von Martin Lichtmesz
Zwei recht erfreuliche Meldungen gibt es von der Oscar-Verleihung zu verbuchen. Zum einen freut es mich diebisch, daß Kathryn Bigelow mit dem kleinen, relativ billig produzierten Kriegsfilm The Hurt Locker gleich mehrfach über die überproduzierten Avatar-Riesenschlümpfe ihres Ex-Mannes James Cameron triumphiert hat. The Hurt Locker ist alles andere als ein typischer Oscar-Gewinner. Es gibt darin weder große Stars, noch spektakuläre Schauwerte, noch eine erbauliche message.
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Die Jerusalem Post vom 8. März wartet mit einer exklusiven Meldung auf, die ein neues Licht auf die „Antisemitismus“-Debatte um Wolfgang Benz wirft. Demnach gab es offenbar hinter den Kulissen einen internen Konflikt zwischen Benz und Clemens Heni, der zu den emsigsten Antreibern der Kampagne gegen Benz gehörte. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Ich weiß, daß viele Bundesdeutsche Österreich als eine Art Insel der Seligen betrachten, was die politische Kultur betrifft. Nicht nur gibt es dort in Form der FPÖ eine starke, in breiten Schichten der Gesellschaft etablierte Rechtspartei, Österreich hat auch generell den Ruf, daß man dort rechts von der Mitte mehr sagen, denken und tun, pompöser, zünftiger und patriotischer sein darf als in Deutschland. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Unter dem Titel „Orthodoxie und sexuelle Verfehlung“ schreibt Micha Brumlik in seiner taz-Kolumne über den israelischen Rabbiner Mordechai Elon, Führer einer religiös-zionistischen bzw. „nationalreligiösen“ Siedlerbewegung. „Ein tiefgehender, weil nicht nur moralischer, sondern bis in die letzten Verästelungen politischer Skandal“ beschäftige gerade die israelische Öffentlichkeit:
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Ich habe letztes Wochenende ein neues Netzspielzeug entdeckt, und zwar die Seite Obamicon.me, auf der man durch Hochladen von Bildern und ein bißchen manuelle Adjustierung eine parodistische „Ikone“ im Stile des berühmten Obama-“Hope“-Posters basteln kann.
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Jeder hat schon vom berüchtigtsten Werk der deutschen Filmgeschichte, Veit Harlans Jud Süß (1940) gehört, gesehen haben es nur wenige, und wenn dann in der Regel lediglich in matschigen Raubkopien, die im Internet kursieren. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Ganz rund ist der Jahrestag meines heutigen Kalenderblatts zwar nicht, dennoch möchte ich heute ein paar Zeilen dem Werk von Luis Buñuel widmen, der am 22. Februar 1900 im aragonischen Calanda geboren wurde. Zwischen 1929 und 1977 drehte Buñuel über dreißig Filme in Frankreich, Spanien und Mexiko. Er gilt als einer der großen Subversiven, Provokateure und Umstürzler des Kinos mit einer von Skandalen gesäumten Karriere. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Die Berichterstattung der Mainstream-Medien über die Demoblockade von Dresden geriet wie erwartet zum diffusen Feelgood-Geschunkel, gepflastert mit dem üblichen abgedroschenen Vokabular, das auf Reflexe und Emotionen, nicht aber auf Erhellung der Situation abzielt.
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Ich bin im geradezu militärisch abgeriegelten Dresden-Neustadt um etwa halb neun eingetroffen, als die Polizei gerade erst begann, die feindlichen Lager auseinanderzusortieren. Mit dem bloßen Auge ist das gar nicht so einfach. Bei einer Gruppe mit schwarzen Anoraks, Palitüchern und Kapuzen, die neben mir ihr Frühstück einnahm, war es mir auch physiognomisch nicht möglich, die Glaubensrichtung zu bestimmen.
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Die Genesis, das 1. Buch Mose des Alten Testaments, berichtet, wie Gott in Begleitung zweier Engel bei Abraham einkehrte, dessen Neffe Lot mit seiner Familie in der vom Glauben abgefallenen Stadt Sodom lebte. Gott war gekommen, um Abraham trotz des fortgeschrittenen Alters seines Weibes Sara die Geburt eines Sohnes anzukündigen. Als er sich anschickte weiterzuziehen, zögerte Gott: (weiter…)
von Martin Lichtmesz
In Deutschland ist kaum bekannt, daß auch Italien seine Vertriebenengeschichte hat, die nicht minder „umstritten“ ist und zumindest bis vor wenigen Jahren noch einem massiven Tabu unterlag. Die Kontroversen über die deutschen und italienischen Vertriebenen weisen viele Parallelen auf, wobei sich in Italien (wie bei so vielen geschichtspolitischen Themen) zunehmend eine „revisionistische“ Tendenz durchsetzt. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Um die kleine „Antisemitismus“-Serie abzuschließen, ein Verweis auf einen klugen und aufschlußreichen Dokumentarfilm, den man hier kostenlos in englischer Sprache angucken an: in „Defamation“ macht sich der 1970 geborene israelische Regisseur Yoav Shamir auf die Suche nach dem – wirklichen oder vermeintlichen – Antisemitismus. (weiter…)
Veröffentlicht:
Dienstag, 9. Februar 2010, 14:00
Kategorie(n):
Revisionen
Schlagwörter:
Abe Foxman,
ADL,
Antisemitismus,
Defamation,
Holocaust,
Israel,
Norman Finkelstein,
USA,
Yoav Shamir Alle Beiträge von
Martin Lichtmesz (79)
Kommentieren deaktiviert
Zur Debatte gestellt
von Martin Lichtmesz
Wenn man noch irgendeinen Beweis dafür braucht, daß die Deutschen des beginnenden 21. Jahrhunderts das degenerierteste Volk auf diesem ganzen Erdball sind, dann sollte man sich den alljährlichen Hickhack um die Gedenkfeiern von Dresden zu Gemüte führen. Was hier geschieht, ist international beispiellos, und daß der Grad der Verkommenheit kaum mehr jemandem auffällt, ist Teil der Krankheit.
(weiter…)
von Martin Lichtmesz
Ein paar Bruchstücke zu einer immergrünen heiklen Debatte, die gerade wieder durch die Medien geistert. Im zeitgenössischen Diskurs beinhaltet die postulierte „Singularität“ der Judenfeindlichkeit in der Regel auch die Annahme eines Sonderstatus von „Auschwitz“ in der Geschichte der Genozide. Zumindest läßt sich das eine aus dem anderen logisch, ja zwingend ableiten. (weiter…)
von Martin Lichtmesz
Dies ist der Titel eines vergessenen Buches eines heute leider ebenso vergessenen Mannes: 1986 (noch vor der Waldheim-Affäre) wagte sich der österreichisch-jüdische Literatur- und Theaterkritiker Hans Weigel (1908-1991) an die „Umkreisung eines fatalen Themas“, nämlich des Antisemitismus.
(weiter…)