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lichtmesz Martin Lichtmesz


Spielfeld: Gebt den Kindern das Kommando!

wirhelfengerneNachdem ich mit Genugtuung zur Kenntnis genommen hatte, daß nun auch der Tagesspiegel fette Werbung für „Das Heerlager der Heiligen“ macht, hatte ich gestern meinen inzwischen leider täglichen Raspail-Moment, als ich nacheinander zwei Meldungen zum Thema „Flüchtlingskrise“ las.

Auf der Netzseite Epoch Times las ich einen Augenzeugenbericht eines pensionierten Majors von der österreichisch-slowenischen Grenze in Spielfeld, der bereits am Samstag veröffentlicht wurde. Dort sind in den letzten Tagen erneut mehrere tausend Menschen illegal in österreichisches Staatsgebiet eingedrungen, ohne daß sie auf den geringsten Widerstand gestoßen wären.

Aus seinem Bericht:

21. Oktober 2015: Heute ist der schwärzeste Tag in meinem Leben.  Ich musste mit eigenen Augen mit ansehen, wie um 11.30 etwa 5.000, durchwegs junger, durchtrainierter Männer, die Österreichische Grenze bei Spielfeld, völlig ungehindert und unkontrolliert, durchbrochen haben. Der Österreichische Staat hat zur Durchsetzung seiner Souveränität und zum Schutze der Österreichischen Bevölkerung seine Polizei- und Militärkräfte vor diesem Ansturm kapitulieren lassen. Ich musste mit ansehen, wie über eine Stunde etwa 5.000 Okkupanten in bedrohlicher, arroganter und auch aggressiver Art und Weise wie selbstverständlich Österreichisches Staatsgebiet besetzten, ungeniert ihre Notdurft verrichteten, Müll in völlig unzivilisierter Manier einfach wegwarfen – all das sieht der Durchschnittsösterreicher nicht. Über all diese Ungeheuerlichkeiten berichten unsere Lügenmedien nicht. (…)

Es stellt sich nicht die Frage des Könnens, sondern nur die des Wollens. In unserer verweichlichten Gesellschaft werden wir den einmarschierenden Kräften wohl nichts mehr entgegensetzen können, wenn noch mehrere Hunderttausende einmarschieren dann Gnade uns Gott! Wer diese jungen Männer sieht, der weiß, dass ein Großteil militärisch ausgebildet und kampferprobt sein muss, denn nicht zufällig erfolgt die Okkupation fremden Territoriums so diszipliniert und planvoll. Die Verbindung durch elektronische Geräte ermöglicht es ihnen das Gewaltmonopol unseres Staates problemlos auszuhebeln.

Kurz darauf bekam ich einen Link von der ORF-Mediathek zugeschickt. Titel der kurzen Reportage: „Schulkinder laufen für Flüchtlinge“. Anmoderiert wurde sie folgendermaßen:

Man kann, wie man sieht, sich vor Flüchtlingen fürchten – oder einfach auf sie zugehen! Kinder haben da meist den besseren „Zugang“ – wörtlich zu verstehen. 230 Volksschüler und Kindergartenkinder im Lechtal haben für ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler die Laufschuhe angezogen – einerseits um Geld zu sammeln, andererseits um uns Erwachsenen zu zeigen, dass man sich vor Asylwerbern… alles andere als fürchten muss.

Dann der Text der Reportage, die wie ein vierzig Jahre altes Stück sozialistischer Propaganda wirkt:

Sonne in den Bergen, Nebel im Tal, minus vier Grad. Nicht unbedingt ideales Laufwetter in Elmen im Lechtal. Doch die Kinder sind alle gekommen, um Solidarität zu signalsieren, um die aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen zu unterstützen, und damit auch ihre neuen Mitschüler.

Dann sind ein paar herzige Einwandererkinder aus drei „Flüchtlingsländern“ – Vereinigte Emirate(?), Irak (hm, hm), Mongolei (??) – zu sehen, die ihre Sprüchlein aufsagen und nicht gerade den Anschein erwecken, als wären sie eben erst jetzt im Lechtal (Tirol, weit weg von den Brennpunkten der Invasion) eingetrudelt. Dann laufen die Kinder fröhlich multikultibunt vereint los, „jeden einzelnen gelaufenen Kilometer lassen sich die Kinder“, die zweifellos aus spontaner eigener Initiative und aus freien Stücken aufmarschiert sind, „von Sponsoren bezahlen“. Schneebedeckte Bergspitzen, Täler, Wälder, laufende Kinder, dramatisch-triumphale Musik wie aus einem Kinofilm.

Luca, 8 Jahre:

Wir machen den Lauf, daß die Flüchtlinge a Gehalt kriegen und daß sie halt was Guats kaufen können, zuam Essen wos, a Haus oder so… und des is, des isch guat daß ma des mochen.

Jacqueline, 9 Jahre:

Ich mache es, damit ich die Flüchtlinge helfe, daß sie gesund und munter bleiben.

Simon Walch, Leiter der Volkschule Elmen:

Bei Kindern in der Schule hab ich mitkriegt, da gibt’s keine Grenzen. Kinder sind da offen für alles, und für jedes und für Neues. Und das ist eigentlich das Schöne und des muaß ma unterstützen und a den Großen zeigen, daß ma wirklich für die Sache offen ist. Und wie die Idee entstanden ist, da hat’s koa Wenn und Aber gebt in da Schual, sondern jeder ist sofort dahinter g’standen. Und des war die tolle Sache. Und des macht uns eigentlich sehr stolz.

Kommentar aus dem Off, während die Kinder über den gesammelten Betrag von 1250 Euro in die Kamera jubeln:

Und vielleicht hilft der Lauf auch den Erwachsenen, ihre Ängste abzubauen, den ersten Schritt dazu haben jedenfalls die Kinder gemacht.

Vorschlag zur Güte: Man sollte die lieben Kleinen schleunigst nach Spielfeld schicken, damit sie den Erwachsenen zeigen, wie man einfach auf Flüchtlinge zugeht und seine Ängste abbaut. Die armen Leute dort sind immer noch ein bißchen unlocker und nicht offen genug für „Neues“.

Ich weiß, er hat nur seinen Job getan. Aber ich hoffe für das Seelenheil des Fernsehansagers, daß er sich nachher aus Scham über sich selbst in einem stillen Winkel ins Koma gesoffen hat.

 

Bild: Screenshot ORF-Mediathek.

65 Kommentare zu „Spielfeld: Gebt den Kindern das Kommando!“

  1. Gustav Grambauer

    Wenn ich nachts wieder schweißgebadet aus Alpträumen aufgewacht bin, dann habe ich wieder davon geträumt, wie an unseren „Schulen“ (—> „transformierte“ „Lernwerkstätten“) die „Kompetenz“ „Glück“ „ganzheitlich“ (—> totalitär) und nachhaltig“ (—> irreversibel) „internalisiert“ wird.

    http://www.google.de/search?hl=de&biw=&bih=&q=glücksunterricht&gbv=2&sa=X&as_q=&nfpr=&spell=1&ved=0CBEQvwVqFQoTCIKJjuLF5MgCFQpYFAodBJQB_w

    - G. G.

  2. P.-Eugen

    „Wir kommen in eine Zeit, in der Worte durch Taten beglaubigt werden müssen.“
    Treffender als Dominique Venner hätten man es kaum formulieren können.

    Jedes Wort ist geschrieben, jeder Satz gesagt – es ist 12, Freunde, Punkt 12!

  3. Gustav Grambauer

    Die Frau, die in den 70er Jahren „Sind so kleine Hände“ gesungen hat.

    http://www.spiegel.de/video/bettina-wegner-ueber-rebellion-protest-und-solidaritaet-video-1613124.html

    „Kinder an die Macht“ heißt nur „Erwachsene weg von der Macht“: so ist die demonstrativ ins Bild gezerrte Mülltonne zu verstehen.

    - G. G.

  4. Treverer

    Von der Wiege bis zur Bahre…Eine totalitäre Ideologie muß die Menschen möglichst früh ergreifen, sonst kommen sie noch auf eigene Gedanken. Auf keinen Fall dürfen persönliche Erlebnisse der Ideologieverankerung im Wege stehen, weshalb selbst die „persönlichen Erlebnisse“, wo immer möglich, staatlich strukturiert werden. Was wahr ist, und was nicht, entscheidet sich subjektiv immer noch in der Wahrnehmung.

    An dem Konzept der staatlichen Indoktrination von Kindern hat sich seit der Jakobinerphase der Französischen Revolution, in der es entstanden ist, nichts Wesentliches mehr verändert.
    „Bis zum fünften Lebensjahr gehören die Kinder der Mutter, wenn diese sie gestillt hat, danach bis zum Tode der Republik“ (Antoine de Saint-Just).

  5. Carsten

    Mal ehrlich: Den Tageslügel-Artikel habt ihr doch selbst verfasst, oder? Oder habt ihr den Autor fett bestochen? Eine bessere Werbung als diesen offensichtlichen Schwachsinn („Lesewarnung!“) kann es für das Buch gar nicht geben. Schon der Einstieg („xenophob und rassistisch…“) ist so krank, dass ich euch sofort durchschaut habe. Hehe, genial gemacht!

  6. Stil-Blüte

    @ Mir graust schon vor dem Totenkopf-Hallowin. Mir graust vor Weihnachten, wenn das Christuskindlein aus seinen Windeln gezerrt und als Schutzschild u n d Waffe aus dem Stall in die Öffentlichkeit gezerrt und zum Flüchtlingskind u n d zur Trophäe (es gehört uns) wird. Armes Christuskind. Armes Deutschland, Armes immer wieder besiegtes u n d beklopptes Deutschland.

    ‚Mißbrauch‘ – der Begriff sollte weiter gefaßt werden. Wenn die Netzbetreiber nun auch angehalten werden, nicht nur sexuellen, sondern auch politischen Mißbrauch zu ahnden, wäre es ja nur folgerichtig, dies auch in der Wirklichkeit zu tun.

    Einen Trost gibt es: Jahrzehntelanger politischer totalitärer Mißbrauch der Kinder in der DDR hat in den Hirnen und Herzen der Kinder weniger Unheil stiften können als die einschmeichelnde perverse Unterhaltungsindustrie des Westens zur gleichen Zeit.

  7. Arminius Arndt

    Jedes Wort ist geschrieben, jeder Satz gesagt – es ist 12, Freunde, Punkt 12!

    Es ist leider schon mehr als 5 nach 12 und es kann daher jetzt nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Den Schaden zu minimieren ist unsere Pflicht.

  8. donna_alta

    Mein Mann meinte gestern zu mir, daß ich das alles zu sehr an mich heran lassen würde und das meiner Gesundheit nicht gut täte. Er hat recht. Ich kann kaum noch schlafen, wache mit Herzrasen auf und fühle mich ausgebrannt.

    Doch wie kann es gelingen, die Realität so auszublenden, wie bei oben beschriebener Lehrerin und anderen zahllosen „Aktivisten“ geschehen?
    Auch wenn Verzweiflung und Wut mich immer mehr einzunehmen drohen. Das darf mich nicht sprachlos machen. Ja, ich habe zum Glück das Wort und ich spüre, wie es mich selber auch stark und mutig macht, wenn ich es ausspreche.

