Startseite
wegner Nils Wegner


#deraustausch – Großkampagne der Identitären

Seiten: 1 2

austauschIn den letzten Monaten war es um die Identitäre Bewegung (IB) zumindest in der Bundesrepublik – von einer kurzen Dresdner Aktion im PEGIDA-Umfeld – sehr ruhig geworden. Während es identitäre Gruppen mittlerweile in sämtlichen Bundesländern gibt und darin mal planerische, mal aktionistische Betriebsamkeit herrscht, so dringt doch jenseits der sozialen Medien wenig darüber in die Öffentlichkeit. Nun aber hat eine konzertierte Aktion der Identitären in Österreich und der Bundesrepublik begonnen, die zum Ziel hat, ein weiteres Beschweigen unmöglich zu machen.

Die organisatorische Hauptlast liegt hier einmal mehr bei der österreichischen IB, insbesondere ihrer emsigen und aktionistisch bewährten Wiener Landesgruppe. »Der große Austausch!« lautet die Parole, angelehnt an den bekannten Kassandraruf von Renaud Camus, und der dahinterliegende Gedankengang ist der, das reale Überfremdungsproblem endlich nicht länger mit Fokus auf die hereinströmenden Fremden („Was bringen die mit, was wir hier nicht wollen?“) zu betrachten, sondern die Urheber der laufenden Bevölkerungstransformation ins Visier zu nehmen. Eben jene, die nicht allein durch unverantwortliche Einwanderungs- und Asylpolitik die Zersetzung ihres Staatsvolks betreiben, sondern auch mithilfe medialer Gängelung und Propaganda jene kognitive Dissonanz im Einzelnen herbeiführen, die das Ent- und Verfremdungsgefühl im eigenen Land erst so recht befeuert. Da heißt es:

Es ist das dumpfe Gefühl, das dich beschleicht, wenn du in der U-Bahn sitzt und um dich herum nur fremde Sprachen gesprochen werden. Es ist das gleiche Unbehagen, wenn du durch den Stadtpark schlenderst und dort Gruppen orientalischer Männer die Parkbänke belegen, an denen du vorbei musst. Es ist das gleiche befremdende Empfinden, wenn du durch ein Viertel deiner Stadt gehst, das von den Menschen als auch von den Geschäften mehr einer Metropole des Nahen Ostens ähnelt, als dem Ort, wo du aufgewachsen bist.

Es ist ein Gefühl, dass hier etwas ganz gewaltig aus dem Ruder läuft – nein, mehr noch, dass dir das Ruder komplett aus der Hand gerissen wird und der eingeschlagene Kurs dich und deine Lieben direkt auf einen riesigen Eisberg zusteuern lässt und du keine Möglichkeit hast ihn zu ändern.

Seiten: 1 2

25 Kommentare zu „#deraustausch – Großkampagne der Identitären“

  1. Hartwig

    Die deutschen Idenditären sind erstaunlicherweise nicht auf den PEGIDA-Zug aufgesprungen, von kleinsten Aktionen abgesehen.
    Möglich, dass man es taktisch vermeiden wollte, PEGIDA einen „Lambda-Stempel“ aufzuprägen. Möglich, dass im Hintergrund Verbindungen geknüpft wurden, von denen mir nichts bekannt ist.
    Aber auch möglich, dass man dieses gemeine Volk mit Argwohn betrachtete und in akademischer Manier nur unzureichende Gemeinsamkeiten zwischen diversen Positionspapieren und eigener Agenda feststellte. Sollte dies der Fall sein, so hat die IB eine wahrliche Chance zur Etablierung bzw. realen Vernetzung verpasst.
    Oder … ist mir etwas entgangen ??

  2. Christian

    @ Hartwig: Zu Beginn waren die PEGIDA-Demonstrationen etwas kaum Greifbares. Die Medien rätselten wochenlang, wer hinter diesen Demonstrationen steckt und wie es dazu kommen konnte. Frühe Vereinnahmungsversuche durch die Identitären hätten diesem „Mythos“ und diesem Geheimnisvollen wohl schnell ein Ende bereitet. Ich denke, dass es eine bewusste Entscheidung der Identitären war, sich zunächst von den Demonstrationen fernzuhalten oder eben nur privat mitzulaufen.

    In den letzten Wochen traten die Identitären auf der PEGIDA-Demonstration in Dresden jedoch vermehrt mit einem einheitlichen Block auf. Letzte Woche waren es geschätzte 70-80 Aktivisten, die mit ihren Fahnen einen Block bildeten und Parolen riefen. Das machte bei den mitlaufenden Teilnehmern durchaus Eindruck. Wichtig muss es nun für die Identitären sein, möglichst viele der dort unzufriedenen (jungen) Bürger in nachhaltige Strukturen einzubinden. Denn eines ist sicher: Jemand, der auf diesen Demonstrationen war und gleichzeitig die Medienhetze und die Repressionen von links und von Staatswegen mitbekommen hat, ist für diesen Staat ein verlorener Bürger.

  3. Bernhard

    Das Konzept der Identitären ist sehr gut, sie haben ein gutes Design, ein gutes Symbol, doch leider sind es viel zu wenige.

