von Stefan Scheil
In diesen Tagen ist plötzlich die Bundeskanzlerin zum publizistischen Abschuß freigegeben. Führungsschwäche und Inhaltsleere werden ihr vorgeworfen. Es erscheint daher nur gerecht, die sogenannte öffentliche Meinung daran zu erinnern, daß sie von der Kanzlerin nur bekommen hat, was Merkel schon immer angekündigt hat.
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von Stefan Scheil
Wie man wurde, was man ist, das ist eine Frage, die man sich in Krisenzeiten wahrscheinlich häufiger stellt als sonst. Auch der eine oder andere Gauleiter der NSDAP könnte sie sich gestellt haben, als Hitler am 8. Mai 1943 vor den versammelten Reichs- und Gauleitern die Parole ausgab: „Wir müssen zu alten antisemitischen Parolen“ (zurück). (weiter…)
von Stefan Scheil
Eine Kompanie Kriegsgegner macht sich wenige Kilometer von der eigenen Stellung entfernt angriffsbereit. Sie gibt sich nicht einmal viel Mühe, sich zu tarnen. (weiter…)
von Stefan Scheil
Zwanzig Jahre Mauerfall und Paris, beide Stichworte machen in diesen Tagen Schlagzeilen. In meiner Erinnerung gehört beides ohnehin zusammen, denn genau dort, in Paris, habe ich selbst den Mauerfall erlebt. Man hatte damals den Eindruck einer merkwürdigen Spannung, die über der Stadt lag.
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Zur Debatte gestellt
von Stefan Scheil
Die Bundesrepublik Deutschland ist reich, immer noch. Wer reich ist, der leistet sich was. Die BRD leistet sich deshalb unter anderem ein Sozialsystem, das so manchem eine gelassen-arbeitsfreie Existenz ermöglicht, kein Leben in Reichtum, aber doch in Umständen, die im weltweiten Vergleich luxuriös ausfallen. Das zieht teilweise generationenlang gepflegte Arbeitslosigkeit nach sich und es begünstigt unter den heutigen Umständen die Ghettobildung und die unqualifizierte Zuwanderung.
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von Stefan Scheil
Serbenführer Radovan Karadzic soll sich in diesen Tagen vor Gericht verantworten. Am Gerichtshof in Den Haag klagt man ihn wegen Völkermord an; nach der Standardformulierung der deutschen Medien gilt er als „Hauptverantwortlicher für das Massaker von Srebrenica“. Die gewundene Formulierung deutet an, daß sich die Anklage mit der Behauptung zurückhält, er habe etwa ein Massaker dort oder anderswo direkt befohlen.
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von Stefan Scheil
Am Sonntag wurde der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen. Preisträger diesmal: der Italiener Claudio Magris. Sein Name und sein Werk sind in überschaubarem Maß bekannt oder gewichtig, die Annahme durchaus berechtigt, daß die Preisverleihung als Fußtritt gegen Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi gedacht war, den der Linksintellektuelle Magris auch als Politiker offensiv bekämpft.
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von Stefan Scheil
Einer von den ganz vielen ganz klugen Experten, die den deutschen Alltag in Funk, Fernsehen und Printmedien begleiten, meinte neulich, die Volksrepublik China sei noch keine Demokratie. Hauptbeleg für diese erstaunliche Feststellung war in seinen Augen folgendes: Der Wähler dort habe gar keine Möglichkeit zu beeinflussen, welche Personen denn auf den Wahllisten zur Auswahl stünden.
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von Stefan Scheil
„Sie sind der lausigste Pirat, von dem ich je gehört habe.“
„Aber: Sie haben von mir gehört!“
Bis der Pirat so schnippisch parlieren kann wie hier Käpt‘n Jack Sparrow als Filmpirat in der Karibik, muß er harte Wege gehen. Das mußte nun auch der Vizechef der real existierenden deutschen Sektion der Piratenpartei erfahren, nachdem er der Jungen Freiheit ein Interview gegeben hatte.
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von Stefan Scheil
Die Bundesrepublik ist auf der Suche nach positiven deutschen Traditionen, die den bestehenden Staat legitimieren und bestätigen könnten. Das gestaltet sich allein schon deshalb schwierig, weil die BRD offenkundig ein Zufallsprodukt der Geschichte ist, an dessen Existenz in seiner gegenwärtigen Form mindestens in territoraler Hinsicht noch vor zwei Generationen kaum jemand auch nur in seinen kühnsten Alpträumen gedacht hätte.
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von Stefan Scheil
Die Ansichten über Ursachen und Verantwortungen für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sind in Bewegung gekommen, davon zeugen ausnahmsweise sogar einige Beiträge in großen deutschen Zeitungen.
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Veröffentlicht:
Dienstag, 1. September 2009, 16:00
Kategorie(n):
Erbe,
Ereignis,
Gedankenspiel,
Revisionen
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von Stefan Scheil
pdf der Druckfassung aus Sezession 31 / August 2009
Der Zweite Weltkrieg ist immer noch jene Vergangenheit, die nicht vergehen will. Erst vor wenigen Monaten ging ein Sturm durch die bundesdeutsche Presselandschaft, als das russische Verteidigungsministerium einen Text ins Internet stellte, der eine wesentliche Verantwortung für den Krieg von 1939 der Republik Polen zuschob. Solche Vorwürfe wurden nicht unberechtigt erhoben.
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von Stefan Scheil
Alle haben eine Meinung zu Quentin Tarantinos neuem Film „Inglorious Basterds“. Die Begeisterung überwiegt in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit, schließlich werden dort Deutsche als Nazis möglichst pervers abgeschlachtet. Das kommt heutzutage immer gut. Als weiteres Thema läßt sich ein deutsch-jüdischer oder „nazi-jüdischer“ Krieg erkennen. Tarantino weist die Darstellung nicht zurück, man könnte das als jüdische Rachephantasie auffassen.
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von Stefan Scheil
Noch einmal ein Blick auf die Piraten, nicht auf die Meerespiraten, sondern die Netzpiraten. Einige Reaktionen auf meinen ersten Beitrag lassen vermuten, daß sich die Piraten und ihre Parteigänger mißverstanden fühlen. Man übe doch Kritik an den durch Patente aufgebauten Monopolen und wolle sie durch Abschaffung von Patentrechten und Begrenzung von Urheberrechten zum Wohl für alle brechen.
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von Stefan Scheil
Plötzlich geht es doch. Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei bekommt einen Auftritt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, in der Phoenix-Runde. Normalerweise ist die Mindestvoraussetzung für so etwas ein Sitz in Land- oder Bundestag, besser in Fraktionsstärke.
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