gedrängt werden:
    „Warum hasst ihr eigentlich euer eigenes Volk?“
    „Warum, wie meinst du das?“
    „Ihr findet es doch gut, wenn viele Millionen Ausländer zu uns kommen. Das bedeutet aber, dass unser Anteil in unserem Land deutlich zurückgeht, das ist es, was ihr anstrebt. Ihr bekämpft also euer eigenes Volk.“
    „Das finde ich übertrieben, es ist doch egal, woher jemand kommt, man kann die Menschen doch nicht nach ihrer Herkunft bewerten.“
    „Wie stehst du denn konkret zu deinem Volk, zu deinen Nächsten? Liebst du deinen Vater? Ehrst du ihn? Was ist mit deinem Vaterland?“

    Nicht lockerlassen!
    Wenn der andere abschweift oder flieht, hat der Feind in ihm kapituliert. Er ist auf dem Weg zur geistigen Befreiung, zur Erkenntnis seiner eigenen realen Interessen.
    Wenn er die Nazi-Keule herausholt und dunkel-dräuend andeutet: „Wegen unserer Geschichte sollten wir doch nun anderen Gutes tun…“,
    dann hake nach und gib ihm den Rest:
    „Hast du also eine grundsätzliche negative Vorstellung von deiner eigenen Identität? Du verachtest dein eigenes Volk, auch mich also, vielleicht deinen Vater, deine Nachbarn, dich selbst – und du behauptest allen Ernstes, ein guter Mensch zu sein? Du bist ein bedauernswertes Opfer der feindlichen Kriegspropaganda.“

    Damit lass ihn allein. Es arbeitet in ihm. Es ist egal, ob er dir zunächst böse ist (ist ja verständlich, du hast gerade sein gewohntes, liebgewordenes falsches Welt- und Selbstbild zerstört). Später aber wird er dir dankbar sein.

  21. Stil-Blüte

    @ Ihr Beitrag, Herr Sellner, hat mich, buchstäblich, ergriffen.

    Ja, es geht um Verbündete über Ländergrenzen hinweg. Die sich aus tratitioneller Gewogenheit und Verbundenheit ergebenden Länder wären für mich: Ungarn, Schweden – obwohl klammheimlich nach 1945 aufgekündigt, gibt es sicher mehr und mehr Restbestände, die an jahrhundertealte Affinitäten anknüpfen wollen, und – Rußland, das sich Deutschland politisch, die Russen sich mental den Deutschen gewogen fühlten. Vergessen wir nicht die Flamen in Belgien! Auch nicht die Tiroler. Überwinden wir unseren Hochmut und unterstützen Trivialkulturen, wie und wo auch immer Karnevals-, Heimatvereine. Reisen wir in die o.g. Länder, dort freundschaftlichen Austausch inititiieren. Einladen. Auch ist ‚Schlesien noch nicht verloren‘, will sagen, die polnischen Schlesier empfinden sich mehr und mehr als Schlesier und nicht als Polen. Auch die Rußland-Deutschen nicht vergessen, sie sind oft deutscher als die Deutschen.

    Also, unsere Fühler in alle Himmelsrichtungen ausstrecken. Warum ich nicht Österreich/er und die Schweiz/er erwähne? Durch die gemeinsame Sprache verbunden, haben sie das Deutsche mehr als Konkurrenz gefürchtet denn als Verwandtes gemocht.

    @ Konservativer
    Weniger und weniger kann ich verstehen, daß hier, ausgerechnet hier mehr und mehr das Englische als identitätsstiftend eingeführt wird. Das betrachte ich als defätistisch. Das ist das Eingeständnis, das es nicht ausreichend Gleichwertiges in unserer Muttersprache gibt. Wenn wir Deutschen untergehen, werden wir, ein wunderbar sangesfreudiges und musikantisches Völkchen ’sang- und klanglos‘ untergehen mit einem englischen ‚Song‘ und keinem deutschen Volkslied auf den Lippen. Bekloppt!

    Wer aus unserer Runde kennt Detlef B. Linke ‚Die Zeiten des Gehirns. Wenn der Andere auf einen wartet und ‚Europa und die Marsianer‘

  22. Ein gebürtiger Hesse

    Eine fulminante, zupackende Ansage von Martin Sellner. Vielen Dank dafür!

    Und doch möge man Gefühle des Defaitismus nicht zu rasch ins Abseits des „Darf nicht sein“ abschieben. Was derzeit um uns herum geschieht, ist beispiellos – und auch beispiellos beängstigend. Entsprechend darf man, gerade wenn man die Lage realistisch zu erkennen meint, durchaus schwarzsehen. Nicht nur (bloß nicht, hier heißt es gegenhalten), aber auch. Stehen wir zu unseren Gefühlen.

    Das bloße Abspalten des (seit neuestem als „dunkeldeutsch“ verfemten) Schattens des eigenen Selbstbetrugs wird uns gerade von der Gegenseite vorgemacht. Sie wird ihr blaues Wunder erleben, wenn dieser Schatten schließlich mit irrationaler Macht hervorbricht, sobald der Betrug nicht mehr aufrecht zu halten ist.

  23. Jacobi

    Ich gebe zu: Ich bin Defaitist. Aus meiner Hoffnungslosigkeit komme ich selbst nicht mehr heraus; die Artikel hier geben zwar kurzzeitig Mut, beim Blick in die Medien und in die reale Welt aber wird mir übel. Und dann ist er wieder da. Der Zustand, in dem ich gern alles hinwerfen will, aber irgendwie nicht kann.

    Apropos: Kennt jemand die Veröffentlichung des „Nachhaltigkeitsrates“, namentlich „Dialog Visionen 2050″? Ist das Satire? Wenn nicht, gebe ich ganz auf. Lasse den Dingen ihren Lauf.

    Besonders lesenswert ist Seite 179 mit dem Wort „Migrationshintergrund“. Liebe Leute….

  24. Zadok Allen

    Ich möchte mich meinem Vorredner Clairvoyance anschließen und zusätzlich einiges zu bedenken geben:

    Herr Söllner, Sie schreiben vollkommen richtig:

    Dieser Schatten der Zerstörung schwebte seit Jahrzehnten über den Völkern Europas. Heute bricht sie über uns herein. Es vollzieht sich das was im gesamten politisch korrekten Rahmen des Denk-, Sag-und Machbaren längst angelegt war: es musste so kommen.

    Damit haben Sie aber nur eine Seite der Entwicklung bezeichnet: jene der Dekadenz und inneren Fäulnis unserer Hochkultur. Wie Clairvoyance sehr richtig ausführt, ist hiervon grundsätzlich der strategische Charakter der gegenwärtigen Entwicklungen zu unterscheiden.

    Diese brechen eben nicht wie eine Naturgewalt über uns herein (daß sie dies auch tun könnten, steht auf einem anderen Blatt!), sondern sind Züge in einer planetar dimensionierten Strategie des Chaos bzw. der schnellen Destabilisierung.

    Zu dieser Strategie der Herrschenden, also der Machthaber des angelsächsischen Imperiums, der internationalen Geldherren, gehört natürlich auch die eskalierende Kriegslage im Nahen Osten.

    Es gilt, das mutmaßlich Interesse der Herrschenden zum einen mit Blick auf die Gesamtlage, zum anderen mit Blick auf die BRD, zu ermitteln. Mit Blick auf die Gesamtlage rätsele ich seit Monaten herum, doch mit Blick auf die BRD scheinen sich, um es zu wiederholen, drei Ziele klar zu erweisen:

    Gewalttätige Konflikte
    - Zwischen Deutschen und „Migranten“
    - Zwischen Deutschen und Deutschen
    - Zwischen „Migranten“ und „Migranten“

    Diesen klar umrissenen Zielen, die offenbar eine Art Notstandsregiment „begründen“ sollen, gilt es primär entgegenzuarbeiten, soweit es in unserer Macht steht.

    Wie andere Diskutanten bin auch ich recht optimistisch. Die massenmedialen Massenvernichtungswaffen sind gezündet worden – was haben sie jetzt noch in ihren Arsenalen? Die wahnhafte Reaktion eines Teils unseres Volkes kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen.

    Und auch Richard Meißner hat vollkommen recht: in ihrer materiellen Lage ist die überwältigende Mehrheit noch nicht einmal angekratzt worden. Man warte nur die Zwangseinquartierungen ab!

  25. Rosenkranz

    Danke Herr Sellner.

    Nach Lisson gibt es im kleinen noch viel zu tun, während wir gegen die große Tendenz wohl nicht ankommen werden.

    Ich trainiere meinen Körper jetzt intensiver, als je zuvor. Auch habe ich mir eine Gitarre gekauft und übe fleißig Akkorde und Akkordwechsel. Das hebt die Seele. Wer dagegen 24h am Tag „schlechte Nachrichten“ konsumiert läuft Gefahr in depressive Stimmungen zu verfallen und antriebslos zu werden. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

    Noch etwas für alle Waldgänger und Identitäre. Dieser Staat erklärt derzeit alle Asylkritiker zu Staatsfeinden. Laßt euch nicht in die Karten schauen und haltet die Gruppen möglichst klein. Das beugt der Infiltration von feindlichen Elementen vor. Auch müßt ihr nicht über alle Aktionen berichten. Das Ziel ist klar, aber die Aktion muß für den Gegner unvorhersehbar bleiben.

    —————-

    In den derzeit vielen Gesprächen mit Freunden, Kollegen und Kameraden ist mir aufgefallen, daß die Leute sehr stark auf den Sozialneid reagieren. Tenor: Für Flüchtlinge ist gefühlt unbeschränkt Geld da, während Schulen, Schwimmbäder und Turnhallen vor sich hin rotten. Auch befürchtet man Steuererhöhungen im nächsten Jahr. Vielleicht ist da ein Hebel, den materialistischen Einheimischen mit Wut im Bauch zu gewinnen, damit er sein Kreuz wenigstens nicht bei der „Deutschen Einheitspartei“ macht.

    Was mich heute tief gerührt hat ist ein Bild von der Pegida-Dreiländereck-Facebook-Seite, wo eine Demonstrantin (angegeben in Prag) ein Schild mit folgenden Zeilen (übersetzt) in den Händen hält: „Wir sind bereit Deutsche ‪Flüchtlinge‬ aufzunehmen die aus dem von Immigranten zerstörten ‪‎Berlin‬ fliehen.“

  26. Volker Spielmann

    Machiavelli dürfte auch bei der heutigen Völkerwanderung Recht behalten

    Die Parteiengecken und die Lizenzpresse verkünden ja gegenwärtig, daß man die morgenländisch-afrikanische Völkerwanderung von heute auf gar keinen Fall mit der historischen vergleichen könne, durch die das römische Reich gefallen ist. Damit finden sie wohl auch einigen Glauben, aber am Ende wird mal wieder Machiavelli Recht behalten: „Eben so geht es dem Staate. Auch in ihm sind die Übel, die man von fern erkennt, (das vermag aber nur der, welcher Verstand hat) leicht und geschwind geheilt; hat man sie aber so weit anwachsen lassen, daß Jeder sie erkennt, so ist kein Mittel mehr dagegen zu finden.“ Wenn also den meisten Leuten bewußt wird, daß es sich hierbei um eine waschechte Völkerwanderung handelt, deren Menschenlawine sie und ihre Lieben erdrücken wird, so dürfte es zu spät zur Abwehr sein. Man wird nämlich erstaunt sein wie schnell sich die Zahl der Eindringlinge von 800,000 Delinquenten im Jahr auf 8 Millionen Delinquenten alljährlich steigern wird. Es ist also Eile geboten.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  27. ene

    Eine ganz banale Aussage sei mir gestattet:

    Bilder im Fernsehen sind – Bilder im Fernsehen.
    Sicherlich mit starkem suggestiven Potential. Aber doch nicht „die Wirklichkeit“! Dramaturgie, um es freundlich zu sagen… Und sie gewähren auch keinen Blick in den Kopf des „Mannes auf der Straße“.
    Die „Biodeutschen“, die hier „ihre Sinnstiftung erfahren“, sind einfach eine im Vordergrund agierende lautstarke Minderheit, nicht „die Deutschen“.

  28. „Man warte nur die Zwangseinquartierungen ab!“

    Ganz genau.

    Noch hat man „nur“ Schulkindern und Vereinen ihre Turnhallen genommen, um drumherum wilde Müllkippen zu errichten.

    An wem wird man sich zuerst vergreifen?

    An den Wohnungsbaugesellschaften?

    An den Reichen, der Mittelschicht, den arbeitenden Armen, den Hartzis?

    Man darf gespannt sein.

    Auch: Wann werden Diebstähle, Überfälle und nicht zuletzt Vergewaltigungen so überhand nehmen, dass man sie nicht mehr verheimlichen kann?

    Man vergesse nicht, dass da vor allem junge Männer hereingeschleust wurden und werden.

    Der kommende Winter könnte heißer werden als dieser Sommer.

  29. Meier Pirmin

    @Aristoteles. Ihr neuester Beitrag zeigt, was von allem zu halten ist. Sage ich als jemand, der die Politik von Israel unter formalen Aspekten als nüchtern, professionell und auf praktischer Vernunft aufbauend einschätzt, selbstverständlich mit einem verantwortungsethisch reflektierten Hintergrund. Nach solchen Kriterien könnte sich also eine wahrhaft „antifaschistische“ Regierung eines europäischen Landes möglicherweise orientieren. Eine solche Politik kann unmöglich inhuman, geschweige denn kriminell sein. Jede andere Einschätzung könnte oder müsste gar sonst als antisemitisch beurteilt werden, zumindest antizionistisch und antiisraelisch.

  30. Der Gutmensch

    Aristoteles und Meier Pirmin haben es ausgerätselt und mitgeteilt, was sie mitteilen konnten.

    Der Gutmensch.

  31. Meier Pirmin

    @Rosenkranz. Ihre Empfehlung, wenn möglich auf den Neid der Leute zu setzen, steht für die politische Bedeutung des Ressentiments und wertet damit Ihre eigene Haltung ab. @Spielmann. Machiavelli zu lesen lohnt sich immer, erinnert mich an die Haltung Israels, von @Aristoteles mit Zitaten aus FAZ und JF angesprochen. Sie, Herr Spielmann, sind mit dem Catonischen Ceterum censeo möglicherweise mit dem Mann identisch, der sich häufig bei der Jungen Freiheit artikuliert.

  32. Monika

    „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion ? „

    Herr Sellner,
    Ich mag Ihren heiligen Zorn und Ihre Hochgemutheit ( magnanimitas) , d.h. daß Ihr Geist sich auf die großen Dinge ausspannt.
    „Der Hochgemute unterwirft sich nicht der Verwirrung des Gemütes, nicht irgendeinem Menschen, nicht dem Schicksal – nur Gott.“ ( Josef Pieper)
    Was ist Ihr Gott ?

    Zwischen „Individuum und Menschheit fehlt jedes Vokabular“. Das ist wahr und hier sollten wir auch weitersuchen. Wenn das Dazwischen aber nicht der orientalische Clan oder die arabische Sippe werden soll, kommen wie Europäer an einer christlichen Antwort nicht vorbei. Über den Zusammenhang von Individual- und Universalethik des Christentums hat Gerl-Falkowitz ganz anregend geschrieben. Wen es interessiert.

    http://www.kath.net/news/51859

    Auch wenn da einige Rechte Probleme haben. Ohne unser christliches Erbe geht da nichts !
    Da ist immer wieder diese Irritation.
    Auch Herr Weissmann stößt sich an einer „Religiosität, die im Nächsten unter allen Umständen den Bruder sehen will“ (in: „das eigene Verschwinden beschleunigen“)
    Unter welchen Umständen nicht, frage ich ?
    Der große Ansturm ist ja kein theoretisches Problem, sondern ein reales. Und kann theoretisch gar nicht gelöst werden.

  33. Aristoteles

    @Meier Pirmin

    „selbstverständlich mit einem verantwortungsethisch reflektierten Hintergrund“

    äh…, ja…, ok…

    „Jede andere Einschätzung könnte oder müsste gar sonst als antisemitisch beurteilt werden, zumindest antizionistisch und antiisraelisch.“

    Wenn bei Pegida mal wieder die Israel-Fahne mitläuft …:
    Von mir aus. Gerne.
    Soll mir bloß keiner von diesen Antifanten blöd kommen – von diesen ANTISEMITEN.

    Und überhaupt:

    DIE MAUER MUSS HER! (oder der Zaun)

  34. Stil-Blüte

    @ Jacobi
    Ihre Lektüre-Empfehlung ist nicht nur auf S. 179 nicht ‚lesenswert‘, sondern überhaupt nicht. Meine Empfehlung: Solche platten Pamphlete nach den ersten Zeilen löschen. Dagegen bei aufbauenden (GK, Sellner, Klonovsky u.a.) auch erbaulichen Impulsen (althergebrachte deutsche Filme, Lieder, Gedichte, Zitate, Landschaften, Bauten, Geschichten) wieder und wieder in sich verweilen. Das Beständige bedeutet beständige Sammlung der Kräfte.

    Noch eine Frage in die Runde: Gibt es in Deutschland irgendeine Persönlichkeit von Format in einer höheren Position, bei der man sich vorstellen könnte, das sie fähig ist, konspirativ im Sinne für Deutschland zu wirken?

    Die Methoden der ‚Herrnhuter Brüdergemeine‘ waren nicht nur in allergrößter Not und Verfolgung sehr wirksam: War eine Zelle stark und autonom genug, Zellteilung und überall in der Ferne (Siebenbürgen) und in der Nähe ‚finsterste‘ Provinz kleine neue Zellen bilden. Zusammenhalt aller Zellen untereinander: Die tägliche Losung, eigene, aber keinesfalls abgrenzende Alltagsrituale zur Umgebung, Realitätssinn von der Wiege bis zur Bahre und – im weitesten Sinne – Gottvertrauen.

  35. Da wird es schon lustig. Sogenannte Flüchtlinge (die weitaus meisten, die man jetzt so zu nennen hat, sind keine, Lügenwort der Lügenpresse, das kann nicht oft genug betont werden) sollen in die besten, begehrtesten Wohnlagen, dahin, wo sich normale Familien keine Bleibe leisten können.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article146090048/Neue-Wohnungen-fuer-Fluechtlinge-moeglichst-zentral.html

    Man will schließlich nicht so asozial sein und sie an Stadträndern in der Nähe von deutschen Niedriglöhnern und Alleinerziehenden und armen Rentnern und gar Hartzis unterbringen. Zumal wäre die Ghettobildung unerträglich…

  36. „Wer Menschheit sagt, will betrügen.“ (Carl Schmitt, 1932)
    Das ist die Lage laut Benn, den ich morgens hier zitierte.

    Aber manchmal braucht man die großen, die hehren, die pathetischen Worte…
    Es gibt in der deutschen Geistesgeschichte Worte wie „Hammer und Amboß, wie „Bogen und Pfeil“, wie „Blitz und Donner“…

    Friedrich Schiller: „Wilhelm Tell“, Rütlischwur :
    https://www.youtube.com/watch?v=5gO3weBW23I

    Man läßt die Worte ins Herz, in den Kopf. Macht sich gerade und drückt das Kreuz durch. Wäre ich ein junger Mensch, würde ich sagen: Das fetzt…

    Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

  37. HX

    Nicht verzagen!

    Zunächst: Zu jeder politischen Aktion gehört die Zersetzung des Gegners. Das heißt:Wir müssen mit der Vorstellung aufräumen, dass die ¨Willkommenskultur¨moralisch hochwertig ist. Das ist sie nicht. Die deutschen ¨Willkommenspolitiker¨sind mitverantwortlich für den Tod des kleinen Ayran, weil sich sein Vater die Zähne bei uns richten lassen wollte.
    Und außerdem:die Entscheidung, alle Syrer nach Deutschland reinzulassen, wird sich als die katastrophalste Fehlentscheidung der letzten 70 Jahre herausstellen. Jetzt werden Millionen kommen. Wetten, dass Merkel binnen zwei Monaten zurcktritt?

  38. Eveline

    @Gustav Grambauer

    Danke für ihre Zeilen… sie treffen damit meinerseits den Punkt.

    Sie wollen den Feind im Hintergrund sehen?
    Mir fällt dazu immer das plattdeutsche Kinderlied ein.
    Lütt Matten de Has – er tanzt ja auch selbstverständlich mit seinem Henker und überlebt es nicht.

    http://www.susannealbers.de/02kultur-luettmatten.html

  39. Übel aus dem helldeutschen Zentreum

    Ich bin natürlich auch gegen Defaitismus. Wenn man selber aussteigt, bleiben gerade die Gegner übrig. Aber:

    1) Ich glaube, die Wahrnehmung BEI UNS ist inzwischen scharf genug – noch mehr kann wirklich nur zu Verzweiflung führen.
    Relevant ist die Wahrnehmung bei den Ideologisierten, wenn sie denn erreicht werden sollen oder müssen.
    2) Es ist ja nicht nur das Nationalbewußtsein ausgetrieben, es ist ja auch das Volk in sich paralysiert. Werbung und Politik ziehen die Generationen auseinander (Kita – Arbeit für m UND f – Altersheim; altersgruppenspezifische Werbung), die Internetrevolution hat den physischen Zusammenhalt von Menschengruppen stark zurückgefahren.
    3) Sie schreiben zwar richtig von Heilserwartung, aber unterschätzen dann doch den religionsartigen Charakter der offiziellen Ideologie. Mit Gott Mammon, Teufel Adolf, Sündenbewußtsein (‚unsere Vergangenheit‘, Kolonialismus), Heilsversprechen „pursuit of happyness“ – natürlich für alle und, Mammon entsprechend, als irdisches Paradies von fun and wellness, Moral der allgemeinen Zugänglichmachung des irdischen Totalglücks (Antirassismus, Antielitarismus, diversity, gender).
    Religionen begegnen immer Erscheinungen in der Welt, die die Gläubigen doch eigentlich nicht betreffen sollten – und entwickeln Mechanismen, diese wegzuerklären. Das Theodizeeproblem.
    Ich erwähnte es bereits einmal: Ich kenne ein Paar, das von Zigeunern ausgeraubt wurde, aber schon eine Strafverfolgung verhinderte, als der Täterkreis offenbar geworden war, „um nicht diesen schrecklichen Vorurteilen neue Nahrung zu geben“. Genauso wird es auch passieren bei Kriminalität der Invasoren.
    4) Sie sprechen davon, was unsereiner noch tun könnte. Wenn aber die Segregation im Sinne von konservativen ‚gated communitys‘, im Osten oder sonstwo, nicht die Lösung sein soll, dann ist vorrangig die Frage, wie man das Hirn der von der offiziellen Ideologie-Religion Verblendeten aufbrechen könnte.
    5) Sie zitieren eine Rede von Herrn Kubitschek, die leider nur der ausgewählten Jungmannschaft vor Ort zugänglich war. Ohne eine Zusammenfassung selbiger bleiben Sie kryptisch.
    6) Die „faule Wohlstandsgesellschaft“ der 50er sollten Sie wohl gerechterweise eher als Periode der völligen Erschlaffung nach allzuviel ‚Abenteuer‘ begreifen. Immerhin sind in dieser Zeit letztmalig Weichen richtig gestellt worden, vom Londoner Schuldenabkommen angefangen, das der heutige Zeitgeist nimmermehr möglich machen würde. 68 ist unser Feind, nicht die Adenauerzeit.
    7) Ich glaube, wie Herr Meißner oben, nicht, daß die materielle Lage für diejenigen, die sich jetzt zum Selbstmord jubeln, schon irgend verschärft wäre, und genau das ist eben doch ein Teil des Problems.
    8) Bitte nicht dem armen Hegel seinen Weltgeist in diesen Zusammenhang rücken. Der Weltgeist hat sich nach dessen Lehre schon in früher Zeit und endgültig vom Orient zum Abendland weiterentwickelt …

    Wie bricht man eine solche Religion auf?
    1) Durch Problematisierung ihrer Heilsversprechen (‚ihr glaubt doch selber nimmer an ewiges Wachstum‘, ‚wenn alle so leben wie wir, sind doch Klima und Umwelt zerstört‘).
    2) Durch Auflösung des Teufels. Der Schuldkult ist es, der die Identifikation mit D am entschiedensten verhindert – und zugleich garantieren wird, daß die Invasoren sich hier und in diesen nicht integrieren werden. Und man könnte darauf hinweisen, daß der Kolonialismus gerade mit umgekehrten Parteien abläuft.
    3) Und natürlich, da haben Sie recht, durch eine überzeugendere Alternative.
    a) Dabei werden die Konservativen, ganz zentral, nicht darum herumkommen, an die links schon lange laufenden Debatten anzuknüpfen, natürlich mit den eigenen Maßstäben, und sich zu fragen, wie das herrschende neoliberale kapitalistische System der Weltwirtschaft ersetzt werden kann.
    b) Dazu gehört auch, daß wieder QUALITATIVE Kriterien in ihr Recht gesetzt werden müssen, denn deren Ersatz durch Quantität läßt Katastrophen wie die laufende als harmlos(er) erscheinen.
    c) Aber sie werden ferner ein geistLICHes Angebot bieten müssen.
    d) Dazu wäre durchaus hilfreich, einmal nicht bloß den Islam als Feind zu sehen, sondern sich zu fragen, was diesen eigentlich, nach jahrhundertelangem Niedergang, plötzlich so attraktiv macht.
    4) Und jetzt werde ich ganz ketzerisch: Ja, doch, ich glaube schon, daß in materiellen Nachteilen nicht die Garantie, aber ein Element liegen kann, denn Bann zu brechen. Und sei es nur dadurch, daß das Gefühl der Sicherheit wegbricht.

