Startseite
lichtmesz Martin Lichtmesz


Weißmann, Stürzenberger und das Elend der Islamkritik

Seiten: 1 2

Ein Publikumsschlager unseres „zwischentags“ war das Streitgespräch zwischen Karlheinz Weißmann und pi-news-Stammautor Michael Stürzenberger über die Frage, ob „der Islam“ der oder ein „Feind“ sei. Für alle, die nicht dabei waren, gibt es hier eine Folge von Youtube-Videos und hier eine Zusammenfassung von Carlo Clemens von der Blauen Narzisse. pi-Blogger Kewil regte hier eine Debatte an.

Mir hat der Auftritt Stürzenbergers vor allem einen Erkenntnisgewinn über den bestürzenden geistigen Zustand mancher Teile der „Islamkritik“ gebracht.  Er hat sich mit Leidenschaft auf ein Spezialgebiet eingeschossen, das er in einer zum Teil grell verzerrten Weise präsentiert, die mich an Kurt Hillers Bonmot von der „Vorspiegelung wahrer Tatsachen“ erinnern läßt.

Eine Teilwahrheit wird hier mit lautem Getöse zum Horrorpopanz aufgeblasen, der den Blick auf eine Lageanalyse eher verstellt als freimacht. Am Ende bleibt eine grell bestrahlte All-Gemeinheit, ein graustufenloses, manichäisches Bild übrig, das, wie Weißmann zu recht kritisierte, sowohl ahistorisch als auch im Grunde unpolitisch ist, denn es verhindert konkrete Feindbestimmungen zugunsten von abstrakten. Dazu bedarf es aber einer Karte, die die Gesamtheit der „islamischen Welt“ nicht Schwarz in Schwarz zeichnet, und ihr eine Geschlossenheit und Einheit des Willens unterstellt, die sie faktisch nicht besitzt.

Stürzenberger erzählte, daß ihn der Schock über 9/11 auf die Frage gebracht habe, wie es käme, daß Menschen so etwas Böses tun können, und die Antwort fand er schließlich im Koran, der für ihn auf einer Stufe mit „Mein Kampf“ steht . Das war es also! Ein böses Buch ist an allem schuld! Diese Leute lesen einfach die falsche Literatur und gucken die falschen Fernsehprogramme! Es ist im Grunde nicht mehr als die alte George-W.-Bush-Nummer: „Sie sind böse und sie hassen unsere Freiheit!“ Man muß nicht weiter ausführen, wie dürftig eine solche Erklärung ist, selbst wenn man immer noch an der „offiziellen“ Darstellung der Vorgänge vom 11. September 2001 festhält.

Den Koran und den Islam zeichnete er als einen wahren Welt- und Menschheitsfeind, als Quelle des „odium generis humani“ (Haß auf das Menschengeschlecht), wie er in der Antike den Christen und Juden vorgeworfen wurde. Stürzenberger verstieg sich schließlich bis zur Forderung, man müsse die Menschen in der muslimischen Welt von ihrer giftigen Ideologie „befreien“, die sie im Würgegriff habe und so böse mache, obwohl doch auch sie gute Menschen und Demokraten sein könnten. Das wären dann ca. 1,6 Milliarden Menschen, gegen die man dann einen globalen Mega-Kreuzzug (aka „Krieg“) für „Demokratie und Menschenrechte“ führen müßte, um sie zu zwangsbefreien und zu kleinen glücklichen Quasi-Amerikanern zu machen. (Nebenbei können wir auch gleich unser Öl unter ihrem Sand mitbefreien.) Hier wird kein Unterschied mehr gemacht zwischen dem Moslem in Neukölln, dem Moslem in Marseille, dem Moslem in Afghanistan und dem Moslem im Iran, von tausend anderen Unterschieden ganz zu schweigen. Das ist Neocon-Ideologie in ihrer vulgärsten Form, und wer seinen Carl Schmitt gelesen hat, weiß, was für fatale Konsequenzen eine solche Denke hat.

„Ich habe nicht das Bedürfnis, andere Menschen von ihrer Kultur zu befreien“, konterte Weißmann trocken. Er schmunzelte auch sichtlich, als Stürzenberger wie zu erwarten die dicke Bertha auspackte, und den Islam – Argument aller Argumente! – als „Faschismus“  brandmarkte, also als das in der liberalen Diktion ultimativ Böse und Verwerfliche, das man ebenso radikal und unnachgiebig bekämpfen müsse wie einst den Nationalsozialismus.

Hier spricht der Prototyp des naiven, affektiven Umerziehungsdeutschen, der zeigen will, daß er der Klassenbesteste ist: wie er in der Schule gelernt hat, entstammt ja auch er einem Barbarenvolk, das erst durch die humanistische Intervention der Angloamerikaner ins Freiheitsparadies von Demokratie und Grundgesetz gebombt werden mußte. Nun ist der deutsche Neger ewig dankbar und stolz darauf, einen Zylinder und einen goldenen Nasenring tragen zu dürfen.

Gemäß dieser Vorstellungswelt müßte man nicht nur mit den Moslems in Deutschland, sondern auch noch mit den restlichen eineinhalb Milliarden auf der ganzen Welt so verfahren, wie Uncle Sam in dieser Karikatur von Dr. Seuss mit den Deutschen (Nachtrag Jan. 2013: Offenbar ist der Kontext dieses Cartoons doch ein anderer, als ich dachte.)

Und was in Dresden und Hiroshima so gut funktioniert hat, kann doch nur ein Klacks sein für Obamas Drohnen in Afghanistan, Libyen, Syrien, Irak oder wo sonst noch das ultimative Böse zuhause sein mag.  Oder?

Weißmann bestritt nun keineswegs, daß dem Islam grundsätzlich eine immense Aggressivität innewohne, die sich jahrhundertelang gegen Europa richtete und daß der Kontinent mitten auf dem Weg sei, rapide in eine explosive demographische Lage hineinzuschlittern, was indessen auch der Fall wäre, wenn die Einwanderermassen keine Moslems wären, denn wesentlich seien am Ende die ethnischen Bruchlinien.

Aber das genügte Stürzenberger nicht. Einmal in Rage geredet, stürzte er sich wie ein Besessener auf einzelne Zuhörer Publikum, hinter deren Lächeln er gutmenschliche Verharmloser und nichtsahnende Kaulquappen vermutete, denen er das Schafsgrinsen aus dem Gesicht wischen müsse wie ein zorniger Prophet aus dem Alten Testament. Und jeder, der seiner grellen Polemik nicht 120%  folgt, wird unter Verdacht gestellt, daß er immer noch die Gefahr aus dem Orient fahrlässig unterschätze.

Daß er aber vielleicht auf Leute, die über diese Art von Agitation hinausdenken können und wollen, etwas lächerlich wirkt, kommt ihm wohl nicht in den Sinn. Stattdessen gab er routinemäßig dem Affen Zucker, spielte in einer Endlosschleife die 1001 Evergreens von den moslemischen Gräueltaten ab, häufte crowd-pleaser auf crowd-pleaser. Der Gipfel der Absurdität war wohl erreicht, als er forderte, im Anschluß an die Diskussion ohne irgendeinen erkennbaren Sinn oder Anlaß den berüchtigten „Mohammed-Film“ zu zeigen, den er auch noch allen Ernstes als „Dokumentarfilm“ bezeichnete. Da konnte man sich nur mehr auf den Kopf klatschen.

Seiten: 1 2

89 Kommentare zu „Weißmann, Stürzenberger und das Elend der Islamkritik“

  1. Die Diskussion bitte möglichst sachlich halten, die Polemik nicht ins Beleidigende gleiten lassen. Der SiN-Kommentargärtner herrscht mit strenger Hand!

  2. Der inhaltlichen Kritik stimme ich zu, und jemand, der früher im PI-Umfeld u.a. als Autor aktiv war, hat sie jüngst bei uns als Kommentar in ähnlicher Richtung formuliert.
    PI schafft es aber m.E., viele Deutsche für sich zu interessieren, die u.a. die durch PI betriebene Zusammenstellung von Meldungen zu bestimmten Verfallserscheinungen in Deutschland schätzen. Das haben die Identitären Kräfte so noch nicht zustandegebracht. Mit einem aus identitärer Perspektive geschriebenen Blog, das wie PI Meldungen sammelt, diese aber kompetenter (ohne zu abstrakt und akademisch zu werden) aufbereitet, könnte man die Zielgruppe von PI und andere Deutsche erreichen, ohne die gleiche Ideologie zu verbreiten. Wir werden in diese Richtung demnächst aktiv werden.
    Es gibt aber bei PI offenbar mit dem gegenwärtigen Kurs unzufriedene Personen, mit denen man reden könnte, so daß es vielleicht nicht noch ein Blog braucht.

  3. Marcus Junge

    Danke für die klaren Worte Herr Lichtsmesz. Ich hab das „Duell“ Weißmann vs. Stürzenberger zwar nicht selber miterlebt, aber Ihre Aussagen zu PI, die unterschreibe ich gänzlich, da ich es genau so selber erlebt habe. 2 Jahre dort mitkommentiert, dann hat es mir gegen Ende 2008 gereicht. Die „Surrogat-Identitäten“ Israel und USA waren einfach nicht aushaltenbar.
    Wer für fremder Herren (Länder) streiten will, der mag halt gehen. Hier geht es aber um Deutschland, da haben Israel und die USA nicht viel verloren. Aber das begreift der durchschnittliche PI‘ler nicht. Ganz wie Sie schrieben, Musterschüler der Umerziehung halt. Auch was die Nicht-Verfassung Grundgesetz angeht, einem wesentlichen Bestandteil des Kernproblems, verschließt man sich bei PI völlig. Und das obwohl schon der Vater des Grundgesetzes, Carlo Schmid, in seiner Grundsatzrede vor dem Parlamentarischen Rat, alles wichtige zu diesem Machwerk gesagt hat. Es verbietet sich jede Anhimmelung dieses Machwerkes fremder Mächte, oder um Schäuble zu bemühen, Deutschland war ab 45 nie wirklich souverän, auch wegen dem GG.

    Ich kann daher, um zum Islam zurückzukehren, nur zustimmen, der Islam ist ein riesiges Problem, aber nicht das einzige und auch nicht das tiefst liegende. Er ist jedoch viel leichter greifbar, als die Umerziehung, die verdrehte Geschichtsschreibung ab 45 oder Selbstaufgabe der Deutschen, weil nun mal halt 4 bis 8 Mio Moslems durch das eigene Land laufen und täglich greif -und fühlbar eine spürbare Fehlentwicklung aufzeigen.

    Der Lösungsansatz kann daher nur in einer Synthese liegen. Man kann nicht die tiefen Ursachen angehen und die Symptome derweil ignorieren wollen. 67 Jahre lassen sich nicht binnen weniger Jahre berichtigen und die dafür nötigen Jahrzehnte, gibt die demographische Entwicklung + Überfremdungslage nicht her. Daher muß an beiden Fronten gestritten werden, gleichzeitig.

  4. apollinaris

    Wenn ich mir den Kommentarbereich von PI in den letzten Monaten ansehe, so dürfte es schwierig werden, PI auch nur entfernt auf einen identitären Kurs zu bringen.

  5. Unke

    Häufig frage ich mich bei Vokabeln, ob hier nicht Chiffren gesendet werden um den Pfad eines erweiterten PC-Konsenes nicht verlassen zu müssen.
    Beispiel „Islamkritik“: es kann dort doch nicht allen Ernstes der Islam gemeint sein. Sicherlich kann man den kritisieren, aber Stürzenberger & Co. üben ja eine Fundmantalkritik mit Änderungsverlangen, und das ist, wie ML ja auch anmerkt, Hybris.
    Um was es geht ist doch die Überfremdung.
    Schlicht und einfach.
    Und da sind es nun einmal die Maghrebiner, Turkvölker und Araber die als Mittel zum Zweck dienen (aber auch Pakistani / Inder und Schwarzafrikaner); also ETHNIEN, fremde VÖLKER – und nicht fremde Religionen. Wobei unter „Zweck“ der (gar nicht so sehr schleichende) Genozid zu verstehen ist.
    Nur das so anzusprechen bedeutet als „Rassist“ bezeichnet zu werden; so bleibt es bei Stürzenberger und PI bei „Islamkritikern“ und -natürlich- „Nazis“ (aber das bekommt jeder System-Nonkonforme aufgepappt).
    Dass PI inhaltlich einfach auf dem Holzweg ist („proamerikanisch“) würde jeder PIler nach kurzer Diskussion zugeben müssen, man vergegenwärtige sich nur mal die Praxis des „invite and invade“.
    .
    Trotzdem mag ich PI, aus einem ganz einfachen Grund: dort wird das Beste für UNSER Land gewollt. Und damit unterscheiden sie sich vom System und unseren Eliten.

  6. Freidenker

    PI ist ein guter Einstieg für brave Systemparteienwähler,die immer stärker spüren,dass etwas Grunsätzliches hier und im gesamten Westen falsch läuft.Der gemeinsame Feind wird auch bei PI genannt,denn neben dem Islam sind die Linken(hier Vertreter des Liberalismus genannt) die Ursache allen Verfalls.
    Manch einer bleibt nach seinem inneren Bruch mit dem herrschenden System auf PI-Niveau stehen(was immer noch besser ist,als weiter CDU zu wählen),so mancher aber denkt weiter und erkennt irgendwann den Feind hinter dem „Feind“.
    Wenn jedoch irgendwann ein Systemwechsel erfolgen soll,wird man die PI-Batallione brauchen,Klasse alleine wird nicht ausreichen.

  7. Faschist

    Ein sehr treffender Artikel.

    Die PI Leute sind nicht unsere Verbündeten, sie sind es nicht mal annähernd, es sind Verräter.

    Wie von Lichtmesz herausgearbeitet, ist unser Feind keineswegs der Islam, sondern der Westen.

    Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass der Islam unser Verbündeter im Kampf gegen die westlichen globalistischen Eliten ist.

    In manchen Sachverhalten ist das auf den ersten Blick ersichtlich, etwa in Afghanistan, wo sich die Afghanen der Invasion der One-World Kräfte mit einem Mut erwehren, den man sich für Deutschland nur wünschen kann.

    Aber das gleiche gilt auch für Deutschland selbst.

    Die Massenimmigration wäre wesentlich bedrohlicher, wenn die eingewanderten Massen keine Moslems wäre, also keine mehr oder weniger homogene Front gegen das westliche Wertesystem präsentieren würden.

    Dann wäre der Weg hin zum massenhafter Amerikanisierung und Konsumverblödung unausweichlich.

    So haben sich die Masterminds hinter der ganzen unglückseligen Angelegenheit verrechnet.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses kranke System im Bürgerkrieg zerbricht.

    Dann gibt es nur zwei mögliche Ausgänge: Entweder der Islam triumphiertund Deutschland wird ein Kaliphat, oder das deutsche Volk findet den Weg zu alter Größe zurück, bricht das westliche Joch und schmeißt die eingewanderten Massen raus.

    So oder so, die globalistische Agenda wird nicht aufgehen.

    Das ist doch schön zu wissen. :)

    M.L.: Der Islam ist gewiß kein „Verbündeter“, vor allem hat er keinen solchen nötig. Die globalistischen Eliten sind sein bester Freund, und sein „Verbündeter“ gegen uns. Auch Charybdis will Odysseus‘ Schiff verschlingen.

  8. Toni Roidl

    Ruhig Blut! Nur ein paar lose Impulse:
    1. Es ist doch schon mal positiv, dass PI am Zwischentag teilgenommen hat und auch dort eingeladen war.
    2. Es gibt an PI zu Recht viel zu kritisieren, aber die Leistung sollte man anerkennen, besonders die Transformation vom Blog zu den lokalen PI-Gruppen, also vom virtuellen zum realen Protest.
    3. Was Herr Stürzenberger in München, Regensburg und Nürnberg in den Fußgängerzonen leistet, verdient es wirklich nicht, madig gemacht zu werden. Der Mann hat Mut!
    4. Weder bestreitet Weißmann, dass die Islamisierung gefährlich ist, noch bestreitet Stürzenberger, dass die Landnahme die Schuld der Linken ist. Ich finde auch nicht, dass Letzteres auf PI nicht gesehen würde. Eine Abgrenzung liberaler und identitäre Islam-/Überfremdungskritiker ist eine Sackgasse. Soll eben jeder auf seinem Weg Breschen ins Buschwerk schlagen. Wie Dieter Stein im Vorwort der aktuellen Sezession schreibt: Es ist beruhigend, zu hören, dass andere an anderer Stelle auch an der Arbeit sind.

  9. Karl Eduard

    Leute, die auf Demonstrationen gegen den Islam mit Plakaten herumlaufen, auf denen steht „Wir lieben das Grundgesetz, sie hatte nur die Scharia“ neben dem Bild einer Gesteinigten, die kann man nur sehr schwer ernst nehmen obwohl sie überhaupt erst einmal etwas tun.

    Da Gott anscheinend tot ist, haben sie sich als Götzen das Grundgesetz ausgesucht. Es ist aber irgendwie irrwitzig, von Moslems zu verlangen, auf das Grundgesetz zu schwören, oder sich dazu zu bekennen, wenn es fortwährend durch Entscheidungen des Bundestages außer Kraft gesetzt wird.

  10. Cicero

    Eine großartige Lagebeschreibung Herr Lichtmesz, Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Als ich Ihren emotionalen Auftritt bei der Diskussion Stürzenberger / Weißmann sah, war mir klar, dass hier noch ein hellsichtiger Eintrag folgen würde.

    Es bleibt die Frage, ob, wie und inwieweit das identitäre und islamkritische Lager gemeinsame Sache machen können. Auch Weißmann sprach davon, dass er die beiden Lager „auf der selben Seite des Schildwalls“ sähe. Hier gilt es anzusetzen und gemeinsame Zielsetzungen zu entwickeln. Nur als „Durchlauferhitzer“ werden die Islamkritiker wohl kaum zur Verfügung stehen. Ob Amerikahörigkeit und utopistischer Liberalismus des PI-Lagers unüberwindbare Hindernisse beim Finden einer gemeinsamen Basis darstellen oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, es wäre aber eine Anstrengung wert, dies herauszufinden.