    Warum schließen sich nicht mehr junge Leute an? In Zeiten des Internets kann sie jeder finden, der sie sucht.

    Was für eine erbärmliche Zeit, was für ein verblödetes, dekadentes Volk sind wir nur geworden.

    Daher mein außerordentlicher Respekt vor Gruppen wie den Identitären oder den Infidels.

  4. Die Identitären sind wohl eine ganz andere Sorte Menschen als die konservativen Intellektuellen hier. Vielleicht mehr mit Bauchgefühl und im Handeln radikaler, darum auch kurzschlußartiger. Aber, da liegen erhebliche Gefahren drin, mit dem Gegner in dieser ungünstigen Situation aneinanderzugeraten. Und Gegner ist nicht in erster Linie Fleisch und Blut.
    Und weiter werden die verweichtlichten, angepaßten, beschwichtigenden Wohlstandsmenschen, die es zu Hauf und zu Millionen in unserem Land gibt, die vieles überhaupt nicht verstehen können und wollen, diese werden gewalttätige Auseinandersetzungen ablehnen – auch wenn die Identitären diese nicht wollten.
    Und dann wird die IB in Verkennung beschuldigt. Von vielen. Und so werden den Identitären neue und weitere Feinde entstehen. Nehmt es euch aber wirklich zu Herzen, wie schlimm es in London gebrannt hat.

    Auch @ Gustav Grambauer
    Und was die Metapolitik betrifft, die, wie ich es euch darzulegen suche, bis zum Himmel, nein, bis in den Himmel hinein bedacht und durchdacht werden muß, so darf diese eben nicht eiskalt und hart sein. Auch das schafft Feinde. Und man bekommt sogar GOTT zum Feind. Es geht also um viel mehr. Ja, ´SEINE Gedanken sind höher als unsere Gedanken und SEINE Wege anders als unsere Wege`.

    Also und überhaupt, das Herz sollte – also muß – viel mehr auch in der Politik mitsprechen können. (Und in der Wirtschaft auch).
    Und mangelnde Herzensgüte kann leicht mit intellektuellem Glanz und Gehabe, mit Wortgewalt und Positionen und mit dieser und jener Wissenschaft verborgen bleiben und versteckt werden.

    Es darf also nicht um Besserwisserei gehen, auch wenn es das Wissen um das Bessere gibt. Sondern die rechte Einsicht, die richtig vermittelte Einsicht – besonders mit Herzensgewinnung – das macht meine Feinde oder politischen Gegner zu Mithelfern in der Umsetzung der Metagedanken, und um das geht es ja. Um das Wohl des Deutschen Volkes, in erster Linie.

    Darum sollte auch der große Sprechchor mehr aussagen als nur : „Wir sind das Volk“, z.B. könnte man diesen Spruch kernig ergänzen mit : „Und uns`re Kinder auch! Für sie muß in Deutschland (Wir brauchen Recht und Ordnung) Recht und Ordnung herrschen. (Und) Das soll für alle gelten! Und danach werden sinnvolle Forderungen skandiert und vorgetragen.
    Und diese werden auch kurz auf Flugblättern dargelegt. Z.B., daß auch 1. Deutsche Obdachlose Wohnheime brauchen, mit sinnvollen Beschäftigungen. Es soll ja immer mehr davon geben. Viel zu viele.
    Oder 2., daß die unverschämt hohen Gehälter und Prämien erheblich runter müssen … es gibt ja so viel Mißstand solcher Art in Deutschland, und ´… die Habgier ist eine Wurzel von allem Übel`; und 3. … , da fallen uns noch 100 Punkte ein : Jeder kann mitberaten. Das läd zum friedlichen Mitmachen ein. Nicht um niederzumachen, sondern um mitzuwirken. Die Islamisierung ist nur ein Problem und hat auch gewisse Wurzeln. Und das alles darf nicht mehr beschwichtigt und allgemein ohnmächtig ignoriert werden. Und wer beten kann und will, der bete – in JESUS ist der Zugang zu GOTT. Aber unser Herz ist viel sündiger, als wir so denken. Der Ansturm auf Europa hat ganz gewichtige Gründe. Es hat auch mit einer großen, geistlichen Schwäche zu tun. Bibellesen hilft. Und auch : Weg von den Hauptmedien, ich habe z.B. seit etwa 35 Jahren keinen Fernseher. Hat mir bestimmt viel geholfen. Ich verdamme aber keine Leute, die sich Tier- und Natursendungen oder erträgliche Diskussionen und gute Reportagen anschauen. Aber, es gibt wichtigeres.

    .

  5. Trouver

    Meine Lieblingsfrage in die gruene Runde lautet immer: „wenn alle Menschen gleich sind, warum kamen die Fernostasiaten – China, Vietnam – zu solch eklatant anderen Ergebnissen, als die Schwarzafrikaner : man bedenke, nach dem WK 2.0 waren alle gleuchermassen vom Kolonialismus geplagt, von der Ausbeutung und dem Klima“.

    Verdutzte Gesichter.