    Und ich nenne es beim Namen: Das ist Kindesmißbrauch.

  9. Nordlaender

    „Aber ich hoffe für das Seelenheil des Fernsehansagers, daß er sich nachher aus Scham über sich selbst in einem stillen Winkel ins Koma gesoffen hat.“

    Die Scham, sie ist des Menschen Zier. Doch weiter kommt man ohne ihr. Treffende Worte, Herr Lichtmesz.

    Wertvolle Anregungen von der Staatssicherheit gefunden. Wie umgehen mit den Kindern von Eltern aus einem Gesinnungsumfeld, das weit jenseits dessen liegt, was unter Demokratinnen und Demokraten noch als diskutierbar durchgeht?

    “Welches Verhalten konnten sie bei den Kindern der rechtsextremen Eltern beobachten?
    Wir haben im Team überlegt, ob uns da was auffällt. Meine Kollegin findet die Kinder sehr gut erzogen. Die sind sehr exakt und genau.Ich finde die Kinder seltsam.Viel zu ruhig,spielen viel alleine oder als Geschwister miteinander. Seit dem ich weiß, dass die Familie auch mit anderen Familien in solche Lager fährt, finde ich es eher unheimlich, dass die Kinder überhaupt nichts erzählen. Ich bohre da nicht nach, weil ich die Kinder nicht in die Bredouille bringen will. Eigentlich tun sie mir leid, denn sie können ja nichts dafür, wo und wie sie aufwachsen.”

    http://aas17b.wegewerk.org/w/files/pdfs/lola-handreichung-internet.pdf

    http://sciencefiles.org/2015/10/23/vergifter-des-sozialen-klimas-wuerden-sie-dieser-kindergaertnerin-ihr-kind-ueberlassen/#comments

  10. Exmeyer

    Herr Lichtmesz, ein Zitat aus dem Zitat: “ In unserer verweichlichten Gesellschaft werden wir den einmarschierenden Kräften wohl nichts mehr entgegensetzen können …“

    Dazu:

    1. Diese Gesellschaft ist weich.
    2. Gründe dazu sind vielfältig.
    3. Man braucht eine nichtweiche Gesellschaft.
    4. Die alte, weiche, wird aber nicht erhärten.
    5. Sie wird auch nicht Platz machen. Sie kann also nicht ersetzt werden.
    6. Man braucht dennoch eine harte, also eine NEUE.
    7. Diese Neue muß PARALLEL entstehen.
    8. Die alte wird langsam aussterben. Die Neue hat eine Chance zu bestehen.
    9. Individuelle Härte. Kollektive Kooperation.

    Vorbild: Andreas Hofer
    Der Herr Major sollte sich zusammennehmen!

    Dazu: Während – meiner Wahrnehmung nach – die Bundesheersoldaten aller Grade besser sind als die der Bundeswehr – im Durchschnitt natürlich –, ist es bei den Offizieren genau andersherum. Ich habe dort mehrfach Entscheidungsunfähigkeit gesehen. Da haben sich hohe Stabsoffiziere von einem einfachen Bundeswehroffizier die Entscheidung in operativen Fragen eines größeren Verbandes abgeholt. Nicht nur einmal. Und zwar jedesmal unter Zeitdruck. Jede Entscheidung wäre richtiger gewesen, als eine verzögerte. Anstatt Vorbefehle zu erlassen (die alle Entscheidungsmöglichkeiten abgedeckt hätten) wurde das ausdiskutiert … !!! Und dann im Patt der Argumente und im Fortschritt der Zeit ein Flachdeutscher gefragt.
    Ja, ich habe auch kernige Bundesheeroffiziere kennengelernt. Aber dieses permantente Ausdskutieren von Entscheidungen innerhalb einer Operationsabteilung hatte mich schockiert.

    Ein Offizier sollte nicht nur die Lagebeurteilung herausposaunen, „wir sind verloren“, sondern auch die Kernentscheidung entwickeln. Was ist zu TUN!

  11. Arminius Arndt

    Einen Trost gibt es: Jahrzehntelanger politischer totalitärer Mißbrauch der Kinder in der DDR hat in den Hirnen und Herzen der Kinder weniger Unheil stiften können als die einschmeichelnde perverse Unterhaltungsindustrie des Westens zur gleichen Zeit.

    Stil-Blüte,

    das kann man auch anders sehen. Die hohen Wahlerfolge der Linken, eine Kanzlerin mit DDR-Biografie, die das Ganze im hohen Maß verschuldet hat, der in der deutlichen Mehrheit in Mitteldeutschland vorhandene Atheismus, die Linksradikalen von Leipzig und anderes zeigen, wie gründlich der Sozialismus am Werk war. Bilden Sie sich wg. 30tsd Pegidisten nicht ein, da „drüben“ sei irgendetwas besser.

    Dresden hatte am 31.12.2014 lt. veröffentlichen Zahlen 536 308 Einwohner. Da sind 30tsd Demonstranten gerade mal gerundete ca. 5,6 % davon. Wenn man bedenkt, dass die meisten gar nicht aus Dresden selber kommen, relativiert sich alles doch ein bisschen.

    Aber ich will den selbsternannten Besserdeutschen nicht den letzten Rest an Selbstbewusstsein absprechen. Als ehem. BR Dtl. (West) Bewohner geht einem nur diese immer wiederkehrende Selbstbeweihräucherung, und sei es nur in Nebensätzen, auf den Nerv, da er nicht zielführend ist.

    Wenn rasch eine Wende kommt, dann derzeit am wahrscheinlichsten von der verhassten CSU, die als Westpartei in Bayern noch am ehesten resonanzfähig auf Stimmungen in der Bevölkerung ist (und damit auch auf Pegida! Diese grenzüberschreitende Wirkung will ich nicht verkennen). Mal sehn, ob Seehofer am 01.11. tatsächlich Taten auf seine markigen Worte folgen lässt. Er hat sich mit seinem Gerede die Latte verdammt hoch gelegt. Ich schwenke daher mit meiner persönlichen Einschätzung im Hinblick auf eine Wehrhaftigkeit der CSU von bisher 0,0 auf geschätzte – hm, was für eine Zahl nehme ich? – 5,6% :)

    Also eher nur eine mini- minimale Restchance.

  12. Ein gebürtiger Hesse

    Bei PI-News warnt man vor manchen Videos, gerade wenn es um den IS geht, gerne mit den Worten: „Vorsicht, sehr grausame Bilder!“ Vor dem oben verlinkten ORF-Propaganda-Filmchen sollte eigentlich das Gleiche stehen, wenn auch aus anderen Gründen. Denn was ist schlimmer als der Anblick kleiner Kinder, die von der Pro-Asyl-Mafia ihrer Schulen so derart perfekt indoktriniert und auf Linie gebracht worden sind? Das natürliche Moment der Gutgläubigkeit und Unschuld in den Kinderstimmen, wenn sie all die vorgestanzten Lügen nachplappern, schmerzt ganz besonders.

    In seinem jüngsten Vlog berichtet Sellner ebenfalls von einem Erlebnis mit einem konditionierten Kleinkind, das in dem Fall für die lieben guten Invasoren eintritt, indem es nach den bösen rechten Hetzern schlägt: https://www.youtube.com/watch?v=zVzmqzyIgKQ (ab Minute 6)

  13. Wolf Larsen

    Ich kann mir wirklich nicht viele Dinge vorstellen, die noch schäbiger wären, als Kinder für derlei Propaganda zu benutzen.
    Höchsten vielleicht, geistig Behinderte für „mehr Toleranz“ und „gegen Xenophobie“ einzusetzen. Dabei lässt man diese dann brav Texte aufsagen, die sie zuvor stundenlang pauken mussten, um sie dann „treudoof“ in die Kamera „wimmern“ zu können. Das dürfte die Herzen der Bessermenschen vor lauter „Empathie“ geradezu zum Bersten bringen.
    Wundern würde es mich nicht. Diesen Ideologen einer „besseren Welt“ traue ich wirklich jede nur erdenkliche Sauerei zu.

  14. Exmeyer

    1.
    Nicht die Linkswähler sind das Problem, 0%.
    Die FDP-, CDU-und CSU-Wähler sind es: 100%.

    2.
    Nicht der Osten, schon gar nicht das Tal der Finsternis, ist das Problem.
    Der Westen ist es. (Sagt ein Wessi!)

    3.
    Atheisten? Ohne selbst einer zu sein: Was hat das mit der „Tsunamigration“ und dem Unwillen, sich zu WEHREN, zu tun?

  15. Volker Spielmann

    Europa dürfte unter der Völkerwanderung recht schnell zusammenbrechen

    Der Zustand der europäischen Staaten läßt keinen Zweifel aufkommen: Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland leiden schon heute unter einer Jugendarbeitslosigkeit von 50% und grundsätzlich darf man die allgemeinen Arbeitslosenzahlen getrost verdoppeln, da es auszuschließen ist, daß die anderen europäischen Regierungen ihre Aufstellungen weniger schönen als dies die hiesigen Parteiengecken tun, hinzu kommen ein gewaltiger Schuldenberg und eine erdrückende Steuerlast. Den europäischen Staaten werden also schon sehr bald die milden Gaben zur Besänftigung der Eindringlinge ausgehen und Arbeit gibt es für diese wie schon gesagt eben keine und so werden diese zum Erlkönig werden: „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“ Sprich die europäische Bevölkerung niedermetzeln und sich deren Besitz gewaltsam aneignen, zumindest verliefen so mehr oder weniger alle geschichtlichen Völkerwanderungen und mit der morgenländisch-afrikanischen wird es wohl kaum anders sein.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  16. Desprecio

    @ „donna alta“

    Man muß ja nicht immer alles selbst kommentieren.

    Sie haben es kurz und bündig als das benannt, als was dieser Vorgang
    ohne wenn und aber zu bezeichnen ist : Kindesmißbrauch !

    Desprecio

  17. Nordlaender

    @ Wolf Larsen

    „Höchsten vielleicht, geistig Behinderte für „mehr Toleranz“ und „gegen Xenophobie“ einzusetzen.“

    Da geht noch was: BUNT ist behindert.

    https://www.youtube.com/watch?v=qQqrDbqEa6I

  18. ingres

    Die Einschläge kommen näher (bzw. sie sind jetzt unmittelbar). Hier hat man jetzt die Jugendherberge mitten im Wald als Refugee-House eingerichtet (mit namensgleichem Hinweisschild).
    Ich mußte es nicht gelesen haben um zu wissen, dass sie „kontaktfreudig“ sind und sie einem auf dem Rad anhalten.

