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lichtmesz Martin Lichtmesz


PEGIDA, die „Lügenpresse“, der Historiker und der Asylant

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HassundgewaltEs gäbe kein besseres Wort als „Lügenpresse“, um „die aktuelle Praxis und Verfaßtheit der Medien auf den Punkt zu bringen“, schreibt Thorsten Hinz in der Jungen Freiheit. Wie sehr es sich bei dem Schlagwort weniger um Polemik, als um eine präzise Feststellung handelt, kann man am täglichen Gejaule und Gekläffe der getroffenen Hunde gut ablesen.

Das kann man durchaus als Eskalationsstufe betrachten. Das Spiel hat inzwischen die Dynamik eines Teufelskreises angenommen: um jene zu bekämpfen, die ihnen vowerfen, zu lügen, greift die Presse zu noch mehr Lügen, angereichert mit Beschimpfungen, Unterstellungen, Pauschalisierungen, Diffamierungen. Und all dies bestärkt die Demonstranten und deren Sympathisanten natürlich wieder in ihrem Zorn und ihren Ansichten über die Medien.

Gerichtet sind die Ausfälle der Presse weniger an die Demonstranten selbst, als an den Teil der Öffentlichkeit, der noch unentschieden ist, was er von Pegida & Co halten soll. Es ist, als wollte man sagen: Hört nicht auf die, natürlich sagen wir die Wahrheit, das sind alles Schweine, schlechte Menschen, die nicht ganz richtig im Kopf sind. Damit will man den Zulauf nicht nur zur Pegida, sondern zu den Medienskeptischen und -verdrossenen überhaupt verhindern, weshalb wie wild die üblichen Hitlerknöpfe gedrückt werden.

Alles läuft darauf hinaus, den Teil auf der anderen Seite der Kulisse zu isolieren, aber das wird kaum gelingen. Mit jedem Versuch, das Publikum davon zu überzeugen, daß die Schweine nicht in den Pressebüros sitzen, sondern auf der Straße demonstrieren, weil keine andere Artikulationsmöglichkeit mehr bleibt, werden diejenigen, die zu Schweinen erklärt wurden, nur noch weiter radikalisiert werden.

Wie das geht, hat Ellen Kositza beschrieben: wer etwa in Leipzig stundenlang dem kochenden Haß, der Aggressivität und den Übergriffen der Antifanten ausgesetzt war, die auch vor tätlichen Angriffen nicht halt machen, der durfte am Ende des Tages in den Zeitungen folgendes lesen:

Die S-Bahn hält auf freier Strecke, im Tunnel. Linksradikale hatten Brände im City-Tunnel gelegt und die Oberleitung sabotiert.  Einer von uns liest von seinem Apparat die news ab:„LEGIDA zeigt ihr gewalttätiges Gesicht: Kamera eines Journalisten schwer beschädigt.“

Jeder, der schon einmal an einer „rechten“ Demo teilgenommen hat oder ihr Zeuge war, weiß, daß dies ein typisches Muster ist. Die nicht-linke Seite wird systematisch dämonisiert, während die andere Seite verharmlost oder gar völlig ausgeblendet wird – und genau diese Seite ist es in der Regel, die eine Spur der Verwüstung hinterläßt. (Nicht anders verhielt es sich etwa bei der Demonstration der Identitären Bewegung in Wien im Mai 2014: siehe hier).

In welchem Ausmaß und mit welcher Hemmungslosigkeit die Dresdener und Leipziger Demonstranten entmenschlicht werden, habe ich schon an anderer Stelle beschrieben:

Pegida oder wahlweise die AfD werden als brutale, physisch degenerierte Totschläger, als Untermenschenorks aus Saurons Naziarmee, als feiste, kaltlächelnde, zynisch-großkotzige Bilderbuchfaschisten, als wuselnder Menschenmassenscheißhaufen, der durchfallartig aus einem haarigen Nazihintern läuft, kryptoterroristische Mordanstifter oder blutschnüffelnde Aasgeier und Hyänen dargestellt. Es gibt hier schlichtweg keine Hemmungen mehr und der Phantasie der Kakerlakenästhetik sind keine Grenzen gesetzt – wohlgemerkt alles im Namen von „Menschlichkeit“, „Toleranz“, „Demokratie“, „Vielfalt“ und so weiter.

Der Tenor ist ganz klar: Die Störenfriede sollen isoliert werden wie Viren in der Quarantäne. Die Süddeutsche Zeitung sah sich etwa genötigt, Sigmar Gabriel dafür zu kritisieren, daß er überhaupt versucht hat, mit Pegida in einen Dialog zu treten: handele es sich doch dabei um eine „widerwärtige Minderheit“, gegen deren Vertreter „manchmal, glücklicherweise selten, nur juristische Mittel“ helfen.

Aber wie soll das gelingen, wenn diese „Minderheit“ zigtausende Menschen umfaßt, und vor allem, wenn sie in vielen Dingen im Recht sind? Thorsten Hinz führt die Bezirke an, in denen nachweislich gelogen und Desinformation gestreut wird:

Es geht nicht um die unvermeidlichen Fehler, die unter Zeit- und Konkurrenzdruck, aus Unachtsamkeit oder Flüchtigkeit passieren. Gemeint sind bewußt falsche Aussagen, die auf Täuschung der Adressaten angelegt sind, sowie die Unterschlagung relevanter Informationen und Zusammenhänge, die suggestiven Benennungen, Insinuationen und andere subtile Varianten der Unwahrheit.

Überhaupt nicht subtil, sondern grobschlächtig lügt und hetzt die FAZ, wenn sie einen Herausgeber-Kommentar veröffentlicht und eine Karikatur auf ihre Onlineseite stellt, die eine Verwandtschaft zwischen den islamistischen Mördern in Paris und den Demonstranten in Dresden behaupten. Gelogen wird, wenn friedliche Proteste als „Aufmarsch“ bezeichnet und damit Assoziationen zu militanten Formationen bis hin zur SA hergestellt werden.

Die Lüge wird verdoppelt, wenn gleichzeitig gewalttätige Autonome zu „Aktivisten“ oder „Gegendemonstranten“ geadelt werden. Die Medien machen sich zum Werkzeug der Lüge, wenn sie scheinbar neutral den türkischen Ministerpräsidenten zitieren, der Bürgerproteste in Deutschland mit dem „Islamischen Staat“ gleichsetzt. Oder wenn sie wie auf Kommando die unwahrscheinliche Erkenntnis verbreiten, daß „Migranten“ pauschal die deutschen Sozialkassen auffüllten. Oder wenn sie Euro-Kritiker als „Europa-Feinde“ diffamieren.

Besonders apart und aufschlußreich ist, wie etwa die Zeit in ein- und derselben Ausgabe auf die Machtlosen (Pegida) eindrischt, während es den Mächtigen, wie Mario Dracula von der EZB, die Füße küßt:

Der Chefredakteur der Zeit, Giovanni di Lorenzo, der sich auf der Titelseite „gegen das Naziwort der ‘Lügenpresse’ scharf“ verwahrt, breitet im Wirtschaftsteil auf drei Seiten ein liebedienerisches Interview mit EZB-Chef Mario Draghi aus und garniert es mit zehn Fotos, was an den Personenkult um die ehemaligen kommunistischen Staatslenker erinnert. Durch die Mitarbeit an der Propagandainszenierung der Macht hat er sich zumindest in den Grenzbereich zur Lügenpresse begeben.

Es sollte inzwischen nur zu deutlich sein, daß dieses Vorgehen System hat:

Die „Lügen“ sind, wie gesagt, keine zufälligen oder individuellen Entgleisungen, sondern organisierte Manipulationen, die sich zu einem politisch-ideologischen Programm fügen, das sich mit den Stichworten: Globalismus, Multikulturalismus, Genderismus und Treue zur Pax Americana, grob umreißen läßt. Jenseits seiner Alternativlosigkeit, wird ständig behauptet, beginne die braune Zone.

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100 Kommentare zu „PEGIDA, die „Lügenpresse“, der Historiker und der Asylant“

  1. Martin

    Und bei so etwas bekommen sie dann ihre feuchten Träume, die Gesinnungsdiktatoren:

    http://www.spiegel.de/karriere/ausland/twitter-us-rassisten-am-internet-pranger-a-1013920.html

  2. Richard Cobden

    In den Flunkermedien wird die Realität bis zur Unkenntlichkeit manipuliert. Man sollte ernsthaft daran denken für diesen Verschleierungsapparat neue Synonyme zu suchen, wie z.B. Blendmedien, Beschönigungsorgane, Täuschungsgazetten, Manipulationsblätter, Schummelzeitungen, etc.

  3. Verehrter ML,

    Ein entspannter Tag hier im sonnigen, warmen Suedafrika, ein bisschen im pool geschwommen, lekkeres Essen genossen usw, keine Rose ohne Dorne , es gibt einige Randale hier um fremdstaemmige Haendler, der Bodensatz pluendert, die Polizei schiesst scharf ,einige Tote, … aber keine Hysterie!

    Eine Lektion zum Thema: „Balance und Grenzen der ethnischen Vielfalt. “
    Dennoch: Hier zaehlt: Ordnung vor Romantik. Also Tote am Pflaster .. schluchz :-( >> fuer D, fuer Hier >> :-)

    Zurueck in die schaebige, finstere, kalte, erfrorene Welt der deutschen Massenmedien: Alles richtig, wer glaubt denen noch?

    Laecherlich machen, bitte! Und weiter demonstrieren >>>> steigern, steigern, steigern; zudecken mit Kommentaren, nicht nachlassen (tue ich auch zB bei der FAZ, obwohl die mich „latuernlich‘ zensurieren, so what ???) mache weiter!!)

    Bitte aufhoehren „Schafe‘ zu sein, fallt laestig, seit betont, seit bewusst, seit selbstbewusst, seit oeffentlich, seit – iRdRO – aggressiv, seit innovativ, seit beweglich, seit ueberall, seit spoettisch, seit zynisch, seit sarkastisch, seit humorvoll, seit unentwegt, seit siegesbewusst, seit optimistisch, seit nett ( zueinander|), seit nervig, seit furchtlos, seit frech, … ach was, alles was gut tut!

    Weiter so ! Ihr seid alle super!

    HdeA

    iRdRO: im Rahmen der Rechtsordnung (Anmerkung Dr. iuris Sitta )

  4. Aristoteles

    „‚Wir können sie nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen. Aber wir können sie zwingen, immer unverschämter zu lügen.“
    (Ulrike Meinhof)

  5. Rumpelstilzchen

    To be continued …..oh nein !!!!!

    Lieber Herr Lichtmesz,
    Quälen Sie sich nicht unnötig !

    Im „eigentümlich frei interview“ haben Sie gesagt, dass Sie es mögen, in Ihren Artikeln Beiträge zu verlinken. Das Internet macht’s möglich.
    Man kann das bis zum Exzess treiben. Einen schlimmen Beitrag haben Sie vergessen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nicht-aufwerten-durch-debatten-pegida-oder-jedem-sein-vorurteil-13388792.html
    Der „sympathisch“ aussehende Verfasser ( an wen erinnert er mich ?) hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: Selbst Denken !

    Der Perfidie der Lügenpresse kommt man mit den besten intellektuellen Analysen nicht bei. Und da gibt es sehr gute.

    In meinem Umfeld stoße ich derzeit auf absolut hysterische Reaktionen.

    Und neige inzwischen wie Professor Rediger in Houellebecqs Buch dazu, in der absoluten Unterwerfung den Gipfel des menschlichen Glücks zu sehen.

  6. der demograph

    Ich habe meine Probleme mit dem Begriff Lügenpresse. Der Begriff macht meiner Meinung nach eher Sinn in undemokratischen Staaten wie es das dritte Reich oder die DDR waren. In solchen Staaten wird die Presse zentral gelenkt und lügt bewusst, und nur das ist ja im eigentlichen Wortsinne lügen.

    In den heutigen westlichen Ländern ist doch anders. Die Presseleute lügen nicht bewusst, sie machen nur bei dem gleichen Spiel mit bei die Mehrheit auch mitmacht, halt nur in ihrer Rolle. Und der Unsinn den die Presse von sich gibt ist doch der gleiche Unsinn den Privatleute, Leute in allen möglichen gesellschaftlichen Funktionen, Kunst etc. ebenfalls von sich geben. Die Presse sticht da nicht besonders hervor. Viele junge Leute lesen ja eh keine Presse mehr sondern holen sich ihren täglichen politischen Konsum auf Facebook oder ähnlichen Seiten, das heißt Bildern, Geschichten die von Privatleuten weiterverbreitet werden. Das dort geschaffene Weltbild ist meistens mehr oder weniger Gleiche wie in der Presse.

    Zu der Gewalt zwischen den Asylanten. Könnte man nicht die derzeitige Einwanderungspolitik (Asyl zählt für mich zu Einwanderung) nicht als ein sinistres sozialdarwinistisches Experiment beschreiben? Man wähle die gewalttätigsten Regionen der Erde (islamischer Raum, Subsaharaafrika) und lasse von dort die erfolgreichsten (Reise ist teuer) aggressivsten, und abenteuerlustigsten auf eine lange Wanderung gehen. In Frage kommen natürlich keinen Alten, Kinder, Frauen, nein nur Männer zwischen 16 und 35. Die Wanderung ist ein Selektionsprozess: nur der härteste, gewalttätigste kann überstehen. Im Zweifel derjenige der die anderen vom Flüchtlingsboot geschubst hat (denn wer geschubst wurde kommt nicht durch).

  7. Sternenfrau

    Lieber Martin,

    Danke für diese klaren Worte.

    Schade, dass die gesamte deutschsprachige Presse zu feig ist, sich mit diesen Fakten auseinanderzusetzen.

    Die haben keine wirklich stichhaltigen Gegenargumente und die wissen das auch.

  8. André

    Großartiger Artikel.
    Allerdings hat sich die linke Szene mit dem Mord an Khaled noch nicht ganz abgefunden und probiert weiterhin, die Tat irgendwie für die eigenen Zwecke zu benutzen.
    Komentare (z.B. bei der taz) à la „Es ist schon komisch, wie schnell die Polizei doch nun einen Täter gefunden haben will, wo sie doch zuerst gar keinen Mord erkannte! Es ist dieselbe Polizei, die die Teilnehmerzahlen bei Pegida immer arg hoch einschätzt, was ja auch schon verschiedentlich angemerkt wurde. Ob die Dresdener Polizei politisch nicht so ganz neutral ist?“ sind dort keine Seltenheit. Frei nach dem Motto, wenn es keine Rassisten waren, dann sind halt die ohnehin widerwärtigen Polizisten schuld.

  9. Hans Meier

    Lese gerade Gene Sharp: „Von der Diktatur zur Demokratie“. Dieses Büchlein wurde von den westlichen Diensten in östliche und südliche Länder verbreitet, wenn es galt, missliebig gewordene Systeme zu stürzen.

    Z.B. heißt es auf S. 25 zum Thema „Verhandlungen mit Diktatoren“:

    „Demokraten sollten sich vor den Fallen hüten, die möglicherweise von den Diktatoren bewußt in den Verhandlungsprozeß eingebaut werden. Wenn es um Grundsätzliches in Sachen politischer Freiheit geht, könnte der Ruf nach Verhandlungen dem Bemühen der Diktatoren entspringen, die Demokraten zur friedlichen Kapitulation zu verleiten, während die Gewalt der Diktatur weitergeht. In derartigen Konflikten können Verhandlungen allenfalls am Ende eines entscheidenden Kampfes sinnvoll sein, wenn die Macht der Diktatoren wirklich zerschlagen ist und sie um sicheres Geleit zu einem internationalen Flughafen nachsuchen.“

  10. Frenchman

    Ich habe zufällig mit einem Journalisten der Lokalpresse in meiner Heimat gesprochen. Die kochen vor Wut, weil sie das Wort „Lügenpresse“ jetzt täglich in Kommentaren der Leser zu hören bekommen. Ein geniales Wort. Ich kann es nicht genug verwenden. Was sie ebenfalls nicht mögen, aber auch immer öfter zu hören bekommen, ist „Hofberichterstattung“. Das frustriert, weil sie nichts dagegen tun können. Sie müssen es jeden Tag lesen.

  11. eulenfurz

    Binnen kürzester Zeit standen tausende, wie immer vor Selbstgerechtigkeit aus allen Nähten platzende linke Demonstranten auf der Straße, high vom Betroffenheitsopium, und schwenkten die frisch gebastelten Märtyrer-Bilder Seite an Seite mit schwarz-roten Antifa-Flaggen, vor ihnen hertrabend weitere Asylbewerber und Landsleute des Ermordeten.

