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lichtmesz Martin Lichtmesz


Die Rituale der globalistischen Religion

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Auf der Netzseite der Jungen Freiheit kommentierte Herbert Ammon kritisch den „Staatsakt für die Opfer der Zwickauer Zelle“, den ich hier und hier gründlich analysiert habe. Hier habe vor allem eine pseudoreligiöse Beschwörung der „globalisierten, multiethnisch-multikulturellen Zukunft Europas“ stattgefunden.

Bisher unbekannt war mir, daß am Ende der Veranstaltung auch noch John Lennons Hymne „Imagine“ gespielt wurde. Das ist allerdings aufschlußreich. Nichts gegen John Lennon, aber im Zusammenhang mit einer solchen Veranstaltung ist das natürlich ein auffällig kitschiger Akzent. Allerdings ein nicht unpassend gewählter, denn der Song ist inhaltlich, wie Lennon einmal selber sinngemäß sagte, knallharter Bolschewismus „mit Zuckerguß“. Der Text dazu fordert die Abschaffung von Religionen, Nationen und Besitztümern, damit eine Welt erstehe, die sich alle Menschen brüderlich und in Frieden teilen:

Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people living life in peace

Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed or hunger
A brotherhood of man
Imagine all the people sharing all the world

You, you may say
I‘m a dreamer, but I‘m not the only one
I hope some day you‘ll join us
And the world will be as one

Mit anderen Worten ist das Lied eine durchaus passende Kirchenmusik, um die Ideologie der „One World“ (gerne versinnbildlicht durch bunte Männchen, die sich quer über den Globus die Hände reichen) zu verbrämen. Man sollte nicht vergessen, daß die „bunte Republik“ ja lediglich ein Durchgangsstadium zu einer „bunten Welt“ sein soll. Es gilt im Auge zu behalten, daß sich diese Ideologie, die heute unter verschiedenen Schlagworten auftaucht (eine knappe und kenntnisreiche Einführung gibt es hier), immer mehr zum einzigen und unhinterfragbaren Leitstern jeglicher politischer Zielsetzung erklärt.

Das derzeit gültige (und bald wohl alleingültige) politische Vokabular dreht sich heute ausschließlich um die Codierung, Verschlagwortung, Sentimentalisierung und Verniedlichung dieser globalistisch-utopischen Ziele. Diese Sprache, die in erster Linie eine Verschleierungs-, Verankerungs- und Suggestionssprache ist, ergießt sich wie eine verkleisternde Flut klebrigen Breis in den öffentlichen Raum.  Ihre Wirksamkeit erkennt man daran, daß sie sich quasi selbstständig gemacht hat und von jedermann mit Leichtigkeit und auf Abruf bedient werden kann. Der Aufruf der Deutschen Arbeitgeberverbände zur landesweiten Schweigeminute und die Gedenkrede Merkels könnten von ein und demselben Verfasser stammen. Diese Sprache kann in einer infantilisierenden wie in einer intellektuellen Fassung daherkommen – ihr Sinn bleibt immer derselbe.

Und der besteht eben, auf den Punkt gebracht, in der Abschaffung des Nationalstaaten und der (ideellen, wie im Endeffekt auch biologischen) Beseitigung der sie tragenden Völker. Dazu werden zwei Strategien verwendet: die eine besagt, daß Völker und Kulturen lediglich „Konstrukte“ seien, die keine authentische Substanz besäßen (vor allem die eigenen); die andere besteht im Import und der Förderung fremder Völker und Kulturen, deren zahlenmäßig wachsende Anwesenheit den Selbstbewahrungs- und Selbstbehauptungsanspruch der Ansässigen in Frage stellen, relativieren und zurückdrängen soll.

Wenn dann in diesen Zusammenhängen von „Integration“ die Rede ist, ist eigentlich „Durchmischung zu gleichen Teilen“ gemeint. Das geht natürlich in der Praxis nur schrittweise, als dialektischer Prozeß. Die fremde Kultur wird von den Ideologen der „bunten Republik“ nicht um ihrer selbst willen geliebt, sondern lediglich als „Ferment der Zersetzung“ geschätzt, als Teil eines Prozesses, der wie der Dschihad des Islam theoretisch erst zum Stillstand kommt, wenn der gesamte Globus durch ihn transformiert ist. Georg Paul Hefty in der FAZ:

Es hat lange gedauert, bis sich die deutsche Politik und mit ihr die Gesellschaft zur Integration der Einwanderer bekannt haben. Damit war der gleichnamige Prozess eröffnet, keineswegs jedoch abgeschlossen. Er wird wahrscheinlich nie mehr abgeschlossen sein werden, das bringt die Globalisierung mit sich.