  11. Philipp

    Oh ja, sehr heroisch, wie die Taliban sich unserer Soldaten mit Sprengfallen „erwehren.“

    Aber mal im Ernst, stellen wir uns die gegenwärtige Entwicklung ohne vorherige Einwanderung vor, dann würden Ende des Jahrhunderts vielleicht in den Ruinen unserer Städte noch hier und da ein paar Deutsche leben, nicht viele zwar, aber vermutlich eher ungestört. Falls in unserem tatsächlichen Fall alles so kommt, wie der Extremfall ausgemalt wird, leben hier einige verschiedene ethnische Gruppen, die vielleicht lose über die Deutsche Sprache verbunden sind, aber eben doch eher eigene Communities bilden.

    Ich weiß genau, welche Alternative mir besser gefällt.

  12. Petra

    Weißmann ist ein sehr kluger Kopf. Aber, können wir uns die klugen Artikel von Weißmann denn noch weitere zehn Jahre leisten, ohne daß politische Aktivität entsteht? Wen erreicht Weißmann mit seinen Artikeln und Schriften denn? Den ewig gleichen und kleinen Kreis, der nur sehr gemächlich wächst. Leider gibt die demographische Katastrophe, das mangelnde Nationalbewußtsein, leider verschwindet das christlich-religiöse Empfinden immer mehr. Das stimmt. Aber, wo gedenkt denn Weißmann einen Punkt zu finden, die Menschen erst einmal für überhaupt etwas zu begeistern? Nur kluge Texte für Sezession und JF zu schreiben, das reicht nicht. Stürzenberger und PI haben mit dem Islam-Thema einen Weg gefunden, die Menschen überhaupt erstmal für etwas zu begeistern. Das reicht auf Dauer nicht. Aber, es ist ein Anfang.

  13. Azo

    Martin Lichtmesz hat den wichtigsten Punkt erwähnt: PI ist eine „Einstiegsdroge“ zur rechtskonservativen APO wie dieser hier. Ich war selbst überzeugter PI´ler bis vor ein paar Jahren, weil mich der Islam national und international tatsächlich anwiderte.

    Und dass es sich beim Islamgürtel, wo so viele unserer Immigranten herstammen, im Gros um eine völlig erstarrte, bisweilen primitive und dysfunktionale Kultur handelt, bei allen Ausnahmen, davon bin ich immer noch überzeugt. Ich bin dann über Manfred Kleine-Hartlage („Das Dschihadsystem“) irgendwann zur Sezession gestoßen, hier habe ich v.a. Martin Lichtmesz zu dem Thema gelesen und bin hier geblieben.

    Die islamische Welt ist eben wie sie ist, das soll unsere Sache nicht sein. Der Islam als Religion und Kultur der Immigranten hier ist ein opportunistischer Infekt. Angegriffen hat uns also vorher schon ein ideologischer Erreger, der die Fremden erst hergeholt hat und unseren Organismus so geschädigt, dass er diesem aggressivsten Eindringling am deutlichsten nichts entgegenzusetzen hat.

    Und dieser zersetzende ideologische Erreger ist der Liberalismus, vll kann man auch Vulgär-Liberalismus sagen. Er zerstört Identitäten und kommt m.E. sowohl in einer linken „White Guilt“-Grünen-Form daher, als auch einer kapitalistischen Variante. Zwei Seiten derselben Medaille.

  14. Tronjer

    Man sollte immer im Auge behalten dass unsere Okkupanten anscheinend durchaus ein Interesse daran haben dass wir den Islam als Feind betrachten.
    Ein sehr guter Text dazu ist kürzlich auf AdS veröffentlicht worden:
    Vor diesem Hintergrund sind PI und Stürtzenberger vieleicht noch nicht einmal mehr als „Verbündete“ anzusehen wobei ich hierbei auch nicht in eine Art Verschwörungsparanoia verfallen will.
    Fakt bleibt dass ein Großteil der Leute die heute soweit sind Sezession u.ä. zu lesen mit PI angefangen haben und als Sammelbecken und System-Austiegsstelle für alle langsam Begreifenden ist dieser Blog durchaus von immenser Bedeutung !
    Ich bin deutscher und Deutschland ist mein Land. Dies ist nicht verhandelbar, mit niemandem.

  15. Daniel

    Schade, daß ich nicht dabei war, aber die Berichte über das Streitgespräch bestätigen meinen Eindruck über PI. Stürzenbergers Auftritt passt wie die Faust aufs Auge zu Hendryk M. Broders Urteil: „Eine Internet-Sekte“. Wenn Stürzenberger sagt, er suche Anhänger, dann geriert er sich wie ein dazu passender Guru. Seine von 9/11 ausgelöste Angst ist freilich nicht ohne guten Grund, aber inzwischen hat er sich so weit in ein Dickicht verrannt, aus dem er auch mit Weissmanns Hilfe nicht mehr herausfinden wird. Und wenn er sagt, es ginge nicht um den einzelnen Moslem persönlich, dann mag er diese Illusion selbst glauben, aber wer so „brand-heiß“ daherredet, dem nimmt das keiner mehr ab.

    Daß der intellektuelle Boden der PI-Elite offenbar doch so dünn ist, sollte nicht irritieren. Wer diesen Blog über die Jahre aufmerksam beobachtet hat, dem werden ohnehin die inhärenten Brüche aufgefallen sein. Nur ein komisches Beispiel: als vor einigen Jahren Van Creveld sich in einer Zeitung kritisch über Israels Politik äußerte, blies PI zum Shitstorm gegen den Mann. Man ist ja zum Erbrechen irrational israeltreu, da sind die berechenbar. Als er aber später auf linken Druck in Trier von der Uni flog, da war er plötzlich ihr Held. Ach, die Liste ließe sich noch lange fortsetzen…

    PI ist ein Sturmgeschütz, ungeeignet für chirurgisch präzise Angriffe. Wo die hinhauen, gibts mitunter auch Kollateralschäden, aber das interessiert die nicht. Dennoch halte ich PI für unverzichtbar als Gegengewicht gegen die Linken – einfach weil nichts besseres da ist.

    M.L.: Dafür, daß das nur eine „Internetsekte“ bleibt, sorgen schon Gestalten wie Herr Broder, dem die Sektierer auch noch regelmäßig die Füße küssen.

  16. Martin

    Dass das, was unter der Flagge von pi-news läuft, (sehr oft – aber auch nicht immer) sehr eindimensional ist und in der Tat ein Herr Stürzenberger vorgaukelt, man müsse nur den Islam verbannen und danach herrsche wieder Eitel-Sonnenschein auf dieser Welt, ist eigentlich eine Binsenweisheit, die sich einem auch ohne Teilnahme am Streitgespräch Weißmann vers. Stürzenberger recht schnell erschließt, wenn man ab und an in die pi-news reinschaut und den einen oder anderen Beitrag dort liest. Martin Lichtmesz hat dies in seinem Beitrag ja recht deutlich nochmals dargestellt.

    Dennoch möchte ich auf eines hinweisen:

    Ein Herr Stürzenberger ist im Bereich des konkret politischen unterwegs, ist in einer Partei und bemüht sich um politische Ergebnisse – er macht sich im Gegensatz zu „Metapolitikern“ also schon mal ganz automatisch mehr „schmutzig“.

    Dies sollte man nicht vergessen, bevor man ihn zum schwarz-weiß malenden Manichäer (schwarz-weiß malen tut er ja auch tatsächlich) und damit ein Stück weit zum Deppen erklärt. Unter diesem Gesichtspunkt hat er sein „Rittergut“ verlassen und das Schlachtfeld des konkret politischen betreten und man tut gut daran, dieses Feld nicht ohne Strategie und Taktik zu betreten – ich unterstelle dem ehem. Unionskader Stürzenberger, dass er zumindest einen Ansatz von Strategie und Taktik hat. Dieses Feld des legal-politischen wird aber nicht von uns allen oder von unseren Wünschen bestimmt, sondern von der konkreten Rechtsordnung, die andere ohne Rücksicht auf unsere Befindlichkeiten schon lange festgelegt haben. Wer legal (!) hier mitkämpfen will, tut also sehr gut daran, sich sehr an die Spielregeln zu halten, lieber diese nicht in Frage zu stellen und im Gegenteil: Ein besonderes und fast schon gebetsmühlenartiges repetieren „unserer“ freiheitlich demokratischen Rechtsordnung ist fast schon die einzige Form, legal Widerstand zu leisten.

    Ich kenne Herrn Stürzenberger nicht persönlich, auf den wenigen Videos, die ich von ihm gesehen habe, muss ich zugestehen, dass bei mir schon ein bisschen meine Streberallergie durchkommt – dennoch: Er bemüht sich konkret politisch und wir alle können nicht wissen, wieviel Strategie in seiner Monotonie und Monothematik liegt, auch wenn er den Glaubenskrieger gibt.

    Das Thema „Islamkritik“ taugt meiners Erachtens im konkret politischen Geschäft durchaus ein Stück weit als „Büchsenöffner“ um manche Verpanzerung aufbrechen zu können, denn es gibt ja in der Tat ganz konkrete Problem mit dem Islam, die jeden betreffen und die jeden angehen. Man braucht daher nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten, in dem man pi-ler als intellektuelle Tiefflieger darstellt, sondern man sollte sich schon überlegen, was für Themen man selber erfolgreich auf eine Agenda schieben kann.

    Denn eines muss man „pi“ anerkennen: Auch wenn sie vom politischen Mainstream automatisch immer als radikale Spinner (und auch Rassisten) abgetan werden, sie finden eine recht große Beachtung. Jeder Journalist kennt pi-news und das Portal hat eine mittlerweile eine große Breitenwirkung. Es konnte ein „Thema setzen“, was ja auch schon recht viel sein kann, denn wenn eine Thema einmal gesetzt ist, lässt es sich in der modernen Welt nicht mehr so schnell unter den Tisch kehren.

    Den pi-lern, und insbesondere auch Herrn Stürzenberger, sei angeraten, nicht nur auf das eine Pferd „Islamkritik“ zu setzen, sondern sich thematisch auch zu verbreitern (was ja z.T. schon geschieht).

    Andererseits: Diese Leute mit intellektuellem Hochmut zu vergrätzen, wäre aus meiner Sicht strategisch und auch taktisch ein Fehler für alle Patrioten. Über ihre Thematik finden viele auch zu anderen, zu den „rechten“ zu den „liberal- libertären“ und zu allen, die der totalen Mobilmachung der Arbeit und der daraus folgenden Gleichschaltung aller Menschen etwas entgegensetzen wollen.

  17. S. Pella

    Danke für diesen Beitrag, geehrter Herr Lichtmesz!

    Als Beobachter vor Ort wurden die Trennlinien im nonkonformistischen Spektrum deutlich – und dies ist auch gut so!
    Die Spreu trennt sich eben vom Weizen, da radikal auseinanderdriftende Grundlagen nicht wegzudiskutieren sind. Das Wortduell (obschon Stürzenbergers rhetorischer und inhaltsleerer Wortschwall Herrn Dr. Weißmann nur bedingt Antwortzeit einräumte) auf der „Freie Messe“ zeigte eindeutig die entscheidende Grenze zwischen Islamkritikern und „der Rechten“: die Bezugnahme Dr. Weißmanns auf die ethnische „Umvolkung“ sowie des verteidigungswürdigen „Eigenen“, das nämlich nicht die „westliche Wertegemeinschaft“, sondern die Identität des Deutschen Volkes darstellt.

    Vor zwei Wochen führte er dies bereits pointiert in der Jungen Freiheit aus:

    „Was man bisher von dem Buch Buschkowskys zu sehen bekommen hat, überrascht kaum, und es bleibt zu hoffen, daß sich die konservative Begeisterung in schicklichen Grenzen hält, wenn wieder einer von der Gegenseite sieht, was vor aller Augen steht, aber nur die Rechte thematisierte, während der feige Rest politisch-korrekt geschwiegen hat. Natürlich sind Buschkowskys Beispiele bunt und lebensnah und erfahrungsgesättigt, aber an der Analyse muß nur zweierlei interessieren: Die entscheidenden Bruchlinien innerhalb der Gesellschaft sind weder sozialer noch kultureller Natur, sondern ethnischer – völkischer, nationaler, rassischer –, und Segregation – also Apartheid, mehr oder weniger freiwillige – ist unsere Zukunft, hinzuzufügen wäre: bis die Noch-Mehrheits-Ethnie endgültig den Stab abgibt.“

    Karlheinz Weißmann: GegenAufklärung. Kolumne in Junge Freiheit, Nr. 40/12, 28. September 2012, S. 15

  18. Landser

    Wer die bestehenden Verhältnisse grundlegend (und genau das wäre nötig) ändern will, muß neuen Eliten zur Macht verhelfen. Dazu müssen die herrschenden „Eliten“ delegitimiert werden. „Islamkritik“ (vor allem als Einwanderungskritik) ist hierzu ein probates Mittel in einer Gesellschaft, in der die Eliten nicht ohne Zustimmung der Massen herrschen können. Die Gefahr der Überfremdung durch fremde und fremdartige Massen dürfte den meisten Bürgern dieses Landes näher gehen, konkreter und anschaulicher sein, als z.B. ihre eigene Dekadenz. Wer die Zustimmung der Massen braucht, muß ihnen einen Feind bieten – die fremde Bedrohung und die Verräter in den eigenen Reihen. Außerdem läßt sich so auch sehr gut am Anderen die eigene Identität schärfen. Insofern ist „Islamkritik“ sehr wohl ein geeigneter Hebel, um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern. Im Augenblick ist es wahrscheinlich sogar der beste und vielversprechendste! Darum sollte es gehen, ganz konkret politisch gedacht!

    Als letztes:
    „Die Moslems sind nicht einmal schuld, das sie überhaupt hier sind.“ (ML; s.o.)
    Also ich war bisher der Ansicht, daß sie NICHT nachts entführt und in Ketten als Sklaven nach Deutschland/Europa verfrachtet wurden/werden, sondern aus eigenem Antrieb hier her kommen. Sollte ich mich da geirrt haben? Ich bitte um Aufklärung.

    M.L.: Unglaublich intelligente Frage. Um die Aufklärung dürfen Sie sich selber bemühen.

  19. Das ist jetzt aber bei weitem wütender, als es Herr Weißmann selbst war. Sein Schlußfazit, Herrn Stürzenberger betreffend, war zu meiner Überraschung nahezu wortgleich mit meinem auf Herrn Kleine-Hartlages Blog veröffentlichtem: saubere Öffentlichkeitsarbeit, aber problematische politische Position, wenn sie umgesetzt werden müßte.

    Auch würde ich folgendes zu bedenken geben. Es gibt politische Entwicklungen, welche einen ohnmächtig zurücklassen. Die Übernahme des Islams mag in mancher Weise eine solche sein, sicherlich entwickelt sich auch die heute bei uns führende politische Ideologie auf manche Weise so. Und dies unter dem Begriff Faschismus anzugreifen ist nicht nur wohlfeil, sondern durchaus gute, handfeste politische Arbeit.

    Wir sind nicht unverwundbar, für einen Intellektuellen ergibt es freilich keinen Sinn, sich nicht als handelndes Subjekt zu verstehen, denn zumindest in Gedanken kann ein Intellektueller ja immer handeln, aber es wird ganz sicher der Punkt kommen, an dem die nackte Furcht zur bestimmenden politischen Kraft werden wird. Stürzenberger späht sozusagen in die Runde und fragt: Na, spürst du es schon?

    Freilich leicht deplatziert, aber nicht gegenstandslos.

    Übrigens ist es nicht ganz richtig, daß wir dieselben Probleme hätten, wenn keine Einwanderer nach Deutschland gekommen wären. Dann hätten wir ganz andere. Ich denke, dieser Beitrag über die Situation in den Vereinigten Staaten hält das Wesentliche fest. Es ist ein ganz einfaches Phänomen und es verlangt nicht nach mehr als einer ganz einfachen Darstellung. NumbersUSA – Immigration by the Numbers.

    http://www.youtube.com/watch?v=muw22wTePqQ

    Schließlich habe ich heute wieder einmal einen Aufriß der Weltgeschichte verfaßt, unter den Aspekten autoritärer Herrschaft und Religiösität, mit gesonderter Behandlung des Islams.

    Veranlaßt übrigens durch eine Diskussion über die Zukunft Europas mit Precht und Sinn.

    http://www.youtube.com/watch?v=XrT6lMf1icw

    Ich bin froh, daß man mich nicht fragt, was meine neue Erzählung von Europa ist. Es gefällt mir bei weitem besser meinen Horizont nicht auf diese Weise einschränken zu lassen.

    http://bereitschaftsfront.blogspot.com/2012/10/religiositat-in-autoritaren-gemeinwesen.html

    Übrigens äußere mich da auch über das Phänomen, daß der Islam nur durch „uns“ ist, was er ist.

  20. Gothe

    Moin!
    Die grundsätzliche Frage ist doch gar nicht die, ob der Islam an sich jetzt gefährlich, niederträchtig, besonders friedlich oder humorvoll ist. Das täte nämlich nichts zur Sache. Vielmehr hilft hier ein Blick in den, leider häufig belächelten aber nichtsdestotrotz häufig zutreffenden, Samuel P. Huntington. In seinem „Clash of Cultures“ beschreibt er die Konfliktlinien an denen sich diese Problematik entlanghangelt sehr deutlich. Es geht in Wahrheit eben nicht um eine wissenschaftliche Analyse des Islam sondern um ein weiteres Schlachtfeld im Kampf der Kulturen. Nicht die theologische Qualität des Islam ist also entscheidend, sondern seine Zugehörigkeit zum arabisch-islamischen Kulturkreis. Genauso, wie der Islam letztlich der Arabischen Kultur entsprungen ist, muss er in seiner in Europa auftretenden Form als Teil einer invasiven Kultur behandelt werden. Quasi als eine der vielen Waffen im „Zusammenprall der Kulturen“ um den Buchtitel zu zitieren. Wenn er aber als dieses Kampfmittel wahrgenommen wird, kann die Frage danach, ob der Islam an sich nun gefährlich ist oder nicht, nur im Zusammenhang damit betrachtet werden, wie er im Rahmen der „Verteidigung des Eigenen“ als Teil einer feindlichen Übernahme abgewehrt werden kann. Unter dem Blickwinkel stellt sich die Position von Stürzensberger schon deutlich besser dar.