    Ha, das ist noch viel grotesker: Der Mörder ist mitgelaufen in der antirassistischen Betroffenheitsherde und hielt ein übergroßes Foto seines Opfers in die Luft.

    Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Sozialbürgermeister Seidel besuchten die „Freunde“ des Toten und schüttelten dabei wohl auch dem Mörder die blutbefleckte Hand. Es ist Blut, das nun auch an der Oberbürgermeisterin klebt. Sie hat ein Klima geschaffen, in welchem importierte Mörder die Hoffnung hegen können, ihre Meucheltaten friedlichen Bürgern ans Revers heften zu können.

    Khaled Idris Bahray

  12. mfh

    Die skurrilen Meldungen reißen nicht ab. Jetzt müssen Schüler „freiwillig“ mithelfen beim gegendemonstrieren, siehe hier. Aber auch die dreiste Begründung der Schulleitung wird hier wieder vom Leitmedium kommentarlos geschluckt.

  13. Thomas Wawerka

    Gerichtet sind die Ausfälle der Presse weniger an die Demonstranten selbst, als an den Teil der Öffentlichkeit, der noch unentschieden ist, was er von Pegida & Co halten soll.

    Es ist nur leider so, dass es bei den Unentschiedenen funktioniert. Eine sehr brachiale Taktik, so lange mit Schmutz zu werfen, bis etwas kleben bleibt, aber die MSM haben nach wie vor die Deutungshoheit: 1. rein quantitativ, und 2. was die Semantik betrifft. Sie erklären, wer als „Rassist“ anzusehen ist, da kann man 10 oder 100 Mal sagen „Wir sind gegen Rassismus.“
    Manchmal beschleicht mich doch ein Gefühl der Resignation. X-gidas schießen wie Pilze aus dem Boden, aber das „System“ scheint es zu verkraften. Und irgendwann, fürchte ich, werden die Spaziergänger des Spazierengehens müde.
    Und noch eine weitere Beobachtung kommt hinzu: Die pathetischsten Verteidiger der christlichen Tradition des Abendlands hab ich noch nie im Gottesdienst gesehen. Da liegt der Schluss, den die MSM ziehen, nicht allzu fern: Dass es ihnen gar nicht um das Abendland geht, sondern darum, ihrem Frust einfach mal Luft zu verschaffen. Was ich damit sagen will: Ohne eine echte „innere Wende“ hat die Bewegung nicht nur die Quantität nicht, sondern auch die Qualität nicht. Ich denke, man braucht Substanz zum „Standhalten“ – Glauben.

  14. Hans Meier

    Lasst uns JEDEN Tag das Wort verwenden!
    Beim Nachbarn, beim Kollegen, in der Trambahn – Dresden ist überall.

    Es gibt nichts Besseres und Treffenderes als dieses Wort.
    Und das Beste ist: Sie können sich nicht mehr wehren. Ihr Versuch, das Woert zu bannen / zu verbieten, ging kläglich in die Hose, weil durchschaubar.
    Alles, was täglich geschieht, alles, was sie schreiben, bestätigt das Wort nur. :)

  15. Zadok Allen

    Ich denke, der Fall Winklers ist der des typischen mediokren, gartenzwergigen BRD-Wissenschaftlers, der nicht aufgrund seiner Begabung oder Forschungsleistungen Karriere gemacht hat, sondern weil er den richtigen ideologischen Stallgeruch besaß. (Der Typus Walter Jens.)

    Jene Leute sind überdies mit der Fähigkeit zur praktisch unbegrenzten Selbsttäuschung, zur absolut bodenlosen mentalen Kulissenschieberei gesegnet. Hätten sie die Hälfte der Mühe, die sie ans Stricken ihrer Lebenslügen verwandt, in ein wahres Werk investiert, was hätten sie erreichen können.

    Kaum dagegen dürfte der Mann ein ausgebuffter Machiavellist sein. Dafür sind alle Äußerungen dieses Greises zu politisch-ideologischen Fragen, seit ich sie überhaupt zur Kenntnis nehme, immer in viel zu penetranter, viel zu schriller Weise auf Linie.

    Die rasche Erosion jener Wirklichkeit, der sich diese Projekteure lustvoll unterwarfen, – auch hier lohnt der Blick über den Tellerrand der BRD – wird uns noch viele vergleichbare Verbalentgleisungen der verbliebenen Walter Jense bescheren.

  16. Trouver

    mir bleibt einzig das bereits gesagte zu wiederholen: nur die wueste wirtschaftliche Katharsis, ein Gau fuer dieses bescheuerte buntesrepublukanische house of cards, bringt mit sich die Hoffnung.

    Der Union-Michel gehoert wachgebissen zu werden, und das kommt ja auch – ueber kurz oder lang.

  17. Es ist atemberaubend, wie unser Gegner es immer wieder schafft, sich noch einmal zu unterbieten. Noch dümmer, noch niederträchtiger, noch skrupelloser, noch asozialer – es gibt anscheinend keinen Boden. Aber all das mal vorangestellt ist das, was mich an der Linken am allermeisten anwidert, diese unglaubliche, maßlose, in der Geschichte nie dagewesene Selbstgerechtigkeit. Sie tun all das selber, was sie dem Gegner anlügen, und meist noch mehr, aber sie schaffen es irgendwie, das einfach auszublenden. Die schmeißen irgendeinem jungen Mädchen auf einer Demo anläßlich eines Lehrplans (eines kleinen, miesen, unwichtigen Lehrplans, Herrgott!) eine Flasche an den Kopf und…nichts. Niemand hält inne. Die Antifanten nicht, die Politiker nicht, die Journalisten nicht, die Lehrer nicht, nein, sie werden genauso zur nächsten Asidemo aufrufen und hingehen wie bisher auch. Sie werden alle dastehen, mit bemüht witzigen Sprüchen auf den Schildern, der Trillerpfeife im Mund und Pudding im Kopf, derweil der aktivistischere Teil der Zivilgesellschaft an anderer Stelle mit Bierflaschen wirft oder dem örtlichen Einzelhandel die Fensterscheiben zerdeppert. Und alle diese Bestmenschen finden nix daran. Wenn es um die westlich-demokratischen Werte oder unveräußerliche Menschenrechte geht sind Asozialität und Kriminalität augenscheinlich das zweckmäßigste Mittel zur Verbreitung und Festigung derselben.

    M.L.: Dabei kommen wir noch milde davon, andernorts werden zu diesem Zweck ganze Landstriche plattgebombt…

    Kein gesundes Hirn kann so arbeiten, dazu braucht es schon diese Ansammlung von Gestörten, die zu den Breites-Bündnis-Demos aus den Unis, Behörden und Kirchen ans Tageslicht kriechen. Debilgesellschaft wäre wohl ein passenderer Ausdruck.

    Und dann noch diese BRD-Geisteswissenschaftler. Winkler: Pegida vertrete „eine Ideologie, die Deutschland schon einmal in die Katastrophe gestürzt hat.“ Wie kann man als Historiker so etwas schreiben? Das ist so absolut daneben, daß es nicht einmal mehr falsch ist. Einem Elftklässler kann man so einen Satz vielleicht nachsehen, aber einem Professor? Haben die erlauchten Gelehrten dieses Landes denn keinen Rest von wissenschaftlicher Ehre mehr behalten? Haben sie keine andere Funktion mehr, als diese wurmstichige, kranke Gesellschaft irgendwie zu legitimieren, als Winkleradvokaten der BRD sozusagen?

    Aber sie werden sich nie ändern. Sie werden weiter für Weltoffenheit, Toleranz und Respekt auf die Straße gehen. Sie werden weiter jeden Dissidenten, dessen sie habhaft werden, zu ruinieren versuchen. Sie werden weiter lügen, prügeln, diffamieren. Und sie werden weiter ihre behinderten -Entschuldigung- „anders befähigten“ Ressentiments und Hoffnungen auf den nächsten ermordeten Ausländer projizieren und ihn eiskalt halb beerdigt liegenlassen, wenn es doch der falsche Täter oder das falsche Opfer war. Was ist denn eigentlich mit Tugce? Und wie wichtig ist euch Khaled jetzt noch? Wie, Rache für Khaled? Wollt ihr jetzt ein Asylantenheim abfackeln, oder was?

    Das Witzige ist, daß zumindest der Bodensatz, aus dem die Antifa besteht, in jedem kommunistischen System, das es je gab, im Gulag gelandet wäre.

    Es war eben nicht alles schlecht.

    Ich weiß, daß meine ganze Kommentaraktivität auf diesem Blog mittlerweile aus dem Schreiben von Hassbeiträgen besteht, aber es ist im Moment einfach das angebrachteste und ergiebigste Genre.

  18. JensN.

    Die Lügenpresse hat mittlerweile das Niveau von kommunistischen Kampfblättern und der aktuellen Kamera unterboten. Die Nachrichtenmagazine waren vor gefühlten Jahrmillionen zumindest halbwegs seriös. Heute kann die Antifa in Gestalt von Andrea Röpke, Sascha Lobo und Konsorten ihre Artikel im Spiegel publizieren. Tja und die wundern sich über die schwindenden Absatzzahlen…

    Apropos Teilnehmerzahlen: Interessant ist auch, dass gerade die linken „Experten“ des Instituts für Soziologie der Universität Leipzig die offiziell von der Polizei bekanntgegeben Teilnehmerzahlen in Abrede stellen. Die Bilder der Auftaktkundgebung vom Augustusplatz, wurden relativ früh aufgenommen als noch längst nicht alle Demonstranten da waren. Viele schlossen sich auch erst später dem Zug an, da sie „aufgehalten“ wurden, andere kamen gar nicht durch. Auch hier wird wieder in unnachahmlicher Weise dargestellt, was auch ständig auf anderen Ebenen transportiert werden soll: Nämlich das es sich um eine verschwindent kleine Minderheit von „Transformationsverlierern“ und Neurotikern handelt, die vom Rest der Welt gehasst oder mitleidig belächelt wird. Die Botschaft an die Demonstranten und Sympathisanten der Bewegung lautet: Leute vergesst es, ihr seit ein paar Wenige die den Schuss nicht gehört haben und wir, die Guten, Wahren und Schönen, werden immer die Mehrheit stellen. Stellt eure Aktivitäten ein, ihr habt verloren. Psychologische Kriegsführung in Reinkultur. Gerade in Leipzig stinkt es der roten Szene gewaltig, das die braunen Schlechtmenschen einen solchen Marsch auf die Beine gestellt haben, daher auch die „Schwanzvergleiche“ mit der grösseren Mobilisierung. Nebenbei: Ist schonmal jemanden aufgefallen, das die wirklich grossen Demos gegen Rechts schon lange vorbei sind? Ich kann mich noch gut an die Jahre 1992 und 1993 erinnern, als es Lichterketten gegen Fremdenfeindlichkeit in München (400.000), in Hamburg (250.000), in Essen (300.000) und in Nürnberg (100.000) gab. Das ist lange her. Heute werden mit Ach und Krach und der Aufbietung verschiedener B- und C- Promis noch 25.000 zusammengekarrt, teilweise mit fragwürdigen Hintergrund. Wie man der HAZ vom 8. Januar entnehmen konnte, hat Hannovers Oberbürgermeister Schostok seine circa 11.000 Mitarbeiter aufgerufen, an der Demonstration gegen Hagida teilzunehmen. In Lübeck wurden Schüler aufgefordert, gegen „Nazis“ zu demonstrieren da sie sonst einen Eintrag in Klassenbuch bekämen. Das sind nur zwei bekanntgewordene Beispiele, die Dunkelziffer ist mit Sicherheit höher. Wir alle kennen doch die Methoden der Erpressung und den gesellschaftlichen Konformitätsdruck. Alles im Namen der Toleranz und Menschlichkeit. Es ist die Stunde der Heuchler.

  19. derherold

    „Die Presseleute lügen nicht bewusst, …“

    Das können Sie knicken. Die Jungs wissen exakt, was sie tun.

    Gene Sharp
    http://www.aeinstein.org/wp-content/uploads/2013/10/FDTD_German.pdf

  20. Marcus Junge

    „All ihre Vorwürfe Richtung Pegida, ein Feindbild-Phantom aufzubauen, fallen in weitaus höherem Grade auf sie selbst zurück.“

    Nur bei denen, die schon aufgewacht sind und daher selber denken und das Internet für mehr nutzen, als Porno und Einkauf. Die tumbe Masse des Wahlviehs liest eben keinen Lichtmesz, sondern BLÖD / Speichel / SZ …, glotzt DDR1 & 2.

    Man sehe sich nur den Aufmarsch der Idioten in Dresden an, zum weltbesoffenen und offenen Konzert. Grölemeier, Shitty und Sarah Chlorhuhn (oder so ähnlich) waren da und haben die Idioten angelockt (und ich meine Idioten und nichts anderes, wer immer noch zu so einem offensichtlich politischem Popanz geht, nur weil diese Nullen da kostenfrei zu hören sind, der ist nichts anderes als ein Idiot, der sich wissentlich benutzen läßt). Sofort kamen die Endsiegmeldungen der Lügenmedien mit den zehntausenden Besuchern. Wieder wurde der Kampf vom System gewonnen, denn jeder der da war hat auch seine Rotlichtbestrahlungen abbekommen, sein Winkelement gezeigt und die Kampfparole in die Welt getragen.

    „M.L.: Dabei kommen wir noch milde davon, andernorts werden zu diesem Zweck ganze Landstriche plattgebombt…“

    Nur das man sich da dann wehren würde, im Gegensatz zu den glücklichen Sklaven, die schon besiegt sind, die verteidigen besonders verbissen ihre Herren und Meister.

    John Haase

    Mehr von den Lehrern, die Sie beschreiben:
    http://www.pi-news.net/2015/01/schulveranstaltung-anti-pegida-demo/

  21. gerd

    „„Die Presseleute lügen nicht bewusst, …“

    Das können Sie knicken. Die Jungs wissen exakt, was sie tun.

    Gene Sharp“

    Jein …

    Wenn ich mich recht entsinne im Beitrag „Mörder auf dem Königsthron“ wurde dargestellt wie Heinrich VIII. die von ihm selbst erfundenen gelogenen Anschuldigungen selbst glaubt weil diese Aussagen Ihm nützen

    … das ist die Psychologie unserer Psychopathen.

  22. Carsten

    „Oberbefehlshabers der Heeresgruppe West, Heinrich August Winkler“

    Hahaha, der ist gut!

    Ich hab‘ das Fotorätsel gelöst: Es sind Herr und Frau K. Richtig?
    Was habe ich gewonnen ;-?

    M.L.: Fast richtig… aber nur fast!

  23. Frederick van Portshoven

    Das, was da im Rahmen einer Schulveranstaltung geschehen ist und sich mit Sicherheit vielerorts wiederholt hat und wiederholen wird, ist hochgradig gegen die selbst aufgestellten Anforderungen an Unterricht, der zum Dasein als mündiger Staatsbürger befähigen soll, gerichtet. Zumindest in der politischen Bildung an weiterführenden Schulen in Deutschland gibt es seit 1977 ein Einvernehmen darüber, was im Rahmen des Faches Politik (oder artverwandter Fächer wie Wirtschaft-Politik, Sozialkunde und wie sie alle heißen in den verschiedenen Bundesländern) an Gütekriterien einzuhalten ist – der Beutelsbacher Konsens. Dessen erste zwei Gebote sehe ich im aktuellen Kontext verletzt:

    I. Überwältigungsverbot.

    Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines selbständigen Urteils“ zu hindern . Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.

    2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.

    Diese Forderung ist mit der vorgenannten aufs engste verknüpft, denn wenn unterschiedliche Standpunkte unter den Tisch fallen, Optionen unterschlagen werden, Alternativen unerörtert bleiben, ist der Weg zur Indoktrination beschritten. Zu fragen ist, ob der Lehrer nicht sogar eine Korrekturfunktion haben sollte, d. h. ob er nicht solche Standpunkte und Alternativen besonders herausarbeiten muss, die den Schülern (und anderen Teilnehmern politischer Bildungsveranstaltungen) von ihrer jeweiligen politischen und sozialen Herkunft her fremd sind.

    Bei der Konstatierung dieses zweiten Grundprinzips wird deutlich, warum der persönliche Standpunkt des Lehrers, seine wissenschaftstheoretische Herkunft und seine politische Meinung verhältnismäßig uninteressant werden. Um ein bereits genanntes Beispiel erneut aufzugreifen: Sein Demokratieverständnis stellt kein Problem dar, denn auch dem entgegenstehende andere Ansichten kommen ja zum Zuge. (Hans-Georg Wehling in: Siegfried Schiele/Herbert Schneider (Hrsg.): Das Konsensproblem in der politischen Bildung. Stuttgart 1977, S.179/180
    )

    Insbesondere der letzte Satz erscheint aus aktueller Perspektive schon ein wenig höhnisch.