    Heute haben sie mich zum ersten mal angequatscht als ich mit dem Rad vorbei bin. Sechs, vielleicht jeder höchstens 3/4 von mir. aber da ich sogar in der Schule noch Bruchrechnung gelernt habe weiß ich, dass 6*3/4 = 18/4 oder 4 1/2 ist.
    Es war günstig an der Mündung des Waldwegs auf die Hauptstraße und zuvor hatten sie die Straße für ein Auto nach rechts räumen müssen, so dass ich unauffällig links vorbei konnte (denn ansehen ist ja kritisch). Verstanden habe ich nichts. Wahrscheinlich hätten sie mir nichts getan (da sind nämlich auch relativ viele Frauen mit einquartiert, da kann man in relativ gesitteter Umgebung (denn die Jugendherberge ist im Prinzip ein Luxusquartiet) von größerer Friedfertigkeit ausgehen) aber wer weiß wie die das verstehen wenn man nicht gut in verbaler Kommunikation ist.

    Ich werde jetzt doch schweren Herzens die Stecke ändern müssen; denn man weiß nicht was passieren kann; denn man ist da letztlich allein auf sich gestellt. Aber die nächsten 6 Monate ist eh kein Rasen mehr drin und da gibt es dann unzählige Ausweichmöglichkeiten. Bis zum Sommer müssen wir das Problem aber gelöst haben.

  19. Zadok Allen

    Ich weiß, er hat nur seinen Job getan. Aber ich hoffe für das Seelenheil des Fernsehansagers, daß er sich nachher aus Scham über sich selbst in einem stillen Winkel ins Koma gesoffen hat.

    Es gehört für mich zu den beängstigendsten Erscheinungen unserer finsteren Gegenwart, daß so viele, so viele nach wie vor bei der Stange bleiben. Nehmen wir diesen Ansager: wie kann man als geistig gesunder (?) Mensch einen derartigen Text verlesen? Wer tut sich so etwas an?

    Das System drischt mit der eisernen Geißel die soziale Haut der Leute. Wer in diesem Hamsterrad mitstrampelt, erleidet jetzt oder in nächster Zukunft schwerste seelische Schäden, abgesehen vielleicht von den total Verstrahlten, aber das dürfte, abgesehen vom universitären Milieu, doch nur eine kleine Minderheit sein.

  20. Joseph von Sternberg

    Hmm… Kinder vorschicken… ich hab bei Eibl-Eibesfeldt gelesen, daß die Aborigenes das bei den Engländern versucht haben…

    Wir wissen, wie die Geschichte dieser menschlichen Dodovögel weiterverlaufen ist…

    Wenn die Kinder dann vergewaltigt werden (das kann bei solchen Völkern durchaus vorkommen) haben aber die Eltern immerhin einen Zeitpuffer, der deren Flucht begünstigt.

    Was den Reporter betrifft: ich schau mir jeden Tag den Nato-Cleber an. Die haben nicht das geringste Schamgefühl.

    Tolle Rezension beim Tagesspiegel… Meinen Glückwunsch.

    AM Besten ist die Kommentarspalte, die den Artikel voll auseinander nimmt…

  21. Heinrich Brück

    @ Volker Spielmann
    „…ein gewaltiger Schuldenberg“. Haben die Banken jemals eine Tilgung der Schulden angestrebt? Dann würden ja die schönen Zinsen entfallen.
    Und für diese Zinsen „eine erdrückende Steuerlast“ zugemutet werden muß. Der Schuldenberg existiert nur auf dem Papier, die Zinsen sind real.
    Eine Nationalbank im Dienste des Volkes, die sich nicht ihr eigenes Geld für Zinsen borgen muß, also Kredite ohne Zinsen, und die Party ist zu Ende.

  22. ingres

    Ich möchte ergänzen, dass ich auch bei Gruppen männlicher deutscher Jugendlicher (Frauen sind in der Beziehung zwar häufiger anzutreffen wenn auch meist nur zu zweit und trotz Gender immer noch völlig harmlos) immer ein gewisses Gefühl hatte und mir nie gern den Weg frei geklingelt habe. Auch da kann man schon mal flapsig angemacht werden. Und man kann auch mit einem Ball beworfen werden, was nicht ungefährlich ist auf dem Rad.

    Man sollte immer mit denen irgendwie kommunizieren, das scheinen irgendwie archaische Notwendigkeiten bei dieser Klientel zu sein. Nur wie ist das mit der Kommunikation mit fremden Kulturgruppen, besonders wenn man nichts versteht.
    Das einzige mal in meinem Leben bin ich freilich bisher mit 13, 1965 von deutschen Halbstarken mal lebensgefährlich angegangen worden. Aber sie führten nur einen einzigen Schlag aus und trafen nur das linke Auge und ich habe vermutlich extrem harte Knochen.

  23. Wolf Larsen

    @ Nordlaender:
    Tja, ich bin wohl doch ein Naivling … Eigentlich hätte ich es mir denken können, dass es derlei Schwachsinn schon gibt. *kopfandiewandhämmer*

    Herr, hab doch Erbarmen mit mir!

  24. Gustav Grambauer

    Nordlaender

    „… finde ich es eher unheimlich, dass die Kinder überhaupt nichts erzählen.“

    Wir haben gerade den ersten Elternabend im Kindergarten unserer Tochter absolviert, der uns den ganzen Abend noch verdorben hat. Es wurde das Leitbild verlesen; viermal, ich habe mitgezählt, ging es um „emotionale Kompetenz“. Dazwischen wörtlich: „Die Kinder (—> „kleinen Erwachsenen-Zombies“) kommunizieren offen, direkt und selbstsicher“. (—> D. h. im Zweifel gegen die Interessen der Eltern, vor allem über die eigene Schamgrenze hinweg.)

    Dann der Hammer: die Telefonliste. Wir sollen, wenn die Zentrale befiehlt, irgendwelche „News“ den Eltern von einem Muzafer weitermelden. (Irgendwas werden wir im Soldat-Schweijk-Modus schon tun, aber DAS sicher nicht …)

    Dann der Ober-Ober-Hammer: „Dann no öppis, mi händ des die letzschti Jahr mit die Eltere immer so gehändlet, desmi alli per „du“ sin; aber s`isch a okeeeeeeeee, wenn jemand vo eui da nit wölled“ (der solle anschließend Männchen machen und die Extrawurst aus der Position des „Schwarzen Schafes“ heraus einfordern). Haben ihr klar zu verstehen gegeben, daß wir unser Kind nicht im IKEA-Kinderparadies angemeldet haben.

    Die Kinder werden übrigens bei jeder Kleinigkeit umarmt, gestreichelt und „gschmüselet“. Unsre hat vom ersten Tag an, ihre Abneigung dagegen „offen, direkt und selbstsicher zu kommunizieren“. Die unvermeidliche „Kuschelecke“ ist auch nicht beliebt, nicht einmal bei den Meitli.

    - G. G.

  25. Inselbauer

    Wir haben jetzt ein so genanntes Erstaufnahmezentrum 50 Meter vor der Haustür, mitten in Dahlem. Die Kinder können definitiv nicht mehr draußen spielen und hören jetzt zu Hause andere Parolen als in der Schule. Es sind montenegrinische Zigeuner und Schwarzafrikaner. Die Nachbarn und die werte Ehefrau erweisen sich als stramme Rechte; da kann unsereiner brausen gehen mit dem neurechten Intellektualismus…

  26. Weiß gar nicht, was ihr habt, mir geht es genau wie den Schülern und Lehrern. Ich habe überhaupt keine diffusen Ängste vor Flüchtlingskindern.

    M.L.: Ich auch nicht. In dem Bericht ist aber nicht von „Flüchtlingskindern“ die Rede, auf die man „zugehen“ müsse.

    Alles weitere, was ich über die Flüchtlinge, ihre Blagen und ganz ganz besonders über die geistig behinderten deutschen Gutmenschen denke, kann ich heute nicht schreiben, sonst werde ich gesperrt oder gar angezeigt.

    Eins noch: ich habe gestern auf der CSU-Facebookseite folgenden Vorschlag hinterlassen:

    „Wie wäre es, wenn Herr Ministerpräsident Seehofer die Tradition der Freistaatlichkeit Bayerns wiederaufleben ließe, indem er die Führung der größtenteils in Bayern stationierten 10. Panzerdivision um Amtshilfe ersuchte und mit dieser die Grenze schlösse. Die Gebirgsjäger wären ob ihrer Erfahrung in schwierigem Gelände prädestiniert dafür, die grüne Grenze zu sichern, während die Panzer an den regulären Grenzübergängen für die nötige Abschreckung gegenüber evtl. aufsässigen und unruhigen Flüchtlingsgruppen sorgen könnten. Es wäre eine Art friedlicher Putsch zum Wohle Bayerns und ganz Deutschlands.

    Das Risiko für Herrn Seehofer wäre wohl kalkulierbar, da er sich des Zuspruches aus der Bevölkerung sicher sein könnte und wohl niemand in Berlin es wagen würde, Herrn Seehofer für die Durchsetzung geltenden Rechtes zu belangen. Der Autoritätsverlust der Bundesregierung in Berlin wäre allerdings erheblich.

    Wenn Herr Seehofer nach solchem Vorgehen als Kanzlerkandidat der CSU in ganz Deutschland anträte, wäre ihm die Kanzlerschaft so gut wie sicher.

    Gruß aus dem Westen. ;) <3 <3 <3"

    Illusorisch, ich weiß, aber vielleicht passiert ein Wunder und andere Hoffnungen habe ich derzeit nicht. Falls jemand hier einen hochrangigen Bundeswehr-Kommandeur kennt oder einen guten Draht zu den Spitzen der Macht hat: es ist eine gute Zeit, um sich in die Geschichtsbücher einzutragen. Das abrupte Ende der "Asylkrise" wäre wohl das Ende der Masseneinwanderung überhaupt.

  27. Waldgänger sachsen

    Ganz das Szenario vom Heerlager der Heiligen!
    Alle diese Typen kommen genau so darin vor.
    Die Jubler,die Naiven,die bösartigen Selbsthasser,die Weicheier und natürlich auch das Häufchen Aufrechter.

    Österreich winkt alle durch nach „Germany“!
    Nur zu verständlich, bei der Einladung unseres Schwarz-Rot-Grünen
    Machtkartells.

    Aber Vorsicht liebe Ösis,die armen Asylforderer werden nicht sesshaft werden.Sie ziehen in Europa umher,um dem nachzugehen wofür sie gekommen,geschickt oder geholt wurden.
    Also der Kelch geht an keinem Europäer vorbei !!
    Jede Wette.

  28. Hartwig

    @ Ingres

    Durch Ihr Ausweichen lösen Sie bis zum Sommer aber überhaupt kein Problem.

