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lehnert Erik Lehnert


Ansturm auf Europa – Neue Studie des IfS

studie24_umschlag.inddAuch wenn die Ereignisse in der Ukraine und die Causa Uli Hoeneß das Thema wieder von den Titelseiten verdrängt haben, bleibt die Frage der Zuwanderung eines der entscheidenden Zukunftsprobleme für Deutschland und Europa. Daß dies im Grunde jedem, den Zuwanderungsgegner und -befürwortern, klar ist, zeigten die Reaktionen auf die Volksabstimmung in der Schweiz vom 9. Februar.

Damals sprach sich eine knappe Mehrheit der Eidgenossen für eine gesetzliche Regelung aus, mit deren Hilfe Masseneinwanderung abgewehrt werden soll. Die Studie des IfS nimmt dieses „Menetekel“ als Ausgangspunkt. Im Vorwort heißt es:

Vergleichbares hat es noch nicht gegeben. Entsprechend fallen die Kommentare der tonangebenden Medien und der Politischen Klasse aus. Wer nicht blankes Entsetzen signalisiert, versucht es auf der Gefühlsebene, verweist darauf, daß hinter jeder Zahl ein Mensch steht, der aus nachvollziehbaren Gründen und unter Lebensgefahr seine geliebte Heimat verläßt, um in der Fremde eine neue zu suchen, fordert zur Solidarität in der „einen Welt“ oder zu weiteren Akten christlicher Nächstenliebe auf. Der anfänglich drohende Ton der deutschen wie der EU-Gremien gegen die unbotmäßigen Eidgenossen ist allerdings sehr rasch wieder verschwunden, es gibt sogar schon den einen oder anderen, der auffordert, „die Sorgen der Bürger“ ernstzunehmen. Das ist selbstverständlich gönnerhaft gemeint, entsprechend der Vorstellung, daß die unaufgeklärte Plebs im Fall der Schweizer noch nicht ganz so weit ist wie die avancierten Eliten, deren Weltläufigkeit erst mit einer gewissen Verzögerung an der Basis ankommen wird.

Die Art und Weise, wie die Politisch-Mediale Klasse mit diesem Thema umgeht, zeugt von der Arroganz derjenigen, die sich unbeobachtet und unangefochten glauben, fest überzeugt, daß sie den Weg der Auflösung jeder ethnischen, kulturellen und religiösen Identität weiter gehen können. Um diese Überzeugung, Lügen zu strafen, bedarf es in erster Linie der Klärung der Fakten. Dem soll diese neue Studie des IfS dienen.

Die Studie greift die öffentlichen Debatten über Einwanderung auf, die in regelmäßigen Abständen stattfinden und, zumindest in Deutschland, immer folgenlos bleiben. Dabei läßt das verfügbare Zahlenmaterial nur einen Schluß zu: Die Einwanderung wird weiter zunehmen und trifft auf eine alternde Gesellschaft, deren innerer Frieden zunehmend fragil wird. Die Träume des Multikulturalismus haben sich als Alpträume erwiesen. Die Gesetzeslange iste diesem Druck nicht gewachsen, was sich auch an den konkreten Probemen mit Zuwanderern in Deutschland ablesen läßt. Abschließend präsentiert die Studie mögliche Lösungsansätze, deren Durchsetzung angesichts der Einhelligkeit, mit der jegliche Regulierung als inhuman gegeißelt wird, schwierig sein dürfte.

Die Studie ist gerade aus der Druckerei gekommen, umfaßt 44 Seiten, kostet fünf Euro und kann hier bestellt werden.

 

33 Kommentare zu „Ansturm auf Europa – Neue Studie des IfS“

  1. Shuca

    „Die Art und Weise, wie die Politisch-Mediale Klasse mit diesem Thema umgeht, zeugt von der Arroganz derjenigen, die sich unbeobachtet und unangefochten glauben, fest überzeugt, daß sie den Weg der Auflösung jeder ethnischen, kulturellen und religiösen Identität weiter gehen können.“
    Die Politisch-Mediale Klasse ist in ganz geringem Maße involviert, aber in der Masse gut bezahlt und rundweg doof. Die Auflösung der religiösen Identität zielt nicht auf den Islam, auch nicht auf den Buddhismus oder eine andere Religion, sondern ganz eindeutig auf Christus. Was macht denn die Frankfurter Schule noch? Sie wird wohl ihre Ziele erreicht haben. Wer als Konservativer das Spiel nicht begreifen will, kann aufhören mit dem Denken. Es ist sinnlos. Er macht sich nur lächerlich mit den Begriffen Freiheit und Demokratie. Raskolnikow? Was meinen sie? Ist das Spiel zwischen Putin und Obama echt oder wissen sie nicht was sie tun obwohl sie glauben alles im Griff zu haben?
    Per Mariam ad Christum.

  2. E-Ward

    „Ist das Grundrecht auf Asyl noch zeitgemäß?“

    Wieso „noch“? Ich finde nicht, daß es überhaupt je „zeitgemäß“ war.

    Es ist schon richtig, daß es diesen Massenansturm und Massenmißbrauch, wie wir ihn nicht erst seit gestern erleben, in den „glücklichen“ Frühtagen der Bundesrepublik, den fünfziger und sechziger Jahren (die Traum- und Sehnsuchtszeiten so mancher Konservativer …), nicht gab. Insofern war die Frage anno dazumal nicht so brennend, das stimmt schon.

    Bei Lichte war aber doch der Umstand, daß Angehörige fremder Völker aus welchen Gründen auch immer ein gesetzlich (grundgesetzlich!) verbrieftes, gerichtlich einklagbares Recht auf Einreise und Aufenthalt in Deutschland haben, schon damals nicht minder ungebührlich als heute. In diesem Gesetzesautomatismus, bei dem kein Aus-Schalter vorgesehen war, lag von Anfang an die Kraft, eine Lawine zu schaffen, deren man nicht mehr Herr werden würde. Das „Grundrecht auf Asyl“ war von dem Tag an, als es eingepflanzt wurde, eine tickende Zeitbombe.