  24. Rosenkranz

    Es ist sehr schwer für einen Journalisten unserer Zeit, nicht tendenziös zu berichten. Seit frühester Kindheit wird dieser sozialdemokratisch geprägt. Und was man früh eingeprägt bekommt, das sitzt tief. Man lernt dort zum Beispiel, daß „Fremdenfeindlichkeit“ etwas ganz schlimmes ist und auch der ein oder andere Sezessions-Leser wird dem sicher zustimmen.

    Nun kommt Lisson (Homo Absolutus) und wirft alles um:

    Wer sein Eigenes behaupten will, weil sich darin seine Freiheit auf Selbst-Sein gründet, muß es vor Fremden schützen. „Fremdenfeindlichkeit“ ist Ausdruck eines solchen Selbstschutzes. Sie ist die natürlichste Reaktion auf Zersetzung des Heimischen durch ein Übermaß an Fremdem im „eigenen Raum“. In jeder Kultur hat es „Fremdenfeindlichkeit gegeben, im demokratischen Athen vielleicht am meisten.

    Der Pegida-Demonstrant, der sich nun gegen die massenhafte Zuwanderung (Okkupation trifft es besser) ausspricht, weil er sich selbst bedroht sieht, wirkt auf den bereits stärker sozialdemokratisierten Journalisten wie ein Rassist. Beide verstehen einander nicht recht, aber leider besitzt der Journalist die Deutungshoheit. Der Demonstrant kann sich dann nur noch wehren, indem er das Geschreibsel des Journalisten nicht kauft, ihn ignoriert oder ihn als „Schmierfinken“ beleidigt.

  25. Unke

    Gestern, Frankfurt am Main. Großes Polizeiaufgebot an der Hauptwache.
    In den Nachrichten heisst es, 300 PEGIDA- Anhänger und 12.000 Demonstranten einer Gegenveranstaltung hätte demonstriert.
    Hier ist definitiv noch einiges zu tun…

  26. ingres

    Alles läuft darauf hinaus, den Teil auf der anderen Seite der Kulisse zu isolieren, aber das wird kaum gelingen.

    Ich weiß nicht, das dachte ich anfangs auch. Aber wenn ich mir so täglich anhöre, wie der WDR (Radio kann man statt TV noch so eben aushalten) seine Strategie anpaßt, bin ich mir da nicht mehr so sicher. Die neueste Masche besteht darin die Meldung, dass wieder Tausende für „Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit“ und gegen „Hass und Fremdenfeindlichkeit“ demonstriert, haben an die Spitze zu stellen, also gar nicht mehr darin, dass gegen PeGiDa demonstriert wurde, geschweige denn zu melden, dass PeGiDa demonstriert habe. PEGiDa taucht nur noch in dem Nebensatz auf, daß die Gegen“demonstrationen“ wesentlich mehr Teilnehmer hatten als PeGiDa. Natürlich auch dadurch begünstigt, dass sich die Demos diesmal aufgespalten haben und die vergleichsweise gewaltige Anzahl der Dresdner Demonstranten ignoriert werden konnte. Grundsätzlich wäre es also taktisch besser doch sämtliche Demos parallel abzuhalten. Das System ist jedenfalls gerissen genug, jede taktische Schwäche zu nutzen, was auch zeigt, dass die Verantwortlichen (zumindest die im Hintergrund) genau wissen was abläuft.

    Man muß abwarten, ob den Dresdnern nicht die Puste ausgeht, Westdeutschland sieht nach wie vor nicht überzeugend aus. Und irgendwann, wenn der Zulauf anhält wird man sich auch in Dresden was neues einfallen lassen müssen.

  27. Alexander

    Thomas Wawerka:

    Und irgendwann, fürchte ich, werden die Spaziergänger des Spazierengehens müde.

    Das mag geschehen, aber was bleibt sind tausende, die eine Sezession vollzogen haben. Sie sind der Grundstock für die nächsten Aktionen, die wiederum einen größeren Grundstock hinterlassen werden.

    Apropos Lügenpresse:
    Gerade im Radio die folgende altbekannte Lüge gehört, in Frankfurt sei es gestern im Laufe der Pegida- und Anti-Pegida-Demonstrationen zu „Gerangel“ zwischen den Lagern gekommen. Dabei war gestern sogar in der Frankfurter Rundschau(!) nur die Rede von Steine und Flschen werfenden „Gegendemonstranten“ …
    LÜGENPRESSE!

  28. Der Gutmensch

    Lieber André,

    weshalb meinen Sie, dass die Taz die falschen Fragen stellen würde? Weil sie andere politische Schlüsse daraus zieht?

    Ich stelle mal die wilde Vermutung in den Raum, dass auch die Menschen in Dresden eine Idee davon entwickelt haben werden, wie eine Leiche aussieht, wenn ihr die Stichverletzungen vor dem Tod, und wie sie wohl aussehen mag, wenn letztere nach dem Tod beigebracht wurden (z. B. weil man ungeschickt von bestimmten Umständen, wie dem Drogenkonsum des Toten und seiner Mitbewohner, ablenken möchte).

    Hat der mutmaßliche Mörder aber noch Blut fließen sehen – wie er das seinem politischen Gönner coram publico berichtete – verfügte er über einen gewissen Informationsvorsprung vor den Ermittlern. Womöglich war das Opfer noch am Leben, vielleicht befand sich der Täter darüber aber auch in einem tragischen Irrtum … Für einen Anfangsverdacht bezüglich eines Tötungsverbrechens reicht das.

    Und zweifellos gibt es eine Reihe von Dingen, die man den Medien vorhalten darf und muss. Aber dass sie nicht dieselbe politische Auffassung vertreten wie man selber, gehört m. E. wohl eher nicht dazu; werten sollte man vielleicht doch besser mit dem eigenen Kopf; egal, was man liest. Dem im Ernst geschätzten Herrn M.L. eine gedachte Kopfnuss, weil er das „mutmaßlich“ vor dem Täter „vergisst“; derlei Unzulänglichkeiten hat er nicht nötig.

    Gruß,

    der Gutmensch.

  29. Stephan

    Mal was Witziges für Zwischendurch, aus dem n-tv Link von Seite zwei:

    Fünf Fakten zur „Überfremdung“
    Islamisierung Deutschlands findet nicht statt

    […]

    Drittens: Etwa 65 Prozent der 109.580 Asylerstanträge wurden im Jahr 2013 von Personen muslimischen Glaubens gestellt, also von rund 71.000 Menschen.

    Das war’s. Das Argument scheint tatsächlich zu sein: eine Islamisierung gibt’s nicht, denn „nur“ zwei Drittel der Asylerstantragssteller sind Muslime.

  30. Spaziergängerin von Hambach

    Für die FAZ hat die Deutungshoheit über die Dresdner Freiheitsbewegung die Fachkraft ( linkedin) Stefan Locke:
    http://www.denkfabrik.cdu-sachsen.de/inhalte/1030369/stefan-locke/index.html

    Dieser hauptberufliche Meinungsbesitzer darf auch nach Lust und Laune die Kommentarfunktion ab- und ausschalten.

    Der think tank der Antifa im Nadelstreifen generiert seltsame Paradoxa:
    Zur Toleranzdemo gezwungen !
    Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen ! Haut ab !

    Wo wird das enden ???

  31. Tom Prox

    Das eigentliche Drama ist, dass die meist jüngeren Anti-Pegida -Gehirngewaschenen derart antideutsch verhetzt sind, dass sie nicht mal im entferntesten merken, dass sie gegen ihre eigene Zukunft demonstrieren und das Land, in dem sie gegenwärtig weitgehend sorgenlos leben können, auf Dauer durch unbegrenzte, unqualifizierte orientalisch-afrikanische Zuwanderung bis in den Grund ruiniert werden wird.

    Und die Islamisten jeglicher Couleur in unserem Lande freuen sich, dass sich die Deutschen gegenseitig aufreiben. Da kann man dann später leichter die Dominanz übernehmen.

    Was auch immer wieder fassungslos bestaunt werden kann , ist die grenzenlose Dummheit der radikalen Linken, nicht zu erkennen , dass der korangläubige Islam im Grunde niemals mit dem GG kompatibel sein wird, geschweige denn mit der atheistischen Ideologie der meisten Linksextremen, die der immer weiteren Ausbreitung des Islam
    bei uns im Lande keine Grenzen setzen wollen.
    ( s.a. „Der islamische Faschismus“ – eine Analyse – von Hamed Abdel -Samad )
    Und die deutsche Lügenpresse verharmlost all diese potenziell gefährlichen Zusammenhänge oder leugnet sie zusammen mit vielen Politikern. Frage : „Wo gibt es diese selbstmörderische Gehirnwaschzentrale zu besichtigen, die solches Verhalten produziert ? “ – Ich hätte sie gerne mal besichtigt.

  32. donna_alta

    Da gibt es sicher genug in der Mainstreampresse Beschäftigte, die gewiß aufrichtig glauben, was sie sagen, und nun empört und verwundert über die Aggression sind, die ihnen entgegenschlägt.

    Nicht nur die.

    Der Riß, von dem auch Herr Kubitschek so treffend in seiner Rede in Leipzig sprach, geht durch unser Land hindurch…bis in die Familien.

    Ich leide beinahe körperlich, wenn ich sehe, wie (junge) Menschen sich massenhaft für den „antifaschistischen Kampf“ gegen das demonstrierende Volk missbrauchen lassen und damit auch gegen ihre eigenen Interessen, gegen die eigene Zukunft in diesem Land „ankämpfen“. Ein Großteil der Gegen-Pegida-Demonstranten/Konzertbesucher/Aufgeregten/Empörten…gehören auch zum ganz normalen Volk!

    Ich erlebe das in meiner Familie hautnah: Mein Mann ist gegen Pegida. Meine Frage, ob er meint, dass die Pegida-Demonstranten wohl selber die Bahngleise lahmgelegt hätten, um nicht zur Demo zu kommen… beantwortet er mit Augenrollen. (Er GLAUBT nicht an die Existenz des linken Terrors in unserem Land. Er hasst das Wort Lügenpresse und liest schon morgens und fast ausschließlich auf ntv.)

    Ich weiß kaum noch, wie ich den Familienfrieden erhalten kann, auch meine Kinder teilen sich in ein Lager „pro/contra PEGIDA. Wir haben jetzt die Abmachung getroffen, nicht mehr über Politik zu sprechen. ich bezweifle, dass ich das schaffe. So sehr bewegt mich derzeit das politische Geschehen.

    Und ich frage mich, wie ist es möglich, dass diese Gehirnwäsche, die die politisch-mediale Klasse seit Jahrzehnten betreibt, so erfolgreich sein kann, dass sie sogar Familien zu zerstören droht?
    Sie haben sich schuldig gemacht und tun es noch jetzt, denn sie hetzen ganz bewußt die Menschen gegeneinander!

    Wie kommen wir da raus? Wie können wir miteinander reden und aufeinander zugehen? In unserem Land, in unseren Familien, mit Freunden und Kollegen?? Gibt es einen Weg?

  33. Ein gebürtiger Hesse

    „Das Spiel hat inzwischen die Dynamik eines Teufelskreises angenommen“ (2. Absatz) – Ja, das bringt es exakt auf den Punkt. Allerdings hat auch der Teufelskreis eine eigene Dynamik, welche zum einen die Polarisierung vorantreibt (den „Riß“ weitet, von dem Kubitschek in Leipzig sprach), zum anderen aber auch die „Unentschlossenen“ und „Variablen“ ergreift und sie, wenn mich nicht alles täuscht, eher in unsere Richtung führt. Zu penetrant ist die politische/mediale Direktive zur Konformität, das ständige Diffamieren und Weghaben-Wollen von PEGIDA, als daß das Lager jener, die im Kleine-Hartlage’schen Sinne „keine Linken mehr sind“, nicht immer größer werden wird. Gerade für diese Neuankommenden sollte es auf Seiten der Rechten eine „Willkommenskultur“ geben …

  34. Heidelberger Akif

    Zunächst einmal möchte ich mich für den Artikel bedanken, er war wie üblich sehr schön zu lesen. Der Stil – vorbildhaft. Die grundsätzliche Heuchelei, dass eine Bewegung im Namen der ¨richtigen Sache¨ mit offensichtlichen Lügen diffamiert wird, ist klar herausgearbeitet.

    Mir seien dennoch zwei Einwürfe gestattet:

    Erstens hat Herr Lichtmesz in seinem Furor (Teutonicus?) vielleicht übersehen dass das Interview mit H. A. Winkler im Tagesspiegel nur gekürzt vorhanden ist. Das Original ist offenkundig (!) umfangreicher.

    Ich denke Winkler ist in der Phase des ¨lebensweltlichen Turns¨. Nachdem die wissenschaftliche Karriere im Grunde abgeschlossen ist, geht man dazu über anstatt analytische nurmehr moralische Äußerungen von sich zu geben, um das erkämpfte Territorium (nach Einreißen der gegnerischen Stellungen) gegen Bedrohungen zu verteidigen (das ist bei einigen Leuten mit ähnlichen Ansichten zu beobachten, z.B. Judith Butler, Homi Bhaba, sogar Michel Foucault).

    Interessant bei Winkler ist der massive Kontrast zu seinem langjährigen Weggefährten Hans-Ulrich Wehler. Beide kommen aus der gleichen, spezifisch deutsch-nachkriegszeitlichen Historikerschule, beide waren immer strenge Vertreter einer Westbindung.
    Wehler wurde gegen Ende seines Lebens politisch immer unkorrekter, äußerte sich irgendwann offen „ausländerfeindlich“. Winkler, obwohl durchaus nicht blind für Integrationsprobleme, schlägt aber einen versöhnlichen Ton an.

    Zu Herrn Lichtmesz Bewertung der Person Winklers: Ich habe viel Winkler gelesen, und studiere gerade bei einem seiner Schüler.
    Er ist nicht ¨schlau genug¨ zu Wissen dass Pegida keine Nazis sind, er ist nur wie jeder Sonderwegs-Theoretiker der Meinung, dass der Faschismus (immer noch)spezifische Wurzeln in der deutschen Kultur habe. Ein ¨Anything goes¨-Ideologe ist er gar nicht, mit den 68ern hat er sich ziemlich angelegt. Winkler ist ein klassischer Vertreter der pro-amerikanischen Modernisierungstheorien, sozialphilosophisch steht er der kritischen Theorie nahe. Er glaubt, dass die multikulturelle, wertgewandelte westliche Gesellschaft das Ende der Geschichte sein sollte, daher versucht er den Unterbau zu liefern.
    Er denkt wirklich, dass Pegida sich ideologische Wurzeln mit dem Nationalsozialismus teilt, daher lügt er gar nicht. Man sollte seinen Gegner nicht so unterschätzen wie Herr Lichtmesz das gerne tut, mit seinen theoriae ad hominem.

    M.L.: Na, dann ich habe ich eben unterschätzt, wie überschätzt der Mann eigentlich ist…

  35. Zadok Allen

    @ Rumpelstilzchen

    Das bezeichnendste der von Ihnen verlinkten Bilder ist Nr. 8/8: vorne haßverzerrte Gesichter, brüllend, teils in Sturmputz, hinten hält einer ein Schild hoch: „Selig sind die Sanftmütigen – PEGIDA = Hass“.

    Dieses Bild taugt als desillusionierende Ikone.

    @ Viele

    Ich denke, man muß innerhalb des massenmedialen Apparats zwischen naiven Mitläufern und zynischen „Alpha-Journalisten“ unterscheiden. Es gibt beides. Ich bezweifle, daß wirklich Naive bis in die Steuerungsebenen durchgelassen werden. Ein Dieckmann weiß ziemlich genau, was vor sich geht, was die Herrschenden planen und was von ihm erwartet wird.

  36. Peter

    Sprecht die tiefen Ursachen an und verlangt eine Änderung. Wir bluten diese Länder regelrecht aus über die Schuldenfalle, wo sie drin stecken. Deshalb sofort „Streichung aller Schulden.“ „Beendigung der Bürgerkriege“, „Keine Waffen und Ausrüstung in die Krisengebiete.“ Aber auch „Deutschland sofort aus der NATO“. Volksabstimmungen über Euro usw.

  37. Herr Lindenstadt

    Ich bemerke bei vielen Unbeteiligten und Unentschlossenen eher die totale GIDA-Reizüberflutung. Es droht Abstumpfung und Gleichgültigkeit als Schutzreaktion. Das Thema ist etabliert. Man könnte über eine gesunde Pause nachdenken.