  29. Eine Besprechung der Besprechung:

    Eine „Lesewarnung“ gibt Der Tagespiegel heraus, und zwar für das Buch Jean Raspails (Preisträger der Académie française) „Das Heerlager der Heiligen“. Der 1973 veröffentlichte und bislang in 2 Millionen Exemplaren verkaufte Roman würde ein „xenophobes und rassistisches Szenario“ verbreiten und drohe „zum Kultbuch der Pegida-Bewegung sowie anderer Rechter und Rechthaber zu werden. Falls Pegida-Demonstranten überhaupt 400-seitige Romane lesen.“

    Die „in den Mainstream“ einsickernden „toxischen Ideen des Buches“ fänden auf „gespenstische Weise einen Widerhall in den Parolen der Extremisten von Dresden, Nauen, Dortmund, Heidenau oder Meißen“, giftet der Lohnschreiber des Holtzbrinck-Konzerns, Christian Schröder, welcher selbst leider noch keinen Bestseller verfaßt hat. Er stöhnt: „Grausam ist diese obszöne Lieratur“.
    [Hier weiter]

    Dem Christian Schröder bleibt mit einem zitierten Satz aus dem von ihm verrissenen Buch zu antworten:

    Ach! Was für ein geistreiches Federvieh, was für vortreffliche Phrasendrescher hatten wir doch in diesen Tagen unserer Galgenfrist!

  30. KW

    Früher wurden die Kinder mit Winkelementen ausgestattet, um die Fahrt eines Staatsratsvorsitzenden Osteuropas zu versüßen. Damit hat man den jungen Pionieren aber nicht geschadet. Heute müssen sie ihren eigenen Untergang bejubeln. Für sie bedeutet jeder Fremde Wohnungsnot und niedrigen Lohn. Ihre Zukunft wird in der Mischgesellshaft Chaos, Dreck, Lärm und Betrug sein. Und nein-diese Anstifter haben kein Gewissen. Da wo es normalerweise wäre, hat eine giftige Ideologie ihren Platz.

  31. Hier die von Eulenfurz zitierten Passagen aus dem bösen Buch, das kein aufrechter Deutscher lesen darf:

    Es trifft nicht zu, daß die Nachricht vom Aufbruch der Flotte die westliche Welt von Anfang an beunruhigt hätte. Zunächst war das genaue Gegenteil der Fall. Überall tauchten gebügelte Silberzungen auf, deren Hirne bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine süße Sahne ejakulierten, mit der sie alles verklebten, was in ihre Reichweite kam. Die Euter dieser Milchkühe des zeitgeistigen Denkens füllten sich auch dieses Mal täglich von neuem. Sie wedelten fröhlich mit dem Schweif und ließen sich umso bereitwilliger melken, als sie eigentlich nicht wirklich glaubten, daß eine ernsthafte Krise drohte.

    Wenn man die Mechanismen der öffentlichen Meinung in der westlichen Welt begreifen will, dann sollte man nicht vergessen, daß sie alle Dinge unter dem Gesichtspunkt des Entertainments betrachtet und nicht an den Ernstfall glaubt. Dies gilt für die Einwandererflotte ebenso wie für jedes andere bedeutende und fremdartige Phänomen. Je größer der Informationsfluß, desto bodenloser die Ignoranz, desto lauer die Reaktionen, desto krasser die Eitelkeit der Debattierenden. Wenn sich ab und zu doch einmal ein gewisser Elan zeigt, ist er meistens vulgär und geschmacklos.

    Gewiß, die öffentliche Meinung schwelgt gerne in sentimentalen Stimmungen. Die ganze Welt ist ihr ein Kino oder ein Fernsehschirm, auf dem ständig irgendwelche Seifenopern laufen. Sie badet in Gefühlen aus zweiter Hand, die ihrer Tageslaune oder dem Kalkül der Meinungsmacher entsprungen sind. Die große Hure der Massenmedien liefert uns die globalen Events direkt ins Haus, aber all das bunte Getöse soll lediglich über ein gähnendes Nichts hinwegtäuschen. Darauf könnten wir spucken, aber wir würden den Schleim um uns herum nur noch vermehren. Das Publikum beginnt zu sabbern wie Pawlow’sche Hunde, wenn es die Nachrichtensendungen sieht oder die Zeitungen aufschlägt, und verwechselt dabei seinen Speichelfluß mit Hirnregungen. Die öffentliche Meinung fördert gezielt die Trägheit des Denkens. Das ist ja auch ihre Aufgabe. Wer glaubt denn ernsthaft, daß irgendein Durchschnittseuropäer, wenn er aus der Fabrik oder dem Büro kommt, in den Neuigkeiten aus aller Welt etwas anderes sieht als eine vorübergehende Unterbrechung der monumentalen Langeweile, die sein Dasein beherrscht?

    (…)

    Aber noch ist es nicht soweit. Im Moment ersäuft der kleine Mann zusammen mit Millionen anderen im kollektiven Zuckerschleim und läßt sich widerstandslos vom Geklingel der Massenmedien einlullen, die ihm das Denken abgenommen haben. Was für ein Konzert! Was für eine Virtuosität! Nur Schlager aus dem Repertoire der humanitären Klassiker. Alle großen Meister wurden gespielt. In den ersten Tagen erklang eine wahre Sintflut, eine Lawine himmlischer Töne, süß genug, um zu Tränen zu rühren. Nun gut: Wir werden zwar früher die Lust an dem Stück verlieren als die Chorleiter selbst, aber vergessen wir nicht, daß sie eine schwere Verantwortung tragen. Denn sie haben den kleinen Mann vorsätzlich eingewickelt. Die meisten von ihnen ahnten wahrscheinlich nicht, was sie damit anrichteten, aber die Diener des Ungeheuers wußten sehr wohl, was sie taten. Und sie leisteten ganze Arbeit.

    Andere wiederum verspritzten ihre Tinte für unsinnige Argumentationen: ein beliebtes Thema war etwa die strikte Ablehnung jeglicher Zurschaustellung oder Anwendung von Härte. Das ergab keinen Sinn. Man stelle sich ein wildes Tier vor, dem vom Rande seines fetten und duftenden Urwalds her Gefahr droht. Warum soll es denn nicht brüllen und die Zähne fletschen, zumal diese einfache Demonstration seiner Gefährlichkeit meistens genügt, um den Angreifer abzuschrecken? Manchmal mischten sich gewisse moralische Skrupel in die epidemische Rückgratlosigkeit der Kommentare. Das waren die schlimmsten Feiglinge. Sie bekamen ein schlechtes Gewissen, wenn sie nicht mit den Wölfen heulten und nicht mit den Pharisäern heuchelten, oder auch nur, wenn sie unfreiwillig in Verdacht gerieten, daß sie selbständig denken konnten. Am meisten fürchteten sie den erhobenen Zeigefinger des Weltgewissens, das jeden anklagte, der sich nicht eifrig genug am allgemeinen Verrat beteiligte.

    Ach! Was für ein geistreiches Federvieh, was für vortreffliche Phrasendrescher hatten wir doch in diesen Tagen unserer Galgenfrist!

  32. Ein gebürtiger Hesse

    @ Inselbauer

    „Die Nachbarn und die werte Ehefrau erweisen sich als stramme Rechte; da kann unsereiner brausen gehen mit dem neurechten Intellektualismus…“

    Da ist er wieder einmal, der Fall des plötzlichen Erwachens, ja psychischen Gesundens durch die harsche Konfrontation mit der Wirklichkeit. Bei vielen ist und wird in der Zukunft allein darauf zu setzen sein. Es sind halt leider oft nicht wir, die Volkseigenen, die ein Umdenken bewirken, sondern erst die zum Schlechten gekippten Lebensumstände. Vielleicht ist auch das eine Erscheinung des Liberalismus und der Dekadenz, daß den Hiesigen und ihren Argumenten eine Art Langweiligkeit oder „Opas-Kino-Aspekt“ eignet (in der Perspektive der Willkommens-Heißer), wodurch man sie umso leichter ignorieren und abtun kann. Erst das ach so Neue, Andere, aus der unbekannten Ferne Kommende vermag mit seinen eigenen, faktenschaffenden Argumenten zu „überzeugen“, egal wie verheerend diese sind.

    Aber, mit Raspail gesprochen (Der letzte Franzose, S. 62): „Laßt uns trotz allem nicht verzweifeln.“

  33. philos

    @Zadok Allen

    Das universitäre Milieu sollten Sie nicht so leichtfertig abtun. Sie haben ganz recht, wenn Sie sagen, daß dort Verstrahlte am Werke sind, denen eh nicht mehr zu helfen ist. Bedenken Sie jedoch deren Einfluß auf die Massen junger, oft immer noch wissbegieriger Leute. Der Irrsinn beschränkt sich ja längst nicht mehr auf die ohnehin anfälligen Disziplinen, sondern ist nahezu allumfassend. Wenn Sie mal erlebt haben, wie ein junger Student im überfüllten Hörsaal vom Professor gemaßregelt wird, nachdem er in ruhig sachlichem Ton eine (zur Abwechslung wirklich) kritische Frage gestellt hat, wissen Sie, was ich meine. Im Gefühl geistiger Einsamkeit, das sich durch solche Erlebnisse einstellt, bedarf es, um nicht verrückt zu werden und den ganzen Mist irgendwann selbst zu glauben, einer seelischen Stärke, die viele junge Menschen heute gar nicht mehr haben (können).

  34. Arminius Arndt

    @John Haase,

    ja, das wäre natürlich ein echter Traum. Da in Deutschland – völlig unabhängig davon, ob in West- oder Mitteldeutschland – nach wie vor über 90 % der Bevölkerung schicksalsergeben Maulaffenfeil halten, wäre so eine deus ex machina Lösung von verantwortlichen Leuten mit entsprechenden Mitteln und Einfluss der schnellste und beste Weg.

    Ich denke aber, so weit sind wir noch lange, lange nicht. Mal sehn, ob wenigstens Seehofer seinen Worten endlich auch Taten folgen lässt. Eine gewisse Drohkulisse scheint es hinter den Kulissen wohl zu geben.

    http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/csu-chef-horst-seehofer-erwaegt-abberufung-alexander-dobrindt-gerd-mueller-christian-schmidt-31024526

  35. Nordlaender

    @ Gustav Grambauer

    „viermal, ich habe mitgezählt, ging es um „emotionale Kompetenz“.“

    Eine mir nahestehende Frau ist Beamtin unter dem BUNTEN Regime. Bei ihren Vorträgen muß Sie immer mal wieder solche Code-Wörter wie Kompetenz bedienen. Besucht Sie mich nach ihrer Tätigkeit, reicht dann manchmal tröstende Zusprache, um schwere Heulkrämpfe zu verhindern, mitunter muß aber auch der vino rosso aus der Notfallapotheke eingesetzt werden, weil sonst wirklich gar nichts mehr hilft.

    Bei Manfred Spitzer las ich kürzlich, daß absolut alles wertlos sei, was von Bildungsexperten unter der Marke Kompetenz verkauft wird. Ich gehe da noch ein paar Schritte weiter, denn ich halte nicht den Islam, ja noch nicht einmal die zugegeben brandgefährliche Vereinigung der Christlich-Demokratischen Union, sondern das Kompetenzenkompetenzlertum für die eigentliche Kernursache dafür, daß unser Abendland – von den allermeisten unbemerkt – bereits untergegangen ist.

    „desmi alli per „du“ sin; aber s`isch a okeeeeeeeee, wenn jemand vo eui da nit wölled“

    Spannend, Elternabend als eine Chance der Begegnung, als Wohlfühlangebot. Schon ziemlich lange her, daß aus den Giftlabors des Tavistock-Institutes der Virus „Gruppendynamik“ (Kurt Levin und Co.) entwichen ist. Nun hat er wohl auch in der tiefsten Provinz alle Menschen dort abgeholt, wo sie sich gerade befinden.

