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kositza Ellen Kositza


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Legida, zum Ersten

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legidaSo gelassen wie zur PEGIDA in den vergangen Wochen haben wir uns heute abend nicht zur LEGIDA begeben. Wie aggressiv die Leipziger Antifa habituell auftritt, ist vielleicht nicht bundesweit bekannt. Es sind recht harte & skrupellose Typen.

Wir wollten unser Auto ein wenig abseits des Treffpunkts parken. Als wir das Auto angestellt hatten und uns auf den Weg machen wollten, rollten mehrere übergroße, fensterlose Wagen auf den Parkplatz. Wir lachten noch: Praktisch, da drin müssen mindestens hundert Polizisten sitzen, also kann uns auf dem Hinweg keine unangenehme Überraschung drohen. Komisch nur: Bis auf den ersten, grünen Wagen sahen die anderen Großfahrzeuge setlsam neutral aus.

Es war auch keine Polizei, es waren „Einsatzkräfte“ der Gegenseite – wir gaben erst mal Gas. Kurz vor sechs hatten wir dann den Vorplatz des Sportstadions erreicht. Da konnte man noch gut zählen – rund 1500 LEGIDA-Anhänger waren bereits dort. Wir standen auf den Treppen zum Stadion und konnten beobachten, wie der Platz sich füllte. Waren es 3000, zu Beginn der Kundgebung?

Über Telephon bekamen wir Nachricht von verschiednenen Freunden, daß sie seit längerem aufgrund von Antifa-Blockaden nicht durchkämen. Von zwei Seiten waren die Gegendemonstranten ganz dicht an LEGIDA herangerückt; aufgehalten durch eine Polizeikette spielten sie ihre Musik, zündeten Bengalos und riefen ihre Parolen, Alerta, alerta, Antifascista usw.usf., und einen besonders denkwürdigen Spruch: „Weg mit dem Volk, wir sind die Bauern!“ Mein Nebenmann klärte mich auf: Das sind Sachsen, die meinen: wir sind die Power [Bauer].

Dann ertönten Trompetentöne: Ein (dem Augenschein nach männlicher) Mensch stimmte: „Freude schöner Götterfunken an“ und hob dann an, ein Pamphlet gegen Haß und Nationalismus („Ihr mit eurem Abendland!“) und für Mitmenschlichkeit und „offene Tore“ zu verlesen. Er schrie, fast verzweifelt, seine Stimme kippte, er hatte hier anscheinend eine gefühlt todesmutige Wette mit sich selbst laufen.

Und das seltsame war: Niemand rief „buh“, alle gingen auf Abstand und lächelten fein. Unterdessen wurden die „Haut ab!“ und „Verpißt Euch!“-Rufe immer lauter, der Trompetentyp las seine Manuskripte bis zur Erschöpfung vor. Er/Sie tat mir so leid. Ich unterbrach ihn und fragte, ob er nicht mitbekommen habe, wo hier Haßparolen gegrölt würden, und ob er nicht dorthin gehen wolle. – „Hm, ja, merk ich auch, aber die lassen mich nicht zu Wort kommen, und ich hab kein Mikro…“

Vorne verlas LEGIDA-Mitorganisator Rösler die amtlichen Anweisungen. Welche Fahnenmastmaterialien erlaubt sind, wie lang Transparente sein dürfen etc. Anschließend las die Ultramarathonläuferin und Ex-Afd-Mitglied Tatjana Festerling eine Rede vor. Sie war auf den oberen Rängen (entlang des äußeren Stadionrings) nicht gut zu hören, aber sie erntete Jubelstürme.

Wir konnten aber schön beobachten, wie aus zwei antifafreien Seitensträngen immer mehr Demonstranten, flankiert von Polizei, auf den Platz strömten; bald war der Stadionvorplatz voller Menschen, dicht an dicht. Aggressiven Antifas gelang es immer wieder, sich durch Nadelöhre auf eine Tribüne oberhalb der Menge und später auch hinter uns durchzudrängen.

Die fünf Polizeiwagen, die auf unserer Platzseite standen, waren menschenleer, man konnte im Umkreis von hundert Metern  keine Einsatzkräfte finden und alarmieren, daß von unabgesicherter Seite übergegriffen wurde. LEGIDA- Ordnern gelang es, die versprengten Angreifer zu bannen.

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67 Kommentare zu „Legida, zum Ersten“

  1. Florian-pas-Charlie

    ….und riefen ihre Parolen, Alerta, alerta, Antifascista usw.usf., und einen besonders denkwürdigen Spruch: „Weg mit dem Volk, wir sind die Bauern!“ Mein Nebenmann klärte mich auf: Das sind Sachsen, die meinen: wir sind die Power [Bauer]….

    Habe nur kurz überflogen…aber seit Tagen mal wieder geschmunzelt….Danke dafür und gute Nacht!

    Habe mich nach einem kurzen Hin und Her dafür entschieden, diesen kurzen Eintrag im Poesiealbum zu hinterlassen, auch wenn ich weiß, dass Sie stattdessen eigentlich lieber eine handfeste Spende von mir erwarten

    Weg mit dem Volk, wir sind die Bauer!

    Bleibt für die polyglotte sächsische Delegation der Antifa auf Reisen zu hoffen, dass sich niemals ein islamistisches Attentat in Portugals Hauptstadt ereignen wird:
    Nach dem Einchecken am deutschen bzw. bundesrepublikanisch-faschistischen Flughafen landen die Ärmsten doch immer wieder bei ihrem neuen „Freund“ Charlie im südfranzösischen Bordeaux.

    Bonne nuit.

  2. Grüße aus München nach Dresden

    Ich schweife mal ab nach München, falls erlaubt, zur heutigen 1. dortigen Pegida-Veranstaltung.

    Bin selber mitspaziert: Gut 1.500 Pegida-Abendspaziergänger (gar nicht so wenige Frauen darunter, auch junge), sehen sich langgezogen auf der einen Seite der sehr breiten Sonnenstraße etwa 18.000 (lt. Bay. Rundfunk) aufgehetzten, lautstarken, in den vorderen sichtbaren Reihen hassverzerrten („Nazis raus!“-Gegröle, Stinkefinger, drohende, beleidigende Gesten), oft sehr jungen, Deutschen (nach dem Anschein) auf der anderen Straßenseite gegenüber. Hinter der großen Zahl von 18.000 steht und lenkt allerdings die ganze Organisationsmacht der Millionenstadt München, der Oberbürgermeister, Musik- und sonstige Promis, zusammen mit allen Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, etc.; sogar der große Verein 1860 München soll zur Anti-Pegida-Demo aufgerufen haben.

    Die heutigen Münchner Pegida-Spaziergänger dagegen ein bunter Haufen von sich nach und nach sammelnden Unorganisierten, mit allermeist völlig unprofessionell erstellten Plakaten und Plakätchen, unterschiedlichster Machart, etliche wehende Deutschlandfahnen, Bayernfahren, eine kroatische habe ich wohl auch gesehen, sogar eine blau-weiße israelische mit dem Davidsstern, harmlose, kleine Gesprächsinseln inmitten des meist stehenden Menschenzuges, friedlich; irgendwo ganz vorne spricht jemand pointierte, aber doch sehr gemäßigte Parolen und Politkommentare ins Mikrophon, es müsste die geübte Stimme von Michael Stürzenberger gewesen sein, sagte mir ein Gesprächsnachbar. Klatschen, Beifall.

    Aber, so ging es mir jedenfalls, es gibt schon eine gewisse freudige Genugtuung die fundamentalistischen Deutschlandabschaffer – nicht nur die wutlauten Gegner drüben auf der anderen Straßenhälfte, sondern die in den Redaktionen und Parteihäusern – alleine durch die eigene Gegenwart bis zur Weißglut zu reizen; auch ein bisschen Stolz dabei, weil man es trotz der massiven, medialen Einschüchterung im Vorfeld wagte, sich jetzt auf der Straße gegen die Herrschenden zu zeigen. Zwischendurch kräftig: „Wir sind das Volk!“ – Da schäumen die Gegner jedes Mal.

    Auf der Gegenseite konnte ich nicht eine einzige deutsche Fahne ausmachen. Dafür eine rote türkische, deren Träger irgendwo erhöht stand und besonders provozierend rief: „Nazis raus!“ Und natürlich die üblichen roten Gewerkschaftsfahnen, etc.

    Abgeschirmt von einander durch die aufgestellten Sperrgitter und von der martialisch ausstaffierten schwarzen Polizei. Tolle Jungs! Wir werden sie wohl noch brauchen, wenn andere Gegner auftreten. Denn ich bin mir nicht sicher, ob die meisten der heutigen Gegendemonstranten, zumindest die, die ich gesehen habe, und die scheinbar(!) immer wieder die Sperren durchbrechen wollten, nicht doch so eine Art kläffendes Hundeverhalten an den Tag legten. Wenn du dann das Tor aufmachst und sagst: „Jetzt komm schon raus.“ – Dann verstummen sie. Zumindest habe ich nichts Furchteinflösendes gesehen, auch keine Antifa, nur viele verblendet und wütend gegen uns schreiende junge Menschen, die sich noch umschauen werden, wenn die Entwicklung wie in Paris (chaotische Riesen-Vororte, etc.) auch bei uns weitergeht.

    Größter Jubel und Freude an dem Abend, als bekannt gegeben wurde, dass wohl zur gleichen Zeit 30.000 Spaziergänger in Dresden gerade auf der Straße seien.

    Und am Schluss der Veranstaltung die dritte Strophe des Deutschlandliedes.

  3. Gert H. Köster

    Pefida (nicht Perfida!/Lefida): Patriotische Europäer f ü r die Islamisierung des Abendlandes.

  4. brrr

    Vielen Dank für den Bericht.
    Ex-Afd-Mitglied Festerling? Bitte mehr Infos. Kann dazu im Netz nichts finden.

