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Udo Ulfkotte – „Gekaufte Journalisten“

ulfkottevon Christian Marschall

Über Udo Ulfkotte mag man die Augen verdrehen, er gehört zu der Sorte Vielschreiber, die ein Buch nach dem anderen aus dem Ärmel schütteln können, jeden Trend wittern und als „unbequeme Aufdecker“ im Hochfrequenzbereich reüssieren. Vorgestern Überfremdung (SOS Abendland, Albtraum Zuwanderung und Vorsicht Bürgerkrieg), gestern Finanzcrash (Mit Gold durch die Krise), heute Selbstversorgung (Mein Feld, mein Wald, mein Teich): Ulfkotte stellt zu jedem Thema ein süffiges Buch zusammen. Mit seinem neuen Titel – Gekaufte Journalisten – allerdings kehrt er zu seinen Wurzeln zurück:

Ulfkotte, Jahrgang 1960, ist ein Vollblutjournalist. Er schrieb an vorderster Front für die Leitmedien, lange Jahre für die FAZ, später für Gruner + Jahr. Ein akademischer Genuß ist auch die neueste Veröffentlichung des zornigen Vielschreibers nicht. „Unsere Alpha-Journalisten haben einen totalen Blackout (… ) Ganz dicht scheinen die dort nicht mehr zu sein“, so tönt es von der ersten Seite. Das klingt nach extremer Einfühlung in den Stammtischbesucher.

Jedoch: Erstens nimmt die sprachliche Qualität von Gekaufte Journalisten im Verlauf des Buches zu, zweitens sind es in der Tat haarsträubende Zustände, von denen Ulfkotte zu berichten weiß. Er tut es aus erster Hand, und er verpackt seine wirklich tiefgreifende Medienschelte in die Form einer Selbstbezichtigung: Er betont wiederholt, daß (und inwiefern) er über lange Jahre Teil jenes Zirkels war, den man Medienmafia wird nennen dürfen – und daß er (der bei vielen Aufträgen damals immerhin sein Leben empfindlich auf’s Spiel gesetzt hatte) sich heute dafür schämt.

Dieses Buch ist mitnichten eine Pauschalwatsche gegen die „Mainstreammedien“, sondern ein akribisch recherchierter, durch ausführliche Anmerkungen sowie ein Personenregister zusätzlich aufgewerteter Sündenkatalog aus der Feder eines Innenseiters. Unter den fünf Kapiteln ist das erste („Simulierte Pressefreiheit: Erlebnisse bei Verlagen“) das längste. Ulfkotte berichtet hier vor allem aus seiner Zeit bei der FAZ, wo er siebzehn Jahre als Redakteur im Ressort Außenpolitik angestellt war. Er (damals ein „eitler FAZke“) schildert, inwiefern Korrespondenten mit politischen Lobbyorganisationen verflochten sind, wie US-Fördergelder bereitstehen, um deutsche Mediennutzer im proamerikanischen Sinne zu beeinflussen, wie mit Mitarbeitern verfahren werden kann, die sich weigern, mit dem Bundesnachrichtendienst zusammenzuarbeiten und wie das „anrüchige System“ funktioniert, das hinter Journalistenpreisen steht.

Keinesfalls handelt es sich hierbei um Verschwörungsprosa: Ulfkotte braucht keine obskuren Netzseiten zu zitieren, er nennt Roß und Reiter. Im zweiten, viel zu kurzen Kapitel widmet er sich anhand der beispielhaften Berichterstattung zu Thilo Sarrazin und zu der Arbeitsmarktöffnung für Rumänen und Bulgaren (heute-journal, jubelnd: dies seien „die Preußen des Balkans“) den Mechanismen der gleichgeschalteten Meinung. Für das Kapitel „Alpha Journalisten auf Linie mit den Eliten“ hat Ulkotte tabellarisch zusammengestellt, welche Vorschreiber mit welchen einflußreichen Organisationen (Bilderberg, Atlantik-Brücke, Atlantische Initiative, American Jewish Comittee) verbändelt waren oder sind.