  21. Toni Roidl

    Sehr geehrter Faschist,

    »Die PI Leute sind nicht unsere Verbündeten, sie sind es nicht mal annähernd, es sind Verräter…

    Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass der Islam unser Verbündeter im Kampf gegen die westlichen globalistischen Eliten ist.«

    Wie ist das Wetter auf Ihrem Planeten?

  22. Ein Namensvetter

    Verfolgt man den Rastani-BBC-Bericht, auf den Sie verlinken, etwas weiter, stößt man womöglich auf folgendes Bonbon aus dem Pay-TV:
    http://www.youtube.com/watch?v=WBw51S9CqNw
    Gugel verweist auf Rang eins und Rang zwei auf den Spiegel „YouTube-Hit: Wie ein Freizeit-Börsiander die BBC narrte“, sowie die Welt „Börsenmakler Rastani entpuppt sich als Hochstapler“.

    Wesentlich differenzierter ist da schon der Guardian:
    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/sep/29/alessio-rastani-no-prank

    Wie beinahe immer lässt sich nichts beweisen (Ist der Mann wirklich nur ein kleines Licht? Versucht jemand, ihn zu diskreditieren?), aber irgendwie weckt all das – vor allem Klaus und Valerie im ZDF – den (wenngleich nicht sonderlich originellen) Verdacht, dass in der deutschen Presse irgendetwas faul ist…

  23. Radkappe

    Es ist dringend erforderlich, dass das Thema Islam/Islamisierung auf den Tisch kommt. Von Seiten der Politik und der Medien wird es verdrängt bzw. die Probleme werden schöngeredet.
    Egal wie man über PI-News denkt, natürlich sind nicht alle Artikel wertvoll, aber es ist eine gute Informationsquelle in unserer Mainstream-Landschaft.
    Nur wo Kritik möglich ist, kann auch was verändert und möglichst auch verbessert werden, bevor es zu spät ist.
    Als kritischer Bürger sollte man das Denken nicht nur den Politikern und Journalisten überlassen.

  24. OG d.R.

    Einige besonders unvorteilhafte Passagen sind heimlich aus den Youtube–Videos herausgeschnitten worden.

    Wer auf dem Zwischentag war, wird sich erinnern:

    Es fehlen diverse Flachheiten seitens Stürzenbergers über Grundgesetz, die Juden, Israel. Ebenso dessen haarsträubende, weil ohne Ironie aufgestellte Behauptung, die BRD sei der freiheitlichste Staat auf deutschem Boden.

    Von Weißmann fehlt beispielsweise die Bemerkung zu Stürzenbergers „Flaggenensemble“/Anstecker am Sakko.

    Ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=qknIlkwXA5E Auffälliger Schnitt bei Minute 7:18!

  25. Landser

    „Die Moslems sind nicht einmal schuld, das sie überhaupt hier sind.“ (ML; s.o.)
    Also ich war bisher der Ansicht, daß sie NICHT nachts entführt und in Ketten als Sklaven nach Deutschland/Europa verfrachtet wurden/werden, sondern aus eigenem Antrieb hier her kommen. Sollte ich mich da geirrt haben? Ich bitte um Aufklärung.

    M.L.: Unglaublich intelligente Frage. Um die Aufklärung dürfen Sie sich selber bemühen.

    -Tut mir leid, aber ich depperter Piefke kapiers einfach nicht. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht so intelligent wie Sie. Also erleuchten Sie mich doch. Oder vielleicht gibt’s da auch nichts zu verstehen. Vielleicht geben Sie einfach zu, daß die Formulierungswut an diesem Punkt mit Ihnen durchgegangen ist, und gut ist’s. Denn die Formulierung, die Moslems seien nicht einmal schuld, daß „sie überhaupt hier sind“, ist natürlich Quatsch. Wer sollte denn sonst „Schuld“ daran sein, denn schließlich sind sie doch wohl nicht auf Sklavenschiffen hier her verfrachtet worden“! Besten Dank also für Die Herablassung und Arroganz, aber ich kann auch ohne!

    M.L.: Sie sind aber auch nicht wie im Mittelalter als Invasoren gekommen, und auch nicht als Einbrecher, sondern schlicht in eine für sie aufgemachte Tür eingetreten. Kann man ihnen vorwerfen, daß sie die Chance genutzt haben und der Einladung gefolgt sind? Sind nicht vielmehr die am Schlamassel schuldiger, die die Tür offenstehen ließen, gegen den Willen des vermeintlichen Hausbesitzers? Die moslemischen Einwanderer sind bekanntlich seit den Sechziger Jahren per Gastarbeiterabkommen und später Familiennachzug von politischen Entscheidungsträgern ins Land geholt worden. Seit den Achtzigern, als die Rede von der post-nationalen, „multikulturellen Gesellschaft“ aufkam, mit zunehmender Bewußtheit und Absicht. Ähnliche Prozesse liefen in Frankreich und England ab, wo die Labour-Regierung unter Blair intern besprach, wie man am besten „rub the right’s nose into diversity“. Diese Fragen haben wir in der Sezession ausführlich behandelt.

  26. Georg S.

    Wenn man Weißmann für unfehlbar hält, muß man Stürzenberger im direkten Vergleich ablehnen – so einfach ist das. Dabei entgehen einem dann Stürzenbergers Stärken (Eloquenz, ziemlich genauer Koran-Bibel-Vergleich, Erfahrung im direkten Kontakt mit allerlei Moslems) und Weißmanns Schwächen (theologisch ginge da durchaus mehr). Ich wundere mich über die Schärfe, mit der hier und auf BN gegen Stürzenbergers Gastauftritt polemisiert wird. Gastfreundlich ist das nicht – sachlich bei allen argumentativen Bemühungen auch nicht.

  27. Asenkrieger

    Lichtmesz muß ich voll zustimmen. Er hat es treffend formuliert.

    @ Tronjer:
    Die Alternative zu PI ist tatsächlich“ As der Schwerter“. Dort hat man sich weiterentwickelt. Danke für den Hinweis.

    Am meisten erschreckt mich die Servilität gegenüber den USA und Israel. Auch bei der „German Defense League“ ist das schon mehr als peinlich.
    Mir ist jedenfalls klar, wer hier versucht, uns gegen den Islam aufzuhetzen, um selbst heimlich herrschen zu können.
    So notwendig die Reconquista ist, so notwendig ist die Frage, für w e n wir kämpfen. Bestimmt nicht für fremde Interessen!

  28. INFO68

    M.L.: Hier was für die Kuriositäten-Vitrine.

    Nur die Freiheitlichen ( =Westler) und die Echt-Linken bekämpfen den Islam, die Braunen und Rechtskonservativen sind ihm mental und politisch näher als dem Westen!! Und deswegen bekämpfen beide die Islam-Kritiker!!

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    So wie Martin Lichtmesz (ML) haben früher auch gewisse Intellektuelle dagegen polemisiert, wenn im „Anti-Kommunismus“ gegen das Moskauer Ostlager und die DDR politisch agiert und agitiert wurde. Hinterher stellte sich heraus, daß sie -siehe die „Friedensbewegung“ 1980 f. gegen die NATO- eher auf der sowjetischen denn westlichen Seite standen, natürlich verbrämt mit Gutmenschphrasen wie „Frieden statt Atomtod“. Als aber zur gleichen Zeit die Rote Armee in Afghanistan wütete, blieben sie über die Tausende Tote dort still !!

    M.L.: Der stramm undifferenzierte Antikommunismus der Blockzeit war ja genausowenig imstande, die nationale Frage zu lösen, wie heute der à-tout-prix-Anti-Islamismus. Er diente wie heute der Anti-Islamismus nur dem Geradekloppen auf die amerikanische Linie.

    An Islam, Kommunismus, Hitlerismus gibt es -wie bei anderen Ideologien, Strömungen, Religionen- gewiß Teile, die man überdenken kann, aber insgesamt sind diese 3 Strömungen in Ideologie wie Praxis scharf abzulehnen, wenn man freiheitlich und humanistisch-aufgeklärt eingestellt ist, was wohl in den Kreisen hier nicht auf alle zuzutreffen scheint.

    Wer also da nicht ganz scharf den Trennungsstrich zieht zum abstoßenden Islam, sondern lau-verständnisvoll daherkommt und mit scheinrationalen Sprüchen aufwartet, lenkt davon ab, daß er real nicht bereit ist, den Islam zu bekämpfen, weder hier noch außerhalb.

    Solche Personen, Kreise, Gruppen sind für freiheitliche Patrioten dann so inakzeptabel wie die braunen NSler. Und wo man sich auch noch auf den zynischen anti-demokratischen Nazi-Juristen Carl Schmitt beruft („Der Führer ist das Recht!“) in dem Gehabe, sich dadurch noch intellektuell besonders hervorheben zu wollen, da ist Schluß!!

    M.L.: Mit der Formulierung „zynischer anti-demokratischer Nazi-Jurist Carl Schmitt“ haben Sie sich auch, hm, „intellektuell besonders hervorgehoben“ bzw. geoutet. Das ist auch „Schluß“, per Eigenkopfschuß.

    Was sind also die persönlichen und politischen Motive der Islam-Versteher und Islam-Verharmloser??

    Bei den Braunen ist es klar: Sie sehen in der muslimischen Welt einen befreiungsnationalen Verbündeten gegen die (Deutschland 2x geschlagene) wesliche Staaten-Welt und Weltherrschaft des Westens mit den jüdisch beeinflußten USA an der Spitze und möchten so DEN JUDEN endlich doch noch besiegen, womit sie sich einst -zum Schaden Deutschlands- übernahmen, es aus eigener Kraft nicht schafften.

    Bei den rechtsnationalen Konservativen ist es, was sich bei Leuten wie JF-Stein und ML herausschält, die unbefriedigte Sehnsucht nach einer von ihrem Lebensbild dominierten Gesellschaft, die sie -wie einige Katholen-Fundis- noch im Islam gelebt sehen. Es ist der alte antimoderne und antiwestliche Reflex eines reaktionären Konservatismus, der da durchwabert.

    M.L.: Völlig falsch, ich habe nicht die geringsten Sympathien und Neigungen für die islamischen Gesellschaften. Ich habe nur die Frage gestellt, wer unser Feind ist, d.h. wer uns als europäische Völker in Frage stellt. Und das tut der hauseigene Liberalismus in einem viel gefährlicheren Maße als „der Islam“.

    Und das antijüdische Kalkül spielt da bei manchen auch noch mit. (DVU-Frey: „WIR haben viele gemeinsame Interessen und Werte mit DEM Islam!“, 1995 an den Autor)

    Beide, Rechte wie Braune, sind zwar subjektiv und konkret durchaus auch national, aber letztlich ist es doch so: Das Nationale ist nicht ihr Primäranliegen, sondern es wird okkupiert, um in pseudo-elitärem Gehabe einen anti-demokratischen, freiheitsfeindlichen Lebensentwurf durchsetzen zu wollen.

    Hier trennen sich dann eben die Geister und Lager, besser schon die Klärung, daß man letztlich nicht zusammenpaßt, vor der Wende als nachher wie 1933f., wo etliche gutwillige Bürgerliche nachher böse erwachen mußten.

    Und in Abwandlung eines Liebermann-Spruches zu den Antisemiten könnte man meinen: „Das Nationale wird erst was, wenn es die Linken übernehmen!!“

    M.L.: Bisher waren die Linken eher damit beschäftigt, es abzuschaffen, und in absehbarer Zeit wird sich daran nix ändern.

  29. Zarathustra80

    @ Faschist

    Volle Zustimmung meinerseits, gerade im Hinblick auf den Islam als widerständige Kraft gegen westlichen Unkulturimperialismus. Der „Islamismus“ bildet hier nur eine Speerspitze und gerade dessen Führer sind sehr oft und sehr intensiv mit „dem Westen“ in Berührung gekommen oder, wie Muhammad Asad, selbst aus ihm stammend. Das Widerständige im Islam hat i.Ü. Ernst Nolte sehr gelehrt in seinem Buch über den Islamismus als dritte radikale Widerstandsbewegung herausgestellt.

    Der Islam kann demgemäß natürlich nicht der Feind sein und der einzelne wahrhaft gläubige Muslim erst recht nicht, wenn man denn geneigt ist, den Feind im Westen suchen.

    Falsch wäre es in dem Zusammenhang jedoch, gegen die westlichen „Werte“ anzugehen, denn das führt zu demselben abstrakten und/oder diffusen Feindbegriff der bei PI usw in Bezug auf den Islam/die Muslime innig gepflegt wird.

    Stattdessen ist zu fragen, wer hinter den westlichen Werten steht, sie befördert und von ihnen profitiert. Diejenigen Staaten und die sie tragenden gesellschaftlichen Gruppen sind dann der Feindbestimmung zu unterwerfen. Das führt letztendlich zu einer klaren Feindbestimmung im Inneren wie im Äußeren.

    „Demokratie“, Liberalismus, westliche Werte usw sind also nur Funktionen zur Machtallokation und -erhaltung eben jener Staaten und Interessengruppen, die von einem demokratisch, liberistisch usw eingerichteten System profitieren.

    Die einzelnen Symptome des Niedergangs wie verfehlte Geldpolitik, eine kamikazehafte Wirtschaftspolitik des ewigen Wachstums, die Verneinung gewachsener ethnisch-räumlicher Identitäten, Auszehrung kultureller Substanz, Bildungskatastrophe, Plebejisierung und unkontrollierte Massenzuwanderung sind auf einen Punkt zurückzuführen.

    An diesem Punkt treffen Sie den Feind.

  30. DerAuge

    Sehr geehrter Herr Lichtmesz,

    ich kenne persönlich ein paar langjährige Mitstreiter von Hr.Stürzenberger, die sich von ihm u.a. genau wegen den von Ihnen in Ihrem Artikel genannten Gründen „getrennt“ haben….deshalb habe ich beim Lesen Ihres hervorragenden Artikels auch heftig schmunzeln müssen, habe ich diese Gründe doch erst letzte Woche aus den Mündern seiner Ex-Weggefährten gehört.
    Vielleicht kann ich Ihre Aufmerksamkeit auf ein Projekt lenken, was wir nun ohne Herrn S. anschieben wollen.
    Hier der Link: http://www.blu-news.org/
    Es würde mich freuen, wenn Sie dort mal reinschauen !
    Vielen Dank und beste Grüße

  31. Alexander Duggan

    Warum bei Ihrer Ergänzung des Kommentars von Landser [16:52] nicht einfach Auswanderungsfreiheit [ius emigrandi] ist nicht gleich Niederlassungsrecht schreiben – das die Rückführung nicht integrierter Einwanderer staatlicherseits machbar wäre [einem Staat ist eben prinzipiell sehr wenig unmöglich]?

    Ps. Nehme mal an Unglaublich intelligente Frage. Und um die Aufklärung darf ich mich dann selbst bemühen?

    PPs. Hüte Dich von unzufriedenen Kunden :-]

  32. Nihil

    Sehr sehr guter und notwendiger Artikel. Dass Herr Lichtmesz aber einer von „wir Christen“ ist, ist mir neu. Bei aller Sympathie: Ich hoffe man driftet hier nicht endgültig in die JF-Schiene ab.

    M.L.: Als Abendländer sind wir alle „Christen“, selbst wenn wir so denken sollten wie Nietzsche, und jeder, der „das Eigene“ verteidigt, kommt nicht darum herum, auch ein Stück Christentum mitzuverteidigen. Das mag er als gläubiger oder bloß historisch bewußter Mensch tun. Was Lichtmesz betrifft, so ist er römisch-katholischer Agnostiker.

  33. Angela Brüning

    Die Diskussion zwischen Weißmann und Stürzenberger war das klassische Aufeinandertreffen von einem metapolitischen Theoretiker und einem praktisch orientierten Politiker. In einem Wahlkampf ist es nicht möglich mit wissenschaftlicher Genauigkeit Unterscheidungen zu treffen, sondern simple Botschaften zu vermitteln. Der grundlegende Unterschied zwischen Weißmann und Stürzenberger ist die Frage nach der praktikabelsten Identität. Deutschland ist das Land der Deutschen, der deutsche Staat ist die höchste Organisationsform des deutschen Volkes und der Schutz dieses Volkes vor inneren und äußeren Feinden ist seine Funktion. Deutschland hat eine tausendjährige Geschichte. Es ist heute ergebnisoffen, ob es die EU und ihre Einheitswährung in zehn Jahren noch gibt. Mich interessieren keine sog. „westlichen Werte“, mich interessieren nur deutsche Werte und die abendländische Denktradition von der Antike über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Das ist der Kern meiner Identität. Ich definiere mich selbst nicht aufgrund irgendeiner hypertrophen Ablehnung des Islams. Es ist sekundär welche Ideologie fremde Ethnien in diesem Land haben, entscheidend ist die Erkenntnis, dass diese Ethnien demographisch auf dem Vormarsch sind und uns feindselig gegenüberstehen. Es ist auch nicht der Liberalismus an dem die Völker zugrunde gehen, denn würden wir in Deutschland keinen Sozialstaat hätten, gäbe es keinen Anreiz für Fremde überhaupt hierherzukommen, noch könnten sie mit ihren beschränkten intellektuellen Fähigkeiten hier ohne sozialstaatliche Hilfe überleben und müssten in ihre Heimatländer zurückkehren. Der Sozialstaat muss deshalb radikal rurückgebaut werden – auch für Deutsche – denn er senkt den Aufstiegs- und den Leistungswillen ganzer sozialer Schichten. Gegenüber den fremden gibt es nur den Weg der striktesten Segregation, beginnend in Schulen und Kindergärten.

