Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 33/Dezember 2009
von Thorsten Hinz
Von Botho Strauß, der heute fünfundsechzig wird, ist ein neues Buch erschienen: Vom Aufenthalt enthält Szenen, die ein Selbstbild des Autors nahelegen. Im ersten Abschnitt ist von einem Mann die Rede, der nach vielen Jahren aus der Fremde heimkehrt, die Reise aber unterbrechen muß, weil in seinem Land ein Putsch stattgefunden hat und die Grenzen geschlossen sind. Nun hockt er im Wartesaal des Grenzbahnhofs.
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Aus der Druckausgabe
Widersprüchlich, faszinierend, abstoßend: Arnolt Bronnen, der 64jährig am 12. Oktober 1959 in Ost-Berlin starb und seine Laufbahn als Kaufhausangestellter begann, war Anarchist, katholischer Konvertit, Nationalsozialist, Kommunist, ein Mitstreiter Brechts, Goebbels‘ Günstling beim Rundfunk, Widerstandskämpfer in Österreich, Nachkriegsbürgermeister.
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Aus der Druckausgabe
Ganz ohne Frage: Die Oktober-Sezession zum Thema „Deutschland“ ist eines unserer besten Hefte bisher. Sie kommt am Freitag aus der Druckerei und sollte Mitte nächster Woche bei den Abonnenten sein. Sie ist eine gelungene Mischung aus Beiträgen über das, was immer gilt und solchen über das, was heute ist.
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Aus der Druckausgabe
Der Ausbau des Archivs der älteren Sezession-Jahrgänge steht vor seinem Abschluß, es fehlen nur noch die Hefte 1 bis 7 aus den Jahren 2003 und 2004. Ich möchte wieder ein paar Hinweise auf Texte geben, unter anderem ist ja das seit langem vergriffene, einzige Sonderheft der Sezession nun komplett im Netz verfügbar: das über Oswald Spengler vom Mai 2005.
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Zur Debatte gestellt
Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 31 / August 2009
Ein Gespräche mit Alain de Benoist
mit einer Einleitung von Karlheinz Weissmann
Xavier Jardin, ein französischer Politologe, der sich besonders mit Geschichte und Gegenwart der Rechten seines Landes beschäftigt, hat unlängst in einem Interview mit Le Monde die These aufgestellt, daß alles, was man als »neue Rechte« bezeichne, im Grunde eine Reaktion auf den »Mai ’68« sei.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Günther Deschner
Keine der Größen des Dritten Reiches ist rätselhafter und umstrittener als Reinhard Heydrich. Den einen gilt er als Triebfeder der Judenverfolgung, andere dichteten ihm selbst eine jüdische Großmutter an. Er spielte Violine, daß es seinen Zuhörern die Tränen in die Augen trieb – aber mit seiner Unterschrift brachte er Tausende in die KZs.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Thomas Bargatzky
In allen menschlichen Symbioseformen bilden sich Eliten heraus – jedenfalls ist den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften bislang kein Gegenbeispiel bekannt geworden. Elitebildung ist eine anthropologische Konstante, denn jede menschliche Gruppe »besteht aus Menschen, die sich voneinander unterscheiden, zumindest hinsichtlich ihres Geschlechts oder Alters, normalerweise jedoch auch noch in anderer Hinsicht. Eine Gruppe von Menschen ist nie nur eine Ansammlung von Individuen, deren Beziehungen zueinander ohne Belang wären. Es handelt sich vielmehr immer um einen Verband, dessen einzelne Mitglieder eine bestimmte gesellschaftliche Stellung besetzen, die bestimmte Erwartungen, Rechte und Pflichten, Privilegien und Verbindlichkeiten mit sich bringt« (Ernest Gellner). Die Personen, deren Handlungen den Normen und Werten am besten entsprechen, die sich in dem Bündel an Rechten, Pflichten, Privilegien und Verbindlichkeiten eines bestimmten Gemeinwesens ausdrücken, gehören zu dessen Elite. Zur Elite zählen in der Moderne unter bestimmten Voraussetzungen aber auch jene, die über diese Grenzen hinaus neue Wege weisen und beschreiten.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Alain de Benoist
Roman, Novelle, Essay, Erzählung, Lyrik, Notizen, Bühnenstück: kaum ein literarisches Genre, das Montherlant ausgelassen hätte. Und immer fand er in seinem eigenen Leben die wichtigste Inspiration für sein Wirken – nicht in einer oberflächlich-narzißtischen Weise (wie so viele heutige Autoren), sondern indem er dem am eigenen Leibe Erfahrenen höhere Bedeutung beimaß.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Georg Alois Oblinger
Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn war vielleicht der letzte Universalgebildete. Aus altem österreichischem Adel stammend, am 31. Juli 1909 in Tobelbad (bei Graz) geboren, studierte er in Wien und Budapest Jura, Staats- und Volkswirtschaftslehre, Osteuropakunde sowie Theologie. Er eignete sich eine umfassende Bildung an und erlernte zahlreiche Fremdsprachen: Er beherrschte später zwanzig davon fließend, darunter Japanisch und Arabisch. Schon früh machte sich sein Drang in die Welt hinein bemerkbar. Als Sechzehnjähriger betätigte er sich bereits als Journalist und ging als Zwanzigjähriger für eine ungarische Zeitung als Korrespondent nach Rußland.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Wiggo Mann
In Krisenzeiten verwischen die Grenzen der politischen Lager, die Mitte dünnt aus, Ränder und Querfront haben Oberwasser. Mancher träumt sogar schon von Bündnissen zwischen Lagern, die sich gestern noch feindlich gegenüberstanden. Auch der Publizist Jürgen Elsässer nährt diese Hoffnung. Mit seiner Forderung nach einer Volksinitiative von Lafontaine bis Gauweiler und dem Ruf nach einem starken Nationalstaat als Antwort auf die Finanzkrise fliegt ihm derzeit manch konservatives Herz zu.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Thorsten Hinz
Nichts Neues vom Historiker Hubertus Knabe, der in seinem jüngsten Buch »die Wahrheit über die Linke« (Hubertus Knabe: Honeckers Erben. Die Wahrheit über die Linke, Berlin: Propyläen 2009. 392 S., 22.90 €) enthüllen und dazu beitragen will, »Honeckers Erben auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern, auf dem die DDR zu Recht gelandet ist«. Der Direktor der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen bleibt sich treu. Die Frage, warum die Entwicklung seit 20 Jahren konstant eine andere Richtung nimmt, als er das seitdem in einem Dutzend Bücher für vertretbar hält, diskutiert er nicht. Um so lauter schimpft er auf das moralische Versagen der übrigen Akteure.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 30 / Juni 2009
von Jörg Soldan
»In der Tierzucht, besonders in der Schafzucht, auch bei der Pflanzenzüchtung sind Eliten diejenigen Individuen, die dem Züchtungsziel am besten entsprechen«, belehrt uns Meyers Großes Konversations-Lexikon in seiner Jubiläumsausgabe von 1906. Man spreche in diesem Sinne auch von »Eliteherden«. Doch weiß dieses Lexikon aus dem Kaiserreich unter dem Lexem »Elite«, dem französischen Wort für »Auswahl«, von solchen gezüchteten Eliteherden kulturell geformte Elitetruppen zu unterscheiden: Diese bezeichne man so, weil sie »infolge ausgesuchten Ersatzes, besserer Bewaffnung, Ausbildung, Kriegserfahrung etc. eine vor den übrigen Truppen bevorzugte Stellung einnehmen.« Als frühes historisches Beispiel nennt das Lexikon die Prätorianer, die Leibgarde der römischen Kaiser, in der jüngeren Geschichte kann unter anderem auf Napoleon Bonapartes berühmte Garde verwiesen werden, die bekanntlich stirbt, aber sich nicht ergibt: Der französische Führer, Konsul und Kaiser hatte von 1804 an mit Elitetruppen »im Sinne einer Kerntruppe als Schlachtenreserve « operiert. Aufgrund des Kriteriums eines »ausgewählten Rekrutenersatzes « ist am Ende aber auch noch von militärischer Elite in einem »weiteren Sinne« die Rede.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 29/ April 2009
von Jens Knorr
„Kann man Hans Pfitzner retten?“, fragt Jens Jessen 2007 in der Zeit, um sich nach Aufzählung von dessen antisemitischen Entgleisungen vor einer Antwort dann doch zu drücken. Um Rettung war es Jessen auch gar nicht gegangen, sondern darum, die Absage eines Konzerts durch die jüdische Gemeinde München zu rechtfertigen, bei dem Pfitzners Sextett op. 55 von Mitgliedern der Münchner Philharmoniker gespielt werden sollte.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 29/ April 2009
von Marc Stegherr
Kaum war die Exkommunikation der vier Bischöfe der »ultratraditionalistischen« Piusbruderschaft aufgehoben, ergossen sich über den Papst und die katholische Kirche, vor allem aus Deutschland, Fluten an unsachlichen, tendenziösen Kommentaren, die mit der Sache rein gar nichts mehr zu tun hatten.
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Aus der Druckausgabe
pdf der Druckfassung aus Sezession 29 / April 2009
von Benjamin Jahn Zschocke
Der Tod des in Reichenbach/Vogtland gebürtigen Malers, Graphikers und Bildhauers Wolfgang Mattheuer jährt sich zum fünften Mal. Am 7. April 2004 verstarb er. Sein künstlerisches Erbe zählt zu den bedeutendsten Hinterlassenschaften der Nachkriegszeit. Der größte Teil seiner Arbeit entstand in der ehemaligen DDR. Anders als viele Künstler dieser Zeit hatte er sich thematisch weit vom staatlich geforderten »Sozialistischen Realismus« distanziert, welcher den Kunstschaffenden ab den 50er Jahren »Parteilichkeit « vorschrieb.
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