    Vernünftigerweise entscheidet ein Volk frei und erhaben darüber, welchen Fremden es hereinläßt, warum es einen Fremden hereinläßt, ob es überhaupt einen Fremden hereinläßt. Wenn das nicht zeitgemäß ist, ist in der Zeit ein Dreh drin. Na ja, im Volk ist der leider auch.

  3. Thomas Wawerka

    @ E-Ward: Verstehe Ihre Argumentation nicht. Das deutsche Volk hat per Verfassungskonvent und Parlamentarischem 1949 über das Asylrecht entschieden (schrankenloses Asylrecht), und dann noch einmal per Regierungsbeschluss 1993 (eingeschränktes Asylrecht).

  4. Rumpelstilzchen

    Auch das Paradies wird auf Dauer langweilig

    Alfred North Whitehead

    Wenn auf der Erde 1 Milliarde oder mehr Menschen irgendwie verfolgt oder drangsaliert werden, oder einfach nur Hunger haben, oder keine legale Möglichkeit haben, an Handys und Flachbildschirme zu kommen, dann kann daraus für Deutschland doch keine Pflicht abgeleitet werden, für jeden dieser Menschen Asyl zu gewähren.

    PI-Kommentar (Neue Studie schafft Klarheit)

    Kann mir einer der mitlesenden Altlinken einen über die Naivität eines Franz Alt hinausgehen Gedankengang zu diesem Thema beisteuern?
    Alt fragt:
    Dürfen wir wenige verrecken lassen, nur weil wir viele fürchten.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-103361716.html

    Die Leserbriefe auf PI zu dieser Studie (Neue Studie schafft Klarheit) sind dermaßen dumpf (Negerbashing).
    Niveau: den Fremden den Flachbildschirm neiden, den die gar nicht bauen können.
    Gibt es zwischen Franz-Alt-Gesinnung und PI-Gesinnung einen Weg???

    Diese Frage meine ich ernst.
    Meinem Sohn kam bei einer Tramptour durch Andalusien in Cadiz ein Afrikaner am Strand entkräftet entgegen gekrabbelt und bat ihn um Wasser.

    Ich will jetzt eigentlich keine vorschnelle Antwort.

  5. Bundschuh

    @Rumpelstilzchen: Lesen Sie im Internet etwas zu der Geschichte des Niedergangs der Indianer in Amerika oder der Christen im Libanon. Es gibt keinen Fall in der Gesichte, in dem eine Masseneinwanderung die Bevölkerungszusammensetzung auf einem gegebenen Territorium von Minderheit zu Mehrheit der Einwanderer drehte und die ehemalige Mehrheit ungeschoren blieb geschweige denn dass das „bunte“ Zusammenleben friedlich wäre. Das wird auch in unserem Fall so sein. Die Masseneinwanderung findet statt und wir haben dem reproduktiv nichts entgegenzusetzen. Der eigentlich entstehende wirtschaftliche und lebensqualitative Gewinn, der durch Automatisierung bei gleichzeitiger Bevölkerungsschrumpfung entstehen würde, wird durch Einwanderung vergesellschaftet und nivelliert. Man muss die „Flüchtlinge“ nicht misshandeln oder erschießen, aber zurückschicken. Der an den Strand gespülte hat Mitleid verdient, wie auch der feindliche Verwundete im Krieg. Die Behandlung von Eindringlingen als Asylanten ist aber absurd. Täter einer tröpfchenweisen Eroberung werden als Opfer stilisiert. Das Asylrecht war ursprünglich für politisch Aktive – Parteiführer und andere hohe Kader – gedacht, nicht als Jedermannsrecht.

  6. Andreas Vonderach

    @Thomas Wawerka:

    Das deutsche Volk hat per Verfassungskonvent und Parlamentarischem 1949 über das Asylrecht entschieden (schrankenloses Asylrecht), und dann noch einmal per Regierungsbeschluss 1993 (eingeschränktes Asylrecht).

    Das ist zynisch. Nicht das deutsche Volk, sondern die politische Klasse hat darüber entschieden. Außerdem wäre eine freie Entscheidung nach Jahrzehnten des „Kampf gegen Rechts“ und der Einschüchterung gar nicht mehr möglich.

    Trotzdem war immer die Mehrheit des deutschen Volkes gegen die Masseneinwanderung, wie alle möglichen Umfragen belegen.

  7. Andreas Vonderach

    Im übrigen dachte man 1949 höchstens an ein paar hundert osteuropäische Dissidenten, mehr nicht.

    Das Grundgesetzt ist in seinem Selbstverständnis die Verfassung des Nationalstaates des deutschen Volkes – im ethnischen und vorpolitischen Sinn. Eine Masseneinwanderung, die zur ethnischen Verdrängung der Deutschen führt, war damals unvorstellbar und hätte sicher auch keine Unterstützung gefunden, außer vielleicht von ein ganz paar linken und liberalen antideutschen Extremisten.