    Okäh?
    Okäh-okäh-okäh-okäh-okäh. Dann ist ja erstmal alles okäh.

  36. ingres

    >> Durch Ihr Ausweichen lösen Sie bis zum Sommer aber überhaupt kein Problem.

    Nun das muß man differenziert sehen. Also ich halte durchaus wöchentlich mit Parteikollegen samstäglich meinen Kopf hin und das ist nicht ungefährlich. Der EU-Wahlkampf war dagegen harmlos.
    Ansonsten habe ich lediglich meine eigene Unversehrtheit zu bewahren . Und es mag vielleicht zynisch klingen, aber ich warte jetzt zunächst mal ab, ob es irgendwelche Vorfälle geben wird (im alten Gymnasium sind auch 300 untergekommen), bevor ich mich irgendwie vorwage. Dazu werde ich täglich lokale Ereignisse über das Internet verfolgen das Lokalblatt gelesen habe ich nie und seit Jahren ohnehin nicht. Meine Umgebung wird ohnehin erst fühlen müssen, denn hören können die sowieso nicht.
    Und ich sagte ja, da wo ich Rad fahre sind i.a. Frauen unterwegs: auf dem Pferd, mit Hunden, beim Nordic Walking, beim Joggen, allein (dann mit Hund, meist mit lieben Hunden, aber auch mit einem unangenehmen weißen Riesenbello der es einfach nicht lassen kann und mir schon mal am Bein war, aber ich weiß ganz ruhig bleiben) oder zu mehreren.

    Wenn alles ruhig bleibt (ich habe auch schon eine weiße Kopftuchversammlung vor einem bürgerlichen Haus in der Nähe gesehen und es schien da Freundschaft geschlosssen zu werden) dann kann man ja wieder mutiger werden.

  37. eidgenosse mishima

    Man sehe sich bitte insbesondere den sog. „Lehrer“ auf dem ersten Bild an.
    „Homebase“…. wenn nun schon die HipHop-Gossensprache Standard an staatlichen Schulen wird, ist eigentlich schon alles verloren.
    http://schuleschweiz.blogspot.ch/2015/10/die-schule-auf-den-kopf-gestellt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+SchuleSchweiz+%28Schule+Schweiz%29

  38. Stil-Blüte

    @ Waldgänger aus Sachsen

    Also, der Kelch geht an keinem Europäer vorbei!!!

    Sooo???

    Mit meinem Zweifel meine ich nicht einmal die baltischen, osteuropäischen Staaten, incl. Ungarn, sondern – Groß-Britanien:
    - Dicht gemacht der Tunnel
    - The Queen, ein Titel, gleich einem Kaiser mit einer lebenden dynastischen Erbfolge bis ins 4. Glied, Oberhaupt mit undemokratischen Befugnissen für Militär und Kirche, aber trotzdem den
    - Mythos zu haben, die erste parlamentarische Demokratie in Europa zu sein
    - Commonwealth (Australien, Neuseeland, Kanada usw., also von klassischen Einwanderungsländern, die nur ‚Auserwählte‘ aufnehmen)
    - Insel
    Welt-/ Kolonialsprache Englisch, ausufernd bis ‚Denglisch‘
    - in der EU, aber kein €
    - understatement (oder hört jemand Vorwürfe gegenüber GB, daß es keine Asylsuchenden aufnimmt?)
    - einziger Verbündeter 1. Klasse, nach offiziellen Aussagen von USA und Israel
    - City of London
    - abgesichertes ungebrochenes Establishment, will sagen, Kastensystem, seit Jahrhunderten
    - Botschafter: die schönen Prinzessinnen, Rock-Stars (Beatles), die Neugeborenen des Königshauses
    - Schwachpunkt: Schottland, Scotch Whisky und Folklore machen es wieder wett
    -neuerdings millionenschwerer Deal blonder, ‚blauäugiger‘ Fußball-Titanen (Schweinsteiger, Knopp)

  39. Franka Frey

    Der Krieg ist leider schon längst verloren, der Feind ist längst im warmen Bauch. Wir schicken unsere Kinder als Schutzschilde vor, die weiße Fahne der Kapitulation zu schwenken mit der Botschaft: Wir tun Euch nichts – dann tut uns bitte auch nichts! Wir sind alle liebe Pazifisten, unser Held ist ein gemarterter gekreuzigter Velierer, der einmal sprach: „Kommet her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid. Ich will Euch erquicken“
    An der Privatschule, die eine meiner Töchter besucht, müssen Fünftklässler im Kunstunterricht „Welcome refugee“-Fahnen herstellen. Es sind ja nicht nur die Staatsschulen, nein, die gesamte Gesellschaft ist über die jahrzehntelange Umerziehung weichgekocht und irre.
    Da wurde ein geitiger Feldzug betrieben, der von den aufrichtigen, harmlosen aber auch etwas tumben teutonischen Gemütern nicht durchschaut werden konnte. Das waren die Posauen von Jericho, die nur geblasen werden mussten, damit die Mauern Der Stadt von selbst einfielen. Man lasse sich einmal das Kapitel 6 des Buches Josua (Bibel! für alle die nicht Bibelfest sind) auf der Zunge zergehen, vor allem auch die Rolle der Hure Rahab, der Verräterin, die als einzige zum Schuluss verschont wird.
    Der Krieg ist bereits verloren aber nach dem verloren Krieg der Männer, die den Eindringling nicht an der Grenze zurückgehalten haben, beginnt der stumme Krieg der Frauen. Ich habe drei Töchter im Alter zwischen 24 und 13 Jahren und ich habe vier Brüder von denen keiner den Wehrdienst geleistet hat. Ihnen reicht die Rüstung des Glaubens und das Schwert des Geistes….
    Es wird für uns Frauen unendliches Leid geben, das wieder einmal aus Scham und Schande nicht beim Namen genannt werden wird, wie auch nach der letzten großen Niederlage der Deutschen. In den Kriminalitätsstatistiken werden die an den zunehmenden Vergewaltigungen Schuldigen unkenntlich gemacht werden…
    Bei dieser Niederlage allerdings muss uns niemand die Alleinschuld aufzwingen. Wir haben sie bereits, denn wir wollen doch davon ausgehen, dass das Volk der Souverän ist und wir alle mündige Bürger.
    Ich freue mich für Sie alle in Schnellroda, dass Sie sich in „Gottes Hand“ fühlen können (was ich der Lektüre der „Tristesse droite“ in den beiden letzteb Tagen entnommen habe) und dass Sie diesen metaphysischen Trost haben, um den ich sie beneide. Manchmal war es mir allerdings etwas zu sehr Pose und zu wenig wirkliche Positionierung. Ich weiß nicht, ob es legitim ist, sein Handeln nur daran auszurichten, wie man einmal vor Gott dastehen wird. Mir ist es wichtig, was einmal meine Töchter über uns sagen werden. Werden sie nicht fragen: Warum habt Ihr das alles zugelassen?

  40. deutscheridentitärer

    Mit meinem Zweifel meine ich nicht einmal die baltischen, osteuropäischen Staaten, incl. Ungarn, sondern – Groß-Britanien:

    Ach was.

    Großbritannien hat den Kelch doch als erste bekommen.

    Wenn die eigenen Kinder zu Tausenden vergewaltigt werden, nützt einem jede geostrategische Machtstellung auch nichts mehr.

  41. ingres

    @ Stil-Blüte

    Interessante Aufzählung, einer meiner Bekannten ist ja USA und auch Fan der splendid Isolierten. Ganz Unrecht hat er ja vielleicht nicht (deshalb widerspreche ich ihm auch nicht generell (*)).
    Aber ich meine immer die Islamisierung ist in „Ummah Kingdom“ weit fortgeschritten: Tower_Hamlets,Rotherham), habe schon einige Fotos des Heruntergekommenen gesehen. Und waren in London nicht schon Aufstände, die freilich für Deutschland bereits das Aus bedeutet hätten?

    (*) Insbesondere die USA werden im Inneren vielleicht immer noch ein gelobtes Land bleiben, wenn auch deren Weltrolle der näheren Betrachtung bedürfen sollte. Und vielleicht kann Ummah Kingdom ja tatsächlich die Notbremse ziehen.

  42. Michael Schlenger

    Herr Lichtmesz,

    man darf sich bei allem Ernst der Lage an den Grenzen und angesichts des entgrenzten Geschwätzes der Meinungsmacher m.E. nicht den Spaß verderben lassen.

    Um die Stimmung zu heben, habe ich einige SiN-Kommentare der letzten Wochen zu einer kleinen Erbauungsschrift zusammengestellt. Dies, obwohl ich mich mitten in den Vorbereitungen zu einer Rede vor dem örtlichen Lions-Club befinde und daher – wie eigentlich immer – keine Zeit habe…

    Bei der Anordnung habe ich mir einige Freiheiten erlaubt, die Argumente als solche habe ich nicht zu verändern gewagt:

    „Mehr zufällig in der Nähe eines ganz prominenten Schweizer SP-Politikers sah ich einen weisshaarigen Herrn (…). Ich las (…) eine Biographie dieses Apachenhäuptlings, was mir eine ganz andere Sicht (…) ermöglichte als meine Winnetou-Lektüre von 1957 (…) im Alter von 10 Jahren.
    Ich schrieb 1973, dass es länger dauern würde, bis die Sowjetunion (…) zugrunde gehen würde. Dem Schweizer Rechtspolitiker James Schwarzenbach sagte ich (…) öffentlich voraus, dass seine Partei das Jahr 1984 (…) nicht erleben würde (…).
    1987 zeigte ich mich in der Zeitschrift „Abendland“ (…) schon überzeugt, dass die Berliner Mauer nicht halten würde. (…) Meine drei letzten Leserbriefe dort wurden nicht veröffentlicht, obwohl ich es als Schweizer Autor auf immerhin 4 Literaturpreise (…) gebracht habe.
    Die Werke des Stichwortgebers Gonzague de Reynold sind fast vollständig in meiner Bibliothek. (…) Ich erklärte sie 1991 vor allen (…) Deutschlehrern von Slowenien und Kroatien. Schon mein (…) ehemaliger Philosophielehrer im Benediktinergymnasium, Pater Raphael, warnte mich, (…) vor ihnen.
    Über letzteren habe ich in einer Loge schon mal gesprochen. (…) Als ich dort einen Vortrag hielt über die Bedeutung des Kleinstaates, wurde ich wohl praktisch von allen Anwesenden ernst genommen.“

    Wäre das eine brauchbare Grundlage für einen künftigen Kaplakenbank? Ein erster Titelvorschlag: „Das Eigene am Beispiel des Ich“ oder: „Über das Ich am Eigentlichen vorbei“.

