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lichtmesz Martin Lichtmesz


Vom Multikulturalismus zum Rassenkrieg

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Mag sein, daß die“39 verschiedenen Nationalitäten“ von Broadwater Farm seither im multidiversen Friedefreudeeierkuchen munter vor sich hin gevielfältelt haben, insgesamt sah es in Tottenham, das angeblich 113 (!) verschiedene ethnische Gruppen beherbergt, aber nicht so rosig bunt aus. Wikipedia informiert uns:

Tottenham hat die höchste Arbeitslosenrate von London und die achthöchste im Vereinigten Königreich und eine der höchsten Armutsraten des Landes. (…) Seit drei Jahrzehnten ist Tottenham einer der zentralen Brennpunkte von Banden- und Schußwaffenverbrechen im Vereinigten Königreich. Dies geschah infolge von sich ausweitenden lokalen Banden- und Drogenkriegen, besonders jenen, in die die Tottenham Mandem-Bande und andere Gangs aus Hackney und den umliegenden Bezirken involviert waren, sowie des Aufstiegs eines Verbrecherrings, der als die „türkische Mafia“ bekannt wurde, und der 90% des Heroinmarkts des Königreichs kontrollieren soll.

Das muß man sich alles vor Augen halten, um die volle Komik eines weiteren Spiegel-Artikels zu dem Thema zu erfassen. Daß Tottenham ein Sumpf an Kriminalität ist, läßt der Autor nur am Rande durchscheinen, dafür schwelgt er umso ausgiebiger in Fällen von wirklichem und angeblichen Versagen der Londoner Polizei, bei dem Unschuldige zu Tode gekommen seien. Dann wird Bilanz über die Folgen der Krawallnacht gezogen:

Die Polizei nahm in der ersten Krawallnacht 56 Personen fest, in der Nacht zum Montag folgten weitere 100, Insgesamt erlitten 40 Polizisten Verletzungen; Experten schätzen die Schadenssumme auf bis zu 100 Millionen Pfund. Fast beschwörend verweisen Politiker und Experten darauf, es habe sich um „eine verschwindend geringe Minderheit“ gehandelt.

Die Beschwörungen haben bekanntlich nichts geholfen: die „verschwindend geringe Minderheit“ scheint inzwischen landesweit eine verschwindend geringe Verstärkung erhalten zu haben.

Und nun kommt’s:

Doch was macht diese Wenigen derart aggressiv? Tottenhams Labour-Abgeordneter David Lammy wies auf das Offensichtliche hin: „Die Unruhen fanden nicht in wohlhabenden Stadtvierteln wie Kensington statt, sondern in den ärmsten Bezirken.“ Dort, wo die härtesten Sozialkürzungen seit 30 Jahren schon jetzt spürbar sind. Wo junge Leute kein Abitur mehr machen können, weil die Regierung den Zuschuss zum Lebensunterhalt von wöchentlich 30 Pfund gestrichen hat. Wo die Jugendarbeitslosigkeit bei 25 Prozent liegt, Tendenz steigend.

Diese armen Brandschatzer, Plünderer, Räuber, Schläger, Drogendealer haben also nur ihrer berechtigten Empörung Ausdruck verliehen, daß sie sich wegen der grausamen sozialen Kälte des Staates den Lebenstraum eines Abiturs nicht erfüllen können! Noch Fragen?

Es fragt sich, wieviel Millionen Pfund der britische Staat diesmal aufbringen muß, um die multikulturalistischen Brandherde wieder dauerhaft stillzulegen. Selbst wenn nun entsprechende Programme aus dem Ärmel geschüttelt werden, bleibt es zweifelhaft, ob sie überhaupt noch zu verwirklichen sein werden. Denn wie in Deutschland, Frankreich und Skandinavien muß es irgendjemanden geben, der die Remedur für all diesen selbst eingebrockten Schlamassel auch bezahlt. Folgt man der Logik von Spiegel und taz, und geht davon aus, daß die Kürzung von Sozialleistungen tatsächlich direkt zu bürgerkriegsartigen Exzessen führt, dann sind diese Sozialleistungen heute nichts anderes mehr als Schutzgelderpressungen auf höherer Ebene.

Das Problem daran ist leider, daß es bald niemanden mehr geben wird, der all das bezahlen kann. Die nächste globale Wirtschaftskrise hat eben erst begonnen, und schon jetzt brechen in den Multikulturalismussümpfen Unruhen aus, die alles zuvor Gewesene in den Schatten stellen. Man dachte, mit Geld ließe sich alles stopfen und flicken, und das Geld werde immer da sein. Niemand hat aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen wollen. Seit den ersten Unruhen in Tottenham im Jahre 1985 gibt es im Vereinigten Königreich mehr Einwanderer, mehr Slums, mehr Überfremdung, mehr Verbrechen, mehr Konflikte, mehr Spannungen, mehr Mißtrauen, mehr „diversity“, mehr „political correctness“, mehr „Antidiskriminierungs“-Maßnahmen, mehr soziales Herumgebastle als je zuvor. Die Folgen sind von dementsprechender Intensität und Brutalität.

England sollte eine Mahnung an Deutschland sein, den fatalen Weg in die multikulturelle Fragmentierung endlich zu bremsen. Mehr als je zuvor ist es nun notwendig, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, auch wenn sie häßlich und erschreckend und angsteinflößend ist. Es führt kein Weg daran vorbei. Jeder Versuch, nun den Kopf in den Sand zu stecken, wird zu nur noch schlimmeren Folgen führen.

Und trotzdem lügt, betrügt, vertuscht, verfälscht, verschleiert und verharmlost der überwiegende Teil der Massenmedien die Ursachen und die Folgen, was das Zeug hält. Ich möchte nun am liebsten jeden einzelnen Schreiberling da draußen, ob vom Spiegel oder sonstwo, fragen, persönlich fragen, wie lange er es noch mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dieses fatale und gefährliche Spiel mitzumachen.

Auf der Netzseite der „Jungen Freiheit“ haben sich zwei weitere „Sezessionisten“ zu Wort gemeldet: Dr. Karlheinz Weißmann und Martin Böcker.

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