  40. marodeur

    Eigentlich ist den Leuten materiell doch noch garnichts passiert. Die Fußgängerzonen sind weiterhin voll. Die Leute stürmen die Geschäfte und shoppen wie blöde. Kaufen ihren Kaffee bei Starbucks für 5 Euro und finden nix dabei.

    So ist es. Ich finde auch, dass die Debatte in die falsche Richtung geht. Ich lebe seit Jahren (als geborener Ossi) in der Nähe von Frankfurt. Deutsche bilden hier schon seit langem nur noch eine Minderheit. Hier hat sich bis auf Nuancen nicht viel geändert. Klar die Stadt ist voller Neger und Zigeuner und das Gefühl der totalen Überfremdung ist zumindest für mich noch weitaus schlimmer als früher. Man darf aber nicht die Anpassungsfähigkeit der Westdeutschen außer acht lassen. Die sind absolute Meister im Umgang mit dieser Situation. Viele sind so geschickt darin, der geforderten Integration aus dem Wege zu gehen, dass sich der Kontakt mit den Fremden fast rein auf Fußgängerzone und Dönerladen beschränkt. Es gibt z.Bsp. 0 Ausländer in den Äppelwoi-Kneipen oder in bestimmten Straßencafes, in den Bürogebäuden sowies nicht, im Theater, in der Natur, auf dem Golfplatz. Alles frei. Dadurch ergibt sich die fatale Illusion, alles wäre prima bunt und gleichzeitig friedlich und weltoffen. Wenn es irgendwo gefährlich ist, geht man halt nicht hin. Man wohnt da, wo es teuer ist – auch klar. Die Westdeutschen sind wahre Meister der Ignoranz. Dass die friedliche Koexistenz nur mit viel Geld erkauft wurde, ist gleichzeitig ein wichtiger Schwachpunkt. Daher unterschätzt bitte nicht den materiellen Faktor. Sobald die westdeutsche Apartheit in Gefahr gerät, knirscht es im Gebälk. Ganze Lebensentwürfe sind hier in Gefahr. Wartet es nur ab.
    Gleichzeitig sollten wir uns aus Eigeninteresse alle mit den Frankfurtern beschäftigen. Die wissen, wie man Parallelgesellschaften errichtet. Die deutsche Kultur wird über kurz oder lang nur als solche weiter existieren.

  41. @Aristoteles. Der von Ihnen oder anderen erwähnte „Zaun“ ist ein Begriff des heiligen Klaus von Flüe, gemäss dem „der Zaun nicht zu weit zu machen sei“, welche Formel immer auch politisch gedeutet wurde. Dahinter steckt das alte alemannische Zaunrecht. Es hat psychologisch mit der Erstellung von einer Art „Fluchtdistanz“ zu tun. Diese Distanz spielt bei Wildtieren eine grössere Rolle als bei domestizierten Wesen. Es geht also durchaus um das Phänomen der Domestikation des Menschen durch Moral, als genau um einen der Punkte, wo Nietzsches Moralkritik ansetzt. Am Beginn dieser Domestikation steht der authentische Aristoteles der Griechen. Was in seinem Sinn jedoch als Gemeinsinn galt, wurde im 20. Jahrhundert zum „Mythos von der Horde“ (Popper) abgewertet. Als Alternative dazu gilt der Kosmopolitismus.

  42. Konservativer

    Sehr geehrter Stil-Blüte

    Ich bin mit der Mundorgel aufgewachsen und habe in der Schule einige dieser Lieder mitgesungen. Und zwar diejenigen, die unser Lehrer ausgewählt hatte.
    Daneben kannte ich damals auch fast alle deutschen Schlager auswendig.

    Als Jugendlicher änderte sich mein Musikgeschmack, zunächst in Richtung Pop-, dann Rockmusik. Ich mochte die hiesigen, deutschen Vertreter dieser Richtung, vor allem diejenigen Bands, die eigene Wege gingen, die ihre angloamerikanischen Band nicht stumpf kopierten. Auch diese bevorzugten in der Regel die englische Sprache.
    Ausnahmen waren u.a. die linken Politbands Ton, Steine, Scherben, Floh de Cologne, Lokomotive Kreuzberg und in gewisser Weise auch Ihre Kinder, deren Musik ich nicht mochte.
    Hoelderlin, Singspiel, Elster Silberflug und Cravinkel waren Bands, die sich im Fundus der einheimischen Volksmusik bedienten und teils passable Alben veröffentlichten. Man kann die Musik dieser Bands jedoch nicht mit dem vergleichen, was bei Karl Moik auftritt. Was die hiesigen TV Programme an Volksmusik präsentieren, ist nicht meine Welt, ob diese Leute nun deutsch singen oder nicht.
    Die Musik und die Texte von Udo Lindenberg haben mir nie gefallen.

    Deutsche Bands waren, was Texte anbelangt, in der Regel Aushängeschilder unsäglichen Unsinns, auch die „neue deutsche Welle“ in den 80ern schuf diesbezüglich keine Abhilfe (siehe z.B. Nina Hagen).

    Auch heute gibt es kaum eine deutsche Band, die Texte von wirklicher Bedeutung vorlegt. Im Grunde singen sie allesamt in gewisser Weise Gutmenschenmist. Das ist zwar unter englischen Bands ähnlich, doch zuweilen findet sich bei ihnen doch ein Text, mit dem ich arbeiten kann.

    Lange Rede, kurzer Sinn, natürlich respektiere ich Ihre Ansicht, doch ich bediene mich auch weiterhin für meine Zwecke aus dem Fundus meiner Favoriten (und ich halte fest: nicht alle Engländer sind unsere Feinde) und die singen nun einmal in englisch.

  43. Hesperiolus

    Schöne Worte und dann liest man das von Völker-, Kulturen- und Heimatverachtung nur so strotzende anti-identitäre Credo der globalitären Plutokraten grade jetzt in der FAZ:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/roter-teppich-fuer-migranten-13783785.html

    Nicht an den Argumenten, sondern an den größten Frechheiten entlang, geht es da so:

    Roter Teppich für Migranten! Deutschland sollte seine Einwanderer mit offenen Armen willkommen heißen. Migrationsgeschichte ist Erfolgsgeschichte…am Ende alle profitiert….Migration eine Win-win-win-Situation…eine Erfahrung so alt wie die Menschheit…Schon immer haben Menschen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen ihre Heimat vergessen. Sie sind „außergewöhnliche Menschen“. So… Ian Goldin, früher Vizepräsident der Weltbank…Historisch gesehen haben Einwanderer ihre Gesellschaften stets bereichert….ihre Beweglichkeit haben sie durch den Abschied vom angestammten Ort unter Beweis gestellt. Wenn man ihnen Raum gibt, ihre Pläne zu verwirklichen…sind sie für das Gastland ein großer Gewinn…Chance für Deutschland…Geschichte der Menschheit… stete Folge von Wanderungsbewegungen…Zum Wohlstand der Menschheit haben sie viel beigetragen…Wer den Wohlstand der Nationen vorantreiben will, sollte die Grenzen öffnen..für Menschen. Sie werden dann von selbst dorthin gehen, wo sie ihre Talente am produktivsten nutzen können…Langfristig ist also alles prima…In der Ruhrindustrie schufteten polnische Arbeiter…Kurz vor dem Ersten Weltkrieg lebten rund 3 Prozent der Menschen außerhalb ihres Heimatlandes, ungefähr so viele wie heute…Erst der Erste Weltkrieg machte dieser glücklichen Zeit ein Ende….im Kosovo viele Leute…kämen..durchaus für den deutschen Arbeitsmarkt in Frage…die Motivierten und Mobilen einfach kommen (lassen)…ökonomische Gesamtsaldo der Einwanderung unter dem Strich positiv. als einer der größten Integrationserfolge erwies sich nach dem Krieg die ganz und gar unfreiwillige Einwanderung (sic!) von zwölf Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen in die vier Besatzungszonen…Ohne das Aufbrechen der Traditionsmilieus, ohne die Verfügbarkeit williger Arbeitskräfte wären Wirtschaftswunder und Demokratisierung wohl kaum so reibungslos verlaufen…Straubhaar (:)…“Das Argument, dass Europa nur eine gewisse Anzahl von Einwanderer absorbieren kann, ist von subjektiven Interessen geleitet, nicht von Objektiven Fakten.“…beide (eingewanderten) Brüder trotz der sozialen Demütigung (als Diplomatenkinder mit dem Bus zur Realschule fahren zu müssen)..So geht es häufig: Während die erste Einwanderergeneration noch Anpassungsprobleme hat, nehmen die Kinder ihre Chancen in der neuen heimat sofort wahr…Es kommen nur relativ wenige Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara. Das wird sich ändern…Langfristig liegt hier das größte Reservoir an Arbeitskräften (!) Ein Land, das mit Einwanderer gut umgeht…kann auch mit mehr Interessenten rechnen, was sich alle europäischen Länder…wünschen sollten. An Politikern gehen solche Erkenntnisse weitgehend vorbei, wohl auch, weil sie die Reaktion der Bevölkerung fürchten…Viele Ökonomen glauben: Langfristig wäre es das Beste, die Grenzen ganz zu öffnen. „Migration ist ein ständiges Kommen und Gehen“…Auf lange Sicht komme das Chaos zu einem natürlichen Ausgleich

    Ordo ab Chao -

  44. Bibabutz

    Ein paar Punkte zum besseren Verständnis des Homo Bene:

    Man ahnt ja, das es sich bei der gut-menschlichen Weltsicht um eine Religion handelt. Das ist aber nicht vollständig korrekt, es handelt sich um eine [b]fundamentalistische Religion[/b]. Der Unterschied ist wichtig: mit religiösen Menschen kann man nämlich diskutieren, mit Fundamentalisten nicht – und warum eigentlich: weil die der Überzeugung sind, dass die „Wahrheit“ so offensichtlich und unübersehbar ist, das jeder sie kennt. Und wer nun etwas widersprüchliches sagt, befindet sich nicht im verzeihlichen Irrtum, oder hat nicht genug Informationen oder gewichtet die Fakten nicht richtig, nein, wer etwas widersprüchliches sagt, lügt wider besseres Wissen und er tut das, weil er etwas absolut Böses im Schilde führt.

    Anderer Punkt: die Gruppe von Leuten, die immer fordern, das „mehr“ getan werden müsste, mehr Hilfen oder mehr Geld für dies und das, das ist ja irritierend. Hier ist wichtig zu verstehen, das diese Leute hauptsächlich mit ihrer rechten Gehirnhälfte denken, wo die Emotionen sitzen. Die linke Gehirnhälfte ist die rationale mathematische, die fragt, ja wieviel „mehr“ denn? Wann ist es denn mal genug? Da sind die Rechts-Denker völlig überfordert, und reagieren wieder emotional. (Mit Fakten sind die nicht zu knacken.)

    Deutsche engagieren sich ohne Ende für die Themen, die jeweils als „moralisch“ gelten. Das können Juchtenkäfer, Robbenbabys, Atomkraft oder eben Flüchtlinge sein. Immer ist es [b]moralisch[/b] richtig. Wer es nun in der heutigen Situation schaffen würde, den Schutz der Deutschen als moralisches Prinzip in den öffentlichen Diskurs zu plazieren, tja gewinnt nen Keks. Ich wüsste nicht, wie..

    Es bleibt als letztes die Angst: angesichts der Masse an fremden Männern. Es ist wirklich etwas anderes, diese Völkerwanderung im TV anzuschauen oder live in 3D. Ich glaube, hier liegt die größte Wahrscheinlichkeit für einen geistige Wende. Je mehr Leute selbst betroffen sind, oder jemanden kennen der, desto eher wird sich die Vernunft oder die Instinkte durchsetzen. Was dagegen spricht, ist die zeitliche Verzögerung: Die erste Generation Einwanderer ist meist eher harmlos, deren Nachkommen bilden dann die enttäuschten gefährlichen Parallelgesellschaften.

  45. MN

    Wichtig scheint mir aktuell vor allem der Ausbau eines überarbeiteten Erziehungssystem in ganz Europa. Es darf bei den Flüchtlingsmassen nicht wieder dieser schlaffe Integrationspolitik zum Zuge kommen. Wenn, wie heute in der FAZ zu lesen, auf die deutschen Islamverbände eine „große Aufgabe“ zukommen soll, kann einem nur mulmig werden. Deutschland würde einen Kardinalfehler begehen, wenn die Erziehung jetzt den Islamverbänden überlassen werden würde. Stattdessen sollte man jetzt auf eine strenge und zugleich weltoffene Assimilationspolitik setzen. Bitte in Deutschland wieder mehr Goethe, Herder und Grimm in die Schulklassen importieren.

  46. Exmeyer

    @ alle Aufgeber

    Wenn Sie die fünfzigste Liegestütze, die hundertste Kniebeuge und wenigstens den zehnten Klimmzug und den zwanzigsten Kilometer geschafft haben. Dann verspeisen Sie ein Pfund gut abgehangenes Wiesenrinder-Steak oder Wild.

    Wenn Sie dann noch den Wunsch zum Aufgeben verspüren: Tun Sie’s!

  47. Bethmann

    „@Aristoteles. Der von Ihnen oder anderen erwähnte „Zaun“ ist ein Begriff des heiligen Klaus von Flüe, gemäss dem „der Zaun nicht zu weit zu machen sei“, welche Formel immer auch politisch gedeutet wurde. Dahinter steckt das alte alemannische Zaunrecht. Es hat psychologisch mit der Erstellung von einer Art „Fluchtdistanz“ zu tun. Diese Distanz spielt bei Wildtieren eine grössere Rolle als bei domestizierten Wesen. Es geht also durchaus um das Phänomen der Domestikation des Menschen durch Moral, als genau um einen der Punkte, wo Nietzsches Moralkritik ansetzt. Am Beginn dieser Domestikation steht der authentische Aristoteles der Griechen. Was in seinem Sinn jedoch als Gemeinsinn galt, wurde im 20. Jahrhundert zum „Mythos von der Horde“ (Popper) abgewertet. Als Alternative dazu gilt der Kosmopolitismus.“

    Haben Sie auch etwas zur Diskussion beizutragen, Meier Pirmin?

  48. Der Gutmensch

    Sobald die westdeutsche Apartheit in Gefahr gerät, knirscht es im Gebälk. Ganze Lebensentwürfe sind hier in Gefahr. Wartet es nur ab.

    Genau das meine ich (unter rein innenpolitischen Aspekten) auch, lieber Marodeur. Denn ohne die „Frankfurter“ ist ja auch kein Staat zu machen, dafür haben wir uns nunmal 89 entschieden. Jetzt gehts ans Auslöffeln der Suppe und wer sich wohl zuerst die Zunge verbrennt … Ich frage mich derzeit täglich, wer oder was die wann wohl mal aus ihrer Komfortzone schiebt! Vorläufig sind sie allerdings hart im Nehmen … das muss der Neid ihnen lassen …

    Der Gutmensch.

  49. Ich verstehe ja unschwer, dass Arbeitgeber darauf stehen, die Löhne drücken zu können, gleichzeitig ein neues Konsumentenheer zu bekommen.
    Was ich aber nicht kapiere, neben deren Opportunismus (jeder Wirtschaftsführer, der jetzt deutliche Worte fände, der hielte sich nicht lange), das ist, dass die anscheinend nur denken vom Elfe bis läut‘.
    Klar gibt es jetzt eine ganze Menge Leute, die direkt fetten Reibach machen, Hoteliers, Hersteller von Wohncontainern z.B.
    Trotzdem: Denken die in den Chefetagen gar nicht daran, wie sie ihren Unternehmungen schließlich in Knie und Ellenbogen geschossen haben werden, wenn der ganze Laden auseinanderfliegt? Wie viele fremde junge Männer mehr, meist des Deutschen nicht mächtig, meinen die denn, dass das System verkraftet?
    Auch die Politiker: Haben die wirklich so gar keine Befürchtungen vor dem Kontrollverlust, dem Chaos?
    Man könnte meinen, wir säßen in einem Tollhause.
    Nein, kein Konjunktiv: Wir sitzen in einem Tollhause.
    Das, was läuft, ist nicht nur kriminell gegenüber unseren Arbeitslosen, Hartz-Empfängern, den (geschätzt) 280 000 Obdachlosen, nach denen keiner fragt. Den Studenten, die ihre Buden nicht bezahlen können. Den Alleinerziehenden, die sich einen abschuften, den armen Rentnern.
    Das ist schlicht pervers und aberwitzig.
    Und nennt sich dabei gut und gerecht und dann auch noch christlich.
    Ekelhaft ist das und unzweifelhaft krank.

  50. Der Gutmensch

    Ich widerspreche sehr energisch, Herr Göller. Die EU sitzt in einem Tollhaus, und wir sitzen mitten drin (vermutlich sitzt sogar die halbe Welt im Tollhaus, aber ganz soweit reicht meine Lampe nicht, da wird´s irgendwann duster …). Jedenfalls: Auf etwaige Flüchtige wird nach alter Manier erbarmungslos … naja, also mindestens: Die kriegens mit dem EuGH, Vertragsverletzung, Tod, Teufel, alles böse Nationalisten!!! Pfui!!!

    Oh Leute, gießt Euch einen Schnaps ein und macht Eure Schotten dicht …

    Der Gutmensch.

  51. Arkanthus

    Der Schuldkult hat nun wirklich religiöse Züge angenommen. Diese „refugees“ dienen den Narren zur seelischen Reinwaschung. Das hat was von einer Sekte, wie die da am Bahnhof jubeln und klatschen.

    Vor allem: So benimmt man sich nicht mal, wenn echte Flüchtlinge ankämen. Kein normaler Mensch freut sich über notleidende Emigranten. Das ist eine Massenhysterie, die dadurch ausgelöst wird, daß sie nun auf eine billige Art und ohne jede Verantwortung „Moral tanken“ können.

    Das zu erkennen und den Heuchlern vorzuhalten, wäre ein moralisches Rüstzeug.

  52. Stil-Blüte

    @ Konservativer
    Meine Mundorgeln waren das evangelische Gesangbuch, Herder (‚Die Stimmen der Völker in Liedern‘), die Fahrtenlieder, die kessen Schlager seit den 20ern, die Commedien harmonists, auch jene englischen Lieder, die man auf Deutsch übersetzt hat (’sag mir, wo die Blumen stehn…), Lili Marlen, Wiener Walzer, Bachs Choräle, dann auch Pop und Rock, Schnulzen, Schuberts Kunstlieder, Wiegen-, Kinderlieder…

    Doch, leider habe ich den Eindruck, lieber Konservativer, dass Sie Ihr Pseudonym als Täuschung und nicht als Tarnung benutzen. Die Reeducation – die schon bald nach 45 massiv auf allen Gebieten der Kultur und Bildung eingesetzt hat und 68 die ersten Früchte trägt, hat Sie, ich habe es befürchtet, nicht nur nicht als Jugendsünde ereilt, sondern hat Sie, grundlegend beeinflusst, so dass Ihnen unser traditionelles Liedgut nicht fremdgeworden, sondern schlichtweg fremdgeblieben ist. Und wie könnten Sie/u. a. dieses Lied-Gut jetzt zur Aufrüstung Ihres/ihres Seelenhaushalts gebrauchen! 1813 sind die Freischärler mit einem englischen Lied auf den Lippen in den Kampf gezogen?: Nöö! ‚Das ist Lützows wilde verwegene Jagd…‘

    Das Polyglotte hat uns Deutschen immer gedient. Tragen tut uns nur unsere Muttersprache. Wie wäre es, wenn Sie die Zeilen übersetzten? Für Einverleibung des Fremden ins Eigene durch Translatio bin ich immer zu haben. Besten Dank im Voraus.

  53. enickmar

    Metapolitisches Reißbrett. Aktivismus, geistige Verschärfung taugt zur wichtigen Konsolidierung und Erweiterung des eigenen Lagers. Dies wird aber beim Stand der Dinge keine Breitenwirkung im Volk haben. Dazu fehlt die Reichweite und die Empfängnisbereitschaft. Die Nachteile werden in der Wahrnehmung der Masse die Vorteile erst dann überwiegen und das gutmenschlich-mentale Wellnessprogramm erst dann uninteressant, wenn das Materielle, der einzig geglaubte Gott, physisch intensiv spürbar angegriffen wird. Das ist kein „Warten auf Tag X“, sondern simple Wahrscheinlichkeitsrechnung.
    Ob es ausreicht, den benötigten Bewußtseinswandel zu bewirken, bleibt bei Propaganda und Repression jedoch fraglich. Dann allerdings kann die geistigen Verschärfung sehr hilfreich gewesen sein. Auch wenn vielleicht nicht wie im Entwurf geplant.

  54. Desprecio

    @ „Stilblüte“

    Tiefste Zustimmung , Danke !

  55. In der Tat: Wie hier schon einige Teilnehmer herausgearbeitet haben, trägt das Ganze wahnhaft-religiöse Züge.
    Der sogenannte Flüchtling kommt alswie ein Heiliger, ein Heiland, ein Erlöser. Als wäre das Land im Griff einer endzeitlichen Sekte.
    Ich denke, dass wir da noch genauer und härter ansetzen sollten. Natürlich auch bei der von mir oben beschriebenen Ungerechtigkeit den eigenen Bedürftigen und Armen gegenüber.
    Etwas dumm aus der Wäsche sahe ich eingefleischte Linke schon kucken, als ich sie fragte, weshalb sie sich denn nicht für Obdachlose einsetzten, mit derselben Verve, für die alten Frauen, die abends um elf Flaschen sammeln, ich sah, hier im reichen Stuttgart sogar schon eine, die um diese Zeit, da die Yuppies ihre Bouteillen auf der Gasse stehen lassen, eine mit Rollator.
    Diese Fälle vergleiche ich dann mit den gesunden jungen Männern, denen alles zu geben sei, die da kommen, keck und fordernd und fröhlich, denen alles gegeben werden soll: Kostenlose Wohnungen, Hartz-Sätze usw.
    Es ist Zeit, verbal hart und entschlossen anzugreifen.
    Jedenfalls überall dort, wo man nicht damit zu rechnen hat, für eine klare Rede durch die Guten sein Gebiss einzubüßen.