  38. Hartwig

    NICHT MIT LINKEN ÜBER POLITIK DISKUTIEREN! Das gilt fast immer, und besonders in der Familie.
    Ich kenne einige Linke, die in der DDR im Wortsinne Kopf und Kragen riskiert haben (was ich selbst nicht tat), denen ich Respekt zolle und die auch nette Menschen sind. Aber es ist mittlerweile sinnlos, mit ihnen zu sprechen. Ich rede NICHT über Politik mit ihnen und lasse sie auch spüren, warum.

  39. der letzte Deutsche

    @ „Ein gebürtiger Hesse“

    Ihr Vorschlag „Willkommenskultur“ sollte aufgegriffen werden !

    Man könnte so etwas wie Ausstiegsprogramme für die ANTIFA-SA
    und sonstige politisch Verirrte anbieten.

    Anleitungen hierzu könnte man sich ja bei den Regierungsprogra -
    men „Ausstiegsanreize für Rechtsextreme“ und für „ausstiegswilli-
    ge Islamisten“ einholen. Ich fürchte jedoch, daß das von mir vor-
    geschlagene Ausstiegsproramm nicht steuerfinanziert werden wird.

  40. Ralf

    Gab es eine Demo als Susanna H. von einem „Geduldeten“(laut Richter ein notorischer Lügner)ermordet wurde?
    Der Typ hat sogar aus dem Knast heraus die Familie bedroht!!!

  41. t.gygax

    Zu donna_alta: Ja , das ist wahr, der Riß geht durch Familien hindurch, zerstört auch alte Freundschaften, das ist wirklich traurig. Ich selbst habe beschlossen, im familiären und befreundeten Umfeld meine Meinung zu sagen, aber nur, wenn ich gefragt werde und nicht offensiv überzeugen wollend. Selbst in dieser eher defensiven Haltung zeigen sich Folgen einer „Gehirnwäsche“, man kann das nicht mehr anders nennen. Andrerseits lässt es sich einfach besser zusammenleben, wenn man gewisse Reizthemen meidet.
    Und irgendetwas an Restbeständen von vertrauter Umgebung und konfliktfreiem Leben braucht man einfach.
    Und ein kleiner Trost bleibt: junge Menschen haben auch ein Recht auf Irrtümer, ich sehe die Welt ja heute auch ganz anders als vor 35 Jahren, als ich für Menschen und Sachen kämpfte, die mir heute Kopfschütteln verursachen. Man war eben jung, idealistisch und wollte die Welt verändern…forever young, zum Glück gibt es das nur so, wie es der alte Meister einmal poetisch bschrieben hat ( Bob Dylan 1974) und nicht so wie diese Tattergreise namens Grönemeyer oder Niedecken, die sich nie, nie, nie weiterentwickelt haben……

    M.L.: The times, they are a-changin‘…!

  42. WachtamRheinbeiRhöndorf

    Republikanische- zumal im besten Sinne- Medien wie JF, PAZ, Schlesier sind, neben freiheitlich elaborierten wie handwerklich professionellen Essays wie diesem, sowie dem basisdemokratisch-staatsraisonalen Pflichtprogramm, als da wären AfDeutschland et al. wählen nebst Mitgliedschaft, öffentlicher Diskurs( im Rahmen der pers. Möglichkeiten und Leidensfähigkeit) und der Schaffung einer möglichst profunden theoretischen Grundlage; zwecks Erfassung des globalistisch-europäistischen Nexus‘ der aktuellen verfassungs-, ja staatswidrigen Empirik der letzten 3-4 Legislaturperioden
    (z.B. die Abhandlungen Schachtschneider, Hankels, Nöllings, Spethmanns, Starbattys, Bandulets, aber auch Hedins oder Noltes, z.B.), sind also die Mittel der Wahl, bevor in der Tat die „andere Abhilfe“ ins Kalkül gezogen werden müsste. Und: wer die große, gut 1000jährige deutsche Kultur-, Rechts- und Soziologiegenese der jüngeren Generation/seinen Kindern als ein einziges Verbrecheralbum präsentiert, wie es die Berliner Putschistenvereine im Verbund mit dem m.E. organkriminellen GEZ-Funk, latent und teils fremdgesteuert tun, der ist die reale tatsächliche de facto-Gefahr für Recht, Staat, Volkswirtschaft und ein Europa in Frieden und gerechten Wohlstand.

  43. ingres

    > Wie kommen wir da raus? Wie können wir miteinander reden und aufeinander zugehen? In unserem Land, in unseren Familien, mit Freunden und Kollegen?? Gibt es einen Weg?

    Eine Möglichkeit ist, dass sich das Thema (im wahrsten Sinne des Wortes ) totläuft. Dann werden wir halt die Konsequenzen des ungebremsten freien Falls erleben. Falls nicht, so ist gerade auch der „Riss“ eben ein Zeichen dafür, das wir in einer Zeit leben, in der halt Entscheidungen fallen werden. Und ausgerechnet der Riß zeigt eher, dass sich etwas tut und die Sache vermutlich nicht im Sande verlaufen wird. Und das wird nicht demokratisch verträglich ablaufen. Das wird nicht angenehm. Ich sage das für mich persönlich immer so: Meinen Eltern waren die ersten 20 Jahre zerstört (auch wenn die das bewußt in den ersten 14 Jahren als Kinder und Jugendliche nicht erlebt haben). Mich erwischt es halt die letzten 20 Jahre. Dass jemand ein (langes) Leben lang davon kommt ist eben unwahrscheinlich.

  44. Monika

    Als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen. Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen. Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder ? Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

    Mt 12,46-50

    Liebe Donna Alta,
    auch ich leide fast körperlich, wenn ich die Zerrissenheit in der Familie und im Freundeskreis sehe. Mich tröstet obige Bibelstelle “ Von den wahren Verwandten Jesu“.
    Diese Gnade, von der biologischen Familie innerlich frei zu sein, um zu lieben, hat die brutal ermordete schwangere Maria nicht erfahren dürfen.
    Ich empfehle allen “ Leidenden“ hier auch das großartige Buch „Unterwerfung“ von Houellebecq. Er ist ein Mitleidender.

    Großartig die Péguy Lesung in Rocamadour:

    Mütter, seht Eure Söhne, die sich gar oft verloren haben.
    Beurteilt seien sie nicht nach einer einz‘ gen Niedertracht.
    Empfangen mögt Ihr sie wie einen Sohn, den Ihr verlort.
    Umfangen sollt Ihr sie mit ausgestrecktem Arm.


    M.L.: Péguy kommt wieder, er spielt auch in meinem Buch eine größerer Rolle.

  45. Marcus Junge

    Stephan

    Um das „Argument“ mit den verfälschten (gefälschten) Statistiken der BRD zu vernichten, dafür reichen wenige Sätze.

    1. 2013 war die Asylatenwelle noch nicht so groß, wie 2014 oder 2015 werden wird.

    2. Fehlen die Illegalen.

    3. Fehlt die Einwanderung über den Kreißsaal (oder woher kommen Schulklasse / Kindergärten mit 100% Fachkräfteanteil?).

    4. Fehlen die „Familienzusammenführungen“.

    5. Fehlen die EU-Freizügigen.

    6. Fehlen die angeworbenen Fachkräfte „Blue Card“.

    7. Fehlen jene mit direkter Einwanderung, ohne Punkte 2 – 6.

    8. Gibt es doch wahrscheinlich noch andere Wege (Heirat zur Einschleichung fällt mir gerade ein), die mir jetzt nicht eingefallen sind.

    9. Fehlen die Konvertiten.

    10. Bezieht sich diese Aufzählung auf die Islamisierung, daher sind hier nur die Moslems gemeint.

    11. Nur wenn man alle diese Zahlen addieren würde, so man die Zahlen hätte, könnte man behaupten, es gibt keine Islamisierung.

    12. Da 11. nicht gemacht wird (werden kann), kann man nur nach dem erlebbaren Eindruck auf der Straße gehen; nach der Kriminalstatistik (so verfälscht sie auch ist); nach der bisher erfolgten islamischen Masseneinwanderung, gemäß den offiziellen (verfälschten) Statistiken und nach den vorauseilenden Kapitulationen des Systems vor dem Islam. Da ist das Ergebnis dann sehr eindeutig.

  46. ratloser

    @ donna_alta

    Meine Kinder werden in ihren Schulen regelmäßigen „antifaschistischen Aufklärungen“ durch externe „antifaschistische“ (vulgo: linksradikale) Aktivisten unterzogen, die von Bildungseinrichtung zu Bildungseinrichtung ziehen.

    Als ich öffentlich meiner Irritation hierüber Ausdruck verlieh, schlug mir größtenteils aggressives Unverständnis entgegen. Ich könne doch wohl nichts dagegen haben, dass die Kinder vor den Gefahren des Rechtsextremismus gewarnt werden. Der suggerierte Umkehrschluß lag in der Luft.

    Daraufhin machte ich mir mal die Mühe, mir einen Einblick über die Vernetzung und ideologische Grundierung der Antifa-Szene zu machen.

    Selbst hier in der ländlichen Region wuchern die verschiedenen Antifa-Gruppen wie Hefepilze.

    Die personelle Rekrutierung erfolgt vornehmlich über die LINKE sowie die Grünen, VERDI und in nicht geringem Maße der GEW.

    Kommt man mit den Leuten näher ins Gespräch stößt man auf sektiererische Parallelwelten, woran aber offensichtlich Schulbehörden, Bildungsministerien und Schuldirektoren keinen Anstoß nehmen.

    Es ist ja für eine „gute Sache“.

    Belämmerte Gesinnungspornographie.

  47. Martin FRANZ

    ….“etiam si omnes, ego non“…..habe ich als (deswegen Ex-) Polizeibeamter mal, gar gesetzlich gezwungen, ERNST genommen, nehmen MÜSSEN!!!….die FOLGE!!!…..kollektives übelstes Staats-MOBBING!!!….und selbst die Presse schaute trotz unzähliger eindringlicher Aufforderungen WEG!!!…nur ein MUTIGER….mit HILFE eines Servers in Russland offenbarte diese Zustände in dieser….

    http://www.freitag.de/autoren/martin-franz/diktatur-der-angst-und-einschuechterung

    http://justizalltag-justizskandale.info/?p=4092

  48. JensN.

    Zur Bilderstrecke:

    Schlimm genug, dass Afrikaner die Frechheit besitzen, in Deutschland gegen Deutschland zu demonstrieren. Überhaupt scheint ein beachtlicher Teil der „Gegendemonstranten“ aus Kulturbereicherern zu bestehen. Man kann dieses System mit seiner ekelhaften Gesellschaft nur jeden Tag mehr hassen.

  49. jack

    Wo wird das enden ???

    Im perfide inszenierten Bürgerkrieg !

    Auf der einen Seite stehen „Deutsche“, die skandieren „Nazis raus“. Auf der anderen Seite stehen „Deutsche“ die behaupten „Wir sind das Volk“.

    Paradox. Aber noch effizient. Nur, WER sind die Spalter ? WEM nutzt der Riss durch die Gesellschaft? WAS ist das Ziel der Spalter?

    Chaos? Wie in Libyen, Syrien, Ägypten, Ukraine, Georgien, Tschechenien, wo nach dem französischen Charlydesaster 1 Millionen Muslime gegen die Beleidigung ihrer Religion demonstrierten?

    Rassenunruhen, wie in USA und Südafrika, Schwarz gegen Weiss?

    Die allenthalben tobenden Bürgerkriege sollten wir hinterfragen.

  50. Juliane R.

    Es hat ja auch was Amüsantes:
    Man braucht nur noch „Pegida“ zu hüsteln, und das Gutmenschenwalroß sendet Lebenszeichen aus bis zur Hyperventilation.

    Bald ist die Munition verschossen. Wie will man sich steigern?
    Grönemeyer, BAP, Gentlemen etc. sind „Helden ohne Gage“ auch nur ein oder zweimal. Die „harten Revolutionäre“ vielleicht auch noch ein drittes Mal. Und dann?

    Werden demnächst prophylaktisch alle Städte verdunkelt am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag, am Freitag, am Samstag, am Sonntag – falls jemand mal „Pegida“ mit Straßenkreide irgendwohin malen könnte?

  51. Reichsvogt

    Großartiger Text. Bin begeistert und muß einzelne Wendungen eigentlich für den täglichen Gebrauch auswendig lernen. Hier schreit einer das raus, was man wirklich nicht mehr für sich behalten kann. Das hilft mir persönlich bei der geistigen Hygiene! Es ist erschreckend wie doch viele auf die offizielle Propaganda hereinfallen. An einem Sonntag, beim Frühstück im Hotel, hörte ich vom Nachbartisch einer blässlich-bieder wirkenden, stinknormalen Kleinfamilie:“Die PEGIDA Anhänger haben Angst vor dem Islam weil sie ihn nicht richtig kennen, es gibt ja schließlich kaum Muslime in Dresden, die haben Abstiegsängste“ uswusf., daß es mir fast das Mettbrötchen wieder aus dem verkaterten Leib getrieben hätte. Andererseits: Ein sonst eher politisch zurückhaltender Bekannter hält eine kleine Festrede, während der er plötzlich thematisch einen Schwenk macht und bei „Ich bin nicht Charlie“ landet. Es scheint doch feine Kapillaren des geistigen Widerstandes zu geben. Weitermachen!

  52. Karl Martell

    Es lohnt sich immer wieder, Oswald Spengler zu lesen.

    Damals entstand das »allgemeine« Verlangen nach Preß- und Versammlungsfreiheit als Mittel dafür, die Kernforderung des politischen Liberalismus, des Freiseinwollens von den ethischen Bindungen alter Kultur, ein Verlangen, das nichts weniger als allgemein war, sondern von den Schreiern und Schreibern so bezeichnet wurde, die davon leben und die privaten Zwecke dieser Freiheit erreichen wollten. Die alte Gesellschaft aber, vom esprit besessen, die »Gebildeten«, die Spießbürger des 19. Jahrhunderts, die Opfer dieser Freiheit also, erhoben sie zu einem Ideal, das jeder Kritik seiner Hintergründe entzogen blieb. Heute, wo wir nicht nur die Hoffnungen des 18., sondern auch die Folgen des 20. Jahrhunderts vor uns sehen, läßt sich endlich darüber reden. Freiheit wovon, wofür? Wer bezahlte die Presse und die Agitation? Wer verdiente daran? Diese Freiheiten haben sich überall als das herausgestellt, was sie sind: Mittel des Nihilismus zur Einebnung der Gesellschaft, Mittel der Unterwelt, um der Masse der großen Städte diejenige Meinung einzuimpfen – eine eigene hat sie nicht –, die für diesen Zweck die erfolgversprechendste ist. Deshalb werden diese Freiheiten – auch das allgemeine Wahlrecht gehört dazu – in dem Augenblick wieder bekämpft, beseitigt und in ihr Gegenteil verkehrt, wo sie ihren Zweck erfüllt und ihren Nutznießern die Gewalt in die Hände gegeben haben, im jakobinischen Frankreich von 1793, im bolschewistischen Rußland und in der Gewerkschaftsrepublik Deutschland seit 1918. Wann gab es hier mehr Zeitungsverbote, 1820 oder 1920? Freiheit war immer die Freiheit derjenigen, welche die Macht erobern, nicht beseitigen wollten.

    Dieser aktive Liberalismus schreitet folgerichtig vom Jakobinismus zum Bolschewismus fort. Das ist kein Gegensatz des Denkens und Wollens. Es ist die Früh- und die Spätform, Anfang und Ende einer einheitlichen Bewegung. Und zwar beginnt sie um 1770 mit sentimentalen »sozialpolitischen« Tendenzen: der Bau der Gesellschaft nach Stand und Rang soll zerstört werden; man will zur »Natur«, zur gleichförmigen Horde zurück. An Stelle des Standes soll das treten, was nicht von Stand ist, Geld und Geist, Kontor und Katheder, die Rechner und Schreiber, an Stelle des formvollen Lebens das Leben ohne Form, ohne Manieren, ohne Pflichten, ohne Distanz.

    Oswald Spengler

    Jahre der Entscheidung

    http://www.familienwehr.de/spengler.pdf

  53. Ludwig

    Überwiegend junge PEGIDA-Gegner haben am 26.Januar einen Schweigemarsch in Frankfurt/Main verhindert. Auf ihren Transparenten war u.a. zu lesen: „Ihr seid nicht das Volk. Allerhöchstens völkisch“, oder noch tiefsinniger „Ihr seid das Volk? Dann bin ich Volker.“

    Der Ruf „Wir sind das Volk“ entstand bekanntermaßen in der pseudovölkischen DDR. Nach der Wende wird das gesellschaftliche Leben aber nicht mehr (pseudo)völkisch, sondern bündisch organisiert. Es steht also bündisch gegen völkisch. Letzteres wird als rassistisch und nazistisch angesehen, Volk eigentlich nur noch im Wort Wahlvolk geduldet. Der Begriff Nation, der von Antideutschen in Nazion umgedeutet wird, schafft den Begriff Nazi. Aus dieser Sicht sind wir alle Nazis (auch ohne Bekenntnis zum Nationalsozialismus), weil eben nicht antideutsch. Das bekommt auch die Bundeskanzlerin gelegentlich mit Hitlerbärtchen und Hakenkreuzbinde zu verstehen, wenn sie einmal nicht so spurt, wie man es von ihr erwartet.

