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Andreas Lombard: „Homosexualität gibt es nicht“ – eine Rezension

nowayvon Siegfried Gerlich

Der Umstand, daß hierzulande nicht mehr Homosexualität, sondern vielmehr Homophobie zum »sozialen Tod« führen kann, hat den Publizisten Andreas Lombard zu einer mutigen Widerrede bewogen. Als Provokation dürfte nicht wenigen Zeitgenossen schon der Titel dieses Großessays aufstoßen:

„Homosexualität gibt es nicht“ –  der Verfasser sucht es der homosexuell dominierten Gender-Ideologie, welche traditionelle Geschlechterrollen und Familienmodelle auf bloße »soziale Konstrukte« reduziert, scheinbar mit gleicher Münze heimzuzahlen.

Allerdings hat auch der US-amerikanische Historiker Robert Beachy seine jüngst erschienene Studie über die Anfänge des homosexuellen Szenewesens im Berlin des Fin de Siécle mit dem Untertitel »Die Erfindung der Homosexualität« versehen. Und zuvor hatte bereits Michel Foucault den modernen Typus des Homosexuellen als artifizielles »Produkt« eines Macht-Wissens-Dispositivs analysiert, welches unter dem Vorwand, unterdrückte Körper und verbotene Lüste zu befreien, letztlich nur eine gegenteilige, libertär-pornographische Totalerfassung der menschlichen Sexualität samt ihrer polymorphen Perversionen auf den Weg gebracht hat.

Vor diesem Hintergrund erinnert Lombard daran, daß der Begriff der Sexualität ursprünglich auf die Weitergabe von Leben bezogen war, bevor er sich von diesem natürlichen Bedeutungskern abkoppelte, bis auch wissenschaftlich nur mehr von Sexualität und Fortpflanzung die Rede war. Allein dank dieser semantischen Sterilisierung von »Sexualität« hat sich schließlich auch das Konzept einer gleichrangigen »Homosexualität« durchsetzen können, und freilich waren es insbesondere die Wortführer der »rosa« Schwulenbewegung, die von Anfang an die Vorzüge eines ebenso infertilen wie infantilen Lustprinzips bewarben, um gegen das lustfeindliche Realitätsprinzip der fruchtbaren »Brüter« eine anthropologische Revolte anzuzetteln.

Umso erklärungsbedürftiger ist die scheinbare Paradoxie, daß die von radikalen Queer-Fraktionen weiterhin als repressiv verfemten Institutionen Ehe und Familie mittlerweile zum höchsten Rechtsgut für Homosexuelle avancieren konnten, wobei sich noch heute nur eine kleine Minderheit für eine »eingetragene Lebenspartnerschaft« entscheidet.

Diese Wende in der offiziösen Homosexuellenpolitik steht nach Lombard im Zusammenhang mit den Expansionsinteressen eines milliardenschweren reproduktionsmedizinischen Marktes, dem die Propagierung futuristischer Lebensmodelle bestens ins Werbekonzept paßt. Immerhin wird mit der »Ehe für alle« und der »Regenbogen-Familie« eine von hybridem menschlichem Machbarkeitswahn diktierte »Kunstfamilie« geschaffen, welche die traditionelle »Naturfamilie« als archaisch und anachronistisch erscheinen läßt und darum schon bald auch für progressive Heterosexuelle vorbildlich werden könnte. Nicht zuletzt mit dem ethisch bedenklichen Rechtsanspruch auf Wunschkinder von Leihmüttern aus Samenbanken führen homosexuelle und biopolitische Interessensgruppen einvernehmlich einen massiven »Angriff auf das genealogische Prinzip« als solches.

Über die Sehnsucht vieler Homosexueller nach bürgerlicher  Normalität spricht Lombard nirgends herablassend, doch sieht er in der Simulation von Fertilität und Familialität durch künstliche Fortpflanzung und soziale Elternschaft immer auch eine narzißtische Kompensation jenes notorisch verleugneten Defizits der Homosexualität selbst, deren natürliche Folgenlosigkeit häufig mit manischer Getriebenheit und Bindungsabwehr einhergeht.

An einem Fallbeispiel, dem Lebensschicksal eines Mannes, der nach einer traumatisch gescheiterten Beziehung zu einer Frau die Flucht in die homosexuelle Subkultur antritt, veranschaulicht Lombard, wie leicht exzessives Partyleben und Promiskuität in einen Teufelskreis von Sucht und Selbstzerstörung hineinführen können – aber auch: daß gerade die Erfahrung von Ausgebranntheit, Krankheit und Einsamkeit die Rückkehr in die heilsame Normalität einer personalisierten heterosexuellen Dauerbeziehung vorbereiten kann, deren kleines Glück mehr wert ist als die große Freiheit anonymer Darkrooms.