  34. zentralwerkstatt

    Lustiges Wortscharmützel. Worin jedoch lag der Zweck, der über einen akademischen oder eitlen hinausgeht?

    Ich beobachte übrigens, daß es noch viel deutsche Identität gibt. Wir Deutschen sind uns unter dem politischen und medialen Trommelfeuer unseres völkischen Zusammenhalts unsicher bzw. bezweifeln ihn stark. Und gleichzeitig ersehnen wir ihn, gerade unter dem Eindruck der ethnischen Krise, die im schnöden Alltag erfahrbar ist. Die Natur hat uns diesen Mechanismus des Haltens zum Eigenen als Überlebensstrategie für den Einzelnen mitgegeben. Daran ist nicht zu zweifeln, er ist da. Die Silberlinge hingegen sind eine blutjunge menschliche Erfindung und in vielen Fällen sicherlich nicht ausreichend krisenfest, zumal sie heuer aus Papier sind…

    Man kann bei den alltäglichen friedlichen Dingen den ethnischen Zusammenhalt fördern, es muß ja nicht mehr das geschabte Gammelfleisch am Spieß sein, usw….; bei den Gewalttaten ist allemal Potential dafür, jeder sollte sich damit auseinandersetzen, wie und womit er in seinem Fall sowieso, aber eben auch im Beistandsfall, reagieren könnte / wollte. An solche Gedanken mußte ich mich auch erst gewöhnen. Wenn man vorbereitet ist, hat man sicherlich auch Spaß an der Improvisation. Dabei war es doch so gemütlich in der BRD, dem demokratischsten deutschen Staat ever nach Abwicklung der DDR.

    Der gemeine PIler jedenfalls ist wohl geistig derart einfältig wie der gemeine Linke. Letztere verfolgen wahnsinnig eine Utopie, erstere sind ängstlich getrieben vom Gedanken an die Dystopie.

    Den Protokollen der Weisen von Zion zufolge, die natürlich gefälscht sind, was ich ja weiß, aber dennoch ins Spiel bringen möchte, sieht der dunkle Plan auch vor, „rechte Positionen“ kontrolliert zu besetzen. PI und ihre Macher bringe ich damit unwillkürlich in Zusammenhang.

  35. neocromagnon

    Die Frage ist, woraus zielt das eigene Wollen.
    Will man eine geistige Auseinandersetzung zu einem kontroversen Thema?
    Oder will man die geistige Vorbereitung auf einen kommenden, vermutlich auch gewaltsamen, Konflikt?(egal wer daran die Schuld trägt)
    Im letzteren Fall stören Nuancen, egal ob existent oder nicht, es geht nur um Freund-Feind-Bestimmung.

  36. P.P.

    Nach diesem Artikel und der begeisterten Zustimmung von „Faschist“ (siehe oben, 14.01 Uhr) weiß ich wieder, warum mir Sezession – obwohl ich Abonnent bin – doch nie ganz geheuer war. Soso, „Faschist“, danke für die offenen Worte. Mit solchen Holzweg-Thesen wird das hier immer eine Sackgasse im 0,x-Prozent-Bereich bleiben. Selbst wenn Lichtmesz ein guter Stilist ist, seine Denke finde ich suspekt.

  37. Turmkönig

    Ich unterstelle mal Folgendes:

    Nur wenige PIler werden überhaupt jemals spüren, was viele Sezessionisten bereits vollends erkannt haben: nämlich daß diese vom westlich-liberalen Geist errichtete Lebens- und Bewußtseinswelt sowohl in ihrer Schale als auch in ihrem Kern ästhetisch häßlich und politisch tödlich ist, und daß dieses häßliche-tödliche Gebilde weggewischt zu werden wert und nichts anderes ist.
    Der Islam ist weder der Gamet dieses häßlich-tödlichen Organismus noch der geeignete Wischmopp dagegen; er ist ein gesondertes Phänomen und Problem, dessen sich anzunehmen für Europa weniger schwierig wird, je eher dieser Kontinent die Wurzel des Häßlich-Tödlichen aus sich herausgerissen hat.

  38. Lion Edler

    Ein sehr guter und überfälliger Beitrag. Und wie hier im Kommentarbereich schon ein Vorredner sagte: vernünftigerweise wäre der Islam aus rechter Sicht sogar als potenzieller Verbündeter gegen den widerlich dekadenten und ekelhaften Westen zu sehen. Wenn man sich einmal überlegt, was für einen Konservativen in der derzeitigen politischen Lage der absolute Hauptfeind Nr.1 sein muss, so muss dieser Hauptfeind doch eindeutig nicht der Islam sein, sondern der gottlose und dekadente Westen und namentlich seine Speerspitze des US-McDonalds-Kulturimperialismus.

    Entscheidend scheint mir vor allem zu sein, dass die Islamgegner nicht nur ständig Dinge ausblenden und andere Dinge unverhältnismäßig ins Zentrum rücken, sondern dass eine Unmenge an „islamkritischen“ Behauptungen, die ständig über die Medien transportiert werden, bei näherer Betrachtung überhaupt gar nicht stimmen. Das betrifft z.Bsp. die Behauptung, dass in ALLEN islamischen Ländern finstere stalinistische Mörder-Diktaturen herrschen würden, dass Kopftuch-Trägerinnen sich gerne von Männern unterdrücken lassen würden, dass nur die Muslime sich schlecht integrieren würden und dass dies in allen Ländern so sei, etcetera, etcetera. Um das jetzt konkreter mit den Widerlegungen dieser Behauptungen auszuführen, müsste ich hier Romane schreiben; ich will’s nur erwähnt haben. Das Buch von Patrick Bahners „Die Panikmacher – die deutsche Angst vor dem Islam“ greift einige dieser Unsinns-Behauptungen auf und ist ein durchaus sehr lesenswertes Buch, trotz mancher politisch korrekter Schwächen.

    Das Problem ist in der Tat, dass PI-News geistig das ist, was die BRD bekanntlich für Prof.Carlo Schmid politisch war: eine „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ (OMF-BRD). Die Sache schaut nämlich so aus: es gibt im WEsentlichen vier ideologische Strömungen, die sich aus den Folgen von vier Geschichts-Betrachtungen ergeben. Für die Linken ist das Geschichtsbild, dass nur die Nazis böse waren und alle anderen gut. Dann gibt es als zweite Gruppe die „Neocons“, für die immerhin neben den Nazis auch die Sowjetunion böse waren, aber die West-Alliierten waren selbstredend auch alle gut. Lediglich eine dritte Gruppe, die ich vor allem durch die JF, Sezession, BN und ef repräsentiert sehe, erkennt, dass der Westen eben auch seine Schmutzflecken hatte. Dann gibt es ferner natürlich ein viertes Lager aus dem politischen Narrensaum des NPD-Umfelds, für das scheinbar alle außer den Nazis böse waren.

    Wenn PI-News nämlich wirklich „politisch inkorrekt“ wäre und keine geistige OMF-BRD, so müsste es nicht nur berechtigterweise das Totschweigen und Verharmlosen stalinistischer Verbrechen anprangern, sondern sich auch damit beschäftigen, dass z.Bsp. die Vertreibungs-Verbrechen an den Deutschen ohne die USA gar nicht möglich gewesen wären, sie müsste sich mit den Rheinwiesenlagern beschäftigen, abgesehen von ideologischen Aspekten wie Churchills Deutschenhass (während man ein paar alte Zitate von Erdogan als Beweis für den angeblichen Hass der Muslime auf alle Westler sieht). Dass es dies nicht erkennt, zeigt eben, dass es geistig eine „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ ist. So kommen dann auch diese skurilen ideologischen Widersprüche zustande: da nennt sich z.B. ein Blog „politisch inkorrekt“, der sich mit leidenschaftlichem und radikalen Pathos zur genau jenem Land bekennt, das ja nun gerade das Ursprungsland der political correctness ist, nämlich die USA. Auch der von PI-News verteufelte EU-Beitritt der Türkei liegt im Interesse der USA. Und auch den von PI-News beklagten Weg in die „EUdSSR“ haben wir zu nicht unerheblichen Teilen den Amis zu verdanken. Das PI-Feindbild Cem Özdemir ist nicht nur ein Multikulti-Gutmensch, sondern er ist auch in diversen „transatlantischen“ Lobby-Organisationen Mitglied.

    Das alles hat natürlich die Ursache, dass – wie im Artikel richtig anklingt – von den Deutschen verzweifelt Ersatz-Identitäten für die nicht tolerierte deutsche National-Identität gesucht werden. Was besonders deshalb attraktiv ist, weil die Linke ja auch oftmals einen ziemlich dümlichen und plumpen Antiamerikanismus vertritt, sodass man dann als Konservativer leicht dazu neigt, als Gegen-Reaktion zum West- und Ami-Fan zu werden. Zumal es ja in den USA wenigstens noch ein etwas stärkeres konservativ-patriotisches Lager als in der BRD zu geben scheint. Ich hatte diesen Irrweg auch einst durchgemacht, wodurch ich vor einigen Jahren zum zwischenzeitlichen PI-Autor wurde, bis mir die Sache nach einigem hin- und her-überlegen dann doch zunehmend zu niveaulos wurde. Noch heute ergreift mich eine Art über mich selbt schmunzelndes Erschrecken, wenn ich sehe, wen ich da in der Abizeitung auf meiner Abi-Zeitungs-Seite unter Anderem als „Idole“ angegeben habe (Abi-Jahrgang 2005): neben Maggy Thatcher liest man dort ausgerechnet Winston Churchill. Obwohl mich doch die antideutsche Ideologie schon damals ankotzte. Da habe ich natürlich auch noch nicht gewusst, was Churchill über die Deutschen gesagt hatte. Auf Stauffenberg war ich dagegen offenbar nicht gekommen, obwohl der mir auch damals schon bekannt gewesen sein müsste. Das ist eben der psychologische Komplex, der da dahinter steckt. Und als ich das erste Mal eine JF gesehen habe und ein amerika-kritisches Titelbild gelesen habe, war ich erst ziemlich skeptisch über die Zeitung und fragt mich, ob an den linken Vorwürfen gegen die JF nicht doch etwas dran sein könnte, dass diese sich politisch irgendwie latent im braunen Bereich bewege. Die Gleichung amerikakritisch = entweder linksextrem oder rechtsextrem oder islamistisch, war mir fest ins Gehirn gehämmert worden. Erst durch die JF habe ich im Prinzip gemerkt, dass Konservative eben nicht überwiegend pro-amerikanisch sind. Zuvor kannte ich an Konservativen in der Union ja hauptsächlich Roland Koch oder den besonders ideologischen Transatlantiker Jörg Schönbohm. Und durch die JF und Andere habe ich eben dann langsam andere Blickwinkel und kritische Argumente in Bezug auf die USA bekommen. PI-News ist insofern ein zwar dahingehend richtiger Ansatz, dass man dort „das Eigene“ verteidigen will anstatt sich in Werte-Masochismus zu üben, aber es ist eben nicht zu Ende gedacht, weil das für einen Gedanken-Sprung Entscheidende ausgeblendet wird.

    mfG, L.Edler.

  39. Kurt

    Angst ist kein gutes Mittel für die eigene Identität. Angst macht feige. Furchtlosigkeit ist es.

    Deutschland ist kulturell mehr von der Amerikanisierung bedroht als vom Islam und ausländischen Unterschichten, mehr von europäischen Finanzspielchen und schlechten außenpolitischen Deals als von „Sozialschmarotzern“.

    Ich stimme der Beschwichtigungspolitik darin überein. Die Frage ist, wie wir jenseits dieser diplomatischen Ebene den Islam knacken und ideologisch umpolen und neutralisieren.

  40. Kurt

    Huntington S. 340: Weiter bemerkt Buzan: „Ein gesellschaftlicher Kalter Krieg mit dem Islam würde der Stärkung der europäischen Identität…dienen“, sehr interessant auf S. 342 die Ausführungen zu gharbzadegi, den antiwestlichen, antisäkularen Ressentiments.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Gharbzadegi

    Man kann das alles für veraltet halten und ergänzenswert mit Blick auf den islamistischen Terrorismus, aber das Buch ist von 1996.

    Ich möchte ergänzen, dass die „Islamkritik“-Bewegung in dieser Form vom State Department nach 2003 in Europa implantiert wurde.

  41. Lion Edler

    Nachtrag: Für Thatcher gilt bezüglich Deutschenfeindlichkeit natürlich Ähnliches wie für Churchill, wie mir gerade einfällt.

    mfG, L.Edler.

  42. Nick N.

    Ein hervorragender und – wie es scheint – bitter notwendiger Artikel, der mindestens genauso treffsicher wie Herr Dr. Weißmanns Ausführungen während der Podiumsdiskussion ist.

  43. Sixty

    „Und in Abwandlung eines Liebermann-Spruches zu den Antisemiten könnte man meinen: „Das Nationale wird erst was, wenn es die Linken übernehmen!!““

    Also das stimmt allenfalls, wenn es AUCH wenigstens von Teilen der Linken übernommen wird. Historisch gab es das ja durchaus Beispiele: z.B. Lenin, die KPD, aber auch – und zwar glaubwürdiger als die ja doch eher moskauhörige KPD – die SPD zu Zeiten eines Kurt Schumacher und vorher schon des Hofgeismarer Kreises (dem übrigens auch Ernst Niekisch zeitweise angehörte).

    „Bisher waren die Linken eher damit beschäftigt, es abzuschaffen, und in absehbarer Zeit wird sich daran nix ändern.“
    Ich fürchte, da hat M.L. recht.

    Auch seinem Artikel insgesamt kann ich mal wieder zustimmen.
    Nicht nur vom Islamismus muß man sich deutlich distanzieren, sondern genauso auch von den liberalen/libertären USA- und Israelfans à la PI-News.

  44. TiefImWesten

    Ein von Selbstgefälligkeit tropfender Artikel, passend zum Auftritt von Herr Weißmann, obwohl jener sich besser im Griff hatte. Das ist sie also, die selbsternannte rechte Elite, die von oben abfällig auf Menschen schaut, die sich analytisch „beschränkt“ über die Sekundärinfektion Islamisierung echauffieren. Diese Geisteshaltung erinnert mich stark an orthodoxe Marxisten, die immer auf den systemischen Grundwiderspruch verwiesen und jegliches „Rumgedoktere“ an Symptomen als infantil belächelten. Ich teile durchaus viele Annahmen der Herren Weißmann und Lichtmesz, aus Außenstehender darf ich Ihnen aber versichern: Sezession und IfS agieren in der medialen Asthenosphäre. Das mag für Sie sehr schmerzhaft sein, aber es ist Fakt. Pi-news ist in fast allen Artikeln eine unappetitliche Angelegenheit. Wo Kewil draufsteht wird es i.d.R. intellektuell und menschlich unerträglich. Herr Stürzenberger ist dort ein Lichtblick. Pi-News hat allerdings eine Nische besetzt, die es als Kontaktfläche zu nutzen gilt. Die Menschen schrecken aus der medialen Dauerbetäubung nur kurz hoch, wenn die Umstände sie direkt anspringen. Ein beträchtlicher Anteil findet sich auf pi-news. Nun kann man diese Leute belächeln, beschimpfen und sich elitär distanzieren, es gibt aber keine anderen. Warum wurde pi überhaupt zum zwischentag zugelassen? Zur Belustigung? Wie schaut die Strategie aus? Im eigenen Saft schmoren und auf den Weltgeist warten? Um mit David Harvey zu sprechen: What is to be done and who the hell is gonna do it?!

    M.L.: Me ne frego. P.I. schmort wie blöde im eigenen Saft und Dampfkessel, und blockiert jegliche echte politische Orientierung, Lageanalyse und damit Handlungsfähigkeit. Da atmet es sich in der „Asthenosphäre“ schon leichter.

  45. Martin

    Ich habe nur die Frage gestellt, wer unser Feind ist, d.h. wer uns als europäische Völker in Frage stellt. Und das tut der hauseigene Liberalismus in einem viel gefährlicheren Maße als „der Islam“.

    Sehr verehrter Herr Lichtmesz,

    da Sie den „Liberalismus“ ja auch in Ihrem oben genannten Artikel und auch sonst immer wieder derart Brandmarken, möchte ich doch schon einmal daran erinnern, dass dies genauso die Gefahr der „Eindimensionalität“ birgt, wie Herrn Stürzenberges Vereinfachung „Islam weg = Alles gut“.

    Dabei ist „der Liberalismus“ als Begriff stellenweise so schwammig greifbar, wie der berühmte Pudding, den es an die Wand zu nageln gilt und auch bei Ihrem mit dem oben zitierten Satz gezeigten Liberalismusverständnis scheint Ihnen das meiste dessen, was den Liberalismus ausmacht, aus den Händen zu gleiten.

    Der für die deutsche Neuzeit wesentliche Patriotismus der deutschen wurde maßgeblich von Liberalen, die sich nicht umsonst Nationalliberal nannten, gebildet – den damaligen Konservativen, insbesondere auf dem Gebiet des „hl. röm. Reichs“, war das deutsche oder sein ein Volk doch sch… egal und dies war bei wohl allen europ. Ländern so. Nach dem Absolutismus prägten gerade liberale Ideen die europäische Staatenbildung und durch liberale Ideen wurden sich die meisten Bewohner ihrer Volkszugehörigkeit erst bewusst, dies gilt im besonderem Maße für Deutschland. Wie kann man dann zu dem Schluss kommen, den Liberalismus pauschal als größere Gefahr für die europäischen Völker zu sehen, als den Islam, der überhaupt keine Völker kennt und der alles unter die Scharia zwingen will?

    Bürgerrechte als Abwehrrechte gegen den Leviathan des Staates und Rechtsstaatlichkeit sind auch klassische liberale Ideen – All dies soll ich wegwerfen, weil es „liberal“ ist und weil Bürgerrechte immer auch es beinhalten, dass sie in einer Form ausgenutzt werden, dass es für den „schlafenden Rest“ unangenehm werden kann?

