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Autoren-Archiv

Karlheinz Weißmann

Gibt es Juden? (Anmerkung zu Sarrazin)

von Karlheinz Weißmann

Seit Sonnabend brachten es die Nachrichtenagenturen: Sarrazin behaupte, daß es ein „jüdisches Gen“ gebe. Zeitgleich setzte der Entrüstungssturm ein. Selbst die, die wie Roland Koch Sarrazin bisher verteidigt hätten (wann eigentlich?), gingen auf Distanz. Die Wortkombination „Jude“ und „Gene“ funktionierte mit der Sicherheit des Pawlowschen Reflexes.

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Karlheinz Weißmann

Variante Sarrazin oder 89 Prozent

von Karlheinz Weißmann

Selbstverständlich war damit zu rechnen, daß sich auch Sarrazin zu Wort melden würde und uns bestätigt in der Vermutung, daß irgend etwas im Gang ist, subkutan, noch undeutlich, aber spürbar. Nun  hat er also ein Buch geschrieben mit dem Titel Deutschland schafft sich ab (hier ansehen und bestellen). Das klingt fast wie Die Endlösung der Deutschen Frage (Robert Hepp), ist aber massenkompatibel angelegt.

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Karlheinz Weißmann

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Variante Bolz

von Karlheinz Weißmann

Vor drei Wochen war Gelegenheit, an dieser Stelle auf Michael Klonovksys Spekulationen über die Notwendigkeit einer neuen konservativen Partei hinzuweisen. Seitdem hat ein weiterer prominenter Kopf die Idee aufgegriffen, allerdings in charakteristischer Abwandlung dessen, was im Focus stand.

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Karlheinz Weißmann

König Schwein

von Karlheinz Weißmann

Jürg Altwegg ist ein Konformist. Nicht ganz, das gehört sich für einen Intellektuellen, aber in der Hauptsache. Der Schweizer Journalist ist in allen deutschen Feuilletons wohlgelitten. Ein Linksliberaler der üblichen Sorte und Veteran im Kampf gegen „rechts“. Andere Gefahren gab es für Altwegg bis dato nicht. Er hat einen Namen als Naziriecher und in Deutschland wesentlich zur Diffamierung der Nouvelle Droite beigetragen („Nach den Büchern die Bomben von rechts“); Alain de Benoist erscheint bei ihm immer noch als „Faschist“.

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Karlheinz Weißmann

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Parteigründung rechts der CDU (ca. 19. Folge): Tea Party?

von Karlheinz Weißmann

Es ist in dieser Zeit des Jahres immer etwas schwerer auszumachen, ob eine Meldung eine Meldung ist oder ein Lückenbüßer. Das gilt auch für das, was in der letzten Bild am Sonntag unter der Überschrift „Jeder Fünfte würde neue konservative Partei wählen“ präsentiert wurde, und es gilt weiter für den Artikel von Michael Klonovsky in der neuesten Nummer des Focus über angebliche Ansätze einer deutschen Tea Party-Bewegung.

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Karlheinz Weißmann

Thomas Molnar ist tot

von Karlheinz Weißmann

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am 20. Juli hochbetagt der amerikanische Philosoph Thomas Molnar. Molnar wurde 1921 in Budapest geboren, studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Brüssel und den USA, wo er wegen der kommunistischen Machtübernahme in seiner Heimat dauernden Aufenthalt nahm. Unter dem Einfluß von Russell Kirk entwickelte sich Molnar zu einem der wichtigen Vertreter der „Paläo-Konservativen“, jener Strömung also, die versuchte, das europäische kulturelle Erbe zu bewahren und die eigene Tradition unter dem Blickwinkel der skeptischen Aufklärung und eines an Burke geschulten Konservatismus betrachtete.

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Karlheinz Weißmann

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„Wir wollen lernen“ siegt in Hamburg

von Karlheinz Weißmann

Die Hamburger Initiative gegen die „Primarschule“ war ein Erfolg, anders als die für die Einführung des Religionsunterrichts in Berlin. Das stand zu erwarten, weil bei Plebisziten der gesunde Menschenverstand eine ausschlaggebende Rolle spielt.