  5. Thomas Wawerka

    Rosa, eine Freundin, die ich gegen halb 8 traf, berichtete von einer Straßenschlacht der Polizei gegen Hooligans am Waldplatz (wo sie wohnt). Sie war sichtlich aufgelöst und verängstigt und meinte, es seien „Legida“-Anhänger gewesen. Ich fragte, woher sie das wüsste. Sie antwortete, die Hooligans hätten „Wir sind das Volk!“ skandiert.
    Seit ich zurück bin suche ich nach einer Meldung dazu, finde aber nichts, außer dass in der Nähe ein Audi angezündet worden sei. Es kommt immer wieder nur die Nachricht, dass die Gegendemonstration „friedlich und gewaltfrei“ abgelaufen sei, nur in einer Nachricht las ich, dass es zu „Rangeleien“ mit der Polizei gekommen sei. Falls sich das Wort auf das Geschehen bezieht, das meine Freundin miterlebte, scheint es ein kräftiger Euphemismus zu sein.
    Ich kann mir nicht gut vorstellen, dass „Legida“-Anhänger die Polizei angegriffen haben, erstens weil die ja auf die Polizei angewiesen waren, und zweitens weil ich die Leipziger linksautonome Szene ein kleines bisschen kenne, und das kleine bisschen genügt mir ehrlich gesagt. Beim „Rock gegen Rechts/Courage zeigen“ z.B. haben sich diese Leute vor vielleicht 8 Jahren oder so am Völkerschlachtdenkmal eine ordentliche Straßenschlacht mit der Polizei geliefert und nebenbei auch ein paar StraBa-Haltestellen zerlegt. Ich bin da heil rausgekommen, aber den Autonomen schien es vollkommen egal zu sein, wen sie möglicherweise verletzten. Beim Martinsumzug des evangelischen Kindergartens Connewitz z.B., in den meine Tochter ging, haben sie von Dächern und aus Fenstern Feuerwerk zwischen die Kinder geworfen. Vom Ausnahmezustand bei der „Compact“-Familienkonferenz will ich gar nicht erst anfangen, die Situation stand kurz vor dem Kippen. Nicht zu vergessen ist auch der Angriff auf die Polizeistation in Connewitz am 7.1. Die Leipziger Szene ist nicht gerade zimperlich und wird meinem Eindruck nach von der Stadt wohlwollend geduldet. Wenn man auf einen Wagenplatz kommt, weiß man nicht mehr, ob das noch Subkultur ist oder schon Parallelgesellschaft (wobei ich sagen muss, dass mir die Autonomie der Bewohner imponiert hat).
    Aber es könnte ja durchaus sein, dass eine Minderheit von gewaltbereiten rechten Hooligans die Demonstration nutzte, um zu randalieren – nur, in diesem Fall wäre es doch SOFORT Nachricht Nr. 1 gewesen … Weiß jemand mehr zu diesem Vorfall?
    Alles in allem, gerade auch angesichts der von Kositza geschilderten Sicherheitslücken, bin ich heilfroh über diesen glimpflichen Ausgang. Ich hatte wirklich mit ernsten Problemen gerechnet.

    Nebenbei eine Beobachtung: Die Medien scheinen sich jetzt auf eine neue Taktik zu verlegen und berichten immer mehr von den Gegendemonstrationen als vom „eigentlichen Ereignis“. Auf der Rückfahrt von Leipzig habe ich z.B. in den Nachrichten immer die Teilnehmerzahlen der Gegendemonstrationen gehört, ärgerlicherweise nicht die der „Pegida“/“Legida/“x-gida“-Demonstrationen. Auch im Netz werden die einfach „angehängt“, der Focus richtet sich auf das Pro der „weltoffenen“ und „toleranten“ usw. Bürger, was ich nach all den journalistischen Missgriffen, die PEGIDA letztendlich in die Hände spielen, doch recht geschickt finde. Auch eine Art von Vereinnahmung.

  6. H. M. Richter

    Vielen Dank !

    (Warum so viele in Sachsen auf die Straße gehen, fragen sich in diesen Tagen viele.

    Weil sie noch erinnern, daß dies etwas bewirken kann.)

  7. In Wahrheit 5600 in Leipzig und in Dresden stundenlang keine Bekanntgabe polizeilicher Teilnehmerzahlen. Das Regime lügt immer dreister, das macht Angst. Wie soll das weitergehen? Und Merkel stimmt die „Islam gehört zu Deutschland“ Parole an. Wahrscheinlich steht sie schon auf der Gehaltsliste irgendeines saudischen Staatsfonds. Wer stoppt diesen Wahnsinn?

  8. Herzog

    Liebe Frau Kositza,

    herzlichen Dank für Ihren wie immer auch sprachlich schönen sowie ermutigenden Bericht.

  9. birne helene

    Herausragend, dass es Legida und Pegida gibt. Ein deutscher Kern lebt.

    Der substantiell völkische Gedanke, der gerade aus ethnisch existentiellen Gründen unabdingbar ist und sich prioritär jenseits von Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit befindet, ist bei PEGIDA und Co. nicht ausgeprägt. Dies ist zwar ein Mangel, aber zunächst einmal so hinzunehmen.

  10. birne helene

    Dass 25.000 PEGIDAS bei nicht so gutem Wetter marschieren ist äußerst beachtlich und positiv. Aber wie soll es weitergehen‘? Man kann nun bis zum Umvolkungsende weitermnarschieren. Die Herrschenden spielen auf Zeit und wollen die fange Sache sich verlaufen lassen, bis hin zur Frustration der PEGIDAS.
    Was sind Ziele? In was sollen die „Proteste“ münden?

  11. t.gygax

    Fundstück aus http://www.nogida, die gestern in Heidelberg zum Protest gegen PEGIDA angetreten war; ein evangelischer Pfarrer aus Leimen, Steffen Groß, schreibt folgendes: (Originalzitat) „Das politische Ziel muss es m.E. sein, Pegida und die selbst ernannte AFD zu spalten: wer halbwegs demokratiefähig ist, muss in den Konsens der Demokraten und an die Urnen zurückgeholt werden. Der faschistische Rest gehört in den Bau“

    Nun denn, dann weiß ich wenigstens, was uns blüht, wenn diese Pfaffen einmal über uns herrschen…….

  12. Thomas

    Danke für die Teilnahme und diesen sachlichen Bericht aus erster Hand. In den Fernsehnachrichten wurde der Eindruck erweckt, bei den Gegendemonstranten handle es sich ausschließlich um friedlich-fröhliche Mitmenschen.
    Die Reaktionen auf die Beethoven-Beschallung sind großartig, vor allem auch das „Schließt euch an!“ Glückwunsch!

    Und noch etwas zur Berichterstattung: Die Gegenseite scheint in einen Zahlenfetischismus verfallen zu sein. Die Medien legen größten Wert darauf, daß es bundesweit mehr Gegendemonstranten waren als Pro-Pegida-Anhänger. Für den mittelfristigen Erfolg ist es für Pegida und seine Ableger immens wichtig zu wachsen und durchzuhalten!

    Der Geist ist aus der Flasche und Politik und Meinungsmacher werden immer nervöser.

  13. Herr Lindenstadt

    Legida, zum Letzten.
    Es hat mich schon viel Überwindung gekostet, mich überhaupt unter so viele Menschen zu begeben.

    Kurz, Knapp und ehrlich:

    Leipzig im Kollektivrausch.
    Aus den Fenstern des Waldstraßenviertels ertönte „Ode an die Freude“.
    Eltern, mit ihren Kindern, die mit Fingern zeigten: „Sieh Kleines…das ist das Böse“. Sieben Gegendemonstrationen. Laut Polizei ca. 10000 Mann. Höhere Zahlen sind völlig übertrieben. Trotzdem war die Innenstadt lahmgelegt. Was das kostet.

    Auf der Legida-Seite: 4000 Mann. Von der Jogginghosen- bis zur Security- und Chemtrailfraktion, vom Rentnerpaar bis zum Berufsfeuerwehrmann alles dabei. Der Stoff, aus dem die konservative Revolution gemacht ist?´Sicher nicht. Eher ein letztes Zucken, als ein Zum-Leben-Erwachen. Zu wenig junge Intellektuelle. Zu viel Verbrauchtes und Mittelmäßiges. Es werden Pilze auf Kadavern kultiviert.

    Kositza: Und dabei hielt i c h mich immer für zu hochmütig! Ich sehe, gegen Sie bin ich eine Menschenfreundin. „Massenweise junge Intellektuelle“ – also, was haben Sie erwartet? Eine Akademikerquote von— wieviel? 40%? Dann haben Sie sich wirklich falsche Vorstellungen gemacht. Ich selbst habe keine Jogginghosenträger gesehen, und was genau sie gegen Berufsfeuerwehrmänner einzuwenden ist, begreife ich nicht.

    Der Durchschnittsteilnehmer argumentiert genau so schwach und undifferenziert wie die Gegenseite. Wenn überhaupt. Die wenigsten bekommen es hin, ihre Anliegen oder Gefühle vernünftig zu artikulieren.

    Kositza: Bitte? Hatten Sie denn gedacht, daß dort im Chor anspruchsvolle Theorien skandiert werden? In welchem Wolkenkuckucksheim leben Sie?

    Aber um Argumente gehts ja gar nicht.
    Es ist ein Machtspiel, ein Um-Sich-Gewerfe mit Menschenmassen.
    Alle Wege führen nach Rom. Jetzt verstehe ich den Satz erst richtig.
    Legida, NoLegida; Schachfiguren! Versuchskarnickel im soziologischen Experiment.
    Gleichgesinnte wollt ich mir suchen. Die Realität hab ich gefunden. Ekel nahm ich mit nach Hause.

    Kositza: Nun krieg ich ernsthaft Mitleid. Wohin jetzt mit dem Ekel? „Wie fühlt sich das an?“

    Jetzt bin ich es, der sich fremd vorkommt.

  14. @Birne Helene


    Was sind Ziele? In was sollen die „Proteste“ münden?

    In Wahlergebnissen!
    Siehe Frankreich, FN!