    Bei Ihrer Geißelung des Begriffes „liberal“ bitte auch immer daran denken, dass man dieses Wort durch den von Kaczynski vielfach auch gern verwendeten Begriff des „leftism“ oder den von Breivik genannten „Kulturbolschewismus“ einfach ersetzen kann, um ähnliches auszudrücken. Breivik hat nicht umsonst, als Islamfeind, keine Islamisten angegriffen, sondern linke (liberale?). Bitte nicht falsch verstehen, ich will Sie damit nicht in die Linie dieser Terroristen stellen (ihre veröffentlichte Meinung zu Breivik ist mir bekannt), ich möchte nur aufzeigen, dass man diese Argumentation führen könnte und das andere sicher keine Probleme damit haben, diese zu führen, wenn sie daraus Nutzen ziehen wollen.

    Um es zusammenzufassen: Ohne Liberalismus wäre keine Zeitschrift wie die Sezession möglich, denn der liberale ist ja „so frei“, andere Meinungen zu dulden und eine Pressefreiheit zu gewähren. Ohne Liberalismus könnten Sie auch keinem schönen Film, wie den zum Zwischentag, einfach so machen und dann auch noch veröffentlichen. Auch hier gilt, wie ich schon in meinem Posting weiter oben geschrieben habe:

    Bitte nicht immer das Kind mit dem Bade ausschütten. Bitte nicht Liberalismus mit der FDP gleich setzen. Klar hat der Liberalismus seltsame „Blüten“ getrieben, dennoch bin ich der festen Überzeugung (entgegen Mohler!), dass „rechtsliberal“ und auch „liberalkonservativ“ möglich sind und keine Widersprüche in sich sind. Und ja: Der Islam alá Salafismus & Co ist ein Angriff auf „die Freiheit“, die es eben zu verteidigen gilt.

    Und jetzt
    @ all:
    Die USA und auch Israel sind uns tausendmal näher als Saudi Arabien oder Marokko, wer dies nicht einsehen will, soll doch einfach einmal diese Länder bereisen. Deutsche haben die USA nicht unerheblich geprägt und die USA haben Deutschland nicht unerheblich geprägt – mit den USA fällt mehr deutsches auf uns zurück, als die meisten hier denken. Juden haben Deutschland geprägt und deutsche Juden haben Israel geprägt. Der USA- Hass vieler ist in etlichen Punkten nichts anderes als eine Variante des Selbsthasses, der Projektion der eigenen Unzulänglichkeiten auf den anderen und Ausdruck eines gerüttelten Maß an Minderwertigkeitskomplexen (an denen natürlich – wer sonst? – die USA Schuld sind (Ironie!)).

    Ich weis, dass ich für dieses Statement hier keine große Zustimmung finden werde …

    M.L.: Ich setze ja offensichtlich nicht „Liberalismus“ mit FDP gleich. „Kulturmarxismus“ wäre aber ebenfalls zu kurz gegriffen. Diese Diskussion ist freilich auch ein Dauerbrenner. Auf irgendein Schlagwort muß man sich einigen. Nolte schlägt inzwischen den Begriff des „Liberismus“ vor, um seine jetzige Entartungsform vom klassischen Liberalismus abzugrenzen.

  46. Steffen

    Ich glaube das Personen wie Stürzenberger zwar enorm viel Energie in das Thema stecken, aber durch Auftritte und Beiträge auf Blogs und Foren nur die falschen Personen anziehen bzw. potentielle Weggefährten abschrecken. Man denke nur an altbekannte Videos in denen mit einem Koran in der Hand wild geredet und gestikuliert wird – es hat auf jeden Fall etwas kurioses. Mir ist PI schon seit jeher etwas suspekt, allein weil es eine vollständige Verunglimpfung einer anderen natürlich gewachsenen Kultur ist. Wie langweilig und jammerlappenartig wäre die Welt, wenn überall nur „Demokratie“ und Konsum herrschen würde.

  47. Faschist

    Oh ja, sehr heroisch, wie die Taliban sich unserer Soldaten mit Sprengfallen „erwehren.“

    In der Tat ist das heroisch, wie tief muss man gesunken sein, um das zu verkennen?

    Die Afghanen kämpfen mit einfachsten Mitteln gegen die hochgezüchteste Kriegsmaschine, die die Welt je gesehen hat, und sie erwarten von ihnen, dass sie gewissermaßen mit offenem Visier fechten?

    Abgesehen davon sind Sprengfallen ein völlig konventionelles Mittel der Kriegführung.

    Dieses ganze Gerede vom „feigen Selbstmordattentäter“ etc. widert mich an.

  48. rosenzweig

    Das Auftauchen der Neocons (und PI, Achse des Guten etc. sind die deutschen Versionen dieser Strömung) macht doch nur deutlich, daß die hegelsche Rechts Links Dichotomie keine Bedeutung mehr hat. Der Feind steht jetzt auch rechts. Ich finde inzwischen mehr Brauchbares bei einem „Linken“ wie Elsässer. Siehe die letzte Compact mit dem Dossier: „Weg mit dem Zins“.
    Wer ist der Feind? Der Liberalismus. Was ist der Liberalismus? Die Ideologie des Imperiums, in dem ein globalisiertes Finanzkapital eine identitätslose Masse von Konsumenten verwaltet. Auf dem Weg in dieses Imperium sind die Moslems das letzte Bollwerk, das geschliffen werden muß. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Je nachdem wie schnell dieses Imperium unter seiner Zinslast, seiner Überdehnung und seiner Hybris zusammenbricht, entscheidet sich, ob alte Ethnizitäten noch eine Bedeutung haben werden oder es zur Herausbildung neuer kommen wird.

  49. Cyrus

    In Ihrem Artikel ist viel richtiges und falsches. Ich finde es nur schade, oder besser gesagt, schon bösartig, dass Sie Herrn Stürzenberger so runter machen. Das die Islamisierung natürlich eine Folge der Polititik der 68er u.s.w. sind, dass wäre schon wieder ein Thema für sich, wissen wir doch. Und das die wahren Feinde im Bundestag und in Brüssel sitzen wissen wir auch. Und das die Moslems Grundsätzlich natürlich nichts dafür können das Deutschland sie ungehindert rein gelassen hat, ist auch kein Geheimnis. Es ist doch nur Natürlich und Menschlich nachvollziehbar wenn man seine Lebensqualität verbessern kann, und wo geht das besser als in Deutschland. Hier braucht man als Immigrant noch nicht mal zu arbeiten um ein besseres Leben als z.B. in Anatolien zu führen. ABER, – dass war doch nicht das Thema dieser Diskusions-Runde!!!

    Cyrus

  50. agentjoerg

    @Martin

    ihre argumente bzgl. des Liberalismus teile ich uneingeschränkt. als liberal-libertären stört mich diese herabwürdigung des klassischen Liberalismus durch konservative auch immer gewaltig.

    bzgl. den USA bin ich gespalten. die in der verfassung der USA festgelegten elemente wie meinungsfreiheit, Bürgerrechte als Abwehrrechte gegen den Leviathan des Staates etc. sind für mich ausdruck des klassischen Liberalismus. so weit, so gut.

    aber die politik der diversen US-regierungen, die menschenrechte und die demokratie weltweit zu verbreiten, und dies nicht durch friedliche missionare, sondern durch die macht des US-militärs, finde ich nicht so prickelnd.

    auch Israel sind uns tausendmal näher als Saudi Arabien

    warum sollte mir israel näher stehen als saudi-arabien? darf ich in jerusalem am shabbat einen schweinswürstel-grill am strassenrand betreiben? nein, für PI ist das auch schwer in ordnung, denn wenn der judenstaat in seinem land seine eigenen regeln durchsetzt, ist das super.

    bei PI regt man sich aber andererseits darüber auf, dass in saudi-arabien keine kirchen, ja nicht mal eine bibel erlaubt ist. warum eigentlich?

    andere länder, andere sitten. cuius regio, eius religio. israel hat seine gesetze für die dort lebenden juden, die saudis haben ihre gesetze für die moslems. beide schützen halt ihre jeweilige identität und ich persönlich habe damit auch kein problem.

    ich habe aber ein massives problem, wenn (wie die beschneidungsdebatte zeigt) nicht-europäische minderheiten wie juden und moslems glauben, ihre gruppen-spezifischen regeln in D (mittels willfähriger, rückgratloser politiker) durchsetzen zu können.

  51. Kehrhelm Kröger

    Es ist klar, dass das GG als ideologisches Fundament für Deutschland nicht ausreicht. Wie der Autor hier sagt, niemand ist bereit für das GG oder für so ein hohles Konzept wie Toleranz sein Leben einzusetzen. Das GG ist ein provisorisches Regelwerk um eine vorübergehende Ordnung herzustellen, ein Minimum an Übereinkünften damit das Staatsvolk erstmal aus der Kriegsschock- und Trümmerphase herauskommen konnte. Aber als Glaubensfundament an und für sich (und dafür wird es von vielen Liberalen gehalten) ist es völlig unzureichend.

    Aber Gott sei dank ist nicht das GG das Fundament der Nation, sondern das Christentum. Deshalb hieß unser Staat auch fast 1000 Jahre lang Heiliges Römisches Reich, womit es sich gegen das heidnische antike römische Reich bewusst abgrenzte. Die deutsch-römischen Kaiser waren ausnahmslos Christen. Unsere Nation besteht nicht seit 1949 sondern blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück, die durchgängig christlich gewesen ist. Dass in Deutschland seit dem späten 19. Jh. eine anhaltende Entchristlichung stattgefunden hat, die das Vakuum hinterlassen hat, das der Autor hier beklagt, ist nicht die Schuld der Amerikaner!. Das Neuheidentum inkl. die Neigung, sich in „Konsumamerikanoide“ zu transformieren, ist vielmehr auf europäischem Mist gediehen.

    Man kann seinem Gegenüber fast nie dessen vorgefaßte Meinung ausreden, indem man es notorisch anpredigt. Ich habe auch noch nie eine Talkshow gesehen, bei der ein Teilnehmer am Ende seine Meinung revidiert hat. Man kann immer nur sich selbst ändern, indem man nach seinen Grundsätzen lebt. Aber Kartenhäuser wie Toleranz und Relativismus sind eben keine tragfähigen Grundsätze.

    Es stimmt, der Islam ist nicht Schuld am in der Nation grassierenden Neuheidentum. Die Amerikaner aber auch nicht! Es stimmt, dass der Islam eine Riesengefahr darstellt, gerade für entkernte, schwächliche Indifferente. Aber wir müssen dem Geltungsanspruch des Mohammedanismus den Geltungsanspruch des Evangeliums entgegenstellen. Ich sage mit Geert Wilders: Es sind nicht alle Kulturen gleich gut. – Also sollten wir auch nicht länge so tun, als ob.

    Zum Schluss noch was zu PI News. Diese Plattform ist wichtig, weil Nachrichten publiziert werden, die man sonst einfach nicht bekommt. Und es ist ein gigantischer Echtzeitzeuge der gegenwärtigen geschichtlichen Entwicklung, ein Dossier der Absurditäten, das den allmählichen Prozess der Islamisierung dokumentiert. Man stelle sich mal vor, es gäbe solche Echtzeitdokumentationen von früheren Abstürzen ganzer Kulturen!! PI ist daher von einem historischen Wert, der noch nicht abzuschätzen ist. Und weil es uns Deutschen auf das Wohl des deutschen Volks ankommt, und nicht in erster Line das Amerikas und Israels, muss man nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten. Außerdem bewundere ich Herrn Stürzenbergers Courage, mit der er sich in brenzlige Straßenaktionen begibt und die schmutzige Arbeit macht, die enorm wichtig ist. Alle Achtung! Er und PI News sind eine Bereicherung für Deutschland.

  52. karl

    Die Moslems sind nicht schuld…trotzdem sind sie sehr oft schuldig.Man muss sich nur die Gefängnisse in Europa angucken.Die Loverboys,Zuhälter,Dealer.

    Und wenn 50% Moslems in der Klasse sind wird das lernen auch nicht leichter.

    Don´t blame Islam sang Ironisch die Ur Alt Punk Band UK SUBS schon 2002.

    http://www.youtube.com/watch?v=0bVRFxAQims

    Der Sänger lebt in UK in einem Einwanderer Viertel und ist nicht gerade begeistert auch Voodoo Rituale werden in seinem Blocjk praktiziert.Voodoo ist übrigens auch an nichts Schuld!

  53. Philipp
    Oh ja, sehr heroisch, wie die Taliban sich unserer Soldaten mit Sprengfallen „erwehren.“

    In der Tat ist das heroisch, wie tief muss man gesunken sein, um das zu verkennen?

    Die Afghanen kämpfen mit einfachsten Mitteln gegen die hochgezüchteste Kriegsmaschine, die die Welt je gesehen hat, und sie erwarten von ihnen, dass sie gewissermaßen mit offenem Visier fechten?

    Tut mir Leid, wenn das Ganze mit dem ursprünglichen Thema nichts mehr zu tun hat, aber das hier möchte ich kurz klarstellen.

    Mir ging es gar nicht so sehr um die Sprengfallen, nur habe ich ein Problem damit, wenn der Tod unserer Soldaten im Kampf gegen „One-World Kräfte“ scheinbar billigend in Kauf genommen wird.
    Sicher, die Invasion in Afghanistan war ein Fehler, aber fänden Sie es besser, wenn die Bundeswehr und ihre Verbündeten nun unter großen Verlusten aus dem Land getrieben würde?

  54. Meyer

    Diese Diskussion ist nötig. Die inhaltliche und formale Schärfe von Lichtmesz‘ Beitrag zeigt die unvereibarkeit der Positionen auf. Darüber hinaus macht sie den Rechten, Identitären und Konservativen deutlich, daß es sich bei PI um linke, linksliberale und neocons handelt.

    Uns darf es nicht passieren, daß die Konservativen von neocons unterwandert und dominiert werden!

    Ich werte die Schärfe dieser Diskussion als eine erste erfolgreiche Verteidigung der Konservativen gegen den Versuch der neocons, hier ein Bein auf den Boden zu bekommen. Lassen wir uns nicht wehrlos vereinnahmen, wie es die Reche in den USA erleiden mußte. Dort sind die meisten Rechten zu neocons geworden, ohne es gemerkt zu haben.

    Letztendlich ist dieses ganze neocon-Geschwafel nur eines: Undeutsch; häufig sogar antideutsch. PI und Konsorten nehmen die Aufgaben ihrer erbittertsten Feinde wahr. Die Mehrheit unter ihnen, die sich hier mit einer unglaublichen Unfähigkeit hervortut, mehr als eindimensionale Gedanken zu erfassen (einer doppelgründigen Argumentation können sie bereits nicht mehr folgen), werden als naive Masse von Zynikern eingesetzt, die genau verstanden haben, wer hier wessen Spiel spielt. Diesen Zynikern geht es um schnelle persönliche Erfolge. Der Stürzenberger-Typus ist nichts anderes als der allgemeine Tages-Politruk aller anderen Parteien auch. Wenige stehen dahinter und ziehen von außerhalb Deutschlands die Fäden.

    „Neocons“ sind eine Bewegung aus dem „Trotzkismus“ heraus, unter Beibehaltung von dessen Metazielen und unter Verwendung rechter „Optik“ und Phrasendrescherei. PI ist Teil dieses „Kulturbolschwismusses“. Beschränkte man die gleiche religionskritische Methode, auf die sich PI beruft, nicht nur auf den Islam, so käme bei der Untersuchng der Objekte Trotzkismus/neoconservatism erstaunliche Ergebnisse heraus.
    Sich von diesen – unter eigenem Namen in fremden Interesse handelnden – Schwätzern zu distanzieren, ist schon eine ästhetische Frage. Natürlich sind die Moslems in Deutschland niemals unsere Freunde, denn um Schuldfragen handelt es sich hier nicht, sondern um Machtfragen. Damit hat sich das ganze Theater auch schon.

    Die Machtfrage in dieser ganzen Thematik gänzlich ausgeklammert zu haben, zeigt schon das Niveau auf, auf das man sich herabläßt. Denn: Noch eine weitere, die Sache verkomplizierende Argumentationsebene, dürfte nun wirklich den letzten PI‘ler überfordern.

    Der Ansteckungsversuch ist an einer guten Imun-Abwehr gescheitert. Jeder weitere Versuch wird noch schwieriger.

  55. Andreas Lehmann

    Martin Lichtmesz hat vollkommen recht. Die eingewanderten Moslems tragen keine Schuld an unserer Misere. Wenn jetzt das deutsche System von den Einwanderern – wenigstens in einer relevanten Menge – gnadenlos ausgenutzt wird, so ist das sprichwörtlich für die orientalische Mentalität, und jeder einigermaßen lebenserfahrene und gebildete Politiker hätte das im Vorneherein wissen müssen! Vergessen sollte man auch nicht, das es mittlerweile auch eine nicht geringe Zahl autochthoner Deutscher gibt, die dieses System ebenso ausnutzen. Es dreht sich ja dabei nicht einmal in erster Linie um herkömmliches Sozialschmarotzertum, sondern um die riesige Schar beamteter oder frei angestellter Profiteure des deutschen Kleptokratenstaates. Diese Gruppe, Politiker, Beamte, Medienschaffende und subventionierte „Unternehmer“ sind sowohl der größere moralische Skandal, als auch die größere Gefahr für die Gesellschaft im Allgemeinen.
    In der Schweiz wohnend, in einem Staat mit der höchsten Ausländerdichte Europas, in einem Staat in dem trotzdem alles besser funktioniert als in der BRD, in dem nicht beständig irgendwelche islamistischen Terrorzellen ausgehoben werden, bezahle ich beispielsweise nur etwa die Hälfte der Abgaben, die mich in Deutschland erwarten würden, und ich finde einen Rechtsstaat vor, der diesen Namen tatsächlich noch verdient. Wo kommen in dieser Rechnung die 23% Ausländer bzw. 12% Moslems der Schweiz vor (deren großer Teil keineswegs in gutalimentierten Positionen arbeitet)? Muß hier auch Stürzenberger mit seiner „Befreiungsarmee“ anrücken, um die armen Muslime von ihrer Schandreligion zu befreien?
    Ich kenne übrigens auch einige Muslime, sowohl in schweizerischen, als auch in süddeutschen Gefilden, und mich wundert warum diese alle einigermaßen friedlich und freundlich sind. Muß wohl am islamischen Recht zur Lüge liegen (man müsste mal in den Büchern der Neokonservativen nachforschen, ob diese sich dieses Recht auch zueigen gemacht haben)!