  6. Holzfäller

    Eine nette Kampagne, aber nicht mehr. Diese Invasion wird man nicht mit einer genehmigten 200-Personen (darunter auch Frauen) Demonstration oder Flugblättern aufhalten können. Für alle anderen Szenarien fehlen jedoch hierzulande vor allem junge Männer in ausreichender Anzahl. Wer ist schon Nostradamus, wenn man Raspail gelesen hat.

    Wegner:
    Gut, das Offensichtliche brauchte hier wohl nicht nochmals niedergeschrieben zu werden. Eine erstmalige Lektüre des obigen Artikels könnte allerdings das Mißverständnis ausräumen, daß es bei der »Austausch«-Kampagne darum ginge.

  7. Sternenfrau

    Die Identitären und Andreas Unterberger (ehem. Chefredakteur der „Presse“) mit seinem Online Tagebuch sind die „verrufenen“ Mahner in der Wüste in Österreich und werden entsprechend vom linken Mainstream ausgegrenzt und als „Extreme“ diskreditiert.

    Hier ein aktueller Link zu Unterberger, der – wie ich meine – die Misere der ganzen Flüchtlingsproblematik darin recht gut veranschaulicht.

    http://www.andreas-unterberger.at/2015/05/europa-und-die-migrations-katastrophe/

  8. Verehrte rechte Freunde,

    Sehr gut! Bitte nicht allzuviel auf des eigene Volk schimpfen, manche scheinen mir die publizierte Pseudoelite ( die Promis und Celebs ) mit dem pays reel zu verwechseln.

    Zu wenige: Wird schon werden! Qualitaet vor Quantitaet.

    Klar soll auch sein, dasz der Respekt vor der eigenen Tradition, Kultur, Sprache , dem eigenen Volk auch Respekt vor anderen Traditionen etc etc mit einschliesst.

    Die „MultiKulti“ Propagandisten sind in Wirklichkeit Kulturnihilisten, die wollen keine andere Kultur, die wollen ueberhaupt keine Kultur. Mit „minima moralia‘ frisch in die Altsteinzeit!

    Hier in Sueadefrika:

    Kurzfristig ‚fremdenfeindliche‘ Unruhen:

    - Polizei und Armeesoldaten eingesetzt, um diese konsequent niederzuschlagen,

    - Botschaft an andere afrikanische Staaten: Suedafrika ist nicht dazu da, um Strukturprobleme anderer Staaten qua Arbeitslosenmigration zu loesen,

    - straffer Einsatz gegen illegale Einwanderer und deren Deportation ( das ist hier das verbum legis!),

    - Asylwerber kommen in Auffanglager bis zum Asylentscheid, damit sie im negativen Fall sogleich deportiert werden koennen.

    Noch Fragen ?

    HdeA

  9. „identitär“

    Der Name hört sich einfach furchtbar an. Das klingt verschwurbelt, esoterisch.
    Ich weiß es kommt aus dem Französischen
    identitaire
    Aber im Deutschen habe ich es nie zuvor gehört.

    Wegner:
    Ist auch schon fast wieder vierzig Jahre her, daß es hierzulande populär war. Die Lektüre des alten Eichberg lohnt sich.

    Ich stelle mir gerade vor, meine Kinder dafür gewinnen zu sollen.

    Sie und wohl 90% der (jugendlichen) Zielgruppe würden erstmal fragen:
    „identi -was? – elitär?“

  10. Rosenkranz

    Es ist gut, daß sich überhaupt Widerstand gegen den „Großen Austausch“ stattfindet. Dieses kann mehr kollektivistisch wie bei Pegida oder den Identitären geschehen, aber auch sehr individualistisch wie bei dem einen oder anderen „Waldgänger.“

    „Es ist schon ungemein wichtig, den Bedrohten an den Gedanken zu gewöhnen, daß Widerstand überhaupt möglich ist – ist das begriffen, dann wird mit einer winzigen Minderheit die Erlegung des gewaltigen, doch plumpen Kolosses möglich sein.“ Zitat E.Jünger; Der Waldgang

    Diese Zitat gibt doch Hoffnung, oder? Deshalb brauchen wir Kämpfer und nicht Wähler.

    Wir müssen endlich begreifen, daß dieser Staat nicht unser Freund ist. Das Demokratie nicht bedeutet, daß wir frei leben können und unsere abweichende Meinung respektiert wird. Wir sind das Haßobjekt für diejenigen geworden, die an den dicken Fleischtöpfen sitzen, meist unfähig sind, das eigene Volk verachten und jeden fremden Verbrecher höher stellen, als uns, welche sich gegen die feindliche Landnahme friedlich wehren.

    Bei den Identitären scheint man verstanden zu haben, daß nicht der Fremde der ist, welcher es zu bekämpfen gilt, sondern es die eigenen Landsleute sind, die unser Recht auf etwas EIGENES mit Füßen treten.

  11. Simon

    Ich finde es prinzipiell schon gut, die Identität in den Mittelpunkt zu stellen, aber bislang finde ich noch wenig, wie der Begriff „Identität“ ausgefüllt wird.