Mit seiner Wahrnehmung, daß nach der Beseitigung politischer Diskriminierungen und seit der gezielten Förderung sexueller Diversitäten nur die innere Problematik der Homosexualität selbst ans grelle Tageslicht gekommen ist, dürfte Lombard, der soziologische Außen- und psychologische Innenansichten eindrucksvoll zu verblenden versteht, ebenso Anstoß erregen wie mit seinem Argwohn, daß die auftrumpfende Antidiskriminierungspropaganda der Homosexuellenlobby vor allem eine projektive Selbstentlastung darstellt.

Nicht minder pathologisch erscheint ihm der Beifall der dekadenten Mehrheitsgesellschaft, welche offenbar der Utopie sexueller Freiheit als einer »letzten Fata Morgana in der Wüste kollektiver Erschlaffung und Lustlosigkeit« bedarf. – In seinem philosophischen Weitblick wie seinem literarischen Feinsinn ragt dieses Buch mit Bekenntnischarakter unter den Publikationen zur Sexualpolitik unserer Tage allemal heraus.

Andreas Lombard: Homosexualität gibt es nicht. Abschied von einem leeren Versprechen, Waltrop/Leipzig: Manuscriptum, Edition Sonderwege 2015. 412 S., 22.80€ – hier bestellen.

19 Kommentare zu „Andreas Lombard: „Homosexualität gibt es nicht“ – eine Rezension“

  1. Hans

    Was mir aufgefallen ist, dass die exzessive HOMO-Propaganda vor 5 Jahren begann, ebenso die Aussetzung/Abschaffung der Wehrpflicht fallen in diesen Rahmen.

    Fakt ist, wer so geboren ist kann nichts dafür. Leider weisen Studien darauf hin, dass man sexuell sehr stark geprägt werden kann. Insebesondere während der Pubertät (siehe GENDER).

    Es wird nach meiner Auffassung alles getan, um die Bevölkerung des Deutschen/ der Weißen zu dezimieren und sie niederzuhalten.

    Das würde auch exzellent zu den Plänen von Thomas Barnett passen.

    Wer ein paar Gutmenschen aufklären will oder an Briefkästen vorbeikommt:


    http://www.pdf-archive.com/2016/01/24/flugblatt-immigration-als-waffe/flugblatt-immigration-als-waffe.pdf

  2. Siddharta

    Was mir sperrig erscheint, ist der Titel des Buches, das ich zugegebener Weise nicht gelesen habe. Evolutionsbiologisch ist es bis heute schwer zu begründen, warum es Homosexualität als eine höchstwahrscheinlich erblich bedingte sexuelle Strategie gibt. Dass es in den unterschiedlichsten Kulturen immer auch einen kleinen Bevölkerungsanteil mit gleichgeschlechtlicher Orientierung gab, daran besteht kein Zweifel.

  3. Eckesachs

    Zuerst Sprachbewaffnung:

    Der da ist homosexuell, ich bin NORMAL. Nicht die Begriffe übernehmen. Sie gaukeln uns unter der Tarnkappe der Wissenschaftlichkeit Unterschiedslosigkeit vor.

    Untersuchungen in den VSA haben ergeben, daß Männer, welche viele ältere Brüder haben, eher schwul werden.

    Dies könnte auf eine biologische Ursache hinweisen. In der Kleingruppe (die ursprüngliche menschliche Organisationsform) bedeutet eine hohe Anzahl männlicher Gruppenmitglieder eine Zunahme der Aggression. Der Homosexuelle (weibische) Mann zeigt weniger Aggression und übernimmt zum Teil weibliche Aufgaben, stellt keine Konkurrenz dar und fügt sich so als nützliches Mitglied in die Gruppe ein.

    Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt wiesen darauf hin, daß häufig jene Männer homosexuell werden, deren Mütter sich überfordert fühlten und oft über ihre Belastung im Haushalt klagten.

    Weiter wird von gutmenschlicher Seite gern angeführt, daß Homosexualität im Tierreich ,,verbreitet“ und damit normal sei.