  56. Exmeyer

    @ Konservativer, ich springe Ihnen bei und antworte zur Provokation: Fight Fire with Fire!

    Refuse/Resist! Es ist mir nicht etwa nur gleichgültig, ob die Omis und Muttis dabei aus dem Sessel hopsen, sondern gewollt.

  57. Meier Pirmin

    @Bethmann. Genau das ist mein Beitrag. Es ist alles eine Frage des Abstandes. Ein Detail aus einem Zaunrecht von 1469: „Hier komm keiner rein, er zahle denn den Pfennig.“ Auch der enorme Unterschied zwischen kosmopolitischen Wertsetzungen und solchen, wo es um das Überleben an einem stabilisierten Ort geht usw. konstituiert Weltanschauungen und Freund-Feind-Verhältnisse. Es ist auch nicht unwichtig, woher das Wort „Volksvergessenheit“ kommt oder „geistige Überfremdung“. Ich mache keine Wertungen, ich beschreibe so weit möglich. Auch das gute Gewissen der Israeli und das schlechte Gewissen der Deutschen sollte man aus der Perspektive von sagen wir mal dem Jahre 4000 n. Chr. zu verstehen versuchen. Man regt sich dann etwas weniger auf, ahnt die Richtung, wo es lang geht allenfalls etwas besser. Im Jahre 300 hiess die Völkerwanderung auch noch nicht Völkerwanderung. Usw.

  58. Andreas Walter

    Zwei Fehler: Ihr denkt ihr seid Teil des Volks? Das seid ihr nicht. Ihr seid eine geistige Elite, vielleicht auch nur eine Intellektuelle, die sich lediglich nicht hat Umprogrammieren lassen, oder bei der die Umprogrammierung aus anderen Gründen einfach nicht stattgefunden, gegriffen hat. Zurecht und zum Glück. Denn ihr habt euch euer eigenes Bild gemacht, was in meinen Augen legitim, ja sogar Pflicht, ein Menschenrecht ist.

    Was gedenkt ihr zu tun bei asymmetrischer Kriegsführung, bei der sogar euer eigener Stamm gegen euch gewendet wurde, jetzt und auch in Zukunft gegen euch gewendet werden wird? Wecken ist nicht. Es handelt sich hier nicht um einfache Hypnose, sondern um tief gehende Gehirnwäsche im Westen über Jahrzehnte. Das ist auch der Grund, warum die im Osten noch klar im Kopf sind.

    Die meisten Leute da draußen haben daher mit euch nichts gemein ausser die äussere Hülle und einige nützliche Eigenschaften, die man ihnen darum nach 1945 noch gelassen hat. Entnazifizierte Zombies, lebende Tote, trifft es daher schon ganz gut. Denn Icherhaltung, Arterhaltung ist gesund, nicht Selbsthass.

    Ihr seid daher nicht umsonst die Sezession. Selbstverständlich habt ihr genauso ein Lebensrecht, ja sogar ein Gestaltungsrecht der ganzen Welt, wenn euch danach ist. Zumindest aber auf jeden Fall das Recht auf die Gestaltung eurer unmittelbaren Umgebung. Doch dazu müsst ihr genauso skrupellos sein wie diejenigen, denen wir das jetzt alles zu verdanken haben. Die Umerzieher.

    Das Problem ist daher die Asymmetrie, mit der ihr noch euer Lebensrecht nach euren Vorstellungen einfordern könnt. Denn ihr seid jetzt eine Minderheit, der man aber nicht einmal Minderheitenrechte einräumt. Einzig und allein aus dem Grund, weil ihr euch nicht in die Pläne des Grossen Bruders einfügen wollt.

    Frau Greenhill spricht in einem ihrer Vorträge von politischem Jiu Jitsu. Was macht man im Kampfsport, wenn man nicht Gegendrücken kann? Oder man spürt, das irgendwo gezielt in eine bestimmte Richtung Druck ausgeübt wird?

    Nehmt den Wind auf und lenkt ihn. Das kostet viel weniger Kraft als sich ihm entgegenzustellen. Den Tiger reiten. Eine Inspiration auch für alle Palästinenser, Jordanier, Syrer, Iraker und Libanesen, was sich gerade in Europa abspielt.

    World War Z. Weapons of Mass Migration. Oder traut ihr euch immer noch nicht auszusprechen, wer den Druck ausübt und warum? Von wo kommt er denn?

    https://www.youtube.com/watch?v=ZpJoMuuE3Eg

  59. Weltversteher

    Leute, warum heißt das hier Sezession?!

    Könnt ihr bitte mal von der Mehrheitsbevölkerung und den Bundesdeutschen Abstand nehmen? Kriegt ihr’s nicht ohne die hin? Ihr müßt doch denen nicht ständig wie ein Kind am Rockzipfel ziehen.
    Vielleicht wie Adolf so lange Reden schwingen, bis sie geschlossen antreten?

    Fangt an, nach eurer Facon zu leben, prägt diese aus, damit wir etwas haben, woran wir uns halten können. (Mal sehen, ob wir das überhaupt noch können…) Wem danach ist, wer da noch mithalten kann, der wird sich schon anschließen. Und auch was taugen.

    Was wollt ihr mit dem Rest?!

  60. Meier Pirmin

    PS. Friedrich Dürrenmatt setzte das Verschwinden der weissen Rasse in Europa in seiner Erzählung „Der Versuch“ um die Mitte des 3. Jahrtausends an. Er schilderte auch Archäologen, welche im Jahre 10 000 Ausgrabungen aus der Zeit um 2000 machen, dabei zum Beispiel ein Eros-Center ausgraben, welches sie als Ausdruck der Vorstellungen um Fruchtbarkeit um das Jahr 2000 interpretieren. Diese Perspektive ist für das Verstehen der Gegenwart durchaus lehrreich.

  61. Der Gutmensch

    Nochmal: Ich sehe nicht, dass die Zeit reif für eine Wende wäre, womöglich ist sie sogar falscher denn je. Die Leute sehen die Asylbewerber und haben Mitleid. Oder: Viele jubeln und lassen ihre Kinder jubeln. Die müssten erstmal Lernbereitschaft für etwas anderes erkennen lassen – oder wir werden lernen müssen, mit deren Entscheidungen zu leben!

    Erst, wenn sich die Einstellungen der Menschen ändern, wird und kann sich auch die Politik ändern; auf die Protagonisten kommt es dabei kaum an.

    Wer mal ein paar Idioten sehen will, die dachten, die Zeit wäre reif für die große Revolution, der schaue auf die RAF. Durch diese Schneise kamen dann gemütlich die Grünen geschlendert und sahnten ab, bis heute.

    Der Gutmensch.

  62. Eleonor

    @Magnus Göller

    „Ich verstehe ja unschwer, dass Arbeitgeber darauf stehen, die Löhne drücken zu können, gleichzeitig ein neues Konsumentenheer zu bekommen.“

    Ich verstehe das überhaupt nicht, denn ein Millionenheer aus Arbeitslosen, Schein-und Geringbeschäftigten sowie Geringverdienern haben wir schon. Wenn dann zusätzliche Millionen auf den Arbeitsmarkt drücken, ist der lohndrückende Effekt nur noch marginal, denn für weniger als das Existenzminimum kann niemand arbeiten, und da liegen sehr viele schon mit dem, was sie verdienen. Dazu kommen der meistens geringe Ausbildungsstand, im Durchschnitt niedrige IQ und die oftmals mangelnde Arbeitsmoral der Neuankömmlinge. Für solche Arbeitskräfte hat unsere hochtechnologische Wirtschaft keinen Bedarf.

    Auch das mit den Konsumenten zieht nicht, denn konsumieren können die Leute unserer Produkte überall, wo wir sie hinexportieren können, und das ist auch so ziemlich überall. Man kann höchstens noch argumentieren, dass mit den Leuten in Deutschland mehr Wachstum zu generieren ist, als in ihren Heimatländern, aber das stimmt auch nicht. Was Schwarzafrika anbelangt gibt es dort einige Regionen mit starkem Wirtschaftswachstum, z.B. Kenia. Da sind Kräfte aus anderen Regionen Afrikas sicher produktiver einzusetzen als hier, weil der Nachhohlbedarf einfach gigantisch ist. Oder sie bleiben in ihren Ländern, krempeln die Ärmel auf, und kurbeln dort das Wachstum an. In jedem Fall ensteht mehr Importbedarf fur unsere Produkte. Was die vom Westen direkt oder indirekt mit Krieg überzogenen Länder anbelangt, nun gut, da stimmt das Argument sogar, ist aber zutiefst zynisch. Und sobald hoffentlich einmal Frieden eingekehrt ist, gibt es den Nachhohlbedarf vor Ort.

  63. Hartwig

    @ Exmeyer
    50 Liegestütze – gerade so, Kniebeuge – momentan nur 80 (Zwicken im Knie), Klimmzüge – 13 gute plus zwei mässige.
    Vorgestern ein Bisonsteak gegessen; gibt bei mir in der Nähe eine kleine Herde.
    „… aus tiefster Verzweiflung zum höchsten Frohlocken …“ (de Laclos)

    @ Konservativer
    Probieren Sie’s mal mit NonPop.
    Z.B. „Leger des Heils“ oder „Darkwood“. Vorwiegend deutsche Texte. Romantisch, reaktionär, völkisch, wie Sie wollen.

  64. Exmeyer

    Gleich, ob in Ost- oder West-Zonesien aufgewachsen: Wir alle sind anglosachsifiziert. Ob Atheist, Agnostiker, Katholik, Orthodox, Protestant oder Heide: Wir alle sind christianisiert. Ob wir wollen oder nicht.

    Das ist das Ist. Eine Regermanisierung wird es vielleicht geben, wenn wir gewinnen. Aber gewiss nicht vorher. Sie wäre eine Wirkung, deren Ursache woanders liegt. Man mag in hohem Maße in seinen Entscheidungen frei sein. Was man im Inneren mag oder nicht, ist fester verankert, als ein Fischer-Beton-Dübel. Und „Konservativer“ mag britischen Rock und ich bin mit Rock, Metal und Vanessa Warwick „aufgewachsen“.

    Im Übrigen ist „Konservativer“ tatsächlich konservativ, also das Gegenteil eines Spießers. Spießer sind es nicht. Nie und niemals sind sie konservativ. Sie konsumieren. Sie erschaffen nicht, sie erhalten nicht. Sie legen sich in das Bett, das andere gemacht haben. Sie beschwehren sich, wenn die Wärmflasche nur noch lauwarm ist, aber sie ändern es nicht. Sie warten, daß das Personal die Aufgabe übernimmt. Sie zehren die Substanz auf. Deswegen halte ich mich seit langem von Pseudo-Konservativen fern.
    Des „Konservativen“ Ansichten habe ich schon gelesen, als 90% der sich hier äußernden Kommentatoren noch an die schöne Welt geglaubt haben und pünktlich und täglich Tagesthemen schauten. Die ist futsch, diese Welt. Das haben Sie auch alle gemerkt. – Und hat es nie gegeben, diese Welt. Das haben bisher nur wenige verstanden.

    Oder meint hier jemand Lützows … Jagd war irgendwie nett und angenehm? Das Liedchen ist recht hübsch, jaja, …

  65. @ Eleonor

    Ich sagte ja, dass ich’s nicht kapiere, wo die Wirtschaftskapitäne hinwollen.

  66. Karl Blomquist

    @Gustav Grambauer

    „M. L. hat gestern hat den Blomquist heftig dafür angegriffen“
    Das ist schon okay. Eine Antwort von M.L. persoenlich zu bekommen, ist doch schon mal was, bekommt doch auch nicht jeder :-)

    Sie haben voellig recht:
    „aber auch ich bleibe dabei: es hat keinen Sinn, hier noch ein Wort weiterzureden, wenn der Feind – vor allem hinter den Kulissen – nicht erkannt wird, wenn der Versuch zu dessen Identifizierung lächerlich gemacht wird – und nicht eingesehen wird, daß der Feind wie ein Schachspieler seine Züge vorausplant, während wir im Affekt-Zustand gehalten werden sollen und ein bißchen im Rahmen des KR-Kanons herumphilosophieren und herummobilisieren dürfen.“

    Der US-Chefstratege Thomas Barnett

    Zitate aus „Blueprint for Action“ aus dem Jahre 2006:

    1. Gleichschaltung der Länder und Flüchtlingsströme
    “Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde, sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierfür sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu Begreifen, aber Intelligent genug um zu Arbeiten.”

    2. Freier Kapitalverkehr
    “Keine Regierung darf den “freien Kapitalverkehr” und den Rückfluss von Profiten behindern. Die Länder müssen in gegenseitige Abhängigkeit gebracht werden, so dass sie alleine nicht mehr existieren können.“

    3. Globalisierung als Friedenslösung
    “Man mag mich als Träumer bezeichnen, doch glaube ich fest daran, dass alle bestehenden Grenzen niedergerissen, dass alle Unterschiede in den religiösen Auffassungen entschärft werden können, auf dass sie nie wieder Ursachen für die Anwendung von Gewalt und den Ausbruch von Kriegen sein werden.”

    4. Gastarbeiter und Rechtsradikale
    “Aufgrund seiner schnell alternden Bevölkerung kann es sich Europa nicht mehr leisten, auf Gastarbeiter zurückzugreifen, sondern muss dem Beispiel der USA folgen und seine Schleusen für den ungehinderten Einwanderungsstrom öffnen. Rechtsgerichtete und einwanderungsfeindliche Politiker müssen zum Schweigen gebracht werden und haben von der Bühne zu verschwinden, und zwar schnell!”

    5. Die zahlreichen Freihandelsabkommen
    “Im wirtschaftlichen Bereich werden wir die Einrichtung von bilateralen und regionalen Freihandelszonen vorantreiben. Dank NAFTA (Nordamerikanische Freihandelszone), sind heute Kanada und Mexiko enger an die USA gebunden als es im 19. Jahrhundert die US-Bundesstaaten im Wilden Westen jemals gewesen sind.“

    6. Die Umsetzung des Feldzugplanes
    “Als erstes müssen wir unsere Strategie zur Umwandlung des Nahen Ostens weiterverfolgen.”

    7. Amerikanische Staatsschulden
    „Amerika hat sich darauf spezialisiert, seine Staatsschulden zu exportieren und fast alles andere zu importieren. Wie schaffen wir es, derart über unsere Verhältnisse zu leben und dabei trotzdem riesige Defizite einzufahren? Wir bringen eben die Welt dazu, unsere Schuldscheine zu kaufen, weil sie Uncle Sam vertraut und der Dollar verhältnismäßig billig ist. Das Geschäft mit unseren Schuldscheinen (treasury bills) ist umwerfend einfach. Wisst ihr, was es kostet, diese kleinen Papierfetzen zu drucken? Fast nichts! Und wisst ihr, was wir als Gegenleistung bekommen? Video Recorder, Autos, Computer, usw.! Hört auf zu jammern, denn sollte die Welt jemals drauf kommen, welch großartiges Luftgeschäft wir betreiben, könnten wir in arge Schwierigkeiten kommen.“

    8. Noch ein US-Jahrhundert?
    „Es wäre die dringende Aufgabe der Regierung Bush, oder ihrer Nachfolgerin, dem amerikanischen Volk die sehr lange Dauer dieses globalen Weltkriegs gegen den Terrorismus richtig zu verkaufen (wörtlich: ‘to sell the American people on the long haul ahead in this global war on terrorism’). Ich will es für meine amerikanischen Mitbürger ganz offen aussprechen: Wir werden niemals die Länder des GAP verlassen, wir werden niemals unsere Jungen heimbringen können (never bring our boys home).”

    Soweit der US-Plan.
    China wird einen Strich durch die Rechnung machen.
    Die Frage ist nur, ob vor oder nach der Flutung und Zerstörung des deutschen Rumpfstaates.

  67. Exmeyer

    Geehrter Hartwig! Gehe ich recht in der Annahme, daß von Ihnen auch kein Defaitismus zu hören ist? Rhetorische Frage. Natürlich nicht!

    Es ist auch egal, ob die Liegestütze die Energie bringen, oder die Energie die Liegestützen.

  68. FFlecken

    @marodeur

    Zustimmung zum weitverbreiteten Lebensgefühl im Rhein-Main-Gebiet. Viele können dem Unbehagen noch gut aus dem Weg gehen.

    Sehe es auch so, daß die Masse der Leute die Auswirkungen noch kaum materiell spürt. Wird sich bei der nächsten Finanz-und Wirtschaftskrise ändern. Ich glaube in Österreich ist die Arbeitslosenproblematik derzeit etwas größer, vielleicht daher die Einschätzung Martin Sellner’s.

    Generell: Wir sollten primär nicht zwingend nach dem Nutzen und den Chancen fragen, hier gilt es inneren Abstand zu wahren und eine eigene Spur des Widerstands und der Treue zu dem was uns wichtig ist zu hinterlassen. Es muss, auf je eigenen Pfaden, getan werden, was getan werden muß. Mehr heroischer Realismus, weniger Defaitismus.

  69. Karl Blomquist

    @Gustav Grambauer
    „v. Waldstein hat in seinem Vortrag mehrmals die Nennung von „Roß und Reiter“ angemahnt. … Ich habe noch das Ende des Sommer abgewartet, aber es kam nichts. Die „Intelligenzija“ schweigt.“

    CETERIS PARIBUS
    dürfte die BRD untergehen

    Erst einmal Anerkennung für den mutigen Alexander Gauland. Immerhin legt er sich mit seinem Hinweis auf die USA als treibende Kraft mit der Kolonialmacht an, die normalerweise nicht kritisiert werden darf. Um ihr Land vor dem Untergang zu retten, müssten die BRD-Deutschen erst einmal einiges erkennen und dazu ihre Umerziehung über Bord werfen.

    1. Sie müssten erst erkennen, dass es sich um eine Invasion handelt, die den Zusammenbruch des deutschen Rumpfstaates und bestenfalls Bürgerkrieg bedeutet.
    2. Dass diese Invasion von den USA gezielt nach Deutschland gelenkt wird.
    3. Dass es gegen die USA nur einen möglichen Verbündeten, nämlich China gibt. Es ist ein Wettrennen: Wird China die USA abservieren, BEVOR die USA Europa geflutet und zerstört haben, oder erst DANACH?

    Herr Gauland spricht nur das Offensichtliche aus. Dass die von ihm geäußerten Selbstverständlichkeiten noch nicht einmal bei Nationalen und Konservativen Konsens sind, beim Rest des Volkes vielleicht noch weniger, weil man es nicht sieht oder nicht sehen will, spricht leider eher dafür das DANACH, also dafür dass Deutschland zu spät aufwacht und das Rennen verliert. Wenn sich das nicht schnell ändert, dürfte die BRD daher also untergehen.

  70. Der_Jürgen

    Ich teile den extremen Pessimismus von Martin Sellner nicht. Gewiss, ein erheblicher Teil des deutschen Volkes ist dermassen gehirngewaschen, dass er seiner eigenen Verdrängung zujubelt, aber ich weiss von in Deutschland lebenden Freunden, dass die Mehrheit mittlerweile einen Unmut empfindet, der sich unweigerlich zur Empörung steigern wird. Noch wirkt der Meinungsterror, noch wirkt die Nazikeule, aber allzu lange wirken wird beides nicht mehr. Bei all ihrer Klugheit haben die Ränkeschmiede folgendes weise Diktum von Abraham Lincoln vergessen: „Man kann eine Zeitlang alle Leute betrügen, man kann manche Leute die ganze Zeit über betrügen, aber man kann nicht alle die ganze Zeit über betrügen.“

    Im Gegensatz zu Sellners Behauptung sind die objektiven materiellen Bedingungen für einen Aufstand noch keinesfalls herangereift. Den meisten Deutschen geht es noch relativ gut bis sehr gut. Dass sich dies ändern wird, dafür sorgt das System mit seiner wahnsinnigen Politik selbst. Wenn die provisorisch in Zelten untergebrachten Invasoren nach dem Einbrechen des Winters in beschlagnahmten Häusern untergebracht werden, wenn die Einwandererkriminalität überbordet und die Gemeinden eine nach der anderen pleite machen, wird es in Deutschland brenzlig werden. Dann werden mehr und mehr Menschen, die bisher hartnäckig ihren Verstand abschalten, kapieren, dass der Kaiser nackt ist.

    Beginnen wird die zur Rettung Deutschlands erforderliche Revolte mit Sicherheit in der Ex-DDR. Die Gehirnwäsche war unter der kommunistischen Diktatur längst nicht so heimtückisch wie im „freien“ Westen; den DDR-Bürgern wurde nicht eingebleut, dass sie einem „Tätervolk“ angehören. Auch 25 Jahre BRD-Regime haben das im Vergleich zum Westen wesentlich kritischere Denken der ehemaligen DDR-Bürger nicht gänzlich auszulöschen vermocht.

  71. Der Gutmensch

    @Meier Pirmin:

    Bei Dürrenmatts „Der Versuch“ sind wir noch nicht, mein Lieber. Vorläufig sind wir erst bei seiner Erzählung „Die Panne“ angekommen. Man erinnere sich – ein paar pensionierte Herren (Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt) spielen ihren einstigen Berufsalltag nach und verurteilen einen Vertreter mittels eines wild konstruierten Vorwurfs zum Tode. Der ist zwar in das Spiel eingeweiht! Aber am Ende haben sie ihn mit dieser Komödie versehentlich von einer Schuld überzeugt – und er nimmt sich freiwillig den Strick. Die anderen reagieren darauf völlig entsetzt: „Der verteufelt einem ja den schönsten Herrenabend!“

    Der Gutmensch.

  72. Waldgänger

    Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht.

    Nichts ist in der Betrachtung der Zeit irreführender als die Vorstellung, man könnte durch die Fortschreibung aktueller Trends die Zukunft erkennen. Das gelingt weder beim wetter noch beim Zeitgeschehen. Logisch und zwangsläufig siehts es immer erst hinterher für den Historiker aus,
    Es hat auch 1806 niemand die Erhebung von 1813 vorhergesehen … und 1988 jene von 1989.
    (Womit ich jetzt aber nicht andeuten will, dass wir heute in der Situation von 1812 wären … !)

    Das ist – ehrlich gesagt – das Einzige, was mir Hoffnung macht:
    die Offenheit der Geschichte und die m. E. nicht gar so große Verkommenheit des Volkes, das lediglich unter einem enorm großen Druck korrupt-verantwortungsloser „Eliten“ steht.

    Man mag einwenden: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch das stimmt.
    Nun gut, ich pflanze noch ein Apfelbäumchen.

  73. Herbert

    Wenn wir es schon von Dürrenmatt haben, vergesst bitte nicht, dass eine Geschichte erst zu Ende gedacht ist, wenn sie ihre schlimmst mögliche Wendung genommen hat.
    Also macht euch auf etwas gefasst. Gelehrte Reden verfassen bringt einen dann wohl nicht mehr weiter.

  74. Frenchman

    Solange es der Masse gut geht, macht sie sich keine Sorgen. Geht es ihr schlecht, ist sie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Politik liegt ihr fern. Grundsätzlich.

    Wir sind mit unseren Vorstellungen grandios gescheitert. Was wir brauchen, ist eine neue Vision, wie sie die Identitären im Ansatz anbieten. Ich persönlich finde z.b. auch den Gedanken des „Weißen Nationalisten“ in den USA gut.