    Eine Auseinandersetzung darüber, was nationale Identität im 21. Jahrhundert überhaupt ausmacht, fände ich sehr interessant. Da stellen sich ja viele Fragen.

    Ist es die Sprache, die Abstimmung, die politische Loyalität, eine bestimmte Kultur? Wie ist das Verhältnis von nationaler, europäischer und regionaler Identität?

    Stehe ich zum Beispiel einem Franzosen näher, weil wir beide Europäer sind, oder einem deutschstämmigen Auslandsdeutschen in den USA oder Lateinamerika.

    Was ist mit dem Kind eines afrikanischen Vater und einer deutschen Mutter, oder eines deutschen Vaters und einer asiatischen Mutter.

    Was ist mit jemanden, der Einwanderereltern hat, aber sich zu hundert Prozent mit dem Land identifziert?

    Was ist mit Deutschen, die deutsche Eltern haben, aber ihr Land am liebsten abschaffen wollen?

    Wer ist aus identitärer Sicht „deutscher“ Akif Perincci oder Claudia Roth?

  12. Hartwig

    @ Simon

    Das sind interessante, aber akademische Fragen.
    Ich glaube, man kann behaupten, das es eine IB gar nicht geben würde, wenn es nicht um Zahlen ginge.
    Wen stört der Türke? Wen stört der Afrikaner? Wen stört der Zigeuner? Mich nicht! Und das deutsche Volk hat sich auch nie daran gestört. Es geht um die Zahl.
    Wenn es ein Promille Afrikaner in der Stadt gibt, ist mir deren Einstellung zu Deutschland völlig egal. Sie befremden mich und meine Heimat nicht.
    Wenn es mehrere Prozente Afrikaner in der Stadt gibt, ist mir deren Einstellung zu Deutschland auch völlig egal. Sie befremden mich und meine Heimat!

  13. Nordlaender

    @ Simon

    „Wer ist aus identitärer Sicht „deutscher“ Akif Perincci oder Claudia Roth?“

    Die Identitäre Bewegung ist eine antirassistische Organisation, also der türkische Tourette-Autor natürlich.

  14. Schopi

    Wer ist aus identitärer Sicht „deutscher“ Akif Perincci oder Claudia Roth?

    aus meiner Sicht:
    Roth, ganz eindeutig – sie hätte auch zu anderen Zeiten Karriere gemacht!

  15. Andreas Walter

    Den meisten jungen Menschen geht es so wie mir früher. Sie wissen schon ganz genau, wo sie sind, spüren, ahnen, „wer Scheisse labert“ und wer zumindest wahrhaftig ist oder sich wenigstens bemüht es zu sein und jeder geht eben auf seine Art damit um, je nachdem aus welcher Gesellschaftsschicht er stammt. 80% der Menschen treten in die Fußstapfen ihrer Eltern, haben die gleichen Berufe wie ihre Eltern, sie denken wie ihre Eltern und handeln darum auch wie ihre Eltern. Die Einen fügen sich ohne zu hinterfragen, weil sie eben nicht hinterfragen, Andere versuchen sich in allerlei Eskapismus mit Drogen und Alkohol bis hin zum Auswandern oder Spiritualität, also geistigem Eskapismus und wiederum Andere bereiten sich einfach nur freudig darauf vor (Andere arbeiten wie besessen daran) eines Tages einen Thron zu übernehmen. Die, die sich freudig darauf vorbereiten missbrauchen meist die Besessenen, und alle Anderen sowieso.

    Zumindest wenn man wie ich glaubt, dass zu grosse Ungleichheit und zuviel Macht in der Hand von zu wenigen oder einer zu homogenen Gruppe ungesund ist, einseitig werden kann. Die grosse Frage ist daher, was heute Identität überhaupt noch ist und womit man sich überhaupt identifizieren sollte. Was sozusagen gesunde Werte sind oder was überhaupt von Wert, erstrebens-wert ist. Nein, ich selbst lebe es leider nicht, ich war ein Besessener, ein Suchender, einer der 20%, ein Aussenseiter. Doch das hat auch Vorteile, wenn man keinerlei oder nur wenig Identität besitzt, weil man dann alles, fast alles neutral, „von aussen“, unvoreingenommen erstmal betrachten, erstmal lese betreiben kann bevor man dann Entscheidungen trifft. Dann aber die Richtigen, die Erstrebens-werten. Denn vor der Veränderung kommt die Bewusstwerdung. Den meisten Menschen ist zu wenig bewusst, wissen zu wenig.

  16. Simon

    „Das sind interessante, aber akademische Fragen.
    Ich glaube, man kann behaupten, das es eine IB gar nicht geben würde, wenn es nicht um Zahlen ginge.“

    Ich halte es gerade deshalb nicht für akademisch. Da schon heute 40-50 Prozent der neu geborenen Kinder ausländische Wurzeln haben, ist doch die Frage, wie groß der Prozentsatz von diesen ist, die sich irgendwann einmal als Deutsche fühlen oder nicht und als solche gesehen und akzeptiert werden, von fundamentaler Bedeutung für die politischen Mehrheitsverhältnisse in dem Land.