    Zwar kommt es gelegentlich zu homosexuellen Paarbildungen bei Enten und Gänsen, diese sind jedoch selten von Dauer und meistens auf einen Weibermangel zurückzuführen. Sozusagen eine Notlösung, wie bei Männern im Gefängnis. Ist das echte Objekt verfügbar, ist das Schwulsein vergessen.
    So darf man auch schwule Pinguine deuten, die, unter Zoobedingungen gehalten, zum Propagandastück avancieren.

    Zur echten Homosexualität gehört aber noch etwas, das Wichtigste:

    der Vollzug des Geschlechtsaktes.

    Und diesen findet man bei Tieren NIE. Niemals.

    So sehr ein Ganter auch versucht den anderen zu begatten, er wird an der massiven Gegenwehr seines Fehlobjektes scheitern.

    Es ist und bleibt unnatürlich.

  4. Klackto

    Mal ein bisschen zur Begriffsklärung: Homosexualität kann nicht genetisch festgelegt sein, sonst wäre sie aus sehr naheliegenden Gründen erst niemals ins Genom hineinselektiert worden. Schliesslich macht Homosexualität unfruchtbar. Das Einzige, was Homosexualität theoretisch sein kann, ist, dass sie epigenetisch ist, also eine genetisch vorbestimmte, mögliche Prägungsvariante darstellt. Ein entscheidender Haken an allen (epi-)genetischen Theorien ibesteht darin, dass man dann die Möglichkeit in Betracht ziehen muss, dass auch die Abneigung gegen Homosexualität (epi)genetisch vorherbestimmt sein kann. Der Selektionsvorteiö bestünde darin, dass eine Gruppe genetisch verwandter Individuen unter bestimmten Umständen davon profitieren kann, homosexuelle Gruppenmitglieder auszuschliessen, insofern sie die Fortpflanzungsfähigkeit der Gruppe als Ganzes beeinträchtigen.
    Vielen passt Letzteres moralisch nicht ins Konzept, und versuchen, es zu leugen oder zu ignorieren.

    Abgesehen von all dem gibt es jedoch starke Hinweise darauf, dass Homoexualität oftmals eine Folge davon ist, im Kindes- oder Jugendlichenalter missbraucht worden zu sein. Wahrscheinlich gibt es jedoch beides, und die missbrauchten Homosexuellen, die nach allem Dafürhalten die Mehrheit darstellen, nutzen das Vorhandensein der geprägten aus, um sich dafür zu rechtfertigen, dass sie das verfolgen, was sie für ihre Interessen halten. Es kann ja jeder Homosexueller ein geprägter sein. Die generelle Akzeptanz von Homosexualität dürfte über Kindesmissbrauch also tatsächlich zu ihrer stärkeren Ausbreitung führen usw usf bis alle homosexuell sind. Das Alte Testament legt beredtes Zeugnis davon ab, dass unsere Altvorderen sich dieser Möglichkeit höchst bewusst waren, und sie als eine tödliche Gefahr für jede Gesellschaft ansahen. Sodom und Gomorrha sind die biblischen Sinnbilder dafür, welche Verfahrensweise mit solchen Gesellschaften der Gott des Altern Testaments für angemessen hielt. Eine interessante Verbindung besteht auch – Björn Höcke sei es zur angelegentlichen Kenntnisnahme empfohlen :-) – zur r/K-Theorie: r-Selektion unter Säugetieren bringt eine verstärkte Tendenz zur Homosexualität mit sich. Sieht man die Linke als soziokulturellen Ausdrick differentieller r-Selektion bei Hemo Sapiens, dann hat man also eine evolutionäre Erklärung dafür, warum die Linke so sehr auf Homosexualität abfährt.

    Im Spannungsfeld all dessen verwundert es nicht, warum die Homolobby sich nicht richtig festlegen will, was es mit Homosexualität denn nun auf sich hat. Alle Thesen haben aus Sicht der Homolobby ihre Vor- und vor allem aber auch ihre Nachteile. Also wird mal so mal so argumentiert und vor allem immer noch mehr Toleranz oder gar Akzeptanz gefördert. Die biblische Sicht jedoch entspricht dem, was man als zeitlose Wahrheit destillieren kann. Deswegen ist es so wichtig, sich der Homolobby entgegenzustellen.

  5. Aminius

    Der Text macht einen gravierenden Fehler, welcher von links gewollt ist: Er stellt die radikalen „Queer“-Organisationen als legitimiert dar. Wir dürfen ja dennoch nicht vergessen, dass Männlichkeitsideale und -bilder gerade unter einem Teil der Schwulen hochgehalten wird. O-Ton-Zitat: „Ich hasse Tunten, ich bin schwul, das bedeutet, ich stehe auf Männer“
    Diese Gruppen fallen aus rechter Sicht in den gleichen Korb, da sie selbstverständlich gegen einklagbare Rechte („Homo-Ehe“) nichts haben – gleichwohl aber nichts mit Gender zu tun haben. Gender wiederum ist weniger die Überhöhung der Homosexualität, sondern viel mehr der Transsexualität.