    Das Problem der in den Fußstapfen der neokonservativen Ideologie wandelnden PI-Fraktion, ist ein Grundlegendes. Man geht von der irrigen Annahme aus, das sowohl die Westbindung, als auch die allgemeinen Werte des Westens in den letzten 7 Dekaden eine positive Wirkung auf die deutsche Gesellschaft gehabt haben. Stürzenbergers dämliches Gerede von der doch so freien und besten Deutschland Gesellschaft ever, ist ob seiner Oberflächlichkeit und Ignoranz kaum zu überbieten. Wer so etwas sagt, der ist kein Verbündeter, sondern ein Parteigänger genau derjenigen Geisteshaltung, die unser Land und unsere Gesellschaft nachhaltig zerstört hat. Und wer so etwas sagt, der mag vieles sein, aber bestimmt kein Anhänger der allzeitlichen Rechten. Wer so etwas sagt, der will den Islam behandeln wie er auch das Christentum angehen würde, wäre es noch vital.
    Die Bedrohung, die uns langsam und schleichend zu vernichten droht, ist die Frucht westlicher Geistesergüsse, und zwar ausschließlich.

    Die Autorität und Disziplin des Konfuzianismus, die Form- und Bilderliebe der Orthodoxie, die Sehnsucht nach messianischer Erlösung in der Schia, die feurige Liebe zur Rechtschaffenheit in der Sunna – das sollen die Werte sein die Deutschland und seine Gesellschaft bedrohen? Das sollen die Werte sein, die total untypisch und ungedeihlich für Deutschland sind, die der deutsche Mensch niemals selbst gefühlt und gelebt hat?

    Im Übrigen: für die Ausgestaltung einer auf Ordnung, Recht und Freiheit basierenden deutschen Gesellschaft, für die Generierung von allgemeinem Wohlstand, waren die Werte, die Erziehung, das Geld, die Einflußnahme oder der Schutz des Westens nie notwendig, und so werden auch nie notwendig sein.
    Gemessen an Rechtssprechung, Freiheitsrechten („vom Gürtel aufwärts“), Besteuerung, Wohlstand UND Widerstandskraft waren die beiden deutschen Gesellschaften des Kaiserreiches nicht nur nicht schlechter, sie waren deutlich besser aufgestellt! Keine deutsche Regierung, kein deutsches Volk, und keine deutsche Wirtschaft haben die „wohlwollende Umarmung“ der Westler gewünscht oder herbeigesehnt. Im Gegenteil, wir wissen doch heute längst das die Einhegung Deutschlands durch die Mächte des Westens (zu welchen Deutschland mit seiner zentralen Lage, seiner langen Grenzen zur slawischen Welt, seiner berühmt-berüchtigten mentalen Unberechenbarkeit nie gehört hat, und nie gehören wird) von Anfang an Ziel dieser Politik war, ob es den Krauts nun gefällt oder nicht!

  56. Azo

    PI muss eine identitäre Grundlage entwickeln. In den Anfangsjahren diente dieses Rumgefuchtel mit Vokablen wie „westliche Werte“ und „proamerikanisch, proisraelisch“ wohl einfach dem Grund, nicht in die sogenannte „rechte Schmuddelecke“ gestellt zu werden und unter den Ami- und Israelfahnen den (berechtigten) Frust über die Immigrationspolitik abzulassen. Positiv ist, dass so auch viele „Konvertiten“ nach rechts gemacht werden konnten, weil sie der Islam beunruhigte.

    Aber, wie Herr Lichtmesz schon schreibt, werdet erwachsen! Ihr braucht euch nicht hinter Amerika und Israel zu verstecken, ihr seid auch so in der Schmuddelecke! Weder der politkorrekte Linksfunk noch die globalistische Elite respektieren euch. Das, was ihr eigentlich zu verteidigen meint, wollen auch letztere zerstören. Und das Abendland ist nicht der „Westen“.

  57. Landser

    M.L.: Sie sind aber auch nicht wie im Mittelalter als Invasoren gekommen, und auch nicht als Einbrecher, sondern schlicht in eine für sie aufgemachte Tür eingetreten. Kann man ihnen vorwerfen, daß sie die Chance genutzt haben und der Einladung gefolgt sind? Sind nicht vielmehr die am Schlamassel schuldiger, die die Tür offenstehen ließen, gegen den Willen des vermeintlichen Hausbesitzers? Die moslemischen Einwanderer sind bekanntlich seit den Sechziger Jahren per Gastarbeiterabkommen und später Familiennachzug von politischen Entscheidungsträgern ins Land geholt worden. Seit den Achtzigern, als die Rede von der post-nationalen, „multikulturellen Gesellschaft“ aufkam, mit zunehmender Bewußtheit und Absicht. Ähnliche Prozesse liefen in Frankreich und England ab, wo die Labour-Regierung unter Blair intern besprach, wie man am besten „rub the right’s nose into diversity“. Diese Fragen haben wir in der Sezession ausführlich behandelt.

    -Besten Dank für die Erklärung. Nun versteht man doch besser, wie Sie’s gemeint haben. Im übrigen gehe ich mit allem, was Sie da geschrieben haben (s.o.) konform und dieses ist mir auch alles aus Sezession, JF und Internet bekannt. Ich habe mich selbst übrigens in ähnlicher Weise schon öffentlich darüber geäußert.
    Und doch bin ich der Meinung, das jener, der irgendwohin auswandert, sehr wohl in erster Linie für sein Kommen und Hiersein verantwortlich ist (und allem , was sich daraus ergibt). Den Begriff der Schuld halte ich in diesem Zusammenhang für unpassend. Und damit sollte es jetzt auch genug sein zu diesem Thema.

  58. Andreas Lehmann

    Das Aufgehen in einem europäischen Superstaat würde das Elend nur verschlimmern und den Verlust an Identität maskieren. Sie mit dem westlichen Virus zu infizieren, und so zu versuchen sie zu befrieden, wäre sicherlich ein moralisches Verbrechen, und für die Ordnung des Staates ein Desaster. Die eingewanderten Millionen unter Zwang aus dem Land zu werfen ist sowieso unmöglich. Was also bleibt?

    Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten: Erstens die Auflösung der Einheit und die Zersplitterung in vielerlei Entitäten. Nichts könnte unseren Freunden westlich des Rheins und des großen Teiches lieber sein. Oder zweitens, die Widerentdeckung einer Art Reichsgedanken. Ein Vielvölkerstaat, möglicherweise nach russischer Provenienz, der den unterschiedlichen Völkern und Religionen einerseits ein Recht auf Selbstbestimmung zugesteht, der den Begriff des „Reichsbürgers“ über den des Deutschen stellt und somit eine Identifikation mit dem Staat und dem gemeinsamen Schicksal ermöglicht; und andererseits eine auf Einbindung der verschiedenen Eliten basierende Zentralmacht etabliert, der gegenüber die das Mosaik des Reiches bildenden Gebiete Treue und Abgaben schulden.

  59. TiefImWesten

    M.L.: Me ne frego. P.I. schmort wie blöde im eigenen Saft und Dampfkessel, und blockiert jegliche echte politische Orientierung, Lageanalyse und damit Handlungsfähigkeit. Da atmet es sich in der „Asthenosphäre“ schon leichter.

    Keine Frage, PI ist eine radikale Verengung und geistige Tieferlegung der zugrunde liegenden Thematik, „garniert“ mit dumpfen Rassismus, Homophobie und Linkenhass. Unter den Kommentatoren findet man jedoch zum Teil genau die Menschen, deren Einbindung in the long run die quantitative Basis für den „qualitativen Umschlag“ bilden könnte. PI zieht ein großes Anti-Islam-Schleppnetz durch das Internet – unterstützt von gutmenschlichen Medien- in dem sich durchaus interessanter Beifang befindet. „Pi-news als Chance“ quasi. Sollte man diese Menschen einfach wieder in den Weiten des Internets verschwinden lassen? Oder wäre eine Kooperation mit PI nicht viel sinnvoller? Auch wenn ich einsehe, dass da eine gewisse Aversion bestehen muss.

  60. Martin

    @agentjoerg,

    sie schrieben

    darf ich in jerusalem am shabbat einen schweinswürstel-grill am strassenrand betreiben?

    Ich wüsste nicht, warum nicht – außer dass Sie evtl. handfesten Zorres mit den Orthodoxen bekommen, aber vermutlich nicht mit dem Staat Israel an und für sich. Restaurants haben in Israel am Sabbat geöffnet, vgl.

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12392

    Dennoch gebe ich Ihnen recht, dass bspw. die Politik der USA sehr hinterfragbar ist – allerdings sagen mir die meisten US-Bürger, die ich kenne, dass sie selber von der US-Ausprägung des „am deutschen Wesen …“ Mottos mehr als genervt sind – gehen dort überhaupt noch mehr als die Hälfte überhaupt zur Wahl? Sind wir nicht auch schon fast soweit, was die Wahlbeteiligung angeht?

    Ich vermute, man kann auch in USA zig tausende mit Antiglobalisierungsthemen gewinnen, denn der normale „Ami“, den ich bislang kenne, den interessiert das Ganze außerhalb der USA eigentlich gar nicht und würde sich wesentlich wohler fühlen, wenn es zu einer „splendid isolation“ (auch wenn das ein Begriff der Engländer war) wieder kommen würde. Das Bedürfnis nach abschotten nach außen und nach „einigeln“ besteht dort genauso wie hier. Ich unterscheide daher zwischen den US-Amerikanern (Bürgern) und dem „amerikanischen System“, welches mittlerweile durch die Hochfinanz und den militärisch-industriellen Komplex im hohen Maße korrumpiert ist, so wie Europa auch korrumpiert ist.

    Wie auch immer, Martin Lichtmesz hat recht, dass das Thema „Liberalismus“ und seine Entartungsformen, die ich auch versuchen möchte mit Oligopol- bis Monopolkapitalismus zu umschreiben, ein Dauerthema ist, welches es wert wäre, einmal aufzuarbeiten (ich weis, es gab auch mal ein Heft der Sezession, in der man dazu etwas findet). Ggf. findet die Sezession einmal an anderer Stelle die Gelegenheit, dies in breiterer Form zu tun oder zur Diskussion zu stellen.

    @rosenzweig
    Der Feind meines Feindes ist eben nicht automatisch mein Freund – dieser Satz kann nur in einem Spiel, bei welchem alle die gleichen Spielregeln zumindest ansatzweise zu Grunde legen, evtl. zur Anwendung kommen und zudem widerspricht dieser allg. Erfahrungsgrundsätzen, da sich auch drei Parteien gegeneinander befeindet gegenüberstehen können, ohne dass es dabei zwingend zu mindestens einer Freundschaft kommen muss – es kann aber zu Zweckbündnissen gegen den einen kommen, wodurch aber nicht die grundsätzliche Feindschaft der Zweckverbündeten beseitigt ist (gutes Beispiel: Die Alliierten im WK II).

  61. sdgfsgds

    Bei allem Respekt für PI und Herrn Stürzenberger: Der Artikel ist tiefgründig und beinhaltet die wahren Probleme der Deutschen.
    Die Demokratie beispielsweise, von der immer gesprochen wird, weil die Moslems nicht wissen was das ist, ist in meinen Augen selbst ein Problem. Herr Weißmann spricht in seinem gelungenen Essay mehrmals auf das Argument der muslimischen Demokratiefeindlichkeit an. Warum benutzt ein Antisozialist (vermute ich doch) dieselbe Argumentationsstrategie wie die Linken, Gutmenschen,…?
    Die Demokratie selbst mit ihren ewigen Berufspolitikern und bis zur nächsten Wahl denkenden Demokraten darf nach ausgiebiger, hintergründigen Befassung mit der deutschen Geschichte (1871; dt. Wirtschaftsmacht; Schuld am 1.WK,…) durchaus hinterfragt werden.

    Denn dann wird man zu dem Schluss kommen:
    Man hat uns der Monarchie beraubt!

  62. Rolf

    Die Argumentationslinie erinnert an das alte PI-Motto von Ralph Giordano:
    „Nicht die Einwanderung, sondern der Islam ist das Problem“.

    In Wahrheit ist es genau anders herum.
    Wären 10 Millionen christlicher Afrikaner besser geeignet als 10 Millionen Muslime, um das Eigene zu verteidigen, also als Volk zu überleben und sein Land gegen Bevölkerungsaustausch zu schützen? Oder 10 Millionen Buddhisten?

    Weder Stürzenberger noch Weissmann formulieren das Offensichtliche:
    Die Migration kulturfremder Massen bringt uns den Volkstod.
    Ein glasklarer Genozid.

    Die Konsequenz daraus sollte klar sein.

  63. Mops

    „Die USA und auch Israel sind uns tausendmal näher als Saudi Arabien oder Marokko“

    Sehe ich nicht im Geringsten ein. Deutschfeindliche Vorurteile wird man in den arabischen Ländern weitaus weniger antreffen als bei unseren „Freunden“ in den USA oder gar in Israel.
    Das Einzige was uns mit den USA verbindet ist die Beziehung eines Knechts zu seinem Herrn. Ansonsten fällt mir auch bei längerem Nachdenken nichts Positives ein was wir den USA zu verdanken hätten, dafür aber reichlich Negatives. Für 2 Weltkriegsniederlagen, die totale Zerbombung und Zerstückelung Deutschlands sowie die „Reeducation“ die das deutsche Volk zu dem heutigen Haufen seelenloser Konsum-Zombies gemacht hat bin ich ganz gewiss nicht „dankbar“.
    Ebensowenig wie die noch heute andauernde antideutsche Hetze in Hollywood-Erzeugnissen wie z.B. „Inglorius Bastards“ usw.
    Aber mir ist schon klar daß insbesondere die Niederlage von 1945 nicht als wundervolle „Befreiung“ zu betrachten für den typischen PIler Autobahn hoch 3 ist.
    Dabei hätten wir ohne die Einmischung der USA in den 1. WK kein Versailles und damit auch keinen Hitler bekommen.

  64. Georg S.

    Wenn sich durch die hier diskutierte und viel zu aufgeregt weitergeführte Auseinandersetzung tatsächlich die Spreu vom elitären Weizen trennen sollte, ordne ich mich gern der Spreu zu.

    Denn abgesehen davon, daß es mir schon abwegig erscheint, mich von Leuten, die in Anzügen, Doc Martens, Polo-Hemden oder Schottenröcken durchs Leben tanzen, über Stilfragen belehren lassen zu müssen – etwa derart, daß Jeans die „Hosen des Feindes“ seien (so als ob alles, was aus den USA kommt, automatisch böse sei: „boko haram!“), halte ich es für groben, weil untheologischen und unhistorischen, Unfug, alttestamentlichen Kloppern ebenso wie dem jesuanischen Wort vom Schwert (im Kontext s. Mt 10, 34ff) eine ähnliche Bedeutung und dann auch noch die gleiche Auslegungs- und Wirkungsgeschichte unterzuschieben, wie sie den zahlreichen glasklaren koranischen Mord-Imperativen von jeher eignet.
    Solcher Unfug ist nicht weniger grob als Stürzensbergers naives Vorhaben, die Koranfrömmigkeit durch Demokratiebekenntnisse zu zähmen.

    Wer meint, in Stürzenberger wegen seiner etwas anders motivierten (den USA gegenüber wirklich servilen?) Lagebeurteilung und seinen anders gearteten blinden Flecken den inimicus gefunden zu haben, demgegenüber jeder Träger der islamischen Überlieferung als hostis höher zu schätzen sei, der möge sein ritterliches Bündnis mit dem Teufel schließen…

  65. Sixty

    „Das Auftauchen der Neocons (und PI, Achse des Guten etc. sind die deutschen Versionen dieser Strömung) macht doch nur deutlich, daß die hegelsche Rechts Links Dichotomie keine Bedeutung mehr hat.“

    Zustimmung … das sage ich ja auch immer :-)

    „Der Feind steht jetzt auch rechts. Ich finde inzwischen mehr Brauchbares bei einem „Linken“ wie Elsässer. Siehe die letzte Compact mit dem Dossier: „Weg mit dem Zins“.
    Wer ist der Feind? Der Liberalismus. Was ist der Liberalismus? Die Ideologie des Imperiums, in dem ein globalisiertes Finanzkapital eine identitätslose Masse von Konsumenten verwaltet. Auf dem Weg in dieses Imperium sind die Moslems das letzte Bollwerk, das geschliffen werden muß. Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“

    Das finde ich aber zu undifferenziert.
    Das „globalisierte“ Imperium ist eben nicht nur „rechts“ (im Sinne von „kapitalistisch“ und „imperialistisch“), sondern auch „links“ (im Sinne von „Multikulti“ und antinational).
    Und bei Elsässer und auf seinem Blog (und auch bei einem Teil der Linken) dominiert eben auch eher so ein „Pro-Islamismus“ wie von Ihnen hier eben vertreten.
    Ich schrieb dort u.a.:

    „Fazit: Man muß sich sowohl vom “antizionistischen” Islamismus und seinen links- und rechtsradikalen “antiimperialistischen” Freunden als auch von seinen “prozionistischen” linksliberalen oder “rechtspopulistischen” Feinden und zugleich USA- und Israel-Freunden á la “Achse des Guten” oder “PI-news” distanzieren.“
    Das stieß nicht gerade auf Zustimmung, auch bei Elsässer nicht.