    Auf jeden Fall sollten wir uns mehr mit Angriff statt Verteidigung befassen. Greifen wir den Gegner überall an, wo es uns möglich ist. Im Internet sind wir schon ganz gut. Außerhalb ist jedoch noch viel wichtiger.

    Endlich hat auch die AfD eine „Herbstoffensive“ angekündigt.

    Das mindeste ist Spenden und Flyer verteilen. Jeder muss wissen, was er darüber hinaus leisten kann.

  75. Grundsätzlich finde ich es ja gut, dass Sie Herr Sellner, nicht nur das ökonomische Sein als bewusstsseinsprägend anerkennen.

    Aber welche Machtperspektive für die deutsche Rechte, sehen Sie denn in der gebotenen Kürze der Zeit?

    Ich sehe nur die Chance, dass Euro-Krise und unkontrollierte Massenzuwanderung zu einer einzigen großen Welle zusammenschlagen, Staatsfinanzen und Sozialsysteme kollabieren und dann das Chaos Neues gebiert.

    Was wird das Chaos herborbringen?

    Es kann dann ein deutscher Orban, eine deutsche LePen oder eben ein Tsipras-Abklatsch sein. Die Zeichen weisen eher auf das erstere hin.

    Entscheidend wird sein, deutsche Wertkonservative, Nationalkonservative, gemäßigte Rechte und den leistungsfähigeren Teil der „Ausländer“ zu vereinen.

  76. cathari

    Was wir auch brauchen ist das Vorbild, das positive Gegenbeispiel, der Rückhalt, der den in der westlichen Säure schmorenden Patrioten eine helfende Hand und eine strategische Tiefe verleiht.

    Besorgte Bürger waren vor kurzem für die Staatsmedienmaschine der letzte Abschaum, Menschenmüll, Terroristen, Dreck weil sie widersprachen, Abfall und auszurottende Teufel weil sie kritisierten, hinterfragten und nicht einverstanden waren. Freigegeben zum Abschuss durch einen außer rand und Band geratenen Justizminister, der zusammen mit Merkel überall Nazis zu sehen glaubte und mit seinen wütenden Totschlägern von der selbsternannten Antifa sich keinen Nazis, sondern ganz normalen Bürgern in den Weg stellte. Schwedischer Staatsterror überzog auf einmal das Land.

    Und dann kam Viktor Orban…

    …und sprach aus, was viele sich selbst mit Fremdwörtern und in vorsichtigen Umschreibungen nicht mehr zu sagen trauten. Er formulierte den großen Austausch in klaren eindeutigen Worten, er sprach von Muslimen, die Polen, Balten und Slowaken sogar von Dunkelhäutigen. Osteuropa ist voller Ekel und abgestoßen von dem Selbstmordwahn, dem Amoklauf gegen das Eigene und dem Völkerselbstmord Westeuropas.

    Die Menschen sind wirklich aufgewacht, nur sind sie das (abgesehen von Pegida) in den Staaten des ehemaligen Ostblocks, die als Zweite Welt galten und einen ganz anderen Blick auf das Sado-Maso Spiel zwischen Erster- und Dritter Welt haben.

    Dafür werden die osteuropäischen Staaten zur Zeit von den US-amerikanischen Massenmedien beschimpft, die sie kurz zuvor – als es gegen Russland ging – noch zu Heiligen verklärt haben. Osteuropa ist ungehorsam, vom Westen angeekelt und das macht nicht nur Martin Schulz sondern den gesamten westlichen Wasserkopf wütend und fassungslos.

    Russland dagegen steht zu dem großen Zorn und Unverständnis linksliberaler Russlandfreunde auf der Seite der anderen osteuropäischen Staaten und sogar auf der Seite der deutschen Patrioten. Die russischen Medien berichten aus Serbien und München gnadenlos realistisch über die Zustände, das verächtliche, selbstsüchtige und arrogante Verhalten der Araber und Afrikaner und die Auswirkungen. Die russische Politik äußert Verständnis für die kompromisslose Haltung der osteuropäischen Staaten gegenüber den Flüchtlingen, es scheint als sei die Festung Europa heute eine slawische Burg.

    Die linksliberalen Russlandfreunde, in deren Hirnen Russland so etwas wie eine antifaschistisch-trotzkistische NKWD Version der Deutsche-fressenden UdSSR zu sein hat, reagieren beleidigt, verständnislos und verschnupft. Mal wollen sie Russland Ratschläge geben wie es sich zu verhalten habe, mal schimpfen sie voller Entäuschung über die russischen Medienberichte und Äußerungen der russiscfhen Regierung über die deutschen Multikulti-Zustände. Und immer wieder reagieren sie mit Verwunderung auf das sonst gelobte Land Neo-bolschwistischer Fantasien kulturell autoaggressiver Westeuropäer.

    Auch über die osteuropäische Sozialdemokratie sind die von Adorno verseuchten irren Westlinken erstaunt, die ist nämlich genau so eingestellt wie Viktor Orban, oder bei uns Helmut Schmidt und Thilo Sarrazin. Und die geriechischen Linken haben auch nicht wirklich Lust darauf, ihr Volk ein paar weitere Jahrhunderte einer Art neuem osmanischen Kalifat zu unterwerfen, schließlich rüstet Griechenland seit Jahrzehnten auf, weil es sich als christlicher Frontstaat gegen die Türkei und auch gegen den Islam sieht.

    Die westlichen Spinner in ihren roten und liberalen Kostümen, stehen also nicht nur auf der Welt, sondern auch in Europa allein da. Das Gute ist, dass unsere östlichen Nachbarn jetzt endlich einmal sehen, was für eine geistige Pest hier in Westeuropa überhaupt wütet und wie sich die vorher glorifizierte USA zu ihnen nun verhält, wie eine böse Erzieherin die unartigen Kindern mediale Ohrfeigen gibt, obwohl das Russland die Möglichkeit gibt, sich gegenüber seinen Brudervölkern in ein positives Licht zu setzen.

    Dieses patriotische Osteuropa ist für uns eine strategische Tiefe und eine Gelegenheit, in der die Propagandabilder und die Hassflüche der Regierung und der Medien ihre Wirkung ein großes Stück weit zu nehmen, denn wir verhalten uns nur so wie sich zum Beispiel die Polen verhalten, wir wollen polnische, ungarische und slowenische Verhältnisse und wenn die Medienpanzer jetzt ungebremst gegen das „Dunkeleuropa“ im Osten rollen, droht der Maschine schwerer geopolitischer Totalschaden, vor allem da der Rivale Russland mit viel Verständnis reagiert.

    In der Maschine klappert es also, während die Grünen – wie die wahnsinnigen Fanatiker die sie sind – Ungarn noch aufs Übelste beschimpfen, rudert der Gauck-Merkel Apparat schon aus Angst vor einer neuen Heiligen Liga zurück und guckt sich das mit den Dunkeldeutschen erstmal aus der Deckung weiter an, nun aktiviert man die Good Cops der Firma, Seehofer und CDU Hinterbänkler, auf einmal differenziert auch de Maiziere zwischen Nazis und Bürgern, was Merkel zuvor nicht mehr für nötig hielt.

    Was wir jetzt tun müssen, ist diese strategische Tiefe dieser neuen Heiligen Liga zu nutzen, versuchen Verbindungen zu schaffen und ihr die Hand zu reichen und so Fragen aufzuwerfen, für deren politische Vertretung wir alleine viel zu schwach sind, wir brauchen Verbündete aus der ehemaligen Zweiten Welt und wir müssen für diese potenziellen Verbündeten attraktiver werden, der Zusammenhalt, die Loyalität gegenüber der eigenen ethnischen Gruppe, dem eigenen Kulturraum und die Immunreaktion der osteuropäischen Völker ist das Vorbild, an dem sich die westlichen Karnickel-Individualisten ein Beispiel nehmen müssen.

    Momentan stehen die westlich-linken Selbsthasser diesem Osteuropa ratlos gegenüber, sie verlangen sogenannte „Rassisten“ aus Deutschland nach Osteuropa zu deportieren, scheuen aber davor zurück Länder wie Polen „rassistisch“ zu nennen. Europa kann die geistige Pest des Westens, deren Ground Zero Frankreich, Schweden und Deutschland ist, hier nur gemeinsam bezwingen und aus der Geschichte vertreiben, bevor diese Krankheit ganz Europa mit in den Tod reißt.

    Die Strategie heißt hier deshalb auch: Gemeinsame Eindämmung der Krankheit des westlichen Denkens und eine maximale europaweite Kooperation dabei. Das westliche Denken will die Welt beherrschen, helfen wir dass es nicht einmal Europa beherrschen wird, indem wir es behindern und ihm Beine stellen wo wir nur können, und kämpfen wir dafür, dass es aufhört die westlichen Länder Europas selbst zu beherrschen. Das was Europa braucht, ist ein ideologischer Exorzismus.

    Geopolitik hat unser Volk geistig zersetzt, geopolitik hat die Flüchtlinge zu uns gebracht und geopolitik kann man dafür nutzen, dem effektiver entgegen zu wirken.

    Im Übrigen erinnert der Refugee-Wahn sehr an die deutsche Energiewende, auch sie war nach Fukushima ein vor allem deutscher Wahn, für den die polnische und ungarische Grenze ein unüberwindbares Hindernis war. Eindämmung ist also ein wichtiger Schritt, um deutsche Weltrettungs-Ideologien zum scheitern und zu Fall zu bringen.

    In Russland gibt es übrigens einen neuen Witz über Deutschland: >>Deutschland ist für Russland heute keine militärische Gefahr mehr, denn von zehn Deutschen sind fünf übergewichtig, drei schwul und zwei Islamisten.<<

  77. Meier Pirmin

    @Gutmensch; Herbert. Ich bin mit Ihnen der Meinung, dass sowohl einseitige Debatten über Metapolitisches wie einseitige Debatten über die Tagespolitik für sich allein nicht zur notwendigen Orientierung führen. Es soll einander durchdringen. Allein schon der Hinweis auf „Die Panne“ und der andere Hinweis, eine Geschichte sei dann zu Ende, wenn sie ihre schlimmste Wendung erreicht habe, spricht bei Ihnen beiden für einen hohen Reflexionsgrad. Mit demselben reichern Sie Ihre sonstigen und bisherigen Perspektiven an und haben auch den anderen, zum Beispiel mir, mehr zu sagen.

    Gerne hoffe ich, zumal für die anderen, dass der Pessimismus nur eine skeptische Option sei, wiewohl es gerade dafür leider nicht die geringste Garantie gibt. Selber behaupte ich keineswegs, über die Orientierung, die not tut, zu verfügen. Es wäre heute noch schwieriger als vor 20 oder 30 Jahren, vor die Jugend zu treten.

    @Waldgänger. Sei haben, mit dem Hinweis auf brüchige Hoffnungen, wie ich glaube abermals einen Schritt vorwärts geleistet, nahezu ins Unbegangene. Ob die Eliten alle nur korrupt-verantwortungslos seien, wollen wir hoffen, dass es nur zum Teil stimmt, siehe Ihre letzten Sätze. Und das mit den gelehrten Reden, @Herbert. Letzten Sonnabend sprach ich tatsächlich vor lebendigem Publikum eine solche, einigermassen unterhaltsam, zum Jubiläum eines Thermalbades, wobei politische Ereignisse vom 5. September wie die Zimmerwald-Konferenz 1915 und der Atomversuch Mitterands vom 5. September 1995 abgegrenzt wurden gegen den Auffindungstag der Quelle; die Welt der Wassergeister, die frühen und heutigen Naturwissenschafter, die Paracelsische Naturphilosophie und die Ortsheilige Verena. Im Wissen, dass auch in der Natur und auch bei einem Thermalbad nichts ewig ist. Ich sprach nebenbei sogar die sogenannte Flüchtlingsmisere an.

    Über alles hat aber der Endverweis auf die Naturphilosophie, so weit sie verständlich vermittelt wurde, wirklich Auferbauung vermittelt, auch das Bekenntnis zur Heimat, die zwar – nach Arnold Stadler – immer weniger wird. Letztlich die Hymne an den Rhein, an die vier Elemente, die drei Prinzipien des Festen, Brennbaren und Flüchtigen usw. in ihrer metaphorischen Bedeutung. Dass dieses öffentliche Philosophieren wenigstens für den Moment ein überwältigendes Echo aulöste, ist keine Kleinigkeit, hätte damit nicht gerechnet. Die Hauptsache war aber, dass es dem Publikum was gebracht zu haben scheint. Eine gelehrte Rede, sofern sie unmittelbar Bezug nimmt zu den Anwesenden und den Hintergund und der Naturphilosophie des Ortes, kann heute noch so aufbauend wirken wie die Rede eines Humanisten vor 500 Jahren, obwohl damals în der Oeffentlichkeit meistenteils die religiösen Fanatiker den Ton angaben. Es geht schon längst nicht mehr darum, die Welt oder sein Land oder sonst was retten zu wollen.

    Was mir von der Vermittlungstätigkeit von Sezession gefällt, ist der Titel „Das Heerlager der Heiligen“. Ich hoffe, man schickt es mir zu. Freue mich auf die Übersetzung als Eigenleistung der Vermittlung. Offenbar ist es eine Botschaft an unsere Zeit. Ohne aus der Zeit zu fliehen, soll man versuchen, den einen oder anderen Fussabdruck zu hinterlassen, wenn immer möglich nicht bloss als Selbstzweck.

  78. Meier Pirmin

    PS. An @Gutmensch und wohl auch @Monika. Morgen ist das Fest Mariä Geburt. Es ist doch ein Unterschied, ob ein Tag einfach so herrenlos dahinplämpert oder ob er doch seinen festlichen einmaligen Rang habe zwischen dem Punkt Alpha und dem Punkt Omega.

  79. enickmar

    @ Karl Blomquist

    In “Blueprint for Action” liest man ja so manches. Für das unter 1. hier angeführte Zitat von Barnett hätte ich aber gerne mal die Seitenangabe im Original.

  80. Hartwig

    @ Exmeyer
    will mich nicht zu weit von dem beachtlichen Beitrag von Sellner im Sinne von OT entfernen.
    Kein Defaitismus. Natürlich nicht.
    Zweifel, ja: Vier Kinder zwischen 16 und 10. Keine Sorge um die Kinder oder die Frau oder mich. Aber um die Optionen zum Widerstand, (ernstfall…) .
    Verantwortung gegenüber Land und Familie sind nicht deckungsgleich, auch wenn man das theoretisch herleiten mag.
    Wie dem auch sei. Die BRD geht unter. So oder so.

    Es geschieht das, was Raspail vorhersah. Es geschieht das, was hier im Forum viele prophezeiten. Und jetzt, wenn es geschieht, da klappern die Knochen.
    Habe mich einige Zeit im Goldseitenforum herumgetrieben. Genau das gleiche dort: Gute Prognosen für die Zukunft. Wirtschaftskrise (Turbulenz), Deflation (fallende Preise), Geldflutungen bis zur Hyperinflation (steigende Preise), Edelmetalle als Anker.
    Sobald sich die Prognose Turbulenz oder fallende Preise bestätigte, klapperten die Knochen.

    Gruss
    H.

  81. Kaliyuga

    Dem geschätzten Herrn Sellner jr. inhaltlich einen Applaus: formidabler Ansporn, doch formal-orthographisch …

    Exmeyer,

    d’accordo: den Körper ertüchtigt, lebt der Geist auf. Ed anche reciprocamente.

    Doch Sie sind gut, was mit dem Weib, von dem wir’s vor Wochen hier schon hatten? Wollen Sie es etwa ausgrenzen, in fortgeschritten-aufgeklärter Trübe des 21. Jahrhunderts? Kniebeugen gerade noch, doch Liegestützen und Klimmzüge und ein halbes Kilo Abgehangenes? Mai!, sagt der trainierte und Ästhetik postulierende Italiener jenseits der 45 und meint: niemals! Ich plädiere hier dem Wesen angemessen für Federball, da läßt sich’s dabei auch lachen und reden!

  82. Übel aus dem helldeutschen Zentrum

    Ich wiederhole wieder einmal: Die Wirtschaft fordert ca. 500 000 Zuwanderer pro Jahr als angeblichen Demographieausgleich. In Wahrheit: zur Stärkung des Sklavenvorrats, Le Pen hat absolut recht.
    Und die Systempolitiker – weil von der Wirtschaft abhängig, geistig und pekuniär – sehen jetzt endlich diese Forderung für erfüllbar.
    Gabriel tönt gerade, in den nächsten Jahren seien jeweils (!) 500 000 weitere Invasoren machbar. Woher wohl diese Zahl??

    Eiin Aspekt, der erstaunlicherweise nirgendwo angesprochen wird, scheint mir auch die fatale Wirkung des Pressewirbels um die Griechenland-Konkursverschleppung zu sein. Sie wird nun schon seit Jahren reduziert auf Merkel contra Griechenland. Dies scheint mir – neben überhöhten Asylleistungen und dem fatalen Syrer-Willkommen Merkels, der wesentliche Punkt zu sein, weswegen alle Invasoren nach D drängeln: Deutschland scheint so reich als ob es alleine einen ganzen Kontinent retten könnte:
    Ich pflege schon lange allen Ausländern, die D wg. Finanzkraft anhimmeln, rigoros klar zu machen, daß erstens alle Statistiken zurechtgefälscht werden und zweitens das Geld bei ganz wenigen, am wenigsten beim normalen Privatmann sitzt. Wäre auch etwas, was man auf der anderen Seite häufiger injizieren könnte.

    Ein weiterer Punkt ist, bei jeder Gelegenheit die Vernünftigen zur Wahl zu treiben. Lieber eine unter-5%-Partei wählen als gar keine. Die Nichtwähler sind die stärkste Fraktion.

    @ enickmar
    Hier wie immer heißt die Devise der Wirtschaft: Gewinne privatisieren – Kosten und Schäden sozialisieren.
    Die Bosse der großen Firmen haben kein Problem. Wenn der Kahn absäuft, steigen sie in den Flieger.
    Und bei den Politikern – jenseits ihrer o.a. Abhängigkeit – glaube ich inzwischen, daß sich dort tatsächlich eine derartige menschliche Negativauslese ansammelt, daß diese Leute größtenteils wirklich nicht mehr bekappen, was ihr Handeln für längerfristige Folgen hat.

    @ Andreas Walter
    „Den Tiger reiten.“: Ich stimme Ihnen zu, daß nach meiner Erfahrung die wirkungsvollsten Schläge gegen die Gutmenschen diejenigen sind, bei denen man deren eigene Argumente und Begriffe einfach umdreht, nach Art von „Ihr seid Rassisten gegen Deutsche und Rechte“.

  83. Sehr geehrter Herr Sellner!

    Mir ist durchaus bewußt, daß Sie schon wieder die Revision im Sinn haben, und es sei Ihnen alles andere als davon abgeraten, aber den rationalen Einwand auszusprechen, darf ich mir doch gestatten:

    Das Warten auf den Tag X ist nicht der Gegenentwurf zu Ihrem Aktionismus. Es ist seine Ergänzung. Denken Sie komplementär!

    Ohne Ihnen unangenehm nahe treten zu wollen: Sie werden die Macht nicht mir nichts dir nichts nach ein paar Jahren an sich reißen. Und doch handelt es sich um unentbehrliche Vorleistungen. Solche nämlich, die am Tag X, etwa dem Zusammenwirken einiger erhöhter Rezessions-Wahrscheinlichkeiten verschiedener Kontinente in den kommenden Jahren, wirksam werden. Beides ist Rüstung in dieselbe Richtung, nicht in verschiedene – ja, Sie bedingen sich gar, sind voneinander losgelöst nur sehr beschränkt wirksam: etwa wie Schild und Schwert, oder besser noch, wie Pfeil und Bogen.

    Ihr TW

  84. Um diese ganze „Widerstand ja, aber wir müssen da schon differenzieren“-Diktion zurecht zu rücken: Wir, die Restethnodeutschen sind die Schafe, die von Wölfen, den fremdkulturellen und fordernden feindlichen Eindringlingen geflutet werden.

    Und dann gibt es noch die verräterischen und korrupten Schäfer, die für die Wölfe das Gehege geöffnet haben. Der Rat, sich mit dem Widerstand sich nun nur gegen diese Schäfer zu wenden, geht offensichtlich fehl. Denn der Wolf ist ein Wolf und bleibt der Feind des Schafes.

    Diese einfache Einsicht möchten alle diese „Liberal-Konservativen“, Etepetete-Neurechten und sonstigen Wohlfühl- und Weichspül-“Widerständler“ nicht wahrhaben.

    Nicht allein die Strippenzieher sind der Feind, sondern natürlich auch deren Schergen und Söldner, ob es uns gefällt oder nicht.

    „Sauber bleiben“ kann man in einer solchen Situation im Widerstand nicht. Man wird Schuld auf sich laden und tragen müssen, so ist das auf dieser gefallenen Welt eben, ob wir das goutieren oder nicht.

  85. Andreas Walter

    Zum mitmachen, zum weitersagen, aber auch alle Analytiker unter uns möchte ich auf folgende Netzseite wie auch Petition aufmerksam machen. Mir sind dadurch schon ein paar interessante Gedanken gekommen, neben dem reinen Informationsgewinn. Denn es gibt auch Überlebensstrategien, gerade wenn man zu einer Minderheit gehört, die man dann eben anwenden muss. Eben weil es nichts gibt, wofür ich mich schämen müsste, auch wenn ich andere Ansichten habe wie womöglich die Mehrheit. Das nennt sich Glaubensfreiheit.

    https://www.openpetition.de/petition/statistik/wiedereinfuehrung-der-grenzkontrollen-an-den-deutschen-landesgrenzen#karten

    Unbedingt auch weiterleiten nicht nur an einzelne Leute, sondern eben auch an Organisationen (Multiplikatoren), die damit etwas anfangen können. Nicht vereinzeln und isolieren lassen, Netzwerk aufbauen, sich jetzt vernetzen, sich kennen und vertrauen lernen. Wir werden uns noch brauchen und gemeinsam sind wir zumindest stärker, uns gegenseitig eine Stütze in stürmischen Zeiten.

    Und nicht vergessen: Die schlimmsten Feinde der Menschheit sind winzige Organismen, die man mit blossen Auge nicht mal sehen kann.

    Hier noch was für die Jüngeren (Λ) unter uns. ;) We rock hard.

    https://www.youtube.com/watch?v=lionxJlrAkE

  86. Beteigeuze

    Pessimismus und Aktivismus sind gar schwierige Gesellen. Den einen treibt es nach außen hin, den anderen nach innen. Der eine lechzt nach raschem Erfolg, der andere nach Erkenntnis, gar Selbsterkenntnis im Scheitern.

    Doch bleibt es wahr, daß jede Politik mit der Betrachtung dessen beginnt, „was ist“. Und was nicht ist.
    Noch warten die bunt-deutschen Wohlfühlzonen sehnsuchtsvoll auf die Barbaren, oder sind es doch eher die edlen Wilden? Will man so ein vorzügliches Exemplar bestaunen, muß man sich, samt Familie, zum Willkommens-Bahnhof begeben.
    Doch werden sich die Schwärme -uns ist das längst klar- nicht mit dem zugedachten Ausstellungsareal begnügen, sondern weiträumiger die Gegenden durchstreunen, suchend nach Verwertbarem. Ob die 45-jährige, kinderlose Studienrätin, die das Willkommenfest organisierte, noch verwertbar ist, mag der Stammesrat entscheiden. (Ich würde sagen: Nein, aber ich gehöre ja auch nicht zum Stamm).