    Auch, inwiefern Homo- oder viel mehr Bisexualität mit der politischen Rechten zusammenhängen bleibt dabei unbeachtet. Die klassischen Heldenbilder oder weitere körperliche Idealisierung von Männlichkeit haben höchstwahrscheinlich einen Zusammenhang, ebenso wie der stehts mit Traditionalismus verbundene Fetischismus (Uniformen, Flaggenkult, etc)

    Auftrag der Neuen Rechten, wenn man es so nennen kann, kann also nicht die prinzipielle Verteufelung sein, sondern ein eigener Platz innerhalb des Gesellschaftsentwurf als Teil des Großen und Ganzen. Wenn auch die klassische Familie Mittelpunkt bildet, darf dies nicht bedeuten, dass es keine Alternativen gebeb kann

  6. Curt Sachs

    Danke für die kurze Rezension. Ich hoffe, das Buch ist so eindeutig wie sein Titel.

    M.L.: Zu Ihrem Leidweisen: Nein.

    Die bisherigen Kommentare unter der Rezension auf dieser Seite machen deutlich, wie tief sich die mentale Kapitulation vor der „Verschwulung“ bereits auch im rechten Lager eingenistet hat.

    So schreibt etwa „Aminius“:

    Auftrag der Neuen Rechten, wenn man es so nennen kann, kann also nicht die prinzipielle Verteufelung sein, sondern ein eigener Platz innerhalb des Gesellschaftsentwurf als Teil des Großen und Ganzen.

    Nein, lieber Amini, die Sodomie ist prinzipiell des Teufels, ebenso wie die Lüge hat sie keinerlei rechtmäßigen Platz. Wer allerdings meint, Gesellschaft könne man „entwerfen“, der meint vielleicht auch, für die eingebildete Homosexualität ein warmes Eckchen zu finden.

    M.L.: Count me in:
    http://www.sezession.de/4757/gabriele-kuby-und-die-homosexuellen.html

    Herzlich grüßt euch alle

    euer

    Curt

  7. Belsøe

    Es riecht immer ein wenig nach schlechtem Stil, anderen zu erklären, man wisse besser über sie bescheid als sie selbst. Jemanden in seiner Selbstdefinition und seinem eigenen Erleben so gar nicht gelten zu lassen, ist nämlich in der Tat Verachtung.

  8. Werner H.

    semantische Sterilisierung von »Sexualität«

    Treffend formuliert, genau so ist es. Der Begriff »Homosexualität« ist ein Oxymoron. Dunkel war’s, der Mond schien helle. Die Kirche hat immer von Sodomie und Sodomiten gesprochen.

    Auch des Katholizismus unverdächtige Evolutionsbiologen wie die Professoren Ulrich Kutschera und Hans Peter Klein weisen auf den Missbrauch des Begriffs »Sexualität« durch die Gender-Ideologen hin. Sie sehen ihre angeblich an Fakten orientierten naturwissenschaftlichen Theorien durch „universitäre Pseudowissenschaft“ gefährdet.

    Klein, FAZ
    Kutschera Interview, youtube

    Parmenides wusste vor zweieinhalbtausend Jahren bereits, dass von nichts nichts kommt. Demnach evoluiert auch nichts ohne hinreichende Ursache. Dennoch kann man wohl auch modernen Biologen zutrauen, etwas von Geschlechtlichkeit zu verstehen.

  9. Stolzer Schwuler

    Ach Gottchen, hier werden wieder Phrasenschweine gekloppt wie aufm Jahrmarkt. Vor 100 Jahren. Im Jemen. Ich möchte dem traurigen Mann mit der rührenden, selbsterdachten These, dass Tiere keine Homosexualität *praktizieren*, aufmunternd zurufen: Ähm, doch, sorry! Bei mindestens 1500 Tierarten ist homosexuelles Verhalten bisher beobachtet worden. Und bei rund 500 davon sind die Befunde auch sehr gut dokumentiert – Homosex inklusive. Zum Glück wissen die Tiere nicht, dass sie unnatürlich sind. Im Ernst. Am Stammtisch und bei Mama aufm Schoß kommen solche lustigen Theorien sicher saugut an. Im öffentlichen Raum stellt man damit nur seine eigene Dummheit unter Beweis. Liebe ist für alle da. Sogar für Dumpfbacken…

  10. @Aritoteles , ein eigener Platz ?Alternativen ?