    Die Frage, ob man 10 Prozent der Einwanderer für nicht integrierbar (assimilierbar) hält oder 90 Prozent, ist aus meiner Sicht die Schicksalsfrage und davon hängt auch ab, wie aussichtsreich konservative Politikentwürfe überhaupt noch sind.

  17. Jacobi

    Simon:

    Die Frage, ob man 10 Prozent der Einwanderer für nicht integrierbar (assimilierbar) hält oder 90 Prozent, ist aus meiner Sicht die Schicksalsfrage und davon hängt auch ab, wie aussichtsreich konservative Politikentwürfe überhaupt noch sind.

    Konservative Politikentwürfe sind per se unter Berücksichtigung der aktuellen Bedingungen wohl nicht in dem Maße aussichtsreich, wie wir es uns wünschen würden. Diese sehr pessimistische Ansicht aber kann dadurch relativiert werden, indem die Frage gestellt wird, wo diese Politikentwürfe auf fruchtbaren Boden fallen. Das „wo“ ist insofern entscheidend, als sich manche Identitäre bereits darüber Gedanken machen, wie realistisch ein „Ethnostaat“ ist und verweisen dabei auf den Oranje-Freistaat in Südafrika.

  18. Nordlaender

    @ Simon

    „ist doch die Frage, wie groß der Prozentsatz von diesen ist, die sich irgendwann einmal als Deutsche fühlen oder nicht“

    Einfach mal die Kinder fragen. Habe es erst ein einziges Mal erlebt, daß eine ca. zehnjährige Türkin sich als „Deutsche“ bezeichnet hat. Es handelte sich um ein verhältnismäßig hellhäutiges Mädchen, blondhaarig wie auch ihre Mutter.
    Ansonsten trifft man bei Umfragen auf Libanesen, Algerier, Türken, Polen, Ghanaesen usw.
    Praktisch ist dann später eine Doppelidentität (hält besser). Also Türke sein oder auch Deutscher, je nachdem, wie es gerade den größeren Vorteil verspricht.

  19. Arkanthus

    Gute Aktion der IB. Unter normalen Bedingungen, also ohne unsere auf den Kopf gestellte, universalistische Leit-Ethik und deren (Ver)strahlungswirkung, müßten die „Eingeborenen“ sich in Scharen anschließen, zumal die Jugend, die sich ja völlig unschuldig mit den kommenden Zuständen konfrontiert sieht und um deren GEBURTSRECHT es hier geht; die dieses Land hier erben werden.

    Aber gerade die Jugend schläft, ist verblendet, verstrahlt. Wir sind ja nicht alle dämlich. Wie kommt es, daß wir in die Geschichtsbücher sehen, über das endlose Blutvergießen, die Eroberungen und Versklavungen lesen und dann meinen, eine Welt ohne Grenzen sei möglich und alle Menschen werden Brüder ??

    Wie kann man uns als Jugend diesen Wahnsinn austreiben ? Das muß die Aufgabe der IB sein. Zackige Symbole halte ich, das mal Rande, aus naheliegenden Gründen für nicht sehr klug.

  20. Frenchman

    Überall auf der Welt geraten die Weißen in die Minderheit. Das hier genannte Modell aus Südafrika ist nur ein Beispiel, wie man darauf reagieren kann. Ob dieses Modell in einem Meer aus Schwarzen überleben wird, kann man bezweifeln. Dr. Volkmar Weiss hat in „Die Intelligenz und ihre Feinde“ auch die Zukunftsvision einer oder mehrerer Überlebensinseln vorgestellt.

    In der Literatur gibt es schon seit langem eine Unzahl an Visionen, von den radikalsten eines H.A. Covington („Northwest Front“) mit seinen fünf Northwest-Romanen über David Lane (Erfinder der „14 Words“) „Kinsland“, von Tito Perdue bis zu O.T, Gunnarsson.

    Im deutschen Sprachraum fliehen die Deutschen gar nach Neuseeland (so Johannes Scharf in „Das Kreuz des Südens“). „Ruhrkent“ ist ein weiteres Beispiel für ein Genre, das sich auch hierzulande langsam entwickelt.

    Literarische Visionen nehmen einiges vorweg. Man kann sie mit Gewinn lesen, weil sie sehr unterschiedlich sind und man hier konkret und lebensnah aus der Sicht von Menschen – wenn auch nur im Geiste – etwas erlebt, was uns heute die nüchternen Statistiken nicht vermitteln können.

    Eines ist sicher: Auch wir Deutschen werden zu einer Minderheit. Wir werden sehen, ob dann etwas passiert oder ob wir es einfach schlucken, wie die Weißen in den USA, die es gerade erleben.

  21. @ Arkanthus Unter normalen Bedingungen … müßten die „Eingeborenen“ sich in Scharen anschließen … Z.E.

    Ja, stimmt. Aber, die Leute um uns, auch die Jugend, ist „verstrahlt“, wie Du umschreibst und sagst. Die Bibel nennt das : ´… vom Taumelbecher getrunken`, oder geistlich tot : ´Sie haben Augen zu sehen und sehen nicht … `. Und das kennst Du doch bestimmt auch : ´Laß die Toten die Toten begraben`, Matth. 8, 22; Luk. 9, 60.
    Und heutzutage ist es so schlimm, daß sogar die Toten verbrannt werden. Und früher hat die Kirche solche sogar nicht beerdigt. Da hat sie sozusagen ausnahmsweise mal das Richtige gemacht.