Freilich erscheint nicht restlos alles, was hier als Skandal! offenbart wird, wirklich skandalträchtig oder offenbarungswürdig. Das ist deshalb schade, weil dadurch die Konturen jener Angelegenheiten verwischt werden, die als himmelschreiende Mißstände angesehen werden müssen. Bei den aufgezählten Missetaten eines Alexander von Schönburg etwa (der als sozialer Absteiger, wie der Autor genüßlich erwähnt, „Zigaretten schnorrte“, wiewohl er ein Buch übers Nichtrauchen geschrieben hat; der einmal Heiligabend mit dem 25.Dezember verwechselte und dem Ulfkotte vorwirft, wegen seiner Adelskontakte sich habe „einkaufen“ lassen) darf man vermuten, daß hier eine Privatfehde ausgetragen wird.

Auch daß die FAZ neue Bücher von FAZ-Redakteuren redaktionell erwähnt, wird man nicht als unredlich empfinden müssen, des weiteren bleibt Ulfkotte einen Nachweis schuldig, inwiefern Burschenschaften (Mitglieder beispielsweise: Markus Söder, Kai Diekmann, Rezzo Schlauch) als relevante Netzwerke tätig sind.

Was schlägt der Autor vor? Organe der Desinformation kündigen, Staatsfernsehen (ARD und ZDF streichen jährlichen 7,5 Milliarden Zwangsgebühren ein!) abschalten, den verantwortlichen Herausgebern und Redakteuren die Gründe dafür schreiben. Vielleicht ist auch dies ein hoffnungsloses Unterfangen: Ulfkotte zitiert aus einer Schrift des Londoner Verteidigungsministeriums. Demnach ist es gut denkbar, daß man gar nicht mehr ausschalten kann. Prognositiziert wird – und zwar nicht vom Buchautor, sondern von den Mächtigen aus London! – daß um das Jahr 2035 jedes Kind mit einem implantierten Chip versorgt sein wird.

Udo Ulfkotte: Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken, Rottenburg: Kopp 2014, 336 S., 22.95 € – hier bestellen.

22 Kommentare zu „Udo Ulfkotte – „Gekaufte Journalisten““

  1. Marcus Junge

    1. Nur weil er „viele“ Bücher schreibt, bedeutet das nicht, daß diese untauglich sind. Außerdem sind viele davon Themengleich, Islam (und Geheimdienste), weshalb er wahrscheinlich das Quellenmaterial vorrätig hat und im Thema steht, weshalb dann durchaus mehrere Veröffentlichungen, zum gleichen Themenkomplex, in kurzer Zeit, auch mit Hilfe von Co-Autoren, wohl keine Hexerei sind.

    2. Skandalisiert er selber gar nicht alles, was im Buch steht, sondern formuliert stellenweise sehr bedächtig.

    3. Soll das eine Trilogie werden, also sollte man vom ersten Buch nicht gleich den Inhalt aller 3 erwarten.

  2. Berthold Bauer

    Ulfkotte ist naiv. Schon der Vorschlag, die „Organe der Desinformation“ zu kündigen, zeugt von Ahnungslosigkeit. Ich habe seit 2000 weder Radio, noch Fernsehen und zahle trotzdem an die GEZ. Gerichtlich festgestellt.

    Kommentar Christian Marschall:
    Nein, naiv ist Ulfkotte ganz bestimmt nicht. Deshalb schreibt er auch von „Zwangsgebühren“. Kündigen, so sein Vorschlag, sollte man – und zwar, um Wirksamkeit zu entfalten, am besten mit Begründung – jene Medien der offensiven Desinformation, die ansonsten gekauft/abonniert werden.

  3. quer

    Ich habe mir das Buch gekauft. Ich werde es lesen; und zwar im Kontext von „So lügen Journalisten“ 2001, Bertelsmann, ISBN 3-570-00199-7

    Es ist offenbar die Fortsetzung und Konsequenz eines inzwischen völlig verlotterten Berufsstandes. Desinformation statt Information. Dazu paßt das Versagen in Sachen „NSU“.

    Siehe auch die Bestätigung dafür in „Das NSU Phantom“ von Kai Voss, Ares 2014, ISBN 978-3-902732-35-4

    Mit anderen Worten: Selbst dem dämlichsten Politiker kann mehr Glauben geschenkt werden, als einem heutigen „Journalisten“. Wer heute noch eine Tageszeitung abonniert, ist selbst schuld. Lieber dafür Bücher kaufen. Die sind weniger zensiert, als die Presse.