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/09/18/hetze-gegen-mohammed-und-gegen-christus/

  66. rosenzweig

    In einem Interview wurde ein Imam in Brüssel dazu befragt, was denn passieren müßte, damit Brüssel demnächst keine mehrheitlich muslimische Stadt wird. Seine Antwort: „Ihr müsstet wieder Kinder bekommen. Aber es sieht nicht danach aus.“ Ja, es sieht nicht danach aus. Kostiza und Kubitschek werden das auch nicht mehr ändern können. Das hat schon Spengler gewusst, und zu seiner Zeit gab es noch keinen kulturellen Marxismus und pro Familia. Und wenn man mal davon ausgeht, das 9/11 nicht aus einer Höhle in Afghanistan sondern vom Mossad organisiert wurde, ist das doch das einzige was wir den Moslems heute vorwerfen können. Sie bekommen Kinder. Sie glauben an das Leben. Halleluja.
    Für jeden entwurzelten Weißen, der sich aus der Farbe seiner Haut eine Identität gebastelt hat und damit durch das Internet geistert, kleben 1000 andere an ihrem Steuerknüppel auf irgendwelchen Pornographie Seiten. So siehts doch aus. Und auch daran haben die Moslems keine Schuld.

  67. karl

    „Die USA und auch Israel sind uns tausendmal näher als Saudi Arabien oder Marokko“

    Sehe ich nicht im Geringsten ein. Deutschfeindliche Vorurteile wird man in den arabischen Ländern weitaus weniger antreffen als bei unseren „Freunden“ in den USA oder gar in Israel.

    Soso-haben sie schon mal von Amerikanischen oder Jüdischen Gangs in Europa gehört die durch die Strassen ziehen?

    Ausserdem verwechseln sie wohl Politik mit Kultur.Die meisten Amis lieben Deutschland.

  68. Citizen Kane

    Sie haben recht, Herr Lichtmesz, aber warum diese Schärfe gegen Stürzenberger?
    Das war unangemessen! Sie haben ihn impliziert als Tölpel hingestellt.

    Stürzenberger ist Politiker, Aktivist, Agitator,vielleicht verbohrt,aber er setzt mindestens seine körperliche Unversehrtheit auf Spiel, immerhin für unser gutes und schönes Deutsches, und das liegt uns doch allen am Herzen.
    Mit seinem GG Patriotismus kann er die Leute erreichen, das ist eingängig, unverfänglich, das begreifen sie.
    Was sie und Weißman sagen, begreifen die Leute nicht. Einer wie Stürzenberger bereitet aber den Boden dafür vor.
    Die Islamkritik à la PI ist einer der Kristallisationskerne, der breite Schichten zu der Erkenntnis des Eigenen zurückführen wird. Gemach!!

    Eine Reihe von PI-Kommentatoren haben es erkannt, einige stimmen Ihnen mehr oder weniger zu, verteidigen natürlich ihren byzanz.
    Da Identitäre kann man den Meisten dort mit der Zeit näher bringen.

    Nun, vielleicht diente Ihre die Provokation einem Zweck.

    KEWIL gibt sich jedenfalls konziliant, was selten ist.
    Sie auch, das zeigt Ihre Verlinkung. Haben Sie mit Kewil telefoniert?

    M.L.: Nein, aber wir haben auf dem letzten Bilderbergertreffen Schiffchenversenken gespielt.

    Es wird interessant!

    M.L.: Hoffentlich!

  69. A.E.I.O.U.

    Aber Gott sei dank ist nicht das GG das Fundament der Nation, sondern das Christentum. Deshalb hieß unser Staat auch fast 1000 Jahre lang Heiliges Römisches Reich, womit es sich gegen das heidnische antike römische Reich bewusst abgrenzte. Die deutsch-römischen Kaiser waren ausnahmslos Christen. Unsere Nation besteht nicht seit 1949 sondern blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück, die durchgängig christlich gewesen ist.

    Dem stimme ich zu. Es gehört auch nicht viel dazu, zu erkennen, dass die heutige Lage eine Folge der Entchristianisierung seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts ist und dass diese Entchristianisierung in den 60er Jahren des 20. Jh. nochmals einen gewaltigen Schub erhalten hat. Man denke nur an die Abschaffung der alten gregorianischen katholischen Messe. Wie hat es Kleine-Hartlage hier vor einiger Zeit so prägnant formuliert: „Wir siegen „in hoc signo“, oder wir gehen unter.“

    Zum hier oft geschmähten Grundgesetz sei gesagt: mit ihm kann man leben, im Falle einer neue Verfassung wäre aus konservativer Sicht wohl kaum eine Verbesserung zu erwarten; einen Gottesbezug gäbe es dort bestimmt nicht mehr.

  70. Meyer

    „Es gehört auch nicht viel dazu, zu erkennen, dass die heutige Lage eine Folge der Entchristianisierung seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts ist und dass diese Entchristianisierung in den 60er Jahren des 20. Jh. nochmals einen gewaltigen Schub erhalten hat.“

    Die Frage ist nur, welcher Ursache die Entchristlichung 19. und 20. Jhdt. Folge ist.

    „Aber Gott sei dank ist nicht das GG das Fundament der Nation, sondern das Christentum.“
    Nein! Das Christenum ist der Mörtel der Nation, aber weder handelt es sich beim Christentum um den Stein noch um das Fundament. Das Fundament ist germanisch, der Stein römisch-griechisch-vorchristlich.

    Gewiß war das organisierte Christentum ursprünglich die Staatsverwaltung des Frankenreiches, bis lange ins späte Mittelalter hinein. Vergessen werden darf aber nicht, daß das Heidnisch-Germanische das Christentum mindestens in dem gleichen Maße geprägt hat, wie das Christentum die Germanen. Bis ins ausgehende Mittelalter hielten sich germanische Traditionen außerthalb des Kirchlichen. Das Luthertum ist die intellektuelle Wiedergewinnung germanischer Freiheitsvorstellungen, es war die erste echte deutsche Nationalbewegung. Im Katholizismus kann bis heute germanische Formen und Adaptionen leicht erkennen!

    Wäre das Chrsitentum das einzige Band, was trennte uns von den Spaniern, Franzosen, Italienern, christlichen Nigerianern?

    Die räumliche Verbreitungsgrenze des Protestantismus zum nachprotestantischen Katholizismus ist in etwa die Grenze der römischen Provinz zum freien Germanien ist; kaum zufällig.

    Religionen entwickeln starre äußere Formen des Glaubens. Aber der wirkliche Glaube, ist nur der Versuch, das Unerklärliche, das Metaphysische, das doch vorhanden ist, für das man doch ein angeborenes Gespür hat, durch Symbolik, die aus der jeweiligen Zeit stammt, begreifbar zu machen. Diese Symbolik wird zum Ritus, zum Selbstreferentiellen. Dieser festigt gesellschaftliche Strukturen. Nur können solche Strukturen weder das Aufkommen der Handfeuerwaffen überstehen, noch die Atombombe und das veränderte Weltbild, das diese technischen Revolutionen erst erzeugt hat.

    Daher: Der bei den Menschen vorhandene Glaube braucht eine Symbolik, die dem heutigen Weltbild nicht widerspricht. Oder: Sie geht gnadenlos unter.
    Wer den Glaubenskern retten erhalten will, der muß mit kräftiger, verständlicher Symbolik arbeiten. Eine Symbolik, die auf der Höhe heutiger Zeit ist. Und wie man an dem Klientel von PI und dem der Sezession sehen kann, sind die Menschen so unterschiedlich strukturiert, daß dem einen die Symbolik schon unverständlich ist, während der andere sie schon für zu primitiv hält.
    An den alten germanischen mythischen Erzählungen ist das Ungewisse immer zu spüren. Daß das Göttliche, Metaphysische immer ungewiß bleiben muß, ist wesentlicher Bestandteil des Glaubens. Die scholastische Vollverbalisierung des Katholizismus hat deas Christum erst angreifbar gemacht.

    Bspw. ist PI von und für andere Menschen gemacht, als bspw. Sezession. Wer nun hier liest, schreibt oder kommentiert ist nicht zufällig hier. Es ist in ihm angelegt, sicher nicht vollständig, gewiß aber das Poetntial, das andere eben einfach nicht besitzen oder leider nicht entwickeln. Für solch unterschiedliche Menschen braucht es auch eine unterschiedliche Glaubenssymbolik, als für Menschen, die in der Lage sind, komplexe Macht-, Kultur-, Wirtschafts-strukturen zu analysieren.
    So wie ich annehme, daß man „geborener“ (meistens primitiv-) Aristoteliker oder Platoniker ist, so vermute ich auch, daß alleine in Deutschland die religiöse Symbolik nach Typus differenziert sein muß. Wer sich tatsächlich mit Erkenntnistheorie beschäftigt hat, wer bspw. Gedanken von Spinoza, Thomasius oder Ratzinger beschäftigt hat, wird niemals ganz „unbeschadet“ herauskommen. Den kann man nicht mehr mit evangelikalem Humbug kommen, noch mit einem zurück zum alten römisch-katholischen Habitus, und die Welt ist wieder in Ordnung. Das mag nur für ganz wenige, etwas einfältige, gelten.

    Der Glaube UND die Religion sind DIE Schlüssel für mehr Vertrauen, Kraft, Wille, Dynamik. Niemand riskiert Leben, Freiheit, Gesundheit für seinen Konsum, seine sichere Rente oder irgend etwas anfaßbares. Auch nicht für das Grundgesetz und – sind wir ehrlich – auch nicht für die „Heilige Dreifaltigkeit“.
    Ich bezweifle sogar, daß sich mehr als eine Handvoll Spinner zusammenfinden würden, nur um für diese Dinge drei Nächte im Schneeregen zu frieren. Zu erfrieren sicher nicht.

    Die Suche nach den ewigen Wahrheiten des Metaphysischen und deren inneren Glaubensquellen UND die Wiederfindung und Neugestaltung unserer germanisch-heidnischen Traditionen und der christlichen Formen: Das alles in Symbolik. Die moderne Physik, mit der sich niemand auseinandersetzt, bietet viele Ansatzpunkte für eine Sprache, mit der man auch übermaterielles, unbegreifbares ausdrücken kann.

    Glaube ist die innere Suche nach (oder Gewißheit vom) Überweltlichen. Religion ist eine Machtfrage. Religion und Glaube sind nicht identisch aber aufeinander bezogen.
    Unter einer Linde oder Eiche findet man eher, als in einer Kirche.

  71. Wir haben als Stuttgarter Gruppe ebenso die Diskussion kommentiert.

  72. Plikiplok

    So emphatisch Stürzenberger seine Kritik und seinen Unmut am gegenwärtigen Zustand der öffentlich herbeigewünschten Gesellschaft(en) in der BRD auch zum Ausdruck brachte, so trafen seine Einsichten und Analysen doch nicht den eigentlichen Kern der Problematik.

    Der leuchtete schon eher auf in den (zu spärlichen) Andeutungen Dr. Weißmanns zum kaum noch vorhandenen ethnischen, nationalen Selbstbewußtsein der Deutschen, denen im vorsätzlich durchgeführten Volksaustausch die eigene Verabschiedung aus der Geschichte bevorsteht.
    Aus der eigenen mentalen Schwäche heraus hat man diesem scheinbar naturgesetzlich ablaufenden Prozeß nichts mehr entgegenzusetzen, fehlt es am kraftvollen Gegenentwurf.

    Hier zeigt sich der Flurschaden, den die erfolgreiche Umerziehung in den Köpfen der Besiegten angerichtet hat.

  73. FdF!

    Anti-Islam ist kein politisches Programm, sondern der billige und mittlerweile auch tatsächlich gescheiterte Versuch, mit vermeintlich konsensfähigen Themen zu Punkten.

    Pro-Bewegung, Die Freiheit und noch ein paar Vereine sind Eintagsfliegen, über welche man sich schon auf Grund deren Erfolglosigkeit keine großen Gedanken zu machen braucht. Wenn man bei einer Stadtratswahl mal 3% Prozent und zu irgendwelchen Demos 100 Leute zusammen bekommt, liegt die natürlich nicht angestrebte „Machtergreifung“ noch in weiter Ferne.

    Diese ganzen Clubs bestehen meist aus ehemaligen REPUBLIKANERN, die es halt mal unter anderer Flagge probiert haben. Die REPUBLIKANEr sind definitiv gescheitert. Eine bundesweite Struktur ist noch nicht einmal ansatzweise mehr vorhanden. Gleiches gilt aber auch für sämtliche REP-Dissidenten.

    Um die „Parteifrage“ werden aber auch identitäte Konservative nicht ganz herum kommen. In einer expliziten Parteiendemokratie muss es früher oder später eine Antwort geben.

    Es ist ja auch nicht so, dass es gar nichts gebe, was unterstützenswert wäre. Die BÜRGER IN WUT machen beispielsweise einen sympathischen Eindruck. Eindimensionale Islam-Kritik gibt es dort nicht. Man vermeidetnauch Affären, indem nicht via „Staubsauger“ alles aufgenommen wird, was rechtsher Mitte laufen kann.

    Warten wir es ab,aber warten wir nicht zu lange.

    Mit Hern Stürzenberger und anderen Religionskundlern sollten wir uns nicht aufhalten.

  74. mcbad

    @ Citizen Kane

    „Mit seinem GG Patriotismus kann er die Leute erreichen, das ist eingängig, unverfänglich, das begreifen sie.“

    Das bezweifle ich.

    Die Deutschen und ihr Grundgesetz… Nun ja, demnächst werden sich viele die nicht mehr so reich gedeckte Tafel nicht nur mit der eingewanderten moslemischen Plebs teilen müssen, sie werden es sich auch gefallen lassen müssen, dass die ihnen die neuen Tischsitten beibringen. Das Grundgesetz bewahrt sie jedenfalls nicht davor.

    Anfang der 80er die DDR verließ ich die DDR. Bis dahin hatte ich wie viele andere geglaubt, das wirklichere Deutschland sei im Westen. Irrtum. Denn während im Osten jeder wußte, dass „das Deutsche“ in der DDR nicht mehr war als die national abgeschmeckte Sättigungsbeilage zum Zukunftsbraten des proletarischen Internationalismus, hatte sich der westdeutsche Durchschnittsmichel bereits ganz zwanglos auf ein atemberaubendes Verblödungsniveau heruntergearbeitet, auf dem deutsch nur noch die Mark war. Da stand ich nun. Der Braunkohlenmief war zwar weg, aber der Duft der Freiheit war eigentlich nur der Geruch eines Klosteins aus dem Hause Procter&Gamble. Wer zweimal im Jahr nach Italien oder Frankreich fuhr, wer in Poonah gekifft oder ein paar Tage an Ashbury Heights rumgehangen hatte, hielt sich hier schon für einen Kosmopoliten. Ich werde es nie vergessen: „Weimar? Wo ist das?“ „Chorin? In Rußland?“ Unsäglich, die hatten hier tatsächlich alles abgehakt.
    Der größte Kulturschock waren allerdings die linken und halblinken Typen in Ämtern und Institutionen. Weltverbesserer mit Anspruch auf Pension. „Was, sie sind aus der DDR abgehauen? Warum denn das? Ist doch so schlecht nicht da drüben. Hab schon mal Urlaub dort gemacht. Und jetzt wollen Sie hier wohl CDU wählen, was?“ Klar, was sonst. Leider fingen die Parteichristen ebenfalls an zu schwitzen, wenn man denen mit Deutschland kam. „Willkommen in der BRD!“ Da hat’s einem schon gereicht. Sie drückten einem das Grundgesetzt in die Hand und sagten, „Hier steht, was deutsch ist. Mehr ist nicht drin bei der Vergangenheit, die wir haben. Aber wenn sie sich unbedingt für einen Deutschen halten wollen, ist das ihre Privatsache.“ Also hängten wir uns diesen Ersatzteilkoffer GG um und reparierten erst mal unsere Identität: Ab jetzt waren wir zuerst und vor allem Grundgesetz-Subjekte. Was heute nicht mehr und nicht weniger heißt, als Bürger eines Landes zu sein, dessen Staat einen im Ernstfall über die Klinge springen läßt. Dieser Ernstfall ist längst eingetreten.

  75. Faschist

    Nachdem ich mir jetzt die Kommentare auf PI durchgelesen habe, muss ich feststellen, dass diese ganze Kontroverse zu großen Teilen auf einem Missverständnis beruht.

    Die PI Leute teilen in der Masse durchaus die Erkenntnis, das die Wurzel des Übels Islamisierung bei unseren verräterischen Politikern liegen.

    Aber sie scheinen uns zu unterstellen, dass wir deshalb den Islam als Gefahr überhaupt nicht wahrnehmen und nicht gegen ihn vorgehen wollen würden.

    Das ist natürlich Humbug. Die Moslems in Deutschland sind eine Waffe in der Hand globalistischer Eliten, wenn auch weniger ihrer Religion, als ihrer Ethnie/Rasse wegen, und damit hat man sich auseinanderzusetzen.

    Aber das darf natürlich nicht den Blick auf die Feindbestimmung verstellen, und um nichts anderes geht es uns ja hier.

    Was die konkreten Maßnahmen angeht, die wir gerne treffen würden, herrscht wahrscheinlich gar kein so großer Dissens, wohl aber über die letztliche Zielstellung derselben.

    Gleichzeitig ist es wohl falsch, den PI Leuten zu unterstellen, sich nicht zur deutschen Identität bekennen zu wollen:

    „Die Sezessionisten verkennen die Situation vollständig. Gerade im Kampf gegen die Islamisierung Europas finden die europäischen Völker ihre Identität wieder, nirgends sonst!“

    So schreibt einer der PI Kommentatoren leider, denn er irrt natürlich darin, wenn er denkt, dass wir von etwas anderem ausgehen würden.

    Was die PI Menschen in der Masse aber nach wie vor nicht begreifen, ist, dass eben die „westlichen Werte“, die uns nach dem 2. Weltkrieg aufoktroyiert wurden, für unseren jetztigen Zustand verantwortlich sind, dass also eine Verteidigung gegen die Auswirkungen dieser Werte unter Berufung auf dieselben zum Scheitern verurteilt ist.