    Und ja ich weiß, die AfD…

    Der FN ist auch erst erfolgreich. seit er bürgerlicher geworden ist.

  15. Martin

    Die Medien scheinen sich jetzt auf eine neue Taktik zu verlegen und berichten immer mehr von den Gegendemonstrationen als vom „eigentlichen Ereignis“.

    Die Gegenseite scheint in einen Zahlenfetischismus verfallen zu sein. Die Medien legen größten Wert darauf, daß es bundesweit mehr Gegendemonstranten waren als Pro-Pegida-Anhänger.

    Genau so ist es: Die Gegendemos werden hoch geschrieben, die Zahlen der Pegida-Demonstranten konsequent nach unten geschrieben. Im Mopo- Live-Ticker über Legida stand gestern Abend ganz kurz die Zahl 5000 Teilnehmer, die dann kommentarlos auf 3000 runter berichtigt wurde.

    In Würzburg schreibt bspw. die sichtlich von den „Lügenpresse“- Rufen in ihrer professionellen Distanz vernebelte Regionalzeitung (Mainpost), „Pegida: Würzburg sagt deutlich nein“ und wenn man dann weis, dass die Stadt ca. 125.000 Einwohner hat (der Landkreis hat knapp 160.000), dann sind die sog. Gegendemonstranten gerade mal bei unteren einstelligen Prozentanteilen der Bevölkerung bis unter 1%, wenn man den Landkreis dazu nimmt, und Pegida bewegt sich im kompletten Promillebereich, fast schon bis hin zur homöopathischen Dosis (lt. Presse 250, lt. Wügida 400 Teilnehmer). Wie man hier überhaupt dazu kommen kann, von einem „Würzburg“ sage nein zu sprechen oder gar in Pegida etwas besonders Beachtenswertes (Lokal auf Würzburg bezogen) zu sehen, erschließt sich mir nicht. Die wahre Aussage, die man aus den Teilnehmerzahlen schließen kann wäre eher, Würzburg sagt, das Thema ist mir so was von egal. Aber genug von meinen lokalen Abschweifungen, was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass sich kein Pressevertreter über die Schlagworte „Lügenpresse“ beschweren darf, wenn er selbst völlig unkritisch und ohne Reflexionsvermögen den Claqueur für eine Seite spielt.

  16. Chris

    @ Thomas Wawerka

    beim MOPO24 Liveticker gab es kurze Hinweise auf Entgleisungen der LEGIDA

    https://mopo24.de/#!nachrichten/legida-liveticker-3769

    Kositza: Hübscher & lesenswerter Liveticker! Mit ein paar Fehlern allerdings. Dort steht: „Außerdem werden freiwillige Redner gesucht, die spontan das Wort ergreifen wollen. Sie sollen sich am Sprecherwagen melden“. Gesucht wurden in Wahrheit „freiwillige Ordner“, alles andere wär ja auch ein bißchen komisch.
    Das abgefackelte Auto, ein kleiner Kollateralschaden des mutigen Einsatzes der LEGIDA-Gegner, meldeten sie gestern Abend auch im mdr: eine „Luxuswagen“ sei angezündet worden. Schwingt mit: also eine Kiste von irgendeinem Reichen, der´s auch irgendwie verdient hat…

  17. kowski

    Merkwürdig, dass von der gewaltbereiten Antifa geschrieben wird und Sicherheitslücken, wo Gegendemonstranten immer wieder durch geschlüpft sind. Gewaltbereit und Sicherheitslücken? Träfe die Darstellung zu, dann hätte es Verletzte geben müssen, oder? Ich vermute mal, der Bericht ist einseitig und die Gegenseite hätte da was anderes zu erzählen.
    Ja und München ist ja auch für seine aggressive Linke bekannt. Ja nee, Is klar.

    Wenn ihr statt Lügenpresse zu skandieren bei der Wahrheit bleiben würdet,
    fändet ihr sicher auch mehr Verständnis in anderen Kreisen.

    Kositza: Herr Kowski, von Legidaseite habe ich keine Wurfgeschosse bemerkt, keine Böller, keine aggressiven Parolen. Es wurde auch nicht brandgeschatzt. Dort, wo wiederholt durchgebrochen wurde (von den Gegnern hin zu Legida), haben die Wurfgeschosse nicht getroffen oder keinen ernsthaft verletzt. Handgemenge wurden von Ordnern beendet. Wie kommen Sie denn jetzt auf München?

  18. anna_luise_BS

    Danke für den gelungen Bericht vom gestrigen Abend in Leipzig <3 Das mit 'den Bauern'…die 'Power' ist wirklich GENIAL ;) Am 19. Januar wird der 1. Spaziergang in Braunschweig sein…ich bin dabei!

  19. Hartwig

    Liebe Frau Kositza,
    danke für Ihren Bericht.
    Ich war gestern auch mit dabei, deshalb nur Ergänzendes von mir.
    Das Positionspapier von Legida liesst sich etwas anders als das von der Dresdner Pegida. Da ist von der Beseitigung des Kriegsschuldkultes, einer Verständigung mit Russland und einer Prüfung der NATO-Mitgliedschaft die Rede. Das geht schon ans Eingemachte! Nicht falsch, aber eventuell zu früh? – im Sinne des Gladiatorenmottos „Gewinne die Menge“ ?

    Die Agressivität der Leipziger Antifa ist berüchtigt und bekannt. Daran wird sich auch kaum etwas ändern. Allerdings wird die Stadt Leipzig darüber hinaus nicht Montag für Montag einen solchen „Mummenschanz“ veranstalten können, wie gestern.

    Ich stand mitten unter den Leuten auf dem Platz. Das Publikum war im Querschnitt etwas weniger bürgerlich, etwas jünger und … wohl etwas nationaler gesinnt als das Dresdner Publikum; so zumindest mein Empfinden – wohlgemerkt: im Querschnitt.
    Die Scharmützel mit der Antifa hatten zuweilen den Charakter von Fan-Auseinandersetzungen in Fußballstadien unterer Spielklassen, Gejohle, Bewerfen, Schmähgesänge, Einschreiten von Ordnern und Polizei, und wieder Gejohle. Die Angriffe gingen aber allesamt von der Gegenseite aus.
    Der Spaziergang war eindeutig lauter als in Dresden. Das hatte aber vor allem mit der Sachlage zu tun, dass an manchen Stellen zwischen dem Antifa-Mob und der Legida kaum mehr als der Brustumfang eines gepanzerten Polizisten passte. Wer sich die Konstellation und Aufmarschrouten der Stadtverwaltung zuvor ansah, musste erkennen, dass diese Konfrontation beabsichtigt war.
    Alles in allem fühlte ich mich aber immer sicher. Es gab keinen Grund zu sagen, „das ist mir zu gefährlich“.

    Zum Legida-Team folgendes (gilt auch für Pegida Dresden): Die meisten Leute wissen, warum sie zu dem Demonstrationen kommen. Warum also immer wieder diese langen und oft miserablen Reden? Warum nicht ein paar aufmunternde und aufputschende Worte – dann der Spaziergang, dann noch ein Lied und ein Auf Wiedersehen am nächsten Montag? Es ist immerhin werktags. Ich war gestern über drei Stunden auf den Beinen – und hatte keine Anfahrt. Nochmal: Gewinne die Menge!

    Kositza: Hartwig, Ihre ergänzenden Eindrrücke decken sich vollends mit meinen. Ja, das Publikum war ein wenig proletarischer und derber als in DD. Wenn ein, zwei Dutzend dieser Hools, die immer wieder von Ordnern beruhigt werden mußten, daheim geblieben wären, hätte ich es besser gefunden. Und die Reden, ja… Es braucht aus meines Erachtens gar nicht so viele Worte. Auf Plakaten ging es dann ja auch noch um „GEZ abschaffen“, „Gegen Chemtrails“ und „Für Tierschutz“. Hm, bunter machts die Sache…

  20. Thomas Wawerka

    Nun denn, dann weiß ich wenigstens, was uns blüht, wenn diese Pfaffen einmal über uns herrschen…….

    Ich vermute, das ist aktuell eine der geringsten Gefahren.

  21. Klaus F.

    Vielen Dank für den Bericht. Was mich besonders neugierig macht, gibt es vielleicht ein Photo dieser „neutral aussehenden Einsatzfahrzeuge“?

    Kositza: Nein. Ich weiß auch gar nicht, wie man solche großen Kastenwägen nennt. In etwa waren sie so groß wie dieser Geldtransporter hier, mit zwei sehr kleinen Fenstern oben seitlich. Neutral heißt: beige.

  22. Carsten

    Die germanophoben Deutschenhasser haben nicht Power/Bauer gekrischen, sondern „Weg mit dem Volk, wir sind die Mauer“.

    Was soll man dazu noch sagen? Antifa in die Produktion.

  23. Klaus F.

    @Kositza: Hm, der Beschreibung nach vielleicht ein (ehemaliger) Gefangenentransporter, bzw. gibt es sicherlich verschiedene Varianten der Innenausstattung auch für Truppenbewegungen, Ausrüstung oder was auch immer, das von außen nicht sichtbar sein soll: http://www.abendzeitung-muenchen.de/media.facebook.094cc88a-ccea-4d72-bebb-d1114a836210.normalized.jpg
    Ansonsten gibt es mit kleinen Fenstern seitlich die Variante Campingwagen, aber ich denke mal einen solchen hätte man erkannt: http://de.academic.ru/pictures/dewiki/77/Mercedes_t2_sst.jpg
    Interessant…

    Kositza: Nein! Größer! Tonnen kann ich nicht nennen – aber das waren schon echte LKW, nur eben nicht für L, sondern für P. Vielleicht gibts Pferdeanhänger mit Platz für zehn Pferde? Sowas.