    Obwohl: Ulfkotte wurde bereits einmal zensiert: „Der Krieg in unseren Städten“, Eichborn 2003, ISBN 3-8218-3978-3. Schwärzungen in der 2. Auflage, veranlaßt und durchgesetzt von der Türken-Mafia unter Mithilfe der „Justiz“. Ich habe die 1. (noch komplette) Auflage.

    Es würde mich nicht wundern, wenn die Zensur erneut zuschlagen würde.

  4. Martin

    Vorab:
    Ich habe noch kein einziges Buch von Ulfkotte gelesen. Dieses hier vielleicht, da das Thema mich interessiert.

    Aber:
    Bemerkenswert an Ulfkotte ist, dass er mittlerweile Bücher recht erfolgreich vermarkten kann, obwohl er totgeschwiegen wird und mit diesem Buch sicher noch viel mehr totgeschwiegen wird. Evtl. erleben wir zu diesem Buch ja auch noch die eine oder andere juristische Auseinandersetzung, wobei so etwas ja den Autor schon eher wieder adeln würde, daher wäre das taktisch falsch von seinen Gegnern. Wie auch immer, wer nur ein bisschen Kontakt in die „Journalisten“-Szene hat, der weis, wie wenig echte unabhängige Verlage und Zeitungen es überhaupt noch gibt (falls es überhaupt unabhängige gibt, fast jede trabt doch irgendeiner vorgehaltenen Mohrrübe hinterher) und wie streng die Vorgaben sind (wer nicht spurt, der wird eben durch einen „freien“ ersetzt etc.).

    Zur Besprechung des Buches:

    des weiteren bleibt Ulfkotte einen Nachweis schuldig, inwiefern Burschenschaften (Mitglieder beispielsweise: Markus Söder, Kai Diekmann, Rezzo Schlauch) als relevante Netzwerke tätig sind.

    Mit Verlaub, dieser Einwand ist peinlich. Natürlich ist jede Burschenschaft zunächst erst einmal ein grundsätzlich relevantes Netzwerk – Die Frage ist nur, welchen Wert es und welchen tatsächlichen Einfluss es für den Einzelnen dann im Einzelfall hat/ausübt/bringt. Dies kann für den einen sehr viel, für den anderen oder besser die meisten sehr, sehr wenig sein, nur eines sollte man nicht:

    Selber, wenn Schlagworte wie „Atlantikbrücke“, „Rotary“, „B´nai B´rith“, „Freimaurer“ etc. fallen, sofort das große Strippenziehen und die Verschwörung monieren, dann aber bei Bünden, die irgendwie zum eigenen Lager zählen, dies dann erst einmal abstreiten. So verkauft man Leute schlicht für blöd. Selbstverständlich gilt auch für die, aus wessen Sicht auch immer, „anrüchigen“ Clubs und Zirkel der vermeintlichen Verschwörung, dass der Einfluss geringer ist, als vermutet und wenn, dann klüngeln zumeist nur Einzelne, die dann u.U. sich gleich in mehreren dieser Organisationen wiederfinden lassen, und die große Masse vom Rest läuft ohne jeglichen Berührungspunkt zu so etwas mit.

    kommentar kubitschek:
    kennen Sie eine burschenschaft von innen? dieser verband war vielleicht mal eine macht, aber er ist es seit langem nicht mehr. das weiß ich als jemand, der es einige male versucht hat, das netzwerk „DB“ als netzwerk ernst zu nehmen.

  5. Martin

    kennen Sie eine burschenschaft von innen?

    Ich war nie Mitglied einer Burschenschaft, viele meiner Kollegen waren/sind (als alte Herren) aber Mitglieder (zum geringen Teil „brachte“ es ihnen auch etwas). Ich selber bin aber bei einigen Clubs und Organisationen, denen immer wieder „Teil des Systems“ zu sein, vorgeworfen wird. Für diese habe ich eine „Innensicht“ und kann nur sagen, an diesen Vereinigungen selber liegt es eigentlich grundsätzlich nicht, außer, dass sie sich natürlich als Säulen der Gesellschaft sehen, und so ist dann auch mein letzter Absatz zu verstehen.

    Das beste Argument gegen die linke Sicht, dass Burschenschaften Seilschaften seien, ist aber in der Tat, dass es ganz offensichtlich zu keinen sichtbaren Erfolgen etwaigen Seilertums oder zielorientierten Handelns auf rein politischen Gebiet gekommen ist oder kommt.