    Weil es keine Homosexualität mehr gibt, gibt es vielleicht keine Priester mehr :
    http://www.kath.net/news/53770

    Hier sind die Alternativen:
    http://kath.net/news/41656

  11. Klackto

    @Stolzer Schwuler

    „Ach Gottchen…“

    Sprechen wir schon von Gott, so kann nicht oft genug darann erinnert werden, dass die Aussagen der Bibel zum Thema Homosexualität eindeutig sind, wasimmer links-grün versyphte westliche Lifestyletheologen Gegenteiliges behaupten mögen. Und was die Homoehe anbelangt, so ist die der biblischen Offenbarung derartig Anathema, dass sie dort nichtmal Erwähnung findet.

    „Bei mindestens 1500 Tierarten ist homosexuelles Verhalten bisher beobachtet worden.“

    Wir sind eben, auch das ist ein Kernthema der biblischen Offenbarung, keine Tiere, auch wenn manche Homos das vielleicht gerne hätten. Ausser, dass sie uns vielleicht einen Einblick ins homosexuelle Seelenleben gestattet, lenkt die affirmative Bezugnahme auf die Zoologie auch davon ab, dass Homosexualität wie gesagt eher öfter als seltener aus Missbrauchserfahrungen resultiert. Und wie ebenfalls gesagt hat die zoologische Medaillie zwei Seiten: In dem Masse, wie Homosexualität eine genetisch veranlagte Prägung sein kann, kann die Ablehnung der Homosexualität, ja die absolute Feindschaft zur Homosexualität, ebenso genetisch bedingt und damit natürlich sein.

    Es gibt zusammengefasst keinen Grund, stolz darauf zu sein, dass man „schwul“ ist, vor allem dann nicht, wenn man dafür alle intellektuelle Ehrlichkeit in den Wind schreiben muss.

  12. Klackto

    @Aminius

    „Auftrag der Neuen Rechten, wenn man es so nennen kann, kann also nicht die prinzipielle Verteufelung sein, sondern ein eigener Platz innerhalb des Gesellschaftsentwurf als Teil des Großen und Ganzen. Wenn auch die klassische Familie Mittelpunkt bildet, darf dies nicht bedeuten, dass es keine Alternativen gebeb kann.“

    Das ignoriert die Conditio Humana, welche die ewige Wahrheit beinhaltet, dass Homosexualität und Pädophilie sich durch Missbrauch ausbreiten wie ein Krebsgeschwür.

    @Belsøe
    l
    „Es riecht immer ein wenig nach schlechtem Stil, anderen zu erklären, man wisse besser über sie bescheid als sie selbst. Jemanden in seiner Selbstdefinition und seinem eigenen Erleben so gar nicht gelten zu lassen, ist nämlich in der Tat Verachtung.“

    Die Praxis lehrt, dass Therapeuten, die Homosexuelle behandeln und von ihrem Lebensstil abbringen, in der Tat besser über ihre Patienten Bescheid wissen als diese selbst.

    Die vielen Homos, die dem vorherrschenden Kult um ihre geschlechtliche Haltung _ver_fallen, tun sich natürlich selbst keinen _Ge_fallen damit, wie die mangelde Abwehrfähigkeit der Gesellschaft gegen die fortschreitende Islamisierung zeigt. Schadenfreude verbietet sich jedoch, wie auch angesichts der Tatsache, dass in der Ära nach dem Sylvesterpogrom immer nur noch zwei Prozent aller Frauen AfD-Wählerinnen sind.

  13. Herbert

    Bei mindestens 1500 Tierarten ist homosexuelles Verhalten bisher beobachtet worden. Und bei rund 500 davon sind die Befunde auch sehr gut dokumentiert – Homosex inklusive.

    Paul Vasey, Verhaltensforscher, sagt, bei einigen dieser Tiere gebe es nur eine einzige Beobachtung. In Tat und Wahrheit gäbe es nur eine handvoll Tiere, bei denen Homosexualität so häufig vorkomme wie bei Menschen und Affen.

    Bei Gänserichen schildert er homosexuelles Verhalten auch nur im Zusammenhang mit Weibchenmangel und bei den Makaken die er beobachtet, spricht er interessanterweise nur von weiblicher Homosexualität.