    Also, der Wahnsinn kann nur mit den richtigen Erkenntnissen und den entsprechenden Entscheidungen „ausgetrieben“ werden. Dazu muß man GOTT gehorsam werden. Ich sage es mal etwas vereinfacht.
    Und solche Aufgabe kann die IB nicht leisten, weil sie selber in der Finsternis sitzen. Und so ist es überall. Ein Blinder kann eben einen Blinden nicht führen.
    Gibt es Hoffnung? Ja, weil GOTT Großes tun kann, also gnädiges Großes, oder aber auch schreckliches Großes, das kann aber vielen verlorenen Menschen endgültig das Leben kosten. Auch wieder, vereinfacht gesagt.
    So wollen wir also lieber mit eigener Umkehr hoffen, daß die Geißel uns zur Einsicht bringt und viele doch noch errettet werden. Er kann es um Seines NAMENS willen tun, denn leider sind selbst die Besten wie Dornen. Sicher, das wollen viele nicht wahrhaben.

    Aber, wenn Du hier die Kommentare aufmerksam liest, dann wirst Du auch viel Richtiges finden, nicht nur intellektuelles Geplänkel, also die oben sogenannten akademischen Fragen.

    Simon fragt z.B., wie die Identitätsfrage angegangen werden kann. Und genau, damit geht es ums so wichtige Grundsätzliche.
    Also, es muß verstanden werden, wie tief das christliche und jüdische Denken und Handeln in unserem Volk verwurzelt ist. Denn die deutsche Bibel gibt es seit Wulfila, etwa 400 nach Christus.
    Auch sind philosophische Verkehrtheiten auch Wurzeln, die entlarvt werden müssen, die also giftige Wurzeln sind. Das alles hat mit Identitätsfragen zu tun.
    Und das funktioniert nur in ehrlicher Debatte. Und damit haben selbst die Kirchen Probleme, weil sie z.B. keine richtige, ehrliche Beziehung zu Israel hatten und haben. Wie Du vielleicht weißt, ist die Verfolgung von Juden seit mehr als 1000 Jahren in Europa bekannt. Schlimm, schlimm, das hatte schlimme Folgen. Wir könnten es wissen. Denn wer Israel verfolgt und bedrängt, kommt unter Gerichtshandeln GOTTES, wie man jetzt an den 9 Millionen vertriebenen Syrern sieht. Zur Erinnerung, im Libanon sollen 50 000 Raketen lagern.

    Ja, es stellen sich viele Fragen, wie Du sagst. MfG, MS

  22. Carl Sand

    @Michael Sack

    Ich glaubte, GG hätte Sie ein wenig in Ihrem prinzipiell sehr zu befürwortendem Eifer ausgebremst.

    Also etwas deutlicher.

    Ich persönlich würde mich durchaus als gläubig bezeichnen.

    Allerdings trage ich dies nicht in jedem meiner Kommentare vor mir her.

    Was mir allerdings auffällt, ist eine sonst eher im AIPAC-evangelikalen Milieu unserer lieben Besatzer zu findende Großschreibweise des Namens des Herren, gerne auch auch G_TT oder JHWH.

    Dieses Rekurieren auf das alte Testament entspricht eher nicht dem Kerngedanken des christlichen Glaubens, der eben eine Überwindung des alten Testamentes darstellt.

  23. areopagitos

    @Simon
    „Wer ist aus identitärer Sicht…?“

    Vielleicht haben Sie tatsächlich jetzt zum ersten Mal von der Identitären Bewegung gehört…
    Jedenfalls gibt es eine starke Theoriegruppe, die ihre Fragen schon ausführlich abgearbeitet hat:
    Die drei bedeutsameren Blogs:
    http://www.identitaere-generation.info/

    http://derfunke.info/

    http://www.kontrakultur.de/

    In Videoform:
    https://www.youtube.com/user/VlogIdentitaer/videos

    Auf ersteren ist übrigens auch eine recht ausführliche Antwort auf ihre Frage zu finden: http://www.identitaere-generation.info/akif-pirincci-ein-identitaerer-kommentar/

  24. Lieber Herr Sand, nun ja, vor mir hertragen will ich nicht, was gläubig sein in Wahrheit bedeuted. Dies hat auch ein sehr großes Gewicht, das kann nicht verborgen bleiben.´Wir sind ja ein Schauspiel geworden`, so Paulus. Und Noah war auch immer mit diesem unattraktiven, merkwürdigen Kasten beschäftigt – nach den entsprechenden Informationen von Oben – und überall sah man ihn dann mit seinen Söhnen die Stämme und das Pech und auch Vorräte anschleppen. Man kann sich vorstellen, daß Intellektuelle darüber debattierten.

