von Götz Kubitschek
Der Versuch, Benjamin Jahn Zschockes Wandgemälde in Chemnitz vor der Übermalung zu retten, war die 4. konservativ-subversive aktion (ksa). Was gibt es zu berichten? Zur Causa „Wandbild“ ist alles gesagt, ganz ekelhaft ist der Brief, den Zschocke vor ein paar Tagen erhielt, und in dem Bürgermeister Berthold Brehm ihm nicht mitteilte, daß man als Rechter auch in Chemnitz nicht einfach so eine Wand vollpinseln darf. Vielmehr erfuhr Zschocke, daß die Stadt von keinem Bild wußte und nun im Nachhinein keine bunten Türme auf ihrer Betonwand dulden möchte. Danke fürs Gespräch.
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Presseschau
Seit zehn Uhr sind Felix Menzel, Götz Kubitschek und ihre Mitstreiter wieder auf freiem Fuß und befinden sich auf dem Heimweg. Die Anzeige lautet auf Hausfriedensbruch. Das Gemälde von Benjamin Jahn Zschocke wird zur Stunde übermalt. (Ergänzung 12.28 Uhr: Der Ursprungszustand der Wand ist wieder hergestellt: neutrales Weiß.) Die Bemühungen um eine einstweilige Verfügung hatten keinen Erfolg.
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Presseschau
Wie zu vernehmen ist, sind Felix Menzel (Blaue Narzisse), Götz Kubitschek (Sezession) und zwei Chemnitzer Studenten in den frühen Morgenstunden festgenommen worden, nachdem sie durch eine offene Tür in die Mensa der Berufsschule gelangt waren und dort mit einer Sitzblockade die Übermalung des Bildes von Benjamin Jahn Zschocke verhindern wollten. Die Polizei ging dabei recht ruppig zur Sache und fesselte die Aktivisten mit Handschellen bzw. Kabelbindern. Sie werden jetzt auf dem Revier einzeln vernommen.
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von Ellen Kositza
Elf Tage ohne Tageszeitung, ohne Internet, Radio und TV. Dafür: Tagestemperaturen um 16 Grad, Dauerwind & gelegentlich Regen (und das mit Afrika in Sichtweite!), immer wieder neue Erkenntnisse über den spanischen Katholizismus (es war immerhin die siebte Spanienreise) und jeden Tag Tobe-Stunde im stürmischen Atlantik: Da waren außer uns Alemánes nur ein paar Surfer in Neopren-Anzügen, und ganz kleine Haie, die wir abends fangfrisch verzehrten.
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