    Solange wir über die Komplexe Deutsch-Antideutsch, Nation-Nazion und Völkisch-Bündisch keine ausreichende Klarheit erlangen und diese vor allem jungen Menschen nicht vermitteln können, werden wir in der ganzen Debatte über eine Zustandsanalyse wohl nicht hinauskommen.

  54. Der Gutmensch

    Grundgütiger, @Monika, wenn DAS also der sanfte Trost sein soll, dass man die eigene Familie hinter den Glaubensgenossen zurückstehen lässt … das ist schon irgendwie Geschmackssache, finden Sie nicht?

    Vielleicht können wir das Ganze im Kleinen ungefähr so tief hängen, wie wir es im Großen hoch hängen müssen? Oder halten Sie es etwa mit der Weisheit: „Das Private ist politisch!“ Das wäre dann wohl ebenfalls – Geschmacks/Gesinnungssache. Ansonsten: Den Streit fangen schließlich die an, die den anderen am liebsten verbieten möchten, entsprechend ihrer Grundfreiheiten zu handeln und im übrigen mit dem eigenen Kopf zu denken. Unternähme das allerdings ein Familienmitglied (und wem wäre das, bei Lichte betrachtet, noch nicht passiert – Pegida hin oder her), würde ich wohl eher milde drüber lächeln und meine Omi zitieren: „Zu Doofen soll man freundlich sein.“

  55. Realist

    Die neueste Kuriosität aus dem Lügenkabinett:

    Im In diesem Artikel wird Frau Klöckner vorgeworfen, den Hitlergruß als von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt anzusehen. Als „Beweis“ wird folgendes Zitatfragment aus einem Interview mit dem Pfälzischen Merkur angeführt.

    Ich mag natürlich auch keinen, der sich mit einem Hitlergruß ablichten lässt und Anführer einer Pegida-Demonstration ist. Dennoch ist das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn einem die Inhalte nicht gefallen, grundlegend für unsere freie Gesellschaft.

    Gesagt hat sie im Interview mit dem Merkur

    Der Anschein darf dabei aber niemals entstehen, dass die Inhalte der Parolen der Grund sein könnten, warum die Demonstration verboten wurde. Jeder sollte sich hier Häme verkneifen. Denn wer sagt „Je suis Charlie“, der muss auf der anderen Seite auch Pegida ertragen können als Teil der Meinungsfreiheit. Ich mag natürlich auch keinen, der sich mit einem Hitler-Gruß ablichten lässt und Anführer einer Pegida-Demonstration ist. Dennoch ist das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn einem die Inhalte nicht gefallen, grundlegend für unsere freie Gesellschaft. Unabhängig davon hoffe ich aber sehr, wenn die Tage wieder länger und abends heller werden, dass so mancher erkennt, wem er da hinterher gelaufen ist.

    Worauf bezieht sich also die Thematisierung der Meinungsfreiheit wohl? Hitlergruß oder eben doch Pegida? Das ist ja noch plumper als damals im Fall Eva Hermann.

    Darüber hinaus verlinkt der Spiegel bezüglich des angeblichen Hitlergrußes zu folgendem Artikel In diesem geht es aber nur um das besagte Hitler-Foto und angeblich von Bachmann getätigte Facebook-Äußerungen. Nicht um einen Hitlergruß.

    Bedenkt man jetzt noch, das die Skandalisierung des offensichtlich als Persiflage gemeinten Fotos schon hanebüchen ist, befinden wir uns hier schon bei einer dreistufigen Diffamierung. Lügen, die sich auf Lügen beziehen, werden als Beweis für Lügen angeführt.

    Inzwischen, so muß ich feststellen, amüsiert mich das Trauerspiel mehr und mehr. Ist das deren Ernst?

    Leider weiß ich, daß das Ende nicht so komisch wird. Ich kenne das vom Sport. Es gibt immer wieder Spieler, die „schmutzig“ spielen, den Torwart zu hart angehen, den Körpercheck eine halbe Sekunde zu spät und unnötig hart ausführen, usw. Es endet immer damit, daß man irgendwann seine eigene Fairness in den Wind schießt. Dann wird die Bestrafung des Widersachers, und nicht der Gewinn des Spiels das primäre Ziel. Dann zielen die Schlagschüsse auf einmal nicht mehr in die freien Winkel des Tores, sondern auf die ungepanzerte Körpermitte des Schmutzfinken. Dann ertappt man sich dabei, daß man Freude empfindet, wenn sich ein Mensch unter Schmerzen am Boden windet, den man bei anderer Gelegenheit zu einem Bier eingeladen hätte.

    Insofern bin ich emotional ganz bei den Hooligans, die keine Begeisterung für die Idee entwickeln können, auch noch die andere Wange hinzuhalten. Tragisch ist nur, daß das Spiel dabei für alle verloren geht. Aber wie, um die Worte von Götz Kubitschek aufzugreifen, wie in aller Welt soll dieser Riß jemals zu kitten sein?

  56. Monika

    @ Gutmensch

    Grundgütiger!
    Ich sprach von innerer Freiheit. Einem distanzierten Blick.
    Ansonsten ist Blut dicker als Wasser. Da ist die eigene Sippe die Mischpoke. Die Glaubensgenossen sind in diesem Fall keine Mischpoke .
    Ok. Dann häng‘ ich’s tiefer.
    Zu Doofen freundlich sein. Das ist hohe Lebenskunst. Nicht einfach.

  57. herbstlicht

    Blick zu unseren Halbbrüder im Norden.

    Das SOM-Institut der Universität Göteborg hat die Metastudie veröffentlicht FÖRTROENDE FÖR OLIKA GRUPPER – Vertrauen zu verschiedenen Berufsgruppen — welche auf in Westschweden durchgeführte Untersuchungen beruht. Die mit 51 paginierte Seite faßt das Ergebnis zusammen.

    22 Prozent der Befragten haben großes oder ziemlich großes Vertrauen zu Journalisten; dagegen haben 27 Prozent geringes oder ziemlich geringes Vertrauen. Nur 17 Prozent der Befragten haben keine Meinung zu der Vertrauenswürdigkeit von Journalisten.

    Hinsichtlich Vertrauen werden Journalisten nur untertroffen von den Politikern der Region Westschweden, Versicherungsvertretern, Pastoren von Freikirchen und Arbeitsvermittlern. Das höchstes Vertrauen besteht zu Ärzten und Krankenpflege. Allgemein ist das Vertrauen zum Mitmenschen in Schweden höher als bei uns — und seit Jahren im Sinken.

    Frage an Moderator: sind solche Hinweise auf skandinavische Quellen bei SiN von Interesse? Ist die Verlinkung (rechtlich) problematisch, weil die Sprachen nicht jeder Moderator fließend lesen kann?

  58. Karl Martell

    @ Der Gutmensch

    „…dass man die eigene Familie hinter den Glaubensgenossen zurückstehen lässt … das ist schon irgendwie Geschmackssache, finden Sie nicht?“

    Nix Geschmackssache. Ideologie. Das ist auch eine Forderung der Kommunisten.
    Nicht umsonst sagt so mancher: Jesus war der erste Kommunist.

    Nun sind alle kommunistischen Systeme des Abendlandes tatsächlich aus christlich-theologischem Denken erwachsen. Morus‘ Utopia, der Sonnenstaat des Dominikaners Campanella, die Lehren der Lutherschüler Karlstadt und Thomas Münzer und der Staatssozialismus Fichtes. Was Fourier, Saint Simon, Owen, Marx und hundert andere an Zukunftsidealen zusammenträumten und -schrieben, geht sehr wider Wissen und Willen auf priesterlich-moralische Entrüstung und auf scholastische Begriffe zurück, die im national-ökonomischen Denken und in der öffentlichen Meinung über Gesellschaftsfragen in aller Heimlichkeit ihr Wesen trieben. Wieviel vom Naturrecht und Staatsbegriff des Thomas von Aquino steckt noch in Adam Smith und also – mit umgekehrtem Vorzeichen – im kommunistischen Manifest! Die christliche Theologie ist die Großmutter des Bolschewismus.
    (Oswald Spengler)

  59. Rumpelstilzchen

    Herr Steinmeier muß sich keine Sorgen um das Ansehen Deutschlands wegen Pegida machen. Einige Franzosen finden diese Bewegung als Hoffnung auch für ihr Land:

    Anders als in den Vorstädten außerhalb des Stadtautobahnringes um Paris stand das 19. Arrondissement lange Zeit für das friedliche Zusammenleben der Religionen und Ethnien. An der Porte de la Villette etwa reihen sich Geschäfte mit koscheren Lebensmitteln und „Halal“-Metzgereien aneinander. Die Terroranschläge aber haben die Bewohner aufgewühlt. Die 68 Jahre alte Veronique zum Beispiel, die ihren echten Namen „aus Sicherheitsgründen“ nicht in der Zeitung sehen will, wettert in einem Internetblog gegen die „Islamisierung“ ihres Viertels.

    Sie ist eine freundliche Dame, die im fünften Stock mit ihrem Hund in einer kleinen Wohnung an jenem berüchtigten Park „Buttes-Chaumont“ lebt. Gerne würde sie bei einer Art französischer Pegida-Bewegung mitmachen. Vor den Anschlägen habe sie täglich 600 Klicks verzeichnet, seither seien es fünfmal so viel. „Früher war ich links, heute bin ich weiterhin Feministin, doch nicht mehr links. Ich gehöre aber auch nicht zum Front National“, sagt sie. Ihre Kinder verorten sie dennoch am rechten Rand. „Die sind Bobos“, winkt sie ab – urbane Linkswähler, die niemals Muslime kritisieren wollten.

    Auch in Frankreich haben Eltern diese Probleme mit den ‚ Bobos‘.

    Zur Islamisierung in Paris:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/dschihad-rekrutierung-auch-im-herzen-von-paris-13387295.html

  60. Unke

    Updates zur Nachrichtenlage in der FAZ:
    Heute morgen waren es nur noch 100 PEGIDiAner und 15.000 Gegendemonstranten.
    Heute mittag waren es 70 PEGIDA-Demonstranten und 17.000 Gegendemonstranten. Dabei wird es wohl auch bleiben; 7 ist schließlich eine magische Ziffer, nicht?
    Was besonders auffällt: bis auf 1 sind alle Beiträge der FAZ zum Thema von der dpa übernommen(!). Sind die zu doof und zu faul sich in der Hellerhofstraße aus ihren verfurzten Sesseln zu erheben…? Journalistendarsteller.

  61. Waldgänger

    Der Haupteindruck bei der gegenwärtigen Auseinandersetzung zwischen dem politisch-medialen Komplex und der außerparlamentarischen national-konservativen Opposition ist der, dass von den Funktionseliten die Grundregel geistiger Kultur außer Kraft gesetztt wird:
    nämlich das Argumentieren auf der Basis wahrheitsorientierter Aussagen.
    Die Lüge ist zum Prinzip geworden.

    In dieser Situation stellt sich die Frage, ob man …
    a. … entweder den geistig-kommunikativen Verkehr mit der Lügenseite völlig einstellt …

    b. … oder ob man sich darauf konzentriert, die Lügner als Lügner zu entlarven.

    Was sich aber verbietet (wegen Zeitverschwendung und Sinnlosigkeit), das ist die direkte Kommunikation mit Vertretern der Lügenseite.

    Nebenbei:
    War in früheren Zeiten zur Herrschaftssicherung nackte Gewalt möglich oder gar normal, so ersetzt heute die Lüge der politischen Propaganda jene plumperen Mittel von früher.

    Wenn die Lüge als Mittel nun nicht mehr verfängt, so muss sie entweder intensiviert werden (das sehen wir heute) – oder die Eliten werden wieder zu plumperen Mitteln greifen.
    Von daher ist das Entlarven der Lüge auch nicht ganz ungefährlich.

  62. Zadok Allen

    @ ratloser

    Kommt man mit den Leuten näher ins Gespräch stößt man auf sektiererische Parallelwelten, woran aber offensichtlich Schulbehörden, Bildungsministerien und Schuldirektoren keinen Anstoß nehmen.

    Ich bin gerade heute unfreiwillig in eine Diskussionsrunde von Vertretern der herrschenden Ideologie (vulgo: „Linken“) geraten. Da eröffneten sich wahrhaft sektiererische Parallelwelten.

    Folgende Beobachtung möchte ich festhalten: Die strukturelle Unfähigkeit, die eigenen Interpretamente auf sich selbst, die eigenen Positionen und Wertungen anzuwenden, ist conditio sine qua non für den Eintritt in die herrschende Ideologie. Dort herrscht strukturelle Irreflexivität!

    Ihre Vertreter führen viele kluge und sinnvolle Theoreme im Munde, aber sie sollen immer nur für „die Anderen“ gelten, nie für sie selbst und ihresgleichen. Tiefere Logik des ganzen ist also die nackte Freund-Feind-Unterscheidung.

    (Schlagendes Beispiel: „Die Anderen“ leben und denken in „Konstrukten“, wenn sie von Völkern und Nationen sprechen; „wir“ dagegen leben und denken in der „Wahrheit“, wenn wir uns das Wohl der „Menschheit“ auf die Fahnen schreiben.)

    Was übrigens angesichts der hysterischen Ablehnung Carl Schmitts seitens jener Kreise nicht verwundert, deutet doch diese auf die ungeheure Faszination und Attraktionskraft seines Denkens gerade für sie. Es gibt keine radikaleren, dogmatischeren (Vulgär-)Schmittianer als die Vertreter der herrschenden Ideologie.

    Erschreckend war dann die Zuspitzung der „Debatte“, zu der ich durchgängig schwieg. Man stritt darüber, was denn mit den PEGIDA-Demonstranten, jenen bösen „RassistInnen“, geschehen solle. Einer meinte schließlich: Man könne doch „diese Leute“ nicht alle in ein Gebäude sperren und dieses dann abbrennen – aber was sonst? Die Fragezeichen waren groß, die Pause lang.

    Und so wird in „akademischem“ Milieu diskutiert, im Beisein eines Lehrstuhlinhabers.

  63. Stephan

    Herr Junge, danke für die Auflistung.

    Gerne wird ja auch auf ein negatives Einwanderungssaldo (z. B. bei den Türken) hingewiesen, ohne die Einbürgerungen zu berücksichtigen.

    Es ist eben reiner Kopfzeilenjournalismus.

    Bei n-tv steht die Überschrift „Islamisierung Deutschlands findet nicht statt“ und der Artikel selbst ist irrelevant. Das geht, darauf wollte ich hinaus, sogar so weit, dass man im Artikel „Fakten“ anführt, die nicht im Geringsten die Überschrift stützen – wie eben dieser „Fakt Drei“, dass ja „nur“ zwei Drittel der Asylbewerber Muslime sind.

  64. Informatiker

    Da es bestimmt viele interessieren dürfte, wie die Teilnehmerzahlen der PEGIDA-Demos am Montag den 26.01.15 gelaufen sind, hier eine aus einer linksradikalen Netzseite übernommene Auflistung; dabei ist zu beachten, dass die Zahlen natürlich im Sinne der Antifa „bereinigt“ wurden; bei einigen Demos haben sehr viel mehr PEGIDA-Leute demonstriert als angegeben. Einige Zahlen sind daher bereinigt worden.
    Außerdem wurden einige Demos nicht mit aufgelistet, zB. in Berlin gab es neben der Bärgida auch eine Anwohnerdemo gegen Asylantenheime mit 450 Teilnehmern usw:

    Berlin: 550 Bärgidas / 1.000 Gegendemonstrant_innen (rbb)
    Brandenburg / Havel: 170 Menschen bei BRaMM, 500 Gegendemonstrant_innen (rbb)
    Braunschweig: 320 Bragidas / 2.500 Gegendemonstrant_innen (NDR)
    Düsseldorf: 180 Dügidas, 600 Gegendemonstrant_innen (Welt)
    Duisburg: 400 Pegidas, davon ein Drittel Hooligans (DerWesten), 950 Gegendemonstrant_innen (DerWesten)
    Frankfurt am Main: 100 Pegidas, 4.500 Gegendemonstrant_innen (Echo)
    Gießen: 25 Teilnehmer_innen bei islamfeindlicher Demo, 600 Gegendemonstrant_innen (FAZ).
    Hannover: 240 Hagidas, 2.700 Gegendemonstrant_innen, 29 Personen verletzt (24 Polizisten, 5 Demonstranten) (Spiegel)
    Kassel: 150 Kagidas, 300 Gegendemonstrant_innen (FR)
    Magdeburg: 1000 Magidas, 2.000 Gegendemonstrant_innen (mdr)
    München: 850 Bagidas, 2.300 Gegendemonstrant_innen (BR, ERB)
    Schwerin: 900 MVGidas, 500 Gegendemonstrant_innen (NDR)
    Suhl: 1.100 Sügidas, davon 350 bekannte Rechtsextreme, 600 Gegendemonstrant_innen (mdr)
    Villingen: 80 bei SbH-Gida, 600 Gegendemonstrant_innen (SchB)
    Würzburg: 150 Wügidas, 900 Gegenedemonstrant_innen (BR)

    Trotzdem interessante Zahlen, die zeigen das der Widerstand gegen Überfremdung trotz unvorstellbarem Terros der etablierten Klasse und ihrer antifaschistischen Rollkommandos sich nicht klein kriegen läßt!