  6. Nordlaender

    @ Martin

    „Selbstverständlich gilt auch für die, aus wessen Sicht auch immer, „anrüchigen“ Clubs und Zirkel der vermeintlichen Verschwörung, dass der Einfluss geringer ist, als vermutet und wenn, dann klüngeln zumeist nur Einzelne, die dann u.U. sich gleich in mehreren dieser Organisationen wiederfinden lassen, und die große Masse vom Rest läuft ohne jeglichen Berührungspunkt zu so etwas mit.“

    Finde es ärgerlich, wenn so ein liederlicher Umgang mit Begriffen wie „conspiration“/ „conspiration theory“ („Verschwörung“/“Verschwörungstheorie“) betrieben wird.

    Diesen Begriff lasse ich nur durchgehen, wenn eine penible Definition geleistet wird.
    Verschwörungsleugner hängen dem Glauben an, daß es keine nichtöffentlichen (geheimen Absprachen) gibt.
    Verschwörungstheoretiker müssen sich mit solchen Fragen befassen, welche Bande z.B. für den Überfall auf einen Geldtransport verantwortlich ist, ob hinter einer auffälligen Preiserhöhung womöglich ein illegales Preiskartell steckt. Ob sich das Abstimmungsverhalten einer Partei (z.B. in Sachen ESM) so erklären läßt, daß es vorher geheime Absprachen gab.

    „Das beste Argument gegen die linke Sicht, dass Burschenschaften Seilschaften seien, ist aber in der Tat, dass es ganz offensichtlich zu keinen sichtbaren Erfolgen etwaigen Seilertums oder zielorientierten Handelns auf rein politischen Gebiet gekommen ist oder kommt.“

    Nö.
    Die vollständige – oder relative – Erfolglosigkeit einer Seilschaft ist alles andere als ein Beweis für die Nichtexistenz einer Seilschaft.
    Und schon gar nicht ist eine Aussage deshalb verkehrt, weil ein „Linker“ (was immer das sein mag) diese getätigt hat. Richtig ist nur, daß es nicht auszuschließen ist, daß diese und jene Aussage eines „Linken“ unwahr sein könnte (Konjunktiv).

  7. Bernhard

    Ich habe alle Bücher von Ulfkotte zur Überfremdung und Islamisierung mit Gewinn gelesen.

    Etliche wurden verschenkt, wobei es nur positive Rückmeldungen gab.

    Der Mann hat Wissen und kann gut schreiben.

    Besonders gefällt mir, daß er auch englischsprachige Wissenschaftler kennt. Er liest hierzulande schon Rushton, Lynn, Vanhanen, Jensen oder Sarich?

  8. Heinrich Brück

    Dr. Paul Craig Roberts hat es einmal so formuliert:
    (Mein Doktorvater, der später eine hohe Position im Pentagon einnahm
    und dafür sorgen sollte, den Vietnamkrieg zu beenden, antwortete auf
    meine Frage, wie es Washington immer gelinge, die Europäer dazu
    zu bringen, das zu tun, was es von ihnen verlange: „Geld, wir geben
    ihnen Geld.“
    „Auslandshilfe?“, fragte ich nach. „Nein, wir geben den führenden
    europäischen Politikern ganze Koffer voll Geld. Sie sind käuflich,
    wir kaufen sie. Sie berichten uns.“)

  9. Die Verengung auf den Seilschaftsaspekt wird den meisten genannten Gruppen eh nicht gerecht.

    Die Freimaurer beispielsweise brauchen in erster Linie Agenten, im allgemeinen Sinne von lat. agere.

    Bilderberg hingegen ist schlicht ein Kongreßersatz: Wenn Menschen zusammenkommen und in einer Runde gemeinsame Fragen formulieren, beginnen sie von ganz alleine, sich als Teil eines Souveräns zu verstehen. Man hat sich geeinigt. Das bindet, auch wenn es keine formalen Fesseln gibt.

    Natürlich kann der so entstandene Konsens von den Mächtigen jederzeit gebrochen werden, aber das geschähe unerwartet.

    Rotarier kommen der freimaurerischen Forderung nach, Gutes mit dem eigenen Geld zu tun. Also so eine Art Examen.