    Wir Gläubigen heute haben aber mehr als nur diese sehr begrenzten Informationen wie Noah, nämlich GOTTES ganzes WORT in siebzig Büchern. Wir könnten deshalb weit Besseres bauen und sollten dies ja auch tun. Denn das Licht soll nicht unter dem Scheffel sein : Die Leute sollen ja nicht in ihren vielen Sünden und Nöten sterben. Dies ist in den letzten Generationen in Deutschland ganz oft geschehen, siehe Micha 5 am Ende. Denn GOTT ist Liebe und will noch größere Gnade geben. Eine naheliegende Frage ist auch, wie lange noch. Ja, wie lange noch wird es gehen, denn die Zeit der Nationen geht zu Ende. Also, es gilt die Zeit auszukaufen, auch zur Unzeit.

    Aber, es soll : ´alles ehrbar und ordentlich zugehen`, und unser Tun möge GOTT und SEINEN SOHN ehren. ´Der Wandel soll vollkommen sein`, nach anderer Bibelstelle :´ohne Tadel`. Es ist also gefragt, das Richtige zu reden und zu tun. Ich glaube, G.K. hat dies begriffen. Und darum wird sich ja hier auch z.T. bemüht. Wenn also nicht Liebe und ehrliches Bemühen Motiv der Herzen ist, wird auch Pegida untergehen, die Sezession und auch die Identitären nichts erreichen – im Gegenteil, das Durcheinander wird nur noch vergrößert.

    Also, ich hoffe auf das Gute, darum rede ich. Denn hoffen auf den lebendigen GOTT und auf das Evangelium hat Verheißung, nach SEINEM WORT. Und vielleicht, wegen ein paar Frommen ist Sodom und Gomorra hier noch nicht untergegangen. Denn unser Land ist voller Ehebruch und anderer schlimmster Sünden. Ein anderer Kommentator hier hatte auch den Mut, die heutigen Schamlosigkeiten hier anzusprechen, ja, diese verderben den Menschen. Und schaffen ein schlechtes Gewissen und Unwohlsein und Schlimmeres.

    Übrigens, ausgebremst werden ist nicht schlecht, wenn es um`s Gute und Bessere geht. (Ich habe G.G. oben im vierten Beitrag geantwortet, sicher, nicht vollumfänglich). Aber, man bedenke, was dies wirklich heißt : ´Alles Fleisch soll die Herrlichkeit GOTTES sehen`. So, wie es einst war! Ja, auch heute soll es so sein. Das ist echt das Bessere. Die Kinderchen und die Jugend und die Leute – um die soll es uns ja gehen – diese alle sollen ja leben und nicht stumpfe Zähne haben wegen dem, was die vielen verkehrten Väter so gegessen und verbrochen haben.

    Und noch viel anderes göttliches ist mit Liebe und Ernst verheißen – bei Gehorsam besonders. Und die Gnade ist noch größer.

    Ja, das ist so bedrückend, daß die Menschen dies nicht wissen und so viele dies sogar ablehnen, trotz Christianisierung.

    Daß also doch GOTT so Großes tun möge, daß die Törichten sich selber den Mund zuhalten und dann weise und auch klug werden, siehe Psalm 90. Denn wir wissen : Wer hört und glaubt und bekennt und dann liebt, der wird leben. Der HERR heile auch meinen Glauben. Ja, die Lage ist verzweifelt schlimm. Auch besonders die Islamisierung Europas betreffend, ein sehr, sehr schwieriges Kapitel.
    Und die blinden und bösen Blindenleiter, die sind nicht nur zu Hauf in den Kirchen und in der Politik, und die schlimmen Verkehrten überall, die müssen wir, ja wir Elenden : Bloßstellen und wegschicken (durch Wahlen z.B.) oder einschränken, (durch neue Gesetze z.B.).
    Ja, die Verantwortungslosigkeit in vielen wichtigen Bereichen ist wirklich himmelschreiend. So wie es läuft, kann es nicht gutgehen. Und an die Kraft einer deutlichen Bloßstellung in rechter Art können wir auch glauben.

    Wollen wir also hoffen – und dafür beten – daß eine wachsende Pegidabewegung und Pegidaleute selber sich dafür ausrüsten, also vorbereiten lassen. Und die rechten Rechten auch, daß es friedlich und klug und das baldmöglichst alles Nötige geschieht. Von der Erneuerung rede ich. Denn auch auf mich zeigen Finger. Sicher ist also : Deutschland braucht Erneuerung, Reformen, Debatte, neue Gesetze, (ich weiß, auch eine neue C-Partei. Also : Kein Chaos, keine Revolution, keine Egomanen und krasse Egoisten, keine political Correctness. Das Grundgesetz ist voll tauglich, wenn es nur angewendet wird. Und wir müssen darauf achten, daß wir unseren Zorn kultivieren. Ist auch wirklich nötig und möglich.

    Und genau, nicht zu sehr auf`s Volk schimpfen, weiß auch die Bibel so, Hosea 4, (ist aber wohl eine schwierige Stelle zum Übersetzen).