  8. Heinrich Brück

    Das Grundgesetz ist Besatzerrecht. Eine Deutsche Verfassung wäre 1949 gar nicht genehmigt worden. Das GG ist liberal-amerikanisch-
    bundesrepublikanisch; eine Verfassung wäre reichsdeutsch.
    Einen deutschen Staat haben wir nicht, nur einen perfektionierten
    Verwaltungsapparat im Dienste der Geldherrschaft.
    Solange das genetische Potential ausgebeutet werden kann,
    die eingesetzten Marionetten ihre Arbeitsweise weiterführen, also
    nicht ändern, kann das Volk, anstatt in seiner Kultur leben zu dürfen, nur Brot und Spiele vorgesetzt bekommen. Als Maßstab und Atmosphäre verrät die Sprache der seelisch Besetzten
    die Sprache der Herren im Hintergrund. Es gibt kein Fehler
    im System, das System ist der Fehler; und der dumme Michel ein
    Rädchen im Getriebe, aber nicht um seiner selbst willen, sondern
    genau umgekehrt. Auf die Dauer wird so niemand glücklich.
    Wir brauchen einen deutschen Weg in die Zukunft, natürliche
    Verbündete, alte Stärke. Die Chinesen machen es vor, weil aber
    keine Europäer, und sehr weit weg, als Vorbilder nur über Umwege
    zu vermitteln. Die Russen handeln europäischer, gleichzeitig von
    großer Seelenstärke getrieben, zum Schutze der eigenen Kultur und
    Nation, für das deutsche Seelenheil anziehender als
    die Pariser Langeweile.
    Putin konnte die Krim heimholen, auf der kein Ansturm stattfinden
    wird, und er hat argumentativ sogar die Wahrheit auf seiner Seite;
    die Amis und ihre Natosteuerzahler bekommen die Krim nicht.
    Die USA verfolgen keine prodeutsche Politik, denn sie bauen
    die Brücken über das Mittelmeer.
    Diese brd-verseuchte Zeit und Sprache muß nicht überbewertet
    werden, stattdessen ein Gegenüber in Freiheit, Anmut und Stärke,
    als Gewinner der Geschichte präsentiert werden. Aber nicht in
    der Sprache der Sklaven.
    „Der absolute Triumph des Liberalismus ist sein Tod.“
    (Alexander Dugin)
    Und hier kommt die Religion ins Spiel, denn eine fehlende Religion
    versperrt den Weg zur Freiheit, und der Liberalismus triumphiert.
    Rußland ist das letzte Bollwerk in Europa.
    http://www.4pt.su/de/content/der-krieg-gegen-russland-seiner-ideologischen-dimension

  9. Waldgänger aus Schwaben

    @Rumpelstilzchen

    Gibt es zwischen Franz-Alt-Gesinnung und PI-Gesinnung einen Weg???

    Ja!

    Effektivität.
    Was ein Asylant in Europa kostet, damit könnte in seinem Herkunftsland für eine vielköpfige Familie eine Existenz aufgebaut werden.
    Mir ist klar, dass dies nicht so einfach ist. Hilfsgelder versickern oder werden fehlgeleitet. Aber daran kann gearbeitet werden.

    Aber der Weg Menschen aus aller Welt zu uns kommen zu lassen und sie hier ein Leben lang mit Almosen auszuhalten, ist zwangsläufig eine Sackgasse. Ich sehe keine Möglichkeit wie auf diesem Weg das Elend in der Dritten Welt dauerhaft verringert werden kann.

    Im Gegenteil, das verschlimmert noch die Lage in den Herkunftsländern. Diejenigen, die dort sind und das Potiential haben etwas zu ändern, verwenden ihre Energie eher darauf zu uns kommen zu können, anstatt zuhause für Veränderungen zu kämpfen.

  10. Thomas Wawerka

    @ Andreas Vonderach: Eine „freie Entscheidung“ in dem Sinn, dass sie ideengeschichtlich, politisch-philosophisch voraussetzungslos wäre, gibt es nie. Dazu müsste ja jeder umfassend gebildet sein und über die Fähigkeit verfügen, differenzierte Urteile zu fällen.

    „Volk“ und „Nation“ sind in meinen Augen zwei verschiedene Größen: „Volk“ eine durch gemeinsame Sprache, Geschichte und Kultur gebildete „Schicksalsgemeinschaft“, „Nation“ eine durch gemeinsame Verfassung gebildete „Willensgemeinschaft“. Freilich gibt es Brücken vom einen zum anderen: etwa „Leitkultur“.

    Beipiel für das Funktionieren eines multiethnischen, multikulturellen politischen Gebildes: das Römische Reich. Mit 1000 bis 1500 Jahren „Laufzeit“ ein erfolgreicheres Modell als alles, was danach kam.

    Eine ernst gemeinte Frage: Aller Frust, der mir hier zwischen den Zeilen manchmal entgegenspringt, alle berechtigte Bedrückung über das Ausdünnen und wahrscheinliche Aussterben der Deutschen ändert doch nichts an den Tatsachen. Auch der Kulturkampf ändert nichts daran. Warum soviel Negation? – Mir fehlt bei all dem Zähneknirschen und Säbelrasseln eine positive Vision. (Ja ja … ich war schon oft beim Arzt.) Wer diese nicht mehr aufbringen kann, ist – frei nach Friedrich N. – selber schon Teil der decadence.

  11. Waldgänger aus Schwaben

    Nachtrag:
    Im Gegensatz zu manch anderen Rechten glaube ich, dass wir eine ethische Pflicht haben, politsch Verfolgte aufzunehmen und dass wir die ethische Pflicht haben, Menschen überall dort wo sie lebensgefährlichen Mangel an Wasser, Nahrungmitteln oder medizinischer Versorgung zleiden, zu helfen.

    Teil dieser ethischen Pflicht ist es, die Mittel die wir dafür erübrigen können, möglichst effektiv einzusetzen und dass wir nur diese Menschen aufnehmen, denen bei Abweisung Tod oder Folter droht.

    Deshalb:
    Asyl nur für wirklich Verfolgte. Abkürzung der Verfahren auf einige Wochen. Einreisende aus sicheren Drittländern sollen ohne Einzelfallprüfung sofort abgewiesen werden, ebenso Einreisende aus sicheren Herkunftsländern. Die Liste der nicht sicheren Länder ist möglichst klein zu halten, nur Länder mit echter Verfolgung.