    Quelle: http://www.zeit.de/online/2008/22/homosexualitaet-tiere-interview

    Homosexualität ist auf alle Fälle nicht normal, entspricht also nicht der Norm. Dass sie existiert, darüber muss man wohl kaum diskutieren. Das ist auch nicht weiter tragisch, solange daraus keine politischen Forderungen abgeleitet werden. Wie habe ich unlängst gelesen? Homosexualität für einige wenige Leute mit exotischem Geschmack ein Weg, einen Orgasmus zu erreichen.

    Bei der Forderung nach der Homoehe geht es wohl weniger um die Schwulen die heiraten wollen, sondern darum, den Ehebegriff zu zerstören – die Auflösung aller Werte.

    Im Übrigen ist Sexualität wahrscheinlich nicht nur zur reinen Fortpflanzung da, sondern auch zur Paarbindung. Stellt sich die Frage, ob diese dann nicht auch wieder der Frotpflanzung dient.

    Es riecht immer ein wenig nach schlechtem Stil, anderen zu erklären, man wisse besser über sie bescheid als sie selbst.

    Nun, dann haben die meisten Psychologen und Ärzte wohl einen relativ schlechten Stil. Ich finde sie trotztdem ganz nützlich, zumindest letztere.

  14. Stolzer Schwuler

    Dass Psychologen und Ärzte Homosexualität als unnormal ansehen, ist auch schon ein paar Jahrzehnte her. Aber es gibt halt Menschen, die mit ihrer Bildung und dem gesunden Menschenverstand im letzten Jahrhundert steckengeblieben sind. In einer Demokratie muss man auch überholte Außenseitermeinungen (außerhalb der Norm) akzeptieren.

    Ich oute mich an dieser Stelle gern als Psychologe. Dass ich damit in ihren Augen doppelt unnützig bin, nehme ich gelassen zur Kenntnis. Respekt vor allen Menschen, vor allen Berufungen, vor allen Meinungen scheint mir ein für Sie gewinnreiches Streben zu sein. Geben Sie nicht auf, Veränderungen und Fortschritt sind möglich!

    Martin Lichtmesz: Interessant, und auch etwas apart, wie schnell Sie nach Beschimpfungen („Dumpfbacken“) zur leicht herablassenden Gönnerhaftigkeit übergehen und sich als großherziger Menschenfreund outen. Die Platte habe ich schon oft gehört. Dazu ein paar Dinge: 1. Sie würden sich wundern, wieviele rechte und konservative Schwule es gibt, die sich keineswegs mit der politisierten LGBT-Agenda identifizieren. Mit Renaud Camus und Jack Donovan werden demnächst gleich zwei Autoren dieser Art bei Antaios erscheinen. 2. Sie werden hoffentlich noch erleben, wie schnell eine vermeintlich „überholte Außenseitermeinung“ wieder in der Mitte und an der Spitze des öffentlichen Konsenses stehen kann. Wäre nicht das erste Mal in der Geschichte. Rechte sind heute die neuen Schwulen, insofern warten wir ab… ;-) 3. Dem Rezensenten Siegfried Gerlich werden Sie schwerlich das Wasser reichen können, was seine Kenntnisse der Psychoanalyse und den psychologischen Tiefenblick betrifft. Derlei wird hier also keineswegs als „unnützig“ betrachtet. 4. Geben Sie nicht auf, Ihrem beeindruckenden Bildungshorizont eine Chance auf Erweiterung zu geben, und beispielsweise das fragliche Buch zu lesen. Vielleicht verhilft es auch Ihnen zu dem einen oder anderen Erkenntnisfortschritt!

  15. Klackto

    @stolzer Schwuler

    „Dass Psychologen und Ärzte Homosexualität als unnormal ansehen, ist auch schon ein paar Jahrzehnte her.“

    Es ist auch schon ein paar (sogar mehr als nur ein paar) Jahrzehnte her, dass Psychotherapeuten vor allem von Privatpatienten lebten. Heutzutage kommt (a) kaum einer ohne die Krankenkassen über die Runden und (b) ist jeder zur Erhaltung seiner Approbation genötigt, einer offiziellen Vereinigung znzugehören. Ergo hat die politische Korrektheit auch den Psychotherapeutenstand fest im Griff. So waren die Kinderpsychologen bis vor ein paar Jahren (nicht Jahrzehnten) immerhin noch offiiziell der Meinung, dass ein Kind am besten bei Mama und Papa aufwüchse. Jetzt negieren sie ihre Berufsethik, indem sie offiziell die Homo-Ehe gutheissen. Ausserdem behandeln sie Traumata, die auf frühsexualisierende Homoropaganda an den Schulen zurückgehen. Nicht jeder zehnjährige steckt es halt so eben mal weg, wenn er übers a…e f..ting „aufgeklärt“ wird. Das wird nur nicht an die grosse Glocke gehängt, ist aber ein Kleinvieh, welches auch Mist macht, z.B. in Städten wie Berlin. So lebt der Wohlfartsstaat, das kann hier ebenfalls mal wieder angemerkt werden, von den Problemen, die er selber schaftt.