    MfG, MS

  25. Belsøe

    Vieles wird davon abhängen ob es gelingt, die eigene Energie sinnvoll einzusetzen und lohnenswerte Projekte von Utopie zu unterscheiden. Nun braucht das Eigene sicherlich auch Utopie, Avantgarde und Speerspitze, diese aber müssen erstens auf einem gewissen, Fundament stehen und zweitens werden sie gerade im Erfolgsfalle gesetzmässig in verdünnter Form in die Kapillaren der Gesellschaft fliessen.

    Konkret heisst das derzeit: der „Austausch“ ist bereits voll im Gange. Selbst wenn aktuelle Entwicklungsspitzen (marode südliche EU- Aussengrenze) verhindert werden könnten, sprechen die demografischen Fakten eine eindeutige Sprache. Anstatt nun den Onkel mit dem Zeigefinger zu geben, der ja viel besser weiss was alle anderen zu tun und zu lassen haben (nämlich die deutschen Frauen 4 Kinder kriegen statt studieren, die Fremden abhauen oder ihre Fremdheit ablegen, alle weniger fernsehen usw.) könnte man dem ganzen ja auch ein freundliches Gesicht geben – bestimmt, aber freundlich.

    Dazu muss man zunächst mal das Eigene im Gegenüber sehen und schätzen können. Ein kleines Beispiel: in meiner Gegend gibt es noch so einen kleinen deutschen Obst- und Gemüseladen. Ich bin mir relativ sicher, dass das leider nur noch ein Zuverdienst ist, denn sie machen praktisch alles falsch. Es gibt dort weder spottbilliges Grünzeug noch ein umfangreiches übriges Sortiment, Erdbeerennur zur passenden Jahreszeit und dann machen die auch noch ganz altmodisch Mittagspause. Sonntags ist selbstverständlich geschlossen. An sich finden das ja alle hoch sympathisch und fühlen sich an früher erinnert. Aber dort kaufen? Wenige. Es würde vielleicht 5 Minuten und 2 Euro Mehrpreis kosten, das Grünzeug dort zu besorgen, denn der örtliche Supermarkt liegt direkt daneben. Es kommt aber praktisch niemand auf die Idee, dass diese Art von Unterstützung überhaupt welche ist, bzw. für einen selbst relevant. Ich werfe hier nicht den Türken vor, dass die völlig selbstverständlich zum Landsmann einkaufen gehen – im Gegenteil, wir sollten davon lernen.

    Das gleiche in allen anderen Lebensbereichen. Wenn wir diese künftig mit teilweise sehr andersartigen Kulturen teilen müssen, tun wir gut daran Inseln zu bilden und unsererseits zusammen zu finden. Wenn sich zum Beispiel in einer Branche unterschiedliche Formen von Arbeitsethos zu manifestieren beginnen, kann man sich an die halten die zu einem selbst passen. Mit denen bevorzugt Handel treiben, sich Mitarbeiter empfehlen usw. Und wenn da ein Kollege, ein Kunde oder ein Betrieb bei ist wo dieses passende Gegenstück türkisch oder polnisch ist oder privat anders lebt als man selbst – warum nicht? Ruhig auch mal jemandem sagen dass man etwas bestimmtes an ihm schätzt, um eine gegenseitige Identifikation mit Gemeinsamkeiten aufzubauen. Man muss ihn/sie ja nicht gleich damit überfordern, dass man ihn „so schön deutsch“ findet. ;) Als ich im Ausland das erste mal ganz im Ernst für eine bestimmte, für mich völlig natürliche Arbeitseinstellung gelobt wurde (ich hätte eher Angst, wenn ich es anders/nachlässiger handhaben würde!), und das auch mit meiner Herkunft in Verbindung gebracht wurde (der Laden hatte zu der Zeit sehr viele somalische und albanische Arbeiter, keine schlechten Leute aber leider auch keiner wirklich gut) war das sehr unerwartet für mich – aber nicht unangenehm. Ich glaube, mit der direkten Ansprache und Wertschätzung des Gemeinsamen und gegenseitig hilfsbereiter Verbundenheit kann man sehr viel in den Leuten anstossen. Dazu gehört auch die Indentifizierung von Hürden, von denen eine ganz wesentliche das Leben als innerlich passiver Konsument ist. Die Herausbildung einer anderen, tätigen Herangehensweise ist nötig.

    Wenn man weiss wofür man selber steht, und damit nicht allein bleibt, dann ergibt sich ein selbstbewusstes, entspanntes „Nein“ in Richtung des zu stark abweichenden ganz von selbst. Die ganze Überoffenheit kommt ja m.M. auch daher, dass durch einen enormen Mangel an eigener Anschauung der produktiven und konstituierenden Bereiche einer Gesellschaft schlichtweg keine begreifbare Idee, und somit kein sicheres Urteil in der Begegnung mit erodierenden Elementen, mehr möglich ist. „Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes“ sagte Scholl-Latour einmal.

    Dafür muss man nicht auf die grosse politische Bühne. Ein jeder, wo er auch steht und wirkt, sollte Anknüpfungspunkte finden, pflegen und möglichst oft aussprechen. Damit wäre schon viel getan.

Diskussion geschlossen. :-)

banner banner sezheader ifs schlange