    Das eingesparte Geld muss in die Entwicklungshilfe fliessen. Der Etat für Entwicklungshilfe muss zusätzlich noch erhöht werden. Statt Milliarden für Bankenrettung verpluvern lieber Brunnen in Afrika bauen!
    Der Erfolg entwicklunsgpolitischer Massnahmen muss effektiv kontrolliert werden.

  12. Konservativer

    Wer in seiner Fernstenliebe die Verhältnisse in der Ferne nicht aushält, der hat beispielsweise die Möglichkeit, dort „Patenschaften“ zu übernehmen, d.h. Menschen dort dauerhaft finanziell/materiell (möglicherweise auch ideell) zu unterstützen.

    Wer noch weiter gehen will, der kann auch sein gesamtes Hab und Gut (oder zumindest wesentliche Teile davon) den Menschen dort in der Ferne zur Verfügung stellen, dorthin auswandern und ihnen vor Ort sein (wenn vorhanden) Know How anbieten.

    Diese Beispiel mögen hinreichen aufzuzeigen, daß man persönlich durchaus etwas für seine ureigene Moral, sein Seelenheil, seinen guten Ruf, gegen sein schlechtes Gewissen oder so etwas tun kann, ohne seinen Nächsten, seinen Mitmenschen ungefragt Lasten aufzubürden.

  13. jak

    @Rumpelstielzchen
    Ein kluger, englischer Entwicklungsökonom hat in der FAZ im Grunde alles schon gesagt:

    Herr Collier, jeden Monat aufs Neue sterben Menschen bei dem Versuch, nach Europa zu kommen. Was läuft da falsch?
    Die aktuelle Politik ist tödlich. Auf dem Weg über das Mittelmeer sind in den vergangenen Jahren Tausende junger Afrikaner ertrunken. Wir locken diese Menschen in den Tod, weil ihre einzige Chance, nach Europa zu kommen, darin besteht, irgendwelchen nordafrikanischen Gangstern einen Haufen Geld für einen Platz auf einem lecken Boot zu zahlen. Dafür braucht man Geld und Eigeninitiative, das sind nicht die Ärmsten, die da kommen.
    Also ist Europa noch zu großzügig zu den Bootsflüchtlingen?
    Wir machen ihnen falsche Hoffnungen. Wenn wir die Möglichkeiten für junge Afrikaner ausbauen würden, etwa hier in Europa zu studieren, dann würden wir ihnen glaubwürdige Chancen bieten. Es ist lächerlich, dass die Europäische Union die Leute erst ignoriert und sie dann mit Rechten überschüttet, sobald sie einen Fuß auf den Strand von Lampedusa setzen.
    Sie übertreiben. Auch jetzt werden doch die meisten zurückgeschickt oder in Italien wegen illegaler Einwanderung angeklagt. Wie viel strenger wollen Sie werden?
    Jeder, der mit dem Boot kommt, sollte automatisch zurückgeschickt werden. Erst wenn das durchgesetzt wird, werden die Leute aufhören, es zu versuchen.
    Wäre es in der Zwischenzeit nicht humaner, zumindest diejenigen reinzulassen, die es geschafft haben?
    Wenn wir den Leuten erlauben, herzukommen, wären es nicht mehr wenige. Wenn wir nur verhindern wollen, dass die Menschen ertrinken, sollten wir eine kostenlose Fähre übers Mittelmeer einrichten. Halb Afrika würde mitfahren. Die einzige realistische Lösung ist es, keinerlei Anreize zu schaffen, sich in ein leckes Boot zu setzen. Aber wir müssen das mit besseren Angeboten kombinieren, auf legalem Weg nach Europa zu kommen. Und später müssen die Leute eine Chance haben, in ihrem eigenen Land Arbeit zu finden.

    Das Problem ist, dass wie oben schon ausgeführt wurde Asyl einstmals für Einzelfälle gedacht war. Wie z.B. Sieferle in seinem Epochenwechsel (aus dem Kopf zitiert) ausführt hat aber der einmillionenerste Flüchtling auch nur ein tragisches Einzelschicksal. Zentrales Problem im herrschenden Jargon dürfte doch sein, dass Dinge nicht klar benannt werden dürfen. Was uns mit der demographischen Explosion in Afrika und Nahost (und da kann der Klimawandel wenig für) bei gleichzeitiger europäischer Erschöpfung bevorsteht ist mit Begriffen wie Völkerwanderung besser getroffen. Man muss halt entscheiden was man will. Ein europäisches Europa oder mehr so etwas wie Brasilien mit Scharia…

  14. Münchner Gsindl

    Wo bleibt der Aspekt des Minderheitenschutzes? Weiße sind eine ethnische Minderheit und stellen maximal 15 Prozent der Weltbevölkerung. Trotzdem sollen Sie Ihre Länder der Überbevölkerung Afrikas als neuen Siedlungsraum zur Verfügung stellen?

    Guter Artikel dazu auf pi-news.
    http://www.pi-news.net/2014/03/faz-europaeer-sind-ethnische-minderheit/

  15. Maulwurfshügel

    @ Waldgänger aus Schwaben
    Was haben denn jahrzehntelange Entwicklungshilfe in Afrika bewirkt? Nicht nur, daß Hilfsgelder versickert und fehlgeleitet wurden, dort wo von dem Geld tatsächlich was bei den Menschen angekommen ist, hat es die Armut nur verfestigt und zur heutigen demographischen Lage beigetragen. Selbst wenn die Gelder direkt in praktische Hilfen fließen, wie die von Ihnen genannten Brunnen. Was hilft es, wenn man heute einen Brunnen baut, in den schon nächste Woche jemand eine Leiche wirft und keiner sich veranlaßt sieht, die dort wieder rauszuholen? Das ist jetzt sicherlich etwas überspitzt und mag auch zynisch klingen, aber es ist eben auch eine Frage der Mentalität. Ich glaube, den Afrikanern ist von außen nur schwer zu helfen.
    Sehr lesenswert dazu ist dieser Artikel:

    http://www.eurozine.com/articles/2006-11-02-kohlhammer-de.html

  16. F451

    Im Grunde hat schon Michael Klonovsky alles wesentliche dazu gesagt: Wenn an Europas Gestaden Afrikaner ertrinken, ist das keine Schande für Europa, sondern für Afrika.