    Dann, ja erst dann, wird sich zeigen, wer für die kommenden Zeiten vorgsorgt hat, und damit ist nicht die gut ausgestattete Bibliothek gemeint…

  87. Waldgänger

    @ cathari

    Danke für Ihren sehr lesenswerten Kommentar von gestern, 23.10 Uhr.

    Das Ausscheren der Osteuropäer war so natürlich nicht geplant.
    Es ist indessen aus Sicht von Brüssel und aus Sicht unserer in politreligiösem Wahn Befangenen ein echtes Problem. Mindestens ebenso störend wie der Aufstieg des FN.

    Ich habe das Gefühl, als ob innerhalb der Gegenseite die Kontrolle des Geschehens längst nicht mehr so sehr gegeben ist, wie manche meinen. Es sieht für uns nur so aus, als ob man dort an einem Strang zieht und die Dinge planvoll vorantreibt. Natürlich gibt es die verantwortungslosen Beschleuniger, aber es gibt auch jene in den „Eliten“, die besorgt erkennen, dass die politischen Kollateralschäden der zunächst uneingeschränkt befürworteten Invasion problematischer sind und – das ist noch wichtiger – immer weniger kalkulierbar und beherrschbar – bleiben.
    Die absurd übersteigerten Äußerungen unseres politisch-medialen Personals zeigen ja eben, wie blank die Nerven liegen.

    Was das für uns heißt?
    Man sollte sich nicht zu sicher sein, wie es weitergeht.
    Die Lage kann sich schneller ändern als viele meinen, in welxche Richtung auch immer
    Aus Sicht von Brüssel etwa ist ein Zerfallen der EU durch Leute wie Orban oder Le Pen ein weit größerer Schaden und überwiegt den „Nutzen“ durch Zuwanderung.
    Das Drama hat längst eine Eigendynamik entwickelt, die über das Drehbuch hinausgeht und wo lediglich ungefähr bekannt ist, welche Rollen gegenwärtig schon mit wem schon besetzt sind …

  88. Rumpelstilzchen

    Eine Rechenaufgabe ist auch eine Aufgabe:

    Weltonline 8.9.15
    “ Die Deutschen produzieren zu viel Müll“

    plus

    FAZ 8.9.15
    „Sigmar Gabriel: Deutschland verkraftet 500.000 Flüchtlinge pro Jahr“

    ergibt:
    https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2015/09/06/auf-den-spuren-ins-paradies-fluechtlinge-moechten-dahin-wo-milch-und-honig-fliesst-deutschland/

    Das weiß auch Bischof Lásló Kiss-Rigo:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kritik-an-papst-franziskus-ungarischer-bischof-spricht-von-invasion-muslimischer-fluechtlinge-13790835.html

    Lásló, welch klangvoller Name….

  89. Andechs

    @cathari

    Dafür werden die osteuropäischen Staaten zur Zeit von den US-amerikanischen Massenmedien beschimpft, die sie kurz zuvor – als es gegen Russland ging – noch zu Heiligen verklärt haben. Osteuropa ist ungehorsam, vom Westen angeekelt und das macht nicht nur Martin Schulz sondern den gesamten westlichen Wasserkopf wütend und fassungslos.

    Interessant. Haben Sie Verweise (Links) hierzu?

    Russland dagegen steht zu dem großen Zorn und Unverständnis linksliberaler Russlandfreunde auf der Seite der anderen osteuropäischen Staaten und sogar auf der Seite der deutschen Patrioten. Die russischen Medien berichten aus Serbien und München gnadenlos realistisch über die Zustände, das verächtliche, selbstsüchtige und arrogante Verhalten der Araber und Afrikaner und die Auswirkungen.

    Auch hier: Haben Sie Verweise (Links) hierzu?

    Ich bin wirklich neugierig, meine das also nicht kritisch. Sind es vielleicht russischsprachige Medien, die so berichten? Was RT und Sputnik News anbelangt, kommen die mir mittlerweile eher wie russische Ausgaben der Lügenpresse vor, allen voran das Sarah-Wagenknecht-Web-TV, welches unter dem Namen RT Deutsch firmiert.
    Entweder es ist Vladimir Putin egal, was da abgeht, oder er hat die Kontrolle darüber an eine liberale Kamarilla verloren.

    Das Ausscheren der Osteuropäer war so natürlich nicht geplant.
    Es ist indessen aus Sicht von Brüssel und aus Sicht unserer in politreligiösem Wahn Befangenen ein echtes Problem. Mindestens ebenso störend wie der Aufstieg des FN.

    Ich bin da etwas pessimistischer. Meine Vermutung ist, dass die osteuropäischen Staaten als Rammböcke gegen Russland gebraucht werden. Solange dürfen sie von Multikulti verschont bleiben. Sollte Russland irgendwann in die Knie gehen, kommt die Masseneinwanderung zuvorderst auch in Polen, und dann in allen anderen osteuropäischen Staaten. Bis dahin sind Ausfälle unserer Politiker gegenüber den Osteuropäern reiner Theaterdonner.

    Ich habe das Gefühl, als ob innerhalb der Gegenseite die Kontrolle des Geschehens längst nicht mehr so sehr gegeben ist, wie manche meinen. Es sieht für uns nur so aus, als ob man dort an einem Strang zieht und die Dinge planvoll vorantreibt. Natürlich gibt es die verantwortungslosen Beschleuniger, aber es gibt auch jene in den „Eliten“, die besorgt erkennen, dass die politischen Kollateralschäden der zunächst uneingeschränkt befürworteten Invasion problematischer sind und – das ist noch wichtiger – immer weniger kalkulierbar und beherrschbar – bleiben.
    Die absurd übersteigerten Äußerungen unseres politisch-medialen Personals zeigen ja eben, wie blank die Nerven liegen.

    Zustimmung. Nur militärisches Vorgehen, das heisst, auf die Invasoren zu schiessen, könnte die Völkerwanderung jetzt noch aufhalten. Dazu gibt es keinen Willen, also haben sie die Kontrolle verloren, was immer irgendwer, irgendwann, irgendwo geplant haben mag. Es werden Millionen kommen, und das in kurzer Zeit. Ich habe in einem früheren thread schon Kernenergie- und Chemieanlagen als besonders neuralgische Punkte erwähnt. Wenn die Landnahme und der Abstieg ins Chaos so weitergehen, wird es dort zu Katastrophen kommen.

    In Russland gibt es übrigens einen neuen Witz über Deutschland:
    „Deutschland ist für Russland heute keine militärische Gefahr mehr, denn von zehn Deutschen sind fünf übergewichtig, drei schwul und zwei Islamisten.“

    Russland sollte aber beunruhigt sein. Wenn die Islamisten nämlich Zugang zu unseren Technologien und Materialien bekommen, ob Chaos oder nicht, dann sind die Folgen auch für Russland unabsehbar.

  90. Eisenhans

    @Meier Pirmin
    Ich bewundere Sie ja so, Sie sind scheinbar der letzte Universalgelehrte
    des Erdkreises. Hut ab, oder so.

  91. Elenor

    @Zadok Allen

    Was sie von „killerbee“ zitieren (habe es selbst nicht gelesen) hält m.E. kein Wasser.

    Zum Währungsrisiko: In dem Augenblick, wo sich eine Export/Importtransaktion abspielt, hat die Verrechnungswährung selbstverständlich immer einen Wert, sonst würde es gar nicht erst zu der Transaktion kommen. Falls diese Währung zu volatil ist, kann der Exporteur sie zeitnah in eine Hartwährung umtauschen, Problem gelöst. Und für schwierigere Risiken gibt es heutzutage sehr ausgefeilte Finanzierungstechniken, die das abfedern. Sich Millionen testoterongesteuerter Herrenmenschidioten ins Land zu hohlen, nur um das irgendwann eventuell und nur für einen kleinen Teil des Exports zu umgehen, scheint gelinde gesagt abenteuerlich.

    Zur Deckung durch Realproduktion: Wie gesagt sind Schwarzafrika und die MENA-Länder, wo die Invasion herkommt, nicht die wirtschaftliche Wüste, für die sie vielleicht mancher hält. Selbstverständlich kann dort Wert erwirtschaftet werden, der Exporte unsererseits deckt. Jedenfalls in Friedenszeiten. Und innerhalb unseres eigenen Wirtschaftsraums gilt das ja auch: Bevor die konsumieren können, müssen sie erstmal Wert erwirtschaften, da spielt es keine Rolle, wo sie es tun. Bei uns stellt sich nur ganz verschärft die Frage, in welchen Berufen sie das tun sollen. Wir befinden uns am Amfang einer gigantischen Rationalisierungswelle, die durch Robotik, künstliche Intelligenz und 3D-Druck angetrieben sein wird: Selbstfahrende Fahrzeuge – viel weniger Jobs als Taxi- oder LKW-Fahrer, 3D-Betondrucker (gibt es schon in China) – viel weniger Jobs auf dem Bau, künstliche Intelligenz – Druck auf Sachbearbeiterberufe bis hin zu Rechtsanwälten und Ärzten, Pflegeroboter (wird in Japan dran geforscht) – weniger Stellen im Pflegebereich, Roboter, die Essen zubereiten uns servieren können – weniger Jobs im fast food, und und und. Der Mindestlohn gibt zusätzliche Anreize, die Roboterisierung voranzutreiben, wie auch die Niedrigzinspolitik, welche den notwendigen Kapitaleinsatz verbilligt. Wir brauchen die nicht, die da kommen, und die Wirtschaft weiss das selbst am besten.

    Wenn die ins Einwanderungshorn blasen, dann nur, weil sie eben auch zur Elite gehören,, und die verfolgt andere als nur rein wirtschaftliche Ziele.

  92. Hugo Treffner

    @ Zadok Allen

    Um Wirtschaft geht es überhaupt nicht.

    Das Ziel der Globalisten ist es, die verwurzelten traditionellen Kulturen zu zerstören, um eine einheitliche Welt zu erschaffen. Diese Bestrebungen nach Vereinigung wurden von dem chasidischen Philosophen Martin Buber ausgedrückt, dem es nicht aufzufallen scheint, dass er uns damit eine exakte Definition von Totalitarismus liefert: “Überall” so schreibt er “wird man das Streben nach Einigung finden. Nach Einigung im Innersten eines Individuums. Nach Einigung zwischen den verschiedenen Mitgliedern eines Volkes und nach Einigung zwischen den Nationen. Nach Einigung zwischen dem Menschen und allen Lebenwesen, nach Einigung von Gott mit der Welt.” Um diese perfekte Welt zu ereichen, ist es notwendig, alle nationalen Widerstände und alle ethnischen oder religiösen Identitäten zu zermalmen, zu zertrampeln und zu zersetzen. Die “Einigung” kann nur aus dem menschlichen Staub und den menschlichen Überresten der großen Zivilisationen erzielt werden, und bei diesem Vorhaben der Zerstörung traditioneller Zivilisationen spielt Einwanderung eine entscheidende Rolle. Die Doktrin der “Menschenrechte” ist hier eine Kriegswaffe von fürchterlicher Schlagkraft.

    Das Ziel ist die Zerstörung der weißen Welt und noch allgemeiner aller verwurzelten Gesellschaften. All diese Intellektuellen beteuern, dass diese Entwicklung unvermeidlich ist, und dass es daher auch zwecklos ist, sich ihr zu widersetzen. Man fühlt sich hier an das marxistische System erinnert, in dem es die klassenlose Gesellschaft war, die “unvermeidlich” war. Gemäß Jean Daniel wird “nichts die Wanderungsbewegungen der verarmten Bevölkerungen in Richtung eines alten und reichen Westens aufhalten. (…) Deshalb zeigt sich von nun an Weisheit und Vernunft darin, sich auf immer mehr Einwanderer einzustellen und geeignete Vorbereitungen für ihren Empfang zu treffen.” Sie müssen sich klarmachen, dass es darum geht, uns schon den bloßen Gedanken daran, uns zu verteidigen, zu verbieten. Ihre weltweite Einmütigkeit bei diesem Thema ist wahrlich verblüffend.

    Der Philosoph Emmanuel Lévinas hat ebenfalls seinem Glauben an die Tugenden der Entwurzelung und des Nomadentums Ausdruck gegeben. Für ihn wird die größte Rückständigkeit ohne Zweifel durch die heidnischen Zivilisationen der Antike repräsentiert: “Das Heidentum” so schreibt er “ist der regionale Geist: ein Nationalismus, in dem Grausamkeit und Mitleidlosigkeit zu Hause sind. Waldmenschentum, eine vormenschliche Menschheit.” Selbstverständlich reicht all das nicht an den Genius der Wüstenbeduinen heran: “Es ist der trockene Wüstenboden, auf dem sich nichts befestigen lässt, auf den der wahre Geist als Schrift herniedergestiegen ist, um seine universelle Erfüllung zu finden.(…) Der Glaube an die Befreiung des Menschen kann für sesshafte Zivilisationen nur eine Erschütterung sein, die dazu führt, dass die dicken Krusten der Vergangenheit abbröckeln.(…) Man muss unterentwickelt sein, um sich zu ihrer Existenzberechtigung zu bekennen und in ihrem Namen um einen Platz in der modernen Welt zu kämpfen”.

    Es reicht diesen Intellektuellen jedoch nicht aus, uns Blödsinn zu erzählen, uns mit “Menschenrechten” einzulullen, uns mit repressiven Gesetzen die Hände auf dem Rücken zu fesseln und uns Körperfremdes in unsere Venen zu injizieren. Sie müssen uns auch noch ihre Verachtung für unsere alten Kulturen in die Ohren schieben.

    Der Geist von Rachsucht findet sich in zahllosen Schriften. Er trieft aus der Feder des Schriftstellers Albert Cohen in seinem Roman Frères humains oder bei Patrick Modiano in La Place de l’Etoile. Der große Guru des derzeitigen Afrozentrismus Martin Bernal, der ein “Weißer” ist, beschwört dieses Gefühl auch herauf: “Mein Ziel ist es, die intellektuelle Arroganz der Europäer zu drosseln.” Wenn man in die ferne Vergangenheit eintaucht, stellt man fest, dass diese Haltung unverwüstlich die Jahrhunderte überdauert hat.

    Zum Beispiel schrieb Anfang des 16. Jahrhunderts Rabbi Salomon Molcho, der von vielen Juden als messianische Figur angesehen wurde, seine sehr bezeichnenden prophetischen Visionen nieder, in denen man die Vorstellung findet, dass sich die “Rache gegen die Völker” erfüllen wird. Er versichert uns auch, dass “die Fremden zerbrochen” und “die Nationen zittern werden”. Und Moshe Idel kommentiert: “Das Gedicht von Molcho beschwört ganz klar das Kommen einer doppelten Rache herauf: Gegen Edom und gegen Ismael”, das heißt gegen Christentum und Islam, und er setzt noch einen drauf: “Gott enthüllt nicht nur, wie man das Christentum bekämpft (…) sondern auch noch, wie man die Macht des Christentums zerbricht, damit die Erlösung stattfinden kann.” Das ist deutlich, oder?

  93. KW

    Man kann sich im Moment nur als Aufwecker seiner Mitmenschen verstehen (reden, reden, reden) und durch Passivität dem System schaden. Ich bin in mehreren Grüppchen tätig, elekrtonisch, telefonisch und direkt vor Ort.. Außerdem freue ich mich an allem, was ich in der Natur sehe, es kann eine Blume oder ein Vogel sein. Körperlich halte ich mich fit.
    Mein Gegner ist dieser Staat, einschließlich seiner Beamten in Polizei und Justiz, mich macht hilflos zu sehen, daß Deutsche Deutschen schaden, weil eben die Vorschriften und Gesetze so sind. So glaubt man einem Hergelaufenen bei seiner ausgedachten Anzeige mehr als mir. Ein Staatsschutz, der gegen deutsche Kritiker ermittelt, ist Büttel dieses Multikultiwahns. Nichts anderes wird hier umgesetzt-die Zerschlagung aller Völker zum Zweck des Ausraubens. Das Training dazu war der Raub des Volkseigentums der DDR-ganz ohne Ausländer, ausreichend waren Politiker, die im Namen der internationalen Banken und KOnzerne handelten und Medien, die das nicht kritisierten. Jetzt bäumen sie sich auf, weil sie auf der Zielgeraden oder am Verlieren sind?

  94. Exmeyer

    Geehrter Hartwig! Allgemeine Zustimmung.
    – Zum Defaitismus: Und daß Sie nicht defaitistisch sind! Nun, ich lese Ihre Kommentare seit langem. Kein Gedanke! Und Zweifel? Wer nicht zweifelt ist dumm. Wer ob dieser Zweifel nicht Linie hält, kein Mann.

    – Besonders zum Ernstfall: Man wird sich finden. Man hat sich bereits gefunden?
    Sie sind doch das Paradebeispiel! Daß Sichfinden ist DIE ENTSCHEIDENDE Aufgabe. Gehen wir es mit Ruhe an. Aber gehen wir es an!

    – Zum Untergang: Die Grundgesetz-BRD geht unter. Entweder die Grundprinzipien (d.h. Totalitarismus, dann lebt das Kontrukt vielleicht weiter) oder das Konstrukt geht unter (dann die Grundprinzipien mit). Aber aus dem Konstrukt werden Hydren entstehen. So oder so. Diese müssen gar nicht feindlich sein. Sie werden schlicht ein politisches Eigenleben entwickeln.

    - Auch in Finanzfragen, wie Gesundheit, wie Ernährung und Versorgung: Eigenverantwortung. Diverzifizieren.

    Gruß zurück!

    @ Kaliyuga
    – Ich liebe das Weibliche. Und ausgrenzen? Jein. Aber es zieht nicht, das Weibliche – oder selten. Das Männliche zieht. Also aus dem Klimmmhang zur Stange. Und auch sonst.
    – ODER Federball? – Nee, UND.

    – „Dem geschätzten Herrn Sellner jr. inhaltlich einen Applaus:“ Ja. Nur die Länge!

    @ Alle:
    Nein, man muß keine 10 Klimmzüge schaffen, noch 50 Liegestützen. Noch 20Km laufen können. Aber aufgeben darf man erst, nachdem man die geschafft hat und sich regelmäßig kräftig ernährt. Nur dann weiß man, daß die mentale Schwäche nicht einfach physisch begründet liegt. Wie es in 90% der Fälle ist. Wenn Sie zweimal in der Woche dreimal zehn Liegestütze machen können, werden sie sich Ihrer Fähigkeit und Kraft, bewußt. Sie beginnen, das Potential, das noch verborgen liegt, zu erahnen. Bei 4 X 20 Liegestützen fangen Sie an, sich zu überschätzen. – Gut so!
    Ach, das hat mit dem Alter – nachweislich – nichts zu tun. Der Trainingseffekt stellt sich nur langsamer ein. Aber er stellt!

  95. Carl Sand

    Meier Prmin, halten Sie einfach mal den Rand.

    Verzeihung, man installiert gerade endgültig einen neuen Totalitarismus und mein Volk wird ausgerottet. Jetzt. Aktuell.

    Man sehe es mir nach, dass mich Ihr Schyzer Publizistendarsein und penetrant hervorgekehrtes Universalgelehrtentum da einen Dreck interessiert.

  96. Thomas Wawerka

    Aus dem Nähkästchen:

    Weiterbildung für sächsische Pfarrer in der Anerkennungszeit, Ort: Leipzig, Thema: Seelsorge.
    Natürlich bleibt es trotz des Themas nicht aus, dass über „Flüchtlinge“ und „Rechtsradikalismus“ gesprochen werden muss – die Fragen liegen beim Gemeindevolk obenauf, als Pfarrer kann man ihnen nicht ausweichen. Während des Gesprächs kam ich aus dem Staunen kaum noch raus: Die durchweg Pro-Asyl-orientierten offiziellen Verlautbarungen und Stellungnahmen der Kirchenleitungen wurden recht heftig kritsiert, die Denk- und Gefühlsverbote beklagt, und Differenzierung nach der anderen Seite hin gefordert (nämlich mal nicht nach der Seite der „Rechten“, sondern nach der Seite der „Gutmenschen“) – es sei schließlich keine Lösung des Problems, den Leuten ihre Sorgen zu verbieten und jene, die es wagten, diese Sorgen öffentlich zu formulieren, durch moralistische Verbote oder Diffamierung einzuschränken: Das widerspräche vielmehr grundlegend unserem Auftrag.
    Eine sehr dichte Diskussion, ich habe sehr wache Kollegen erlebt mit durchaus klarerem Urteil, als ich es angenommen hatte. Gerade ein paar Leute, die ich bisher auf der linksgrünen „Willkommensseite“ verortet hatte, äußerten sich auf eine für mich frappierende Weise: „Mich kotzt dieses gutmenschliche Getue an!“
    Ansonsten das recht ernüchternde Resultat relativer Ohnmacht und auch ein Bewusstsein für die strukturellen Grenzen des Amts: Wir können als Pfarrer weder Parteigänger für die eine und gegen die andere Seite sein (da wir stets der gesamten Gemeinde verpflichtet sind und nicht von politischen Grundsätzen, sondern vom Evangelium her zu urteilen haben), noch können wir den Schiedsrichter machen. – Was selbstredend nicht bedeutet, dass wir uns keine persönliche Meinung leisten dürften.
    Ich hatte übrigens schon bei der letzten Weiterbildung mein „coming out“ als „Pegidaversteher“. Meinem Ruf oder Ansehen hat das in diesem Kreis keinen Abbruch getan, man akzeptiert mich als „Legid“ und spricht mit mir so offen, kollegial und freundschaftlich wie vordem.

  97. Der Gutmensch

    Und, Carl Sand, was nun tun? Vor allem, was, wenn unsere Aufgabe darin besteht, zu erkennen, dass wir gerade sehr wenig tun können?

    @Thomas Wawerka
    Sie verblüffen mich. Wie beurteilt man die Situation denn nun korrekt vom Evangelium her? Was heißt es denn heute, angeblich „kein Parteigänger einer Seite“ zu sein? Nicht, dass ich das Ganze gut beurteilen könnte … aber wenn man mal eine offizielle Einlassung von Protestanten hört, dann ist die ganz eindeutig parteiisch; da wird auch nirgends mehr halt gemacht, da wird sich eitel aufgeplustert, als sei man der liebe Gott persönlich und habe die Befugnis, von allen anderen zu fordern, sie mögen gefälligst den Abraham geben und Isaak opfern (nur das Isaak heute regelmäßig weiblich ist und man es durch Verzicht auf Sicherheitsstandards dem Zufall überlässt, ob das Feuer zündet.)

    Ich habe also durchaus den Eindruck, dass man sich (ungebeten und – viel wichtiger: unberufen!) sehr wohl als Schiedsrichter aufspielt. Statt den Menschen zu bedeuten, sich in diesen unsicheren Zeiten doch ein wenig mehr um ihre Nächsten zu kümmern – denn da gibt es genug, die der Hilfe bedürfen –, verkauft man ihnen in geradezu katholischer Manier teure Ablassbriefe in Form von Spenden und (anonymen) Dienstleistungen für Asylbewerber.

    Soviel mal dazu …

    Der Gutmensch.

  98. Inspiriert durch obiges Video, habe ich mir zum wiederholten Male dieses hier aus Funkenfilme angesehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=e4VAeF4ljyc&list=RDe4VAeF4ljyc

    Sehr gut gemacht. Musik und Bild ergänzen einander hervorragend;
    aber auch sehr traurig, weil so verdammt wirklichkeitsnah.