Die Beschwörung des braunen Gespenstes dient hier der moralischen Legitimation und als Benzin für den Motor dieser Prozeßmaschine. Die „NSU“-Geschichte wird nun von Staat und Medien als Auffrischung des in Deutschland seit fünf Jahrzehnten betriebenen „Vergangenheitsbewältigungs“-Komplexes benutzt, zu einer Art „Mikroholocaust“ stilisiert, an dem zu zweifeln wohl auch schon bald verdächtig macht.  Die Gesichter der Uwes und der Beate haben genau dieselbe Funktion wie der fiktive „Immanuel Goldstein“ in Orwells Roman.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal festhalten, daß ich all dies unter dem Vorbehalt eines tiefsitzenden Zweifels schreibe: daß der Staat in irgendeiner Weise in die Verbrechen verstrickt ist, konnte man sogar in der Bild-Zeitung lesen. In welcher Form und warum, das weiß noch niemand, und allein das macht den Staatsakt zutiefst fragwürdig. Und im Netz kursierende Fundstücke wie dieses, erschienen im Dezember 2009 auf der Seite Turkishpress.de, sorgen für weitere Irritationen. Die entscheidende Passage sei hier in voller Länge zitiert:

Dem Bericht der Zeitung „ZAMAN“ vom Oktober 2007 zufolge, hatte das türkische Landeskriminalamt Ihre Ermittlungsergebnisse über die Döner-Morde an die ermittelnden Behörden in Deutschland übermittelt. In der Zusammenfassung dieses Berichts des türkischen Landeskriminalamts (KOM) an das Bundeskriminalamt in Deutschland, sah man einen Zusammenhang zwischen den „Döner-Morden“ sowie dem Drogenmillieu in Europa, mit einem Familienclan aus Diyarbakir. Dem Bericht zufolge wurden die 8 Opfer der „Döner-Morde“ zu Verteilern im Drogenmillieu gezählt. Die Opfer sollen zudem Schutzgelder an die PKK in Europa und dem Familienclan in Diyarbakir gezahlt haben.

Das Landeskriminalamt in der Türkei hatte damals ermittelt, dass ein Familienclan in Diyarbakir einen Drogenring in Europa aufbauen wollte. Als die erhofften Erlöse aus dem Drogenmillieu ausblieben, die PKK den neuen Verteilerring erpresste, soll die Familie die Morde beauftragt haben. Die Kaltblütigkeit mit der die Opfer am helligten Tage ermordet wurden, ließen schon zuvor vermuten, das nur professionelle Täter in Frage kommen. Das BKA und die Nürnberger Kripo tappten zunächst im dunkeln, da es keine Zeugen und Hinweise gab. Alle Morde wurden dem Bericht nach, mit drei verschiedenen Pistolen der tschechischen Marke Ceska (7.65mm.) begangen. Der Bericht wurde damals über das BKA an den Nürnberger Kripo-Chef Wolfgang Geier übermittelt.

Der Bericht der KOM ging dabei auf die 8 Opfer ein, die demnach Drogenverteiler gewesen sein sollen. Dabei soll die Terrororganisation PKK, Schutzgelder von den Opfern genommen und so das Millieu versucht haben zu übernehmen. Die erfolgreichen Ermittlungen im Drogenmillieu in der Türkei und Festnahmen hätten dem Bericht zufolge, die Drogenverteilung sowie die Einnahmen der Terrororganisation seit längerer Zeit massiv gestört. In dieser Phase habe der Familienclan in Europa Fuß fassen wollen und einen neuen Drogenring aufgebaut, Schutzgelder erpresst.

Die ermittelnden türkischen Behörden gingen deshalb davon aus, dass dabei ein Drogenkrieg zwischen der PKK und dem Familienclan ausbrach und die Drogenverteiler in diesem Drogenkrieg getötet wurden. Die Ermittler gaben an, dass für die Morde ein 5-köpfiges Mordkommando vom Familienclan beauftragt wurde. Die Morde selbst wurden immer von einem Täter dieses Teams mit drei verschiedenen Pistolen der Marke Ceska begangen. In dem Bericht wurden die Täter sowie der Familienclan namentlich aufgeschlüsselt und die Nürnberger Kripo davon unterrichtet.

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