  17. der demograph

    meiner Meinung nach sind die Antagonisten in der Einwanderungsfrage nicht Europa und der Rest der Welt oder Europa und Afrika oder erste Welt und dritte Welt sondern speziell Subsharaafrika und der Rest der Welt. Dafür gibt es zwei Gründe: der eine betrifft human biological diversity, die gerade erst beginnende Erforschung der genetisch bedingten Unterschiede zwischen den verschiedenen geographisch getrennt entwickelten menschlichen Populationen. Der zweite und wichtigere Grund betrifft die Demographie.

    Subsharaafrika stellt die große demographische Ausnahme dar. Die Geburtenrate ist entgegen aller Erwartungen bislang nicht gesunken, die Kindersterblichkeit allerdings schon. Deshalb findet gerade in Subsharaafrika die größte Bevölkerungsexplosion der letzten zehntausende Jahre Menschheitsgeschichte statt. Das Bevolekrungswachstum in Europa, Indien oder China während Wohlstandsphasen war dagegen klein. Während seit „out of africa“ stets nur ein kleiner Teil der Menschheit in Subsharaafrika lebte wächst der Anteil derzeit rasant an. Aller Wahrscheinlichkeit lehen schon 2100 5 Milliarde Menschen in Subsharaafrika. Im Moment sieht es nicht so aus, als könnte dann die TFR sinken, das heißt schon 2200 könnten 20 Milliarde Menschen in Subsharaafrika lehne. Dadurch ändert sich die Zusammensetzung der Weltbevölkerung. In den letzten Jahrtausenden waren die Mehrheit der Menschen global betrachtet stets Asiaten, das wird sich ändern. So geht von Subsharaafrika ein gewaltiger Migrationsdruck aus. Bei entsprechender Öffnung der Grenzen könnte in 150 Jahren in JEDEM Land der Welt ein subsharastaemmige Bevölkerungsmehrheit leben. Also nicht nur mehr Agrodeutsche als Biodeutsche Russendeutsche und Deutschtürken zusammen, nicht nur mehr Afrofranzosen als Maghrebfranzosen und Biofranzosen zusammen, sondern auch mehr Afroinder als Bioinder, mehr Afrochinesen als Biochinesen, mehr Afropakistaner als Biopakistaner. Gegenüber diesem extremen Fertilitaetsunterschied zwischen Subsharaafrika und dem Rest der Welt wird auch der Fertilitatesunterschied zwischen Muslimen und Nichtmuslimen irrelevant.

    Wegen des bislang unbekannten Ausmaßes der Bevölkerungswachstums in Afrika, wegen der schieren Größe der Zahlen lassen sich gewohnte Kategorien, Sichtweisen und Handlungsprinzipien auf Subsharaafrika nicht mehr anwenden. Zum Beispiel die Idee man müsse zumindest jenen in Afrika helfen denen es schlecht geht, oder Hungerhilfe, oder Konfliktbeschwichtigung oder Asyl für tatsächlich verfolgte – all das hat in Subsharaafrika einfach andere Dimensionen als im Rest der Welt. Jeder lokale Konflikt in Subsharaafrika kann in Zukunft mal eben 100 Mio akut bedrohte Flüchtlinge hervorbringen.

    Nur mal ein Beispiel wie extrem das Bevölkerungswachstum dort ist: 1950 wurden in Nigeria jährlich halb soviel Kinder geboren wie in Indonesien, heute sind es doppelt soviel. Und diese Dynamik steht erst am Anfang, die Zahlen werden in Zukunft noch SCHNELLER auseinanderklaffen. Letztes Jahr wurden in Nigeria schon halb soviel Kinder geboren wie in China (gegenüber ein Zehntel 1950). In vielleicht 10 oder 15 Jahren sind es jährlich gleichviele Kinder.

  18. Kosmopolit

    Der BfN hat schon 2005 ein 43 Seiten PDF ins Internet gestellt mit dem Titel „Gebietsfremde Arten“. Die EU hat dieses Thema, vor Wochen (2013), auf ihre Fahne geschrieben. Im Spiegel vom 17.3.14 steht auch ein Bericht :“Eingeschleppte Arten: Forscher kartieren Wege der Bioinvasoren“
    Die spannende Frage ist, ob für die EU und andere, das Thema „Gebietsfremde Arten“ nicht nur für Fauna und Flora zur Diskussion steht, sondern auch für den Home sapiens? Oder kann diese „EU“ losgelöst von allen Bedenken, die Gesetzmäßigkeit der Evulation außer Kraft setzen, weil sich die Führungsspitze in den Begriff „Multikulturalismus“ verliebt habt, da man glaubt, unterschiedliche Ethien kann man tauschen wie ein Hemd.
    Aber scheinbar gibt es weltweite Bestrebungen, hier alles auf zu mischen, um größtmöglichen Profit zu erzielen. Funktionierende Gesellschaften sind denen ein Dorn im Auge.
    Wer sich einmal mit diesem Schlagwort „Multikulturalismus“ näher beschäftigen will, sollte mal seinen Blick in die heutige Spannungsgebiete lenken und schauen, was da so abgeht zwischen den unterschiedlichsten Gesellschaftsstrukturen, Lebensformen und Religionen und sich die Frage stellen; ob das für uns auch so erstrebenswert ist. Ein tiefer Einblick in die indische Gesellschaftsstrukturen wäre u.a. ein gutes Beispiel dafür, ebenso die Frage, warum hat sich Pakistan damals von Indien getrennt?
    Nebenbei gesprochen; „Multikulturalismus“ steht hier für „parallel“ und heißt „nicht gemeinsam“. Diesen kleinen Unterschied mit großen Auswirkungen sollte man nicht außer acht lassen und viele spüren das auch mittlerweile im täglichen Leben. Beispiele finden Sie in fast allen westeuropäischen Staaten mit den unterschiedlichsten Ausprägungen. Wer die Stimmung in der EU abhört, vernimmt ein deutliches Grummeln in vielen Ländern, die sich von der EU gegängelt fühlen.
    In diesem „Multikulturalismus“ ist wenig Wachstumspotential, da viel Energie benötigt wird, für die Austarierung der unterschiedlichen Interessen und Pflege der Andersartigkeit. Es kann daher nicht zusammen wachsen, was nicht zusammen gehört. Hier haben die Schweizer Flagge gezeigt, da sie ihr Selbstbestimmungsrecht nicht auf dem Altar der EU opfern wollen. Oder, fragen Sie mal ein Aquariumbesitzer, der sein Hobby liebt, ob er jeden Fisch in sein Bassin lassen kann. Es sei denn, Kollateralschäden sind im egal. Aber mit diesen Gedanken beschäftigt sich kein Politiker, da wir fremd bestimmt werden.