  99. Herr Carl Sand,

    Ohne mich einmischen zu wollen: Hinsichtlich des von Ihnen angesprochenen „Universalgelehrtentums“;
    niemand reicht ihm bis heute das Wasser, von A – Z bis sonst irgendjemandem irgendwo in Europa, die Schweiz eingeschlossen…:

    Der letzte und bedeutendste Universalgelehrte, bis heute…,
    war Gottfried Wilhelm Leibniz, 1646 – 1716, geboren und gestorben
    in Hannover, dortselbst…

    Es gibt kein Gebiet, wirklich keines, auf dem er nicht bis heute Bahnbrechendes vollbracht hat, gedacht hat, erfunden hat…:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz#/media/File:Gottfried_Wilhelm_von_Leibniz.jpg

    Sein Nachlaß ist bisher nur zu einem kleinen Teil erschlossen worden.
    Und ja, der Leibniz – Keks der Firma Bahlsen in Hannover ist ihm zu Ehren so genannt worden. Na bitte…

    Und folgendes ist nicht ironisch gemeint:
    Gehen Sie raus, falls möglich, bitte, an die frische Luft. Vorzugsweise in den Wald oder an den Waldrand. So mache ich es immer wieder. Der weite Blick hilft wirklich. Und manchmal fahre ich ans Meer, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Und das rauscht im ewigen Rhythmus und murmelt:
    Ich war schon da, als es dich noch nicht gab…
    Ich werde da sein, wenn du nicht mehr sein wirst…
    Irgendwie tröstlich…
    (Und das Heilige Deutschland bleibt, so meine feste Überzeugung)

    Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

  100. Exmeyer

    @ Thomas Wawerka

    Ich kann nicht erkennen, daß die Tatsache, daß man mir mein Rechtssein,

    (wie auch immer, ich begreif’s bis heute nicht,)

    wohl an der Nasenspitze ansehen kann, und ich regelmäßig, bei den verschiedensten Gelegenheiten, bestätigend und verstärkend angesprochen werde,

    (ohne auch nur den Mund aufgetan zu haben,)

    meist im Pinguin-Anzug mit Krawatte, zum Nachteil (ökonomisch oder sonstig) gereicht hätte. Ganz im Gegenteil!

    _________________________________________________
    Meine Anonymisierungsanstrengungen sind alleine dem Internet geschuldet. Dies mit Konsequenz. Bin aber zu sehr vom Fach, als daß ich Lust hätte, den Personen, die das nicht verstehen, ein Buch zu schreiben, das sie entweder nicht lesen oder nicht verstehen werden. Würde ein solches Buch etwas nützen, benötigten solche Leute es gar nicht. Denn alle Informationen sind frei, wenn auch verstreut, verfügbar. Zehn Jahre vor Snowden.

  101. Konservativer

    Sehr geehrter exmeyer
    Danke für die freundlichen Worte.
    Es tut gut, einmal eine positive Rückmeldung zu bekommen.

    In einem anderen, gemischten, speziellen Forum (intelligente Leute schreiben dort, von links, über liberal, bis rechts, lediglich Grüne sind nicht dabei), in dem ich mich vor längerer Zeit als Rechter „geoutet“ habe, in dem ich seit über 8 Jahren Aufklärungsarbeit betreibe (zuerst angefeindet ohne Ende, doch der damalige Forumsbetreiber erwies sich als Verfechter wirklicher Meinungsfreiheit, auch das heutige Team steht nach wie vor dazu), habe ich es erreicht, daß ich unsere Positionen verbreiten kann, ohne gelöscht (oder als Person gesperrt zu werden). Über die Jahre habe ich dort den einen oder anderen zumindest zum Nachdenken gebracht. Auch Mitstreiter habe ich dort gefunden, was alles etwas leichter macht, als wenn ich alleine gegen eine Phalanx anschreiben muss, wie es eine gewisse Zeit der Fall war.

  102. Carl Sand

    @Gutmensch

    Ich weiß es nicht. Nicht mehr. Ich weiß, dass ich alles Geseier nicht mehr ertragen kann. Ich hoffe, die teuflischen Herrscher (anders kann ich es nicht mehr nennen) übertreiben. Ich hoffe, der Wahnsinn brennt sich aus. Ich hoffe es ist kurz vor dem Ende der Nacht, wenn sie bekanntlich am dunkelsten ist.

    Nie hat die DDR so lächerlich gewirkt, wie kurz vor ihrem Ende. Und sie war lächerlich, natürlich. Sicherlich war der Sowjetkommunismus ein Kathechon. Vorzugswürdig vielleicht sogar zum jetzigen System. Aber trotzdem verabscheungswüwdig. Jedenfalls in seiner Praxis, wenn auch nicht in allem (und ich meine hier ausdrücklich nur die Orthodoxie, zu der ich in letzter Zeit – auch aus Ekel über gewisse Erscheinungen des „Konservatismus“ – viel gelesen habe), nämlich in der Analyse. Was sich heute dagegen links nennt, ist eine Bestialität, die längst den Teufelspakt mit dem Kapital geschlossen hat.

    Ich weiß weiter, dass es unmöglich ist, Menschen durch rationale Argumente zu überzeugen. Jedenfalls, wenn er von seinem bisherigen Glauben einen sozialen Vorteil genießt – und dies ihm stets von oben kommuniziert wird. Noch weniger, wenn er einen entsetzlichen sozialen Abstieg zu befürchten hat – und dies ihm immer deutlicher von oben gedroht wird. Gar nicht, wenn ihm auch noch erfolgreich weißgemacht wird, er sei selbst aus eigenen Gedanken und eigenem Entschluss zu seinem Wahnsystem gekommen.

    „Rechts“ ist das ultimative Omegatier. Menschen leben in Hackordnungen. Manche mehr, manche weniger. Manchmal zivilisierbar. Aber einen Platz über dem Omegatier zu haben, ist der wichtigste Trieb eines jeden Rudeltiers. Wichtiger, als fressen und f…. Denn Omega wird nichts fressen und sich niemals paaren.

    Mit Argumenten wird man niemanden überzeugen können, sich zum Omegatier zu machen.

    Überzeugung funktioniert nur, wenn man sich NIEMALS distanziert. Wenn man NIEMALS mit der Presse redet. Wenn man aktzeptiert, dass man NIEMALS wieder „dazugehören“ will.

    Macht sie lächerlich. Schafft heimlich Situationen, in denen ein Systemmitläufer sich auf einmal scheinbar in der Minderheit findet. Redet stets nur für die Umherstehenden.

    Und hasst.

    Es kocht. Bei mehr Menschen, als noch vor einiger Zeit. Die Mitläufer werden hysterischer, die Führerwitze häufiger. So ist das, wenn man in einer Diktatur lebt.

    PEGIDA und AfD, bei aller Erbärmlichkeit, in der sich die Lauen vom verluchten System instrumentalisieren ließen, sind Vorbeben. Mehr nicht. Aber hoffentlich auch nicht weniger.

    Eines weiß ich: „Lügenpresse“ hat die Vertreter des Systems sehr sehr wütend gemacht. Und DAS werden sie nie wieder los.

    Ob es reicht, uns zu retten?

  103. Exmeyer

    @ Carl Sand: Ich stimme Ihnen im Wesentlichen zu.

    Hier ein un-/bedeutender -?- Widerspruch. Hypothese:
    Omega. Das sind die Vielen. Im Unterschied zu den Wölfen ist unsere Kultur auf dem Omega aufgebaut, der sich sehr wohl vermehrt. Denn, wir sind kein frei lebendes Wolfsrudel, sondern gehaltene Nutztiere.

    Echte Alphas: Sehr selten. Rest: Betas.

    Weitere Hypothese: Existenz eines Sub-Omega.

    Erklärungshypothese:
    1. Ein wesentlicher Aspekt der Verordnung ist die Fähigkeit zur bewußten Selbststeuerung. Steuerung: Out-of-the-box, ins blaue Hochseewasser. Weg von der grünwässrigen Küste. Navigation nach den Sternen, alleine. Heißt: Out of the Nutztierhaltung.
    2. Aspekt der Energie und Aktivität.

    __________________

    Anmerkungen zur Unterstützung Ihrer Position:
    1. Universalgelehrtheit. Erfordert vor allem naturwissenschaftliches Denken.
    2. Was nützt alle Gelehrtheit, wenn man keinen Nagel gerade in Wand hauen kann?
    3. Also die Frage: Welchen Nutzen hat die ganze Gelehrtheit in 3D? Ich nenne das mal Applied Science?

    Überlehrtheit?

  104. Eisenhans

    Einige Bergwerksdirektoren, die hier wahre Wort- und Satzhalden produ-
    zieren, sollten vielleicht mal ins Archiv der Sezession schauen. Am Dienstag
    den 8. Juli 2014 hat sich schon mal ein bekannter Herr ein wenig
    süffisant zur Allwissenheit einiger geäußert. Wenn diese Halden wenigsten
    wie von Lichtmesz angeraten, vor Humor und Sarkasmus blühen würden…..

  105. Carl Sand

    @Meyer der Ältere

    Zustimmung ist immer erfreulich. Nur weiß ich nicht so recht, was ich mit Ihrer Rudeltheorie anfangen soll. Dass Sie eine „echte“ Wolfsgesellschaft befürworten? Natöörliche Ordnonk? Nur die harten komm‘n Garten? ;-)

    Nun ich nicht. Aber es ging mir in meinem Beitrag nicht um die Skizzierung einer „idealen“ Gesellschaft, sondern um eine Erklärung, warum der Durchschnittsmensch und Mitläufer alles, aber auch wirklich alles dafür tun würde (und tut), nicht zu den „Nazis“ gezählt zu werden.

  106. Der Gutmensch

    Denn Omega wird nichts fressen und sich niemals paaren.

    Mein lieber Carl Sand –

    Omega ist zwingend notwendig, damit es weiter geht, wenn die Alphas keinen fähigen Nachwuchs gezogen und dann die Richtung verloren haben. Das ist seine evolutionäre Aufgabe; und die zu erkennen ist nicht die Aufgabe der Herdentiere. Die werden blind gehorchen, wenn´s soweit ist.

    Also sehen Sie genau hin und vertrauen Sie fest auf das, was Sie selber wahrnehmen können, auch wenn es Ihre Mitmenschen ignorieren. Das müssen wir alle. Das mussten früher sogar die Linken und so haben sie sich ihr einstiges Omega-Dasein romantisiert:

    https://www.youtube.com/watch?v=05AHPFPpHIM

    Ihr Gutmensch.

  107. Andreas Walter

    OMG, the pack is back.

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/polizei-haelt-pegida-zahlen-geheim/

    Und unsere neue Fahne ist übrigens auch sehr schön. Gefällt mir besser als die Alte. Gerade eben weil sie auch eine Verbindung herstellt zu einer Zeit, die auch Teil der deutschen Identität ist. Verdrängte Bewusstseinsinhalte sinken nämlich in den Schatten, wirken dann aber von dort aus weiter, setzen (zersetzen) von dort dann ihre Wirkung fort – unbewusst. Das aber erst ist gefährlich (C. G. Jung). Ein grosses Problem all jener Menschen, die nicht zu ihren Trieben, Aggressionen, zu ihrer menschlichen Natur stehen können, und diese darum dann hinterrücks, versteckt, heimlich, hinterfotzig ausleben.

    https://www.youtube.com/watch?v=tVeDEmOJNaE

  108. Exmeyer

    @ Carl Sand: Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, ausnahmsweise mal keine Jack-London-Politologie.

    Die Alpha-Beta-Omega-Hypothesen der Manosphere, die die Beobachtungen aus den Wolfsrudeln eins-zu-eins auf die Menschheit übertragen, sind mir – und ich dachte, auch den meisten, bekannt. (Das schloß ich aus Ihrem Kommentar).
    DAGEGEN wollte ich Konrad Lorenz in Anschlag bringen. Der stellte nüchtern fest, daß die meisten Menschen in nutztierähnlichen Verhältnissen leben. Die einen wenigstens teilweise (am Wochenende) in Teil-Freilandhaltung befindlich, die anderen in der Legebatterie. Ob als Konsum-Vieh, als Arbeits-Vieh oder sogar als Architekten-, Ärzte- oder Juristen-Vieh.

    Sicherlich läßt sich einiges aus der Beobachtung vergleichen.

    (Nun glaube gerade ich an die Veränderbarkeit des Einzelnen, des sich selbst Erziehens. Und ausgerechnet Sie sind doch ein Beispielsexemplar der Selbständigkeit! Ggf. auch ohne Liegestütze. Dabei würde ich sogar wetten, daß Sie das können. Aus Natur. – Ich betone (überbetone?) Härte und Physis ja nicht deshalb, weil ich dazu geboren wurde, sondern weil ich an mir – und anderen – die mentalen Veränderungen bemerkt habe, die durch physische Veränderungen hervorgerufen wurden. Und zwar in beiden Richtungen.)

    Und so meine ich, in diesem Fall mal ganz menschenfreundlich, daß die aus meiner Sicht im Lebewesen angelegte Verschiebung in den Alpha-Beta-Omega-Klassen aus eigener Kraft möglich ist. Dazu die Hypothese, daß jeder immer in einer Zwischenstufe befindlich ist.

    Ich wünschte, ganz egoistisch, leider ganz ausgeschlossen, in einer Umwelt zu leben, in der die Menschen stärker ihrer eigentlichen Natur folgen. Ein bißchen Rousseau, irgendwie. (Entfremdung, bilde ich mir ein, habe ich hier als erster angebracht. Ich meine das fast so wie Marx, nur nicht auf den Produktionsprozeß beschränkt.)
    Aber ganz naiv hoffe ich immer noch, daß der einzelne Einzelne sehen möge, in welchen entfremdeten Verhältnissen er und sie leben. Das kann man ganz leicht und schnell ändern. Nicht ganz, aber deutlich. Und auch die grüne, außerhalb der grauen Welt da draußen, verändert den Charakter.

    Und eben ganz deutlich würden mehr Menschen selber machen, wenn sie sich das (zu-)trauen würden. Und eben das ist änderbar. In der empirisch feststellbaren Rechten sind die meisten Menschen eben Lorenz‘ Nutztierwesen. Aber sie müssen das nicht sein. Solche Leute, also die schiere Masse lenkt man mit Angst und Emotionen. – Funktioniert nicht bei allen.

    Ach übrigens, ich bin sicher der jüngere Meyer. Da ich ja gar nicht so heiße, eben Ex.

  109. Stil-Blüte

    @ Sternenfrau

    Sehr gut gemacht

    . Aber auch sehr gut, Ihr vorgestelltes Video? Die glatte Addition von Hunderten von kurzlebigen Eindrücken hebt sich sich selber auf. Das kann kein gesundes menschliches Gehirn verkraften, ohne beschädigt zu werden. Dieselben Auswirkungen wie gezielte Gehirnwäsche. Nach dem Ende war mir schwindlig, deswegen schaute ich auf in die grünen Kronen der Kiefern, die sich schon im frühen Herstwind raumgreifend wiegen als Zeichen des Lebens: M i t den Winden biegsam bleiben.

  110. Thomas Wawerka

    Der Gutmensch:

    Sie verblüffen mich. Wie beurteilt man die Situation denn nun korrekt vom Evangelium her?

    Wir können die Leute nicht aufgrund ihrer politischen Meinung als „bessere“ oder „schlechtere“ Menschen beurteilen, denn für uns gilt das Wort des Apostels Paulus:
    Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten (Röm 3,23).
    Der Linke ist ein defizitäres Wesen ebenso wie der Rechte, oder was Sie sonst für Einteilungen vornehmen mögen: Dem einen wie dem anderen haben wir die Gnade Gottes zu bezeugen und den Glauben zu verkündigen.

    Was heißt es denn heute, angeblich „kein Parteigänger einer Seite“ zu sein?

    Es heißt, im Rahmen der Kirche keine politische Position zu bevorzugen oder dafür zu werben, denn dazu ermächtigt uns unser Amt einfach nicht – aber es heißt wiederum nicht, unpolitisch zu sein, als würden uns alle weltlichen Fährnisse nichts angehen. Das ist eine Gratwanderung, die im langen Lauf der Kirchengeschichte noch nie „richtig“ bewerkstelligt wurde. Die eher konservativ orientierten Christen kommen mehr vom Ordnungsgedanken her: Eben weil der Mensch ein sündiges Wesen ist, braucht er Institutionen, die ihn einschränken. Auch der Gedanke der „Schöpfungsordnungen“, also vorpolitischer Strukturen, spielt eine Rolle: u.a. nach Althaus Ehe und Familie, Wirtschaft und Arbeit, der Staat, das Volk, die Kirche.
    Die eher progressiv orientierten Christen kommen mehr vom Gedanken der Befreiung, der Gerechtigkeit, der Nächstenliebe her.
    Unterschiedliche Gewichtungen, aber eben nur Gewichtungen: Denn bei Christus waren dies keine Gegensätze, sondern situativ bedingte, ansonsten aber organisch miteinander verbundene und in der Liebe Gottes zu den Sündern begründete Aspekte.
    Die politischen Aspekte, die sich dergestalt aus dem Glauben ergeben, gilt es zu stärken – ansonsten sind wir trotz unterschiedlicher Positionen zur Einheit verpflichtet, weil Christi Menschwerdung und Leben, sein Leiden und Sterben der gemeinsame und unhintergehbare Bezugspunkt für uns ist.

    Nicht, dass ich das Ganze gut beurteilen könnte … aber wenn man mal eine offizielle Einlassung von Protestanten hört, dann ist die ganz eindeutig parteiisch

    Auf jeden Fall – und gerade dagegen richtete sich ja der für mich überraschende Unmut der Kollegen. Bestes Beispiel: ein Brief des mittlerweile nicht mehr amtierenden sächsischen Bischofs Bohl, in dem er die Gemeinden dazu aufforderte, Räume bereitzustellen, in denen über politische Phänomene wie Migration, Pegida und dergleichen offen geredet werden könne. Kurze Zeit darauf war eine Diskussionsrunde in der Evangelischen Akademie Meißen zum Thema „Pegida“ angesetzt. Als Vertreter von Pegida teilnehmen wollten, wurde die Diskussion kurzerhand abgesagt. Glauben Sie nur nicht, dass dergleichen nicht von der Pfarrerschaft wahrgenommen würde!
    Wir sind ja, um es mal etwas schnoddrig zu sagen, Frontschweine, und wir können schließlich nicht einfach einen Teil der Gemeindeglieder exkludieren. Kirchenpolitiker müssen sich weniger mit dem „Schmutz des Alltags“ abgeben und können natürlich wohlfeile, politisch korrekte Stellungnahmen abgeben … allerdings wirken diese auch immer etwas abstrakt, und das Gefühl, dass hier Anspruch und Wirklichkeit immer weiter auseinanderklaffen, scheint im Wachsen begriffen zu sein.
    Kurz gesagt: Auch die durch offizielle kirchliche Stellungnahmen kanalisierte politisch-korrekte Propaganda scheint immer weniger zu „greifen“, eine Besinnung scheint einzusetzen auch bei Leuten, von denen ich es nicht gedacht hätte. Natürlich hat es etwas damit zu tun, dass immer mehr persönlich betroffen sind. Eine Pfarrerin aus Dresden: „Die Drogendealer am Bahnhof sind ja Realität. Die kann man ja nicht wegignorieren. Das sind Eriträer. Meine Tochter muss da zweimal am Tag vorbei. Klar, da habe ich auch Angst.“

    da wird auch nirgends mehr halt gemacht, da wird sich eitel aufgeplustert, als sei man der liebe Gott persönlich und habe die Befugnis, von allen anderen zu fordern, sie mögen gefälligst den Abraham geben und Isaak opfern (nur das Isaak heute regelmäßig weiblich ist und man es durch Verzicht auf Sicherheitsstandards dem Zufall überlässt, ob das Feuer zündet.)

    Es ist nicht viel anders als im Staate: Was „oben“ deklariert wird, hat nicht immer viel mit dem zu tun, was „unten“ gedacht, verhandelt und getan wird.

    Ich habe also durchaus den Eindruck, dass man sich (ungebeten und – viel wichtiger: unberufen!) sehr wohl als Schiedsrichter aufspielt. Statt den Menschen zu bedeuten, sich in diesen unsicheren Zeiten doch ein wenig mehr um ihre Nächsten zu kümmern – denn da gibt es genug, die der Hilfe bedürfen –, verkauft man ihnen in geradezu katholischer Manier teure Ablassbriefe in Form von Spenden und (anonymen) Dienstleistungen für Asylbewerber.

    Ich muss Ihre Einschätzung leider teilen: Die Evangelischen Kirchen haben sich zum Teil ins Gegenteil dessen verwandelt, was sie vom Ursprung her sein sollen. Aber man darf auch nicht zu gering von der Kraft des Ursprungs denken: Sie ist immer noch wirksam und bringt mehr Pfarrer zum Umdenken, als man von außen wahrnimmt.
    Natürlich werden das jetzt keine „Rechten“ (obwohl das ja immer eine Frage des Standpunkts ist, für die Antifa sind wir es zweifellos).

    Das soll genügen.

  111. Hartwig

    Der Ernstfall wird jeden Einzelnen belehren. In dieser verweichlichenden Umgebung gibt es wenige Situationen, die einen wirklich auf die Probe stellen und klar machen, ob man zuvor nur ‚auf die Pauke gehauen hat‘ oder ‚im Walde pfiff‘, oder ob man sich bewährt und gewachsen zeigt.
    Ich könnte aus dem nichtpolitischem Bereich berichten, wie zehrend bestimmte Kämpfe sind, wie aufreibend Hängepartien sein können, wie man den eigenen Lack bröckeln sieht. Und wieviel Mumm man aufbieten muss, um sich aufrecht zu halten.
    Die Spreu wird sich vom Weizen trennen, und nur wenige wissen wirklich, was sie sind.

  112. Pommes

    Zustimmung ist immer erfreulich. Nur weiß ich nicht so recht, was ich mit Ihrer Rudeltheorie anfangen soll. Dass Sie eine „echte“ Wolfsgesellschaft befürworten? Natöörliche Ordnonk? Nur die harten komm‘n Garten? ;-)

    Nun ich nicht.

    Warum nicht? Haben sie Angst, dass sich nicht nur herausstellt, dass sie nicht zum Alphawolf taugen, sondern in der Rudelhierarchie als letzter an den Fressnapf dürfen? Die Natur sondert das Schwache aus und das ist gut so. Wo ihr Platz liegt bleibt ganz ihnen überlassen.

  113. Meier Pirmin

    @Wawerka. Dass Sie sich hier als noch jüngerer Pfarrer outen, mit differenzierter Haltung, macht mir umso mehr Eindruck, als ein katholischer Geistlicher, der regelmässig in der Jungen Freiheit schrieb und dort ausgerechnet über Gerd-Klaus Kaltenbrunner, mit einem bischöflichen Schreibe- und Schweigemoratorium bedacht wurde, an das er sich erst noch gehalten hat und immer noch hält. Es macht mir Eindruck, dass Sie hier zu Ihrem Namen und Ihrem Amt stehen. Da Sie jedoch vom Jahrgang her ungefähr mein Sohn sein könnten, bin ich gespannt, wie stark Sie geistig von der älteren Generation zum Beispiel christlicher Autoren geprägt sind, etwa Jochen Klepper und Rudolf Alexander Schröder. Beide können als deutsche Patrioten gelten; zumal Schröder bedeutete mir so viel, dass er mir wiederholt Anregungen für geistliche musikalische Texte gab.