    Und die Atlantikbrücke… nun ja, ein Vehikel zur Selektion tauglicher Servilität.

    Das sage ich ohne das geringste Insiderwissen, ist aber alles ganz leicht erkennbar, wenn man nur bedenkt, daß jede noch so geheime Gruppe nach außen hin ihr Image so gestalten muß, daß es die Richtigen anspricht, also:

    Freimaurer, Image Geheimwissen, spricht Leute an, die zur Not tun, was man ihnen sagt, ohne zu fragen, warum, denn schließlich ist es ja auch o.k., wenn sie der Allgemeinheit gegenüber über Geheimwissen verfügen, deshalb sind sie ja überhaupt nur gekommen, also müssen sie auch akzeptieren, wenn man ihnen nicht alles sagt.

    Bilderberg, Image wichtig, spricht Leute an, welche vertrauliche Konsensbildung von Haus aus für wichtig halten und sie entsprechend ernst nehmen.

    Rotarier, na, da ist’s trivial und alles ganz offen.

    Atlantikbrücke, kaum mehr verhohlen…

    Und Burschenschaften?

    Burschenschaften sprechen Leute an, welche gerne Bier trinken, Lieder singen, nichts gegen einen Schmiß haben und im Zweifelsfalle gerne ein paar Gleichgesinnte kennten.

    Ich denke, als Jurastudent eine wichtige Sache. Als Medizinstudent herzlich egal.

    Na, ich hab‘ Mathematik studiert, mir war’s eher egal und hinsichtlich Bierkonsum wär’s sogar etwas störend gewesen.

    Nein, Jura, BWL… das sollte eigentlich das Gros der Burschenschaftler sein.

  10. Nordlaender

    @ Bernhard

    „Er liest hierzulande schon Rushton, Lynn, Vanhanen, Jensen oder Sarich?“

    Jensen?

    Ich.

    Aber erst ziehe ich dann sicherheitshalber immer alle Vorhänge herunter. Denn die aktuelle Wissenschaft von Franz Boas (Cultural Anthropology) über Israel Ehrenberg bis Richard Lewontin belegt ja, daß die Art homo sapiens sapiens mit der Evolution und der Biologie nichts (mehr) zu tun hat.

    Kein Interesse daran, mich eines Tages als Biologist, als jemand, der uns Menschen als Bestandteil der Natur betrachtet, aus der Öffentlichkeit, dem Berufsleben, vertrieben zu werden und womöglich dann fürderhin mit Billigdosenbier auf irgendeiner Parkbank ein trauriges Restdasein zu fristen.

    Mein Hedonismus geht vor.

  11. GFC

    Obwohl die Öffentliche-Rechtlichen es gut verdient hätten, auf die GEZ in Zukunft zu verzichten, am Ende brächte es nichts, die Zwangsgebühren und sonstige staatliche Hilfe zu kürzen oder zu beenden. Das eigentliche Problem heißt die fast komplette Kontrolle der Medien durch eine Elite, die gegen das eigene Volk agiert. Ein Medienestablishment das 100% in privater Hand liegt, könnte genau so unter der Kontrolle der Eliten geraten, wie die staatlichen Medien. Die Machtnetzwerke der Eliten haben private und staatliche Glieder. Unser Problem ist weniger eine Sache des „was“ oder „wie“ sondern wer und warum.

  12. Nordlaender

    @ Ein Fremder aus Elea

    „Die Verengung auf den Seilschaftsaspekt wird den meisten genannten Gruppen eh nicht gerecht.“

    Welche Verengung denn? Ist das Ihr Pappkamerad? Es geht doch zunächst um die Frage, ob die Verschwörungsleugner im Recht sind, die dem Glauben anhängen, daß es keine nichtöffentlichen (geheimen) Agenden gibt oder aber die Verschwörungstheoretiker, die versuchen, bislang Nichtöffentliches (z.B. kriminelle Aktivitäten) ans Tageslicht zu bringen.

    Kein einziger Verschwörungstheoretiker ist so bekloppt, daß er die Existenz von Öffentlichkeit (wie z.B. der Tatsache, daß es diese Atlantikbrücke offiziell gibt) leugnet.

  13. Philipp

    Wen die Netzwerke, Organisationen und ihre Ziele interessieren sollte sich Das Kapitalismus-Komplott von Oliver Janich anschaffen. Atlantik-Brücke, Trilaterale Kommission, German Marshall Fund, American Council on Germany, American Academy, Aspen Institute, alles Namen und Begriffe, die dort auch fallen.