  19. Waldgänger aus Schwaben

    @Maulwurfshügel

    Der Prozess der darin besteht, Hilfe nach Afrika zu schicken, kann verbessert werden.

    Der Prozess, Menschen aus Afrika hier aufzunehmen und „durchzufüttern“ kann nicht verbessert werden. Er ist eine Sackgasse.

    Haben Sie mich jetzt verstanden?

  20. Revolte

    @Rumpelstilzchen

    Können Sie es irgendwem verdenken, wenn er die Faxen dicke hat von galoppierenden Afrikanerhorden, die Europa stürmen und sich obendrein, einmal im gelobten Land angekommen, unverschämt bis kriminell benehmen?

  21. Stil-Blüte

    @ Münchner Gsindl

    … Aspekt des Minderheitenschutzes…

    Der Trick ist doch der, daß die weiße Mehrheit als eine Einheit (der Weiße) gesehen wird, während die farbigen Minderheiten (Völker, Gruppen, Stämme, Roma, Indianer, Äthioper, Afghanen, Araber, Brasilianer…) als Vielheit, als Bunte jeweils aufgesplittert Minderheitenrechte beanspruchen. Da macht es die Quantität.

    Seit Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden, hat in allen Kulturen Gastrecht/-pflicht für Fremde, Gegner, ja sogar Feinde gegolten. Der/die Fremde war Unterschiedliches zum Eigenen. Erprobtes Gelände/r in fremder und eigener Kultur. Dauerhafter Schutz des Eigenen, zeitweiliger Schutz des Fremden in der Not.

    Warum dieses Prinzip, vor allem in Mittel-, West- und Nordeuropa, in Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Großbritanien, Schweiz geht es ja nicht anders als im gebeutelten Deutschland als Verliererland zu, so ausschließlich vom Gast- zum Asylrecht wurde, hängt wohl mit den Mustern der klassischen Pionierländer Amerika, Neuseeland, Australien, Kanada zusammen, alles Länder mit einer geringen Anzahl an Eingeborenen. Die (amerikanischen) Menschenrechte wurden auf Europa übertragen, auf ein Europa, wo kaum eine Scholle brachliegend, jeder Stein kein Stein zum Bauen, sondern ein Pflasterstein, jeder Platz schon ein jahrhunderteralter Park (von Linné entworfener und von Asylanten besetzter Park in Berlin läßt grüßen) ist, genutzt, besetzt, vermietet.

    Kein Geringerer als ein stand- und handfester Linker, Alexander Kluge, hat von der Geschichte auf das Geschichtete hingewiesen und die Ursachen unsere akuten Gechehnisse unter ein Vergangenes, was darunterliegt und trägt, verwiesen. Spengler ohnehin. Auch Fernau hat es so gewußt. Während sich unsereins Verbindungen, Erklärungen im Tagesgeschehen, bestenfalls in der ‚Zeitgeschichte‘, was immer das sein mag, sucht.

    Wenn in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderso der Klein- und Einzelhandel inzwischen mehr und mehr in Händen von Einwanderern liegt, so zeugt das von der Schwäche der Einheimischen, die die Stärke der Einwanderer wird. Wie machen das die Türken, daß nicht nur fast jeder ‚Späti‘ in ihrer Hand ist, jede Dönerbude sowieso. Nun auch Backstuben und Pizzerien?

    Ich lese gerade Ludwig Richters ‚Lebenserinnerungen‘, ein Mann voll unermüdlicher, redlicher Schaffensfreude und deutschem Gemüt, wovon er auf rührende und gebührende Weise Kunde gibt.

    Die Einwanderer tun auf ihre Art nichts anderes als Richter. Hartz-IV-Empfänger sind sie? Aber nur so lange, bis sie etwas Eigenes erstanden haben. Dann beginnt der ‚Ansturm‘ mit Hilfe der ganzen Sippe. Und ihr Unterrnehmen floriert. Der Kusin hat schon den nächsten Laden, den der deutsche Pächter aufgeben hat, weil er sich an die Ladenschlußgesetze halten wollte, gepachtet und sitzt Tag und Nacht hinter der verschanzten Kasse und hört türkische Rockmusik. In unseren Augen mag dieses Unternehmertun im Unterschied zu Richter nicht immer ‚redlich‘ sein, aber Kraft hat es.