    Pardon, wenn ich mit diesem Satireverlust nicht jedermanns Geschmack treffe. Meine konservative Erziehung ist schuld daran, dass ein so starkes Ich mich zu solcher Reaktion verleitet…

  43. Gustav Grambauer

    Nordlaender

    Hatte noch vergessen zu erwähnen, daß im Kanton Zürich Kindergartenpflicht besteht. Hätte nie erwartet, wie straff durchorganisiert die Kindergärten hier sind. Sprechen Sie hier niemals das Wort „Chind hüete“ („Kinder hüten“) aus – die größte denkbare Beleidigung für die „Kindergartenlehrpersonen“ und „Förderlehrpersonen“ wie sie hier genderkorrekt heißen. Keine Sekunde wird verschenkt: Programme, Programme, Programme, Module, Module, Module. Wenn wir beim Abendspaziergang an der Schule (für die älteren Kinder) vorbeilaufen geht es dort noch zu wie in einem Bienestock: Bewerbungstraining, Computerkurs, Tai Chi, Schlagzeug-Kurs, …, Kochkurs (zur Indoktrination der Lebensmittelpyramide …) usw. usf., alles für wenig Geld.

    Zurück zu unserem „Chindsgi“: Bananen und erst recht jedwede Süßigkeiten und Süßgetränke sind verboten, weil sie die Zähne angreifen (d. h. im Gesundheitssystem Kosten verursachen, andererseits übernimmt die Schulpflege über kantonale Programme alle – exorbitanten – Kosten für den Kinderzahnarzt). Regelmäßig gehen die Kinder mit speziellen Waldpädagoginnen in den Wald (zur Umwelt-Erziehung, unsere Tochter wollte schon anfangen, uns entsprechend zu belehren …). Die Kinder werden von Anfang an (d. h. mit vier Jahren) von Feinmotoriktrainerinnen kategorisiert und die als feinmotorik-kritisch erkannten – angelehnt an die Tradition der Knabenhandferigkeitsbewegung des 19. Jahrhunderts, Max Weber läßt grüßen, Zürich ist protestantisch – angeleitet: es sollen die künftigen Sklaven für die hochüberzüchtete Arbeitswelt herandressiert (und heute zusätzlich auf „Team“- und „konfliktfähigkeit“ getrimmt) werden, wovon unausgesprochen der gesamte Kindergarten-Alltag durchgeprägt ist. Ich werde vom ersten „Elterngespräch“ zur „Standortbestimmung“ anhand bestimmter „neuester wissenschaftlicher“ (—> hochsophistisierter) Test-Ergebnisse und Beurteilungs-Kriterien (Ende November) berichten; raten Sie mal, welcher Popanz dabei im Vordergrund stehen wird …

    http://www.nzz.ch/meinung/debatte/das-verschwinden-des-wissens-1.18383545

    Hab` ihr schon gesagt, daß wir einfache Leute sind, dies auch zu bleiben gedenken und daß dies auch für unser Kind gilt (woraufhin ihr für einen Moment die Gesichtszüge entglitten sind und sie, nachdem sie sich wieder gefangen hat, gesagt hat: „das werden wir noch beim Elterngespräch zur Sprache bringen“).

    So huxleyanisch das alles ist: etwas Gutes kann man sagen – immerhin ziehen sie sich hier in der Schweiz ihre Fachkräfte selber heran und werden vorerst nicht dazu übergehen, sie wie Vampire lediglich fertig ausgebildet aus aller Herren Länder abzusaugen, siehe

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/12/deutsche-unternehmen-wollen-keine-lehrlinge-mehr-ausbilden/

    Und immerhin werden die, die dies nötig haben, exzellent aufgefangen (… schlimm nur, daß auch alle anderen in diese Maschinerie hineingenötigt werden).

    Wenn Sie auch so ein Gourmet für Stuhlkreis-Pretiosen sind, hab` ich noch einen Premier Cru Supérieur Bizarre für Sie:

    https://www.youtube.com/watch?v=UTM-xmGXADo

    Der versteht sich nicht als Kabarettist!!!

    Und was uns betrifft: noch dürfen wir darüber lachen …

    - G. G.

  44. Raskolnikow

    Fuer die Vorgaenge,

    habe ich mittlerweile keine Denkkategorie mehr. Ich musste in epistemologischer Sicht kapitulieren, denn die politsche und mediale Wirklichkeit findet heute ausserhalb des (fuer mich) Verstehbaren statt. Ich bin vollends zum Beobachter geworden.

    Dieser Malus ist nicht tragisch, stellen mir die Eliten doch ohnehin das Dummheitszertifikat wegen allerhand politscher Psychosen und diffuser Angst aus. (Warum sind diese beruehmten „diffusen Aengste“ eigentlich ein Ausweis intelligibler Kritik und fortschrittlicher Bildung, wenn sie sich gegen Tabak, AfD, Fahrradstuerze oder Wuerstchen richten?)

    Mein Nichtverstehen geht so weit, dass mir nicht einmal mehr eine probate Frage einfiele, die ich den Augsteins, Diezens oder Maasens stellen wollte …

    Hier scheint sich ja auch, zumindest unter den Kommentatoren, diese wohldifferenzierte Ansicht durchzusetzen, die mit IQ, Vergewaltigungsraten oder Mobiltelefondichte operiert. Als ob die quantifizierbare Intelligenz, das Strafenregister oder die technische Ausstattung etwas ueber die Zugehoerigkeit zu einem Volk aussagt.

    Ich kann keinen Bedarf erkennen, darueber zu diskutieren, ob Kirschen auf einem Apfelkuchen sein sollten. Der Einwand Kirschen seien gesuender, haetten weniger Zucker oder einen hoeheren IQ koennte mich von meiner ewiggestrigen Vorstellung, auf einem Apfelkuchen haetten ausschliesslich Aepfel zu sein, nicht abbringen. Ja, selbst der Vorwurf, ich wuerde Kirschen hassen, weil ich sie nicht auf meinem Apfelkuchen haben wollte, stimmte mich nicht um. Man muss aus einfachen Fragen, keine komplizierten machen, nur weil man einfache Antworten nicht ertragen kann. Kubitschek hatte damals schon recht: „Deutschland ist das Land der Deutschen!“ So simpel ist das …

    Trotzdem nehme ich in dieser beredten Versammlung das Wort und muss das kleine Eine, das mich beschaeftigt, herausposaunen: Die Verteidigung des Eigenen scheint mir nunmehr unwahrscheinlich, denn niemand ist bereit, das Dickicht zu betreten, vor dem die Maechtigen das Schild der „Illegalitaet!“ aufrichteten. Wir werden majoritaetsbestaetigt gezwungen, das Unsere fuer die Fremden herzugeben. Das, was uns lieb ist, so wie es war, soll sein Antlitz fuer immer verlieren. Wir reden zwar ueber Partisanen, distanzieren uns aber potzblitz, sollte uns einer begegnen. Wir lassen uns rechtsberaten, um nicht die Regeln jener zu verletzen, die ohne Regeln gegen uns spielen. Wir sind, das sage ich als Kompliment und als Schelte, wie wohlerzogene Kinder, harmlos, unverdorben, naiv, abhaengig … Was bleibt also?

    Was mir definitiv bleibt, ist die Zerstoerung des Eigenen als letzter Akt der Freiheit. (Cioran nennt den Selbstmord den einzigem Beweis fuer die Existenz menschlicher Freiheit. Obwohl ich hier nicht den Selbstmord, sondern eher die Ausloeschung unseres vielgestaltigen Reichtums meine.)

    Nur durch die endgueltige Entziehung, kann ich das Meine noch vor unbefugtem Zugriff schuetzen. Wie das Kind, das die stundenlang errichtete Sandburg lieber zertritt, als dass der Fremde, der nichts zum Bauwerk beitrug, damit spielt …

    Das Reich und der Kaiser hören uns nicht, heia hoho,
    wir halten selber das Gericht … Heia hoho
    ,

    Spinoes,
    wie eh und je,

    R.

    Im uebrigen bin ich dafuer, dass die JF-isierung unseres Kommentariats gestoppt werden muss!

  45. Hansu Dampf

    GEBIRGSJAEGER -
    das war nach
    Tiger Seehofers Ultimatum
    auch mein erster Gedanke…

  46. Dirk Ahlbrecht

    Liebe Leute, noch ist nichts verloren. Die Symbolik des nachfolgenden Videos mag verständlicherweise nicht jedem gefallen. Das gesprochene Wort hingegen ist hingegen zeitlos gültig; auch und gerade dieser Tage.

    https://www.youtube.com/watch?v=5ju4Gla2odw

  47. Arminius Arndt

    Mir ist es wichtig, was einmal meine Töchter über uns sagen werden. Werden sie nicht fragen: Warum habt Ihr das alles zugelassen?

    Sehr berechtigte Fragen! Ich habe selber Söhne, die ich nicht in irgendwelchen kommenden ethnischen Unruhen verheizt sehen will. Lieber würde ich selber wieder zu den Waffen gerufen werden, solange ich noch halbwegs wehrfähig bin, aber es ruft ja niemand von dem verantwortungslosen Regierungspack.

    Wir haben bereits mächtige Schlachten verloren, ohne dass auch nur ein Schuss abgegeben wurde. Wir verlieren tagtäglich – das ist Fakt. Aber so wie unsere Mütter und Väter, bei vielen werden es schon die Groß- oder gar die Urgroßeltern sein, das Land nach dem Krieg trotz aller Wunden und Verluste wieder aufgebaut haben, gilt es für uns, weiterhin dagegen zu halten und das Land nicht aufzugeben. Wie sagte es die Dame aus Polen bei Pegida?

    „Noch ist Europa nicht verloren“ – auch wenn es schon 5 nach 12 Uhr steht. Die Messe ist aber noch nicht ganz zu Ende gelesen …

  48. Notaras

    @ Franka Frey „Der Krieg ist leider schon längst verloren, der Feind ist längst im warmen Bauch.“

    Da haben Sie ganz recht, der Krieg ist längst verloren, er war schon lange vor dieser Invasion verloren, schlicht deshalb, weil die geistige Rüstung bereits vor langer Zeit abhanden gekommen ist. Selbst wenn wir eine materiell hochgerüstete Armee hätten, wäre dieser Krieg verloren. Warum das so ist, wissen wir alle, als „Heerlager“-Leser. Raspail zeigt es doch glasklar auf: Zersetzung der geistigen und moralischen Wehrfähigkeit und Wehrbereitschaft auf allen Ebenen, das ist die Ursache. Die Wenigen, die noch den Willen zur Verteidigung besitzen, werden geächtet, am Schluss sind sie die Ausgeschlossenen, Lächerlichen, dem Untergang Geweihten.

    Genau so wird es dieser Gesellschaft auch gehen – bis die Masse wirklich versteht, was hier vor sich geht, ist es schon viel zu spät. Für ein Überleben werden uns die Besatzer die Konditionen diktieren. Die Anpassungsfähigen werden ihren Weg finden, die anderen werden denselben Weg gehen wie die letzten Kämpfer im „Heerlager“.