    Ein wichtiger Weggefährte in der einstigen DDR war für mich schon seit bald 40 Jahren der Komponist und Spezialist für Reinhold Schneider, Dr. Ingo Zimmermann mit Beziehungen nach Dresen und Leipzig; überdies der Kirchen- und Religionshistoriker Prof. Siegfried Wollgast, dazu generell die Gründer und Mitglieder der Bombastus-Gesellschaft in Dresden. Sind Ihnen diese Kreise, die ich nicht als „rechts“ einschätzen würde, aber doch im christlichen Sinne als konservativ-humanistisch, bekannt? Unter den westdeutschen Theologen war ich tief verbunden mit dem vor mehr als 10 Jahren verstorbenen Prof. Carsten Peter Thiede, als Papyrologe und Kritiker einiger Richtungen historisch-kritischer Bibelkritik (eig. linker Bibelkonsens) hochverdient. Als anglikanischer Geistlicher mit sehr guten Beziehungen nach Israel und nach Rom war er vergleichsweise stark „westlich“ orientiert, aber das war natürlich schon vor längerer Zeit.

  114. ene

    In Berlin werden jetzt bereits amtlicherseits Ruheständler aufgefordert, „freiwillig“ Dienst zu tun im Flüchtlingsmanagement…

    Eine Frage, die zu Recht naiv erscheinen mußt, die ich als juristischer Laie aber dennoch hier einfach mal stelle : wenn in einen Land hunderttausendfach Gesetze (Asyl) nicht geachtet werden mit erheblichen Konsequenzen und der Staat dies toleriert – ist das dann schon als Ausnahmezustand zu bezeichnen? Beziehungsweise: ab wann spricht man von einem solchen? Wenn die Kanzlerin gegen ihren Amtseid verstößt, welche Instanz könnte oder müßte sie aufgrund dessen ihres Amtes entheben?

  115. Der Gutmensch

    @Pommes

    Das Rudel ist leider verblödet und verroht, das ist Ihnen schon aufgefallen? Die Alphas gerieren sich folglich als die Blödesten und Rohesten und wenn es im Rudel genug Kollateralschäden wegen des ebenso blöden und rohen Kurses gab, kommt Omega zum Zuge. Das ist seine Aufgabe, sonst wäre er nämlich schon lange ausgestorben.

  116. Carl Sand

    @Pommes
    Erbärmlich, der Herr. Mit sowas pflegt man sich nicht einmal zu schießen.

    Über Ihren Status möchte ich jetzt mal keine Mutmaßungen machen, außer, dass eher das vor Angst Losung gebende Beinahebetamännchen es in der Natur nötig zu haben scheint, seinen beinahe der Spitze nahestehenden Status durch ständiges Versichern, wie vital doch die Wolfagesellschaft ist, zu betonen. Sie haben recht – der Schwache sortiert sich aus.

    Vielleicht eine Ergänzung, die dazu dienen könnte, Missverständnisse auszuräumen. Ich meine keinesfalls, dass wir Widerstandskämpfer uns als Omegas empfinden oder gar sind.

    Es geht mir ausschließlich darum, zu erklären, warum die Masse tut, was sie nun einmal tut. Es ist vollkommen richtig: Wenn der Wind sich dreht, werden die auch in die andere Richtung blöken –

    Ironischerweise sogar in die demokratische, volkssolidarische, und rechtstaatliche Richtung, die nach der Widerherstellung von Demokratie und Freundschaft der europäischen Völker auf souveräner Basis dann eben Allgemeingut des „Mitläufers “ sein wird. Kants Ideen der reinen Moral sind ebenso schön, wie blödsinnig:

    Der wahre Beweggrund jeder Massenmoral ist die Frage, was wohl die Nachbarn sagen könnten –
    Nun, mir solls recht sein.

  117. Exmeyer

    Ist er weg, der Kommentar zur Entgegnung Carl Sands? Ich bezweifle, daß er die Mißgunst der Redaktion erweckte. Eher die Mißgunst des Zwischennetzes. Vielleicht ist er ja noch da.

    Ansonsten, habe ich versucht, Ihre schlimmsten Befürchtungen auszuräumen, indem ich auf das Menschliche, anstatt auf das Wölfliche abstellte. Habe diesbezüglich Konrad Lorenz erwähnt, der da sagte, die Menschen sollten doch besser zuerst sich selbst, als zuerst die Legehennen aus den Batterien befreien. So in etwa.

    An anderer Stelle sagte ich, daß das organisierte Kollektiv klug beraten wäre, die Menschen aus den Legeanstalten zu befreien – ganz klassisch humanistisch. Weil sie es nicht selbst schaffen. Obwohl in den meisten – aber nicht in allen – Menschen die Selbstbefreiung angelegt ist. Einige schaffen es alleine, einige, schaffen sich ein Kollektiv, dritte nur durch ein Kollektiv. Viele gar nicht. Insofern unterscheide ich mich von Pommes, der sehr auf das Individuum abstellt.

  118. Paule

    Sehr geehrterHerr Thomas Wawerka
    http://sezession.de/c272981

    Ich bin getaufter Atheist und zwar von Kindheit, das mag mit meinen Charakter oder auch mit einem grantigen, katholischen Pfarrer zusammenhängen, dem ich einem Stuhl auf den Rücken zerschlug als er meinen Schwestern, (6 und 7 Jahre, ich war 5) für Unaufmerksamkeit in der Jugendstunde oder wie die Veranstaltung hieß, mit den Rohrstock verprügeln wollte. Dem Pfarrer gefiel das nicht wirklich. Durch den erlittenen Schock gelang es ihm aber nur uns erst zu auf unserem elterlichen Hof einzuholen.
    Seine Beschwerde bei unserem Vater, ob unserer Missetaten, bestehend aus Verfluchungen der ganzen Sippe, hatte ein (unser Vater war ein sehr strenger, aber sehr liebevoller Man) mir unvergesslichen Ende.

    Es bestand in fliegenden, schwarzen Rockschößen und schnell laufenden, laut bellenden Schäferhunden. Seit diesem Tage wurde die Krähe (Original mein Vater) nicht mehr auf unserm Hof gesehen, es war der Dorfkrug und wir (später waren wir 7 Geschwister) brauchten nie wieder zur Bibelstunde und ich verstehe warum mein Vater von den Krähen sprach.

    In meinen späteren Jahren, so mit 14, verliebte ich mich in eine Pfarrerstochter, die es schaffte mich zur Bibelstunde zu schleppen, die (platonisch) Liebe war bald vorbei. Was blieb war die Teilnahme an der Bibelstunde, doch für einige Jahre, und die Lust an der geistigen Auseinandersetzung mit dem Weltbild dieses Pfarrers (und der damaligen evangelischen Kirche). Ich bin immer noch Atheist aber ich habe Achtung vor Jemanden der seinen christlichen Glauben offensiv Vorlebt und vertritt.

    Warum die lange Vorrede? Sie schreiben „Denk- und Gefühlsverbote beklagt“ und „nach der anderen Seite hin gefordert“ und „Bewusstsein für die strukturellen Grenzen des Amts“.
    Wie kann ein Christ und ein Pfarrer sich dazu hinreißen lassen die ganze Herde zum Höllentor hinein zu treiben, nur weil Wölfe im Schafsfell ihm helfen und der Teufel im der Soutane des Oberhirten das von ihm verlangt?

    Wenn Luther das so gesehen hätte, gebe es keine evangelische Kirche. „Hier stehe ich und kann nicht anders!“
    Oder das Beispiel mit David in der Löwengrube. Ist man Christ solange das Wetter schön ist oder wie lange?

    Die Diskussion die Sie dort beschrieben erinnert mich an die Diskussionen in der SED oder Ost-CDU am Ende der DDR.
    Alle wussten es besser, aber die Partei/Regierung hat es so befohlen also haben sie, bis auf wenige es getan. Das Ende kam vorhersebar.

    Legid ganz schön, hier zu schreiben gut, aber was sagen sie ihrer Gemeinde von der Kanzel oder im Gespräch. Was Leben sie? Das ist das was zählt!

    Sorgen sie dafür dass die Gemeinde zusammen hält, dass sie sich selber bewusst wird. Helfen Sie das Kevin und Cantal ihre 2000 jährige Geschichte nicht vergessen bzw. ihre Wurzel wieder finden.
    Helfen Sie vor allen den Jungen, so wie der Pfarrer Seegers mir die Augen geöffnet hat… „Christ sein ist mehr als zu Gott zu beten“ Das war sein Spruch.
    Und danke das sie mich an Pfarrer Seegers erinnert haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Atheist Paule

  119. Carl Sand

    @Exmeyer

    Nö, der Kommentar ist inzwischen vorhanden. Natürlich haben Sie recht, dass gerade (wir?) Selbstständige freier in der Unterworfenheit unter Gesellschaftliche Hierarchieverhältnisse sind. Insofern die vorzüglichsten kollegialen Grüße.

    Mein Geplänkel mit dem „Ältern“ war eine ironische Remineszenz an den alten Cato. Aber ab vom Geplänkel, welches ich berufsbedingt – und Ihnen gegenüber auch nicht wirklich bös – vom Florettfechten bis zum Atomschlag beherrsche – sonst füllen wir mit persönlichen Diskussionen und ad personam Freundlichkeiten – und damit ist Pommes gemeint – den Strang ähnlich füllen, wie andere Teilnehmer, die ursprünglicher Grund meiner genervten Einlassung waren.

    Wie ich das Hierarcheargument meinte, habe ich hoffentlich deutlich gemacht – als Erklärung für das Verhalten der letzten, der Massenmenschen.

  120. Pommes

    Werter Gutmensch,

    Das Rudel ist leider verblödet und verroht, das ist Ihnen schon aufgefallen?

    Was mir auffällt oder nicht ist vollkommen irrelevant. Und natürlich weiß ich, dass den Europäern, und ganz speziell den Deutschen, jedweder Selbsterhaltungstrieb aberzogen wurde. Wenn ich von „Rudel“ spreche, dann ist das natürlich als Metapher zu verstehen. Gemeint ist die gesamte europide Völkerschaft. Es ist ein Faktum, dass wir Weisse in einen Existenzkampf gezwungen werden. Ein solcher Existenzkampf wird immerzu eine grausame Auslese mit sich bringen. Ich bin der Letzte der das will, aber ich verschließe meine Augen auch nicht davor. Jährlich wandern mehr als 25 000 Deutsche aus der BRD aus. Vor allem junge, kräftige Deutsche und gut Qualifizierte. Die wirkliche Elite verlässt immer mehr das Land und zurück bleibt ein „integrierter“ Rest. Auch das ist ein Teil der Auslese. Viel schlimmer wird es aber kommen, wenn wir erst bürgerkriegsähnliche Zustände erreicht haben. Dann wird die Auslese erst richtig beginnen. Glauben sie wirklich, dass all die lebensschwachen deutschen Gutmenschen und linken Phrasendräscher unter solch existenziellen Bedingungen auch nur eine Sekunde bestehen können? Die Augsteins, Roths, Künaste, Lafontains und wie sie alle heißen durchaus, denn sie können sich durch ihr großes Vermögen rechtzeitig absetzen. Aber das Fußvolk? Oder glauben sie, dass es unter solchen Bedingungen irgendwelche Rechtsintellektuellen schaffen können? Glauben sie, es wird ihnen und ihrer Konsorte irgendwie von Nutzen sein sich gegenseitig Zitate von Nietzsche, Goethe oder Hegel in die Ohren rülpsen zu können? Schauen sie lieber in die primitive Fratze von Hogesa und Co. Das sind die Deutschen die in diesen rauen Zeiten am ehesten bestehen werden. Solche rauen Gesellen mögen sie und andere vielleicht nicht als Zierde unseres Volkes betrachten, aber letztendlich sind es solche wehrhaften Elemente die sich in solchen Zeiten in der Rudelhierarchie nach oben kämpfen werden. Der Glaube, dass irgendein angelesenes Wissen über metapolitische oder philosophische Themen einem helfen kann ist irrig. Denn die wirklich Klugen sind bis dahin unlängst ausgewandert.

    @Carl Sand,

    Über Ihren Status möchte ich jetzt mal keine Mutmaßungen machen, außer, dass eher das vor Angst Losung gebende Beinahebetamännchen es in der Natur nötig zu haben scheint, seinen beinahe der Spitze nahestehenden Status durch ständiges Versichern, wie vital doch die Wolfagesellschaft ist, zu betonen.

    Ich brauche keine äußere Bestätigung oder Selbstbeweihräucherungen. Ganz im Gegenteil: Ich gebe mich eben keinen Illusionen eines trügerischen Individualismus hin um mich dadurch als besonders eigenständige Persönlichkeit hervorzutun. Der Mensch ist eben ein Rudeltier und nicht jeder für sich eine feste Burg. Wenn sie das schon als Einschnitt in ihre Freiheit empfinden, dann versuchen sie ihr Glück alleine. Aber dann werden sie auch niemals den Wert einer wahren Volksgemeinschaft kennen lernen. Oder wie es in der Bibel mit der Metapher der Gemeinde als Leib Christi schön beschrieben wird: Denn gleichwie ein Leib ist, und hat doch viele Glieder, alle Glieder aber des Leibes, wewohl ihrer viel sind, doch ein Leib sind: also auch Christus. (…) Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? So er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele; aber der Leib ist einer.

    Sie haben recht – der Schwache sortiert sich aus.

    Si Señor!

  121. Thomas Wawerka

    Paule: Legid ganz schön, hier zu schreiben gut, aber was sagen sie ihrer Gemeinde von der Kanzel oder im Gespräch.

    Ich habe mir selbst geschworen, die Kanzel nur in absoluten Ausnahmefällen politisch zu missbrauchen (denn ein Missbrauch ist es! … meine linksliberalen Kollegen sind in dieser Hinsicht weitaus generöser …) – Die Kanzel ist dazu da, dass das Heil Gottes verkündigt wird!
    Punkt.

    In Gesprächen macht man natürlich vielfältige Erfahrungen. Ich hatte z.B. ein Gespräch, in dem ein Mann sagte, er wolle Angela Merkel am liebsten die Zunge rausschneiden wegen ihres Verrats am Heimatland und an unserem Volk. – Naja, ich dachte: „Was unterscheidet diesen Mann eigentlich noch vom IS?“ – Aber ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Bestärkt habe ich ihn jedenfalls nicht.

    Ich habe auch Offene Abende abgehalten, wo Leute kommen und über alles reden konnten. Das wurde sehr positiv angenommen – weil sie merkten, dass ich kein Zensor bin. Das wird auch weitergehen. Es geht dabei gar nicht darum, wie ich mich vor der Gemeinde politisch positioniere (das ist nicht mein Job), sondern den Bürgern einen halbwegs „herrschaftsfreien Diskurs“ zu ermöglichen.

    Ich habe eine politische Meinung und wünsche mir, dass sie respektiert wird. Dasselbe habe ich als Pfarrer jedem Gläubigen zuzugestehen, egal wie er politisch gestrickt ist.

  122. Thomas Wawerka

    @ Meier Pirmin:

    Woah … mal langsam. Solche Sache sollten wir besser per PN beprechen, das sprengt sonst hier den (ohnehin schon gesprengten) Rahmen.
    Natürlich sind mir Klepper und Schröder bekannt, aber tiefer geprägt haben mich Bonhoeffer und Nietzsche (okay, Nietzsche passt hier nicht so ganz rein …).

    Ansonsten danke für die Rosen: Ich rechne eigentlich jeden Tag mit einer Abmahnung und wundere mich über deren Ausbleiben.

    Bei dieser Gelegenheit auch ein Gruß an meine Stalker. Leute, ich unterhalte mich hier einfach nur mit anderen Leuten. Ich häng mich nicht in eure Unterhaltungen mit den Leuten rein, mit denen ihr euch eben gern unterhaltet. Das ist euer Ding. Und das ist mein Ding. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein!

  123. Meier Pirmin

    @Für Nietzsche interessieren sich Theologen überproportional, von Karl Rahner bis Eugen Biser, es ist auch interessant, gerade bei Nietzsche einen Rest des Positiven zu suchen und zu finden, was er z.B. über Jesus sagt, aber auch sogar z.B. über katholische Landpfarrer, denen er durchaus Respekt zollen konnte. Danke, Herr Wawerka, was Sie andeuten, kann sich ergeben.

  124. Der Gutmensch

    Lieber Thomas Wawerka,

    Danke für Ihre offenen Worte. Und natürlich ist insbesondere Ihr Glauben mehr als das, was man von offiziellen Vertretern zu sehen bekommt. Ich wollte niemanden entmutigen und ich ermutige mit Sicherheit niemanden, etwa aus seiner Kirche – welche es auch im Einzelfall sei – auszutreten; im Gegenteil! Denn das Studium der Bibel kann mit Sicherheit helfen, sich seiner selbst wieder bewusster zu werden und äußere Zumutungen besser einordnen zu können.

    Ich habe mich vor einiger Zeit mit einer evangelischen Theologin über die von ihr angestrebten Tierrechte unterhalten (und leider ist sie nicht die einzige). Das hat eine Abwehr in mir hervorgerufen, die immer noch in gelegentlichen Allergieschüben ausartet. Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

    Der Gutmensch.

  125. Der Gutmensch

    Liebe Ene,

    Sie versuchen im wildesten Strudel immer noch, festen Boden unter die Füße zu bekommen. Das ehrt Sie und das meine ich sehr ernst. Bewahren Sie sich diesen Ehrgeiz – aber bitte verschleißen Sie ihn nicht:

    Es mag durchaus sein, dass Sie anständige Berliner Landesbeamte kennen. Ich kenne solche ebenfalls!

    Aber ich weiß auch, dass diese Menschen ganz bestimmt nicht den gesamten, einst grotesk geblähten öffentlichen Dienst Berlins repräsentieren. Und wenn nun diese vielen (oft frühpensionierten) und teilweise aberwitzig gut alimentierten Beamten aus dem Ruhestand herangezogen werden, um nachträglich etwas von dem Dienst zu leisten, den sie der Allgemeinheit eigentlich während ihrer aktiven Zeit schuldeten, dann sollte Ihnen das wahrlich keine mitleidigen Tränen in die Augen treiben. Denn die Alternative besteht darin, dass die Menschen noch zusätzlich herangezogen werden, auf deren Schultern ohnehin die aktuelle Daseinsvorsorge lastet.

    Ich weiß, dass Sie meinen, es gäbe da noch eine ganz andere Alternative! Aber die Bundesregierung meint eben, die gäbe es nicht.

    Dafür kann es – egal wie irrwitzig es derzeit erscheint – ebenfalls Gründe geben. Und wenn nicht – dann haben wir hier jedenfalls ganz andere Sorgen als die Heranziehung von Pensionären …

    Der Gutmensch.

  126. Paule

    Lieber Thomas Wawerka,
    http://sezession.de/c273264

    „Die Kanzel ist dazu da, dass das Heil Gottes verkündigt wird!
    Punkt.“

    Dieser Satz ehrt sie und dafür meine ganze Hochachtung. Dieser Satz zeigt Sie als Pfarrer von Charakter, Mut und Ehre!

    „Ich habe mir selbst geschworen, die Kanzel nur in absoluten Ausnahmefällen politisch zu missbrauchen“

    Dieser Satz zeigt, dass auch Sie nur ein schwacher Mensch sind, wie ich einer bin…. aber auch ihre Klugheit

    „Ich habe auch Offene Abende abgehalten, wo Leute kommen und über alles reden konnten. Das wurde sehr positiv angenommen – weil sie merkten, dass ich kein Zensor bin…“

    Dieser Satz zeigt Sie auch als Mensch von Charakter, Mut und Ehre!

    Mehr kann keiner von Ihnen verlangen und ich erst recht nicht!

    Hochachtungsvoll
    Paule

    Ps. Dem Zungabschneider hätte sie trotzdem vors Schienbei treten dürfen. Wer hätte sonst das Recht, wenn nicht der gute Hirte! :-)

  127. Meier Pirmin

    Die Beiträge um Herrn Pfarrer Wawerka sind zwar nicht nahe beim Thema, das von Herrn Sellner vorgegeben wurde, aber doch wohltuender Ausdruck einer hier waltenden Gesprächskultur. Sollte auch von denen zur Kenntnis genommen werden, die Herrn Wawerka eines Tages vorwerfen werden, dass er sich mit den „falschen“ Leuten unterhält. Meines Erachtens keine Abschweifung ist es aber, wenn man im Verlauf der Debatte etwa Beiträge einbringt, die zum Beispiel mit Büchern des Antaios-Verlages zu tun haben wie überhaupt mit intellektuellen, metapolitischen Gesichtspunkten.

    Persönlich finde ich am interessantesten gelegentliche Zusammenstösse und Meinungsverschiedenheiten zwischen der christlichen, nichtchristlichen und allenfalls antichristlichen Rechten. Hier wäre die Meinung von Herrn Wawerka (fast hätte ich Wawrinka geschrieben) von besonderem Interesse. Dass er sich diesem Dialog stellt, scheint mir auf jeden Fall „christlicher“ (um ein dummes Steigerungswort zu gebrauchen) als wenn er sich diesem verweigern würde. Wer politische Haltungen im voraus als Charakterdefizite interpretiert, was leider bei einem Teil von Linken und Pseudoliberalen, gelegentlich auch bei Rechten und vor allem Nationalisten vorkommt, scheint mir totalitär vorbelastet.

  128. ene

    @ Gutmensch

    Sie haben mich sehr genau verstanden. Sagen wollte ich eigentlich nur: das – die Beschäftigung der Pensionäre bzw., der Versuch, dies zu tun – das gibt es jetzt in Berlin. Als Beispiel für eine einsetzende Entwicklung – „letztes Aufgebot“, sozusagen. – Was es ansonsten mit den „Ämtern“ usw. und der Mentalität einer Vielzahl der dort Beschäftigten so auf sich hatte, was dort für Leute ihr reichliches und nicht immer verdientes Auskommen fanden – dafür stehen mir viele erlebte Situationen und ihre Protagonisten nur allzu deutlich vor dem geistigen Auge…
    (Beiseite gesprochen: die Wassermetapher trifft’s erstaunlich genau.)

  129. Thomas Wawerka

    1. Gespräch mit einem Polizeiseelsorger. Der Mann hat einen Ruf als eher links orientierter Pfarrer. Er hat ein paar Bemerkungen gemacht, zurückhaltend formuliert, inhaltlich jedoch erstaunlich … pegidaesk: Kritik an der Politik, harsche Kritik an den Medien. Ich fragte nach. Er erzählte aus dem Polizeialltag. Diese Erfahrungen haben ihn umdenken lassen. Die Polizei ist hoffnungslos überfordert und fühlt sich von der Politik verraten. Die Politik trifft völlig verantwortungslose Entscheidungen, und die Polizei muss den Rücken dafür hinhalten. Dazu kommen Kollegen, die ihn nun als „rechten Pfarrer“ diffamieren (meine Güte! hoffentlich treffen diese Kollegen nie auf mich!)! – Aus unserer Gruppe erhielt er viel Zustimmung und Applaus.

    2. Gespräch mit meinem Informanten, Insider in der sächsischen Asylpolitik und -industrie: Die 800 000 waren schon illusionär, als die Zahl genannt wurde. Für Sachsen rechnet man von jetzt an mit 500 Migranten am Tag. Er berichtet von Bürgermeistern, die resignieren, weil es völlig gleichgültig ist, was sie sagen: Die Turnhalle wird beschlagnahmt. Statt 120 kommen jetzt doch 280. Beschwerden sind an die nächste Wand zu richten. Er berichtet, dass Betten, Decken, Stühle und Spinde langsam zur knappen Ressource werden, und von einem findigen Geschäftsmann, der über tausend Betten gekauft und in einer Miethalle eingelagert hat, um sie im Winter für den doppelten Preis weiterzuverkaufen. „Für bestimmte Zweige der Wirtschaft ist das ein riesiges Konjunkturprogramm. Ein Schlitzohr kann sich in diesen Zeiten ne goldene Nase verdienen.“

    3. Etwas zum Thema, das von Herrn Sellner vorgegeben wurde: https://www.youtube.com/watch?v=dwZuFexTy0k
    Nützt zwar auch nichts, aber immerhin verschafft volle Lautstärke kurzzeitig inneren Druckausgleich. Auch etwas gegen Defaitismus.