    Außerdem verstehen sie nicht, dass das Demographie und Islamismus Problem ein und dasselbe sind.

    Es gibt keine Machtvaccui, schwindet der Wille zur Macht der europäischen Völker, füllen (in unserem konkreten Fall) die benachbarten Moslems die Lücke, das ist ein Naturgesetz.

    Im Grunde handelt es sich beim PI/SiN Konflikt hierrum:

    PI wirft dem Täter vor sie, die Opfer, zu misshandeln.

    Wir Sezessionisten machen uns den Selbstvorwurf, uns in die Opferrolle zu fügen, wir suchen die Verantwortung nicht beim Täter, sondern bei uns und unserer mangelnden Gegenwehr.

  76. Faschist

    Noch ein sehr treffender Kommentar aus dem PI Kommentarbereich:

    „Martin Lichtmesz verursacht die von manchen wahrgenommene Spaltung nicht.

    Die Spaltung existiert und sie hat die Größe des Grand Canyon. Ich habe den Eindruck, er macht den Versuch, trotzdem Kontakt aufzunehmen und muss dabei naturgemäß auf rohen Eiern gehen, um kein hysterisches Hyperve?tilieren-gegen-rechts in der islamkritischen Szene auszulösen.

    Die Spaltung besteht m.E. darin, dass ein vollkommen anderes Ziel angestrebt wird.

    Das Ziel, das Islamkritiker anstreben, ist exakt dasselbe wie das, welches Gutmenschen, Politik und Medien anstreben: Frankfurter Schule weltweit, sowie multiethnische Gesellschaften (ohne störende “Salafisten”) auf dem Gebiet, das vormals als Deutschland bekannt war, bzw. in allen anderen von Europäern bewohnten Staaten genauso.

    Der Streit zwischen Gutmenschen und Islamkritikern ist kein so grundsätzlicher.

    Er geht nur darum, wie man die Frankfurter Schule Ideologie den zum Zwecke der ethnischen Zerstörung der europäischen Völker importierten Moslems idealerweise in den Rachen stopft. Während Islamkritiker eine eher autoritäre Methode bevorzugen (und deswegen als “Nazis” wahrgenommen werden), bevorzugen Gutmenschen, Politik eine antiautoritäre Methode. Man schleimt die Moslems erstmal zu und lobt sie für ihre “tolle Kultur”, die wir alle so sehr “respektieren” und hofft, dass sie sich mit Geld, Konsum und Sex korrumpieren lassen, während sie nicht merken, wie sie umerzogen werden.

    Islamkritiker werden attackiert, weil sie diese Taktik versauen und vermutlich auch, weil die Gefahr besteht, dass vereinzelte Islamkritiker mit der Zeit wirklich (!) wach werden. Einigen ist das schon passiert und einigen wird es noch passieren. DER Schock ist nichts im Vergleich zu dem, wenn man merkt, dass im Koran ein paar böse Sachen drin stehen.“

  77. WF

    Elend? Ja, wo denn? Würde man Weißmann vor ein Publikum von Bürgern setzen, die vielleicht einem eher praktischen Beruf nachgehen und ihre Erfüllung in plebejischem Vergnügen finden, wäre dies sicher Zeitverschwendung für alle Beteiligten. Recht hat, wer hilft die Sache des Volkes voranzubringen. Ja, und das tun meiner bescheidenen Meinung nach beide, auf ihre Weise. Wer da in theoretischen Diskussionen im eigenen Saft besser reüssiert? Mir völlig egal.

  78. zentralwerkstatt

    Nach dieser Debatte habe ich seinen Namen auch drinnen, wollte ich ihn mir doch gar nicht merken. Ich sah ihn schon vorher in Filmen in Aktion mit dem visuellen Nachhall eines Marktschreiers und Selbstdarstellers, vielleicht auch eines Einpeitschers. Ein Schnellurteil, sicherlich.

    Inhaltlich blieb von ihm nicht viel zurück. Seine vorgebliche „Islamkritik“ geht ins Leere. Würde er den Orientalen vorwerfen, daß sie sich mißbrauchen lassen und von verdeckt agierenden Strippenziehern nur deswegen lastwagenweise hierher gekarrt werden, weil wohl keine andere Ethnie so für aggressiven Verfall und Barbarei garantiert wie eben Orientalen, dann müßte man ihm Lob zollen. Sie und Schwarzafrikaner rennen hier verbrämt als „Flüchtlinge“ offene Türen ein, um den ansonsten für Kultur und zivilisatorischen Fortschritt garantierenden Monolithen in Europa, die Deutsche Nation eben, aufzuknacken. Welchen Stand die Muslime also in den Augen ihrer scheinbaren Förderer haben, kann sich jeder selbst mit Schimpfwörtern belegen.

    Mein Schnellurteil ist durch die Zwischentagdebatte nun gefestigt, denn weder kann jemand mit Verstand behaupten, daß die BRD der freieste deutsche Staat seit Zeiten sei noch daß das Grundgesetz, das nicht einmal das Deutsche Volk ausdrücklich als souverän belegt und stattdessen mit dem Trojanerartikel 139 aufwartet, eine „Errungenschaft“ sei.

    Weiters ist es schlicht Unsinn, daß man von heute auf morgen aus Wüstensöhnen und –töchtern Mitteleuropäer schnitzen könnte (wenn man denn wollte). Man vergleiche nur beide Ethnien im Kollektiv hinsichtlich ihrer kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen der letzten 1000 Jahre, die entspringen jeweils keinen Launen oder Zufällen, sondern sind Spiegel der kognitiven ethnisch-kategorisierten Leistungsfähigkeit (kollektive Mittelwerte und Extreme! Natürlich gibt es Überlappungen).

    Herr Marktschreier zeigt mit dieser zentralen sozialistischen Tollheit eine sehr gefährliche Nähe zu linkem Gedankenungut auf. Es reicht mit diesen Typen. Vielleicht soll er einfach nur aufhetzen.

    Es stehen sich doch drei Feindparteien gegenüber, wir Deutschen, die Orientalen und die Finanzimperialisten. Für Partei A und B wäre der Spruch so angebracht wie nie zuvor: Stell Dir vor, die wollen einen Bürgerkrieg, doch wir gehen nicht hin.

    Wem dabei wohl am ehesten die Vernunft ausgeht?

  79. Hinweiser

    Hier findet sich was zum Zwischentag:
    http://de.****pedia.org/wiki/Zwischentag

    M.L.: Meine Güte…

  80. apollinaris

    Im Zuge der Weißmann-Stürzenberger-Debatte bin ich auf die medialen Signale der französischen „Generation Identitaire“ aufmerksam geworden. Weiterführende deutsch- oder englischsprachige Berichterstattung über diese Gruppierung/Bewegung war nicht aufzufinden. Eine Nähe zum Front National konnte ich jedenfalls im Lichte meiner rudimentären Französischkenntnisse nicht auf den ersten Blick erkennen. Kommt hier vielleicht eine Konservative Aktion in Frankreich in Sicht? Gibt es Erkenntnisse hierzu bei Ihnen, Herrn Lichtmesz oder bei Ihnen, Herr Kubitschek? Identitär scheint diese Gruppierung/Bewegung durchaus zu sein, jedenfalls nicht aus „glücklichen konsumorientierten Amerikanoiden“ bestehend (der Begriff des Jahres 2012 für mich, Herr Lichtmesz, Sie Karl-Kraus-Wiedergänger, ich bewundere Sie). Könnte die KSA in Deutschland von diesem Phänomen profitieren? Eine Brücke vom metapolitischen Raum in konkrete politische Aktion zimmern?

  81. apollinaris

    Ich habe jetzt gerade die Meinung der KSA Stuttgart dazu gelesen und ihr Bezug auf die FPÖ in Österreich scheint mir nicht allzu abwegig. Mir gefällt das BZÖ auch besser, aber wer politische Mehrheiten will, muss auch die überwältigende Zahl intellektuell und politisch fusskranker aber notwendiger Unterstützer mitnehmen. Oder ist das zu zynisch formuliert. Ich weiß es nicht. Mit dem Haider Jörg noch am Leben müssten wir uns solche Fragen nicht stellen. – (Fahrt`s bloß ned Phaeton, des könnt`weh tun…)

  82. Lediglich daran, dass wir praktisch genauso dranwären, wofern sich keine moslemische Socke auf deutschen Boden verirrt hätte, auch, als deutscher Nichtchrist, an der Schlussfixierung auf das Christentum, habe ich am Artikel gelinde etwas auszusetzen.

    Er entlarvt, zerlegt: „Invite and invade!“

    Natürlich vor allem linke Bellizisto-Pazifisten glotzen immer besonders blöde, wenn ich sie frage, wozu, für wen eigentlich, wir (vorgeblich) für Frauenrechte usw. unsere Landser nach Afghanistan schicken, während wir hier nicht auf deren Einhaltung pochen.

    Ja, es ist das amerikanesisch-umerzogen-nasenringische Globalistenspiel. Ermutigend, Herr Lichtmesz, dass Sie das hier so klar zur Sprache bringen!

    Glückwunsch für einen Artikel, in dem der Autor sich keine unnötige Mühe gibt, seine Wut zu verhehlen, dabei aber, sei es auch teils mittels drastischer Worte, die Sache zielsicher auf den Punkt bringt.

  83. Paul Mittelsdorf

    Daß gerade Martin Lichtmesz aus politischem und historischen Wissen ein Lichtgebäude errichtet und dann drei Sätze weiter wieder mit seiner 9/11-Verschwörungstheorie beginnt, zeigt, wie wenig Bildung oder sogenannte „Intellektualität“ zu Erkenntnisgewinnen führen. Dieser Widerspruch durchzieht den gesamten Text, in jedem dritten Satz stößt man auf haarsträubende Interpretationen der politischen Vergangenheit und Gegenwart, die auf mich den Eindruck machen, als würden dem Autor einige Jahre in einer weniger freien Gesellschaft als der unseren gut tun, um einen klareren Blick zu gewinnen.

    M.L.: Auch vorausgesetzt, daß die „offizielle“ Verschwörungstheorie zu 9/11 stimmt, müßte ich keine Zeile an dem Text ändern. „Haarsträubend“ ist eher die Idee, man könne bei der Betrachtung des islamischen Terrors die amerikanisch-israelische Politik im Nahen Osten aussparen.

  84. Giasinger Löwe

    Werter Moderator, oder ists Herr Lichtmesz gar persönlich. Nehmen Sie doch bitte zur Kenntniss, dass eine Ihrer Thesen schlicht und einfach nicht stimmt.

    Lichtmesz: Die Moslems haben nicht unintegrierbare, raumfremde Massen ins Land importiert.

    Lichtmesz scheint nicht die Geschichte des von der Türkei erzwungenen “Anwerberbeabkommens” mit Deutschland bekannt zu sein. Das Gastarbeiterabkommen wurde genau aus dem Grund von der Türkei gewünscht, um die arbeitslose Überbevölkerung aus der Türkei rauszubekommen.

    http://www.pi-news.net/2011/09/50-jahre-anwerbeabkommen-grund-zu-feiern/

    Seit Jahrzehnten wird von höchster türkischer Seite betont, dass Deutschland / Europa kolonisiert werden soll.

    Helmut Schmidt (SPD, deutscher Bundeskanzler 1974 bis 1982) berichtete in der Wochenzeitung “Die Zeit” (Heft “Zeit-Punkte”, Nr. 1/1993) über ein Schlüsselerlebnis mit dem türkischen Ministerpräsidenten Demirel:
    “Ich kann mich gut daran erinnern, als ich ihn das erste Mal traf. Das muss anderthalb Jahrzehnte her sein. Wir trafen uns in Ankara. Er war damals Regierungschef und hat zu mir gesagt: ,Wissen Sie, Herr Schmidt, bis zum Ende des Jahrhunderts müssen wir noch fünfzehn Millionen Türken nach Deutschland exportieren. Und ich habe zu ihm gesagt: ,Das wird nicht stattfinden, das werden wir nicht zulassen. Da hat er gesagt: ,Warten Sie mal ab. Wir produzieren die Kinder und Ihr werdet sie aufnehmen.”

    Ministerpräsident Necmettin Erbakan sagte im April 2001 in Hagen: „Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekom-men sind. Aber Allah hat einen anderen Plan“ (Bayr. Verfassungsschutzbericht 2001, S. 147).

    Vor kurzem bekräftigte Erdogan, dass er den Islam siegreich nach Westen führen möchte.
    http://www.pi-news.net/2012/10/erdogan-will-islam-siegreich-nach-westen-fuhren/

  85. kempinkski

    Ich möchte dochmal auf die Realitäten aufnerksam machen.
    Der Islam „kommt“, nicht weil in einer alten Schwarte irgendwas drinsteht.
    Er ist da, weil Deutschland nach skurrilen Asyl- und anderen Gesetzen, Geld an die Völker der Welt verschenkt
    Also macht sich der Bevölkerungsüberschuss auf den Weg.

  86. Faschist

    Nachdem ich gerade auf PI die Kommentarspalte zu dem Beitrag der Stuttgarter KSA gelesen habe, bin ich nun wieder sehr enttäuscht vom PI Milieu.

    Dieser Beitrag ist so vernünftig und ausgewogen, dass ich während der Lektüre dachte, dass damit wohl alle Wogen geglättet sein müssten.

    Und was passiert? Diese tumben Trottel verstehen den Artikel absichtlich falsch bis zum Krampf, genau die Problematik, die die Stuttgarter anrissen, wird beispielhaft durchexerziert: Man hängt sich an vermeintlicher Israelfeindlichkeit auf und findet es sehr bedenklich, dass einem der „NS Forscher Lorenz“ zur Lektüre anempfohlen wird.

    Dieses Unverständnis ist so krass, dass ich vermute – und hoffe – dass es sich hierbei um die Äußerungen eingeschleußter Spalter handelt.

  87. Kombinat5

    Ich muss zugeben, dass ich Martin L. ja bisweilen für etwas
    exzentrisch halte und nicht ganz lageorientiert. Aber der Einschätzung, die er zu Stürzenberger abgibt, kann nur zugestimmt werden.
    PI und Stürzenberger haben ein erschreckend niedriges Niveau. Stürzenberger hat Weißmann nicht verstanden.
    Ich streite auch ab, dass Stürzenberger Demagoge ist. Das Niveau hat er keinesfalls. Ein Demagoge führt sich nicht auf wie Stürzenberger.

    Wenn Stürzenberger Pressesprecher einer Ministerin war, wirft dies ein bezeichnendes Licht auf die CSU. Das ist gut zu wissen, es bestätigt mich in der Annahme, dass die Herrschenden uns nicht gewachsen sein werden.

  88. Cicero

    Was ist also zu tun, um aus dem theoretischen Raum grundsätzlicher Erörterungen in den praktischen Raum der politischen Gestaltung zu kommen?

    Dazu ist es sicher notwendig, eine bzw. mehrere Parteien zu gründen. Zuvor müssen allerdings im „vorpolitischen Raum“ erst einmal die möglichen Akteure und Gefolgsleute gesammelt werden. Das weiteste Bündnis in unserem Sinne kann sich unter dem von Martin Lichtmesz gehissten Banner der „Verteidigung des Eigenen“ versammeln.

    Darunter können viele Platz finden. Nicht nur das patriotisch-konservative Lager, sondern auch Islamkritiker, Verteidiger der deutschen Souveränität, selbst wenn es ihnen nur um die Finanzhoheit im Rahmen des Eurowahnsinns geht, Verteidiger des Christentums und andere mehr.

    Gerade die Eurogegner haben meines Erachtens das Potential, breite Schichten des Volkes anzusprechen und zwar dann, wenn sich die Folgen dieser Politik auch tatsächlich spürbar auszuwirken beginnen. Um es mit Bill Clinton zu sagen: „It’s the ecomomy, stupid!“

    Diese Versammlung unter dem Banner der „Verteidigung des Eigenen“ wird nicht von selbst geschehen, sie muss aktiv betrieben werden. Wie befruchtend eine einfache Einladung eines Akteurs der islamitischen Szene zu einer kurzen Diskussion auf dem großartigen Zwischentag sein kann, erleben wir gerade hier auf diesem Kommentarstrang. Dies könnte ein Anstoß dafür sein, auch andere Verteidiger des Eigenen zu erneuten Vorträgen und Diskussionen einzuladen, denn politische Aktionen werden sich nur unter Menschen entwickeln können, die sich auch tatsächlich im realen Leben begegnen.
    Aber vielleicht hat Götz Kubitschek, dem hier nochmals herzlich zu der Veranstaltung des Zwischentags gedankt sei, dazu auch schon die eine oder andere Idee? Es würde mich freuen.

  89. danny

    Der Artikel legt die Finger in die Wunde derer, die sich mit den hausgemachten Defiziten in diesem Land nicht beschäftigen wollen, weil das alles so kompliziert ist und harte Analysen erfordern würde, um zu Lösungen zu kommen; stattdessen das Pflegen einfacher Feindbilder !
    Wie heißt noch der Titel von Sarrazin: „Wird Deutschland abgeschafft ?“ oder: „Deutschland schafft sich ab“ ? Darauf, auf die gutmenschliche Gleichgültigkeitsignoranz der politischen Klasse hingewiesen zu haben, ist das Verdienst dieses Artikels.
    So ist z.B. Islamisierung ist nicht die Folge einer Landnahme, sondern einer durch unsere Politik organisierte Landvergabe, deren Folgen immer unübersehbarer werden. Insofern hat nicht der Moslem und sein Koran Schuld an dieser Entwicklung, sondern die unheilvolle Allianz von internationalistischen Linken, kulturverändernden Wohlfühl-Grünen und der einem ausschließlich ökonomistisch-pragmatischen Weltbild verhafteten Merkel/Steinbrück-Mitte.

Diskussion geschlossen. :-)

banner banner sezheader ifs schlange