  24. Rumpelstilzchen

    Liebe Frau Kositza,
    Ich wähnte Sie in Dresden und nicht in Leipzig. Umso mehr Danke für diesen Bericht. Das klingt in der Tat heftig.
    Ich gestehe: Meine drei Neffen Blick, Black, Block könnten mir nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch on the other side gegenüberstehen. Obwohl sie aus einem wertkonservativen Elternhaus kommen.
    Sag‘ mir, wo die braven Buben sind ? Was ist gescheh‘n ?
    Ein Schlüsselerlebnis war für mich, als ich meinen damals 13- jähriger Sohn ganz naiv fragte:“ Warum steht hier überall in der Stadt ACAB ? Was heißt das ? “ Er antwortete lachend: „Was, Mama, das weißt du nicht “ und erklärte es mir. Ich im gleichen Alter sah in der Polizei den Freund und Helfer.
    An den Eltern vorbei werden Kinder vom Kindergarten über die Schule bis zur Uni umerzogen und zu den Gegendemos “ abge-richtet“.
    Linke Eltern finden das toll. Ich nicht.
    Jetzt komme ich nicht wie mein Opa ( „denen werden die Flausen auch noch vergehen“), aber etwas erschüttert bin ich schon.

    Im Vorwort zu dem Buch „Verführtes Denken“ ( Czeslaw Milosz) schreibt Karl Jaspers:

    „Man merkt bei Milosz nichts von jenem aggressiven Fanatismus der Freiheit, der in Gebärde, Ton und Handeln wie ein umgekehrter Totalitarismus wirkt. Er spricht als der erschütterte Mensch, der mit dem Willen zur Gerechtigkeit, zur unverstellten Wahrheit durch die Analyse des im Terror Geschehenden zugleich sich selbst zeigt.“

    Das läßt hoffen ( aus „Betroffenheit“ kann Erschütterung werden) und zugleich verzweifeln ( erkennt man die Freiheit nur im Terror ?)

    Apropos: in der dümmlichen FAZ-Serie “ wie sag‘ ich‘ s meinem Kinde ? wurde letztens gefragt: “ Wie erklär ich meinem Kind Pediga ?
    Ich hab‘ nicht weitergelesen, aber gedacht:
    Du Dollbohrer, geh‘ doch mit deinen Kindern auf den Spaziergang nach Dresden. Dort können die lieben Kleinen selbstbestimmt Eindrücke sammeln und mit den Erziehern ausdiskutieren. Eine authentische Art der Aufklärung, sozusagen.

    P.S. Das mit den Bauern hatte ich auch nicht verstanden. Schlimmer:
    Bei „Haut ab“ dachte ich im ersten Moment erschaudernd, den Legida Leuten solle die Haut abgezogen werden . Da kommen diffuse Ängste hoch.

  25. Calderone

    Dienstag, 13. Januar 2015, 9:18

    # EK: … Ich weiß auch gar nicht, wie man solche großen Kastenwägen nennt …

    im Zusammenhang würde ich meinen:

    … (First impression: ) Black Maria … (?) [00:41]

    oder aber GruKW … vielleicht warns gar nur HGruKW :-(

    ;-)

    (Gruppenkraftwagen bzw. Halbgruppenkraftwagen)
    Quelle: Wiki

  26. Verehrte Frau Kositza,

    Vielen Dank wieder einmal :-) aus Suedafrika.

    Die real existierende Hysterisierung laesst – von aussen betrachtet – an den Hexenwahn des 16/17. Jht denken. Auch damals waren Universitaten , leider auch Juristen ( muss ich als solchiger sagen),fuehrend. Manchmal denkt man sich, dasz mit zunehmender akademischer Bildung (heutzutage in den sogenannten Sozialwissenschaften ohnehin ueberwiegend Phrase und Jargon) der gesunde Menschenverstand abnimmt …

    Aber Hysterisierung ist wie ein Droge, die Dosis musz immer wieder erhoeht wrden und schlussendlich wirkt sie nicht mehr. Durchgedreht, im wahrsten Sinn des Wortes.

    Voellig klar dasz die Zahlen hinauf- und hinabgeschrieben werden, dasz ist schon wie bei den Bulletins Napoleon’s; die hat schliesslich auch niemand mehr geglaubt.

    .. aber die Gesundheit der Kanzlerin war niemals bessser. Viellicht sind wir schon so weit :-).

    Bitte nicht in die deutsche Eigenheit des Streites um des Kaiser’s Bart verfallen! Nichts ist perfekt aber wichtig ist, dasz immer mehr Buerger mit immer groesserem Selbstbewusstsein demonstrieren. Mit „Tausenden“ ist man schon ziemlich sicher, „Zehmtausende“ kleinzuschreiben ist laecherlich also arbeiten wir an „Hundertausend;“ in dem ersten, befreiten Gebiet (Dresden).

    Wieso eigentlich die lokalen Markenabwandlungen? Jetzt habt ihr mit PEGIDA eine starke Marke ( ueberraschedn angesichts des etwas sperrigen Titels) , die sollte man landesweit durchziehen.

    MANNER mag man eben! PEGIDA mag man eben ! :-)

    Klar ist dasz eine Pseudorotfront ( alle Schattierungen von Rot /incl CDUCSU/und Gruen) gebastelt wird.

    Aber die Widersprueche werden immer groesser; Aus JF: „Wir brauchen keine zentrale Instanz, die uns sagt, wie Vergangenheit zu erklären ist“, sagte Krüger (SPD) der Mitteldeutschen Zeitung.

    Unterschreibe ich sofort >. aber wie ist das mit 33-45 ???? Gilt diese Aussage auch dort????

    Beste Gruesse! Sobald ich in D bin, spaziere ich mit!

    HdeA

  27. Hartwig

    „Die Medien scheinen sich jetzt auf eine neue Taktik zu verlegen und berichten immer mehr von den Gegendemonstrationen als vom „eigentlichen Ereignis“.“

    @ Wawerka

    Die Gegenbewegung wird vor allem für die CDU/CSU zum Spagat.
    Bei den Gegendemonstrationen können regelmäßig Grüne, Linke, Sozis ihre Klientel mobilisieren und zum Teil aufpeitschen. Für die Union ist das hingegen anders. Der Kopf surft auf der Anti-Welle mit. Die potentielle Wählerschaft kann aber in weiten Teilen nicht mitgenommen werden, könnte sich abwenden … oder steht gar auf der anderen Seite.

  28. Marcus Junge

    Laut Lügenpresse (hier GEZ) waren es nur 4000 (gemäß Polizei) und die Gewalt ging von LEGIDA aus, gegen die Beamten (was dann im Bild gezeigt wurde).

    Außerdem, Frau Festerling ist aus der AfD raus, nun meine Frage dazu, hat sie selber erkannt, daß sie da an der falschen Stelle ist, oder wurde sie von der „Alternative“ in Systemmanier gegangen (in der Art von Hohmann / Nitzsche bei der CDU)?

  29. Ron Swanson

    Ich verstehe nicht, warum auch von den eigenen Leuten/Medien immer brav die Polizeizahl übernommen werden muß? Das ist auch ein „Krieg“ um Zahlen. Die Polizeiführung gehört aber zum Gegner, warum sollte man denen glauben? Gestern hat man ja schon gemerkt, das sie die Zahlen so spät wie möglich herausgegeben haben. Während die Lügenpresse wie im Fieberwahn immer neue Erfolgszahlen für Demos rausgehauen hat, war von Dresden immer von ein paar tausend die Rede. Von LE war außer den Gegendemos gar nichts zu hören.
    Warum das Spiel mit den Systemzahlen mitspielen?

  30. E.

    Herr Lindenstadt
    Sicherlich haben Sie in einigen Belangen Recht. Aber ganz so pessimistisch ist die Lage dann doch wieder nicht. Zu Dresden kann man sagen, dass man dort auf PEGIDA-Seite einen Querschnitt des Volkes antrifft. Rentner sowie junge Menschen, einfache aber auch intellektuelle. Fakt ist aber auch, dass der Typus Mensch, welcher wahrscheinlich in Ihren Vorstellungen noch präsent ist, nicht mehr anzutreffen ist, zumindest nur noch vereinzelt. Der Kampf muss also mit dem gegenwärtig anzutreffenden Personal geführt werden. Und so aussichtslos stehen unsere Chancen dann doch wieder nicht. Warten wir also ab, seien wir präsent, seien wir solidarisch und vor allem ausdauernd.

  31. Klaus F.

    @Kositza: Gibt es in allen möglichen Größen, das erste Bild war nur als Beispiel für die charakteristische Fensteranordnung gedacht: https://www.google.de/search?q=gefangenentransporter&biw=1366&bih=627&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=8tm0VL64IunMygOPzoCABw&ved=0CCAQsAQ
    Entschuldigung, wenn ich darauf herumreite. Die Vorstellung, was das zu bedeuten haben könnte, macht mir irgendwie Angst. Das sah ja wohl nicht aus wie ein Transporter für die Polizeimannschaften, die die Demonstration zu schützen hatten.

  32. abr

    Es heißt tatsächlich „Wir sind die Mauer (!) – das Volk muss weg!“

    Hörbar etwa in diesem Lied: https://www.youtube.com/watch?v=orOkxdg0zaI

  33. Martin

    Oh, welch Balsam auf die geschundene Dschornalistenseele, „Lügenpresse“ wurde zum „Unwort des Jahres“ erkoren.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/luegenpresse-ist-unwort-des-jahres-a-1012678.html

    Was ich bei diesen „Unwort“-Wahlen, völlig unabhängig von der diesjährigen Wahl, noch nie verstanden habe ist, wie sich ausgerechnet Sprachwissenschaftler auf einen Terminus wie „Unwort“ überhaupt einigen konnten. Es gibt entweder Wörter oder keine, aber sicher keine Unwörter. Wohl aber gibt es Unsinn und Unwort ist daher der totale Blödsinn und entlarvt diese sog. „Wissenschaftler“ als … (das spare ich mir jetzt).