    Man kann sich – wenn man es noch nicht erlebt hat – gar nicht vorstellen welch einen Heldenmut es gerade in Westdeutschland erfordert sich solch einer pro-deutschen Demonstration anzuschließen; falls man es überhaupt schafft zum Veranstaltungsort vorzudringen.

  65. Meyer

    Pegida u.a. stehen für deutsche NATÜRLICHE, EXISTENZIELLE Interessen, ob nun bewußt oder unbewußt: Nämlich den Frieden im EIGENEN Lande zu erhalten.

    Die pax americana mag man ja noch während des Kalten Krieges für mit unseren Interessen irgendwie vereinbar gehalten haben, die derzeit auseinanderlaufenden Interessen der BRD, der EU und den USA in allen vitalen Bereichen, dürften im Establishment Ängste heraufbeschwören. Ängste, die darin begründet sind, daß es in der deutschen Geschichte nur wenige Persönlichkeiten gab, die in der Lage waren, Deutschland in der Mittellage zwischen den Ost- und West-Imperien, sowie in der eigenen Mittelstellung zwischen Groß- und Ohnmacht zu halten. Der Nachfolger Bismarcks, von Caprivi sprach davon, nicht in der Lage zu sein, mit fünf Bällen gleichzeitig zu spielen.
    Das konnten nur wenige.

    Es ist offenkundig, daß das Personal der BRD dazu nicht ansatzweise in der Lage ist. Ihnen fehlt die Tiefe des Denkens in der Machtpolitik. Sie werden an die entscheidenden Stellen hochgespült, wenn sie mediengestützt sich parteiintern hochdienen oder volkstribunartige Eigenschaften besitzen.
    Im strategisch-politischen Denken sind sien nicht geschult. Dazu gibt es in Deutschland, selbst lange vor der BRD, keine Denkschulen, geschweige denn Institutionen, ja noch nicht einmal Denk-Traditionen, auf die das BRD-Personal aufbauen könnte.

    Beim Nichtvorhandensein solcher Denkschulen handelt es sich um eine solche Schwäche, die selbst durch eine etwaige Vollentfaltung des deutschen Machtpotentials, sei es militärisch, sei es wirtschaftlich, nicht kompensiert werden kann. Dazu muß man sich die beiden letzten Kriege anschauen.
    Ein Politiker lernt (bestenfalls) im Laufe seiner Karriere, daß die Entscheidungsfreiheit der BRD denselben Status hat, wie die des Königreichs der Niederlande vor dem 2. WK. Dieses war ZWISCHEN den europäischen Großmächten gelegen. Deren geringes Maß an praktischer Entscheidungsfreiheit konnten sie nur dadurch erhalten, daß die eine Seite es niemals erlauben kann, daß das Machtpotential an die andere Seite fällt.
    Selbst vor dem ersten Weltkrieg war es nicht anders: Deutschlands Souveränität konnte nur existieren, wenn Deutschland FAKTISCH neutral ist und ein eigenes Gewicht in Wirtschaft und Militär mitbringt. Seine Macht gegenüber der einen Seite bestand darin, nicht mit der anderen Seite ein Offensivbündnis einzugehen.

    Pegida und läßt diese NATÜRLICHE Lage Deutschlands bewußt werden (nicht nur an der Frage der Masseneinwanderung). Und genau das spricht Winkler in seiner Sprache an. Voller ANGST!

    Niemand (und selbst ich nicht) traut Deutschland in seinem jetzigen Zustand zu, sich in dieser Lage zu behaupten. Zu tief ist der amerikanische Einfluß (siehe nur FAZ, Zeit, Welt, Spiegel u.a., die entweder primitiv pro-amerikanische sind oder „aufgeklärt“-westlich) und zeitgleich zu gering der Einflusses des östlichen Imperiums. (Das, nebenbei bemerkt und global betrachtet, in der identischen Lage wie Deutschland ist: zwischen den Imperien China und den USA eingekeilt, weder Weltmacht noch machtlos. Selbst Rußland ist entgegen seinen wirklichen Interessen derzeit an China gekettet, von dessen Verhalten es im Wohl und Wehe abhängig ist.)

    Eine Politik, die wirklich deutschen Interessen diente, müßte also erst an außenpolitischer Souveränität gewinnen und dazu die innen-, sicherheits- und wirtschaftspolitischen Weichen stellen. Diese kann man aber nicht stellen, weil der amerikanische Einfluß so grpß ist, daß dies im Ansatz verhindert wird, wo erkannt. Wenn man diesen Kreis genau betrachtet, dann ist außenpolitische Souveränität Voraussetzung um innepolitisch die Weichen dazu zu stellen! Also beißt sich Katze in den Schwanz. Diesen Kreis der Ohnmacht zu durchbrechen, traut sich im gesamten Westen niemand zu. Denn alle Staaten im „Westen“ sind davon betroffen. Der Kreis der Verliererstaaten des 2. WK ist so groß wie die Anzahl der „westlichen Staaten“. Am hoffnungslosesten haben die Staaten den Weltkrieg verloren, die glauben, sie hätten ihn gewonnen. (Und das sind zu allererst die Amerikaner selbst, gefolgt von den Briten.)

    Wenn man also bedenkt, daß die Souveränität Deutschlands Voraussetzung ist, um innepolitische Verbesserungen herzustellen, so bleibt nur das Abwarten Deutschlands bzw. der BRD übrig, daß der US-Hegemon massiv geschwächt wird. Pegida kommt also außenpolitisch betrachtet zu Unzeit. Denn derzeit zumindest sind die USA in einer hochaggressiven Phase. Es fragt sich nur, ob es sich bei der Aggressionen nicht eigentlich um die Verteidung des Erreichten handelt, also der Substanz nach bereits längst defensiv ist.

    Ist Pegida nicht möglicherweise bereits eine Folge des Einflusses aus dem Osten? Ist nicht möglicherweise Pegida eine (unbewußte) Reaktion auf den Schwund amerikanischer Anziehungskraft? Erste Anzeichen eines imperialen Niedergangs?

    Oder handelt es sich nicht lediglich um ein Aufrechterhalten deutscher Machtlosigkeit durch ein von außen gesteuertes „divide et impera“:
    – Linke gegen Rechte,
    – BRDlinge gegen Deutsche,
    – Ausländer gegen Inländer?

  66. der aus dem Sumpf

    @donna_alta

    Was bei Ihnen daheim konkret möglich ist, kann ein Außenstehender nicht raten.
    Generell gilt sicher: Es handelt sich um eine Ideologie, ein sektiererisches Weltbild, ein Lebensentwurf, an dem kein Eckchen verändert werden kann bei Gefahr des geistig-existenziellen Zusammenbruchs. Es ist wie eine Sucht.

    Bei den Kindern würde ich sagen: Stellen Sie erstens pubertären Trotz in Rechnung – erst recht, wenn man Uneinigkeit der Eltern feststellt. Meine Erfahrung zweitens: Schwanken Sie nicht. Wer das tut, ist bei Kindern jede Autorität los, egal, für was er steht. Versuchen Sie den Kindern ansonsten klar zu machen, daß es hier vor allem um DEREN Zukunft geht.

    Bohren Sie ruhig weiter mit den Leipziger Brandanschlägen – die übrigens auch für Linke lebensgefährliche Folgen hätten haben können. Versuchen Sie, Ihrem Mann klarzumachen, daß die Linken die allerersten sein werden, die der Islam zum Teufel jagt. Erinnern Sie die Taksimplatz-Proteste in der Türkei. Und geben Sie ihm vielleicht etwas aus seinem eigenen geistigen Stall zum Nachdenken – ein Interview eines Algeriers in der TAZ, in dem wörtlich alles bescheinigt wird, was die Gutmenschen brutal leugnen wollen, sehr erstaunlich für die TAZ und dort auch auffällig schwach kommentiert: http://www.taz.de/Autor-Boualem-Sansal-ueber-Terror/!153412/

    Auch ich habe geistig vermauerte Freunde, die sich sogar weigern, bloß mal die Forderungsliste von Pegida zu lesen. Aber sie kennen die Frontlinie zu mir und akzeptieren sie mittlerweile, wenn auch mit gelegentlichen Randbemerkungen. Das sollten Sie auch erreichen können.
    Noch ein krasser Ausblick. Ich habe eine Freundin in Schweden, der ähnliches passierte wie aktuell in B: Sie war schwanger und wurde dann gezielt von einer Kulturbereicherin in den Bauch getreten, so daß sie ihr Kind verlor und lange im Krankenhaus landete. Jetzt ist sie immer noch grün. Aber Sprüche, daß SIE nur einen richtigen Schwarzen heiraten würde und keinen öden Deutschen, höre ich schon lange nicht mehr. Und als wir über Pegida diskutierten, war sie erstaunlich friedlich – und sagte mir auf Nachfrage: Die Einwanderungsproblematik habe sie aus ihrer grünen Überzeugung inzwischen ausgenommen und sehe sie kritischer.
    Mögen Ihre Verwandten nicht ähnlich brutal lernen müssen!
    Aber: Man muß die Hoffnung nicht aufgeben.
    Selbstkritisch, aber standhaft bleiben!

  67. Der Gutmensch

    „Zu Doofen freundlich sein. Das ist hohe Lebenskunst.“

    Das ist das Berlin! Denken Sie bloß an den Meschuggenen, der was von Mischpoke meinte … wir sind freundlich, sonst wär er bestimmt nicht hier!

    G.,
    G.

  68. Ordo

    Sehr gut, Herr Lichtmesz. Sie helfen mir wirklich, meine guten Vorsätze fürs neue Jahr einzuhalten. Stichwort „körperliche Ertüchtigung“. Wenn ich den gesammelten Schwachsinn der Lügenpresse, den sie hier mal wieder vortrefflich kommentiert haben, lese, bekomme ich immer solche Aggressionen, dass ich am liebsten mit der Tastatur auf meinen Monitor einprügeln möchte. Weil das jedoch ein sehr teures Vergnügen wäre, begnüge ich mich damit, im Keller meinen Boxsack zu malträtieren und beim Bankdrücken oder einem kleinen Waldlauf die aufgestaute Wut wieder abzubauen. Absolut konstruktiv und sozialverträglich. Vielen Dank dafür. Und jetzt muss ich wieder los – in den Keller.

  69. Rainer

    Der Begriff der Lügenpresse trifft auch auf solche Magazine wie den Cicero zu, bei dem die Lüge in ästhetisierter Form bereits auf dem Titelblatt erscheint. Unter dem Titel „Das Boot ist voll“sieht man eine elegante Yacht mit Swimming Pool und vielen freien Plätzen, ringsherum im Meer dunkelhäutige Menschen, die die Arme heben und offenbar am Ertrinken sind. Das Bild soll wohl suggerieren, dass entgegen der Titelaussage das Boot eben doch nicht voll ist, sondern noch alle Menschen, die im Meer schwimmen, aufnehmen könnte.

    http://shop.cicero.de/cicero-dezember-2014.html

    Im Heft selbst folgen die üblichen sentimentalen, herzerweichenden Flüchtlingsgeschichten von Flüchtlingen, die es nach Deutschland geschafft haben. Diese habe ich nur überflogen, jedoch nicht durchgelesen, weil das Heft im Wartezimmer einer Praxis lag. Kein Wort jedoch darin über die negativen Folgen der Masseneinwanderung, kein Wort über die Islamisierung, kein Wort über Tatsache, das Deutschland eines der dichtestbesiedelsten Länder der Welt ist und schlicht gar keinen Platz für weitere millionenfache Zuwanderung hätte.

    Hier kommen die Lügen in perfekt arrangierter, ästhetischer Form vor, offenbar genau auf die Zielgruppe eines linksliberalen Bürgertums zugeschnitten, das sich seine Lebenslügen und Heile-Welt-Vorstellungen mit solchen Hochglanzmagazinen konservieren möchte.

  70. Thomas Wawerka

    Thomas Wawerka:

    Und irgendwann, fürchte ich, werden die Spaziergänger des Spazierengehens müde.

    Das mag geschehen, aber was bleibt sind tausende, die eine Sezession vollzogen haben. Sie sind der Grundstock für die nächsten Aktionen, die wiederum einen größeren Grundstock hinterlassen werden.

    Alexander: Gesetzt den Fall, diese APO scheitert: Woher soll dann der „Grundstock“ kommen? Der geistige Kerker wird doch noch eiserner sein als vorher. Dann würde nur noch der Rückzug ins Private helfen, ein neues Biedermeier (im positiven Sinn) und eine neue Art der Erziehung unserer Kinder – einer Erziehung in konsequenter Askese … aber das wird, um mal ein Diktum Kubitscheks aufzugreifen, „außerhalb dieser Mauern keiner verstehen“. Es hieße ja, den Liberalismus wirklich zu verabschieden, auch als Lebensstil, und auch für sich selbst nicht immer mehr zu wollen, sondern das RICHTIGE zu wollen.

  71. Thomas Wawerka

    Wie kommen wir da raus? Wie können wir miteinander reden und aufeinander zugehen? In unserem Land, in unseren Familien, mit Freunden und Kollegen?? Gibt es einen Weg?

    Donna alta: Um einen totalentwerteten Begriff zu bemühen: mit Toleranz. Toleranz ist ja kein Wert an sich (er ist als solcher nur übrig geblieben und damit sinnentleert), sondern eine Verhältnisbestimmung zwischen unterschiedlichen Wertvorstellungen.
    Toleranz hieß einst, zu akzeptieren, dass neben dem „wahren Glauben“ noch ein anderer geduldet wurde (in einer Zeit, als die Frage des wahren Glaubens noch wichtig war). Es hieß, die Anhänger des anderen Glaubens nicht durch Gewalt zu beseitigen. Nach dem 30jährigen Krieg war klar, dass diese „mittelalterliche Möglichkeit“ nicht mehr bestand. Statt einen Kreuzzug gegen die Katharer/Protestanten zu führen wurden Institutionen geschaffen, die Toleranz walten ließen: eius regio cuius religio.
    Freilich musste eine übergeordnete Macht diese Institutionen schaffen. Die haben wir bisher nicht, wir haben nur die üblichen bekannten Ausgrenzungsmechanismen. Dennoch, warum die Toleranz nicht im Kleinen praktizieren? Warum sich nicht darauf verständigen, dass jeder sein Recht auf seine Meinung hat? Das wäre doch schon ein großer Schritt! Sie müssen doch Ihre Familie, Verwandten, Bekannten nicht missionieren. Teilen Sie Ihnen Ihre Meinung mit, fordern Sie, dass sie toleriert werde, und versichern Sie, dass Sie gegenteilige Meinungen ebenso tolerieren. Die Toleranz ist eine wirklich praktikable Basis, wenn sich alle daran halten und fair spielen.
    Im besten Fall werden Sie erfahren, wie manches, das Sie denken, Fragen aufwirft. Wie eine Diffusion stattfindet. Viel eher als durch harte Fronten.
    Begeben Sie sich auf Augenhöhe, aber fordern Sie auch Augenhöhe ein. Urteilen Sie über die Argumente und Positionen Ihrer Nächsten, aber geben Sie zu erkennen, dass Sie das aus Ihrer Sicht tun und nicht anders können. Und verurteilen Sie ihre Nächsten nicht, sondern – und jetzt bemühe ich einen weiteren abgedroschenen Begriff – bemühen Sie sich, sie zu lieben.
    Es ist schwer. Aber Toleranz IST schwer, nicht das regenbogenschillernde Seifenblasengeblubber, das die Linken daraus gemacht haben. Und auch Liebe ist schwer. Liebe ist immer leicht, wenn man selbst geliebt wird, aber schwer im Angesicht des Gegners. Aber gerade dann erweist sich ihre Kraft.
    Nennen Sie Heuchelei beim Namen. Entwerten Sie dumme Argumente. Lassen Sie sich nicht verbiegen oder kleinkriegen. Aber entwerten Sie nicht Ihren Nächsten. Denken Sie daran: Er meint es möglicherweise so ernst wie Sie.
    Sie haben viel gewonnen, wenn Sie sich darauf einigen, dass jeder sein Recht und seinen Platz hat. Ich weiß, das klingt nach Appeasement – aber ich würde das nicht sagen, wenn ich nicht überzeugt davon wäre, auf welcher Seite mehr Substanz ist. Und ich hoffe … ich weiß es nicht, aber ich hoffe es inständig, dass sich die Substanz am Ende gegen das Nihil durchsetzen wird.