  14. Guest

    @Nordlaender
    Sie sind doch selbst ein As der Schwerter „Agent“, können hier aber ungestört die Meinungsfreiheit genießen? Während ihre Kollegen drüben, mit den Alu Hüten, immer ganz gereizt reagieren, wenn man mal kritisch nachfragt. Natürlich gibt es die Atlantikbrücke und Co. und natürlich betreiben die US Interessenpolitik, was sollen die denn auch sonst machen?
    Nur wenn das ganze dann irgendwann ins pathologische abgleitet, dann bleibt man auf seiner Insel und die Außenwirkung tendiert gegen Null. Nicht hilfreich.

  15. Nordlaender,

    eine Agenda von der Art, wie sie Verschwörungstheoretiker zuweilen annehmen, setzt eine Organisation voraus, welche seit Jahrhunderten existiert und im Rahmen von Jahrhunderten plant.

    Und da gibt’s im westlichen Raum nur eine einzige, welche in diesem Zusammenhang meistens nicht genannt wird. Der Rest ist Ablenkung, zum Teil bewußt installiert, um einen Teufel zu haben, welcher die Heiligen Teufel nennt, was wichtig ist, weil das Volk sonst die Methoden der Heiligen durchschaute.

    „Eine Geißel Gottes“. Was täte man ohne sie? Heute sind’s die Globalisierer, egal ob sie das verstehen oder nicht.

    Nun ja, ob es so ganz egal ist… wenn sie’s nicht verstehen, begünstigt das die gezielte negative Selektion zum Zwecke der größeren Peinerzeugung, wobei die Frage erlaubt ist, welcher Grad der Peinerzeugung wohl angestrebt ist…

  16. badeschluß, mädels, und zwar immer dann, wenns geistig abnimmt und Ihr zu zicken beginnt.
    gruß! kubitschek

  17. Alt-Badener

    Ich bin am Anfang des Buches und stelle jetzt fest, dass das, was ich schon sehr lange vermute, dass nämlich die Politik und die Medien eine das Volk beherrschende Mafia sind, kein Phantasiegebilde ist, sondern die erschreckende Wahrheit.
    Wir werden gelenkt, hintergangen und verarscht, wenn ich das so ausdrücken darf. Das schlimmste Verbrechen das man begehen kann ist bekanntlich die Medienschelte. Dann heult das ganze Wolfsrudel auf. Beiläufig wird anfangs erwähnt, dass nach dem Krieg bestimmte Kreise in England umerzogen und Gehirn gewaschen wurden, bevor man sie auf ihre Landsleute losgelassen hat. Und diese Kreise und ihre Nachfahren beherrschen bis heute die Meinungsbildung und wir können heute sehen, dass die Gehirnwäsche und die Umerziehung prächtig funktioniert haben und dieses Tun mehr und mehr verfeinert wird.
    Fazit: Nach dem Lesen des Buches dürfte endgültig klar geworden sein, dass diese Republik eine Medien- und Gesinnungsdiktatur geworden ist.

  18. jacky

    „Beiläufig wird anfangs erwähnt, dass nach dem Krieg bestimmte Kreise in England umerzogen und Gehirn gewaschen wurden, bevor man sie auf ihre Landsleute losgelassen hat. Und diese Kreise und ihre Nachfahren beherrschen bis heute die Meinungsbildung und wir können heute sehen, dass die Gehirnwäsche und die Umerziehung prächtig funktioniert haben und dieses Tun mehr und mehr verfeinert wird.“

    Und genau das ist bereits nachzulesen in dem Buch „Die Meinungsmacher“ von Kurt Ziesel, erschienen im Jahr 1988,
    ISBN 3-8004-1153-9. Da geht es um die Entstehung von ZEIT, SPIEGEL, Stern und Co, die schon immer dem Zeitgeist folgten, ihn prägen und alles tun, um in der Rolle von Pharisäern, selbsternannten Sittenrichtern, unbefugten Anklägern und einem geradezu rufmörderischen Killerinstinkt die Grundfesten dieses Staates, seine Verfassung und seine sittliche Ordnung zu erschüttern.