  34. Wir haben bei dem Spaziergang Ähnliches notiert: Der Haß von Leipzig

    … den die DIE ZEIT jedoch bei den Legida-Demonstranten verortet. Das Blatt stellt resigniert fest, daß die kritische Menge an Islamisierungskritikern in Leipzig wohl schon beim ersten Anlauf überschritten sei, ab welcher sich Demonstranten im „Inneren des Legida-Demonstrationszuges … einer ganz anderen Welt“ – anstatt sich von Gegendemonstranten einschüchtern zu lassen – dem Rausch ihrer eigenen unüberschaubaren Menge hingeben können:

    … Es wäre naiv, anzunehmen, dass die sich von den Gegendemonstranten haben verunsichern lassen. Oder dass das einfach wieder einschlafen wird. Hier ist heute frische Begeisterung ausgebrochen. “Nächstes Mal bringt jeder einen mit”, beendet der Redner die Veranstaltung. Und die Menge johlt ein letztes Mal. Für heute.

  35. Martin

    Ach ja,

    das mit den Transportern ist wirklich ein Hammer!

    Wie war der Spruch nochmal?

    Wenn das Volk demonstriert, herrscht Demokratie – wenn die Regierung demonstriert, herrscht Diktatur

    AntiFa = Staats-SA!

  36. Thomas Wawerka

    Dass 25.000 PEGIDAS bei nicht so gutem Wetter marschieren ist äußerst beachtlich und positiv. Aber wie soll es weitergehen‘? Man kann nun bis zum Umvolkungsende weitermnarschieren. Die Herrschenden spielen auf Zeit und wollen die fange Sache sich verlaufen lassen, bis hin zur Frustration der PEGIDAS.
    Was sind Ziele? In was sollen die „Proteste“ münden?

    Das sind Fragen, die sich auch im Kleinen, Persönlichen stellen. Was nützt all die Recherche- und Erklärungsarbeit, all das vernünftige, geduldige, auf Einsicht bauende Argumentieren?! Das Zusammenkratzen von Belegen und Nachweisen, nur um ja niemals eine Lücke in der Argumentation zu haben, damit diese eine Lücke nicht alle anderen Argumente entkräftet – was nützt all das gegen das Teflon der Selbstverständlichkeit, mit der mir gebildete und lebenskluge Freunde aufrichtig in die Augen schauen und PEGIDA für Rassisten, Nazis etc. erklären, für die Bösen schlechthin, nein, nicht erklären, sie WISSEN es einfach; es ist Wissen, das nicht erklärt oder gerechtfertigt werden muss! An dieser marmorgleichen unschuldigen Unbefangenheit des Wissens kann man nur scheitern. Bewundernswerte Einfalt!
    Wirklich, wozu noch reden und nicht lieber, wie PEGIDA empfiehlt, schweigen, vielleicht seine Positionen lieber durch Symbole und Symbolhandlungen vermitteln, unbekümmert, ob es jemand nun richtig oder falsch versteht … „Was sich erst beweisen lassen muss, ist wenig wert. Überall, wo noch die Autorität zur guten Sitte gehört, wo man nicht begründet, sondern befiehlt, ist der Dialektiker eine Art Hanswurst: man lacht über ihn, man nimmt ihn nicht ernst.“ (Friedrich Nietzsche)

  37. Kositza und Klaus F.,

    ich denke, da kann ich helfen: Nicht exakt, aber sehr ähnlich wie der Robur LO 2002.

    An mir fuhr ein solches Teil vorbei, kurz nachdem ich aus dem Auto gestiegen war; keine fünf Minuten später und quasi in den Spuren des Rittergut-Mobils unterwegs. Ich hab‘ mich noch gewundert, weil ich noch nie einen so großen Mannschaftswagen gesehen hatte – „meiner“ kam mir im Laternenlicht grünlich vor, und so hab‘ ich ihn ganz selbstverständlich der Polizei zugeschlagen.

  38. f. hecker

    Bericht von der Pegida-Demo in Villingen-Schwenningen (Bawü, 80000 Einwohner):
    Als ich mit etwas mulmigem Gefühl auf den Münsterplatz kam, war die Münsterbeleuchtung wohl von den katholischen Dunkelmännern abgeschaltet, ebenso die Rathausbeleuchtung durch die Stadtverwaltung. Dafür schallte laute türkische Musik vom Münsterportal her. Von dort bis zum Rathaus stand ein Haufen krakeelender Antifa, etwa 200 Leute, darunter zahlreiche türkische Marxisten-Leninisten (Mao-Richtung) mit roten Bannern, von einer Polizeikette daran gehindert, sich auf die 100-150 Pegida-Leute zu stürzen. Ohne Polizei hätte man sich bei all dem Hass fürchten müssen.
    Die Pegida-Leute: bürgerliche Kreise, Ehepaare, Senioren und junge Leute, einer auch mit Hogesa-Jacke. In Gesprächen am Rande und in den rhetorisch ungeübten Reden einer jüngeren Frau und eines jüngeren Mannes, Familienvater einer Tochter, für deren Zukunft er die „erste Rede seines Lebens hielt“, zeigte sich biedere Besorgnis, dass die Sache mit der Migration nicht so ist, wie die Regierung es erzählt. Die Salafisten seien die wirklichen Nazis. Ganz wichtig das Misstrauen in die Multikulti-Propaganda der Medien, die die Leute wirklich verärgert, weil sie mit ihren alltäglichen Erfahrungen nicht übereinstimmt. Man will das Gefühl haben, das eigene Schicksal in Händen zu haben und fühlt sich stattdessen an der Nase herumgeführt oder gar verraten. Unbeholfene Pappschilder: „Okzident statt Orient“, „Für ein christliches Abendland“, „Wahrheit statt Lügenpresse“.
    Die Redner bekundeten ihre Sympathie für Ausländer, die sich integrieren. Die 19 Punkte spielten leider nur am Rande eine Rolle. Der junge Vater überzeugte menschlich auch durch Humor, als er meinte, er habe eigentlich die Antifa nachher auf ein Bier einladen wollen, aber nach ihrem Geheul sei das leider nicht mehr möglich. 1:0 gegen die bierernst und wie Marionetten skandierenden Gegner.
    Das Pegida-Mikro war so leise, das es immer wieder von den unermüdlich akustisch aktiven Antifanten völlig übertönt wurde mit „Alerta …“, „Haut ab“, „Hoch die internationale Solidarität“, „Deutschland ist Scheiße, ihr seid die Beweise“, „Klassenkampf statt Rassismus“. Immer wieder aber riefen die Pegida-Leute lautstark „Wir sind das Volk“, was bei den Antifaschistas zu Weißglut und Wutgeheul führte. Regelmäßig flogen über die Polizeikette trotz widerholter polizeilicher Warnung hinweg Wurfkörper in die Reihen der Pegida, meist wohl Wasserbomben, die am Boden platzten.
    Ein Pegida-Mann schwenkte eine israelische Fahne in Solidarität mit den jüdischen Opfern von Paris. Eine Trauerminute war wegen des Lärms nicht möglich und so stellte die junge Frau einfach eine Kerze in den Kreis in der Mitte.
    Am Ende riefen alle „Wir kommen wieder“.
    Gleichzeitig fand auf einem anderen Platz die Anti-Pegida-Kundgebung des breiten Bündnisses statt, für das seit Tagen getrommelt worden war: Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Asyllobby, muslimische Vereine, jüdischer Verein (!) etc. Parolen: „Alle Flüchtlinge willkommen“, „Gegen Rassismus“ etc. Ich schätze 400 Teilnehmer, eine Zeitung meldet 800, die andere über 1000. Die Presse triumphiert heute, berichtet schadenfroh von den Wasserbomben und den im Dunkeln stehenden „Fremdenfeinden“. Sie beschwört eine Art „formierte Gesellschaft“. Ich kenne Bürger, die aus Angst nicht zu Pegida gegangen sind und sogar Angst haben, weil sie als Kirchenangestellte nicht bei der Anti-Pegida-Demo gesehen wurden. Noch nie habe ich eine derartige verlogene, von oben organisierte Bewegung erlebt.

  39. Revolte

    Der SPIEGEL ereiferte sich gestern in einer Fotostrecke zu den Vorgängen in Dresden. Wollte dieses Foto gerade wegen des Kommentars verlinken – gestern stand da noch „Pegida-Demonstranten trauern angeblich mit Charlie Hebdo…“, der Text wurde inzwischen geändert.

    Frage: Darf ein Nahtzieh überhaupt mit irgendwem trauern oder mitfühlen oder wird uns das verweigert? Die NPD war ja zwischenzeitlich auch Charlie und wurde dafür heftig attackiert. „Nazis“ nimmt man das Mitgefühl offenbar nicht ab. „Nazis“ wollen grundsätzlich und immer nur „instrumentalisieren“.

    Beim nächsten NSU-Märchen werde ich die Rotsocken daran erinnern, dass ich mir jegliche Instrumentalisierung verbitte.

  40. gaucki

    Als Ergänzung, Schöne Doku aus der Vogelperspektive:

    P E G I D A – Stress ohne Grund ?

    https://www.youtube.com/watch?v=uHE3uVDpPSA

  41. Schopi

    Diese Leute der Einheitsfront sind sich doch selber der beste Beweis dafür, daß ihre auf einem vollkommen falschen Menschenbild aufbauende Bunt-Ideologie nicht aufgehen kann – niemals – alle Weltverbesserer sind grandios gescheitert, brachten nur Unheil.

    Jetzt nur noch Die da, wenn die weg sind dann wird alles gut – der Hass der Guten entlädt sich verbal schon gewaltig, mehr ist zu befürchten, nicht so plump wie damals, es wird keiner im Morgengrauen von Ledermänteln abgeholt – wahrscheinlich gibt es bald schärfere Gesetze, die solche Veranstaltungen oder auch nur bestimmte inhaltliche Handlungen verbieten und dann geht es ab zur Therapie o.Ä.

    Was misstrauisch machen müßte: eine Einheitsfront vom König der Daudis, über Erdowahn, Lindenberg, Heino, Kanzlerin, Papst und Antfa…mindestens die Kommunisten müssten es begreifen, daß sie sich nur zum Handlanger der Besitzenden machen.