    Bedenkt man, was für ein Verschleiß des/der Deutschen seit 1914! vielleicht schon seit dem ersten 30jährigen Krieg, so ist es doch verwunderlich, daß es nicht wenige Solitäre gibt – wie Richter und wie… hier sollten wir unseren Blick freimütiger auf unbekannte Schaffende jenseits von Kultur und Politik richten, die an ihrem Platze das ihnen Gemäße, ein Eigenes tun.

  22. Maulwurfshügel

    @Waldgänger aus Schwaben

    Ich denke, ich habe Sie nicht mißverstanden. Daß es keine Lösung ist, den Demographieüberschuß Afrikas hier aufzunehmen und durchzufüttern, darüber muß man nicht diskutieren.
    Falls Sie den Artikel von Kohlhammer gelesen haben: Gerade in Afrika finden sich ja genug der genannten „kranken Gesellschaften“ und „toxischen Kulturen“. Wahrscheinlich kann man denen am besten mit einer modernen „Kolonisation“ helfen, wie sie momentan die Chinesen betreiben. Um ihre eigenen Interessen zu realisieren (Bodenschätze) , schaffen sie in den betreffenden Gegenden Strukturen (Straßen, Schulen), die nicht nur ihnen selbst dienen, sondern auch den Afrikanern helfen. Auch wenn diese Hilfe ein Nebeneffekt ist, so ist sie wahrscheinlich effektiver als alles, was Europa in den letzten Jahren getan hat. Aber machen Sie DEN Vorschlag mal in Deutschland….

  23. Maulwurfshügel

    Nachtrag

    Als Leseempfehlung dazu das Buch von Dambisa Moyo: Dead Aid. Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann.

  24. Trouver

    Deutschland wird umbevoelkert.

    Polen NICHT.

  25. Olaf

    Ich erinnere mich an eine Diskussion im ZDF mit Cem Özdemir von den Grünen, da ging es um den Sozialtourismus der sog. Rumänen. Zuerst wurde natürlich alles bestritten, klar, dann aber legte er sein politisches Konzept vor, und zwar: Als Erstes müßen die Probleme und Fluchtursachen in den Herkunftsländern beseitigt werden, und erst dann, dürfen wir die Menschen abweisen oder zurückschicken. Das ist natürlich Wahnsinn, denn die Probleme in den 192 Staaten dieser Erde werden natürlich nie gelöst werden, schon garnicht von Özdemir und Co.. Diese Politiker mit Weltregierungsträumen sind unser Untergang. Wobei diese, unsere Abschaffung mithilfe des Lampedusa-Import Komplexes durchaus geplant und gewünscht erscheint.

  26. Stil-Blüte

    @ Maulwurfshügel

    …Wahrscheinlich kann man denen am besten mit einer modernen Kolonisation helfen wie sie momentan die Chinesen betreiben…“

    Zustimmung! Mit einer Einschränkung, der

    ‚modernen Kolonisation‘

    . Ich denke an Namibia. Dort gibt es heute noch deutsche Strukturen einer ‚

    modernen Kolonisation

    ‚, die vor mehr als hundertzwanzig Jahren geschaffen und den Einheimischen nützlich waren und teilweise heute noch sind, wenngleich sie dem Kaiserreich nur ein Haufen Geld gekostet und ihm selbst keinerlei Nutzen gebracht hat.

    Hierin unterscheidet es sich wahrlich von den Chinesen heute. Aber die die Methoden ähneln sich. Wer so lange das ‚Reich der Mitte‘ war und ist, muß Menschenmassen haben, die Stehaufmännchen sind: Geduld und Spucke. Und: Sind die Chinesen nicht die besten und tüchtigsten Kopisten und Fälscher der Welt? Utilitaristen ohnegleichen! Ein Uhrwerk auseinanderzunehmen, ist dem homo ludens, in ihnen, es wieder zusammenzusetzen, dem homo ferst, wenn beides zusammengeht?

    Hat China eine Einwanderungspolitik? Wenn ja, welche?

  27. Waldgänger aus Schwaben

    @Maulwurfshügel
    Mein Beitragbezog sich auf die Frage Rumpelstilzchens wie ein Mittel-Weg zwischen zynischer Hartherzigkeit und unbegrenzter Aufnahme von Armutsflüchtlingen bei aussehen könnte.

    Ich wies auf die Möglichkeit einer verbesserten Entwicklunghilfe hin. Auf Details wie diese zu verbessern wäre, möchte ich mangels Kompetenz, nicht eingehen. Ich beschränke mich darauf festzustellen, dass dieser Weg ein gangbarer wäre. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Ich zweifle aber am entschiedenen Willen der Nomenklatura (Entscheider in Politik, Industrie, Medien) in Europa und den USA in den Herkunftsländern etwas zu verbessern. Vor zwanzig, dreißig Jahren wurde nach meiner Erinnerung noch intensiver darüber diskutiert, wie wir der Dritten Welt helfen können. Heute ist allein schon der Begriff verpönt. Wird heute vom Elend in der Dritten Welt geredet, dann überwiegend im Zusammenhang mit der Diskussion über die Aufnahme von Armuts-Flüchtlingen bei uns oder im Zusammenhang mit Anklagen über die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von billigen Waren für unseren Wohlstand(kik, Nestle).
    Irgendwelche Vorschläge wie dieses Elend dort zu verringern wäre, spielen keine Rolle.