  49. Andreas Walter

    Passt doch, Kindesmissbrauch. Kinderfickerpartei wird doch von Akif auch als Metapher benutzt. Sexueller Missbrauch ist doch auch da nur die Spitze des Eisbergs und passt doch auch zu der Grenzenlosigkeit des Kommunismus, der Grenzenlosigkeit bei der sexuellen Früherziehung und zu der Entgrenzung der Geschlechter durch Gender beziehungsweise der kulturmarxistischen Promotion von Androgynität. Sogar anti-autoritäre Erziehung passt dazu.

    Alles gleich machen, gleichschalten, nivellieren, alle Unterschiede ausmerzen.

    Ungehemmte Entgrenzung. Dahinter steckt der Wunsch nach Gottgleichheit. Auch kein Zufall, das Linke, Kommunisten, Marxisten darum auch sehr oft den Begriff Gott und auch Re-ligion ablehnen. Von den Archetypen kenne ich eigentlich nur einen, der den absoluten Anspruch auf den Thron erhebt, und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Gern verkleidet er sich darum auch als Lamm, als Moralapostel oder als Opfer, harmlos, schwach und wehrlos.

    „Wenn Menschen gottlos werden, dann sind die Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos; dann ist die Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos.“ Antoine de Saint-Exupéry

  50. Stilblüte,

    Sie streifen einen interessanten Aspekt, nämlich dass sich die EU für, ich will mal sagen, kodominant hält, global gesehen.

    Es gibt kein Imperium, welches nicht eine Haltung propagierte und honorierte. Um diese herum wächst es, fehlte sie ihm, müsste es seinen Rand zwingen, wo andernfalls die Gelegenheit zur Zusammenarbeit genügt.

    Freilich funktioniert es auch mit einer solchen Haltung nur unter geeigneten technologischen (letzten Endes) Rahmenbedingungen, aber wo nur diese gegeben sind und sich ein Regime ausschließlich auf Proporz stützt, da ist es in seiner Wachstumsfähigkeit und allgemeiner in seiner Handlungsfähigkeit gehemmt: Entweder es handelt und muss sich erklären, sät also mit jeder Handlung Zwist, oder es handelt nicht.

    Allerdings sehe ich in Europa nur Frankreich als ein Beispiel eines noch immer bestehenden Imperiums, England hat immernoch die Menschen, aber seine politische Lage könnte kaum schlechter sein, Kanada ist quasi von den USA besetzt, Australien und Neuseeland liegen am falschen Ende der Welt und haben nicht die nötigen Ressourcen, um sich langfristig auf sich alleine gestellt zu behaupten, und die eigene Haltung demontiert England selbst, immernoch unter dem Diktum Hercules Poirots in „One, two, buckle my shoe“, i.e. der Öffnung für das Junge, welche doch nur bewirkt hat, dass in England nichts eigenes Junges mehr nachwächst, wie es auch stets zu gehen pflegt, wenn Alte König Lear gleich die Qualitäten Fremder entdecken und sich von ihren eigenen Kindern abwenden.

    (Da dies gerade in abgelegenen Kolonien weniger zu Buche schlägt, pflegt sich gerade dort der einstige Geist am besten zu erhalten, im Falle Englands also in Neuseeland, was die unverhältnismäßig hohe Anzahl von Cambridge Professoren aus Neuseeland erklärt und durchaus auch, warum gerade dort Tolkien doch noch verfilmt wurde. Aber das zeigt nur, was England nicht mehr ist.)

    Frankreich hingegen befindet sich nur in sofern in einer Zwickmühle, als dass der französische Geist, welcher insbesondere Schwarzafrika an es bindet, was hinsichtlich Ressourcen nicht unwichtig ist, mit dem Geist der EU unvereinbar ist, ja, Eleganz und Technotronik könnten auch gar nicht weiter auseinander liegen. Indes scheint der stillschweigenden Persönlichkeitsspaltung einstweilen nichts in den Weg zu treten.

    Dennoch, die EU ist nicht mehr, sondern weniger als Frankreich und Frankreich deswegen weniger als die USA. Es gibt keine Kodominanz. Ihre Verfechter (sichtbar etwa bei der FAZ) gleichen Kindern, welche sich aufspielen, bis Erwachsene vorbeikommen.

    Deswegen wird sich die globale Ordnung in den USA weiter verdichten müssen und Europa wird die Bürde seiner eigenen Überheblichkeit tragen müssen.

  51. Monalisa

    @Grambauer

    Ich lese Ihre faszinierenden Betrachtungen immer sehr gerne, aber mit Ihrem Entsetzen angesichts des Elternabends komme ich nicht ganz mit.

    Ich selbst habe einen geradezu stumpfsinnig öden Kindergarten im ländlichen Südwesten besucht, den ich hasste und wo ich auch NICHTS gelernt habe. Bevor meine Kinder in Berlin (auch das noch) in die Kita kamen, war ich dieser Einrichtung daher auch zutiefst misstrauisch gegenüber. Stichwort Kinderknast.

    Inzwischen muss ich sagen, dass meinen Kindern dort eine liebevolle und anregende Umgebung geboten wird, wo sich schöne Freundschaften entwickeln und tolle Gemeinschaftserfahrungen gemacht werden.

    Gemeinsam turnen, tanzen, Theater spielen, ein Gemüsebeet pflegen, Kostüme basteln, backen usw. davon hätte ich als kleines Kind nicht mal zu träumen gewagt. Mehr als ein paar Kreisspiele und eklige Breie zum Mittagessen waren nicht drin.

    Als finanziell eher schlecht gestellte Mutter habe ich auch nichts gegen eine „Kompetenzorientierung“ per se. Wir müssen alle Arbeiten, die zuhause anfallen, auch selbst machen und können nichts auslagern. Unökonomisches Denken und reinen Schöngeist können wir uns nicht leisten.

    Ich leide selbst bis heute unter einer Erziehung, die mich nicht gut auf die Anforderungen des Alltags vorbereitet hat und sehr theoretisch und einseitig war. Ich wäre auch eins der Mädchen gewesen, dass man mal dazu ermuntern hätte sollen, manuellen und technischen Begabungen nachzugehen. Das Wort „ganzheitlich“ ist zwar überstrapaziert, aber für mich gewiss nicht negativ besetzt.

  52. Nordlaender

    @ Gustav Grambauer

    „… hab` ich noch einen Premier Cru Supérieur Bizarre für Sie:
    https://www.youtube.com/watch?v=UTM-xmGXADo
    Der versteht sich nicht als Kabarettist!!!“

    Es gibt diese magischen und besonders gelungenen Abende, an die man sich noch nach x Jahren erinnert, unbeschwerte Gesellschaft, gutes Essen und Trinken, gelöste Heiterkeit.

    An einem solchen, zehn Jahre dürfte es wohl schon her sein, habe ich einen Vortrag gehalten, der zwar nicht völlig, aber fast identisch wahr. Auch so mit bewußtem Setzen der Pausen im Kontakt mit den Menschen in meine Energien hineingespürt.

    Bin nicht der allerschlechteste Erzähler von Anekdoten, aber nie hat mein Auditorium so sehr mit seinen Tränen kämpfen müssen, die über die Wangen kullerten, wie an diesem Abend. Nach meiner Ansprache fühlte sich der eine und der andere dann dazu angeregt, per Ich-Botschaft einzubringen, was er gerade so fühlt. Spannend!

    Als ich so langsam mitbekommen habe, daß die Ver-“gender“-ung in der Schweiz und in Österreich schon so fortgeschritten ist, war ich überrascht. Hatte die Anwohner der Alpen immer für bodenständiger gehalten und damit restistenter gegen so einen Mist.

  53. Lars Geier

    Die Bahnhofsunterführung ist in kaltes Licht getaucht, trotz der halbwegs milden Außentemperaturen ist es kalt und zugig. Ich fröstle, während ich meinem Bahnsteig entgegen strebe, als ich wieder an dem „Ding“ vorbei muss, diesem Scheusal von Willkommensstand, der schon seit vielen Wochen hier aufgerichtet ist, den Durchgang „schmückend“ und den Fahrstuhl versperrend, dieses Mahnmal des Gutmenschentums mit dem schäbigen schmutzigweißen Banner und der handgemalten Aufschrift „Refugees Welcome“ darüber, davor der irritierende Hinweis auf einem Schild, dass hier niemand registriert wird. Ich empfinde Abscheu, wenn mich mein Weg an dem „Ding“ vorbei führt, angestrengt blicke ich immer auf die Seite, jeden Blickkontakt meidend zu den quirligen meist jungen Hilfskräften und den nicht minder jungen, um die Kleiderstände herum lungernden und – wenn ihnen das Smartphone die Zeit schenkt – uninteressiert in den riesigen Stapeln wühlenden Einwanderern, deren Herkunftsländer und die von dort mitgebrachten „Bereicherungen“ mir so egal sind, wie das schmutzige Laub, das der Herbstwind in die Bahnhofsvorhalle getrieben hat. Plötzlich sehe ich dich, nur wenige Schritte von mir entfernt, wie du Kleider aus einem alten Pappkarton hebst, und genau in diesem Augenblick treffen sich unsere Blicke. Du bist gerade mal halb so alt wie ich, wahrscheinlich Studentin, süß, schlank, blond, so unglaublich jung, mit einfach wundervollen blauen Augen, in denen man versinken möchte. Du lächelst mich etwas verlegen an, ein so freundliches liebevolles Lächeln, das einem das Herz erwärmt, das man nie wieder loslassen möchte, und ich muss ebenfalls lächeln, ich kann einfach nicht anders. Du musterst mich kurz, eine zarte Röte erstrahlt auf deinen Wangen, mir geht es nicht anders, das ist mir schon ein wenig unangenehm. Bis mein Blick auf dein T-Shirt fällt, dessen Aufschrift ich hinter deiner offenen Jacke gut lesen kann: „Kein Mensch ist Illegal!“. Ich spüre, wie Verärgerung mich ergreift, wilde Wut steigt in mir auf. Am liebsten möchte ich dich packen, dich schütteln, anschreien: „Was tust du hier? Merkst du nicht, wie du missbraucht wirst von verantwortungslosen Politikern, die unser Volk auslöschen wollen? Es ist vielleicht nicht falsch, dass du das Bedürfnis hast zu helfen, aber du setzt hier das völlig falsche Zeichen. Diese Menschen sind unser Untergang!“. Natürlich sage ich nichts, zu eng ist der Kloß im Hals und die Angst, mich zu offenbaren, vor dir und den vielen Umstehenden. Wozu auch? Ich würde gegen eine Betonwand reden, meine Worte würden wie Seifenblasen an dem schmutzigen undurchdringlichen Grau zerplatzen, und du würdest es ohnehin nicht verstehen. Dein Lächeln, dieses erstaunliche Lächeln, würde zu Eis erstarren, du würdest dich einfach abwenden – im besten Fall, wahrscheinlich mit diesem leicht zurückgezogenen Mundwinkel, angeekelt, voller Verachtung. Wenn du wüsstest, wie ich denke, was ich fühle, du würdest mich hassen, mich beschimpfen, anbrüllen, bespucken, deine kleinen Hände zu Fäusten ballen und mit all deiner Kraft auf mich einschlagen. Für dich bin ich das Böse, das widerwärtigste, verabscheuenswerteste, das es auf der ganzen Welt gibt. Ich bin der Feind. Fröstelnd über diese Erkenntnis gehe ich weiter, vorbei an dem Stand-“Ding“, welches ich jetzt noch schneller als sonst hinter mir lassen will, da spüre ich ihn wieder, diesen bohrenden Schmerz, diesen verfluchten Zweifel, wie ein giftiger stachliger Haken, der sich durch meine Eingeweide frisst. Bin ich auf der richtigen Seite? Sind meine Überzeugungen, meine Werte, das was ich glaube, will und tue, richtig? Ich werfe, obwohl es mir widerstrebt, einen kurzen Blick zurück. Du stehst da, so zierlich, so zerbrechlich, immer noch das sanfte Lächeln, das dir so gut steht und schiebst den Kleiderberg auf dem Tisch zurecht. Wahrscheinlich hast du mich längst vergessen. Ich drehe mich wieder um und gehe weiter, der stechende Druck verschwindet allmählich, ich weiß, er wird wieder kommen, immer wieder, aber für heute hat er sein Futter bekommen. Die Kälte weicht mit einem Male von mir und eine warme wohlige Wärme breitet sich in mir aus, erstrahlt von innen und ergreift mein Herz. Eines ist mir jetzt klar: Es ist mir egal, ob du mich hasst. Ich jedenfalls werde dich niemals hassen, ich will es einfach nicht. Ich wünsche mir, dass es dir gut geht, dass es später deinen Kindern gut geht, dass du einen Ehemann findest, der dich liebt und dich auf Händen trägt, so dass diese wundervollen Augen niemals Traurigkeit erfahren müssen, ich wünsche dir, dass du noch viele glückliche Jahre mit deinen Eltern verbringen kannst und diese mit ihren Enkeln, dass du die Nächte durchtanzt, dass du es genießt, die Sonne auf deinem Gesicht zu spüren oder einfach in den Regen zu starren, dass du mit deinen Freunden feierst und ihnen – und vielleicht auch ab und zu einem Fremden wie mir – dieses einmalige Lächeln schenkst. Nein, ich könnte dich niemals hassen, um nichts auf der Welt, nicht weil du einfach nur anders denkst. Und zum zweiten Male an diesem Tage lächle ich, diesmal nur für mich.