  42. Langer

    Ist man darauf eingegangen, dass nun direkte(!) Demokratie gefordert wird…

    Ansonsten brauchen die PEGIDA-Veranstalter neue Schreiber und Sprecher. Da muss jemand etwas frei aus dem Herzen, laut und voller Stolz und in ehrlicher Emotion sagen, nicht dieses holprig-banale Ablesen.

    Ja, das Zahlenspiel. Das spielt keine Rolle, es bleibt dabei, dass ein Mann von Qualitaet mehr wert ist als eine Million bloekender Schafe. PEGIDAs Argumente werden nicht ausgehebelt, nur weil sie lediglich von einer Minderheit begriffen werden (dasselbe gilt fuer die hohere Mathematik) – genauer: Nur weil eine Minderheit mutig genug fuer ihr Eingestaendnis ist.

  43. Luise Werner

    @ f. hecker

    Tolle Geschichte in Villingen. Ich gratuliere. In so einer Minderheit zu stehen bedeutet schon etwas. Die Leipziger Legida war zwar gestern auch Minderheit, aber mit 5000 Leuten ist das etwas anderes als zu 100.
    Was das Triumphieren der Presse betrifft, so seien Sie gelassen. Jede stattfindende Pegida-Demo ist ein Sieg. Das wissen auch alle.

    Bei solchen Presseberichten über die Masse der Gegendemos schwingt auch immer eine seltsam verquere Auffassung von Demokratie mit. Im Prinzip soll ja gesagt werden, „ihr vertretet jetzt nachgewiesenermaßen eine Minderheitenmeinung, also hört auf und seid still“, so als ob es legitim sei, der Minderheit das Recht auf Äußerung zu entziehen.

  44. Florian-pas-Charlie

    P.S.:

    Hey Leute,

    die Hauptstadt Portugals ist ja Lissabon, nicht Porto alias „Bordo“(sprich: Bordeaux). Bitte meinen nächtlichen Lapsus zu entschuldigen.
    Jetzt hab ich mir natürlich die ganze Pointe versaut.
    Das liegt aber nur an meinem bescheidenen Bildungshintergrund. Also sorry nochmal.
    Und ich dachte, die Frau Kositza liest hier vor der Veröffentlichung Korrektur.

    Kositza: Das macht die auch, wenn Sie freischaltet! Aber meistens und insbesondere in diesem Fall schalte(te)n andere frei…

  45. RL

    Ich war in München und die bayerische Polizei hat gute Arbeit geleistet. Hatte nie ein mulmiges Gefühl, im Gegenteil der Kindergarten sorgte eher für Erheiterung. Von der Abschlußkundgebung am Stachus hab ich zwar kein Wort verstanden, weil der Zwergalaufstand so einen Lärm gemacht hat, aber diese Gören haben gleichzeitig auch für ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm gesorgt.

  46. Frenchman

    Bei den Demonstranten fehlen natürlich manche Kreise oder sind kaum vertreten: Da ist der kleine Unternehmer mit seinem stadtbekannten inhabergeführten Laden, da ist der städtische Beamte aus der Behörde, da ist der in einem Tendenzbetrieb Arbeitende. Sie und viele mehr würden ihren Job riskieren. Sollen die zum Sozialfall werden? Nur wegen einer Demo? Es gibt Leute, die anderweitig helfen, aber nicht aus der Deckung kommen können. Wir brauchen auch sie. Ich kenne eine ganze Menge solcher Leute.

    Trotzdem: Demonstrieren ist gut. Jeder sollte dies für sich prüfen und wenn irgend möglich tun.

    Die anderen sollten zumindest spenden und anonym im Internet unterstützen. Das kann jeder.

    Kositza: Stimmt schon. Deswegen vielleicht auch der Eindruck, daß da (auch) Leute mitmarschieren, die „nichts zu verlieren“ haben. Aber grad im tiefen Winter kann man ja mit Mütze und dickem Schal sich ein bißchen verbergen; und Gesicht zu Gesicht mit den Antifas (und erst recht nicht mit den normalen Gegendemonstranten) stand man übrigens nie, wenn man sich nicht ganz, ganz am Rande aufhielt. Und in DD gab´s bislang noch weniger Sichtkontakt.

  47. Nemo Obligatur

    +++BREAKING NEWS!+++BREAKING NEWS!+++ Bundespräsident Gauck rief alle Bürger unabhängig Herkunft und Glauben von zum Einsatz für Demokratie und Toleranz auf +++Breaking News+++

    Naja, was soll man dazu noch sagen? Ich für meinen Teil wäre schon zufrieden, wenn die Bürger ganz allgemeinen keine Verbrechen und Gewalttaten begingen. Jedenfalls muss beim unbefangenen Beobachter der Eindruck entstehen, dass Pegida&Co. eine kleine Minderheit sind, kleiner noch als die versprengte Schar der Moslems in Sachsen. Zudem sind sie neonationalsozialfaschistischrechtsextremradikal unterwandert. Man muss nur mal den Bericht von Frau Kositza mit denen in den meistgelesenen Zeitungen vergleichen. Und wenn Frau Kositza nur einen nicht mehr als unter Augenzeugen üblich, subjektiv gefärbten Bericht gegeben haben sollte, dann muss ich sagen: Die PR-Experten der Ganz Großen Koalition verstehen ihr Handwerk. Inzwischen scheint sogar der Schulterschluss zwischen Linkspartei und Bild-Zeitung vollzogen. Unwort des Jahres ist übrigens das Wort Lügenpresse. Ich kann mich noch gut daran erinnern, in den 80ern, da gab es einen Günter Walraff, der machte damit Furore, dass er am Kiosk „Das Lügenblatt“ verlangte und kommentarlos die Bild ausgehändigt bekam. Alles schon vergessen? Herrliche Zeiten für Oberlehrer heute!

  48. Rumpelstilzchen

    @ Gaucki
    Das Symptom Pegida ist sicher aus dieser Perspektive zu betrachten.
    Sehr kluge Doku. Es läuft immer wieder auf wirtschaftliche Grundlagen hinaus. ( Hans Mundorf: Märkte statt Nationen)
    Ergänzung: http://www.stimme-der-vernunft.de/1Geist_der_Globalisierung.htm

    Eigentlich müßte es zu einem „breiten Bündnis“ der Globalisierungsgegner kommen. Europaweit. Dies könnte Pegida einleiten: Nationen statt Märkte
    Zu diesem Thema müßte es mal ein Themenheft geben.
    Die Engführung „gegen Islamisierung“ verhindert Blick auf Ursachen.
    Trotzdem gibt es Hoffnung:
    Auch wenn das Symptom Pegida ( Monika Maron) verschwinden sollte, so wird ein anderes Symptom der Krankheit auftreten.
    Es gibt kein Zurück mehr hinter Pegida !

  49. t.

    @Kositza: Das mit der Mütze und dem Schal ist eine gute Lösung, ja. Haben Sie auch einen Rat, wenn man sich wegen des Besuchs der Demo grade mit seiner halben Familie zerstreitet? Im Moment scheint meine erste Teilnahme gestern auch meine letzte gewesen zu sein.

    antwort kubitschek:
    bleiben Sie beharrlich, erzählen Sie ausführlich, verweisen Sie auf gute artikel, überwinden Sie die sitzblockade an der haustür.

  50. meierhans

    Was macht eine Lügenpresse, die nicht mehr so genannt werden will?
    Sie lässt das Wort „Lügenpresse“ zum „Unwort des Jahres erklären.

    Denn damit würde die sachliche Kritik und der Dialog gefährdet – sagen die, die jede Kritik für Hochverrat halten. Die Pressefreiheit sei für ein zentraler Teil der Meinungsfreiheit und wichtig für die Demokratie…
    Wichtig ist natürlich auch ein Hinweis auf „Unsere Geschichte“ (Zeit für das tägliche Fünf-Minuten-Schämen) . Schließlich sei der Begriff „Lügenpresse“ schon im Ersten Weltkrieg und dann von den Nationalsozialisten verwendet worden… Lasst mich raten: Es was sehr böse von uns, im Weltkrieg deutschfeindliche Lügen der Engländer („belgische Kinderhände“) zu kritisieren.

    Die Lügenpresse würde natürlich lieber hören, wenn man sie mit „Durchlauchtigste Hoheit Eurer Qualitätspresse“ anreden würde. Ist schon klar.
    Doch dass überhaupt ein „Unwort“ kreiert wird, zeigt den totalitären Charakter der meisten Pressevertreter. Das bedeutet einfach nur: Halts Maul!
    Das ist ihre Pressefreiheit! Die Freiheit, das Volk zu belügen und zu manipulieren.
    Es bleibt dabei. Ihr könnt euch auf den Kopf stellen:
    Eine Presse, die lügt, ist eine Lügenpresse. Und sonst nichts.

    Vorsätzliche Verzerrung und Verschleierung der Wahrheit zur Unterdrückung von Kritik ist Lüge.

    Nur ein Beispiel: Der Pressekodex des Presserates:
    „Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
    In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.
    http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_12____diskriminierungen

    Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“

    Es reicht! Schon längst.

  51. Verehrte konservative und patriotische Freunde,

    No,wos hobst den glaubt ( Uebersetzung ML :-), der viel ‚wienerischer ‚ ist als er manchmal tut & das „Wienerische ist manchmal viel haerter und konsequenter als man in norddeutschen Landen so meint …)

    Nils Wegener’s Statistik gut und fein >>>>> der grosse Wert der PEGIDA etc etc liegt eben in den Anfeindungen. Nicht wehleidig sein und auf den Rechts(?)staat hoffen, diese Art von fFindschaft trage man als Orden!

    Im uebrigen: Paragraphen 227-231 BGB lesen!! Die Konservativen sind keine wehrlosen Laemmchen. Muessen nicht sein.

    Diskutieren ist gut, gezielt handeln ist besser: ich will annehmen dasz wir langsam in Phase 2 kommen >> ganz konkrete Forderungen.