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Karlheinz Weißmann

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Das Eigentümliche als Furunkel

von Karlheinz Weißmann

Vor einigen Monaten geisterten die Ergebnisse einer Umfrage durch die Medien, denen zufolge die Deutschen das beliebteste Volk der Erde seien.

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Karlheinz Weißmann

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Abgang Köhler

von Karlheinz Weißmann

Die Tendenz der Urteile ist einhellig: bestenfalls „Tragik“, schlimmstenfalls „Fahnenflucht“. Das Maß an menschelndem Verständnis blieb gering, auch wenn die Bundeskanzlerin den Entschluß Horst Köhlers natürlich „ein Stück weit“ nachvollziehen kann und „irgendwie“ jeder das Recht hat, seine eigenen Entscheidungen zu fällen, selbst wenn das Land die wichtigste Bewährungsprobe seiner Geschichte bestehen muß.

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Karlheinz Weißmann

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Abgang Koch

von Karlheinz Weißmann

Der Abgang Roland Kochs hat ein merkwürdig verhaltenes Echo gefunden. Es gibt ein bißchen Triumphgeschrei über das angebliche „Scheitern“, ein bißchen Genugtuung über das Verschwinden eines Intimfeindes von Frank Schirrmacher, aber ansonsten nur die mehr oder weniger überzeugend vorgetragenen guten Wünsche für den weiteren Lebensweg.

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Karlheinz Weißmann

Druck von rechts unten

von Karlheinz Weißmann

Bei meinem letzten Aufenthalt in der Schweiz hatte ich ein Privatquartier. Meine Zimmerwirtin war eine freundliche alte Dame, der ein großes Haus am Rande von Bern gehört, und morgens wurde man nicht nur prächtig bewirtet – „alles Demeter-Qualität“ –, sondern immer auch mit der Zeitung und einem kleinen Gespräch versorgt.

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Karlheinz Weißmann

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Merkel in Moskau

von Karlheinz Weißmann

Neben Landtagswahl und Griechenlandkrise konnte sich der „8. Mai“ nicht behaupten. Das erklärt auch, warum die Reise der Bundeskanzlerin nach Moskau fast unbemerkt blieb. Erst als man sie in den Fernsehberichten über den „Tag des Sieges“ gelöst mit Medwedjew auf der Ehrentribüne plaudern sah, wurde der Vorgang ins Bewußtsein gerückt, und damit auch, daß etwas, das einmal als gänzlich ausgeschlossen galt, dann von einem Linken als Provokation gemeint war, nun zu den Selbstverständlichkeiten gehört:

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Karlheinz Weißmann

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42 Tote …

von Karlheinz Weißmann

…, das ist ein verschwindend kleiner Teil der Opfer, die Kriegsende und Nachkrieg unter den Deutschen forderten. Die Männer und Frauen wurden als Angehörige der deutschen Volksgruppe in Prag aufgegriffen, erschossen und dann von einem Lastwagen überrollt.

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Karlheinz Weißmann

Ein Opfer für das Vaterland

von Karlheinz Weißmann

„Ein Opfer für das Vaterland“, mit diesen Worten beginnt die Todesanzeige für Nils Bruns, am letzten Wochenende im Göttinger Tageblatt abgedruckt. Bruns war einer der deutschen Soldaten, die am Karfreitag in Afghanistan gefallen sind. Die Anzeige hat die Mutter in Auftrag gegeben, ein langer selbstformulierter Text, in einem unendlich traurigen, undeutlich-vorwurfsvollen Ton, unterlegt mit einer untergehenden Sonne über dem Meer.

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Karlheinz Weißmann

Selbst ernannt

von Karlheinz Weißmann

„Selbst ernannt“: Das hatten wir lange nicht. In Rolf Schneiders Beitrag für das DeutschlandRadio (12. April) werden die Konservativen so genannt: „selbst ernannt“. Was die Frage nahelegt, ob sie eigentlich „fremd ernannt“ sein sollten, sagen wir durch den Staat oder den Papst oder Rolf Schneider, um sich des Begriffs bedienen zu dürfen.

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