  72. Thomas Wawerka

    @Kubitschek: Mal eine „Sezession“ zum Thema „Lebensstil“/“Askese“?

  73. Heinrich Brück

    Wenn man das eigene Volk so behandelt, wie glaubwürdig ist dann
    die Auschwitzbetroffenheit?
    Zur Souveränität Deutschlands ein peinliches Interview und ein
    spezieller Wunsch: http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/541105/zentralrat-der-juden-holocaust-gedenken-hat-sich-gewandelt#gallery&0&0&541105
    Das Wort Lügenpresse ist viel zu harmlos, es klingt nach
    Propagandapresse. Verlogenheit, Unmoral, Schlechtigkeit, alles nicht
    strafbar.
    In diesem System sind Mörder am Werk. Nicht nur doofe Idioten. Und
    die Muslime wissen es.

  74. Hans Meier

    Pflichtlektüre, zunächst zum Verständnis der herrschenden Propaganda-Techniken:

    1. Le Bon: „Psychologie der Massen“
    2. Bernays: „Propaganda“
    3. https://www.youtube.com/watch?v=9sW-Mf76gbM#t=2640
    4. http://www.aeinstein.org/wp-content/uploads/2013/10/FDTD_German.pdf

    Und: Lippmann, „Die öffentliche Meinung“.

  75. Stil-Blüte

    Thomas Wawerka,

    Die Toleranz ist eine wirklich praktikable Basis, wenn sich alle daran halten und fair spielen

    Beileibe nicht. Abgesehen davon, daß es niemals diesen Idealzustand ‚wenn sich alle daran halten und fair spielen‘, was ja zugleich eine absolute Einschränkung ist, geben wird, sollte tolerieren ‚er-dulden‘ eines Zustandes nur ein Durchgangsstadium sein, temporär. Denn – warum sollte man ein ganzes Leben lang etwas er-dulden, was man verabscheut? Nehmen wir solche Vorgänge wie Ausbeutung, Knechtschaft, Tyrannei, Mord und Todschlag, Krieg, Erniedrigung, Zersetzung, Bombardierung, Beleidigung

    – warum sollte man das tolerieren?

    Nein, nein und abermals nein! Das ist eine Falle.

    Immerwährende Toleranz ist Schwäche, vorübergehende Toleranz drängt zur Entscheidung. Erfordert Klarheit.

  76. Luise Werner

    „Der Ruf „Wir sind das Volk“ entstand bekanntermaßen in der pseudovölkischen DDR.“

    @ Ludwig

    Ich glaube es ist wichtig, mal klarzustellen, dass die Betonung beim Spruch „Wir sind das Volk“ in der Wendephase der DDR ausschließlich auf dem WIR lag, auch wenn das manchmal in älteren Aufnahmen akustisch gar nicht so klingt.
    WIR sind das Volk“ gerichtet an die SED-Nomenklatur, die sich anmaßte stets im Namen des ganzen (gleichgeschalteten) Volkes zu sprechen und zu handeln, bedeutete vor allem „IHR seid nicht das Volk, schon gar nicht das ganze Volk, IHR sprecht nicht und handelt nicht im Interesse des Volkes. Es bedeutete, WIR, die mundtot gemachte Opposition sind auch das Volk, wir gehören mit dazu, wir müssen auch gehört werden.
    Die Betonung lag NICHT auf dem Wort Volk.
    Und später, als es hieß „Wir sind ein Volk“, lag die Betonung auf EIN.

  77. Rumpelstilzchen

    @ Hans Meier

    Sehr hilfreich sind auch die Bücher des Medienwissenschaftlers Norbert Bolz.

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz

    Z. B.Medien als Religionsersatz:

    l„Medien bieten Ersatzformen von Allwissenheit und Allgegenwärtigkeit an. An die Stelle religiöser Kommunikation tritt heute Kommunikation als Religion. Totale Verkabelung, die Verstrickung im elektronischen Netz, wird der unbefangene Blick aber als profane Variante der religio – und das heißt ja eben: Rückbindung erkennen. In der Vernetzung zum integralen Medienverbund ist uns eine stabile Umbesetzung der Transzendenz gelungen. Das Göttliche ist heute das Netzwerk. Und Religion funktioniert als Endlosschleife“.

  78. Thomas Wawerka

    Das Leben ist kein Ponyhof, Stil-Blüte, und die Duldsamkeit gehört zu den Tugenden eines erwachsenen Menschen. Es gibt Dinge, die mir nicht passen, Leute, die mir nicht passen, ganze Menschengruppen, die mir nicht passen, aber SIE SIND NUN MAL DA! Ich habe drei Möglichkeiten: 1. ich ziehe irgendwohin, wo mir alles passt; b) ich versuche die, die mir nicht passen zu vertreiben oder zu vernichten oder c) ich erdulde den Zustand, dass sie da sind und dass ich da bin und arrangiere mich damit. Es ist wohl deutlich, dass die Duldsamkeit keine Schwäche ist, sondern im Gegenteil Stärke verlangt, weil ich mich damit in den Konflikt begebe.
    Toleranz im ursprünglichen Sinn des Wortes ist das Gegenteil davon, „Mord und Totschlag“ zu erdulden: Voraussetzung ist ja gerade der Gewaltverzicht.
    Außerdem habe ich auf Donna altas Frage geantwortet, welchen Weg es im kleinen Kreis der Familie, Verwandten und Bekannten gibt, und da sehe ich durchaus die Möglichkeit, dass um des familiären Friedens willen alle fair spielen.

  79. Der Gutmensch

    Lieber Karl Martell,

    als wackeres Karlchen hatten Sie aber brav Prioritäten gesetzt und sich für den Kampf gegen den ärgeren Feind entschlossen; und darauf kommt es an, denke ich. Mehr ist wohl nicht drin; wir sind keine Götter.

    Im übrigen gilt natürlich: Prioritäten müssen zu Zeiten neu gesetzt werden (auch der Liberalismus hat seine Zeit und seine Aufgabe).

    Deswegen bin ich ein so großer Freund der Religionsfreiheit: Ich muss überhaupt niemandem etwas glauben; in erster Linie nicht, dass die Gestalt, die mir gegenübersitzt, selber glaubt, was sie gerade sagt!

    Und weil Sie die Ideologien angesprochen haben: Die Meinungsfreiheit ist nicht halb so gut geschützt wie die Religionsfreiheit. Aber in ihrem Kern bedeutet auch sie: Ich muss gar nichts meinen, und ich muss erst recht nicht meinen, dass sich die Gestalt auf dem Bildschirm selber irgendeine eigene Meinung gestattet!

    Das tröstet mich zuweilen, wenns mit der Prioritätensetzung gerade schwer fällt.

    G.,
    G.

  80. KeinerHier

    Es stellt sich wie immer die Frage:
    „Wer oder was hat was davon“

    Mir wird es immer deutlicher ….
    Das Ziel ist einen kontinenten übergreifenden Bürgerkrieg vom Zaune zu brechen.
    (FEMA …/ EZB…)

    „Wer oder was hat was davon“?

    Die die ihr Spiel sonst nicht mehr spielen können!!!

    Im Krieg sind wir mit uns selber beschäftigt und die Systemlinge (die die überleben)
    bekommen einem Systemposten.

    So einfach kann es manchmal sein ….

  81. Karl Martell

    @ Zadok Allen

    „Einer meinte schließlich: Man könne doch „diese Leute“ nicht alle in ein Gebäude sperren und dieses dann abbrennen – aber was sonst? Die Fragezeichen waren groß, die Pause lang.“

    Man ist sich einig in der Verweigerung der Realität. Nach diesem Muster wird nun seit einem halben Jahrhundert Politik betrieben, was die Illusion nährt, auf dieser Kulturstufe wäre ein Rückfall in die Barbarei unmöglich, denn was bewiese es besser als die generationenwährende Stabilität dieses Systems?

    Aber die Geschichte wird uns zeigen, das die Barbarei bereits Stellung bezogen hat.

    Die Realität läßt sich eben nicht ewig verstecken, die Mißstände und Widersprüche werden immer größer, für immer mehr Bürger sichtbar.

    Der Wille zur Macht, zum Machterhalt, endet zuletzt immer in der Ausübung von Gewalt, wenn die anderen Waffen stumpf werden.

    Die FEMA-Lager der USA werfen ihre Schatten bereits nach Europa.

    Auch dieser Abschnitt der Geschichte wird in Gulags enden.

  82. Hartwig

    @ Meyer

    Danke für Ihre ernüchternden Worte.
    PEGIDA wird am Ende des Tages nichts Substantielles ausrichten können. Ihr Effekt rührt ohnehin nur aus ihrer bloßen Existenz heraus, welche für manchen Bürger eine Art Erweckungserlebnis sein mag (nicht zu unterschätzen!). Ihr Effekt wird ferner ein Aufleben rechter Protestformen sein: Kleinere lokale Straßendemos aus konkretem Anlass heraus. Der Kubitscheksche Riss wird sich sichtbarer durch die Niederungen etablierter Strukturen wie Kirche oder Parteien ziehen, was Spannungen aufbauen wird.
    Sie sagen, PEGIDA kommt zur Unzeit? Ich meine, es ist ein Vorlauf.

  83. Ludwig

    @ Luise Werner

    Danke für die wichtige Klarstellung. Ich persönlich glaube, auch heute liegt die Betonung auf dem „Wir“. Wo sonst?

    Die weitere Argumentation erscheint auf den ersten Blick unklar: Zum einen schließt die Opposition die Nomenklatura vom Volk aus („Ihr seid nicht das Volk…“), zum anderen fordert die gleiche sich ausgeschlossen fühlende Opposition ausgerechnet von der SED das Zugehörigkeitsrecht zum Volk („…. wir gehören mit dazu…“). Sie beschreiben sehr realistisch die widersprüchliche Situation von damals, die in dem Satz von Conrad Weiß (?) „Wir wollten alles , nur nicht die Macht“ gipfelte.

  84. Meyer

    Anmerkung zu grundgesetzliche Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit.

    Bis zur Holocaust-Entscheidung des BVerfG war die Freiheit der Meinungsäußerung incl. der dieser zugrundeliegenden Tatsachenbehauptung umfänglich geschützt.
    Nach dieser Entscheidung sollte, gerade dem gut gebildeten Laien, klar werden, daß das BVerfG in seiner juristischen Not (die Meinungsfreiheit bezüglich des Holocaustes ist nämlich in keinster Ẃeise – durch irgendeine Auslegung des Grundgesetzes einschränkbar) die Büchse der Pandora geöffnet hat, welche das Potential besitzt, den Grundrechtsschutz der politischen Rechten in Zukunft weitestgehend auszuhebeln.

    Durch die Einführung einer Grundrechtsschranke in Totalanalogie zur Gesamtheit aller juristischer Normen des Grundgesetzes. (Man kann auch darüber diskutieren ob es sich um eine teleologische Reduktion der Schrankenschranke handelt). Diesem neuen Dogma gefogt, das sich auf jedes Grundrecht, ja auf JEDES subjektive öffentliche Recht ausweiten läßt, man diese Rechtsdogmatik sogar rechtswissenschaftlich darauf ausweiten müsste! Das relativiert in Zukunft jedes Grundrecht für Rechte bis auf null herunter.

    Dieses Urteil war eine Katastrophe für die tatsächliche Freiheitlichkeit in der Bundesrepublik. Das BVerfG hat eine Atombombe in Umlauf gebracht.
    Vom Kommentarbereich der Sezession bis zur Pegida: In Wahrheit hat alleine das (drohende) BVerfG dies aufrechterhalten. Nun haben sie selbst das Mittel allerhöchstrichterlich eingeführt, auf das sich im Laufe der Zeit alle Gerichte berufen können. Heutige Senate mögen davon noch kein Gebrauch machen. (Im OVG NRW scharrt man unter Garantie schon mit den Hufen. Dort haben sie das nämlich in Wahrheit anlässlich des Versammlungsrechts erfunden und das BVerfG hat es – bis dahin – natürlich verworfen). Zukünftige Senate, wahrscheinlich auch einfache Gerichte werden diese Allzweckwaffe nutzen. Sicher. Es ist bloß eine Frage der Zeit.

  85. Waldgänger

    @ Meyer (vom 27.1.)

    Vielen Dank für Ihre wirklich sehr lesenswerten Gedanken zur Außenpolitik, zur deutschen Stellung in Europa und zu PEGIDA. Stimme Ihrer Kernaussage zu, dass ohne außenpolitische Stärkung auch keine erwünschten inneren Reformen möglich sind. Und ja, die Neutralität ist heute eine zu erwägende Perspektive und Option.

    Zu ergänzen vielleicht, dass jener Moment, der uns in Deutschland wieder Handlungsfreiheit bringen könnte – nämlich ein einschneidender Niedergang oder gar Kollaps der USA – gleichzeitig auch ein sehr heikler, ja gefährlicher Moment wäre.
    Eine Macht, die in Bedrängnis und Niedergang begriffen ist, neigt zur Aggression – Sie haben das ja auch betont („hochaggressive Phase“).
    Diese Aggression richtet sich im Grunde gegen jeden, der die eigenen Kreise stört. Vordergründig gegen Russland und China, im Grunde aber auch gegen Westeuropa (EU-Europa), das gegenwärtig auf den Status eines halbkolonialen Ergänzungsgebiets herabgedrückt wird, um den USA Ressourcen zu erschließen, über die sie allein nicht mehr verfügen.
    Dass sich Merkel dem nicht mal ansatzweise verweigert, ist klar.

    Im Falle eines (möglichen) Krieges der NATO gegen Russland würde Europa als Frontgebiet und Vorfeld zum Nutzen einer eskalierenden US-Politik benutzt. Sehr unschöne Vorstellung.

    Ob PEGIDA zur Unzeit kommt? Ich würde mal sagen, der Zeitpunkt hätte ein besserer sein können – etwa 1998 zur Verabschiedung des neuen Staatsbürgerschaftsrechts.
    Dennoch ist das Auftreten dieser konservativen APO natürlich positiv.

    Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass PEGIDA unsere Funktionseliten lediglich hier und da zu gewissen Zugeständnissen bewegen dürfte, aber keinen grundsätzlichen Richtungs- oder gar Regierungswechsel bewirken dürfte.

    Immerhin – und das ist auch was – gibt uns PEGIDA wieder etwas von unserer Würde zurück.

    Die Gefahr ist allerdings, dass die Eliten das Auftreten von PEGIDA dazu instrumentalisieren wollen, mit „härteren Bandagen“ kämpfen zu können: Aufhebung von Grundrechten (z.B. Demonstrationsrecht), noch stärkere Finanzierung der „Antifa“ als Schlägertruppe fürs Grobe oder gar eine Verhängung des Notstandes nebst Aktivierung von Notstandsgesetzen.

    Die Folge wäre nicht nur ein noch tieferer Riss durch unser Volk, sondern auch ein weiterer Schritt in die offen autoritäre postdemokratische Herrschaft.
    Im Sinne von: Wenn unsere Lügenpresse nicht reicht, dann muss Härteres her … !

    Zwar ist es auch möglich, dass sich innerhalb des gleichgeschalteten Blocks der Eliten nun Risse zeigen – etwa wenn Sachsens MP Tillich sagt, dass der „Islam nicht zu Sachsen gehört“ – doch sollte man es nicht für unmöglich halten, dass die Gegenseite aus dem Unmut der PEGIDA-Bewegung sogar gestärkt hervorgeht.
    Letztlich lässt sich das aber nicht vorhersagen.

    Und doch: Es geht auch um unsere Würde und darum, dass man sich später nicht schämen muss, wenn die Enkel fragen… !