    Pardon, dasz ich aus Sueafrika dauernd „obergescheit‘ funke, aber ich finde diese Entwicklung – gerade aus der Entfernung betrachtet – sehr erfrischend und ermutigend!

    PEGIDA in Sueadfrikas ? Mainstream !! Wuerde noch als zu locker angesehen werden, in allen Bevoelkerungsgruppen!

    HdeA

  52. Rumpelstilzchen

    @t
    Ein Rat, wenn man sich wegen des Besuchs mit Familie und Freunden zerstreitet ?
    Geht mir genauso. Das wird werden. Es spricht alles für uns ! Es macht sogar Spaß, endlich mal Tacheles reden zu können. Hab meiner eher linken Freundin die Doku „Pegida-Stress ohne Grund “ zugeschickt. Sie unterichtet an der VHS ( Warum heißt das überhaupt noch Volkshochschule) „Deutsch für Ausländer“ und meidet dort politische Gespräche wie der Teufel das Weihwasser.
    Einem Nachbar habe ich gesagt : Ich war in Dresden dabei. Ihm fiel die Kinnlade runter.
    Die weitgehend politisch desinteressierte Jugend erlebt ihre erste realpolitische Herausforderung und muß sich positionieren.
    Ich finde die ganz persönlichen Erfahrungsberichte hier sehr wohltuend.
    Eine Frage an die „Macher“:mMerkt Ihr, ob hier mehr und andere Leute mitlesen ? Interessiert sind ?

    Kositza: Na, und ob! Die Leserschaft (nur online…) hat sich in den vergangenen beiden Monaten fast verdreifacht.Und gestern war unser „Allzeithoch“ (sagt man so?) mit fast 30.000 Besuchern und einem Vielfachen an Klicks.

  53. Cicero

    @Diverse: Tatjana Festerling scheint ja inzwischen ne richtige Berühmtheit zu sein. Sie ist aber noch in der AfD, ganz sicher.

    Zu den Pedida-Demos fällt mir auch immer ein, was mir mein Vater aus seiner Kindheit erzählte von den nächtlichen Fackelzügen der Kommunisten und Nazis Anfang der Dreißiger Jahre in Königsberg, die dann aufeinanderstießen. Da sollen dann meist ein paar auf dem Schlachtfeld zurück geblieben sein. Gemessen daran sollte man auch nicht zu zimperlich sein, wenn einem der politische Gegner heutzutage zusetzt.

    So spannend wie jetzt wars schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Läuft doch gut für unsere Seite. Und immer wieder wartet eine neue überraschende Wendung um die nächste Ecke. Wer dachte gestern an Pegida oder vorgestern an die AfD?

  54. Trouver

    Und zu all den „Gegendemos“ sei getrost hinzugefuegt, dass die SED um, sagen wir, 1984, vielmehr Personeneinheiten zu ihren Massenveranstaltungen hinschaufelte, als jetzt die Xenokraten.

    Wo ist jetzt diese SED?

    Wo ist Erich Honecker?

  55. meierhans

    An Herrn Bachmann und die verplante Dame in München:

    Hört auf mit Reden-Halten, hört, auf, der Lügenpresse ! Interviews zu geben.

    Herr Bachmann wird noch zum Islam konvertieren, um zu beweisen, dass er nichts gegen Moslems hat, Frau Planlos labert sich durch die Gegend und liefert in jedem Satz den Hetzern eine Vorlage.

    Hört auf, euch zu entschuldigen, dafür dass es euch gibt.
    Hört auf, euch zu entschuldigen, dafür dass ihr in eurem eigenen Land in Ruhe unter Landsleuten leben wollt.
    Hört auf, von denen geliebt werden zu wollen, die euch beseitigen wollen.

    Fangt an, euch selbst zu achten!
    Es geht nicht um Worte und Rechtfertigungen.
    Es geht um die echten Menschen auf der Straße – sie zeigen: Wir sind da. Wir lassen uns nicht mehr zerstreuen und an den Rand drängen.
    Wir sind das Volk und das ist unser Land.

  56. Olaf

    Je größer die Zahl der staatlichen Gegendemonstranten ist, desto mehr ist das eigentlich ein weiterer Beweis für das Versagen der Altparteien und eben nicht, wie sie dummstolz glauben ein Erfolg. Denn dieser Staatsdemozirkus zeigt doch nur, wofür Steuergeld, Kraft und Zeit verschwendet werden, nämlich zum fanatischen Kampf gegen den freien Bürger. Die riesigen, realen Probleme dieses Landes auf dem Weg nach unten, scheinen die Politiker nicht besonders zu interessieren, Pegida stoppen, hat für die Politversager oberste Priorität.

  57. Hartwig

    @ Frenchman, t

    Bitte die Kirche im Dorf lassen!
    Sein Demonstrationsrecht in Deutschland wahrzunehmen, ist als Pegida-Demonstrant zwar nicht ganz leicht, aber nun wirklich auch kein subversiver Akt, bei dem man (arbeits-)rechtliche Konsequenzen fürchten müsste. Ich füge hinzu: Ausnahmen mögen auch hier die Regel bestätigen.
    Dennoch widerspreche ich hier ausdrücklich diesem Kleingeist!

    Und was innerfamiliere Auseinandersetzungen betrifft: Die kenne ich auch. Deshalb wird Politik zu Hause zumeist vermieden. Hilft und wirkt auch ganz allgemein wohltuend. Kaufen Sie eine Flasche Massageöl und verwenden Sie es bei Ihrer Frau vom Knöchel bis zum Halsansatz; thematisieren Sie Entspannungstechniken … kein Witz.

  58. Gustav Grambauer

    Hartwig

    „Kaufen Sie eine Flasche Massageöl …“

    Hihi, bei uns ist es umgekehrt, meine Frau, vom Fach, versucht oft vor dem Schlafen-Gehen, mich mit ihren „Wellness“-Angeboten und aller Verführungskunst von der „Kiste“ wegzulocken. Eine „Luvos-Gesichtsmaske“ steht seit Jahren (!) augenzwinkernd auf meinem Badewannen-Rand (ich zwinkere zurück), Hopfen-Tee habe ich bisher immer erfolgreich als harntreibend in der Nacht zurückweisen können, zu ihrer neuen Ultraschall-Lampe („nur für dich gekauft“) mußte ich ihr gerade erst ein paar deutliche Worte aus männlicher Position sagen – aber zumindest bei ihrer Lymphdrainage gebe ich all meine Prinzipien auf. Im Grunde hat sie recht: man sollte den Tag nicht mit Politik ausklingen lassen.

    - G. G.

  59. oscar

    Ich bin nicht mehr der Jüngste, bin Leipziger, und habe mir die LEGIDA Demo am Montag angeschaut, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Das, was ich gesehen habe, hat mich bis ins Tiefste erschüttert: Wütende, krakelende. pfeifende, laut schreiende Schüler und Studenten, welche aus den Schulen und Universitäten nach Leipzig gekarrt wurden (auch die Leipziger Uni war voll vertreten). Der Unterricht in den Schulen und Universitäten wurde ab 15 Uhr auf die Straße verlegt. Teilnahme war Pflicht. Diese stellten dann die Gegendemonstranten dar.Ältere Menschen aus der Mittelschicht sah man kaum.
    Meine Güte, wenn das die Zukunft von Deutschland sein soll, dann „gute Nacht Marie“ . Die Linksautonomen, welche auch zahlreich vertreten waren, randalierten zudem noch heftig, indem sie ein Auto und Mülltonnen in Flammen aufgehen ließen.
    Die Teilnehmer der LEGIDA bewegten sich ruhig und viele sicherlich mit Angst um ihr Leben über ihre vorgeschriebene Marschroute. Außer einigen Skandierungen „Wir sind das Volk“ oder „Lügenpresse“ kam da nicht viel.
    Ich bin zutiefst enttäuscht von der Stadtverwaltung, allen voran OB Jung, welche zu diesen haßerfüllten, skandalösen Gegendemos auch noch aufruft.

  60. Friedrich

    Sprüche für Banner auf der nächsten Demo:
    Wir sind Beethoven
    Ihr seid Merkel

  61. t.

    @Hartwig: Die eigene Frau ist auf dem rechten Weg, sonst wäre sie ja nicht meine Frau geworden.

    Ich möchte mich jedenfalls Rumpelstilzchen anschließen: Die persönlichen Erfahrungen hier sind sehr wertvoll. Danke auch für die übrigen Ratschläge!

  62. Gustav Grambauer

    „Wir sind Beethoven“

    Sie mokieren sich über die nicht Marshall-Rosenberg-konforme Verwendung des Wortes „Lügenpresse“, zugleich krakeelen sie die „Ode an die Freude“ ab.

    Dieser Pöbel, der den Popanz „Bildung“ wie eine Monstranz vor sich herträgt (allerdings auf UNESCO-Niveau), weiß natürlich nicht, daß die Zeile „Untergang der Lügenbrut“ zu ebendieser Ode gehört.

    - G. G.

  63. Björn

    hallo legida freunde
    man hat uns beschimpft mit flaschen u steinen beworfen u auf dem heimweg wurden wir sogar überfallen von antifa-studenten.
    einer von ihnen schlug mir sogar grundlos ins gesicht ohne großen erfolg,denn: WIR KOMMEN WIEDER
    ich höre nun in aller ruhe schöne musi u warte auf ein neues abend-laufen
    in der hoffnung auf eine bessere welt für unsere kinder u uns.

    Frei.Wild – Schlagzeile groß – Hirn zu klein

  64. Leo

    @ G. G.

    […] weiß natürlich nicht, daß die Zeile „Untergang der Lügenbrut“ zu ebendieser Ode gehört.

    Man lernt nicht aus…
    Wusste ich auch nicht. (Habe ich ja auch noch nie singen müssen.)

    Beim nächsten Mal bekommen meine Schüler den Text inkl. dieses Schlusses. Danke!