    Und der im doppelten Wortsinne alllerletzte Schrei kommt natürlich wieder mal aus Angelsachsenland und Skandinavien: Geschlechtsumwandlungen bei Kindern. Das sind einstweilen noch Einzelfälle, aber es wird von gewissen (Homo-?)Psychologen gepusht. Früher war das praktisch unbekannt, jetzt gibt es schon Dutzende Fälle.

    Und der Homo-Lebensstil ist in vielen Fällen äusserst ungesund, und da reden wir nch gar nicht mal über HIV. Deshalb finden manche Homos – Gott sei Dank – doch den Weg zu einem Therapeuten, der noch ein paar Tassen im Schrank hat. Der wird es dann auch nicht an die grosse Glocke hängen, wie er ihn behandelt. Es ist alles eine riesengrosse Heuchlerei, nein Schweinerei, auf dem Rücken der Gesellschaft und vor allem der Kinder.

  16. Winston Smith 78699

    @ Klackto

    Homosexualität kann nicht genetisch festgelegt sein, sonst wäre sie aus sehr naheliegenden Gründen erst niemals ins Genom hineinselektiert worden.

    Es geht mir jetzt nur um dieses Argument und nicht um eine Tatsachenbehauptung zur Biologie. So weit ich weiß ist aber auch die sexuelle Fortpflanzung nur eine von verschiedenen Möglichkeiten, also ontologisch nachrangig zu Mutation und Selektion. Tiefer angelegt ist also die (teleologisch gesagt „testweise“) Variation JEDES Parameters. Damit möchte ich um Himmels willen nicht angedeutet haben, dass Schwule in einem abwertenden Sinne Mutanten seien, nur dass mich die Folgerung nicht überzeugt.

    @ Stolzer Schwuler und @ Martin Lichtmesz und @ Klackto
    Vielleicht kann ich der Auseinandersetzung und ihrem Subtext nicht ganz folgen, aber ich frage mich, ob nicht die Thematik etwa in diesem Artikel schon auf ein anderes Niveau gebracht wurde, auf dem sich vielleicht Scheingefechte auflösen könnten:
    http://www.sezession.de/20460/vom-schwulen-eros.html

    Als ziemlich Außenstehenden würde mich übrigens interessieren, was die Anwesenden von der These halten, dass bisexuelle Veranlagung bzw. Neigung unter Frauen viel verbreiteter (wenn nicht gar eine verschwiegene Normalität) ist.

  17. Stolzer Schwuler

    Jemand, der Homosexualität „therapiert“, macht sich strafbar und nicht von ungefähr. Der angerichtete Schaden ist irreparabel – genauso wie übrigens Homosexualität. Die Ex-Gay-Bewegung hat längst selbst eingesehen, dass eine “ Heilung“ unmöglich ist. Warum sollte man das überhaupt heilen wollen? Ich bin sehr glücklich damit und kann es nur weiterempfehlen. ;)

    Der Umgang mit Homosexualität ist Gradmesser der Einhaltung der Menschenrechte eines Landes. Aber die findet ihr wahrscheinlich eh überbewertet. Ab nach Saudi-Arabien! Da erspart ihr euch auch Frauenrechte, Demokratie und Schnee.

    M.L.: Sie sind offensichtlich nicht ganz up-to-date, worum es hier überhaupt geht. Kommen Sie wieder, wenn Sie sich schlau gemacht haben. Nur Mut, Veränderungen und Fortschritt sind möglich!

  18. Der_Jürgen

    @Aminius

    Einspruch. Ich rede keineswegs einer Wiedereinführung des Paragraphen 175 das Wort (vermutlich wird es unter den Autoren und Lesern von Sezession kaum welche geben, welche einvernehmliche homosexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen unter Strafe stellen möchten), doch irren Sie sich, wenn sie annehmen, die Homosexualität habe in unserer Gesellschaft einen rechtmässigen Platz. Dass es geniale homosexuelle Kulturschöpfer gab und gibt (zu meinen Lieblingsautoren gehört Oscar Wilde, zu meinen Lieblingskomponisten Tschaikowski), heisst gar nichts, denn schliesslich gab es auch geniale Morphinisten (Baudelaire) und geniale Alkoholiker (Poe).