    Und genau hier kann m.E auch die Kritik an der Linken ansetzen, die uns vorwirft „unser Herz eng zu machen“ (Gauck), wenn wir sagen, das Boot ist voll.
    „Welche Vorschläge habt ihr denn, um die Fluchtursachen zu beseitigen?“

  28. Thomas

    Während wir dies diskutieren, berichtet der RBB, dass die Unterbringung und Verpflegung sogenannter „Flüchtlinge“ in Berlin im Jahr 2013 über 70 Millionen Euro (!) gekostet hat – für das Jahr 2014 wird mit 120 Millionen (!!) gerechnet. Allein in Berlin wohlgemerkt! Es packt einem die Wut, wenn man sich denkt, dass man mit seinen Zwangsabgaben diesen Asylzirkus mitfinanzieren muss und alleine schon aus diesem Grund halte ich inzwischen die Hinterziehung von Steuern als legitimes Notwehrrecht gegen diesen pervertierten Umverteilungs- und Ausbeuterstaat, in dem eine unproduktive Klasse aus Politikern, Berufsdemonstranten und linken, bequem im Staatsdienst versorgten parasitären Ideologen in verantwortungsloser Weise ständig mehr Probleme verursachen.

  29. Thomas Wawerka

    @ Waldgänger

    Ich halte es für eine ethische Pflicht, politisch Verfolgte aufzunehmen – aber ich denke, diese Pflicht gilt für alle. Allem voran für die Nachbarn eines Landes, in dem Menschen verfolgt werden. Simple Nachbarschaftshilfe, Problemlösungen vor Ort. Politisch Verfolgte (oder auch Katastrophenflüchtlinge) fliehen zunächst in die Nachbarländer. Sinnvolle Entwicklungshilfe wäre, den Nachbarländern zu helfen, diese Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen.
    Sinnvoll wäre vielleicht auch die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen, in denen westliche Investoren Know-how und Technik zur Verfügung stellen, Jugendliche ausbilden usw.
    Entweder wir machen die Grenzen auf, oder wir machen sie dicht, oder wir kümmern uns um ein vernünftiges System, durch das die Migrantenströme „gefiltert“ werden können (was ich für das sinnvollste halte). Wer vor Ort Chancen hat, muss sich nicht zwielichtigen Schleppern anvertrauen und in Gefahr laufen, in der Sahara zu verdursten oder im Mittelmeer zu ertrinken.
    Entwicklungshilfe: Ja! Aber gezielt, nach vernünftigen Kriterien.

  30. Maulwurfshügel

    @Stil-Blüte
    „Hat China eine Einwanderungspolitik?“

    http://www.goethe.de>Start>Kultur

    Es scheint, daß kein Land auf der Welt eine vergleichbar desaströse Einwanderungspolitik betreibt, wie Deutschland.

  31. Stil-Blüte

    @ Maulwurfshügel

    China? Von den Japanern weiß ich, daß sie keine/kaum/nur temporäre Einwander dulden. Und – nennen wir es mal kurz Deutschland – wurde öfters besetzt, aber – außer in den Anfangszeiten von den Römern – nicht kolonalisiert und hat – die Ausnahmen bestätigen die Regel – nicht kolonalisiert, jedoch, zumeist auf Wunsch (z. B. Hanse, Deutscher Orden, Schwedische Verwaltung, Katharina die Große) gesiedelt. Im Gegensatz zu England (ganze Kontinente), Frankreich, Belgien, Spanien, Niederlande, Araber.

    desaströse Einwanderungspolitik

    Das war nicht immer so. Preußen hat eine maßvolle – für beide Seiten nützliche Einwanderung betrieben: Hugenotten, Böhmen, Niederländer, Juden, Polen. An den Höfen: Französische Erzieher, Philosophen (z. B. Friedrich II.) Zu dieser Staatsräson fällt mir der Begriff ‚Utilitarismus‘ ein. Obwohl – es ging weniger um Glück als um Pflicht.

  32. Sven Krause

    Ich wundere mich ueber die Angst die in Europa vor eine vermeintlichen „Invasion“ aus Afrika herrscht. Ich lebe und arbeite seit Jahren in Uganda, einem der aermsten ostafrikanischen Laender, kenne aber kaum jemanden, der gerne oder ueberhaupt aus seinem Heimatland weggehen wuerde, selbst wenn die Chancen gut stehen wuerden (sprich moegliches funding durch die Familie etc, denn Geld bedeutet Mobilitaet). Ich denke, auch da bauscht die Presse auf und Panik wird geschuert. Sei es drum, so genannte Volkerwanderungen hat es seit Entstehung der Menschheit gegeben, egal ob wir nun alle am ostafrikanischen Graben entstanden sind oder nicht. Und es wird sie auch in Zukunft geben und sich nicht verhindern bzw. aufhalten lassen, ob wir es nun moegen oder nicht. Es ist der Lauf der Menschheit, genau so wie es keine monolithischen Kulturen gibt, sondern diese sich immer auf einer Vermischung basierend entwickeln. So wird es auch in diesem Falle sein. Mauern werden gebaut, Armeen aufgestellt, Grenzen bewacht etc. Aufhalten lassen sich Menschen auf der Flucht oder einfach auf der Suche nach einem besseren Leben nie. Eher nehmen sie den Tod in Kauf. Ich denke, wir sollten diesen Strom besser kanalisieren (d.h. Einwanderung von geeigneten Personen und Fachkraeften zulassen) und uns weniger in die Ereignisse in der dritten Welt einmischen, so dass diese sich besser und selbst auf die Beine stellen koennen. Gruss aus Kampala

  33. Thukydides

    @Sven Krause: Daß wir es hier nicht mit einer üblichen Völkerwanderung zu tun haben, sollte eigentlich einleuchten. Es ist Landnahme. Wer die HBD-Szene verfolgt (Human Biological Diversity, siehe vor allem Half Sigmas, jetzt Lion of the Blogospheres, Blogs), der weiß, daß das nicht gut gehen kann. NAMs (Non-Asian Minorities) haben ein desaströses kognitives Profil, das zum Untergang der westlichen Kultur führen wird, wie wir sie kennen. Und selbst Asiaten haben ein kognitives Profil, das sich schlechter an die westliche Welt anpasst als das von Weißen Europäern. Deshalb kann die Antwort nur „Whites-only immigration“ heißen, anders geht’s nicht.

Diskussion geschlossen. :-)

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