    M.L.: Sobald sich der Wind dreht, ist sie weider im selben Boot wie Du.

  54. Andreas Walter

    Bei allem aber immer daran denken. Selbst wenn es die AfD oder PEGIDA oder Die Identitären oder die Junge Freiheit oder COMPACT oder den Kopp-Verlag oder uns „böse Buben und Mädels“ und noch viele andere Patrioten nicht gäbe würde sich nichts an den Problemen ändern, welche gerade die Eliten und ihre Handlanger auch mit der überwiegend islamischen Invasion von Nichtskönnern und Habenichtsen auch nach Deutschland haben. Das ganze Geschwätzt über die „gefährlichen Nationalisten“ soll lediglich dazu dienen von dem Bockmist abzulenken, den auch unsere Regierung und die EU gerade baut und schon vorher gebaut hat und das die EU gescheitert ist, mit all seinen Folgen. Die dann zu der Krise durch Migration halt noch hinzukommen. 1929 2.0 also, reloaded, wie man heute so schön sagt, und die ganze Welt weiß, was das (dann auch für sie) bedeutet. Uns kann es daher nur recht sein, wenn hier bald alles den Bach runter geht, denn eine unfähige Nichtregierungswilligeorganisation (NRWO) als Regierung können wir hier in Deutschland eh nicht gebrauchen. Wir müssen also nur warten.

  55. Verehrter ML,

    „Kindergutmenschideologieundschmalzporno“ ( das Schoenste an der Deutschen Sprache ist die Moeglichkeit, sinnvolle kettenformige Hauptwoerter zu bilden) .

    Ansonsten: wenn ein System beginnt, Kinder in die Schlacht zu werfen, ist es am Ende!

    @ Raskolnikow: „So werf ich den Brand in Walhallas prangende Pracht‘ ist keine Politik.

    Empfehle: Badeschluss und „Volk ans Gewehr“!

    HdeA

  56. Stil-Blüte

    @ Danke, Nordlaender für Ihr Interesse an meinem Beitrag. Mir ging es mit dem Ihren ebenso. Jedoch – verstanden habe ich ihn wohl kaum, da Ihr geo-/metapolitisches Verständnis meinen Horizont sprengt. Um andere nicht zu nerven, wollen wir es hiermit genug sein lassen.

    Um am Ende eines Tages zur Ruhe zu kommen, schlage ich vor, gemeinsam die abendliche Nationalhymne ‚S‘ist Feierabend‘ anzustimmen.

  57. ingres

    Man denkt immer nur an Deutschland. Aber mir stellt sich die Frage, ist Österreich überhaupt noch in der Lage die Invasion aufzuhalten? Hätte es ausreichend Militär? Ist es, wenn nicht, nicht bereits seiner Souveränität beraubt und kann nur noch hoffen, das Alle nach Deutschland weiter ziehen ohne in Österreich zu Plündern oder Schlimmeres anzurichten. Obwohl irgendwann werden sie ja auch mal wieder in Österreich vorbeischauen.

    Aber zum zweiten: Ich denke es gibt mehrere Erklärungen für das was gegenwärtig abläuft. Man kann lediglich nicht wissen welche Erklärung gültig ist. Hier die möglichen Szenarien:

    Vielleicht wurde dem System der Ausländer durch Auschwitz aufgedrängt. Sicherlich war das so. Aber wie konnte es dazu kommen darüber den Staat aufzulösen und in letzter Konsequenz dadurch die Deutschen abzuschaffen bzw. zunächst jeden „Kritiker“ abzuschaffen?

    Eine These lautet (salopp formuliert), dass die USA im Auftrag des Freimaurertums dahinter stehen (Weltregierung und globaler Markt, schon vor dem erstzen Weltkrieg erdacht)). Es gibt Hinweise darauf dass das so ist. Ich weiß nicht ob es zu widerlegen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die deutsche Politik irgendwann aus freien Stücken für den persönlichen Vorteil beschlossen hat, Deutschland abzuschaffen; wenn man weiß, dass es tödlich für Alle enden wird.

    Wenn es nicht im Auftrag der Freimaurer (obwohl George Soros hat wohl nachweisbar die Finger mit drin) läuft, muß man nochmal darauf zurückkommen dass man per Schuldkult in die „Ausländerfalle“ getappt ist. Einmal darin gefangen konnte der Druck durch die Linken und Grünen und einen Moralismus des Humanen unendlich erhöht werden. So dass man da nicht mehr heraus kam. Jeder der was bleiben und werden wollte muß sich dieser Ideologie beugen, es sei denn er hat Charakter Und Grüne, Linke und Gender- und Feministen-Frauen (auch Schwule und andere Opfergruppen) die nichts konnten, konnten dadurch an die Fleischtöpfe.

    Reine Hilflosigkeit der Politik (trotz gutem Willen) verantwortlich zu machen (es gibt Leute die meinen das), reicht m. E. nicht aus. Im übrigen hilft der Politik Hilflosigkeit zu unterstellen nicht, um die Folgen auszubaden.

    Hinzu gekommen sein mag eine psychisch kranke Frau (zwar habe ich nicht gedacht, was sie anrichten würde, aber meine Skepsis habe ich um 2000 herum der FAZ geäußert), die und das darf man nicht vergessen u.U. eben tatsächlich gemäß ihrer in der DDR genossenen Indoktrinierung handelt. Wenn sie nicht neben ihrem Meineid für das deutsche Volk nicht einen echten Eid für andere Mächte geschworen hat.

  58. Nur durch die endgueltige Entziehung, kann ich das Meine noch vor unbefugtem Zugriff schuetzen. Wie das Kind, das die stundenlang errichtete Sandburg lieber zertritt, als dass der Fremde, der nichts zum Bauwerk beitrug, damit spielt …

    Lieber Raskolnikow,
    lasst das fremde Kind mit der Sandburg spielen .
    Und errichtet Burgen, die nicht auf Sand gebaut sind….

  59. Lars Geier, ein schöner, etwas blumiger Text. Tröste Dich: Die Protagonistin hätte auch als BDM-Führerin oder FDJ-Leiterin auftreten können. Du hättest sie locker zu einem Mate-Tee im Eine-Welt-Laden einladen können und entweder festgestellt, daß sie eine Hohlbirne ist, oder daß ihr extrovertierter guter Wille besser in Schönes, etwa eine zu gründende Familie mit Dir, zu kanalisieren gewesen wäre – wofür ihr wg. fehlgeleiteter Sozialisation derweil lediglich der Bezug fehlt.

  60. jacky

    @ Michael Schlenger

    Um die Stimmung zu heben, habe ich einige SiN-Kommentare der letzten Wochen zu einer kleinen Erbauungsschrift zusammengestellt. Dies, obwohl ich mich mitten in den Vorbereitungen zu einer Rede vor dem örtlichen Lions-Club befinde und daher – wie eigentlich immer – keine Zeit habe…

    „Die Liebe, die sie für den Menschen der Zukunft haben, entsteht aus ihrem Hass gegen die Menschen aus Fleisch und Blut.“
    (Nicolás Gómez Dávila)

  61. Michael Schlenger

    Herr/Frau Jacky,
    über Ihre Replik habe ich eine Weile nachgedacht. Ich möchte nicht glauben, dass Sie die Ironie meines zugegebenermaßen inhaltlich wertlosen Beitrags nicht erkannt haben. Wollen Sie mir mit den ausgeliehenen Worten etwas Spezielles mitteilen? Dann tun Sie es bitte in eigenen, danke.

  62. thotho

    ad ingres: österreich ist vollkommen unfähig. ich bin überrascht, woher das heer plötzlich den sprit und das geld für überstunden hat. beides gab es innerhalb der truppe in österreich schon seit jahren nicht mehr.

  63. Eckesachs

    @Monika

    ,,Lieber Raskolnikow,
    lasst das fremde Kind mit der Sandburg spielen .
    Und errichtet Burgen, die nicht auf Sand gebaut sind….“

    Keine fremden Kinder spielen mit meiner Burg. Zuerst mache ich die ganz kaputt.

    Hab`schon heimlich eine neue gebaut.

    Dicke Mauern, viele Äpfel und Kastanien zum werfen darin und die anderen Lausbuben sind auch alle da.

    So muß das.

  64. Nordlaender

    @ Monika

    „Lieber Raskolnikow,
    lasst das fremde Kind mit der Sandburg spielen .
    Und errichtet Burgen, die nicht auf Sand gebaut sind….“

    Vollkommen korrekt! Denn was bedeuten uns schon schnöde Sandburgen. Dieser Mann muß zum Dienst an der Waffe gerufen werden.

    Freilich nicht in einer Weise, daß Freund Raskolnikow wohl gar dabei seine Metaphern zerschlagen werden. Denn diese sind ein kostbares Gut, das zu bewahren es gilt.

  65. badeschluß!
    karawane schwimmt weiter.

Diskussion geschlossen. :-)

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