    Nachtrag: Pro Tag 50 Asylbewerber – das bedeutet bis zu den nächsten Landtagswahlen in Sachsen ca. 600 000 Zuzüge. Wenn es bei den 50 pro Tag bleibt. Über eine halbe Million Menschen. Die sächsische Bevölkerung wächst in den nächsten vier Jahren um ein Achtel ihrer jetzigen Größe. Und schon jetzt wissen sie nicht mehr, wo sie die Leute noch unterbringen sollen. Die Beschlagnahmung von Privatwohnraum scheint mir kein gänzlich irrealer Gedanke zu sein.
    Mein Informant plant, nach Kanada auszuwandern.

  130. ene

    Gestern im Hausflur, der Briefträger ist gekommen. Er freut sich, das ich ihm die Tür aufschließe, das spart Zeit.
    Ja, er stünde unter einem enormen Zeitdruck, immer weniger Kollegen müßten immer mehr Arbeit bewältigen. „Und wenn jetzt die Neuen kommen – ist ja gut, daß wir denen helfen und die wollen ja auch was verdienen – aber für uns wird es dann härter, wir verdienen dann noch weniger.“
    Ganz schlimm sei es auch mit der Mutter, die werde bald Rentnerin, sie wüßten nicht, wie sie dann klarkommen solle. Das Arbeitsamt habe ihr jetzt eine Beschäftigung für 1,50 Euro pro Stunde angeboten. „Stellen Sie sich das mal vor, mit 63!“ Die Mutter habe ja auch immer zwischendurch gearbeitet, aber eben auch vier Kinder erzogen. „Und was machen Sie bei der nächsten Mieterhöhung?“ – „Geht nicht, sie wohnt ja schon in einer Einzimmerwohnung. Mehr kann sie auf keinen Fall bezahlen.“
    Ich bedanke mich für das Gespräch und entschuldige mich, ihn so lange aufgehalten zu haben – der Mann hat schließlich zu tun.

  131. Meier Pirmin

    @Wawerka. Dass Sie sich für praktische Probleme interessieren, letztlich für das Stichwort „Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“, zeigt, dass sie von der Ethik als Theorie der Praxis vernünftigen Handelns mehr verinnerlicht haben als ein möglicher Durchschnitt ihrer Berufsgenossen. Ich schliesse aus, dass sie deswegen „ein schlechterer Mensch“ sein müssten und beispielsweise die Bergpredigt schlechter verstanden hätten als die anderen, wiewohl mutmasslich auch Sie wie wir alle Ihre Schwächen haben und nach altprotestantischer und lutherischer Auffassung ein Sünder sind.

  132. Thomas Wawerka

    Gespräch mit Pfarrer M.
    Ich: „Machst du dir denn keine Sorgen um deine drei Töchter?“
    Er: „Die schick ich ins Kickboxen.“
    Ich: „Was?“
    Er: „Ein Tritt in die Eier und Feierabend.“

  133. Thomas Wawerka

    Meier Pirmin: beispielsweise die Bergpredigt schlechter verstanden hätten als die anderen

    Ump! Jetzt haben Sie den Daumen auf der Wunde!

  134. Heinz Obst

    @Thomas Wawerka
    Donnerstag, 10. September 2015, 22:18 Uhr

    Für Sachsen rechnet man von jetzt an mit 500 Migranten am Tag.

    Nachtrag: Pro Tag 50 Asylbewerber – das bedeutet bis zu den nächsten Landtagswahlen in Sachsen ca. 600 000 Zuzüge.

    Sind’s nun 50 oder doch 500 Zivilokkupanten, die tagtäglich allein nach Sachsen geschaufelt werden?

    Selbstverständlich ist jeder von denen – egal ob 500 oder „nur“ 50 – einer zuviel.

  135. Frenchman

    Ich kann den Identitären nur raten, sich mehr mit den modernen Humanwissenschaften zu beschäftigen: Von der Genetik und Ethologie über die Soziobiologie bis zur Evolutionsbiologie.
    Da gibt es eine Fülle von guten Fakten und Argumenten.

  136. Urwinkel

    Ich kann den Identitären nur raten, sich mehr mit den modernen Humanwissenschaften zu beschäftigen: Von der Genetik und Ethologie über die Soziobiologie bis zur Evolutionsbiologie.
    Da gibt es eine Fülle von guten Fakten und Argumenten.

    Spätestens seit Liane Bednarz’s Publikation über die „Gefährlichen“ wissen alle, das sie (die Gruppe) vom VS beobachtet wird. An solcher Stelle ist mehr durchschlagender Aktivismus gefragt, kein intellektuelles Infragestellen mehr. Das kann man hinterher machen. Jetzt geht es um Sebstverteidigung.

  137. Der Gutmensch

    Lieber Urwinkel,

    ich befürchte, Sie haben im Geschützdonner die Orientierung verloren, kann das sein? Lt. „Zeit“ haben am Freitag 10.000 Menschen in Hamburg den gesamten Zugverkehr lahmgelegt, weil dort ganze 37 (siebenunddreißig) Personen ihren Patriotismus zur Schau stellen wollten. Die Staatsmacht hat mitnichten beobachtet, die hatte vielmehr alle Hände voll zu tun, die 37 vor dem entfesselten Volkszorn zu retten!

    Jawohl – Volkszorn! Mit einem Volk in diesem Zustand ist nunmal kein Staat zu machen. Es liegt regelmäßig kein Ruhm darin begründet, sich gegen das eigene Volk zu stellen (im übrigen war das der Grund für die Trennung von Polizei und Armee im GG; mittlerweile ebenfalls praktisch passé). Doch auch die frankophonen Zyniker unter Euch können nun zu keinem anderen Endergebnis mehr kommen; denn es empfiehlt sich schließlich nicht, einen Feind beim Fehlermachen zu stören (Napoleon). Also lasst sie die refugees welcome heißen!

    Wäre ich der sanfte Herr Wawerka, so würde ich Euch daher predigen: Ein Jesus am Kreuz war genug für alle Christen! Wir brauchen Euch lebendig („save and sound“ wie es in GB so schön heißt)!

    Wäre ich der aufgeklärte Meier Pirmin, gäbe ich den Skeptikern zu bedenken: Des Menschen Wille ist frei und im übrigen sein Himmelreich. Erst muss sich der Wille des Volkes ändern, dann können wir etwas erreichen!

    Als Gutmensch gönne ich allen mittlerweile Illusionsbefreiten ihren grimmigen Spaß: https://www.youtube.com/watch?v=l5CchLz45fw

    Und damit verabschiede ich mich bis zu dem Zeitpunkt, da sich der Rauch zu verziehen beginnt. Lange wird es nicht mehr dauern!

    Passt auf Euch und die Euren auf,

    Euer Gutmensch.

  138. Paule

    Hallo Gutmensch,

    Volkszorn?
    Welches Volk?

    In Hamburg war ein Volksfest im Hafen. Da war das Volk.

    Am Bahnhof waren die, die sich die Fahrkarte nach Hamburg, Verpflegung und Unterkunft nicht selber kaufen wollten und den günstigen Reiseservice des Ministeriums für alles außer Männer (oder so) und andere Reiseagenturen bedienten. Die erwarteten aber sportliche Übungen als Gegenleistungen. Das Problem am Bahnhof war das Speer, Diskusse und Kugel leider nicht vorhanden oder wie Beispiel der Kugeln gut gesichert (für die schwierigen Fälle), also benutzte man was da war z.B. Schottersteine.

    Pech war dann aber wieder das da so in 10 m Entfernung plötzlich merkwürde große Blechkasten auftauchten was die Wurfweiten erheblich reduzierte, aber diese lustigen Geräusche die die machten waren dann aber wieder ziemlich Prima.

    Ach ja die Verkehrsunterbrechung, nun wenn man beim Sport ist will man ja nicht verletzt werden, also war die Polizei so nett und hat für einen unterbrechungsfreien Ablauf gesorgt. Man weiß ja nicht wofür man die Sportler noch einmal braucht und man ist ja gerne Schiedsrichter.
    Ein Schönheitsfehler gab es aber doch, das Publikum konnte leider nicht so richtig begeistert werden, dieses Pack ist aber wirklich nicht für jeden Sport zu haben und verstand nicht warum das Spiel nicht schon eher abgebrochen wurde, was jederzeit möglich war.

    Täuschung ist die Kunst der Mächtigen und ihrer Lakaien.

    Laut Fokus vom Samstag, 12.09.2015, 15:29:

    „Krawalle überschatten friedlichen Protest gegen rechts in Hamburg. Am Bahnhof kommt es zu Zusammenstößen zwischen Linken und der Polizei. Die Lage eskaliert.“

    Weil wir beim Gewalt sind vom Selben Tag:
    http://www.focus.de/panorama/videos/ausschreitungen-in-hamburg-kurden-treffen-auf-radikale-muslime_id_4188630.html

    Mit Waffen, Blut und vielen Verletzten.

    Gruß Paule

    Ps: Woher ich das weiß? Na ich weiß zwar nicht alles über Hotels, aber manches lasse ich mir eben erzählen.
    P.

  139. Herr Behrlich

    Wieviel ich in diesem Artikel als fundierte Analyse erachte, und akzeptieren kann? Nicht allzuviel.

    „Überhaupt weist kein einziger westlicher Staat einen derartigen Schutz der ethnokulturellen Identität auf.“

    Frankreich ist voll solcher Intentionen, nationale Identität zu schützen, sichtbar in Gesetzen zum Schutz der Landessprache. In England haben wir das Britische Pfund als gutes Beispiel für den Erhalt nationaler Identität. Und weil man, das gebe ich zu, in D. schon mehr Probleme hat leuchtende Paradebeispiele hierfür zu finden, das Prinzip der Volkssouveränität im GG ist vielleicht der beste Beweis dafür, dass nicht aller Hoffnung letzter Abend ist:

    „Sämtliche Staatsgewalt geht in Deutschland – unmittelbar oder mittelbar – vom Volk aus. Das Volk ist in diesem Sinne der Souverän im Staate, ist gleichsam Herrscher über sich selbst. Dabei ist unter „Volk“ in diesem Zusammenhang ausschließlich das Staatsvolk im Sinne der Drei-Elemente-Lehre zu verstehen. Dazu gehört jeder, der i.S.v. Art. 116 GG die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Ausländer (Nicht-Deutsche) haben daher keinen Anspruch darauf, an der Ausübung der Staatsgewalt, insbesondere an Wahlen und Abstimmungen (auf Bundesebene) teilzunehmen. Ihnen darf ein Ausländerwahlrecht auch nicht eingeräumt werden, weil nur Deutschen die Staatsgewalt (Art. 20 Abs. 2 GG) zusteht.“

    Alles scheint möglich, was also diesen Schutz betrifft.

    Und so argumentiert also Herr L. wider der Schwarzmalerei:

    „Es vollzieht sich das, was im gesamten politisch korrekten Rahmen des Denk-, Sag- und Machbaren längst angelegt war: Es mußte so kommen.“

    „Jeder Widerstand, jedes nationalstaatliche, materielle und „rationale“ Argument, zerbricht“

    „Die Hoffnung auf das „Erwachen in der Verschärfung der Lage“ ist lächerlich geworden.“

    „Wer jetzt noch nicht „aufgewacht“ ist, wird auch nicht aufwachen“

    Wirklich? Welches Ziel Herr L. verfolgt, mit seiner eigenen Unkerei; so mancher Verschwörungstheoretiker könnte es gar als Versuch lesen Hoffnungslosigkeit erst entstehen zu lassen. Aber das ist wirklich unwichtig wie Herr L. das alles sieht, merkwürdig ist nur die Verpackung seiner Ideen in diese Hülle der Entmutigung.

    Zur fehlenden „geistigen Verschärfung“:

    „Die Lage ist da, aber das Bewußtsein des Volkes entspricht ihr nicht, die „geistige Verschärfung“ findet nicht statt. Sie ergibt sich offenbar nicht von selbst aus der materiellen Verschärfung.“

    Herr L., es bedarf IMMER mehr als nur eine „verschärfte Lage“.

    „Die materielle Lage ist seit langem „verschärft“ genug.“

    Eben nicht!

    Schauen wir uns an wie verschärft die Konstellationen waren die historisch zu eingreifenden „geistigen Verschärfungen“ führten, dann stellen wir schnell fest, dass wir noch ein gutes Stück davon entfernt sind.

    Die Weimarer Katastrophenjahre, die Wellenaufläufe zur Französischen Revolution., wie auch Russische Revolution und ihre zuerst fehlgeschlagenen Operationen. Zu den Lebensbedingungen der überwiegenden Bevölkerung in jenen Zeiten können wir noch keine Parallellinien ziehen.

    Solch historische Fehlbeurteilung macht einen wieder stutzen. Kann dem Autor hier Unbelesenheit unterstellt werden? Das glaub ich nicht wirklich. Mag vielmehr Ungeduld seine Motivation sein. Die historische Ungeduld aller Fahnenträger.

    So schreibt er: „Die Hoffnung auf das „Erwachen in der Verschärfung der Lage“ ist lächerlich geworden.“

    Nur Geduld Herr L. Sie werden Ihre „Verschärfung“ vielleicht früher erleben dürfen als Ihnen lieb sein wird. Und auch „rückgebunden“.

    Zu vielen Menschen aber, geht es noch zu gut. So einfach ist das. Revolutionen entfachen von unter, aber sie finden Ihren Zunder nur, wenn die Mittelschicht Feuer fängt. Der strebsame, fleissige, rechtschaffende Deutsche geht erst auf die Strasse, wenn seine Umstände ihn dort zum stehen zwingen werden.

    Wer will, dass die Ausländer, die nicht-europäischen Kulturen, aus unseren Strassenbildern verschwinden, der muss sie derzeit nur weiter herzlich willkommen heissen. Lasst das Krankensystem weiter kollabieren, das Zahlungs- und Kreditsystem ins Bodenlose fallen, lasst Attacken von hungernden und frierenden Asylanten und religiösen Fanatikern grossflächig gegen die Bevölkerung beginnen – dann, erkennt sich der Deutsche als gefährdetes Exemplar und eint sich mit seinem Nächsten!

    Sie sagen es doch selbst:
    „Genauer: Die PERSÖNLICH erfahrenen Nachteile der Masseneinwanderung müssen schwerer wiegen als die Nachteile des sozialen Ausschlusses, damit sich der Zeiger auf „Aktion“ verschiebt.“

    Der Deutsche ist sehr wohl in der Lage sich zu vereinigen, für eine Besserung seiner Lage —Gewerkschaften. So kommt es aber auch hier nur dann zur Aktion wenn’s an die Butter geht. Der Mensch ist sich selbst der nächste, und DAS, sollte auch die Motivationsgrundlage sein. Nicht ein „rückgebundener“ Nationaltraum von Grossdeutschland, oder völkisches Wunschdenken — das völkische kommt immer ganz allein zum Vorschein wenn es unter blutiger Attacke steht. Wenn der Deutsche diese Not leidet, findet er von ganz allein seine Stimme als Volksdeutscher.

    Ja, wer heut in „falscher Gesellschaft“ sagt: er sei stolz ist ein Deutscher zu sein, dem fällt man in die Flanke. Aber ehrlich, keinem wird dieser Stolz verboten. Ich denke an die Bilder der WM, das Goethe Institut, „Made in Germany“,…, da steckt überall unser Selbstbewusstsein hinter. Kein Land welches diese Qualität des Stolzes nicht besitzt, kann eine solche Anhäufung an A-Waren produzieren.

    Sie sehen den stolzen Deutschen unter Attacke für sein völkisches Wesen? Nein, man muss sein Deutsch-sein nicht erstreiten im Lande, Deutscher zu sein kann einem niemand unterbinden! Man muss aber seine gottgegebene Freiheit, seinen Nächsten ein Arschloch nennen zu dürfen in diesem Land wieder erkämpfen. Oder darum, nicht für den Regen, den der Himmel grosszügig auf sein Land ergiesst, besteuert zu werden. Überregulierung ist unser wahres Problem!

    Sie hassen was Berlin mit uns treibt? Ich auch. Sie sehen das Problem auf ihre Nationalität beschränkt? Ein Fehler, sage ich. Eine geeinte Nation von Individuen ist ein weitaus stärkeres Konzept als eine Nation von Nationalisten (oder Antinationalisten). Das eine erlaubt freie Meinungsbildung und -äusserung, das andere birgt immer die Gefahr vom Gruppenzwang.

    Das Konzept des Libertarismus, verteidigt durch die Nationalhoheit des jeweiligen Landes, ist ein weitaus wünschenswerteres System, als alles was wir soweit zu unternehmen versucht haben. Ein solches System sollte auch Hand in Hand gehen mit direkter Demokratie.

    Wer das Recht der Freiheit aller Staatsbürger, gleich ihrer Gesinnung, als höchstes Gut verinnerlichen kann, der bricht die Streitäxte der Rechthaberei — weil er erkannt hat, die Dinge sind nicht alle schwarz oder weiß.

    Es wird immer Minderheiten geben, die ihren Willen nicht bekommen in einer Demokratie. Aber es gibt keinen Grund Kommunen und Städte nicht ihr eigenes Ding leben zu lassen, in Kontrast zu nationalen Trends, wenn eine Mehrheit sich dort dafür findet. Freiheit ist Trumpf.

    Aber erstmal zurück zum Affekt der Massen und den Hintergründen. Ja, wenn einem Sinn und Aufgabe und Betätigungsfeld fehlen, da fühlt man sich leer und es verlangt einem danach, gebraucht zu werden und Anerkennung zu finden. Dass sich viele wie Lemminge nun in die Flüchtlingsarbeit stürzen, weil ihre leeren, technologieverspielten Leben nach Anerkennung dursten, ist verständlich. Ich finde das kann ihnen nicht mal zum Vorwurf gemacht werden. Es ist unendlich wertvoller seine Zeit mit lebenden Menschen zu verbringen als mit dem ipod die Stunden zu killen. Und dass sich die Medien-Hure auf dies alles stürzt, das ist doch klar.

    Und wenn nun so mancher Deutsche sich hier „reinwaschen“ will, von seiner geglaubten, und ihm durch die Medienhure eingeredeten „Hässlichkeit“ – na, dann scheint diese Situation doch ein gefundenes Fressen (oder besser, Waschbecken). Lassen wir ihm doch die Illusion. Illusion deshalb, weil er, der Deutsche, nicht hässlich ist, und weil bei der nächsten Gelegenheit die Keule gegen ihn sowieso wieder raugenommen wird, egal was er tut. Aber auch deshalb soll er tun und helfen, weil er eben wirklich kein hässliches Wesen ist, wie ihm das gern nachgesagt wird. Der Deutsche generell, so kommt es mir vor, verbringt viel Zeit damit Probleme, wie auch soziale Gefüge, zu analysieren um dann mit Biss die Lösung anzugehen. Was er nur zu gerne übersieht ist, dass seine Schablonen zur Lösungsbewältigung, zu vielen im eigenen Land bereits zu viel von ihrer Freiheit nehmen, eigene, regional besser funktionierende Lösungen zu finden und parallel anzuwenden.

    Wenn L. sagen will, dass sich gewisse Gesellschaftsfunktionen verselbständigt haben, in Gefilden nationsfremden Denkens herumwandern, so kann man nur zustimmen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass der Mehrheit der Bevölkerung, Heimatliebe, Stolz, und Wille zur Verteidigung abgehen. Ich sehe doch öfter mal einen schnaubenden Deutschen, der sich über einen hermacht, der mit dem Rad auf‘m Bordstein fährt, etc., auch gibt es endlose von der Sorte, die stehen und glotzen, nur darauf wartend, dass einer ein Gesetz überschreitet. Wehrunfähig, abgestumpft oder uninteressiert am sozialen Geschehen und am Erhalt der ‚Deutschen Ordnung‘ ist das wahrlich nicht.

    Der Deutsche ist ein Tausendsassa. Lassen wir ihm doch auch tausende von Möglichkeiten dies überall zu beweisen. Das wir im Ingenieurswesen und der Philosophie so überragend sind (bei der Philosophie muss man sagen, waren), bezeugt dieses.

    Mit Nietzsche kam die Philosophie zum Erliegen und alles was danach sich abspielte war wiederkäuen (ja ja, ich hör da ein maulen, aber darüber werde ich nicht streiten, das ist meine Meinung und man wird mich davon auch nicht abbringen —man erspare sich also seine Energie für wertvollere Unternehmungen) und missglückte Versuche, Sprungbretter für Übermenschen-Anwärter zu bauen (nein, von Hitler und seiner Gang rede ich nicht). Philosophenkraft, wie sie mal von Bedeutung war für die Evolution des Geistes ist nicht mehr ausschlaggebend, jenseits von Vorlesungssälen.

    Das Durchbrechen des nivellierenden Geistes, welcher eben Judeo-Christentaumel ist, steht uns also noch bevor. Kann es für ein ganzes Volk geschehen? Niemals. Lemminge wird es immer geben. Aber auch ihnen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung zu geben, solchen (deutschen) Boden zu schaffen, frei zu sein von regierungsdidaktischer Schläue — DAS muss das Ziel sein.

    Nur die Ingenieurs- und Literatenkraft ist uns geblieben. Die muss auch erhalten werden, komme was wolle, egal wie das Gesellschaftsgefüge sich entwickelt. Nur Menschen die denken können werden das System überwinden.

    Die Aufgabe die vor uns liegt, ist was neues zu schaffen, neue Werte und System-Rahmenbedingungen zu erschaffen. Wer glaubt das man die Uhr zurückdrehen kann, der wird weiterhin enttäuscht sein und leiden. Die Herrschaft des nivellierenden Geistes wird letztendlich kollabieren. Der Nihilismus unserer Tage wird nur von neuen Werten der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gefüllt werden können.

    Für mich steht fest, das wird nur aus der Wurzel des Libertarismus erwachsen. Gegensätzliche (!) Werte zwischen Individuen und Gruppen müssen Bestand haben dürfen in einer, vom Kern her, freien Nation. Der Wert aber, der ALLE in der Nation eint, muss das Meritum der individuellen Freiheit sein.

    Und wie könnte ein solches Europa aussehen? Mit nationaler Kennzeichnung (überwiegend) ethno-gewachsener Gemeinschaften, die Bindung finden durch ihren Stolz, ihre Freiheit und ihrer mentale Ungebundenheit.

    Überregulierung ist die Mutter aller Höllen.

  140. Eckesachs

    @Apollinaris“

    Dienstag, 8. September 2015, 2:09 (URL) | Kurz-URL

    ,,Um diese ganze „Widerstand ja, aber wir müssen da schon differenzieren“-Diktion zurecht zu rücken: Wir, die Restethnodeutschen sind die Schafe, die von Wölfen, den fremdkulturellen und fordernden feindlichen Eindringlingen geflutet werden.

    Und dann gibt es noch die verräterischen und korrupten Schäfer, die für die Wölfe das Gehege geöffnet haben. Der Rat, sich mit dem Widerstand sich nun nur gegen diese Schäfer zu wenden, geht offensichtlich fehl. Denn der Wolf ist ein Wolf und bleibt der Feind des Schafes.“

    Um Ihr Gleichnis aufzugreifen:

    Wir sind die Schäferhunde.

  141. Eckesachs

    @Thomas Wawerka

    ,,Er: „Ein Tritt in die Eier und Feierabend.“

    Blödsinn. Aberglauben.

    Manche werden dann erst richtig böse.

Diskussion geschlossen. :-)

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