  65. Sibylle Kuhne

    SPAZIERGANG

    Montag, den 12. Januar 2015, habe ich an der ersten LEGIDA-Demonstration teilgenommen.
    Weil ich die Bevormundung satt habe, weil ich die Hetze satt habe, weil ich für Meinungsfreiheit, gelebte Demokratie und Rechtsstaat bin. Weil ich mir vorgenommen habe, nicht mehr feige zu sein, sondern mich zu meiner Meinung zu bekennen. Und weil ich mir selbst ein Bild machen wollte. Das Positionspapier und alle Infos hatte ich mir aus dem Internet geholt.

    Seit dem Vormittag ein ungeheures Polizeiaufgebot aus ganz Deutschlang in der Stadt. Das ganze Viertel abgesperrt, keine Straßenbahn, kein PKW, Polizeiautos Stoßstange an Stoßstange. Insgesamt waren acht Demonstrationen genehmigt worden, die auf engem Raum stattfinden sollten – LEGIDA und sieben von Stadt, Kirche, Uni, Künstlern, Theater, Gewerkschaften etc. organisierte Gegendemos, deren Wege sternförmig auf die kurze Route der LEGIDA-Demonstranten zuliefen.
    Aus Angst bin ich auf Umwegen zu Fuß zum Red Bull Stadion gegangen. Es gab nur einen kleinen polizeigeschützten Durchlaß, den ich zufällig erreicht hatte. Alle anderen Zufahrtswege, Straßen, auch eine Brücke, waren von Gegendemonstranten blockiert.
    Ich war froh, auf eine Gruppe junger Leute zu treffen und schloss mich ihnen eine Weile an. Im Internet hatte ich von zu erwartenden ca. 800 LEGIDA-Demonstranten gelesen und war überrascht, wie viele Menschen gekommen waren. Lt. Polizeibericht annähernd 5000! Wenige Fahnen, selbst gebastelte Schilder „Gegen religiösen Fanatismus und Gewalt“, „Delitzsch grüßt Leipzig“, schwarz-rot-gelbe Lampions. Junge und Alte. Arbeiter und Akademiker. Pärchen, überwiegend Männer. Keine Verlierer der Gesellschaft. Mitgestalter. Kein „Aufmarsch mit den bekannten Parolen“, ruhig, friedlich, voller Erwartung. Mit verschiedenen politischen Anliegen, geeint in der Wut, mit der Nazikeule als „Mischpoke“, „Pack“, „Schande Deutschlands“ in die rechte Ecke gestellt zu werden, von einer gleichgeschalteten Presse belogen zu werden. „Wie in der DDR“. Es geht um Wiederherstellung der Meinungsfreiheit und Aufrechterhalten der Demokratie, um Selbstachtung als Deutsche und geregelte Zuwanderung. Es geht um die eigene Identität, die gefährdet ist.
    Etliche waren schon 89 dabei. Ich habe mit sehr vielen Demonstranten gesprochen. Alles vernünftige Leute, die das Vertrauen in die Politik verloren haben und wachrütteln wollen.

    Als erster sprach ein Holländer und den Menschen aus dem Herzen, wenn er sagte, dass er gern in Deutschland lebt, dass er sich wie jeder an die Regeln in diesem Lande zu halten hat. Er sprach von Leistung und Mißbrauch, von Stolz – nicht nur zur Fußballweltmeisterschaft.
    Die Leute haben sehr genau zugehört und wenn sie gerufen haben „Wir sind das Volk“ lag die Betonung auf WIR – denn unablässig wurden wir von den „Anständigen“ mit „Nazis raus!“ bombardiert. Und dieses WIR ist ein Signal an die Politik. Spontane Rufe „Lügenpresse“, die jeder versteht, der die Verdrehungen, Vorverurteilungen, Verleumdungen verfolgt hat.
    Dann sprach eine junge Frau – Tatjana Festerling – , die wegen ihres Engagements für PEGIDA die Arbeit verloren hat. Eine emotionale, kluge Rede über die Missstände, die alle bewegen. Aber auch mit der Hoffnung, dass alle Kräfte sich bündeln mögen – „für ein einig Vaterland“.
    Dazwischen das Gebrüll der Gegendemonstranten, die von Polizisten mühsam zurückgehalten wurden.
    Dann der „Spaziergang“. Ich hatte eine LED-Kerze mitgebracht und lief wieder mal mit dem und jenem ein Stück. An jeder Straßeneinmündung mussten die Gegendemonstranten in Schach halten, Antifaleute, die „Scheiß Deutschland“ brüllten, trommelnde Studenten, „Nazis raus!“-Rufer. Noch von 1989 geübt, hörte ich von den LEGIDA-Demonstranten immer wieder: „Schließt euch an“, WIR sind das Volk“ und „Wir kommen wieder!“. Die Wendezeit-Rufe! Keine „fremdenfeindlichen Parolen“, wie es täglich in der Presse steht.
    Zum Schluß trafen wir wieder auf dem Platz vor dem Red Bull Stadion ein. Wieder wurde eine Rede gehalten. Diesmal war sie mir zu forciert „volkstümlich“. Jetzt weiß ich, dass der Redner kurz vor seinem Auftritt erfahren hatte, dass linke Chaoten sein Haus bei Dresden, in dem sich seine Frau und beiden Kinder aufhielten, angegriffen haben, während er bei der Demo ist.
    Und auch wir wurden angegriffen. Auf einmal flogen Steine. Schwarze Gestalten waren auf dem Flachdach über uns aufgetaucht und verschwanden gleich wieder.

    Die Menschen, die am nächsten Tag in der Presse lesen, dass ihr Bürgermeister stolz auf die „Anständigen“ ist, die sich den „fremdenfeindlichen“ Kräften entgegengestellt haben, werden am nächsten Montag wieder für Meinungsfreiheit in einem demokratischen Deutschland und einen Politikwechsel demonstrieren – und noch Freunde mitbringen.
    Wenn nun derselbe Bürgermeister verlauten läßt, er sei zwar gesprächsbereit, aber man müsse schon auf ihn zugehen, bestätigt das nur, wie weit sich Politiker vom Volk entfernt haben –anstatt hinzuhören und zu handeln.

  66. kupfer

    Ich wollte heute mit meiner Frau 16.00 nach Leipzig fahren mit der Bahn
    Chemnitz-Leipzig.Kaum eingestiegen wurde uns gesagt,der Zug fährt nur bis ca 10km vor Leipzig.Es hatte einen Anschlag auf die Bahnanlagen gegeben.Also schnell wieder raus,mit dem nächsten Zug zurück und dann mit dem Auto nach Leipzig gehetzt.Gerade noch geschafft.Dann höre ich dort,auch die Bahnverbindung Dresden Leipzig wäre gestört wegen einem oder mehreren Anschlägen.Kann ich mir zwar vorstellen nach dem Anblick der hasserfüllten sog. „Antidemos“.Wer große Blumentöpfe aus einem Haus am Leuschnerplatz auf Menschen wirft,hat sicher auch keine Hemmungen bei ähnlichen Straftaten.Oder sollte ich mir eher die Frage stellen,ob das womöglich Mittel waren,um Leute gezielt von Leipzig abzuhalten?Vielleicht war es ja garnicht der rote Mob???Nachdenken ist erlaubt.Jedenfalls haben sehr viele Leute gesagt,daß sie nur mit extremen Aufwand zur Demo durchgekommen sind.Auch wir haben 35min gebraucht und wurden von der Polizei immer weitergeschickt,obwohl es für die sehr zahlreiche Polizei absolut möglich gewesen wäre,entsprechende Gassen freizuhalten..Hatten da wohl sicher eher nicht die Aufgabe,den Zugang zur Demo zu gewährleisten.Aber davon abgesehen hat es extrem viele Dankes-Rufchöre in Richtung der Polizei gegeben.Die hat ihren Job ansonsten extrem gut erfüllt und man war sicher im Demo-Raum.Herzlichen Dank an Euch.Übrigens habe ich nicht ein Plakat mit Rassenhass oder ähnlichem gesehen.Auch keinen entsprechenden Chor gehört.Keinen einzigen Menschen,der versucht hätte,jemand anzugreifen oder ähnliches.Was ich bemerkt habe,es läuft eine erhebliche Zahl Mittelschicht mit.Keine Dummen.Die gab es wohl eher auf der Gegenseite.Ich kann nur sagen,auch wenn ihr keine Pegidabefürworter seid,lauft mal mit und schaut Euch die Leute mal an bei den sog.Gutmenschen.Wenn ich von denen meine Rente erarbeitet bekommen soll,arbeite ich eher bis zum Tode.Das ist sicherer…
    War vorher noch nie auf einer Demo.War auch aus diesem Blickwinkel extrem interessant.Ich kann nur sagen,wenn das unsere Zukunft sein soll,was ich da an linkem Mob,Autonomen und dergleichen gesehen habe und das dann auch noch mit allen Mitteln von Stadt und Staat unterstützt wird….gnade uns Gott in einigen Jahren.Aber vielleicht bin ich dann hoffentlich schon tot oder im anderen Falle schaue ich mir das Elend aus einem lebenswerten Ausland an.Das gibt es ja auch noch.Ich glaube jedoch bei allem guten Willen nicht,daß diese gut gemeinte und verantwortungsvolle Bewegung den Staat zur Vernunft bringen kann.Und selbst wenn,dann muß auch ein deutscher Politiker bei jeder Entscheidung immer nachfragen bei einer Macht,die sich auf einem anderen Kontinent befindet.Und die den ganzen Stress verursacht hat.Ich glaube also resignierend,daß es für dieses Land bereits zu spät ist.Ich hoffe aber zumindest,daß es gelingt,den Niedergang unseres Landes und unserer Kultur wenigstens etwas zu verzögern.Bleibt also gesund und haltet durch.Viel Glück

  67. kupfer

    Inzwischen hat Polizeipräsident Merbitz zugegeben,daß es Probleme beim Zugang zur legida gab.Mann will das verbessern.Immerhin… man wird es kritisch verfolgen nächsten Mittwoch….

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