    Homosexualität ist eine Krankheit oder zumindest eine schwere Verhaltensstörung. Man lese hierzu „Homosexuality and the Politics of Truth“ von Dr. med. Jeffrey Satinover (Grand Rapids 1996). Die dort – und in anderen wissenschaftlichen Studien – angeführten Statistiken über die im Vergleich zu Heterosexuellen um rund zwei Jahrzehnte niedrige Lebenserwartung der Schwulen, die extrem hohen Selbstmordraten Homosexueller sowie die ungeheure Verbreitung von allerlei Krankheiten in der homosexuellen Gemeinschaft müssten jeden verstummen lassen, der Homosexualität als „normal“ einstuft.

    Laut Satinover (S. 44) berichteten 37 % von 1001 Schwulen, die sich in Kliniken von Geschlechtskrankheiten heilen liessen, sie seien vor Erreichen des 19. Altersjahr von älteren Männern zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder verführt worden. Andererseits liefern Forschungen an eineiigen Zwillingen deutliche Hinweise darauf, dass Homosexualität nicht erblich bedingt ist. Nach dem „Schwulen-Gen“ suchen die Genetiker ebenso vergebens wie die Mediziner nach dem „Aids-Virus“. Von eineiigen Zwillingspaaren, bei denen der eine Zwilling homosexuell ist, trifft dies nur in 11 % der Fälle auch auf den zweiten zu. Informationen hierzu findet man im Internet.

    Sie,

    @stolzer Schwuler

    haben also herzlich wenig Grund, auf Ihre Veranlagung stolz zu sein, so wenig wie ein Tuberkulosekranker Anlass hat, sich als „stolzer Tuberkulosekranker“ vorzustellen. Krank zu sein ist keine Schande, mit seiner Krankheit zu prahlen, statt sich behandeln zu lassen, hingegen sehr wohl. Wie Satinover in erwähntem Buch darlegt, liegen die Heilungschancen bei stark motivierten Homosexuellen bei fast 100 %. Freilich muss der Wunsch nach Heilung vorhanden sein, genau wie er bei Alkoholikern oder Drogensüchtigen vorhanden sein muss, sonst nützt auch die beste Therapie nichts.

    Und noch etwas: Den von Ihnen eingeforderten „Respekt vor allen Meinungen“ hat kein einziger Autor und Leser dieses Forums, kein einziger. Niemand von uns respektiert einen Antifanten, der am 13. Februar in Dresden „Bomber Harris, do it again“ skandiert, und niemand von uns bringte einem IS-Fanatiker, dessen höchste Leidenschaft das Kopfabschneiden ist, auch nur einen Funken von Respekt entgegen. Sie haben sich also offenbar auf das falsche Forum verirrt. Man wünscht Ihnen hier nichts Böses, möchte aber in Zukunft möglichst wenig, oder am Besten gar nichts mehr, von Ihnen hören.

  19. Eckesachs

    @Stolzer Schwuler“

    ,,In einer Demokratie muss man auch überholte Außenseitermeinungen (außerhalb der Norm) akzeptieren.“

    Tue ich ja. Deshalb reden wir beide miteinander.

    ,,Ich oute mich an dieser Stelle gern als Psychologe. Dass ich damit in ihren Augen doppelt unnützig bin, nehme ich gelassen zur Kenntnis.“

    Hier werten Sie. Sie interpretieren etwas in Aussagen hinein, das Sie gerne hineininterpretieren wollen.

    Jedoch gebe ich Ihnen recht. Psychologen halte ich dann für ganz unnütz, ja schädlich, wenn sie Behavioristen sind.

    Echte Wissenschaftler wie Rushton, Eysenck oder Jensen sind selbstverständlich nicht gemeint.

    Wenn Sie ein bevavioristischer Psychologe sind, halte ich Sie für unnütz. Aber nicht doppelt, nur einfach und das reicht ja auch.

    Über Ihre sonstigen Qualitäten kann ich nicht urteilen. Wenn Sie Ihren kleinen Defekt allerdings zum Politikum erheben und daraus besondere Befähigungen oder Rechte ableiten möchten, dann sind Sie doppelt unnütz.

Diskussion geschlossen. :-)

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