    Die Erschütterung ist mittlerweile in Zerstörung übergegangen, aber neu ist das ganze nicht, nur die damaligen Akteure sind größtenteils verblichen, nicht ohne für entsprechenden Nachwuchs gesorgt zu habe.

    Oh Freiheit süß der Presse
    Nun sind wir endlich froh;
    Sie pocht von Messe zu Messe
    In dulci Jubilo.
    Kommt laßt uns alles drucken
    Und walten für und für
    Nur sollte keiner mucken,
    Der nicht so denkt wie wir.

    (Goethe in „Zahme Xenien“ 1822)

  19. Endlich legt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverpfleger mit einer vernichtenden Kritik an Udo Ulfkotte nach – alles gar nicht wahr!

  20. meine meinung

    Meine Meinung zum Buch Gekaufte Journalisten von Udo Ulfkotten.

    Erster Verdacht nach ca. 90 gelesenen Seiten es handelt sich um eine groß angelegte Kampagne gegen das Buch EGO des Verstorbenen Autor Frank Schirrmacher (Frankfurter allgemeine Zeitung (FAZ)). Entweder ist Udo Ulfkotte ein sehr verwirrter Mensch oder er will im Grunde das umsetzen was er hier anprangert.

    Aus meiner Sicht Verhärtet sich meine Anfängliche Anschauung und ich befinde mich deutlich über der Hälfte des Buches.
    Mir kommt es vor als würde Udo Ulfkotte die auch von ihm inszenierte und „entlarvte“ Propaganda nun selbst glauben und auf Grund dieser Basis eine Unterschwellige Zielumsetzung Propagandieren.
    Jedoch werden (bereits bekannte) interessante Fakten kurz geschildert und erläutert somit also weiter Kommuniziert.
    Aus dieser mir erscheinenden Sichtweise und meiner Erfahrung und auch ein klein wenig Menschenkenntnis (Foto & Video) ist für mich deutlich Rauszulesen das er ein klein wenig Hinterrücks versucht seinem ehemaligem Arbeitgeber eins Reinzuformulieren.
    Ich finde er meckert über sein eigenes Kasperletheater in der Hoffnung ernst genommen zu werden. Im Gegenzug zu den stark kritisierten Pupen die Teilweiße nicht Ahnen das Sie am Faden hängen, weis er ganz genau was er bewirkt.
    Ich vermute das er sich eine Art Sieg erwartet, jedoch wird es keine Steigerungen oder Entlohnungen mehr für Ihn geben. Auf Ihn wird nur noch Enttäuschung zukommen.

    Was für ein menschliches Verhalten Udo Ulfkotte an den Tag legt! Nach seiner ach so großartigen Einsicht und Wiedergutmachungsversuche, samt nutzlosem Vieh auf dem Hof. Benötigt es wohl kaum Psychologischer Kenntnis um dessen wahren Absichten zu erkennen. Alleine die Platzierung des Absatzes in dem Kräftigst über den verstorbenen Frank Schirrmacher Heruntergezogen wird verrät einiges. Meiner Ansicht nach besitzt Udo Ulfkotte nicht sehr viel Menschlichkeit, ansonsten hätte er falls auch wirklich überzeugt von dem negativen Einflusses des Buch EGO und dessen Autor für die Gesellschaft, humaner über Ihn Formulieren können mit seinen Schriftstellerischen Fähigkeiten (An dieser Stelle will ich mich für meine Schlimmen Deutschkenntnise entschuldigen).

    Panzerfahrer oder Zivildiener mehr nicht?

    Alles was da erreicht wird ist das die Strohpuppen teilweise Aufmerksammer werden und die Fäden erkennen an denen Sie hängen. Sehr Kontraproduktiv, Gras wächst immer und es ist auch noch Gratis.

    Für gänzlich Uninformierte in dem Themenbereich Propaganda und Medien etc. ist es eine sehr Interessante Lektüre da sehr gut vermittelt wird was alles in unserer Medienwelt Standard ist. Er beschreibt Stichwortartig die Missstände der Politik und Demokratie. Das Buch EGO von Frank Schirrmacher ähnelt sich in vielen Bereichen jedoch verknüpft er wo es Im Gelingt die Probleme mit der Menschlichkeit und dessen Gesellschaftskulturen.

    mfg
    buchkritik.meinemeinung@gmx.at

Antworten

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