  86. Olaf

    Sarah Dippel vom Hessischen Rotfunk, nennt die Linkskriminellen nicht mal „Aktivisten“ sondern „Aktionäre“. Die bezahlten Gegendemonstranten kriegen in Frankfurt wohl kein Geld wie in Dresden, sondern Aktien für ihre Randale.

  87. Ulla Lang

    „Sunnite ziehen die Fäden“ – ein lesenswerter Beitrag in der PAZ.
    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/sunniten-ziehen-die-faeden.html

    „(…) Im Kampf gegen Pegida steht das Management des Dresdner Halbleiterherstellers Globalfoundries mit an vorderster Stelle. … Zunächst gehörten die Reinst­raum-Produktionsstätten am nördlichen Rand von Dresden, in denen sogenannte Silizium-Wafer, also Grundplatten für elektronische Bauelemente, hergestellt werden, dem US-Konzern Advanced Micro Devices (AMD). Der fusionierte dann 2008 mit der Advanced Technology Investment Company (ATIC), wodurch die Globalfoundries Inc. entstand, die nunmehr die Auftragsfertigung für Mikrochipfirmen in aller Welt übernahm. Anschließend kam es zu einem deutlichen Ausbau der Anlage in der Elbestadt, so dass hier das größte Halbleiterwerk Europas entstand. In ihm sind heute 3700 Menschen beschäftigt. Allerdings zog sich AMD im März 2012 als Miteigentümer zurück, wodurch Globalfoundries nun zu 100 Prozent der ATIC gehört. Und dies ist der springende Punkt, denn die ATIC gehört über die Mubadala Development Company (MDC) der Regierung des Emirates Abu Dhabi, das seinerseits zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gehört. Die Bedeutung der MDC als Staatsfonds wird schon daraus ersichtlich, dass an ihrer Spitze kein Geringerer als die derzeitige Nummer Eins in der Thronfolge von Abu Dhabi, Prinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan, steht. Damit befindet sich Globalfoundries ganz offenkundig in einem Abhängigkeitsverhältnis zum sunnitischen Führungsclan des Emirates, das dann naheliegenderweise bestimmte Verhaltensweisen bedingt, wenn es um den Islam beziehungsweise um Kritik an diesem geht. „

  88. Stil-Blüte

    @ Thomas Wawerka

    …die Duldsamkeit gehört zu den Tugenden des erwachsenen Menschen.

    Selbstverständlich, aber nicht als Oberhoheit über das gesamte Leben, über ein gesamtes Volk. (Nicht umsonst gibt es die sog. Duldung von Asylsuchenden, d. h vorübergehend.)

    Erdulder zu sein ist ebenso wenig lebens- und anstrebenswert wie ein Geduldeter zu bleiben. Daher nach einer gewissen Zeit Anerkennung, Respekt oder Ablehnung, Abschiebung – das ist kein Recht, sondern Pflicht eines gesunden Menschenverstandes.

    Der Begriff Toleranz ist bis zur Sinnentleertheit strapaziert worden. Am besten, sich selber überprüfen: Wie lange ist man selber geduldig, wenn eigene Belange gestört, entfremdet, ja zerstört werden?

  89. Findling

    Wenn ich in den Pressespiegel sehe, muss ich mich fremdschämen für den politisch-medialen Komplex und das Schweigen der Besseren.
    Das Destillat aus der Saftpresse der letzten Tage: Nie war Hitler so wertvoll wie heute!
    Da gilt die Gleichung: P = n * H
    P = Pegida
    n = die deutsche Schicksalskonstante
    H = Hitler im TV
    Je mehr Pegida, desto mehr Hitler im Fernsehen!

    Ein ungarischer Sozialist sagte einmal zu seinen Parteifreunden (einer hat es dann ausgepetzt):
    Morgens, mittags und abends lügen wir unsere Wähler an.

    Ist die BRD besser?

  90. Waldgänger

    Gebet eines Linken:
    Unser´n täglich Nazi-Schauder gib uns heute!“

    Immerhin mindert Inflation auch hier den Wert.

  91. Grüße aus München nach Dresden

    @ Lichtmesz

    Jeder, der schon einmal an einer „rechten“ Demo teilgenommen hat oder ihr Zeuge war, weiß, daß dies ein typisches Muster ist. Die nicht-linke Seite wird systematisch dämonisiert, während die andere Seite verharmlost oder gar völlig ausgeblendet wird – und genau diese Seite ist es in der Regel, die eine Spur der Verwüstung hinterläßt.

    Sie haben ja so Recht, Herr Lichtmesz!

    Als Beispiel die Münchner Bagida-Demo, die vom Münchner Oberbürgermeister als „Nazi-Demo“ medienwirksam dämonisiert wird. Hasserfüllte Fratzengesichter oft junger – augenscheinlich staatsgefütterter – Deutscher (Schüler und Studenten) grölen sich heißer („Na-zi-Schweine!“) unter roten Gewerkschaftsfahnen und rütteln aggressiv an den polizeilichen Absperrgittern. Ich hab’s erlebt.

    Polizist erleidet Schädelhirntrauma.

    Hier der offizielle Münchner Polizeibericht über die Bagida-Demo und die Gegendemo vom 19.01.2015 (kann im Internet nachgelesen werden):

    „Die Personen hatten zuvor versucht, abwandernde Veranstaltungsbesucher bzw. die sie begleitenden Polizeibeamte, aus einer Gruppe heraus anzugreifen. Weitere Personen aus der Gruppe, die zum Teil vermummt waren, warfen dann mehrere Gegenstände aus einer Höhe von ca. 4-5 Meter auf die Einsatzkräfte. Nach ersten Ermittlungen wurden die Beamten mit zwei großen Holzpaletten, einer Warnbake mit Ständer, einem Holzbrett und einer Mülltonne beworfen. Ein Beamter wurde von der leeren Mülltonne am Helm getroffen. Der am Helm getroffene Beamte musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo ein leichtes Schädelhirntrauma festgestellt wurde.“

    Frage: Waren die Aggressoren, die den Polizisten auf so heimtückische Weise verletzten, Linke oder Rechte?

    Natürlich, es müssen Linke gewesen sein! Denn sonst – wären es etwa Rechte gewesen – hätten sich die blutig empörten Schlagzeilen auf den Titelseiten der Münchner Zeitungen tagelang hysterisch überschlagen. So aber herrschte Schweigen im Blätterwald.

  92. Mister X

    PEGIDA, die „Edelfedern“, der Sugardaddy und Aïscha

    Nachdem die Deutungshoheiten der Lügenpresse von Existenzsorgen geplagt werden ( siehe Klonovsky) , müssen sich die Qualitätsmedien neue Einnahmequellen sichern.
    Verdächtig ist , daß die FAZ im vergangenen Jahr unter “ Gesellschaft“ zweimal über sog. Sugardaddys und Sugarbabys berichtete.
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/sugardaddy-im-gespraech-ueber-sugarbaby-und-erfahrungen-13255907.html

    Verknüpft waren diese kulturellen Beiträge mit Onlineportalen entsprechender Kontaktbörsen ( „Finde einen Sugardaddy“).
    Nachdem ein Kommentar darauf hinwies, dass in der FAZ damit wohl Werbung für Wohlstandsprostitution gemacht würde, wurde der Kommentarbereich geschlossen.

    Sugardaddy Richard Lugner hat dank saudischer Hilfe die Wiener Moschee gebaut.
    In Houellebecqs Roman UNTERWERFUNG konvertiert der Hochschullehrer Robert Rediger zum Islam und unterhält eine fünfzehnjährige Aïscha als Zweitfrau.

    Wann konvertieren die ersten Journalisten ? Um ihre Islamfreundlichen Beiträge durch saudische Investments abzusichern ? Oder umgekehrt.

    Oder die ersten Parteivorsitzenden, die von einer „Erlösung für Dresden “ schwärmen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-in-der-krise-gabriel-erloesung-fuer-dresden-13395808.html

    Schwer verwundet griff ich gestern zum Buch KANN NUR EIN GOTT UNS RETTEN ? Und versank im letzten Kapitel. Mir wurde ganz wohl.

  93. Karl Martell

    Lieber ermordeter Asylbewerber Khaled B.,
    es tut uns sehr leid, dass deine Beerdigung (wir Linken duzen uns vor und nach dem Tod) nicht so spektakulär verlaufen ist, wie wir erhofft, ja erfleht hatten, aber nachdem sich herausgestellt hat, dass du von einem anderen Asylbewerber erstochen worden bist, mussten wir weiter gegen diejenigen kämpfen, die Schuld tragen an der miserablen Unterbringung von Flüchtlingen – kein Mensch ist illegal! –, welche letztlich zu Taten wie deiner Ermordung zwangsläufig führen muss. Allerdings reden wir in Deutschland nicht über die Opfer von Migrantengewalt, weil erstens die Täter nicht die eigentlichen Täter sind, sondern die sozialen Ursachen sie zu Tätern machen, und wir zweitens verhindern müssen, dass Neonazis und andere Katholiken und Spießer die Tat instrumentalisieren, um vor angeblich kriminellen Zuwanderern zu warnen und Menschen, die aus Verzweiflung mit Drogen handeln oder gegen Rassisten zurückschlagen, leichter abschieben zu können. In Deutschland ist es entscheidend, wer von wem umgebracht wurde, auch rückwirkend, und da hast du jetzt einfach ganz schlechte Karten, nicht so schlechte wie ein Deutscher, der ermordet wird, denn immerhin haben wir eine Demonstration mit mehren tausend Teilenehmern für dich organisiert, wo sogar dein Mörder mitlief, und die Dresdner Bürgermeisterin kam vorbei, damit sie, falls ein Deutscher als Täter ermittelt worden wäre, stolz hätte sagen können: Ich war da! Damals dachten wir noch, wir könnten mit deinem Tod etwas gegen diese Pegida-Nazis anfangen, die dich ja im Grunde auf dem Gewissen haben, wie es der Stern recherchiert hat und auch die weithin berühmte Menschenrechtsorganisation Human Rights Concern Eritrea, die an den Bundesjustizminister schrieb, „angesichts der ständigen Drohungen gegen Asylbewerber in der Gegend“ gebe es „nur wenig Zweifel daran“, dass du Opfer von Extremisten geworden bist. Ach, warum bloß nicht!! Dann wärest du nicht umsonst gestorben!

    Offen gesagt interessieren uns nämlich Ausländer, die von Ausländern umgebracht werden, noch weniger als Deutsche, die von Ausländern umgebracht werden, wobei wir an dieser Stelle betonen müssen, dass die Einteilung von Menschen in Deutsche und Ausländer rassistisch und diskriminierend ist, aber wir mussten an dieser Trennung festhalten, falls der Täter ein Deutscher gewesen wäre. Also versteh‘ das bitte nicht falsch, die deutschen Opfer kümmern uns noch weniger, aber wenn ein Deutscher von einem Ausländer umgebracht wird, dann interessieren wir uns schon dafür, indem wir nämlich umgehend den Kampf gegen rechts verschärfen, damit Neonazis, Pegida, AfD und CSU solche Einzelfälle nicht für ihre miesen rassistischen und diskriminierenden Zwecke ausnutzen können.

    Lieber Khaled B., wärest du von einem Deutschen ermordet worden, wofür wir, wie gesagt, gefleht haben, der Volker Beck von den Grünen hat sogar Strafanzeige gegen die Polizei gestellt, weil er – nun, lassen wir das; also dann gäbe es heute schon eine Khaled B.-Stiftung, und Gauck wäre mit dem halben Kabinett und dem gesamten Dresdner Landtag zum Begräbnis gekommen, und die Kanzlerin hätte gesagt, dein Tod sei „eine Schande für Deutschland“, ganz so wie alle diese Pegida-Hetzer und -Mordanstifter, die man dann ruck-zuck wie Anfang Oktober 1989 in Mannschaftswagen… – äh, nun, jedenfalls hättest du ein Staatsbegräbnis bekommen, mit Trauermusik, Beethoven oder so was, und ein bisschen afrikanischer Folklore, und du wärest in den Symbolkanon dieses Landes aufgenommen worden. Und wenn du meinst, die Pegida-Leute hätten deinen Mörder gar nicht erst einwandern lassen – die hätten auch dich nicht einwandern lassen. Diese Schweine!

    Michael Klonovsky

  94. Daniel

    @ t.gygax
    „und nicht wie diese Tattergreise namens Grönemeyer oder Niedecken, die sich nie, nie, nie weiterentwickelt haben…“

    Genau so sieht’s aus! Als alter BAP-Fan kann ich einfach nicht nachvollziehen, wie man einerseits wortreich die Zerstörung organisch gewachsener Stadtteile und Straßen in Köln und anderswo und deren unwiederbringlichen Verlust beklagen, und gleichzeitig mit einem Ingrimm für die Dinge auf die Straße gehen kann, die für diese Zerstörung maßgeblich verantwortlich zeichnen (Massenzuwanderung, usw.), oder jjedenfalls gegen jene, die diese Dinge benennen. Im Booklet des Amerika-Albums ist ein Essay zu diesem Verlust von Heinrich Böll abgedruckt, in vielen Liedern von BAP spielt das Thema eine Rolle. Man sollte meinen, Niedecken wäre in all den Jahren mal ein Licht aufgegangen, aber man muß wohl konstatieren: er macht wunderbare Musik, politisch ist er ein Kretin!

  95. Meyer

    Ja, innnenpolitisch handelt es sich bei Pegida, Legida u.a., genauso wie das Auftauchen der AfD, um eine wesentliche Veränderung der Lage.

    So wesentlich, daß die Außenpolitik damit nicht schritthalten könnte, selbst wenn die BRD institutionengeschichtlich dazu befähigt wäre.

    Konkret werden sie keinerlei bedeutende Veränderungen erreichen, das ist klar. Aber sie verdeutlichen, daß es eine tiefe Kraft gibt, die kaum zu beherrschen ist. Zumindest die Spaziergänger stellen, viele auch bewußt, die Systemfrage und damit die existenzielle Machtfrage. „Wer herrscht in Deutschland?“

    „Die Spaziergänger“ sind eine Spitze eines tiefen Eisberges. Und das ist jedem klar, der sich damit beschäftigt, ob in den Ministerien oder in dem uns beobachtenden Ausland. Diese Kraft war seit ‚45 im Westen tot. „Der Osten“ erbringt uns die Artikulation.
    So deutlich, daß ich in Österreich bei erster Gelegenheit anlässlich der Pegida darauf angesprochen wurde: Auf den halbkolonialen Zustand der BRD und das tiefe innere Kraftpotential. Zwar wenig reflektiert, aber der Zusammenhang zwischen Souveränität und den den dresdener und leipziger Ereignissen ist eindeutig. Elsässer hat es danach formuliert.

    Aber ein Ergebnis läßt sich auch nicht leugnen: Die Deutschen werden durch das Erscheinen der Pegida und den gelenkten Reaktionen wahrscheinlich kaum rettbar entzweit und damit zusätzlich bis ins unendliche auf der nationalen Ebene geschwächt.

    Und ich bleibe bei der Frage: In wessen Interesse?

  96. Die Lage um PEGIDA und AfD in der jüngsten Zeit lassen ein klares Muster erkennen. Da kann keiner mehr behaupten, dass die „Staatsmedien“ noch neutral berichten. Auch die Reaktion, das Wort „Lügenpresse“ als Unwort des Jahres zu ächten, zeigt wessen Geistes Kind dieses geschlossene Vorgehen ist. Interessant bei dem Thema „Zuwanderung“ und „Islam“ sind aber Ereignisse, die vor ein paar Jahren in England publik gemacht wurden.

  97. Wie Meyer sschon sagt, ist die Frage entscheidend: Wer regiert in Deutschland eigentlich wirklich?
    Die etablierte Herrschaftselite, die aus dem Hintergrund die Fäden zieht und somit auch die gleichgeschalteten Medien kontrolliert, wehrt sich mit allen Kräften gegen das Aufbegehren neuer Kräfte wie Alternativparteien oder Bürgerbewegungen wie PEGIDA. Hier werden alle Register gezogen. Schön zu sehen ist das an den Reaktionen, wie dauernde Negativberichterstattung, Mobilisierung von sog. „Gegendemonstrationen“ oder der Beschuss der PEDIDA-Spitze. Dreckwäsche geschieht in der Öffentlichkeit um, wenn die Idee nicht gleich zu demontieren ist, die Prersonen zu diffamieren.
    Auch die oben angesprochene nationale Ebene ist hier entscheidend. Ziel des Machtausbaus ist ja die Überwindung der Nationalstaatlichkeit.

    Dazu habe ich auch in meinem Blog gepostet:
    https://lutzalthoff.wordpress.com/

    Könnt ja mal reinschauen.

Diskussion geschlossen. :-)

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